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Grosse Koalition eine Katastrophe für Deutschland

Startbeitrag von zerobase now am 30.01.2007 07:45

Das ist alles nicht mehr zu fassen. Seit SPD und CDU an den Schalthebeln in Berlin sitzen, funktioniert nichts mehr. Es ist überhaupt keine klare Linie mehr zu erkennen, einen Tag so, am nächsten wieder ganz anders. Die GEsundheitsreform war schon ein Schuss in den Ofen, beim Tabakverbot hat man auch den SChwanz eigekniffen. Bei Atomkraft weiss man auch nicht woran man ist, CDU will sie weiterhin, SPD nicht. Neuerliches Thema die Vorgaben aus Brüssel zum Kohlendioxid Ausstoss von Neuwagen. Umweltminister Gabriel sagt ja, Wirtschaftsminister Glos sagt nein.

Jetzt will man aus der STeinkohle aussteigen.... und verschiebt die endgültige Entscheidung erstmal auf 2012.

Das darf doch alles nicht mehr wahr sein. Die Koalition funktioniert hinten und vorne nicht. Jede der beiden Parteien will im Prinzip was anderes und am Schluss kommt dann ein total verwässerter Kompriss raus, der alles nur noch schlimmer macht oder man vertagt sich auf unbestimmte Zeit.

Ich könnte :kotz:

Meine Stimme bekommen diese Idioten nicht mehr, das weiss ich 1000%. :sneg: :sneg:

Antworten:

War ja von vorneherein abzusehen...
wobei das Versprechen "Wir ziehen alle an einem Strang" ja eingelöst wurde: Die CDU am einen Ende, die SPD am Anderen, manchmal verirren sich auch ein paar auf der feindlichen Strangseite ;-)

Wobei Schröder auch schon keine Richtung hatte, zumindest in seiner zweiten Legislaturperiode nicht.
Kohl hatte eine Richtung, leider die falsche.
Seit ich die Politik mitbekomme, wurde da immer nur Murks gemacht. Am besten doch Revolution!
Die Grünen habens an der Seite der Sozis auch nicht gebracht, die FDP mit der heutigen Mannschaft ist der politische Supergau und die Linken sind wir noch zu PDS- sprich Ostlastig.



von PeterSchwarz - am 30.01.2007 09:36
Zitat

War ja von vorneherein abzusehen...


Ja schon irgendwie, aber dass es so konzeptionslos sein würde, hätte ich dann nicht gedacht.
Die kriegen ja überhaupt nichts gebacken.


Zitat

wobei das Versprechen "Wir ziehen alle an einem Strang" ja eingelöst wurde: Die CDU am einen Ende, die SPD am Anderen




:joke: Genauso ist es. Hoffentlich reisst das Tau bald. Neuwahlen wären wohl das Beste, wobei man nicht sicher sein könnte, ob es dann vielleicht nicht wieder keine klaren Mehrheiten geben würde.

von zerobase now - am 30.01.2007 09:48
Was waren das noch für tolle Zeiten unter Kohl und Schröder. Die haben zwar polarisiert, aber immerhin wusste man immer in welche Richtung es geht. Bei den jetzigen Machthabern ist das reine Glückssache. ;)

von zerobase now - am 30.01.2007 10:51
Ein Buchtip, d. h. meine Urlaubsliteratur im letzten Sommer: "Der Deutschland Clan" von Jürgen Roth. Damit ist alles gesagt. Ich hätte nur gehofft, der Auto hätte weniger Recht behalten.

von Thomas (Metal) - am 31.01.2007 18:52
Ist das eigentlich n eu? Kohl war eine 16jährige Katastrophe, und Schröder schien nur besser, weil endlich mal andere Gesichter zu sehen waren. Die Politik aber ging den Bach runter: Während Kohl dadurch auffiel, dass er eigentlich nichts tat (außer den Reichen ein paar Steuerprivilegien zu verschaffen, aber wenn man CDU/CSU/FDP wählt, muss man mit so was halt rechnen), hat Schröder die Lage aktiv verschlimmert.

Schließlich war es seine Regierung, welche die wichtigsten Sozialreformen des zweiten Weltkriegs von einem inzwischen verurteilten Verbrecher aus der Privatwirtschaft/Mafia hat gestalten lassen.

Merkel hat zwar das Zeug, eine eigenständige Politik zu entwickeln, allerdings wäre die Richtung fatal: Vergrößerung der Kluft zwischen arm und reich, "Wertegemeinschaft" mit den USA. Ihr größter Feind ist allerdings nicht der ungeliebte Koalitionspartner SPD, sondern die Provinzfürsten der CDU, allen voran der korrupte und verlogene Koch aus Hessen und der inzwischen berühmt-berüchtigte Herr S. aus. W., der allerdings in M. arbeitet.

Das wäre eigentlich die Stunde der kleinen Parteien: Die Grünen aber sind zu einer Fußnote der Geschichte geschrumpft, die aktuelle Diskussion um die Weiternutzung der Atomkraft findet ohne sie statt, ohne dass die ureigenste grüne Position brach läge. Grüne Politik machen andere.

Und dann das tragische Häuflein, welches sich FDP nennt und in den letzten Jahren von Westerwelle von einer Partei der klugen Köpfe zu einem Club der populistischen Belanglosigkeit eingedampft wurde: Die FDP ist für mehr Freiheit bei mehr sozialer Gerechtigkeit. Glückwunsch, das ist die SPD auch. Und die CDU. Und die Grünen.

Bleibt noch die Linkspartei. Die ehemalige Sammlungsbewegung der ostdeutschen Einigungsverlierer ist allerdings derzeit zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Die Fusion mit der WASG ist nichts anderes als der wirkliche Vollzug der Wiedervereinigung, diesmal in den Köpfen. Das ist eine Herkulesaufgabe, die noch eine Zeit lang dauern wird, und dabei ist nicht mal sicher, ob die Partei ob ihrer Konflikte überhaupt überleben wird. Wenn sie es schafft, wird es eine sehr interessante Partei werden, der nur noch ein paar verborte Betonköpfe das Etikett "SED" anheften können -- in Ermangelung besserer Argumente.

Ach ja, die Braunen: Die NPD, nach der sächsischen Landtagswahl schockartig aus den stinkenden Laachen des Abschaums aufegtaucht, verheddert sich inzwischen im eigenen Geflecht aus Populismus und Ideologie. Die Hamburger Landesvorsitzende engagiert sich in typisch doof-rechter Weise gegen den Bau einer Moschee, was allerdings von der Mutterpartei torpediert wird, da man die radikalen Muslime nicht verärgern will. Alles klar.

Fazit:

Die Große Koalition ist zur Zusammenarbeit verdammt. Die Option einer Neuwahl existiert nicht: Die Wahrscheinlichkeit einer bürgerlichen Mehrheit aus CDU/CSU und FDP ist unwahrscheinlich. Daraus folgt logischwerweise, dass SPD, Grüne und Linkspartei (welche stabil über 5 Prozent steht) diese Mehrheit hätten. Die SPD kann es zwar möglicherweise wagen, unter einem Kanzler Wowereit eine Rot-Rot-Grüne Koalition zu führen. Ob die Grünen dazu bereit wären, müsste sich klären.

Ganz bestimmt aber wird die Linkspartei das nicht mit machen, da sie sich gerade erst konstituiert und die beiden Regierungsbeteiligungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin schon genügend Schmerzen bereiten. Das Projekt Linkspartei würde zerfallen, bevor es überhaupt richtig losgeht.

Da FDP und Grüne relativ nahe beieinander lägen, wäre auch eine Schwarz-Grüne Koalition rechnerisch auszuschließen, auch wenn es außer dem Atomausstieg nicht mehr viele Reibungspunkte gibt.

Eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen ist möglicherweise rechnerisch, aber nicht politisch möglich. Jedenfalls wäre es für Merkel nicht deutlich unbequemer als die jetzige Situation.

Ausblick:

Die große Kolaition wird also weiter bestehen bleiben. Die nächsten Bundestagswahlen sind 2009, davor sind aber noch zwei "Superwahljahre". Das Projekt der Föderalismusreform steht immer noch an, die aktuellen Beispiele der Gesundheitsreform zeigen deutlich, dass eine für den Bürger durchschaubare Politik immer noch an dem Widerstand der Bundesländer scheitert. Eine Partei kann also im Bund einem Gesetz (scheinbar) zustimmen, um dann auf Länderbene mit ihren Ministerpräsidenten dagegen zu sein -- eben wie es der CDU/CSU mit der Gesundheitsreform passiert ist. Zur Glaubwürdigung der Partei trägt das nichts bei, auch nicht zu der der Politik.

Neuwahlen lösen dieses Problem nicht.

von Alqaszar - am 31.01.2007 23:41
alqaszar: Gut auf den Nenner gebracht. Genau so sieht es aus in der deutschen Politiklandschaft.


von PeterSchwarz - am 01.02.2007 00:32
Trotzdem geht es so auch nicht weiter. SPD und CDU blockieren sich mehr gegenseitig, als dass sie zusammenarbeiten. Wenn ich jetzt wieder sehe welches Chaos beim Kohleausstieg herrscht. DAs ist doch Konfusion hoch zehn. Jeder erzählt einem was anderes und nichts genaues weiss man nicht. Da ist doch einfach nur peinlich.

http://www.sueddeutsche.de/,tt1m2/deutschland/artikel/329/100229/

von zerobase now - am 01.02.2007 07:24
Was wir brauchen , ist eine Diktatur, so wie es die SED in der DDR gemacht hat...


Bitte den Smilie beachten -> ;)

von Chief Wiggum - am 01.02.2007 11:32
Im Prinzip ist, ergebnisorientiert betrachtet, die Dikatatur der Demokratie sowieso haushoch überlegen. Man müsste dafür nur den "Idealdiktator" erfinden, der quasi mit grenzenloser Weisheit und Güte das Wohl aller im Auge hat und es versteht, sinnvoll und friedlich zu regieren.
Bloß ob man einen solchen unter der Spezies Homo sapiens finden wird, ist fraglich...


von PeterSchwarz - am 01.02.2007 11:55
Zitat

Man müsste dafür nur den "Idealdiktator" erfinden, der quasi mit grenzenloser Weisheit und Güte das Wohl aller im Auge hat und es versteht, sinnvoll und friedlich zu regieren.


Wie wär's mit Franz dem Kaiser? ;)

von zerobase now - am 01.02.2007 12:06


von drm-dxer - am 01.02.2007 13:03
jo alqaszar, da sind wir uns einig, das bringts auf den Nenner!

von Rosti 2.0 - am 01.02.2007 13:10
@zerobase now:

Zitat

Trotzdem geht es so auch nicht weiter. SPD und CDU blockieren sich mehr gegenseitig, als dass sie zusammenarbeiten. Wenn ich jetzt wieder sehe welches Chaos beim Kohleausstieg herrscht. DAs ist doch Konfusion hoch zehn. Jeder erzählt einem was anderes und nichts genaues weiss man nicht. Da ist doch einfach nur peinlich.


Das Problem ist der komplexe Föderalismus in Deutschland: Eine Partei kann auf Bundesländerebene anders zu einem Projekt stehen als auf Landesebene. Das wird immer dann zu einem Problem, wenn im Bundesrat andere Mehrheitsverhältnisse herrschen als im Bundestag.

Erfahrungsgemäß haben die im Bund regierenden Parteien die Landtagswahlen tendenziell immer verloren, so dass mit ablaufender Legistalturperiode die Handlungsfreiheit immer weiter eingeschränkt wurde. Es musste zunehmen Rücksicht auf den politischen Gegner genommen werden, ohne dass dieser sich im Bundestag offen als Gegener der Politik zu erkennen geben musste.

Im Kabinett haben die CDU- und CSU-Minister der Gesundheitsreform zugestimmt. Auch im Bundestag wurde sie mit den Stimmen der Abgeordneten der beiden Unionsparteien verabschiedet. Dann aber, im Bundesrat, haben die Ministerpräsidenten das Wort. Und hier konnte die CDU mit ihrer eigenen Mehrheit, die sie nun mal in der Länderkammer hat, die Reform doch noch verhindern.

Nun darf der Wähler spekulieren: Hat Merkel das Heft nicht fest genug in der Hand, um die Union auf eine einheitliche Linie zu bringen, oder war es einfach nur ein Machtspiel der Schwarzen, um den letztendlich wirksamen Kompromiss zu Gunsten der Reichen zu verschieben.

Denn das ist ja das Gemeine: Jeder, der im nächsten Wahlkampf seinen CDU-Kandidaten am Stand in der Fußgängerzone fragt, wieso die CDU nicht dafür gesorgt haben, dass die "kleinen Leuten" bei der Gesundheit weniger belastet werde, kann sagen: "Im Bundestag habe ich doch dafür gestimmt!"

Eine Partei, zwei Politiken: Die Große Koalition macht's möglich. Dabei kann man dieses Verhalten der Union auch als Notwehr bezeichnen: Schließlich sind sie aus im obigen Posting genannten Gründen an die SPD gefesselt, die Dank der relativ starken Linkspartei und mangelnden Alternativen auch dann noch mitregieren kann, wenn sie -- wie in Sachsen -- auf beschämende 11 % fällt.

Der Wähler kann nur dafür sorgen, dass sich die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat denen im Bundestag anpassen. Sprich: Auch in den Ländern müssen Große Koalitionen entstehen. Nur dann, wenn beide Partner gleichermaßen aufeinander angewiesen sind, gibt es eine Chance für eine bessere Politik. Im Klartext: Bis 2009 wird nichts passieren.


von Alqaszar - am 01.02.2007 21:50
Wenn man sowas liest kann man nur mit dem Kopfschütteln. Die deutsche Regierung als grösster Lobbyist der Autoindustrie. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Auto wichtiger sind als Menschen.

:sneg: :motz:

http://www.sueddeutsche.de/,tt1m4/automobil/artikel/272/101171/

von zerobase now - am 08.02.2007 10:39
Ich kann da auch nur noch den Kopf schütteln. Klar geht's auch um Arbeitsplätze, aber auch ein sparsames, die Umwelt weniger belastendes Auto muss produziert werden! Hier ist es wie mit dem Rauchverbot: es wird gegen etwas erwiesenermassen Schädliches nur halbherzig vorgegangen, weil man es sich bei der mächtigen Industrie, die dahinter steht, nicht verscherzen will. Geld ist wichtiger...

:sneg: :sneg: :sneg: :sneg: :sneg:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.02.2007 11:08
was die Autos angeht: hier ist der Kunde schuld. Solange beim Autokauf nicht der Schadstoffausstoß eine Rolle spielt, sondern PS und Aussehen und 0 auf 100 ist doch klar, dass sich die Industrie dadrauf stürzt.
Ich wunder mich immer wieder, wieviele von diesen "SUV" in der Gegend rumfahren, speziell von BMW und MB. Erstens macht es einer bestimmten Käuferschicht nix aus 12l zu verbrauchen und was die Umwelt angeht - ehh wurscht.
Will sagen: nicht überall ist da die Politik schuld, der Konsument könnte viel bewirken. Aber noch kommts beim Autokauf darauf den meisten nicht an.
Die Politik sollte wirklich lieber mit der KFZ Steuer Anreize setzen und weniger mit der Mineralölsteuer, denn die belastet alle. Wenn einer ne drei Tonnen Karre mit 12l Verbrauch rumschiebt, der soll halt auch deutlich mehr Steuer zahlen.

Ansonsten was die Politik in D angeht: frustrierend und mittlerweile noch dazu langweilig. Unser System muss meiner Meinung nach grundlegend hinterfragt werden, vorallem die Bundesratgeschichte. Länder/Bundkompetenzen gehören glasklar getrennt.
Außerdem bin ich für ne Anhebung der 5% Hürde auf 10%. Die kleinen Parteien verhindern Mehrheiten und/oder haben basierend auf ihrem Stimmenanteil zuviel Macht in einer Regierung. Wenn ich mir anschaue was FDP und Grüne für Einfluss hatten während ihrer Regierungszeit, gemessen an wieviel Leute die wirklich gewählt haben ...

von Terranus - am 08.02.2007 19:36
> was die Autos angeht: hier ist der Kunde schuld. Solange beim Autokauf nicht der Schadstoffausstoß eine Rolle spielt, sondern PS und Aussehen und 0 auf 100 ist doch klar, dass sich die Industrie dadrauf stürzt.
Ich wunder mich immer wieder, wieviele von diesen "SUV" in der Gegend rumfahren, speziell von BMW und MB.


Stimmt schon, aber man könnte bestimmt auch SUVs bauen, die nur die Hälfte saufen und nur die Hälfte an Dreck ausstossen. Aber warum sollte die Auto-Industrie das tun, wenn's auch so geht? Schliesslich sitzt die Mineralölindustrie im selben Boot und reibt sich die Hände über jedes Strassen-Monster, das 12 und mehr Liter säuft.
Mir fällt dieser Geländewagen-Hype auch sehr unangenehm auf. Ich frage mich, wozu die Leute so ein Ungetüm brauchen. Der Parkplatz bei ALDI & Co. ist jedenfalls keine Schlammpiste und fast immer sind diese Autos auch noch blitzsauber. Vielleicht liegt's also daran, dass die BesitzerInnen anderweitige Unzulänglichkeiten mit diesen Protz-Autos kompensieren oder vertuschen wollen...

Na ja, ich gehe persönlich jedenfalls mit gutem Beispiel voran. Fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit und nutze den sparsamen Kleinwagen nur noch, wenn's gar nicht anders geht.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.02.2007 20:05
Zitat
TerranusI
Ich wunder mich immer wieder, wieviele von diesen "SUV" in der Gegend rumfahren, speziell von BMW und MB. Erstens macht es einer bestimmten Käuferschicht nix aus 12l zu verbrauchen und was die Umwelt angeht - ehh wurscht.
Was zur Hölle ist ein "SUV"? :confused:

von Brubacker - am 08.02.2007 20:10
Zitat

Was zur Hölle ist ein "SUV"? :confused:



@ Brubsi...

Keine Ahnung,aber tun wir mal arg gescheit

http://de.wikipedia.org/wiki/Sports_Utility_Vehicle :confused:

von 88,7 MHz - am 08.02.2007 20:19
SUV = Sport-Utility-Vehicle

z.B. BMW X3 & X5, Mercedes M-Klasse, Audi Q7, Porsche Cayenne, VW Touareg, ...

von Sebastian Dohrmann - am 08.02.2007 20:20
So ist es. Wobei man das "Sport" wohl nicht allzu ernst nehmen sollte, denn oft genug entsteigen diesen Fahrzeugen Leute im fortgeschrittenem Alter mit unübersehbarem Bierbauch. Das einzig "sportliche" ist dann allenfalls noch der unvermeidliche Trainingsanzug, vorzugsweise kombiniert mit weissen Socken in Adiletten...
:kotz: :kotz: :kotz:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.02.2007 20:40
Das sind die Teile, die einem auf der Autobahn regelmäßig die Rückstoßstande polieren wollen...

von Terranus - am 08.02.2007 20:43
Zitat
sept secrets
Keine Ahnung,aber tun wir mal arg gescheit

http://de.wikipedia.org/wiki/Sports_Utility_Vehicle :confused:
Ah, also ein Pseudo-Geländewagen. Dass die Teile einen besonderen Namen haben, war mir neu. Und haben die also echt eine große Marktdurchdringung bei uns erreicht, oder wie? :eek:

Ich mein OK, im Odenwald könnt ich's ja noch im Ansatz verstehen, wenn man sich so ein Ding kauft. Aber hier unten in der städtischen Ebene ... Wofür? :confused:

Zitat
Sebastian Dohrmann
SUV = Sport-Utility-Vehicle

z.B. BMW X3 & X5, Mercedes M-Klasse, Audi Q7, Porsche Cayenne, VW Touareg, ...
Seh ich so aus, als würde mir auch nur ein einziger dieser Modellnamen was sagen? ;)

von Brubacker - am 08.02.2007 20:48
Zitat

Wofür?


Siehe Rolfi"s "Vorrede"

von 88,7 MHz - am 08.02.2007 20:51
> Ich mein OK, im Odenwald könnt ich's ja noch im Ansatz verstehen, wenn man sich so ein Ding kauft. Aber hier unten in der städtischen Ebene ... Wofür?

Das ist es ja eben! Man kauft das Ding nicht, um damit durchs Gelände zu fahren (ausser vielleicht den Köter an den Waldrand... :rolleyes: ), sondern diese Dreckschleudern sind Lifestyle-Produkte, um in der Stadt damit zu protzen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.02.2007 20:51
Zitat
Brubacker
Zitat
sept secrets
Keine Ahnung,aber tun wir mal arg gescheit

http://de.wikipedia.org/wiki/Sports_Utility_Vehicle :confused:
Ah, also ein Pseudo-Geländewagen. Dass die Teile einen besonderen Namen haben, war mir neu. Und haben die also echt eine große Marktdurchdringung bei uns erreicht, oder wie? :eek:

Ich mein OK, im Odenwald könnt ich's ja noch im Ansatz verstehen, wenn man sich so ein Ding kauft. Aber hier unten in der städtischen Ebene ... Wofür? :confused:

gerne Hausfrauen fahren solche Kisten... Begründung: "Da sitz ich schön hoch." :rolleyes:
Zitat
Brubacker
Zitat
Sebastian Dohrmann
SUV = Sport-Utility-Vehicle

z.B. BMW X3 & X5, Mercedes M-Klasse, Audi Q7, Porsche Cayenne, VW Touareg, ...
Seh ich so aus, als würde mir auch nur ein einziger dieser Modellnamen was sagen? ;)

Also DAS kann man wirklich wissen. :p

von Sebastian Dohrmann - am 08.02.2007 20:52
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Das ist es ja eben! Man kauft das Ding nicht, um damit durchs Gelände zu fahren (ausser vielleicht den Köter an den Waldrand... :rolleyes: ), sondern diese Dreckschleudern sind Lifestyle-Produkte, um in der Stadt damit zu protzen.
Wie? Ich denke, uns geht's so schlecht und alles ist so teuer und ... :rolleyes:

Zitat
Sebastian Dohrmann
Zitat
Brubacker
Zitat
Sebastian Dohrmann
SUV = Sport-Utility-Vehicle

z.B. BMW X3 & X5, Mercedes M-Klasse, Audi Q7, Porsche Cayenne, VW Touareg, ...
Seh ich so aus, als würde mir auch nur ein einziger dieser Modellnamen was sagen? ;)

Also DAS kann man wirklich wissen. :p
Nee, jetzt mal ernsthaft und net bös gemeint. Mit den Modellnamen allein kann ich wirklich überhaupt nix anfangen. Die sagen mir so gar nix. Die Kenntnis diverser Automodelle ist für mich persönlich – erst recht als ÖPNV-Nutzer :D – halt kein Grundwissen. :)

Dass das Dir mit Deiner familiären Vorprägung wohl anders aussieht, war mir aber schon klar. ;) :joke:

von Brubacker - am 08.02.2007 21:01
Aus dem von sept secrets verlinkten Wiki-Artikel:

- Durch die erhöhte Lage der Insassen entwickelt sich oftmals das Gefühl einer vermeintlichen Überlegenheit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern.
- SUV weisen laut einer Schweizer Studie eine rund doppelt so hohe Fahrzeug-Aggressivität (Anzahl in anderen Fahrzeugen getötete Lenker pro 1000 Kollisionen) wie "normale" Pkw auf.


Kann ich absolut bestätigen! Wenn ich als Radfahrer in einer unübersichtlichen Kurve überholt werde, dann fast immer von so einem Riesenteil! Wo jeder halbwegs vernünftige Mensch ein paar wenige Sekunden warten würde, um nachher gefahrlos zu überholen, können es einige offenbar nicht erwarten. Heute hätte es einen dieser Idioten fast erwischt. In einer der besagten Kurven kam nämlich prompt einer entgegen... hat aber gerade noch gereicht. Gelernt hat er daraus wahrscheinlich nichts. Morgen setzt er sich wieder in seine Dreckschleuder und der Machtkampf auf der Strasse beginnt von vorne... :rolleyes:

> Wie? Ich denke, uns geht's so schlecht und alles ist so teuer und ...

Offenbar jammern "wir" immer noch auf hohem Niveau...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.02.2007 21:08
---
was die Autos angeht: hier ist der Kunde schuld.
---
Unabhängig davon, daß von der Regierung offenbar nichts zu erwarten ist, verhält sich das Volk auch nicht anders. Vielleicht sollte man es handhaben wie es bei Schülern vorgesehen ist: Unter 3 km Entfernung gibt es keine Fahrgelderstattung, d. h. es ist zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Auch ein Einkauf, wenn es nicht ganz sperrig oder schwer wird, läßt sich recht bequem mit dem Fahrrad erledigen, ein Einkaufskorb auf dem Gepäckträger machts möglich, außerdem ist man i. d. R. schneller und tut noch was für Gesundheit und Umwelt. Es muß vielmehr in die Köpfe hinein. Gesetze (vielleicht noch am ehesten Fahrverbote) oder Benzinkosten können dies nie kompensieren.
Um jetzt kein falsches Bild von mir zu geben: Letztes Jahr habe auch ich meinen 13 Jahre alten Golf gegen ein neues Auto eingetauscht. Für den örtlichen Einkauf verwende ich das allerdings nicht. Die Ausnahme ist der Getränkekauf.

von Thomas (Metal) - am 08.02.2007 22:08
@ Thomas (Metal): FREUND™!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.02.2007 04:57
...und auch der Getränkeeinkauf läßt sich mit einer ohnehin erforderlichen Fahrt verbinden, beispielsweise durch Halt am Supermarkt auf dem Heimweg von der Arbeit! Ich mache das auch so! Nicht etwa aus Umweltschutzgründen... Nein, ich wäre viel zu faul. für die 300 m zu Plus meinen Wagen aus der Garage zu holen!

Ich fahre übrigens auch einen SUV, wenn auch einen sehr kleinen. Ich schätze als angehender Forumszausel auch die erhöhte Sitzposition, die es mir im Stadtverkehr erlaubt, über Klein- und Kompaktwagen hinweg zu schauen. Das läßt mich da deutlich entspannter fahren als wenn ich in einem tiefen Kleinwagen sitzen würde. Und ich schätze die durch den hohen Innenraum zur Verfügung stehende Ladekapazität, die es mir erlaubt, meine DJ-Anlage zum Auflegen selbst zu transportieren. Vom benötigten Verkehrsraum bewege ich mich auf dem Niveau üblicher Kleinwagen. [Klick mich!] Verbrauchsmäßig liege ich bei rund 4,8 l Diesel / 100 km, erfülle Euro 4 und habe einen nachgerüsteten Diesel-Partikelfilter. Trotz der angeblichen Verbrauchssteigerung durch diesen liege ich im Mix noch 0,2 l / 100 km unter der Herstellerangabe.

Einen größeren Wagen würde ich aber ohne zwingenden Grund (beispielsweise durch mehrere Kinder) nicht kaufen. Auch wenn es (noch) nicht so aussieht, aber in naher Zukunft werden wir uns nun noch Kleinwagen leisten können, wenn unser Mobilitätsbedürfnis unverändert bleibt. Kleinwagen sind noch bezahlbar, haben vertretbare fixe Unterhaltskosten und einen bei der richtigen Auswahl der Motorisierung auch vertretbare Verbrauchswerte. Dazu kommen (meist) bessere Abgaseinstufungen und irgendwann auch der interessante Wert des CO- und CO2-Ausstoßes. Vielleicht auch nach japanischem Vorbild der Nachweise eines Parkplatzes als Zulassungsvoraussetzung. Das führte dort ja zu den "Kei-Cars" - Kleinstwagen, die von dieser Regelung ausgenommen sind. "Kei-Cars" nach japanischem Verständnis sind z. B. Daihatsu Coure oder Trevis, Hyundai Atos, Chevrolet ("Daewoo") Matiz usw. ... Jetzt krame ich nochmal das Tempolimit auf Autobahnen aus! Bei einer maximal zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 120 oder 130 km/h wäre nämlich genau diese Fahrzeuge gleichwertig und gleichberechtigt gegenüber deutlich stärker motorisieren Fahrzeugen. Wozu braucht man dann noch 150 PS oder mehr? Um zügig unterwegs zu sein und trotzdem diese 120 - 130 km/h erreichen zu können langen Kleinwagen 60 PS, Kompaktwagen um die 90 PS und wirklich mehr bräuchte man nur noch für deutlich schwerere Fahrzeuge, die diese Leistungen auch brauchen würden: Busse, LKW, fahrbare Maschinen usw. - Alles wäre schön! :D

von PowerAM - am 09.02.2007 07:06
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