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Umweltplakette und ausländische Autos

Startbeitrag von dxbruelhart am 31.10.2007 14:18

Heute wurde bekannt, dass man zum Einfahren in diverse Städte in Baden-Württemberg ab dem 1. März 2008 eine Umweltplakette braucht. Die Umweltplakette wird - soweit ich dies bislang feststellen konnte - nur in Deutschland herausgegeben, z.B. beim TÜV. Ich bin Schweizer, mein Auto ist in der Schweiz zugelassen, und erfüllt auch die strengen Schweizer Abgasnormen (diese sind weitausstrenger als die hier zugrundegelegten Feinstaub-/bzw. Abgasnormen); unsere Autos werden auch obligatorisch alle 1-2 Jahre (je nach Autokategorie/Typ) gewartet auf Abgas mit aufwenigen Tests.
Eine Umweltplakette oder etwas vergleichbares hat aber kein einziges Schweizer Auto.
Was muss ich tun, damit ich auch weiterhin in Deutsche Städte einfahren kann?

Die 50 interessantesten Antworten:

Glaube nicht, daß Touristen aus dem Ausland eine Umweltplakette brauchen. Zumindest ist mir nix bekannt.

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 31.10.2007 14:24
Gemäss www.umwelt-plakette.de müssen leider alle Autos, die in diese Städte einfahren, diese Plakette haben, also auch ausländische Autos. Für ausländische Autos gibt es gemäss dieser Webseite auch keine Ausnahmeregelung.

von dxbruelhart - am 31.10.2007 14:46
Jaja, der böse Feinstaub, hervorgerufen durch Industrie und Schwerlastverkehr, die Zeche zahlt wie üblich der bekloppte einfache Autofahrer...

Tut mir leid für jeden ausländischen Autofahrer hier in D, der durch diese völligst überzogenen und schwachsinningen Massnahmen getriezt wird.

Bitte glaubt uns: Nicht alle Menschen in diesem Land sind so wie unsere Politiker...



von HAL9000 - am 31.10.2007 15:44
Warum reicht es nicht, ein sauberes Auto zu fahren, dass diese Feinstaubregelungen erfüllt? Warum muss man diese Umweltplakette unbedingt auch noch haben? :motz:

von dxbruelhart - am 31.10.2007 17:02
Zitat
dxbruelhart
Warum reicht es nicht, ein sauberes Auto zu fahren, dass diese Feinstaubregelungen erfüllt? Warum muss man diese Umweltplakette unbedingt auch noch haben? :motz:

Weil manche denken, daß es chic aussieht. :eek:

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 31.10.2007 18:58
Das hat nix mit chic aussehen zu tun, das ist reine Geldmacherei! So ne Plakette kostet 5 EUR, da lassen sich wirklich tolle Dinge damit finanzieren, mir würden auch die Einnahmen meiner direkten Zulassungsstelle reichen, den Rest können ruhig die anderen haben :)

Warum ist niemand auf meinen Vorschlag eingegangen, künftig AU-Plaketten in abhängigkeit der Schadstoffklasse zu vergeben, wenn es denn schon unbedingt so sein muss?

Man könnte zum Beispiel eine Rechteckige, quadratische AU-Plakette für Wagen, die es nicht packen nehmen, wie gehabt, mit der Jahreszahl (also 08) und der jährlich wechselnden Farbe.

Für die grüne Einstufung eine runde Plakette, ungefähr so groß wie die neuen EU-Zulassungssiegel, damit sie sich von der HU-Plakette unterscheided.

Die bisherige Form, allerdings ebenfalls in der neuen Größe für Stufe "gelb" und die Stufe "rot" bekommt das selbe, allerdings ein grauer, gestreifter Balken (wie beim Verkehrsschild ÜBERHOLVERBOT ENDE)d er quer durchläuft.

Man hätte zum einen nicht diesen viel zu groß geratenen Sticker auf der Scheibe (neben Österreich, Schweiz-Vignette, Parkplakette und ADAC-Sticker) und bei der nächsten AU hätte es automatisch jeder. Nein, wäre ja zu einfach...und vor allem auch, auf dem amtlichen Kennzeichen wo amtliche Siegel hingehören.

Wenn meine Scheibe getauscht wird, muss ich ne neue Plakette holen. Wieder 5 EUR mehr :(


Und ja, auch Ausländer brauchen ne Plakette. Keine Ahnung, ob an den Grenzübergängen Verkaufsstationen eingerichtet werden. Zumindest die A8 bei Leonberg wird nicht betroffen sein, Leonberg selbst jedoch schon.

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 31.10.2007 19:23
Christian, es tut mir leid für dich! Ein Fahrzeug, das in die noch zu schaffenden Umweltzonen einfahren will, braucht diese Plakette. Anfang 2008 werden die Zonen noch für alle Farben freigeben sein, ab 2009 können Städte und Gemeinden dann selbst festlegen, welche Plakette erforderlich ist, um bestimmte Zonen befahren zu können.

Bislang bekommt jeder Steinzeit-Benziner mit Katalysator und Euro 1 eine grüne Plakette und gilt damit als "sauber". Ein nicht mal so alter Euro 3-Diesel bekommt nur eine gelbe und ist - wenn die entsprechende Gemeinde besonders sauber und korrekt sein will - ab 2009 nicht mehr in den Umweltzonen zu bewegen. Für einen Euro 2-Diesel würde ich mir die rote Plakette nicht mehr holen, die Verkehrsverbote sind ihm ab 2009 in jeder Zone so gut wie sicher.

Da es bislang keinerlei Ausnahmen für Ausländer gibt ist davon auszugehen, daß sie ohne Plakette nicht in die Umweltzonen fahren dürfen. Wie immer bei Neuerungen wird sicherlich in den ersten Tagen streng und intensiv kontrolliert. Die Geldstrafe ist ja nicht ohne - während der Flensburger Punkt Ausländern ziemlich egal sein wird. Vielleicht nimmt man Ausländern dann die doppelte Geldstrafe ab??

Im Augenblick stehen viele Berliner Gewerbetreibende vor der Entscheidung, sich neue Fahrzeuge zu kaufen, ab 2008 von Geschäftstätigkeiten in der Umweltzone abzusehen oder vielleicht sogar mit ihren Geschäftsräumen umzuziehen. Nicht wenige werden sich das alles nicht leisten können und müssen ihren Betrieb aufgeben. Ja, sicher! Das ist gewollt...

Mir stellt sich aber die Frage, ob der Einwohner einer Gemeinde ohne Umweltzone weniger schützenswert ist als jemand, der innerhalb des Berliner S-Bahnrings wohnt. Oder kann er seine Umweltzone einklagen? Ich schrieb ja mal, daß gegen meine Großgemeinde auf Einhaltung der EU-Luftreinhalte-VO geklagt wird. Die Klagen sind inzwischen übrigens für zulässig erklärt worden. Mal sehen, was dabei rauskommt...

von PowerAM - am 31.10.2007 19:52
Zitat
Wolfgang R
Das hat nix mit chic aussehen zu tun, das ist reine Geldmacherei! So ne Plakette kostet 5 EUR, da lassen sich wirklich tolle Dinge damit finanzieren, mir würden auch die Einnahmen meiner direkten Zulassungsstelle reichen, den Rest können ruhig die anderen haben :)

Den dämlichen Witz mit "chic aussehen" konnte ich mir da nicht verkneifen. Ärgerlich ist das Ganze natürlich besonders für Young- und Oldtimer - Besitzer: Zahlreiche Autos aus vergangenen Tagen lassen sich gar nicht umrüsten und man schaut als Autofreund in die Röhre. :-(

Zitat
alqaszar
Kann man die Dinger nicht selbst drucken?

Setze mir keine Flausen in den Kopf - ich bringe sowas ! :D

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 31.10.2007 21:22
Zitat
MiRo
Nicht nur du Matze nicht nur du :D:D:D

Rosti, laß uns 'ne ordentliche Druckaktion und damit Geld machen ! :cool: :-)

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 31.10.2007 21:58
Bastelt doch einfach Hologrammplaketten, die aus jedem Blickwinkel eine andere Farbe haben! :D

von PowerAM - am 01.11.2007 08:43
Plaketten sind doch viel zu einfach...

Ich wär ja dafür, ein satellitengestütztes Kontrollsystem aufzubauen. Jedes Auto muss künftig eine Blackbox eingebaut haben (zum Vorzugspreis von nur noch ¤ 2999,- (steuerlich zu 25% absetzbar bei nachgewiesener Dringlichkeit des KFZ- Besitzes)). Dieses Gerät übermittelt dann die aktuellen Verbrauchs- und Umweltdaten des Fahrzeugs an die neu aufzustellenden Strassen- Übertragungsbrücken, welche diese Daten widerum mit dem Satellitensystem abgleicht. (Kosten für den Aufbau werden auf rund 2,1 Mrd Euro geschätzt, zu tragen vom Steuerzahler). Kommt es zu einer Übertretung, werden per Funk vom Satelliten gleich die Daten des schuldhaften Fahrers an das Bundeszentralverkehrsregister in Flensburg übermittelt, automatisch 3 Punkte gutgeschrieben und die fällige Geldbusse wird gleich vom Konto eingezogen. Beim erneuten durchqueren der Kontrollbrücke wird per starkem elektromagnetischem Impuls das Fahrzeug ausserkraft gesetzt. Das Satellitensystem übermittelt die genaue Position des Fahrzeugs direkt an die örtliche Polizeidienststelle, die den Umweltsünder dann in aller Ruhe verhaften kann. Ich denke 10 Jahre Dunkelhaft bei Wasser und Brot wären da tat- und schuldangemessen...

Gute Nacht Deutschland



von HAL9000 - am 01.11.2007 09:00
Man, die haben in D hier einen an der Klatsche, so eine scheiß Plakette ändert an der Umweltverschmutzung gar nichts. Es gibt mal wieder etwas zu tun für Bürokraten, welche diesen Mist verwalten müssen, das kostet natürlich auch, welches wir Autofahrer natürlich wie immer bezahlen müssen.
Die meisten Leute, welche berufstätig sind, sind aufs Auto angewiesen, es wird immer mehr Flexibiltät an Arbeitszeiten und bei Arbeitsorten verlangt, das geht meist nicht mehr zu Fuß, mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln, auch nicht wenn der Ölpreis 100$ pro Fass übersteigt. Es müsste unsere ganze Gesellschaft neu aufgestellt werden, wenn wir auf unsere Autos plötzlich verzichten müssen.... mit alternativen Antriebsenergien für Autos ist es leider noch nicht so weit.... auch der Biosprit entpuppte sich auch als Umwelt- u. Zeitbombe für die Wirtschaft und Landwirtschaft.

Dass aus Kaminen mit Holz- oder Kohlebefeuerung 1000000-fach mehr Feinstaub kommt als den Autos wird völlig außer acht gelassen, manche Leute missbrachen ihre Öfen als Müllverbrennungsanlage und wir machen uns heiß über Pippifax und Plaketten. Die wollen einfach, den überalterten Fahrzeugbestand verringern, die Autoindustrie wird ihre Neu- und Jahreswagen nicht mehr los, alte Autos werden immer länger gefahren, da muss eben der fingierte Umweltschutz dafür her halten, um vielleicht noch zögernde potientielle Neuwagenkäufer endlich zum Kauf zu bewegen., wenn sie mit ihren älteren Kisten plötzlich nicht mehr in diese neu geschaffenen "Umweltzonen" reinfahren dürfen.

Ich bin wirklich für sinnvollen, sparsamen Umgang mit Ressourcen und für den Schutz der Umwelt, aber wie es wieder mal in D parktiziert spottet jeder Beschreibung.

Die Ausländer, welche sich jetzt erst so ne scheiß Plakette besorgen müssen, damit sie in unsere "Umweltzonen" reinfahren können, tun mir wirklich leid.



von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 01.11.2007 09:15
100% Zustimmung DLR- Fan!

Man, da können wir ja von Glück reden, das der Feinstaub von ausserhalb nicht in die Umweltzone geweht wird, sondern an den Schildern halt macht und einfach runterfällt...


von HAL9000 - am 01.11.2007 16:08
Überzogener Aktionismus, wie eignetlich immer, wenn unsere Bundesregierung was umsetzt. Man denke zurück an das Dosenpfand von Tritt-ihn. Erst jetzt gibt es so langsam mal eine einheitliches System. Das endet immer im Chaos.

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 02.11.2007 08:01
Leider muß ich dir zustimmen! Einfacher wäre nur, die Erneuerung des Fuhrparks per Steuererhöhungen für Altautos zu erzwingen. Wer seine alte Schleuder weiter fahren will, dann zahlt er eben 200 % Kfz-Steuer. Jetzt käme normalerweise der Aufschei der Massen! :D Steuererhöhungen sind ja beim Volk so beliebt wie Frost in der Hölle. ;)

Dieser ganze Plakettenquatsch ist soweit Quatsch, weil er nur zonenweise Wirkung zeigt. Abgesehen davon klagt jetzt die Landbevölkerung auf Luftreinhaltung und Gleichbehandlung gegenüber den Stadtbewohnern. Und warum gilt nur der Bereich innerhalb des Berliner S-Bahnrings als Umweltzone? Stinkt ein Uraltauto außerhalb nicht??

von PowerAM - am 02.11.2007 10:08
Zitat
PowerAM
Einfacher wäre nur, die Erneuerung des Fuhrparks per Steuererhöhungen für Altautos zu erzwingen. Wer seine alte Schleuder weiter fahren will, dann zahlt er eben 200 % Kfz-Steuer.


Du brauchst das nicht vorzuschlagen - es ist schon geschehen...

Für unseren Peugeot 306 Turbodiesel, Baujahr 1994, eingestuft in E2 (gilt fiskalisch wie Euro 1) - die Euro 2 gab es eh erst ab 1996 -zahlen wir stolze 571 Euro im Jahr (das sind 1116,78 DM!). Das ist mehr als für den Sprit bei derzeitiger Fahrleistung. Ich müsste mal meine Mum fragen, ob sie irgendwo noch alte Kfz-Steuer-Bescheide hat (gut möglich, sie hat alle Kosten für die Autos fein säuberlich in nem Ordner abgeheftet) und ich denke, die Verdoppelung kommt recht gut hin.

Wenn ich da noch lese, dass die CO2-Steuerreform - die als aufkommensneutrale Maßnahme sowieso nur eine leichte Umverteilung zwischen Benzin- und Diesel-Fahrzeugen sein dürfte - erst ab Euro 3 greifen soll und ältere Autos nach dem bisherigen Modell besteuert werden sollen, dann weiß ich auch nicht, ob ich mich darüber freuen soll, wenn sie dann endlich beschlossen wird...

von Hagbard Celine - am 02.11.2007 18:22
Das mit den Diesel- Autos war sowieso so ein Gag der damaligen Regierung: Da hies es Ende der 80er "Diesel ist soooo gesund und umweltfreundlich", es wurden KFZ- Steuerbefreiungen ausgeteilt für Dieselfahrzeuge und die ganze Welt rannte los und kaufte sich nen umweltfreundlichen Diesel. Nur wenige Jahre später ruderte man zurück, da hiess es dann ganz plötzlich "Ach neee, Diesel is ja krebserregend und soooo umweltschädlich" - und prompt wurden astronomische Steuern erhoben - und alle Dieselfahrer waren angeschissen! Entweder man verkaufte unter grossem Wertverlust sein wenige Jahre altes Auto (denn wer kauft Diesel bei DEN Steuern?) oder man zahlte halt zähneknirschend an den Fiskus.

Damit hat man 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: man hat die Autowirtschaft mit Dieselautos in Schwung gebracht (vorher waren die nämlich bei weitem nicht so beliebt) und dann hat man sich halt das fehlende Geld der steuerfreien Jahre zurückgeholt und noch kräftig dran verdient.

Mir kann einer erzählen was er will: diese Aktion damals war so gewollt und von Beginn an so geplant...


von HAL9000 - am 02.11.2007 18:35
Durch den Dieselboom in den 90ern kam überhaupt erst Kultur und Kraft in die Dieselmotoren! Vorher galten sie als lahm, laut und durstig. Diesel waren was für LKW und Traktoren...

Dann kam die Zeit der Turbodiesel und mit den ersten Direkteinspritzern der Durchbruch. Jeder wollte TDI fahren! Die Dinger hatten den Ruf, sportlich und unglaublich cool zu sein: "Rasen und Sparen!" - Turbodiesel mit Direkteinspritzung wurden salonfähig und waren nicht selten die Spitzenmotorisierung einer Modellreihe. 90 bis 100 PS in einer Familienkutsche beim Verbrauch eines schonend gefahrenen Kleinwagens! Selbst Wenigfahrer konnten ohne TDI nicht mehr leben.

Dann kam die staatliche Gier, aus dem Dieselboom (Steuer-) Kapital zu schlagen. Selbst ein supermoderner Diesel mit aktueller Schadstoffklasse ist immer steuerlich teurer als ein vergleichbarer Benziner. Dazu kommt die Ansicht der Versicherer, daß selbst Vernunftautos mit Basismotorisierung als Raserautos eingestuft werden müssen. Was ist an meinem 68 PS starken Kleinwagen übermotorisiert und klassifiziert ihn als Raserauto?? Vielfahrer haben mit Sicherheit mehr Fahrpraxis als jemand, der sein Kfz nur wenige Tausend Kilometer im Jahr bewegt und möglicherweise aus Überforderung, Unachtsamkeit und Bummelei Unfallsituationen provoziert.

Ich fahre meinen Euro 4-Turbodiesel mit voller Überzeugung. 68 PS reichen mir, die Kiste verfeuert um die 4 l Diesel auf 100 km und ist dabei nicht mal langsam unterwegs. Ein vergleichbarer 75 PS-Benziner verbraucht das Doppelte! Die 1,4er Peugeot-Benziner gelten ohnehin als versoffen. Außerdem stinken Benziner! Beim Tanken, in der Warmlaufphase und wenn man ihnen die Sporen gibt auch!! ;) Wer ist nun das Umweltschwein??

von PowerAM - am 02.11.2007 20:14
Ich verstehe grudsätzlich nicht, warum nur der Autofahrer für vieles herhalten soll. Stellt euch doch mal an einen Flughafen und seht euch mal den Abgsstrahl einiger Flieger an, da könnte einem manchmal grausig werden. Gut, es gibt zwar bei weitem nicht so viele Flieger wie Autos, aber trotzdem ist es nicht unerheblich. Auch was manche Hochseefrachter da aus ihren Schornsteinen jagen ist teilweise ganz schön heftig.

Aussderdem muss man sich bewusst sein, dass sich einige nicht (sofort) ein Auto mit den neuesten Abgasstandarts leisten können. Das geht nicht so einfach wie mal eben nen neuen Tisch für die heimische Sitzecke zu kaufen.

Ich bin ehrlich und habe noch kein eigenes Auto, aber wenn ich mir bald endlich eines holen kann, dann am liebsten einen Kombi in Golf- oder auch Passat-Größe mit TDI-Triebwerk etc. Ich weis nicht was ich an dieser Kombination gefressen hab, aber ich lerne grad mit einem Golf TDI fahren und wir haben zu Hause einen Primera dCi (auch Passat-Größe) und ich find 'n Dieselkombi einfach Klasse. Das was ich mir leisten könnte würde aber höchstens EU3 schaffen, doch eines habe ich mir schon gründlich überlegt: Ich werde mein erstes (Lieblings-)Auto nicht wegen irgendwelcher Umeltzonen oder CO2-Geschichten aussuchen, ich will fahren was mit gefällt und was ich größenmäßig benötige. Und unseren Nissan werden wir freilich auch wegen seiner Euro3-Einstufung nicht verkaufen, nur weil das irgendwelche Umweltpolitiker am liebsten so wollten. Der Wagen hat als Neufahrzeug aus dem Produktionsjahr 2003 einiges an Geld gekostet, und wir haben ihn deswegen gekauft, weil er uns wie kein anderes Auto gefiel bzw. das beste Preis-Leistungverhältnis hatte. Und das Fahrzeug muss auch noch mindestens ein paar Jahre halten.
Da auch Hannover aller Wahrscheinlichkeit nach eine Umweltzone bekommen wird, ist es für uns leider unumgänglich eine Plakette hinter die Windschutzscheibe zu kleben, wenn wir denn in die City wollen. Die gelbe Plakette hängt an unserem Auto da schon seit April... Von der Nachrüstung unseres Autos mit so einem Pseudo-Rußfilter haben wir abgesehen. Bei eigenen Kosten von 500-600¤ würde sich das für uns sowieso nicht rentieren, da zahlen wir lieber diese 1,20¤ "Strafsteuer".

Um Mißverständnisse hier auszuschließen: Ich habe nichts gegen Umweltschutz, nur wird die Sache irgendwie falsch angegangen. Während wir hier verhältnismäßig sauber leben, verdrecken Chinesen und Konsorten die Welt weiter. Ein Autoveredler hat mal gesagt "So lange man in chinesischen Flüssen Filme entwickeln kann, wissen wir, wo der Hebel zum Umweltschutz angesetzt werden muss". Das war jetzt nicht wortwörtlich aber so in etwa hat er das gesagt, ich glaube es war Bodo Buschmann von der Firma Brabus. Ich finde der Mann hat recht.

Übrigens gibt es nach einigen Protesten seitens der Oldtimerfans nun doch Ausnahmen für ältere PKW mit H- oder 07er Kennzeichen, so hab ich es (meine ich) noch aus einem Zeitungsartikel von Neulich in Erinnerung. Was mit ausländischen OKW aber nun ist, würde mich ja auch mal interessieren. Ich würde es den Verantwortlichen aber auch vollkommen zutrauen, dass die diese Autofahrergruppe übersehen haben. Interessant ist seit neuem auch, dass jetzt auch der ruhende Verkehr (also parkende Vehikel) in den Umweltzonen von Politessen überprüft werden soll. Bislang sollten ja nur in Betrieb befindliche Autos geprüft und wenn nötig bestraft werden. Natürlich geht es bei der Sache nur um höhere Einnahmen von Bußgeldern, mit dem bestrafen parkender Sünder könnte man ja noch mehr einnehmen als so schon ohnehin.

von Dr. Antenne - am 02.11.2007 22:41
Gemäss neuesten Infos will sich der TCS, der grösste Autofahrerverband der Schweiz (entspricht dem ADAC in Deutschland) der ganzen Sache annehmen und voraussichtlich dann die Umweltplaketten für die Schweizer Autos herausgeben. So könnte ich mir auch vorstellen, dass das in Oesterreich vielleicht dann der OeAMTC übernimmt.
Es sollen nach und nach weitere Länder (Grossbritannien und die Niederlande, sowie später weitere) diese Plakette nach und nach für alle Fahrzeuge, die in ihre Städte fahren, einfordern.

von dxbruelhart - am 29.11.2007 11:33
Meine Mutter hat sich bereits so eine Plakette gekauft, nachdem angekündigt wurde, daß auch Reutlingen diese Aktion mitmachen will. Bevor sie dann auf einmal nicht mehr zum Kaufhof oder zum C&A kommt, hat sie sich lieber schnell das Pickerl geholt.
Hier in der Umgebung ist mir noch nix derartiges bekannt, also werde ich vorerst keins kaufen.
Wenn ich dann nach Reutlingen oder Stuttgart muß an entsprechenden Tagen, nehm ich halt meiner Mutter Stern auf allen Straßen.



von Peter Schwarz - am 29.11.2007 12:46
Es gibt zahlreiche Neuigkeiten:

Zunächst hat sich für Oldtimerbesitzer die Situation entschärft. Wer sein Fahrzeug als "historisch" anerkannt hat und im Besitz eines H-Kennzeichens ist, der ist von der Plakettenpflicht ausgenommen. So weit, so gut! Wer bislang mit Saisonkennzeichen unterwegs war, weil er die Anerkennung als "historisch wertvoll" nicht erhielt oder dank wenig Hubraum damit steuerlich günstiger fuhr als mit dem H-Pauschalsteuersatz, der guckt jetzt in die Röhre. Die Chance auf eine Plakette ist verschwindend gering. Das wird viele automobile Schätze als wirtschaftlich nicht mehr haltbar in die Verwertung treiben.

Besser sieht es nun auch für ausländische Fahrzeuge aus. Die Plakettenpflicht bleibt zwar, jedoch kommt man jetzt einfacher an eine Plakette, sofern das Fahrzeug die Anforderungen erfüllt.

In der "Berliner Abendschau" war die Rede davon, daß Berlin ab sofort die Plaketten auch online anbietet. Man richtet sich damit natürlich auch an ausländische Berlin-Besucher, die mit ihrem Fahrzeug anreisen wollen. Online sind die Fahrzeugdaten einzugeben, 6 EUR zu bezahlen (5 EUR reguläre Verwaltungsgebühr, 1 EUR für Briefumschlag und Porto) und die Plakette kommt wenig später in den Briefkasten.

Vorgestern wurde in Berlin damit begonnen, die ersten Schilder anzuschrauben. Gleichzeitig wurde berichtet, daß bislang nicht einmal 50 % der in Berlin zugelassenen Fahrzeuge mit einer Plakette ausgerüstet wurden. Aber man geht auch davon aus, daß rund 1/3 der zugelassenen Fahrzeuge nicht einmal eine rote Plakette erhalten würden. Das trifft allerdings hauptsächlich auf LKW und Kleintransporter zu.

Seitens des Taxigewerbes wurden n
ochmals Ausnahmeregelungen gefordert, da viele Taxis mit Dieselmotor nicht mindestens Euro 2 erfüllen würden. Ganz klar kam als Antwort, daß es keine Ausnahmen für Taxis geben würde und Berlin darauf hofft, somit eine Verjüngung des Fahrzeugbestandes erzwingen zu können. "Stinkende Taxis, die über 15 Jahre alt sind - das paßt nicht zu unserer Vorstellung eines sauberen Berliner Stadtbildes!" war zu hören. Berlin kann sich diesen harten Umgang mit dem Taxigewerbe leisten, denn es gibt durch uralte und teils vererbte Lizenzen mehr Taxibetriebe in Berlin als der Stadt lieb ist.

Zeitgleich kamen aber noch eine weitere interessante Meldung: Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) kündigte an, daß ein Antrag auf Preiserhöhungen eingereicht wurde und derzeit geprüft wird. Zwar sind noch keine Details bekannt geworden, aber "Experten" rechnen mit Preiserhöhungen zwischen 5 und 15 %. Begründet wurde der Wunsch nach Preiserhöhungen mit der allgemeinen Preisentwicklung und gestiegenen Energiekosten. Eine zeitgleiche Zunahme der Fahrgastzahlen reiche nicht aus, um die Kosten abzufangen. Es wird davon ausgegangen, daß die Preiserhöhung genehmigt wird und zum 1.4.2008 in Kraft treten kann.

von PowerAM - am 29.11.2007 13:12
So langsam bin ich richtig froh, dass wir die Frankfurter Innenstadt sowieso nie mit dem Auto besichtigen, sondern in die Richtung Park+Ride benutzen. Unser 13 Jahre alter Peugeot 306 kriegt keine Plakette, unser gerade mal 7 Jahre alter VW-Bus nur eine rote...

Apropos ÖPNV-Preise: Der RMV hat seine Preisrunde immer zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember - da bin ich auch ordentlich gespannt drauf. Die schlagen jedes Jahr 5-10% drauf :(

von Hagbard Celine - am 29.11.2007 16:46
Wenn diese Politik mehr Leute auf den ÖPV treibt, dann soll sie mir recht sein.


von Peter Schwarz - am 29.11.2007 17:21
@Peter:
Dann sollten sie den ÖPNV aber nicht noch weiter ausdünnen, so wie es hier usus ist. Weiters sind die Citaro-Busse auch nicht unbedingt das Beste. Unbequem, weniger Sitzplätze, etwas kleiner als die Mercedes-Benz-Busse aus den 90ern.

von Tornado Wayne - am 29.11.2007 18:08
Sind die so ähnlich wie die Solaris-Kutschen aus Polen? Sitze hart wie Brett und auch ansonsten sehr sehr billig verarbeitet!
Meine Politik wäre: ÖPNV in der Fläche ausbauen, dafür Prestigeprojekte zurückstellen. In allen Orten mit mehr als 1000 Einwohnern halbstündliche Verbindung, darunter wenigstens stündlich ab 5000 Einwohnern viertelstündlich in das nächstgrössere Zentrum, dort Anschluss an den Fernverkehr.
Preise für den öffentlichen Verkehr drastisch senken, u.U. Lokalverkehr ganz kostenlos. Ein Fahrschein Aachen-Köln wäre für knapp 5 Euro zu haben. Abschaffung aller Preisstaffelungen, ganz einfaches Konzept nach km. Also z.B. bis zu 10km und generell Fahrt zum Arbeitsplatz mit Öffentlichem Verkehr frei, darüber pro km 10 Cent oder so. Dafür Subventionen an die Automobilindustrie vollständig streichen.
Na, wie viele Wähler im Forum hätte ich damit? (gut, daß eine Stimme aus Basel kommt, ist eh klar ;-)


von Peter Schwarz - am 29.11.2007 22:46
Eine Stimme aus Vorsibirien hättest Du auch! Wenn ich per ÖPNV auch um 6h00 am Flughafen ankomme und nach Mitternacht noch von dort heimgefahren werde, dann würde ich statt 25 min mit dem eigenen Fahrzeug auch 1 h mit Bus und Bahn fahren. Mein Auto käme weg und nur zum Spaß würde ich mir noch einen kleinen Roller halten.

Aber das alles sind nur Träume! Irgendwann kann sich die breite Masse das Autofahren nicht mehr leisten und ist auf den ÖPNV angewiesen. Der hat dann zwar den Ruf, nur billiges und schäbiges Fortbewegungsmittel zu sein, aber der normale Arbeitnehmer wird sich nichts anderes leisten können.

Die polnischen Solaris-Busse in Berlin fand ich zwar nicht sonderlich komfortabel, jedoch ziemlich geräumig. Sie wirkten luftig und boten ziemlich viel Platz. Ein- und Ausstieg sind ziemlich gut zugänglich und rein augenscheinlich sieht es für den Fahrer auch recht komfortabel aus.

von PowerAM - am 29.11.2007 23:05
@Peter Schwarz: Taktverdichtung schön und gut, aber damit schaffst du aber eine Krankheit des ländlichen Bus-ÖPNV nicht ab - den unsäglichen Sternverkehr, der natürlich sein muss, ansonsten wird es total unrentabel. Aber nerven tuts trotzdem.

Ich nenne immer gerne mein Extrembeispiel, von der Bushaltestelle Florstadt Niddastraße bis zum Reichelsheimer Bahnhof. Luftlinie sind knapp über 4 km.

Derzeit fährt man über die Umleitung 9 km und 10 Minuten, weil die direkte Straße neu gebaut wird, zur besseren Anbindung des Flugplatzes auf halbem Weg. Netter Nebeneffekt ist halt, dass die alte und schmale Schlaglochpiste beseitigt wird und dass es dann endlich einen parallel verlaufenden Radweg gibt. Dauert halt noch bis Mai. Dann fahren ganz Korrekte 6 km und 5 Minuten, der Rest nimmt nen betonierten Feldweg (Anlieger frei) und spart nen Kilometer sowie die komplette Ortsdurchfahrt Nieder-Florstadt. Ich auch.

So, wie kommt man nun mit dem ÖPNV vom östlichen Ende Nieder-Florstadts nach Reichelsheim zum Bahnhof? Ganz einfach: Man steigt in den halbstündlichen Bus in Richtung Bahnhof Friedberg. Dort steigt man dann in den stündlichen Bus in Richtung Ortenberg ein, der einen zum Reichelsheimer Bahnhof bringt - alternativ nimmt man den ebenfalls stündlichen Zug. Der Zug nimmt natürlich eine etwas andere Route als der Bus, der durch die Dörfer zurückzuckelt, aber vernachlässigen wir das mal.

Fahrtstrecke für die Odyssee sind 21 Kilometer, nach deiner Rechnung wären das 2,10 Euro - deckt sich doch fast mit dem RMV-Tarif von 2,20 Euro. Reine Fahrzeit sind übrigens 33 Minuten mit Bus und Zug bzw. 37 Minuten nur mit dem Bus - Umstiegzeiten natürlich nicht mitgerechnet. Langsam wird mir klar, wieso sie dort nen Radweg anlegen. Ist nämlich auf der topfebenen Strecke im Nidda- und Horlofftal schneller :rolleyes:

von Hagbard Celine - am 29.11.2007 23:53
Diese Änderung würde dann auch mein Auto betreffen (Emissionsschlüssel 01), das bisher trotz GKAT keine Plakette bekommen würde, nun aber eine Grüne. Das ist auch gerecht, denn die Abgaswerte sind gleich der anderen Fahrzeuge mit grüner Plakette.

von Schlesier - am 30.11.2007 01:36
Ähm, die Tarife hätte ich jetzt nach Luftlinie berechnet, nicht nach Fahrstrecke.
Sonst wäre es sehr ungerecht, denn natürlich wäre es dann im Hügel- und Bergland sehr sehr viel teuer als im Flachland, wo die Straßen meist recht gerade gezogen sind.
Der Sternverkehr...klar, anders gehts nicht. Du kannst halt nicht jeden Ort mit jedem Ort direkt verbinden, das leuchtet doch ein?!
Es müsste halt mehr Sternpunkte geben, und diese untereinander besser vernetzt werden. Wenn ich jetzt von meinem Heimatort Tischardt ausgehe, würde das bedeuten, daß man künftig z.B. besser nach Metzingen-Reutlingen kommt. Bisher geht das entweder über Frickenhausen-Nürtingen und dann per Zug (mind. 45 Minuten für 8km bzw. 15km Luftlinie), man fährt also genau in entgegengesetzte Richtung los. oder man fährt mit dem Bus nach Kohlberg in die richtige Richtung, steht dann aber dort 50 Minuten, bis der Anschlußbus kommt. Bei engerem Takt hätte man hier spätestens in 15 Minuten einen Anschluß und schon wäre die Verbindung akzeptabel.

Was darüberhinaus gefördert werden sollte, sind Fahrgemeinschaften!


von Peter Schwarz - am 30.11.2007 13:36
Zitat
Peter Schwarz
Wenn diese Politik mehr Leute auf den ÖPV treibt, dann soll sie mir recht sein.

Die andere Politik wäre einfach den ÖPNV attraktiver zu machen. Gerade auf dem Land ist der echt dünn.


von Ghuzdan1 - am 02.12.2007 21:40
@ Hagbard Celine

Ja, die Nahverkehrsproblematik in der Wetterau wird auch in meiner "Kreisliga" hart diskutiert. Das Problem des Dilemmas ist halt, dass unsere ländliche Gegend einfach zu dünn besiedelt ist und damit ein "wirtschaftlich rentabler Betrieb" unmöglich ist, auch wenn die Hessische Landesbahn (HLB) ein paar Wagen mehr durch "Gutwillen" seitens der Bürger füllen könnte..
Eine Idee, die auch von mir unterschrieben wurde, war, Kleinbusse (eine Art öffentliche 9-Sitzer) anstatt große Busse einzusetzen, die flexibler herumdüsen könnten. Jedoch bekommt man von den Vekehrsbetrieben die Ausrede aufgedrängt, dass zu einer Stoßzeit genügend Kapazitäten vorhanden sein müssten ( Bsp: Eine japanische Touristengruppe von 40 Personen verirrt sich in Florstadt und möchte den Bus nutzen !:D)..Die Wahrheit ist, dass es Kostengünstiger ist, große Busse menschenleer herumfahren zu lassen, anstatt Neuinvestitionen in Form eines erweiterten Kleinbus-Fuhrparkes einzuplanen. Tja, und um Geld zu sparen werden eben Linien zusammengelegt und man braucht für eine
15minütige Autotour das etwa vierfache mit dem Bus.
Man könnte jetzt von finazieller Umverteilung reden, aber wenn man bedenkt dass selbst "Frankfurts Vorstadt" Bad Vilbel Unsummen ausgibt um sich in die Betriebskosten mit der Bahn (S-Bahnnetz) einzuteilen, lässt das nicht wirklich auf einen weiteren Bus und Bahnnetzes in der ländlichen Wetterau hoffen. Leider ! Und da die Betriebskosten steigen, wird dieses eben an den Kunden weitergegeben, worauf die nächste Tariferhöhung folgt. Eins muss ich aber sagen: Der RMV ist wirklich richtig teuer, wenn man diese mit den Fahrtarifen anderer Verkehrsverbünde vergleicht !
Letzlich bleibt für uns somit nur das Auto ! Letzlich ist es sogar noch billiger...:-(

von vogelsberger - am 02.12.2007 23:06
Nächsten Sonntag kommt der neue Fahrplan raus, damit auch der neue Tarifplan der RMV. Online steht er jetzt schon - und ich krieg jedes Mal das Heulen, wenn ich die Erhöhungen sehe...

Die Tageskarte von Groß-Karben nach Frankfurt wird 50 Cent teurer und kostet jetzt 8,90 Euro - das rentiert sich fast nur wegen dem kostenlosen Parkplatz am Bahnhof. Auch ansonsten wirds heimlich, still und leise bis zu 5% teurer. Das läppert sich.

1999 kostete eine Fahrt nach Friedberg für Erwachsene 2,70 DM und für Kinder 1,90 DM, wenn ich mich richtig erinnere. 2008 kostet sie für Erwachsene 1,90 Euro und für Kinder 1,15 Euro - im Vergleich zu 2007 beträgt die Steigerung jeweils 5 Cent. Und angesichts der Dieselpreisentwicklung kann man sehr froh sein, dass das noch vom Bahnverkehr quersubventioniert wird. Der Dieselpreis ist schließlich seit Ende letzten Jahres um 25% gestiegen (ja, ich habe um die Zeit herum meinen Fahrschulwagen mit Diesel zu 1,009 Euro den Liter betankt, ich erinnere mich noch gut!) und auch ein leerer Omnibus säuft beim üblichen Streckenprofil, mit gut 10 Tonnen Leergewicht, Klimaanlage und Automatikgetriebe problemlos seine 30 Liter auf 100 km...

von Hagbard Celine - am 03.12.2007 00:11
Zitat
vogelsberger
Eine Idee, die auch von mir unterschrieben wurde, war, Kleinbusse (eine Art öffentliche 9-Sitzer) anstatt große Busse einzusetzen, die flexibler herumdüsen könnten. Jedoch bekommt man von den Vekehrsbetrieben die Ausrede aufgedrängt, dass zu einer Stoßzeit genügend Kapazitäten vorhanden sein müssten ( Bsp: Eine japanische Touristengruppe von 40 Personen verirrt sich in Florstadt und möchte den Bus nutzen !:D)..Die Wahrheit ist, dass es Kostengünstiger ist, große Busse menschenleer herumfahren zu lassen, anstatt Neuinvestitionen in Form eines erweiterten Kleinbus-Fuhrparkes einzuplanen.


Die Idee mit den Klein- (oder wenigstens Mini-)bussen fände ich auch sinnvoll. Und wenn sich dann halt doch mal die 40köpfige japanische Touristengruppe herverirrt, muss sich diese halt z.B. 24 Stunden im Voraus anmelden, damit zur vereinbarten Zeit ein größeres Fahrzeug zur Verfügung steht.

Fakt ist allerdings leider wirklich, dass in vielen ländlichen Regionen Deutschlands die Ortschaften oft derart verteilt sind, dass ein vernünftiger und halbwegs rentabler ÖPNV fast nicht machbar ist. Dennoch müssten diese Extrembeispiele, wie Vogelsberger oder Haggi sie vortragen, mit Sicherheit nicht sein. Auffallend ist nur, dass zwar vergleichsweise viel in den Schienenverkehr investiert wird, wer aber an einer Buslinie (= Zubringerfunktion zur Bahn!) wohnt, zieht in Deutschland oftmals die Arschkarte.

von Wrzlbrnft - am 04.12.2007 09:59
@Wrzl:

Zitat

Auffallend ist nur, dass zwar vergleichsweise viel in den Schienenverkehr investiert wird, wer aber an einer Buslinie (= Zubringerfunktion zur Bahn!) wohnt, zieht in Deutschland oftmals die Arschkarte.


Wenn dem tatsächlich so wäre, dann würde die Bahnlinie 31 Horlofftalbahn noch bis Hungen gehen (derzeit ist sie ab Wölfersheim-Södel stillgelegt) und es gäbe auf der 34 Niddertalbahn zwischen Stockheim und Bad Vilbel (wichtige Zubringerfunktion zur S-Bahn!) Wochenendverkehr. Die DB spart im Regionalverkehr mehr, als man denkt. Und die größten Einsparungen sind längst getätigt worden. So lief die 31 mal bis nach Mücke und die 34 bis Lauterbach - beide Strecken sind schon lange stillgelegt. Und das sind nur die mir bekannten Beispiele aus meiner Region!

Im Busverkehr gibt es halt die große Diskrepanz zwischen der Nebenzeit mit 5-20 Passagieren (es besteht übrigens auch oft die Möglichkeit, Busse per Funk nachzuordern, die sind dann in 20 Minuten am Friedberger Bahnhof) und der Hauptverkehrszeit, extrem ist der Schülerverkehr zur 1. Stunde. Hier fahren 4 Busse und ein Gelenkbus (planmäßig sind sogar nur 4 angelegt, aber einige blieben kurz nach Fahrplanwechsel morgens stehen, seitdem fährt der 5. immer außerplanmäßig hinterher) und sammeln so viele Schüler ein, dass alle randvoll werden. Zählen ist unmöglich, aber allein auf den Florstädter Linien dürften es gut 500 Schüler sein. Da kann man froh sein, dass diese sich derzeit vom Schulende her noch gleichmäßig auf 5.-8. Stunde verteilen, und auch das wird passé sein, wenn die Ganztagsschule in der Mittelstufe kommt...

Etwa die Mitte stellt übrigens der Bus dar, mit dem ich einmal pro Woche nach der 10. Stunde fahre. Dort fahren einige Berufspendler mit, insgesamt schwankend zwischen 30 und 50 Personen, üblicherweise in einem Citaro mit 40 Sitzplätzen.

von Hagbard Celine - am 04.12.2007 16:20
Daran sieht man doch mal, dass der öffentliche Busverkehr auf dem deutschen Lande primär dem Schülertransport dient. Wenn man da als normaler erwachsener Fahrgast einsteigt, wird man vom Busfahrer meist erst mal ungläubig angestarrt.

Was stillgelegte Bahnstrecken anbelangt, sieht's natürlich auch nicht überall rosig aus. Aber es fällt eben doch auf, dass dort wo noch Bahnverkehr herrscht, dieser mindestens noch im Zweistundentakt abgewickelt wird. Im Übrigen spart dort nicht die DB, der Regionalverkehr wird immer noch durch das Land Hessen bestellt, die DB ist nur ausführendes Organ.

von Wrzlbrnft - am 04.12.2007 20:45
Die Umweltplakette lässt sich nun beim TCS bestellen; man muss seinen Fahrzeugausweis kopieren lassen, und Fr. 24.-- bzw. 28.-- bezahlen, und dann besorgt einen der TCS seine Umweltplakette, und sendet einem diese via Post zu. Diesen Weg werde ich nun auch beschreiten.

von dxbruelhart - am 21.01.2008 13:12
Ganz schön teuer, Plaketten werden in D für 5 bis 10 Euro verhökert.

von Chief Wiggum - am 21.01.2008 14:02
Eben geh zum deutschen TÜV oder GTÜ! Das müsste doch auch gehn?

von Rosti 2.0 - am 21.01.2008 14:20
Zitat

Eben geh zum deutschen TÜV oder GTÜ! Das müsste doch auch gehn?

Kann das nicht jeder eine ASÜ Prüfberechtigung hat ausstellen ? Wenn ja reicht doch das erste Autohaus hinter der Grenze. Ist eh nur Beutelschneiderei. In Köln soll der Rückgang der Feinstaubbelastung innerhalb des statistischen Rauschens liegen- Man argumentiert jetzt über die NOxBelastung die aber auch nicht....

von mor_ - am 21.01.2008 14:40
@ dxbruelhart: In Deutschland darf jede Werkstatt die Umweltplaketten ausgeben, die AU ist, also selbst Abgasuntersuchungen vornehmen dürfen. Die meisten Werkstätten nehmen nur die Verwaltungsgebühr, die 5 EUR beträgt. Ein minimaler Aufpreis wird selten genommen, ist aber durchaus gerechtfertigt, da die Werkstätten auch einen gewissen Aufwand mit der Ermittlung der Einstufung hat. 10 EUR sind aber eindeutig zuviel!

Christian, bei deinem nächsten Aufenthalt auf deutschem Boden in Grenznähe solltestDu eine beliebige Werkstatt ansteuern und dir die Plakette dort ausstellen lassen! Wichtig ist auch, daß die Plakette an der Frontscheibe unten rechts (also auf der Beifahrerseite) angebracht wird. Ist sie woanders angeklebt, so gilt sie in Berlin als nicht angebracht.

von PowerAM - am 21.01.2008 16:13
Heute hab ich die ersten NL Autos mit der Umweltplakette gesehen. Sieht lustig aus, wenn da dann 44-XY-GN drinne steht. Es scheint nun wohl auch in den Niederlanden diese Plaketten zu geben.

von ziyati - am 10.03.2008 22:27
...oder auf deutschem Hoheitsgebiet irgendwo erworben.

von PowerAM - am 11.03.2008 00:40
Eben sah ich einen Golf mit (jetzt) polnischem Kennzeichen, der eine gruene Umweltplakette mit MOL-Kennzeichen hat. Duerfte bei einer Kontrolle Aerger geben... :sagnix:

von PowerAM - am 25.10.2016 14:24
Hier wohnen einige, deren Autos in Polen zugelassen sind. :sozusagen:

von PowerAM - am 25.10.2016 16:10
Muss ja auch keine Steuerhinterziehung sein :sozusagen:

von Chief Wiggum - am 25.10.2016 16:12
Also, es scheint da wohl noch ein winziges Schlupfloch zu geben, wie mir einer erklärte, der seit Jahren mit einem Auto mit PL-Zulassung rumfährt.

In PL ein Gewerbe anmelden (bei Ihm: Schwiegermutter), Wagen auf die Firma zulassen. Er wird bei der Firma in irgend einer Form geringfügig beschäftigt (keine Ahnung, wie genau das in PL läuft) und darf als Mitarbeiter dieser Firma den Wagen dann auch ganz legal in D fahren.

So hatte ich selbst ein mal für ein paar Wochen einen Wagen mit französischem Kennzeichen. Dieser war zugelassen auf eine französische Niederlassung meines damaligen Arbeitgebers. Erst wollte ich ja nicht damit fahren, aber man beteuerte, das alle habe seine Richtigkeit, da ich ja als Mitarbeiter dieser Firma befugt wäre, deren KFZ zu bewegen.

Und dann war da noch der Wagen mit den US-Kennzeichen (Umzugsgut) den ich ganz legal in Deutschland fahren durfte, da der Zoll mal flugs für ein Jahr die KFZ-Steuer im Voraus eingetrieben hat. Gab dann auch einen "speziellen Fahrzeugschein", da stand das alles drin. Das Problem war schlussendlich einen Versicherer zu finden, der den Wagen für ein ganzes Jahr mit US-Kennzeichen versichert. Das wurde immer schwieriger und so zogen wir den Termin für die Vollabnahme vor und der Wagen hat nun normale D-Kennzeichen (wenn auch ganz kleine, wegen der Aussparung). Dafür gibt es regelmäßig Post vom Zoll, ob der Wagen denn nicht illegaler weise veräußert oder verliehen wurde.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 28.10.2016 08:04
Die Schwiegermutter als Gewerbe? Mei, es muss schon sehr spezielle Neigungen geben, damit so ein Geschäftsmodell funktioniert ;)

von DH0GHU - am 28.10.2016 09:19
Ja, die Umweltplakette... Ist es denn jetzt so das nun die Luft innerhalb diese Zone tatsächlich besser ist?! Ist das schon mal untersucht?

von Jassy - am 28.10.2016 09:42
Hat alles nichts oder wenn dann nur sehr wenig gebracht.

von Chief Wiggum - am 28.10.2016 10:06
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