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Kay B, Wrzlbrnft, Bengelbenny, -Ole-, 88,7 MHz, Brubacker, mor_, Adrian Böhlen, Mathias Volta, PeterSchwarz, Rolf, der Frequenzenfänger, dxbruelhart

Wie ist das in der Schweiz mit den Sprachregionen?

Startbeitrag von Kay B am 22.02.2007 16:08

Da es hier im Forum ja auch mehrere Schweizer gibt und ich von der Schweiz nur den deutschsprachige Teil kenne, mal die Frage an euch, wie sich das eigentlich mit den unterschiedlichen Sprachregionen verhält.

Wo verlaufen die Grenzen zwischen den einzelnen Sprachregionen? Und wie verlaufen sie? Sind das "harte" Grenzen, so daß z.B. in einem Ort deutsch und im Nachbarort französisch geredet wird? Oder "verläuft" das ineinander?

Bestehen diese Grenzen schon seit der Landesgründung so oder haben sich diese im Laufe der Zeit geändert?

Muß man als schweizer die jeweils anderen Landessprachen - zumindest ansatzweise - beherrschen?

Kommt einem - z.B. als Deutsch-Schweizer - eine Reise ins französisch- oder italienischsprachige Gebiet wie eine Reise ins Ausland (eben wie nach Frankreich oder Italien) vor oder fühlt man sich in den anderen Regionen so heimisch wie in der eigenen Region?

Antworten:

Zitat

Wo verlaufen die Grenzen zwischen den einzelnen Sprachregionen? Und wie verlaufen sie? Sind das "harte" Grenzen, so daß z.B. in einem Ort deutsch und im Nachbarort französisch geredet wird? Oder "verläuft" das ineinander?


Naja, die Grenze DI geht einmal quer über den Alpenhauptkamm. Der Röstigraben (DF) geht quer durchs Mittelland und hat kein natürliches Hindernis im Weg wie DI. Die Grenzen sind teilweise recht "hart", aber es gibt auch zweisprachige Städte. Wie Biel.

Zitat

Bestehen diese Grenzen schon seit der Landesgründung so oder haben sich diese im Laufe der Zeit geändert?


Die sind durchaus variabel in den letzten Jahrhunderten gewesen.

Zitat

Muß man als schweizer die jeweils anderen Landessprachen - zumindest ansatzweise - beherrschen?


Naja, erste Fremdsprache war/ist wohl lange Zeit jeweils eine andere Landessprache. Aber "müssen" würde ich nicht sagen, wenn man nicht gerade in den anderen Landesteil umzieht.

Zitat

Kommt einem - z.B. als Deutsch-Schweizer - eine Reise ins französisch- oder italienischsprachige Gebiet wie eine Reise ins Ausland (eben wie nach Frankreich oder Italien) vor oder fühlt man sich in den anderen Regionen so heimisch wie in der eigenen Region?


Da muss dann aber jetzt wirklich mal ein echter Schweizer antworten und kein Norddeutscher :)

von -Ole- - am 22.02.2007 16:21
Vielleicht zeigt diese Karte die Sprachgrenzen gut auf
>> K L I C K

von 88,7 MHz - am 22.02.2007 16:26
Die Sprachgrenzen in der Schweiz verlaufen schon relativ hart, die Sprachregionen bzw. -grenzen sieht man hier http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Sprachen_CH_2000.png
Es gibt aber eben auch zweisprachige Städte, so Fribourg/Freiburg bzw. Biel/Bienne. Praktisch alle Deutschschweizer sprechen und verstehen aber auch Französisch, dasselbe gilt vice-versa auch für die französischsprachigen Romands. Italienisch ist durch die hohe Durchdringung der Schweiz mit Italienern auch bei vielen nicht eine sehr fremde Sprache...

von dxbruelhart - am 22.02.2007 16:27
Ist ja interessant. Da gibt's sogar einige Sprachinseln.

Wie schaut's eigentlich vom kulturellen her aus. Hat man als Schweizer (egal welcher Region) ein eigenes schweizer Kulturbewußtsein, oder ist man schon stärker zum "Mutterland" (also Deutschland, Frankreich, Italien) hin orientiert?


von Kay B - am 22.02.2007 16:51
Andere Frage:

War eigentlich jemand von euch mal in Büsingen - der deutschen Exklave in der Schweiz?


von Kay B - am 22.02.2007 17:09
Zitat
Kay B
Andere Frage:

War eigentlich jemand von euch mal in Büsingen - der deutschen Exklave in der Schweiz?


Ja, jetzt gerade seltsame Frage...da war ich mal auf einer weiteren Durchreise, das ist aber schon so Ewig her...das ich da nicht mehr allzu viel von in Erinnerung habe...

Aber....der gute Rolf wohnt ja in der Gegend, der weiß da mehr...

von 88,7 MHz - am 22.02.2007 17:43
Rolf war bestimmt schon oft in BÜS, oddr?


von PeterSchwarz - am 22.02.2007 17:47
Ich würde sagen dass die Schweizer ein sehr ausgeprägtes eigenes Kulturbewusstsein haben.
Also das ist zumindest mein Eindruck. Es ist schon irgendwie was anderes, wenn du aus dem süddeutschen Raum die Grenze passierst, für mich sind das fast zwei Welten.

Aber das können unsere Schweizer Forums-Nutzer sicher besser erläutern.

von Bengelbenny - am 22.02.2007 17:49
Die verschiedenen Landessprachen sind schon eine ziemliche Barriere (in den Köpfen). Irgendwie ist nicht nur die Sprache anders, sondern auch die Mentalität. Wer im Tessin oder am Genfersee unterwegs ist, hat das Gefühl, in einer ganz anderen Welt zu sein als beispielsweise in Bern, Zürich oder Basel. Viele (vor allem junge) Deutschschweizer beherrschen leider kaum noch Französisch, geschweige denn Italienisch. Nicht gerade förderlich für den Kulturaustausch. Dazu kommt noch, dass in der Deutschschweiz in aller Regel Dialekt gesprochen wird, auch in den elektronischen Medien. Für Romands und Tessiner ein weiteres Hindernis, da sie mit ihrem eventuell vorhandenen Schul-Deutsch trotzdem nur einen Bruchteil verstehen, solange nicht Hochdeutsch gesprochen wird.
Wer, wie ich, in einer Firma mit Kunden in der ganzen Schweiz arbeitet, wird zwangsläufig immer wieder mit dem Sprachproblem konfrontiert. Französisch kann ich zwar einigermassen, aber bei Italienisch muss ich dann auch passen und hoffen, dass der Anrufer Deutsch oder Englisch kann.

Büsingen... ja, kenne ich natürlich sehr gut. Auf dem Weg zur Arbeit fahre ich jeden Tag ganz knapp dran vorbei. Das Dorf ist eigentlich nichts besonderes, nur hat es eben durch seinen speziellen Status auch eine spezielle Bevölkerungsstruktur entwickelt. Da wohnen vornehmlich deutsche Rentner. Für das arbeitende Volk ist Büsingen wenig attraktiv, da deutsche Steuern mit Schweizer Lebenshaltungskosten zusammenfallen. Umgekehrt wäre es ein Paradies...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 22.02.2007 19:48
Rolf spricht da einen ganz wesentlichen Punkt an:
In der Deutschschweiz wird auch in den Medien wirklich viel auf Schweizerdeutsch gehalten. Mir fällt das sogar auf, dass das eher noch mehr wird. Ich höre ja regelmäßig Schweizer Radio, und die Anteile an schriftdeutschen Beiträgen ist sehr gering geworden.
Zwar werden die Nachrichten in Schriftdeutsch verlesen, Meteo/Wetter kommt dagegen oft in Mundart daher.

Und irgendwie hab ich auch manchmal so das Gefühl gehabt in der Deutschschweiz, dass man sich gar nicht die Mühe macht, einem Westschweizer, der oft des Schwizerdütsch nicht mächtig ist, weiterzuhelfen. Das hilft sicher nicht, Barrieren abzubauen.

Natürlich lernen die Westschweizer und Tessiner in der Schule kein Schwizerdütsch, sondern die jeweiligen "Hochsprachen".

Und ja, das ist sicher ein Punkt, der dazu beiträgt, dass jeder halt ein wenig für sich sein Süppchen kocht.

Und ja, speziell wenn man ins Tessin kommt, ist man wirklich in einer anderen Welt. Man fährt auf der deutschsprachigen Seite in den Tunnel und und kommt im Tessin nach einiger Zeit wieder raus. Schon die Vegetation ist eine andere, und irgendwie ist das Tessin halt sichtbar mehr an Italien angelehnt als an die Schweiz.

Das ist alles mein Eindruck, lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

von Bengelbenny - am 22.02.2007 20:05
@Kay:

Über Büsingen war kürzlich [so um die Jahreswende rum - glaube nach Weihnachten] ein meiner Meinung nach sehr interessanter zwei Seiten langer Bericht in der Autobild. Bei Interesse einfach mal im Online-Archiv forsten...

Zitat
Kay B
Kommt einem - z.B. als Deutsch-Schweizer - eine Reise ins französisch- oder italienischsprachige Gebiet wie eine Reise ins Ausland (eben wie nach Frankreich oder Italien) vor oder fühlt man sich in den anderen Regionen so heimisch wie in der eigenen Region?


Bin zwar kein Schweizer aber es ist wohl gerade für einen Ausländer in einem teilweise deutschsprachigen Land irgendwie lustig, wenn man die sog. Sprachgrenze überquert hat und auf sämtlichen offiziellen, bzw. gesetzlichen Verkehrsschildern plötzlich "Police" statt "Polizei" usw. steht.
Ähnlich ist es ja auch in Belgien.

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 22.02.2007 23:57
Dass fast alle Deutschschweizer Französisch und fast alle Romands Deutsch sprechen, kann ich aus meinen Erfahrungen nicht bestätigen. Wohl hat man die jeweils andere Sprache mal in der Schule gelernt, aber vielfach war's das dann. Selbst hier im Berner Mittelland, wo die Sprachgrenze sehr nahe ist, können viele Leute nur wenig französisch. Und die so genannt zweisprachige Stadt Fribourg, gleich hinter der Sprachgrenze (von Bern aus gesehen), ist in Wirklichkeit weit gehend französischsprachig.
Vor allem in abgelegeneren Gegenden der Westschweiz, wie dem Jura, kommt man ohne Französischkenntnisse nicht weit. Dasselbe gilt wohl entsprechend auch für Deutschschweizer Berggebiete.
Die Sprachgrenze zum Italienischen ist, wie bereits erwähnt, natürlich topografisch schon sehr ausgeprägt. Durch den Tourismus und aufgrund der Tatsache, dass recht viele Deutschschweizer im Tessin leben, ist Deutsch in einigen Gegenden trotzdem recht verbreitet, namentlich in der Gegend rund um Locarno.
Meines Erachtens ist Biel/Bienne die einzige zweisprachige Stadt, die diese Bezeichnung wirklich verdient. So gesehen, sind die Sprachgrenzen generell schon recht "hart".

von Adrian Böhlen - am 23.02.2007 06:21
Ich kann mich den Ausführungen von Rolf, Bengelbenny und Adrian unumwunden anschließen. Generell spüre ich, wie die drei Sprachregionen - nicht zuletzt durch die Medien gefördert - auseinanderdriften. Berichterstattungen über die anderen Regionen finden eher selten statt, oder werden in speziell dafür vorgesehene Sendegefäße ausgelagert. Mein Paradebeispiel hierzu findet sich tagtäglich in den Intercity-Zügen von Zürich nach Lausanne/Genève. An den Grenzstadtbahnhöfen Fribourg und Biel steigen rund 80% aller Fahrgäste aus, während meist eine ähnliche Anzahl Passagiere wieder einsteigt. Effektiv an der Sprachgrenze durchfahren tun meist nur einige wenige Geschäftsleute und vielleicht ein paar Ausflügler.
Ähnliches ist im Gotthard-Tunnel zu beobachten. Der Interregio, welcher in Airolo und Göschenen hält, verkehrt die meiste Zeit praktisch leer durch den Tunnel, ehe er sich in Göschenen und Erstfeld bzw. in Airolo, Faido und Biasca allmählich wieder füllt.

Meiner Meinung nach müsste in der Schweiz wieder mehr für den sprachlichen Zusammenhalt getan werden, ehe wir noch Verhältnisse wie in Belgien antreffen, wo die Anarchie-Wallonen (;)) und Flamen quasi zwei nebeneinander existierende Parallelgesellschaften bilden, die sich noch dazu mehr oder weniger offen bekriegen. Schon heute hört man immer wieder abwertende Meinungen gegenüber den "arroganten Welschen" oder den "altmodischen Deutschschweizern". Was die angebliche Westschweizer Arroganz betrifft, so kann ich diese nicht wirklich bestätigen. Zumindest, wenn ich wenigstens etwas Bemühungen zeige, mich mit dem Gegenüber auf französisch zu verständigen, schaltet auch das Gegenüber bei Bedarf auf englisch oder deutsch um. Ich persönlich warte allmählich nur noch auf eine Blick-Reihe "Wieviele Romands verträgt die Deutschschweiz"... :rolleyes:

Der "Röstigraben" erstreckt sich übrigens offenbar auch über das Sortiment von Migros und Coop. Hiermit möchte ich auf meinen aktuellen Blog-Eintrag verweisen (siehe Signatur). :D

Was Reisen eines in der Deutschschweiz wohnenden in die Romandie oder ins Tessin betrifft, man spürt schon deutliche Unterschiede, auch wenn mir diese unterdessen nach zigdutzenden von Touren dorthin immer weniger auffallen.
In der französischen Schweiz: Zum Einen ist die Stimmung oft offener und lockerer (insbesondere in Genève wird man da von einem regelrechten Weltoffenheitssog überrascht), zum Anderen spürt man es auch an der oft etwas bunteren und abwechslungsreicheren Architektur und den schlechteren ÖV-Verbindungen...^^ Eine eigene Welt stellt hier noch das Wallis dar, das für mich auch im französischen Sprachteil oft etwas deutschschweizerischer als die restliche Romandie wirkt.
Im Tessin wirkt auch vieles anders und vor allem "südlicher", mit der angrenzenden Lombardei kann man es aber dennoch nicht vergleichen. Ich spüre im Tessin durchaus noch eine starke "Schweizer Eigenständigkeit". Die Mentalität der Menschen ist hier auch jener der Deutschschweizer relativ ähnlich, wenn auch hier manche Dinge wohl etwas lockerer als im Norden genommen werden.

von Wrzlbrnft - am 23.02.2007 08:18
@ Rolf, der Frequenzenfänger

Zitat

Dazu kommt noch, dass in der Deutschschweiz in aller Regel Dialekt gesprochen wird, auch in den elektronischen Medien.


Stimmt. Finde ich eigentlich gar nicht mal so schlecht, daß man sich soweit zu seinem Dialekt bekennt und ihn auch in öffentlichen Medien einsetzt. Wäre meiner Meinung nach auch wünschenswert, daß man in den deutschen Landesprogrammen (Fernsehen wie Radio) die jeweiligen Dialekte (z.B. beim SWR wären's ja dann mehrere - Badisch, Schwäbisch, Pfälzisch) benutzt.

Interessant ist dann immer, wenn bei 3sat die schweizer Programmanteile in Dialekt untertitelt werden. Meiner Meinung nach, kann man aber als Süddeutscher (dazu zähle ich jetzt mal Bayern, Franken, Baden, Hessen, Schwaben, die Pfalz und das Saarland) das Schwitzerdütsch, so wie's auf SF DRS gesprochen wird, noch relativ gut verstehen.


Zitat

Für Romands und Tessiner ein weiteres Hindernis, da sie mit ihrem eventuell vorhandenen Schul-Deutsch trotzdem nur einen Bruchteil verstehen, solange nicht Hochdeutsch gesprochen wird.


Da lief auf SF DRS auch mal irgend 'ne Sendung, wo einer aus der Romandie bei einem Interview schwitzerdütsch mit französischem Akzent sprach. War auch ganz lustig.

Und dann gab's / gibt's auf TSR doch noch so 'ne Sendung für's Schulfernsehen, wo man als "Franzose" das Schwitzerdütsch lernen kann. :D


Hat die französischsprachige bzw. die italienischsprachige Schweiz auch ihren eigenen Dialekt? Oder anders gefragt: Hört man in Frankreich bzw. Italien raus, ob jemand aus der Romandie bzw. dem Tessin stammt?


von Kay B - am 23.02.2007 13:18
Zitat

ört man in Frankreich bzw. Italien raus, ob jemand aus der Romandie bzw. dem Tessin stammt?

Zu Tessin kann ich nichts sagen. Romandie auf alle Fälle . Nicht nur beim zählen.;)
http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Franz%C3%B6sisch

Als kurzer Beitrag zu dem Thema in der Romandie fühle ich mich wohler- einfach weltoffener ;)

von mor_ - am 23.02.2007 14:05
Zitat

Oder anders gefragt: Hört man in Frankreich bzw. Italien raus, ob jemand aus der Romandie bzw. dem Tessin stammt?


Im Tessin hört man häufiger einen lombardischen Dialekt. Meine Sprachkenntnisse gehen jetzt nicht so weit, dass ich das von einem Menschen aus Como unterscheiden könnte, aber ein Römer spricht z.B. definitiv anders :)

Zitat

Stimmt. Finde ich eigentlich gar nicht mal so schlecht, daß man sich soweit zu seinem Dialekt bekennt und ihn auch in öffentlichen Medien einsetzt. Wäre meiner Meinung nach auch wünschenswert, daß man in den deutschen Landesprogrammen (Fernsehen wie Radio) die jeweiligen Dialekte (z.B. beim SWR wären's ja dann mehrere - Badisch, Schwäbisch, Pfälzisch) benutzt.


In der Schweiz gibt es auch nicht das eine Schweizerdeutsch. In Basel klingts anders als im Rheintal. Und noch dazu spricht man dann in Samnaun was ganz anderes, nämlich einen bairischen Dialekt, wie im benachbarten Tirol.

von -Ole- - am 23.02.2007 17:19
Die Tessiner Dialekte kann ich trotz meiner eher mäßigen Italienisch-Kenntnisse oft relativ gut raushören. Meinem Eindruck nach gleicht sich der Dialekt je südlicher man kommt, immer mehr dem Lombardischen an (gut erkennbar z.B. am nicht-rollenden R). "Ganz zuoberst" in Airolo hingegen vermischt sich die italienische Aussprache gut und gerne auch mal mit Schweizerdeutschähnlichen Begriffen. So sind dort jede Menge Ü-Laute zu vernehmen und auch der Anteil an (für das Italienische untypischen) Wörtern mit Konsonanten am Ende ist dort noch überdurchschnittlich hoch. Dies ist teilweise auch an lokalen Eigennamen wie etwa dem beliebten Ausflugsberg "Pesciüm" zu erkennen.

von Wrzlbrnft - am 23.02.2007 18:28
Zitat
Kay B
Interessant ist dann immer, wenn bei 3sat die schweizer Programmanteile in Dialekt untertitelt werden. Meiner Meinung nach, kann man aber als Süddeutscher (dazu zähle ich jetzt mal Bayern, Franken, Baden, Hessen, Schwaben, die Pfalz und das Saarland) das Schwitzerdütsch, so wie's auf SF DRS gesprochen wird, noch relativ gut verstehen.
Untertitel gehen ja noch. Richtig grässlich ist es ja erst, wenn sie die Schweizerdeutsch-Teile hochdeutsch übersprochen werden. Gibt nix, was ich beim SF mehr hasse als DAS! :mad:


Jetzt in meinem Ohr: Radio SD³

von Brubacker - am 23.02.2007 21:36
Zitat
Brubacker
Untertitel gehen ja noch. Richtig grässlich ist es ja erst, wenn sie die Schweizerdeutsch-Teile hochdeutsch übersprochen werden. Gibt nix, was ich beim SF mehr hasse, als DAS! :mad:


Definitiv und unumwunden™ FRÜND™!

von Wrzlbrnft - am 23.02.2007 22:29
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