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Milch und Milchprodukte ab 1.8.2007 in D bis zu 50% teurer

Startbeitrag von DLR-Fan Sachsen-Anhalt am 30.07.2007 06:26

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Verbraucher-Lebensmittel;art131,2348149

http://www.zeit.de/news/artikel/2007/07/29/2348149.xml

Hoffentlich kommt dann auch von den Mehreinnahmen beim Erzeuger etwas an, wo früher Kühe auf den Feldern und Wiesen waren befinden sich jetzt verstärkt Rapsfelder. Es soll sich auch für die Bauern lohnen wieder Kühe zu halten, wenn nur die Milch-Industrie ihren Gewinn steigern möchte ist die Preiserhöhung natürlich der falsche Weg.

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Piddelskrämer
Selber melken ist einfacher, besser und billiger :D.

StÜmmt :spos: !
Selber melken ist eine gute Idee und Geld lässt sich damit auch noch verdienen:
- jeden Tag frÜsche Milch
- Kuh im eigenen Garten laufen lassen erspart das Rasenmähen und die dafür aufgewendete Energie
- den entstandenen Kuhmist als Dünger verkaufen
- die Rasenfläche in nummerierte Quadrate einteilen und um Geld wetten, in welches Quadrat die Kuh einen Haufen macht :D (großer Spaßfaktor)

Doch vorsicht bei Kühen mit nur einem Euter :D :
KLICK

von Günni74 - am 30.07.2007 19:02
@ PowerAM vermutlich weil Milch Butter Käse viel mehr gekauft werden als Müllerprodukte.

Was ich mich Frage vor 4 Wochen ist der Milchpreis für Frischmilch erst um 6 ct pro Liter gestiegen und nun wollen die nochmal 10 drauf haun :sneg: Und mir kann keiner sagen das irgendwelche Asiaten Schuld sind weil sie deutsche Frischmilch kaufen. Die wird doch schlecht bevor die da überhaupt ankommt. :angry:

Auch sehr bezeichnend fand ich gestern das Interview auf radioeins zu dem Thema. Denn die Margen werden zwischen allen Teilnehmern in der Kette aufgeteilt. Wer wieviel aber letztendlich bekommt ist noch nicht ausgehandelt. Und auf die kritische Nachfrage wieso man pauschal um einen Betrag erhöht wo man noch nicht mal weiß wer wie viel überhaupt bekommt blieb der nette Herr eine Antwort schuldig und versuchte sich ins Ausflüchten.

Die Nachfrage an Milchprodukten wird wohl erstmal zurück gehen sich aber bis zum Jahresende wenn eine Gewöhnung an die Preise eingesetzt hat wieder auf Normalniveau steigen.

Bezahlen wird es im Endeffekt wieder der Kunde und der Bauer, der nicht viel mehr Geld pro Liter bekommen wird.

von Mæx - am 31.07.2007 10:15
Zitat

Was ich mich Frage vor 4 Wochen ist der Milchpreis für Frischmilch erst um 6 ct pro Liter gestiegen und nun wollen die nochmal 10 drauf haun Und mir kann keiner sagen das irgendwelche Asiaten Schuld sind weil sie deutsche Frischmilch kaufen. Die wird doch schlecht bevor die da überhaupt ankommt.


Das ist ähnlich wie bei den Ölmultis. Vor Ferien und Feiertagen steigen die Benzipreise auch mal eben um 6 Cent, obwohl der Ölpreis kaum gestiegen ist. Wenn ihr mich fragt ist das alles Abzocke der übelsten Sorte. Klare Sache für das Kartellamt, aber die sind ja so watteweich, da kommt eh nix bei rum.

Die Asiaten sind im Moment scharf auf Milchpulver. Ausserdem ist H-Milch fast ein Jahr haltbar, bis dahin sollte die auch da angekommen sein. ;)

von zerobase now - am 31.07.2007 13:33
H-Milch (1,5 % Fett) stieg von 55 auf 65 Ct je Liter. Frischmilch um 21 Ct auf glatt 1,10 EUR. Quark kostet nun 16 Ct mehr. Unverändert sind Joghurtzubereitungen und Kaffeesahne.

Heute wurde im Inforadio nebenbei erwähnt, daß die von der EU festgelegten Produktionsmengen von Milch in den nächsten Jahren ohnehin jährlich reduziert werden. Problem dürfte wieder werden, daß die gehaltenen Milchviehbestände mehr Milch produzieren als die Betriebe verkaufen dürfen. Das sorgt dafür, daß Überbestände vernichtet werden müssen während auf dem Markt eine dadurch künstlich geschaffene Knappheit die Preise steigen läßt. Um den Bedarf zu decken wird dann unsinnigerweise im Ausland zugekauft während man hier wieder Milch ins Meer kippt. Schöne Vorstellung! :mad:

Meinen geliebten Maasdamer Käse hake ich ab! Im Augenblick bin ich auf Fisch aus der Dose als Brotbelag umgestiegen. Ist billig, schmeckt mir und ist sicherlich ernährungstechnisch kein absoluter Mist...

von PowerAM - am 31.07.2007 20:52
Ich werd' ab jetzt dafür sorgen, daß der Butterberg wieder wächst - und hoffen, daß die Margarine-Preise stabil bleiben. Bevor die Butter nicht wieder UNTER 1 Euro kostet bin ich die personifizierte sinkende Nachfrage :D
Vorhin lief auf NDRINFO eine Gesprächsrunde zum Thema mit Vertretern aus Politik, Einzelhandel und Landwirtschaft. Komischerweise bekommt keiner von denen irgendetwas vom gestiegenen Preis ab. Der Bauer bekam zu Jahresanfang 27ct, derzeit 31ct für den Liter Milch - und produziert für 38 ct pro Liter. Die Subventionsausschüttung im Dezember und die Arbeit als Familienbetrieb machen eine derartige Produktion überhaupt nur möglich. Seine Einlage als Gesellschafter einer Molkereigenossenschaft wird mit NULL Prozent verzinst, evtl. gibt's dieses Jahr aber eine höhere Ausschüttung (es sein ihm - und seinem mit 6-800 Euro unterbezahlten Tierwirt gegönnt!). Richtig Geld verdienen kann eine Molkerei auf dem Weltmarkt nur mit Milchpulver, dessen Preis ziemlich gestiegen ist (60%). Milch und Butter ist kaum z.B. nach China zu exportieren.
Käse gibt's bei mir übrigens so oft wie einkaufstechnisch möglich von einer hiesigen Hofkäserei. War schon immer ein wenig teurer - aber der bessere Geschmack ist mir den Preis wert (und ich weiß, wo das Geld hingeht).
Bei der derzeitigen Butter-käse-milch-Chose weiß ich das aber nicht, außer den 4 ct für den Bauern. Der Einzelhandel sagt: wir nicht, wir kaufen auch nur ein und geben die Preise weiter (wofür diese Kartellmäßig abgestimmte 1,19¤-für-Butter-Aktion spricht, bei der anscheinen bisher noch keiner ausgeschert ist). In der NDR-Sendung war noch von Warenterminbörsen die Rede, und da sonst ja keiner in der Vermarktungskette drinsitzt, müssen die übrigen Cents dann ja wohl dort bei den Schmeißfliegen (so in der Sendung genannt, äh: Heuschrecken) hängen bleiben. Und denen gönne ich sie nicht.

Ach ja: auch hier Butter 1,19¤ und Milch 0,99¤.
Ich kann mich übrigens sogar noch an Zeiten erinnern, da kostete die Milch 25 Pfennig und man DURFTE sie noch direkt beim Bauern kaufen. Ist 'n bischem mehr als 30 Jahre her allerdings...

von iro - am 01.08.2007 21:40
> Bevor die Butter nicht wieder UNTER 1 Euro kostet bin ich die personifizierte sinkende Nachfrage

Löblich von dir. Eigentlich müsste man, so gesehen, fast alles boykottieren. Das Benzin sei hier nur stellvertretend für vieles genannt. Aber am Schluss wird es so sein wie immer: nach einer kurzen Jammerphase wird die grosse Masse bezahlen und man gewöhnt sich dran. An die Sprüche Ende der 80er kann ich mich noch gut erinnern: "Wenn der Sprit mal über eine Mark kostet, fahre ich nicht mehr". Jaja... und heute sind mehr Autos denn je unterwegs, obwohl wir schon bald die 3-Mark-Grenze erreicht haben...
Ich persönlich werde mir den Luxus eines Butterbrots auch weiterhin gönnen. Wer schonmal in der Schweiz Butter gekauft hat, wird auch 1,19 Euro noch preisgünstig finden...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 02.08.2007 05:22
Unser örtlicher türkischer Supermarkt wirbt seit gestern mit großen neongelben Buchstaben im Schaufenster: "Bei uns bleiben die Preise stabil!" - Recht hat er, jedoch durch geschickten Einkauf jetzt für den gleichen Preis kleinere Packungsgrößen im Angebot!

Ohnehin hatte dieser Laden bereits längere Zeit sehr außergewöhnliche Packungsgrößen im Sortiment. Kaffeepakete mit 433 oder 767 g beispielsweise, Brot mit 625 g, Schafs- oder Ziegenkäse in der 170 g-Packung oder KolaTM in einer 0,425 l-Dose.

Ein Phänomen ist auch, daß dieser Laden sich einen Schei*dreck um das Einwegpfang schert. Es gibt Dosen und Einwegflaschen konsequent ohne Pfand.


Netto hatte gestern auf Masseneinkäufer reagiert und die Abgabemengen bei Butter, Milch und Milchprodukten auf zwei identische Produkte pro Kunde reduziert und das auch kontrolliert. Die Filialleiterin ließ Kunden mit einem oder mehreren Kartons Milch oder Butter strammstehen und nahm alles über zwei Packungen wieder aus dem Wagen. Ob man sich damit Freunde macht?

Jedenfalls schleppten die Kunden beim Plus auf der anderen Straßenseite unbehelligt kartonweise Butter und Milch zu ihren Fahrzeugen. Es sah ganz so aus, als würden die Läden für mehrere Wochen schließen!

von PowerAM - am 02.08.2007 08:41
Ich bin kein grosser Butteresser die exorbitanten und einheitlichen Preissprünge sind mir auch ins Auge gesprungen. Auch der neue deutschen Einheitspreis von 1.19 ¤.
Kleines Schmankerl am Rande gestern kostet im L*dl in Leipzig Dt Markenbutter (250g) 1.19 -
Irische (aus der Grafschaft Kerry in goldfarbener Verpackung) 1.05 ¤ :)

Zitat

Netto hatte gestern auf Masseneinkäufer reagiert und die Abgabemengen bei Butter, Milch und Milchprodukten auf zwei identische Produkte pro Kunde reduziert und das auch kontrolliert. Die Filialleiterin ließ Kunden mit einem oder mehreren Kartons Milch oder Butter strammstehen und nahm alles über zwei Packungen wieder aus dem Wagen. Ob man sich damit Freunde macht?

Das erinnert ja ....

von mor_ - am 02.08.2007 09:22
Zitat
mor_
Kleines Schmankerl am Rande gestern kostet im L*dl in Leipzig Dt Markenbutter (250g) 1.19 -
Irische (aus der Grafschaft Kerry in goldfarbener Verpackung) 1.05 ¤ :)

Sowas ähnliches kann man auch hier beim LIDL beobachten. Da ist die Dt. Markenbutter auf nur 97ct gestiegen und die irische auf 1,19ct

Milch ist hingegen stabil geblieben und auch das Aldi-Prospekt für nächste Woche bildet auf der letzten Seite, mit den meist themat. zusammengestellten aber nicht gesenkten Artikeln, Milch zum gewohnten Preis ab. Also war wohl die Preissteigerung um 6ct vor 4 Wochen schon die vorgezogene Erhöhung um nun behaupten zu können der Milchpreis ist stabil geblieben. :angry: Als ob die Leute so blöd sind und das nicht merken :(

von Mæx - am 02.08.2007 09:32
Da werf ich aber mal auch was in die Runde,wer Internet,Handy,Festnetztelefon und Co hat wirds ja bestimmt gemerkt haben wie die Preise dafür in den letzten Jahren in die Tiefe gefallen sind,ok ich möchte die Preiserhöhungen nicht schönreden aber wenn irgendwo ein Preis gesenkt wird dann spricht keiner da drüber ;)
Freilich stören mich auch die höheren Preise,was mich aber noch mehr stört ist die Tatsache daß die Bauern davon fast nix abkriegen :mad:
Das Geld stecken sich die Händler in die Tasche :sneg:
Ich würde es begrüßen wenn die Bauern den Löwenanteil bekommen würden,das würde bedeuten daß es den Landwirten mal besser gehn würde,seit Jahren klagt doch die Landwirtschaft,es gibt ständig neue Pleiten,es mangelt an Lehrlingen weil sie die teilweise schwierigen Jobs nicht machen wollen und da auch kaum Geld verdiehnen.

von Robert S. - am 02.08.2007 10:32
Bei unserem Netto ist nix rationiert worden - wozu auch: Dt. Markenbutter 1,19 ¤, Kerry Gold auch 1,19 ¤. Stabile Margarinepreise.
Bei Combi siehts es so aus: Dt. Markenbutter 1,19 ¤, Igemo-dt.Markenbutter (Lokalbutter) 1,39 ¤, und Kerry Gold dreisterweise auch erhöht auf 1,39 ¤ mit einem Zusatzschild "Blickpunkt - auf Dauer günstig" (har har har... :( ). Angebotspreise bei Margarine.
Beim Einkaufen hab ich heute an jeder Kasse eine Bemerkung dazu fallen lassen, ab welchem Preis ich wieder bereit bin Butter zu kaufen - und vollstes Verständnis erhalten...

Andere Frage: Welche Margarine esst ihr am liebsten? Wo gibt's die? Woraus ist die gemacht? Bei uns steht momentan Sojola oben auf der Hitliste, 500 g = 79 ct.

von iro - am 02.08.2007 15:32
Das gleiche Kuriosum derzeit bei Rewe im Käsesortiment: Der abgepackte Käse mit Eigenmarke ist augenblicklich teurer als ein großer Teil der Ware an der Frischetheke. Sehr sonderbarTM. Bei H-Milch (1,5 %) gibt es jetzt dieses Bild: Rewe und Penny nehmen 65 Ct. Superspar verlangt 69 Ct. Der türkische Lebensmittelmarkt hat ein Sachsenmilch-Produkt für 59 Ct im Angebot. Einheitspreis vorher überall (!) 55 Ct.

Das Stück Butter kostet bei allen Anbietern einheitlich 1,19 EUR. Ausnahmen: Superspar hat Butter von "Mark Brandenburg" für 1,05 EUR "im Angebot". Die gleiche Butter gibt es beim Türken für 99 Ct.

Den absoluten Knaller schoß der übrigens mit türkischer "KolaTM" für 49 Ct ab. Es ist ein 3,05 l großer Kanister! :eek: Deutsche Produktbeschreibung wurde per zusätzlichem Aufkleber angebracht. Leider mit insgesamt 4 verschiedenen Süßstoffen versetzt und daher für micht wegen Süßstoffallergie unbekömmlich. Ich hätte sie gern mal probiert!

von PowerAM - am 02.08.2007 17:34
Das Vöslauer - ist so ne Art Mineralwasser mit Geschmack- könnte also unter dem Label "kalorienreduzierte Limonade" laufen.
Bei der Keli habe ich nicht draufgeschaut aber laut HP http://www.keli.at/keli_tropic.htm
ist sowohl Zucker als auch Süssmittel drin.
Zitat

Zutaten: Wasser, Zucker, Orangen- und Zitronensaft aus Konzentrat, Kohlensäure, Säuerungsmittel Zitronensäure, Süßungsmittel (Natrium Cyclamat, Aspartam - enthält eine Phenylalaninquelle, Acesulfam-K und Natrium-Saccharin), Antioxidationsmittel L-Ascorbinsäure, Aromen.

Frage sind "kalorienreduzierte Limonaden" generell pfandfrei ?


von mor_ - am 23.08.2007 07:41
Nochmal zur Pfandpflicht: Beim Türken sind 0,33 l-Dosen aus dem Pepsi-Sortiment in türkischer Abfüllung zu bekommen. Preis einheitlich 29 Ct - ohne Pfand. Zu den Riesenflaschen "KolaTM" hatte ich ja weiter oben schon geschrieben. Dann gibt es noch "Engirim", ein Biermischgetränk mit eben dieser "Kola" und einem Alkoholgehalt von 1,5 Vol % in der 0,5 l-Dose für 39 Ct - auch ohne Pfand.

Wer es härter mag, der kauft "C8" in einer unscheinbaren, harmlos wirkenden bunt bedruckten 0,5 l-Dose. Dieses Getränk gibt es in "Exotic-Fruit" und mit "Kola" - es enthält aber einen guten Schluck türkischen Raki! Preis 69 Ct bei 12 Vol %. :eek:

von PowerAM - am 23.08.2007 08:45
Soweit ich weiß, unterliegen auch im Ausland abgefüllte Getränkedosen, die in D verkauft werden , der Pfandpflicht.
Ausnahmen gibt es nur bei bestimmten Getränken (z.B. zuckerfreie Limonaden ) .

Zitat

Zahlreiche Verstöße gegen das Dosenpfand
Das Umweltamt und das Ordnungsamt der Stadt Hagen sind gemeinsam mit der Verbraucherberatung Hagen den Pfandsündern auf der Spur- und das erfolgreich: Über 100 Kioske wurden in der ersten Phase dieser konzertierten Aktion kontrolliert.

25.07.2005
Ergebnis: Nur wenige Kioskbetreiber verkaufen Dosen, auf denen ein Rücknahmesymbol aufgedruckt ist. Ohne diese Kennzeichnung ist nicht gewährleistet, dass der Kunde seine Dose deutschlandweit zurückgeben kann. Eine Pfanderstattung nur gegen Kassenbon ist seit Ende letzten Jahres nicht mehr zulässig.

Die meisten, der im Verkauf befindlichen Dosen stammen aus dem pfandfreien Ausland und haben somit auch kein Rücknahmesymbol. Folge: In vielen Läden wird überhaupt kein Pfand berechnet und auch kein Pfand erstattet. Klare Verstöße gegen die Verordnung. Die Kontrolleure zückten daher oft ihren Verwarngeldblock.

Die Importe sind nicht nur pfandfrei, sondern wahrscheinlich auch unversteuert nach Deutschland eingeführt worden. Zoll und Steuerfahndung interessieren sich daher auch für den regen Handel mit ausländischen Dosen. Die Stadt wird die Kontrollen auf Imbissbetriebe ausweiten. Auch der Großhandel wird in die Kontrollen einbezogen.

Erklärtes Ziel der Stadt ist es, dass sämtliche Vertreiber ihrer Pfandpflicht nachkommen. Die Resonanz aus der Bürgerschaft auf die Aktion ist sehr positiv.


Quelle : www.HAGEN-58.de

Weitere Infos unter
http://www.duh.de/956.html

Allerdings liegen hier in der Stadt immer mal wieder Dosen aus dem Hause Coca Cola in der Gegend rum.
Da ist kein Pfandsymbol / Pfandhinweis und auch kein grüner Punkt drauf.
Habe hier so eine Dose da:

Sprite (0,33L-Dose, normale Sprite, nicht zuckerreduziert oder zuckerfrei)
EAN 544 9000 014535
Haltbarkeit 06/08
LZS 71780147
Abfüller : Coca Cola Deutschland Verkauf GmbH & Co. KG , 10117 Berlin

Weiß jemand, weshalb diese Dosen so unklar gekennzeichnet sind .
Sind das vieleicht exportierte Dosen , die reimportiert wurden ?
Alte Dosen dürften es ja wohl kaum mehr sein, denn dann müßte ja wenigstens ein "grüner Punkt" drauf sein.

von carkiller08 - am 23.08.2007 12:13
Zurück zum Ur-Thema! Der Verband der Milchverarbeitenden Industrie kündigte zum 1.9. weitere Preiserhöhungen an. Nach rund 25 % Preisaufschlägen bei Milchprodukten und Butter sollen nun weitere Milchprodukte mit Aufschlägen von bis zu 50 % belegt werden. Käsereiprodukte, Quark und Joghurt sollen davon hauptsächlich betroffen sein. Aber weitere Erhöhungen bei Frisch- und H-Milch sowie Butter sind nicht auszuschließen.

"Lebensmittel werden wieder mehr wert!" verkündete gestern ein Pressesprecher des Verbandes im NDR-Interview. Der Verbraucher könne durch bedarfsorientierten Einkauf auch kleinerer Mengen sparen, hieß es.

Gleichzeitig sollen auch Backwaren teurer werden. Begründet wird das mit der schlechten Ernte, hohen Weltmarktpreisen sowie stark gestiegenen Energiekosten, die Produktion und Transport verteuert hätten. Bei einzelnen Produktgruppen sollen Preissteigerungen bis zu 100 % am Markt durchgesetzt werden.

von PowerAM - am 29.08.2007 12:59
Mein Strom sogar +15%.
Letzte Entgelt-Tariferhöhung war leider nur +3% :(
Wir sollen das zwar alles bezahlen, aber keiner sagt uns wie... Auf Kredit? Bis die erste Bank zusammenbricht?
Und dann wollen die ja auch noch alle unser restliches Geld für diese wunderschönen neuen Medienangebote wie Handy-TV, verschlüsseltes RTL/MTV & Co, DMB usw. Welches restliche Geld eigentlich? Und für die Rente sollen wir ja auch noch was ansparen.

Der IRMA-Markt am Ort hält durch: Kerry-Gold weiterhin 1,17 ¤, dt. Markenbutter 1,19¤. Aber im Kühlregal hat sich was geändert - es steht nur noch ein (fast voller Karton) von der dt. Butter drin, aber gleich 4 Kartons Kerrygold. Früher war's andersherum.

von iro - am 19.09.2007 15:59
Der Trend geht hier bei augenscheinlich gleichen oder leicht geringeren Preisen zu verringerten Packungsgrößen. Plus hat die Linie "Für den kleinen Kauf" eingeführt, die für Single-Haushalte zwar praktischer ist, aber im Vergleich zum Inhalt höhere Verpackungskosten und schließlich auch einen höheren Grundpreis des Produktes hat.

Andere machen das nicht ganz so offensichtlich. Alaska-Seelachsfilet enthält bei einem örtlichen Discounter statt früher 500 g eben nur noch 380 g. Unter dem Strich eine Preissteigerung um gut 20 %. Das ehemals 1000 g wiegende Bauernbrot ist bei unverändertem Preis jetzt noch 800 g schwer - auch 20 % mehr! Mein Lieblingskäse enthält bei einem um 45 Ct angehobenem Preis 100 g weniger Inhalt. Entspricht etwa 35 % Aufschlag.

Unser kommunaler Heißdampflieferant (Heizung, Warmwasser) hat seinen Preis für die kWh Wärme um 46 % angehoben. Trotzdem ich jetzt das dritte Jahr in Folge meinen Stromanbieter gewechselt habe zahle ich jetzt für die kWh mehr als vor 3 Jahren. Und einige Versicherungen dürften demnächst auch spürbar teurer werden. Meine Haftpflichtversicherung fürs Auto kommt dank üppiger Hochstufung in der Typklasse ab Oktober rund 150 EUR pro Jahr teurer.

Fernseher und PC werde ich demnächst abschaffen. Der PC frißt zuviel Strom. Der Fernseher auch, zudem kann man durch Austritt aus der GEZ 'ne Menge einsparen. Mir reicht Rundfunkempfang, das Fernsehen bietet mir nicht mehr den Gegenwert dessen, was ich dafür bezahle.

Und: Mit Auslaufen meines Mobilfunkvertrages wird nicht nur dieser gekündigt sondern auch mein Festnetzanschluß. Die eingesparte Grundgebühr beim Festnetz ist genau das, was mich die UMTS-Flat im neuen Base-Mobilfunkvertrag kostet. Und da scheint mir mobiles Internet und mobile Telefonie attraktiver als den ganzen Spaß zuhause ortsfest nutzen zu müssen. Rund 3 Monate im Jahr bin ich dienstlich unterwegs und kann zuhause installierte Infrastruktur ohnehin nicht nutzen. Dann lieber leicht teurer, mobil nutzbar und jederzeit verfügbar...

von PowerAM - am 19.09.2007 21:44
Leider sinken die Reallöhne mit jeder Preiserhöung somit weiter. Von einer Reallohnerhöhung ist weit und breit nichts zu sehen, wir sind ziemlich am Tiefpunkt angekommen in Deutschland, im Gegenteil es gibt immer mehr Niedriglohn-Jobs, leider. Bei den meisten Tarifverhandlungen der letzten Jahre kam eher eine Reallohnsenkung heraus, wer völlig ohne Tarif arbeitet ist meist zweifellos im Niedriglohnsektor angekommen :-(. Da es immer mehr Leih- u. Zeitarbeit gibt, gibt es auch immer mehr untertariflich bezahlte Arbeit.... Die Tendenz zu Billiglöhnen hält damit in Deutschland weiter an, solche Leute trifft jede Preiserhöhung leider am härtesten, es kann nicht sein, dass jemand der mindestens 8h am Tag arbeitet noch Ausgleichszahlnungen erhält, da er netto sonst unter Hartz4- Niveau läge, so kann auch nicht gehen....
Ich persönlich bin nicht davon betroffen, weil ich ordentlichen Tariflohn erhalte, im Bekanntenkreis gibt es sowas wirklich, diese Leute trifft jeder Preiserhöhung sehr hart. Trotzdem ist auch mein Reallohn die letzten Jahre gesunken, da es nur Tarifverhandlungen gab, welche den Lohn absenkten, bzw. den Besitzstand ganz knapp erhielten, Tariferhöhungen gab es die letzten 5 Jahre gar nicht und wird es in den nächsten Jahren auch bei uns nicht geben, eher im Gegenteil, trotz aller Preissteigerungen.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 14.10.2007 11:49
Mein Realeinkommen ist heute dort angekommen, wo ich 1995 mit Beginn meiner zweiten Berufsausbildung war. Nur mit dem Unterschied, daß ich heute eine Wohnung zu unterhalten habe. Die kostete mich in Euro umgerechnet beim Einzug 1999 ganze 248 EUR. Die Kaltmiete ist trotz dreimaligem Eigentümerwechsel nicht gestiegen sondern wurde vom jetzigen Eigentümer (Genossenschaft) nach Beitritt zu dieser um rund 4 % gesenkt. 1999 hatte ich an Nebenkosten ganze 49 EUR zu zahlen. Dieser Betrag hat sich inzwischen vervierfacht. Zuletzt allein durch die Preisanhebung des Fernwärmelieferanten anfang diesen Jahres um 41 %.

Die Besoldungssituation hat sich für mich auch nicht verbessert. Weihnachts- und Urlaubsgeld sind weg, dafür gab es Einmalzahlungen. Angefangen habe ich bei 37 Wochenstunden, jetzt denkt man über eine Anhebung von 41 auf 45 Stunden nach. Wuchs früher die Besoldung nach Altersstufen auch innerhalb einer Besoldungsgruppe mit dem Lebensalter, so tut sich da heute nichts mehr. An eine Beförderung ist innerhalb der nächsten 10 - 12 Jahre auch nicht zu denken. Die bekommt man in der Regel nur noch, wenn man sich örtlich verändert und dorthin geht, wo Personal gebraucht wird. Bei uns wäre das im Augenblick die Rhein-Main-Region oder das Grenzgebiet zur Schweiz. Aber man kann sich auch nicht drauf verlassen, daß man da schneller befördert wird. Abgesehen von "Einwänden" meiner Freundin wäre die Rhein-Main-Region finanziell gesehen kein Gewinn - allein wegen der höheren Lebenshaltungskosten dort. Im Großraum Frankfurt ist bezahlbarer Wohnraum knapp und nicht wenige fahren daher Strecken zwischen 100 und 150 km zum Dienst und wieder zurück.

Zurück zum Thema: Der vorgestern beim Netto erworbene Griespudding ist nach Auswertung des Kassenbons 28 Ct teurer geworden. Mein gekaufter Schnittkäse enthält bei gleichem Preis statt 400 g nur noch 300 - 25 % Preiserhöhung! Der ausgewählte Kochschinken ist bei gleichem Preis 60 g leichter geworden was einer Preisanhebung um 22,5 % entspricht. Und das gekaufte Roggenmischbrot hat auch bei unverändertem Preis von 1 kg auf 750 g abgenommen. Gleicher Hersteller, gleiches Verpackungsdesign. 25 % Preiserhöhung...

von PowerAM - am 15.10.2007 08:35
Jaja, wie Stoppok mal sang:

"Ich bin grad knapp über dreißig
war noch nie so recht fleißig
hab nur das nötigste gemacht
mich über stress nur schlapp gelocht
jetzt steh ich da ganz ohne gespartes
merke daß das leben dann doch hart ist
die blüte meiner jahre
kostet mich die ersten haare
refr.:
das ist die
harte zeit zwischen twen tours und seniorenpaß
keiner gibt rabatt keiner der erbarmen hat
kreislaufstörung und stiche im magen
sind dinge die mich allmählich plagen
versicherungen steuern und alimente
ach wenn ich sie nur zahlen könnte
ich treff’ auch nicht mehr viele aus meinem alter
den udo und die inge und ab und zu mal den walter
der rest ist mit der familie untergetaucht
und sowieso vom job völlig geschlaucht
refr.:
die mode zum beispiel kostet mich ein gähnen
daß das alles schon mal da war brauch ich gar nicht erst erwähnen
fünfziger sechziger siebziger jahre
blonde rote grüne haare"

von Peter Schwarz - am 16.10.2007 18:34
Zitat

Tatsächlich sind die Durchschnittslöhne auf dem Stand von 1987 (umgerechnet auf die Kaufkraft)! ... Die Masse hat weniger Geld in der Tasche! ... Hauptsache die Dividende stimmt.

Doch letztlich funktioniert dieses ungerechte Wirtschaftssystem nur deshalb, weil ein Großteil der Bevölkerung brav mitspielt. Oft ist das nicht einfach zu durchschauen.

Z.B. kann heute kaum eine Bank mehr vom reinen Kreditgeschäft leben, weil 1. die Zinsen zu niedrig sind und 2. zu viel Geld verhanden ist. Dieses - natürlich sehr ungleichmäßig verteilte - zu viele Geld wird in Wertpapieren, Pensionskassen und Fonds veranlagt, um hohe Zinsen zu erzielen. In Schweden haben immerhin 50% der Leute Aktien, in Österreich nur 4%. Kaum jemand fragt aber, wie die hohen Zinsen und Erträge zustande kommen - nämlich durch mehr oder minder brutale Spekulation.

Zunächst hat man in Immobilien spekuliert. In den USA ist hier der Ofen schon aus. Dann kamen die industriellen Rohstoffe dran. Doch auch damit geht langsam nichts mehr, denn ab einem bestimmten Preisniveau werden bestimmte Rohstoffe durch andere Werkstoffe ersetzt, womit dann die Produzenten auf ihrer Ware sitzen bleiben und somit die Spekulation zum Stillstand kommt. Neuerdings haben die Spekulanten das Blei entdeckt, womit Fahrzeugbatterien - wohin der größte Teil des Bleis heute geht - sehr teuer werden.

Da aber auch die industriellen Rohstoffe immer weniger hergeben, sind jetzt die landwirtschaftlichen Rohstoffe dran. Dazu kommt natürlich auch der Umstand, dass immer mehr Biomasse der Energienutzung zugeführt wird. Ich behaupte aber, dass die Spekulanten den Hauptteil der Preistreiberei veranstalten. So hat sich z.B. der Preis von Mais in den letzten Monaten vervierfacht. Da Mais überwiegend als Viehfutter verwendet wird, steigen damit auch die Fleischpreise.

Aber letztlich passiert das nur, weil in den reichen Ländern Millionen von Leuten auf ihre Wertpapiere, Pensionsversicherungen und Fondsanteile zünftige Erträge erwarten.

von Wasat - am 16.10.2007 21:51
In der heutigen Basler Zeitung ist zu lesen, dass durch den starken Euro und den gestiegenen Lebensmittelpreisen der "Einkaufstourismus" ins Ausland (speziell ins einst grade halb so teure Deutschland) mittlerweile spürbar nachlässt. Die grenznahen Läden sprechen vom Rückgang der CH-Kundschaft um rund 10%. Umgekehrt erleben die Läden auf Schweizer Seite einen Boom, da sich die Deutschen nun auch die hohen Schweizer Preise zunehmend leisten können und durch den Druck der neu aufgekommenen Discounter die Preise hier eher runtergegangen sind. Ärgerlich sei die aktuelle Lage vor allem für die Grenzgänger, welche in der Schweiz arbeiten, da ihnen durch den schlechten Wechselkurs zunehmend weniger Euro im Geldbeutel bleiben. Dies stelle bei einem weiteren Euro-Anstieg mittelfristig die Attraktivität des Schweizer Arbeitsmarkts in Frage (in Basel ist man erwiesenermaßen auch auf Fachkräfte aus dem nahen Ausland angewiesen).

Ich persönlich habe ebenfalls meine liebe Mühe mit dem immer weiter steigenden Euro-Kurs. Da ich nicht nur einkaufstechnisch, sondern auch sonst gerne mal im Euro-Raum unterwegs bin, werden diese Trips auch für mich immer teurer. Noch ist's halbwegs erträglich, aber ich hoffe, dass sich dieser Kurs jetzt allmählich einpendelt.

von Wrzlbrnft - am 18.10.2007 07:06
Bei Backwaren ist die Schmerzgrenze doch eigentlich längst überschritten, und mich wundert, dass noch so viele Leute zum Bäcker rennen. Hier im Dorf der Bäcker verlangt für eine Brezel 90 Cent. Ein blödes Brötchen kostet 26 Cent. Dafür kann er sich die Dinger sonstwohin schieben. Ich backe da selbst, oder bringe Backwaren aus der Stadt mit. Wenn er diese Preise noch um 30 - 40 % erhöhen will, dann werden wohl noch mehr Leute so denken wie ich und einfach nichts mehr beim Bäcker kaufen. Es gibt ja auch noch die billigen SB-Bäcker, das merken die auch.

Inzwischen kann man ja schon billiger in Holland einkaufen. Nur schade, dass es dort kein Brot gibt. Und Vla ist ein schlechter Ersatz. (Ulkigerweise kamen die Leute aus dem Ruhrgebiet schon immer nach Holland einkaufen, obwohl aus Kaffee, Hasch und Zigaretten eigentlich gar nichts billiger war als hier. Aber die Einheimischen Niederrheiner fahren ja schon immer nur zum tanken und für besagte Güter über die Grenze. Künftig dann halt auch mal öfter in den Supermarkt. Der C 1000 liegt für mich sowie näher als der nächste Kaufland, Plus, Aldi oder Edeka.

von Bolivar diGriz - am 23.10.2007 19:48
Preiserhöhungen funktionieren nur, wenn auf dem Markt eine kontinuierliche Nachfrage herrscht und der Markt entweder den höheren Preis widerstandslos akzeptiert oder keine Möglichkeit hat, die Ware woanders zu einem geringeren Preis zu erhalten.

Mein Kommentar: Der deutsche Verbraucher mault zwar, nimmt dann aber so ziemlich alles hin, was ihm vorgesetzt wird. Bietet sich ein bequemer Ausweg, so wird er diesen wählen. Gibt es keinen oder erscheint er zu mühselig, so wird das als Tatsache hingenommen und widerstandslos gezahlt. Einziges K. O.-Kriterium für eine Preiserhöhung wäre, wenn sie der Verbraucher nicht mehr zahlen kann.


Zitat

...die Löhne werden sich einfach anpassen müssen...


Willkommen, neue Inflation! - Aber das Gegenteil ist der Fall! Die Löhne steigen nicht, ganz im Gegenteil! Billiglöhne dominieren, dafür sind Wochenarbeitszeiten jenseits der 50 bis 60 Wochenstunden gängig, von denen aber maximal 45 auch bezahlt werden.

Es ist in der freien Wirtschaft (besonders im Handwerk) inzwischen üblich geworden, Überstunden auf ein Konto zu schreiben und entweder in Zeiten mit schlechter Auftragslage abzubummeln oder irgendwann willkürlich zu kappen. Ich kenne zwei Firmen, die am Jahresende 150 - 200 Überstunden mit 50 - 100 EUR (schwarz) bezahlen und sie danach streichen. "Entweder Sie nehmen das Geld oder Sie nehmen es nicht und holen sich Ihre Papiere!" bekommen Diskussionswillige zu hören.

Fakt ist, daß für mehr Arbeit weniger gezahlt wird. Die Bruttoeinkommen sinken, die Abgaben steigen (obwohl das Gegenteil behauptet wird!) und das Geld ist zunehmend weniger Wert.

von PowerAM - am 23.10.2007 23:05
@PowerAM, recht hast Du, das ist bei vielen Firmen, gerade in Ostdeutschland die Realität. Wir sind schon fast im Feudalismus (Leibeigenschaft) angekommen. Ich brauch mich nur im Bekanntenkreis umzusehen....

Entweder die Leute bekommen Hartz4 oder sie pendeln z.T. mehr als 500km nach Süd/West-Deutschland jede Woche und schrubben Stunden ohne Ende u. kommen für ein paar Stunden am WE mal nach Hause, oder haben hier im Osten einen Billigjob auf oder unter oder knapp über Hartz4-Niveau, oder sie verlassen die Region hier ganz, so wie viele, viele Tausende es gemacht haben.

Wer jetzt hier im Osten seinen relativ gut bezahlten Job noch verliert, bekommt nach der Arbeitslosengeldzeit nur noch Billig- o. Zeitarbeit-Jobs angeboten, von denen kaum ein vernünftiges angenehmes Leben bei der derzeitigen Preissteigerungsrate mehr möglich ist.

Tendenz der Löhne---- weiter sinkend!!
Tendenz der Preise-----weiter steigend!!

Da läuft doch jetzt gewaltig etwas schief in Deutschland, wenn jetzt die Politiker nicht dagegen einschreiten fahren wir direkt in den Abgrund, ich höre immer Aufschwung, ich frage mich nur für wen eigentlich?

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 24.10.2007 06:45
Heute hat es 'nen guten Freund erwischt: Betriebsbedingt wurde ihm nach 3,5 Jahren sein 885 EUR-Job als Kommissionierer bei einer Discounterkette gekündigt. Das Logistikzentrum wird zum Jahresende hier aufgegeben und nach Polen verlagert.

Das hatte ihm bislang gereicht, um seine 70 qm große Altbauwohnung zu unterhalten und nicht zu verhungern. Ein Auto hat er trotz Besitz einer Fahrerlaubnis nie gehabt, denn das wäre einfach als Fahranfänger nicht bezahlbar gewesen. Die nur 12 km zur Arbeit fuhr er Sommer wie Winter per Fahrrad.

Laut ARGE muß er seine Wohnung bis zum Jahresende (zeitgleich Auslaufen des Arbeitsvertrages) kündigen und in eine kleinere Wohnung umziehen, da sie nicht angemessen wäre. Vielleicht kommt er dann wenigstens in den Genuß einer Zentralheizung?!

Fakt ist, daß der 29-jährige ab Anfang Januar in eine Zeitarbeitsfirma vermittelt wird, die angekündigt hat, ihn in Süddeutschland und Österreich einsetzen zu wollen. Vielleich braucht er ja dann keine eigene Wohnung mehr...

Schöne neue Welt!

von PowerAM - am 24.10.2007 19:58
Heute bekam oben genannter einen Arbeitsvertrag vorgelegt: Sitz der Zeitarbeitsfirma ist Biberach, wobei die dort nur ein Büro unterhalten. Ansonsten ist es ein Unternehmen mit Sitz in Antwerpen. Einsatzort ist ab 2.1. irgendwo in Niederösterreich, wobei dort Selbstbaumöbel kommissioniert und verpackt werden sollen. Festgehalt 1366 EUR (!) im Monat, wobei pro Woche noch ca. 45 EUR Akkordlohn dazu kommen könnten. Anreise erfolgt am 1.1. im Transporter von Berlin aus. Mitzunehmen ist nur Freizeitbekleidung - maximal 1 Gepäckstück.

Rahmenbedingungen: Einteilung und Unterbringung in 4er-Teams. 45 h-Woche bei 6 Arbeitstagen. 26 Tage Urlaub, wobei der Urlaub am Stück genommen werden muß und das gesamte Team zugleich Urlaub machen muß.

An 6 Tagen in der Woche sind 8 Stunden und 15 Minuten zu arbeiten. 15 Minuten Frühstück und 30 Minuten Mittagspause sind einkalkuliert. Mittags kann für 2 EUR ein Essen bestellt werden. Es gibt keine Schichtarbeit. Auf Grund von steigender Nachfrage kann es insbesondere vor Weihnachten zu angewiesener Mehrarbeit kommen. Geleistete Überstunden werden an den Urlaub angerechnet und verlängern diesen.

Die Akkordlohnvereinbarung besagt, daß über die Arbeitswoche gerechnet am Ende eine mehr erbrachte Leistung von 10 % erreicht werden muß. Sie gilt für das gesamte 4er-Team und wird allen zu gleichen Teilen ausgezahlt, wenn die Vorgaben um 10 % überboten wurden. Liegt die Mehrleistung darunter, so bekommt das ganze 4er-Team keine Leistungszulage. Laut Infoveranstaltung heute früh soll der Akkordlohn bei guter Mitarbeit von jedem Teammitglied ohne Hetzerei bei gleichbleibend guter Qualität zu schaffen sein. Für mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen bleibt allerdings keine Zeit. Wer sein Team für eine Zigarettenpause öfter verläßt, der gefährdet die Zulage. Wir einer aus dem Team krank, so ist die geforderte Leistung ebenfalls nicht mehr zu erbringen.

Unterbringung erfolgt kostenfrei in Ferienwohnungen mit voll eingerichteter Küche, zwei Duschbädern und Satellitenfernsehen. Wohnzimmer und Küche sind gemeinsam zu nutzen, ansonsten hat jeder ein eigenes Schlafzimmer. Pro Arbeitsteam (4 Leute) gibt es eine Wohnung und einen Firmenwagen. Private Fahrten sind untersagt, Einkauf oder ähnliches ist mit dem Weg zur Arbeit oder zurück zu verbinden. Anfahrtsweg zur Arbeit ist jeweils 15 - 20 min.

Bilder seiner "Ferienwohnung" hat er bereits gesehen. Die ganze Wohnung ist fast 100 qm groß, wobei die Küche der größte Raum ist. Jedes Schlafzimmer hat zwischen 8 und 10 qm, Fernseher sind im Wohnzimmer und in der Küche vorhanden. In fußläufiger Entfernung ist ein Einkaufszentrum, ein Ärztehaus sowie ein Kino mit angeschlossener Diskothek.


EDIT: Festgehalt wurde auf 1366 EUR wegen eines Tippfehlers korrigiert.

von PowerAM - am 25.10.2007 15:08
Festgehalt 9366 EUR (!) im Monat
Da habe ich nun auch Fragen dazu: Auch wenn es für ein 4er Team ist, also für jeden dann ¤ 2341.50 dann ist dies noch deutlich mehr, als ein Schweizer in der Schweiz für die gleiche Arbeit bekommen würde, zumal zu dem Festgehalt noch die freie Wohnung dazu kommt (dafür sind auf jeden Fall nochmals 500 - 1000 Euro pro Person zu zählen, in Ferienwohnungsgebieten sind die Mieten nicht gerade wohlfeil); die Arbeitszeit von 45 h/Woche ist in der Schweiz de facto normal, auch wenn die 45 Stunden nur auf 5 Tage verteilt werden. Die Unbequemlichkeiten würde da mancher sehr gerne in Kauf nehmen.
In der Schweiz sind für eine 2-3 Zimmer Wohnung im mittlerer Agglormerationslage (wie z.B. Uster) auch gut und gerne 1000 Euro zu zahlen.

von dxbruelhart - am 26.10.2007 09:55
Zitat
Peter Schwarz
Ich war heut in einem Spielzeugladen und war erstaunt, was Legosteine mittlerweile kosten...oder Gesellschaftsspiele...oder Teddybären und ähnlicher Kram! HabedieEhre! Kinder sind teuer!

Lego (das ECHTE!) ist aber auch sowas von gut - das kann man sehr gut für kleines Geld auf dem Flohmarkt kaufen, da das Zeug ewig hält...
Und das ist wohl auch mit ein Grund für die Krise, in der sich Lego befand. Die Steine, mit denen ich schon vor 35 Jahren spielte, sind nach einigen Dachbodenjahren heute wieder in Benutzung. Fischertechnik war auch so'n langlebiges Zeug... "Klassische" Gesellschaftsspiele kann man ebensogut auf dem Flohmarkt erstehen. Teddybären würde ich da allerdings nicht kaufen, genausowenig wie gebrauchte Kinderschuhe. Klamotten dagegen schon. Eine "reichere" Gemeinde in der Nähe zu haben ist sehr praktisch, da dort oftmals qualitativ bessere Sachen für kleines Geld auf dem Flohmarkt landen. Mein Geheimtipp: behalt ich für mich - sonst wär's ja nicht geheim :D
Ach ja: Das teure neuwertige Lego ist sein Geld aber AUCH wert - bleifrei, cadmiumfrei, nicht hormonverseucht UND: nicht aus China!

von iro - am 11.12.2007 20:24
Aber mein geliebter Netto (Nord, der mit dem Scottie) hat mächtig an den Preisen gedreht. Der von mir sehr gern gekaufte Brie-Käse (200 g) hat sich um 16 Ct von 99 Ct auf 1,15 EUR verteuert. Sind immerhin 16 % mehr! Dafür kostet das Stück Butter jetzt 9 Ct weniger, was einer Reduzierung um 10 % entspricht.

Der türkische Supermarkt im Ort hat seinen Laden mal wieder komplett neu eingerichtet und das Warensortiment zeitgleich fast völlig ausgetauscht. Hat kaufmännisch gesehen den Vorteil, daß es keine gewohnten Produkte mehr gibt und der Kunde sich im Idealfall länger im Geschäft aufhält. Allerdings können auch Kunden, die sich absolut nicht mehr zurechtfinden, den Laden ohne Umsatz verlassen und möglicherweise zukünftig meiden. Aber es gibt Gelegenheit, die Preisstruktur neu zu sortieren.

Beispiele: Maasdamer Käse enthält bei gleichem Preis nun 25 g weniger, was 6 % Preissteigerung ausmacht. Mischbrot ist statt 750 g nur noch 600 g schwer. Macht bei gleichem Preis nun 25 % Mehrpreis. Das optisch kaum kleiner gewordene Paket Kaffee enthält jetzt statt 500 g nur noch 420 g. Macht trotz etwas reduziertem Packungspreis rund 10 % mehr!

Was habe ich noch gesehen: Obst und Gemüse gibt es jetzt nicht mehr nach Stück sondern es gibt 100 g-Preise. Spätestens das ist für mich ein K. O.-Kriterium, da es mir die Vergleichsmöglichkeit zu anderen Geschäften nimmt und ich keinen Preisbezug mehr zur Ware habe, die ich nicht mehr selbst abwiegen kann.

von PowerAM - am 13.12.2007 21:22
Auch netto hat seine Butter von 1,19 ¤ auf 95 ct runtergesetzt...
Komisch: Kaum setzt Aldi den Butterpreis runter können's die anderen auf einmal auch!
Auch komisch: alle Supermärkte setzten zum gleichen Termin den Buttermindestpreis auf 1,19 ¤ rauf. (Wenn es EINER nicht gemacht hätte, hätte es wohl auch nicht funktioniert). War das jetzt eine illegale Preisabsprache - also ein Fall für das Kartellamt? Wird wohl wieder keiner beweisen können - wir kennen das Spiel ja schon von den Benzinpreisen vor Ostern, Pfingsten und zur Hauptreisezeit, wenn immer die Chinesen für die plötzlich so hohen Preise herhalten müssen... (Für die Butterpreise mussten ja letztlich auch die Chinesen herhalten, Metro & Co haben sich das wohl bei den Ölkonzernen abgeschaut...).
Was bleibt nach der Normalisierung der Butterpreise ist das Gefühl ordentlich besschissen worden zu sein! :angry:

von iro - am 15.12.2007 21:01
Auch im Aldi ist der Briekäse um den selben Betrag teurer geworden. Die Packungsgrössen bei Wurst und Käse haben sich in den letzten 2 Jahren stark verringert. Man bietet jetzt mehrere exklusive Wurstspezialitäten an (was ja nicht schlecht ist) hat dafür aber die Standardprodukte entweder entfernt oder auch "attraktiver" verpackt...und hinter der VErpackung verbirgt sich natürlich entsprechend weniger.
Aldi ärgert mich manchmal eh mit seinen "Luxusdiscount"-Ambitionen. Teilweise finden sich da irgendwelche Feinschmeckerprodukte, aber dafür fehlen eklatant wichtige Standardprodukte. Semmelknödel z.B. habe ich neulich vergeblich gesucht. "Sind nicht mehr im Programm" :eek:

von Peter Schwarz - am 15.12.2007 22:28
Selbst der früher als extrem teuer geltende Vollsortimenter Rewe ist inzwischen in Teilsortimenten preiswerter als die Discounter. Obst und Gemüse kaufte ich bislang gern beim örtlichen türkischen Lebensmittelmarkt, inzwischen ist die Preisstruktur für mich dort dank 100 g-Preisen für Obst und Gemüse nicht mehr transparent. Da habe ich momentan keine Alternativen.

Backwaren oder Fleischereierzeugnisse hier beim Bäcker bzw. Fleischer zu kaufen ist hier ein ziemlich teures Vergnügen. Ich versuche das zu vermeiden und nutze den Fabrikverkauf der Großbäckerei Wendeln in Bernau. Für Fleischereierzeugnisse gibt es so etwas ähnliches in Berlin-Reinickendorf und der Umweg vom Dienst nachhause ist nur gering.

von PowerAM - am 16.12.2007 22:30
Wenn es am Folgetag die Hälfte kostet, dann sind es immernoch 1,50 - 2,25 EUR. Brotpreise von 3 bis 4,5 EUR sind nämlich inzwischen gängig. Für ein Brötchen werden 25 bis 35 Ct verlangt. Frisches Brot bekommt man ohnehin nur im Fabrikverkauf. Beim Rest wird das Verkaufspersonal schon angewiesen, daß neue Ware erst ins Regal kommt, wenn die alte Ware abverkauft ist.

Auch das früher gern mal für rund 1 EUR mitgenommene Stück Kuchen kostet inzwischen wenigstens 2 EUR oder wurde von den üblichen ca. 5 x 10 cm auf 5 x 5 cm geschrumpft, um den 1 EUR-Preis halten zu können. Für 1,25 EUR bekommt man noch einen Amerikaner, eine Streuselschnecke mit Zuckerguß oder ein Schweineohr (Blätterteig mit Zuckerguß). Und ein Stück Kirschstreusel ist unter 2 EUR auch nicht mehr zu haben.

Im Vergleich dazu sind die Fabrikverkaufspreise heute die Ladenpreise von gestern. Brot in allen Variationen ist ab 90 Ct (frisch!) zu haben und bei 3 EUR ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Brötchen kosten 15 Ct. Kuchen ist ab 70 Ct (Streuselschnecke) bzw. 1,30 EUR (Apfel- oder Kirschstreusel) oder 1,50 EUR (Käsekuchen mit Kirschen) zu bekommen. Die Stücke sind auch deutlich größer als sonst üblich, etwa 8 x 15 cm.

von PowerAM - am 17.12.2007 06:02
Eben! Bereits seit der Beimischungspflicht betreiben wir wissend oder unwissend unsere Motoren mit Kraftstoffen, die vom Fahrzeughersteller nicht (!) freigegeben sind. Folglich sind die Hersteller bei Schäden an Motor, Einspritzung oder Tankanlage fein raus, denn die Garantie hat sich in diesem Punkt erledigt.

Während die bisherige Beimischung (unter 5 %) für die meisten Motoren unproblematisch ist warnen einige Fahrzeughersteller bereits, daß mit der Anhebung der Biospritquote einige Einspritzsysteme Schaden nehmen könnten.

Hier sind die Diesel etwas weniger betroffen, da der Biodieselanteil nach Aussage diverser Dieselprofis erst ab ca 25 % Anteil kritisch werden könnte. Hierbei stört es weniger Motor und Einspritzung, vielmehr werden Kunststoffleitungen und -dichtungen unter Umständen porös oder undicht, da sie vom Biodiesel angegriffen werden.

Problematischer ist der Ethanoleinsatz im Benzin zu sehen. Er senkt die Zündwilligkeit des Kraftstoffes, führt zu schlechterem Anspringen bei kalten Temperaturen und ist für Mehrverbräuche zwischen 5 und 25 % verantwortlich. Zudem ist das Zeug hochgradig aggressiv zu Kunststoffen, Gummi sowie Beschichtungen und Lackierungen jeglicher Art, was wiederum zu Schäden an Motor und Einspritzung führen kann. Durch Wahl anderer Kunststoffe kann man dem entgegenwirken. Auch der Einsatz von Glas oder Keramik als Oberflächenbeschichtung wird die meisten Probleme lösen - verteuert aber die Herstellung dieser betroffenen Komponenten. Was bleibt ist das Problem mit der schlechteren Zündwilligkeit und den Mehrverbräuchen. Ist das ökologisch??

von PowerAM - am 23.12.2007 15:44
Inzwischen sind ja die Inflationszahlen raus. So schlimm ist das auf den ersten Blick nicht, obwohl die Inflation zugenommen hat. Was aber weitaus schwere wiegt: Die "gefühlte" Inflation, also dei alltäglich wahrgenommenen Preissteigerungen, sind doch ziemlich deutlich. Dazu kommen Lohnabschlüsse im Bereich von über 5 % bei der Bahn -- all das beeinflusst die Psychologie doch sehr stark.

Die Frage ist, wie stark die konjunkturelle Abkühlung in den USA Europa beeinflusst. China udn Indien sowie Europa selbst stellen inzwischen ja stabile Wachstumsmotoren dar. Leider zeigt die Immobilienfinanzkrise, dass die Kapitalströme über den Atlantik immer noch eien sehr starke Verflechtung darstellen.

Der Euro selbst ist zur Zeit bärenstark, was eigebtlich ein gutes Zeichen gehen weitere Preissteigerungen ist. Auch sollte sich jetzt der Ölmarkt wieder beruhigen, denn das Frühjahr rückt langsam ins Blickfeld, was die Nachfrage wieder sinken lassen dürfte. Daher hege ich die Hoffnung, dass der Preisauftrieb 2008 wieder nachlässt.

von Alqaszar - am 11.01.2008 20:54
89 Cent hat sich jetzt hier inzwischen für "Deutsche Markenbutter" als Standardpreis bei allen Discountern eingependelt. Holländische kostet meist 1,29 und Irische 1,49¤, die letztere war zur Hochpreisphase sogar mal bis zu 1,69¤ teuer.
Auch die Milchpreise sind wieder leicht geringer geworden, als zur teuersten Zeit, ist wohl die Nachfrage weggebrochen, somit wurde die Preisspirale geringfügig nach unten geschraubt.
Der Lebensmittelmarkt in D ist sehr hart umkämpft, wahrscheinlich müssen einige Produkte sogar mit Verlust angeboten werden, dass die Kunden gelockt werden können, das wird dann wohl mit anderen Produkten wieder quersubventioniert.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 12.01.2008 22:22
Das ist dieser ruinöse Dumpingwettbewerb, über den sich jeder beim nächsten Discounterbesuch mal Gedanken machen sollte. MAnchmal denke ich da wirklich mit Wohlbehagen an die beschaulichen Verhältnisse meiner Kindheit zurück. Da gab es keinen Aldi, keinen Lidl oder ähnliches. Gekauft hat man meistens beim "Konsum" (der aber schon lange Co-op hieß), beim Nanz und später dann beim ersten großen Supermarkt, dem Topkauf. Wurst und Fleisch hat man beim Metzger geholt, Gemüse schon mal beim Gemüseladen oder auf dem Markt und Brötchen beim Bäcker oder direkt das Mehl aus der Mühle, um selbst zu backen. Für Eier gabs das Eierauto.
Non-Food-Produkte gab es ausschließlich in Fachgeschäften, der Baumarkt war noch nicht erfunden.
Hat vielleicht verglichen mit heute real etwas mehr gekostet, aber gut gelebt hat man dennoch und vermisst hat man nix.

von Peter Schwarz - am 13.01.2008 13:18
Ich will aber keinen ganzen Nachmittag mit dem Einkauf verbringen, weil ich eine Sache nur dort bekomme, für andere Dinge wieder herumeiern muß und schließlich nach sinnloser Fahrerei zu hören kriege: "Hamwanich!" :mad:

In meiner Kindheit mußte ich Samstags noch vor der Schule zum Bäcker im Nacharolrt radeln, um Brötchen und Brot zu kaufen. Um 5h30 aufstehen, um 6 losradeln und 10 min vor halb 7 vor der Tür des Bäckergeschäfts anstehen. Halb 7 schloß der auf und um 7 gab es meist schon keine Semmeln und Schrippen mehr. Gegen 7h15 war ich zurück, frühstückte mit meinen Eltern und ging zu 8 Uhr für 4 Unterrichtsstunden zur Schule. Das könnte man heute Kindern in dem Alter nicht mehr beibringen. Die würden ihren Alten 'nen Vogel zeigen...

von PowerAM - am 13.01.2008 16:17
Genau! Sind wir verwöhnter?!

Ich kenne aus meiner Kindheit noch Hamsterkäufe meiner Eltern. Da wurde gekauft, wen es etwas gab und nicht wenn man es brauchte. Weil dann gab es das Gesuchte ohnehin nicht! Jahrelang stand bei uns eine originalverpackte Kaffeemaschine im Keller - gekauft, als es mal Kaffeemaschinen gab. Man ging nicht davon aus, daß die in der Küche stehende orange/braune Severin-Kaffeemaschine (ein Westprodukt!!!) aus den frühen 70ern nach 15 Jahren Gebrauch kaputt ging, aber sie war als Tauschobjekt schon interessant.

Und noch heute liegen hinter der Laube meiner Eltern schätzungsweise 40 qm Gehwegplatten. Gekauft Mitte der 80er, obwohl für einen kurzen Weg vom Tor zur Laube nur 10 qm benötigt wurden. "Es ist nie verkehrt, Gehwegplatten vorrätig zu haben..." ;) Ein paar Platten habe ich inzwischen gemopst und vor meiner Garageneinfahrt verlegt. Das unterbindet die Pfützenbildung. Wenn Papa das wüßte...

von PowerAM - am 13.01.2008 19:09
Zitat
MiRo
Ich bin ganz froh mein Auto von einem auf den anderen Tag repariert zu wissen und nicht erst wochenlang auf ersatzteile warten zu müssen bzw. mich erst durch irgendwelche Kuschelbekanntenkreise durchfragen zu müssen...

DVB-s (TS Skystar2): [5°Ost][13°Ost][19,2°Ost][23,5°Ost][28,2°Ost][30°West]
DVB-t (TS Digipal 2, Palcom DSL 5T): [Rhein-Main][Rhein-Neckar][Bas-Rhin 67]
Livestreams: [[url=http://85.12.6.9:8080]Fear FM[/url]][[url=http://82.145.69.5:8000]FG Paris[/url]][[url=http://89.149.196.196:5858]FG 93.7[/url]][[url=http://server-09.gxs-streaming.nl:8100/]XFM[/url]][[url=http://62.75.176.40:80/bigfm-cbr-128]BCB Sa 20-2Uhr[/url]]
49° 8′ N, 8° 25′ O


Aber genau das passiert doch heutzutage wieder ;) Wer fährt freiwillig in eine teuere Werkstatt wenn er doch im Bekanntenkreis Jemanden hat der das Auto auch kostengünstig reparieren kann,ich nehme dafür gern auch in Kauf daß ich da mal ein paar Tage nicht mobil bin,naja vorausgesetzt ich múß nicht arbeiten,so wird dann die Reparatur an einem verlängertem Wochenende durchgeführt oder wenn ich mal frei habe usw.
Ich bin gerade dabei mir abzugewöhnen vom PKW abhängig zu sein,ok,auf die Arbeit muß ich mit dem Auto fahren,aber in den örtlichen Supermarkt nicht,will ich Skilaufen geh ich halt ein Stück zu Fuß bis zur nächsten Loipe.
Meine Freundin und ich machen auch des Öfteren mal Spaziergänge in und um Steinheid.
Wir wohnen ja so ca 500 m außeinander,Andere würden das Stück mit dem Auto fahren,wir laufen das lieber,ist ja auch gesünder und kostengünstiger.

Die Gesellschaft ist viel zu faul geworden,bedenkt,früher gab es in kleineren Ortschaften zwar auch Bahnhöfe,waren diese aber meist am Rande der Ortschaft,die Leute sind bei Wind und Wetter hingelaufen,heut ist sogar der Weg zum Briefkasten oder Bäcker zu weit ;)

von Robert S. - am 14.01.2008 10:36
Kein kleines Weizchen, sondern ein ausgewachsenes 0,5 l-Getränk! Vergeßt nicht, wir sind hier im wilden Osten!! Das statistische (durchschnittliche) Nettoeinkommen eines Einwohners meines Dörfchens liegt bei 991 EUR im Monat. Die Wirtschaft macht's über die Masse. Jeden Abend gerammelt voll, am Wochenende bekommt man manchmal keinen Platz zum Sitzen mehr. Und: Man schert sich einen Scheißdreck um das Rauchverbot! :eek: "Geschlossene Gesellschaft", abgeschlossene Türen und Gesichtskontrolle... ;)

Was ich vergessen hatte: Ein 1 l-Maßkrug Rosi kletterte von 3 EUR auf 3,50 und das gleiche Behältnis mit Berliner Pilsner von 3,20 auf 3,80 EUR. :eek:

von PowerAM - am 15.01.2008 08:31
Zitat
MiRo
Joar Weizen kostet hier so um die 3 -3,50 ¤ und Rosenpils ist aber sowas von pfui :D

DVB-s (TS Skystar2): [5°Ost][13°Ost][19,2°Ost][23,5°Ost][28,2°Ost][30°West]
DVB-t (TS Digipal 2, Palcom DSL 5T): [Rhein-Main][Rhein-Neckar][Bas-Rhin 67]
Livestreams: [[url=http://85.12.6.9:8080]Fear FM[/url]][[url=http://82.145.69.5:8000]FG Paris[/url]][[url=http://89.149.196.196:5858]FG 93.7[/url]][[url=http://server-09.gxs-streaming.nl:8100/]XFM[/url]][[url=http://62.75.176.40:80/bigfm-cbr-128]BCB Sa 20-2Uhr[/url]]
49° 8′ N, 8° 25′ O

Da stimme ich dir zu,da bekommt man nur Kopfschmerzen von :D
Die aktuellen Kultipreise kenne ich garnicht,war seit Anfang Dezember net mehr dort :eek:
Normal kostet dort ein Weizen 2,50 und ein (Rosen) Pils mhh 1,50,wenn mich net alles täuscht.

von Robert S. - am 15.01.2008 11:40
Die Bauern haben ihre Willen durchgedrueckt. Bleibt abzuwarten, ob und wieviel von den Preiserhoehungen des Einzelhandels bei ihnen noch ankommt.

Vorhin war ich noch eilig einkaufen. Zunaechst: Weder Frisch- noch H-Milch war vorraetig. Dafuer gab es schon neue Preisschilder. H-Milch mit 1,5 % kostet demnach statt 55 Ct nunmehr 65 Ct. Die 3,5 %ige klettert von 65 Ct auf 75 Ct. Das Stueck Sachsenmilch-Butter kostet 1,29 EUR. Mein Maasdamer-Kaeseaufschnitt stieg von 1,89 EUR auf 2,19 EUR. Die Kaffeesahne mit 4 % (die ich zum Kochen haben wollte) kostet nunmehr 89 Ct, war aber ebenfalls aus.

Ich vermute, dass man alles in die Lager zurueckgeraeumt hat, damit die Kunden keine Hamsterkaeufe vornehmen. Denn angeblich sollen die Preiserhoehungen erst am Montag wirksam werden.

von PowerAM - am 07.06.2008 12:23
Aldi hat heute die Preise fuer Milchprodukte um durchschnittlich 20 % gesenkt. Damit laeutete das Unternehmen eine neue Preisrunde ein, die auch bereits von Penny aufgegriffen wurde. Penny gehoert zum Rewe-Konzern. Erst im Sommer hatte die Milchwirtschaft Preiserhoehungen mit Streiks und Lieferboykotts durchgedrueckt. Aus diesen Kreisen hagelt es jetzt massiv Proteste.

Ich habe hier nur die Wahl zwischen Aldi (Nord) und Edeka. Im Vergleich zur letzten Woche kostet der Liter H-Milch jetzt pauschal 13 Ct weniger. Vermutlich in der Annahme, dass die Preissenkung nur von kurzer Dauer sei, deckten sich zahlreiche Einkaeufer (geschaetzte 90 % mit "Migrationshintergrund") in groesseren Mengen bei Aldi ein. Fuer mein Muesli erwarb ich jedoch nur 1 Liter. Die hier angebotene Milch kommt vom Milchhof Magdeburg. Edeka hat dagegen noch nicht reagiert. Demzufolge kostet der Liter H-Milch dort jetzt 22 Ct mehr als bei Aldi.

von PowerAM - am 03.11.2008 19:17
In meinem Heimatdorf ist das wenigstens fuer Kartoffeln, Eier (unter schwersten Auflagen), Obst und Gemuese moeglich. Den Rest muss ich auch dem Einzelhandel abnehmen. Hier in Muenster bleibt keine Wahl zum Discounter oder Supermarkt - abgesehen von den unterschiedlichen Preisen und teilweise anderem Sortiment.

Es gibt hier weder einen Wochenmarkt (auf dem es in meiner Heimat aber auch fast ausnahmslos Grossmarktware gibt) noch Direktverkauf von den Bauern. Und selbst wenn es sowas hier gaebe - bei ueber 90 % Einwohnern mit "Migrationshintergrund" hielte sich das ohnehin nicht lange. Die sehen nur den Preis und der ist hier mangels Alternativen beim Aldi am niedrigsten. Edeka ist durchweg meist (bis auf Eigenmarken) teurer.

An meinem Fahrzeug hatte ich heute einen Werbezettel. Die Offerte: Ich koenne im 20 (?) km entfernten Steinfurt Kartoffeln direkt beim Erzeuger kaufen. Toll! Wer von den oben genannten Discounterkunden faehrt nach Steinfurt, um Kartoffeln zu kaufen? Von denen haben die wenigsten ueberhaupt ein Auto!!

von PowerAM - am 04.11.2008 18:25
Kann ich mir fast nicht vorstellen. Einen Wochenmarkt gibt es garantiert im Raum Münster. Das Münsterland ist doch eine sehr ländliche Region mit sehr viel Landwirtschaft. Man muß halt immer wissen, wo. Ich habe auch erst jetzt erfahren, welcher Bauer hier Milch direkt verkauft. Was Gemüse etc. angeht, gibt es hier oft Bauern aus dem Raum Heinsberg, die zum Kunden kommen, also entweder einen Stand an der Straße aufbauen oder sogar von Haus zu Haus fahren.
Auf Wochenmärkten findet man oft nur Großmarkterzeugnisse, das stimmt. Oft (nicht immer) ist das aber frischer als im Supermarkt.
Aldi am billigsten? Ist doch nur noch ein Image. Ich hab mal bei einem Einkauf knapp 80% der Ware, die ich dort geholt hatte, im benachbarten Edeka günstiger gefunden!


von Peter Schwarz - am 04.11.2008 19:08
@ Schwarzer Peter: Der Edeka hier ist durchweg auf Markenprodukte ausgerichtet. Die wenigen Eigenmarkenprodukte ist billiger als beim Aldi. Die "Gut&Guenstig"-Joghurtbecher haben zum Aldi-Preis 250 g statt nur 200. Vieles am Frischwurststand ist pro 100 g preiswerter als beim Aldi. Dazu ist die Auswahl groesser. Jedoch sind Backwaren beim Aldi guenstiger. Die von mir derzeit zum Fruehstueck verzehrten "Toasties" kosten beim Aldi 30 Ct je Packung weniger als das Markenprodukt beim Edeka, dazu ist 1 Stueck mehr in der Aldi-Packung. Die Broetchen vom Baecker sind am Abend gekauft bereits am folgenden Morgen steinhart.

Einen richtigen Wochenmarkt gibt es in der Innenstadt zweimal in der Woche. Die Fahrt dorthin kostet mich zweimal 2,10 EUR fuer den Bus, zudem brauche ich wenigstens 2 h, bis ich wieder zurueck bin. Das kann ich mir zeitlich nur am Wochenende erlauben, sofern ich hier bleibe. Die Fahrt mit dem Auto kann man sein lassen, es gibt dort in der Naehe kaum Parkplaetze und die Parkhaeuser sind mir dafuer zu teuer.

Ich kann voellig verstehen, dass der Einkaeufer mit PKW die auf der gruenen Wiese aufgebauten EKZ frequentiert. Parkraum in Massen, eine gute Auswahl an Einkaufsmoeglichkeiten und billigen Sprit an der Tanke, der 2 bis 4 Ct unter den Preisen in der Stadt liegt.

In Telgte soll es am Wochenende einen Bauernmarkt geben, der lohnenswert sein soll. Jedoch muesste man auch dorthin fahren und er soll auch nicht jede Woche sein. Vielleicht im Winter sogar ueberhaupt nicht. Ich muss mal einen der ortsansaessigen Angestellten fragen...

von PowerAM - am 04.11.2008 20:04
Das Problem liegt weder bei den Milchprodukten noch bei Aldi, den Bauern, den Ölpreisen oder vergleichbaren Faktoren.

Vielmehr ist es so, daß sowohl die USA als auch die sogenannte Eurozone auf dem besten Weg sind, in eine durch den gegenseitigen Abwertungswettbewerb verursachte und nicht mehr zu bremsende Inflation, welche zwar nicht mit 1923 vergleichbar sein, aber dennoch zweistellige Werte annehmen wird, abzugleiten.

Zur Zeit versucht man noch, die Inflation durch vollkommen unrealistische Warenkörbe und die Ausklammerung von »Einmaleffekten« künstlich nach unten zu rechnen (interessanterweise werden preissenkende Einmaleffekte durchaus berücksichtigt!), aber auf Dauer wird dies nicht gutgehen.

Wie der Chefvolkswirt der Commerzbank im »Focus« richtigerweise erwähnte, hätte eine Bundesbank in vergleichbarer Situation den Diskontsatz längst auf sechs Prozent und mehr angehoben. Aus Angst vor Depression in den USA bzw. vor Zahlungsunfähigkeit der PIIGS-Staaten werden aber sowohl Fed als auch EZB an ihrer Politik des Gelddruckens festhalten. Daß die daraus resultierende Überinvestition sowie die Effekte der Geldmengenausweitung auf die monetaristische Quantitätsgleichung zwangsläufig in unkontrollierbare inflationäre Enteignung führen müssen, ist Bernanke und Trichet im Gegensatz zu ihren Vorgängern Volcker und Duisenberg offenbar nicht klar.

Die Zeche der Entwertung zahlt im übrigen nicht derjenige, der es sich leisten kann, in Sachwerte und Edelmetalle zu fliehen, sondern selbstverständlich der kleine Lohnempfänger.

von Dixie_ - am 03.05.2011 17:13
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