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4
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Thomas (Metal), zerobase now, Mathias Volta, PowerAM

Forderung nach jährlicher HU für ältere Fahrzeuge

Startbeitrag von PowerAM am 30.01.2007 20:09

Rechtzeitig zur Meldung über die hohe Mängelquote bei geprüften Fahrzeugen kommt mal die Forderung, ältere Fahrzeuge jährlich zu prüfen. BB Radio berichtet bereits den gesamten Tag, daß 93 % der im vergangenen Jahr geprüften Fahrzeuge mit Mängeln zur HU vorgestellt wurden. Darunter auch erhebliche Mängel an Bremsanlagen, Bereifung und Abgasreinigung. Passend dazu leisten die Pressemeldungen der Prüforganisationen - allen voran TÜV und DEKRA - im Augenblick massiv Lobbyarbeit. Es hängt ja auch die Möglichkeit zur Einnahmeverdoppelung dran. Ein Schelm, der vermutet, es wäre alles nur für die Verkehrssicherheit... :D

Vorschlag des "Verkehrstages" war ja, die HU für Neufahrzeuge erstmals nach 3 Jahren vorzunehmen, danach nach 2 Jahren und schließlich jährlich. Als Begründung kam, daß insbesondere Fahrzeuge ab einem Alter von 5 Jahren oftmals mit gravierenden Mängeln unterwegs wären. Jahrelang wurde ja bereits daran gearbeitet! Wer kennt nicht Prüfer, die sagen: "Ein Fahrzeug kann nach ein paar Jahren nicht mängelfrei sein!" - und: "Wenn ich nichts aufschreibe, dann muß ich mich rechtfertigen, ich hätte nicht richtig geguckt!" Ja, genau! Und so wird jeder leichte Ölnebel, Flugrost am Auspuff usw. als Mangel aufgeschrieben. "Machen Sie sich keine Gedanken, sind ja keine gravierenden Mängel!" - Diesen Satz habe ich zu oft gehört.

Ich rieche Abzocke! Mit einer jährlichen Prüfung könnte ich leben, wenn die Kosten dafür im Vergleich zur Prüfung alle 2 Jahre halbiert würden. Das ist aber so unwahrscheinlich, da der Prüfungsaufwand, der bislang in Rechnung gestellt wird, ja unverändert bliebe und damit die selben Kosten entstehen würden. Kommt die jährliche HU, dann kostet es eben jährlich...

Was vielleicht zu ändern wäre sind die zahlreichen Möglichkeiten, an einen "Mitternachts-TÜV" zu kommen. Zudem auch die Zahl der Möglichkeiten, aus reiner Gefälligkeit, Faulheit usw. auf die Nachprüfung der Behebung von Mängeln zu bestehen, die "versprochen" werden. Denn allzu oft passiert nichts mehr, wenn die Plaketten erstmal neu sind. Und auch die ganzen gekauften Abgasuntersuchungen, die dann zur HU einfach vorgelegt werden und so akzeptiert werden müssen. Aber da war ja ohnehin geplant, sie zwingend im Rahmen der HU zu erledigen...

Antworten:

In einzelnen Fällen macht das sicher Sinn, aber im Endeffekt ist das wohl eher Abzockerei.
Wenn den Zuständigen sonst nix einfällt: Da wäre mir eine Gurtpflicht in Bussen eher schon lieber.

Grüße,
Matz

von Mathias Volta - am 31.01.2007 00:15
DAs sind halt so Vorschläge, die immer mal wieder hochkommen. Ähnlich wie die PKW-Maut und das Tempolimit. Umgesetzt wurde davon ja bisher noch nichts. Ähnlich wird es auch bei der HU laufen. Viel LÄrm um nichts.

von zerobase now - am 31.01.2007 06:21
Verstehe ich jetzt so nicht, wenn ich das Argument Abzocke mal ausblende. Zwischen den HUs würde jeweils ein Jahr liegen. Darin kann mit einem Fahrzeug viel geschehen. Soll ich die Chaise künftig wöchentlich vorfahren, wenn man konsequent wäre? Das kann es doch nicht sein. Dann schon lieber "Führerschein, Fahrzeugschein, Warndreieck, Verbandskasten" und "Fahren sie doch mal bitte auf die Hebebühne" durch den Sportverein Grün-Weiß bei einer Kontrolle. Das man sich aber in der Politik vom wohlwollenden "Schutzmann als einer von uns" verabschiedet sollte man auch nicht übersehen. Wichtig ist vorallem das Kassieren, dafür haben die Damen und Herren jetzt Zielvorgaben, die, wenn man den Beispielen aus der Wirtschaft 1:1 folgt, den Beamten dort direkt an die eigene Börse gehen.

von Thomas (Metal) - am 31.01.2007 18:49
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