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Gas bald unbezahlbar?

Startbeitrag von zerobase now am 23.11.2007 07:18

An steigende Energiepreise haben wir uns ja mittlerweile gewöhnt und da der Gaspreis ja an den Ölpreis gekoppelt ist und dieser immer neue Rekorstände erreicht, dürft ja auch die nächste Gaspreiserhöhung nicht mehr lange auf sich warten lassen. Jetzt hat GAZPROM aber angekündigt die Gaspreise im nächsten Jahr um 60(!!!!) % anzuheben. Falls dies wirklich geschieht dürfte Heizen bald Luxus werden. Das wird ja noch lustig. :mad:


http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/11/23/russen-gas/teuer-verbraucher,geo=3035558.html

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Unser kommunaler Warmwasser- und Heißdampf hatte allerdings noch vor der Gazprom-Ankündigung verlautbaren lassen, seine Preise zum Januar noch einmal um 22 % anzuheben. Dem ging bereits Anfang diesen Jahres eine Erhöhung um 46 % voraus (41 % waren Ende leztzten Jahres angekündigt worden), die unter anderem mit im Vergleich zur zurückgegangenen Abnahme gestiegenen Produktionskosten und der Anpassung auf das allgemeine Preisniveau benachbarter Anbieter begründet wurde. Die letzte "Anpassung" gab es 2003.

Das Schöne daran ist, daß man die Preiserhöhungen solcher Monopolisten widerspruchslos hinnehmen muß, da es keinerlei Alternativen gibt. Jetzt mache ich es aber wahr und setze einen seit Jahren überlegten Plan um: Mein Gasherd als einziger Gasverbraucher im Haushalt wird auf Propangas umgebaut. Zeitgleich werde ich den Gasanschluß kündigen. Denn bereits seit einiger Zeit bezahle ich mehr für den Anschluß als ich verbrauche.

Die Heizerei dürfte in der Tat demnächst richtig teuer werden, denn jede Energieform war in der letzten Zeit von massiven Preissteigerungen betroffen. Viele Energielieferanten haben wegen des Drucks der Konkurrenz diese noch nicht vollständig weitergegeben. Wenn der Knoten platzt und alle ihre Zurückhaltung ablegen, dann sind auf breiter Front Preisverdoppelungen zu erwarten!

Wie gut, daß in den vergangenen Jahren alles konsequent auf Gaskraftwerke mit Kraft/Wärme-Kopplung umgebaut wurde. Damit treffen die Steigerungen wenigstens auch alle! Und selbst die Heizung mit fossilen Brennstoffen oder Holz wird ja mit allen Mitteln bekämpft. Unsere Großgemeinde verbietet sie nämlich komplett und gewährt nur bis Ende 2008 einen Bestandsschutz für Altanlagen. Ist eine andere Heizung eingebaut, so sind fossile Feuerungen gänzlich verboten. Ein Kamin ist z. B. bereits illegal...

Strom dürfte auch zulegen. Er wird ja großteils aus Gas erzeugt.

von PowerAM - am 23.11.2007 09:32
Zitat

Und selbst die Heizung mit fossilen Brennstoffen wie z. B. Holz wird ja mit allen Mitteln bekämpft. Unsere Großgemeinde verbietet sie nämlich komplett und gewährt nur bis Ende 2008 einen Bestandsschutz für Altanlagen. Ist eine andere Heizung eingebaut, so sind fossile Feuerungen gänzlich verboten. Ein Kamin ist z. B. bereits illegal...


Unglaublich wo doch das Heizen mit Holz Co² neutral und damit besonders umweltfreundlich ist. :blöd:

von zerobase now - am 23.11.2007 09:57
Wenn das so weiter geht, dauerts nich mehr lang: Und das gesamte Wirtschaftssystem wird umkippen.

Problem: KEINER dieser verantwortlichen Drecksäue (!!!) macht sich auch nur für 5 Cent Gedanken drüber, woher der normale Kleinverdiener das Geld nehmen soll, um diese Schweinepreise zu bezahlen. Es kratzt niemanden, der seine Taschen damit immer voller stopfen kann.
Und genau das wird der verhängnisvolle Fehler sein. Wenn die Wirtschaft umkippt, gibts nur 2 Szenarien: Die Armut greift immer mehr um sich, es wird eine Art bürgerkriegsähnlichen Zustand geben mit vielen vielen Toten in diesem Land.
Szenario 2: (am wahrscheinlichsten): das wird der Startschuss für den 3. Weltkrieg. Die Zustände in diesem und anderen Ländern werden ausufern, jeder schiebt dem anderen die Schuld in die Schuhe, es steigert sich zur globalen Krise an dessen Endpunkt der 3. Weltkrieg steht.

Schuld hat dann einzig und allein die Raffgier gewisser Lobbyisten, die bereits heute vor Geld stinken und vor lauter Blödheit nich mehr wissen, wohin mit ihrem Zaster: Aber es muss mehr sein, viiiel mehr...
Aus Raffgier wurden schon so viele Konflikte in dieser Welt ausgelöst mit mehr als tragischen Folgen...
Gelernt hat die Menschheit daraus - nichts...



von HAL9000 - am 23.11.2007 11:15
@ HAL

Da hast du nicht ganz unrecht. Die Schere wird noch weiter auseinanderklaffen und irgendwie geht's nicht mehr weiter. Dann wird sie brechen. Lange wird das echt nicht mehr dauern. Wenn ich bedenke, dass die Politiker überlgen, ob man 2009 das Kindergeld erhöhen soll oder nicht und man dann weiss, dass man hier von 10 (!!!) Euro pro Kind spricht wird mir schlecht. 10 Eur mehr Kindergeld und mehr Ausgaben von mindestens dem doppelten pro Monat für teure Energie für Lebensmittel usw. Das ist klasse.

von zerobase now - am 23.11.2007 11:20
Ja aber überleg doch mal, wieviele tolle Sachen du deinem Kind davon kaufen kannst! Zum Beispiel eine Pizza mit viel Käse....

Ich krieg bei sowas auch jedesmal das kalte Grausen. Aus diesem Grunde hoffe ich auch, das das Beispiel der Bahn - GDL schule machen wird: Es wird Zeit, den Säcken im Vorstand endlich begreiflich zu machen, das Mickymauserhöhungen und das Rumgejammere von zu wenig Umsätzen keine Familie ernährt - wenn man gleichzeitig erfahren darf, das die Herren im Vorstand allein im letzten Jahr eine Gehaltserhöhung von mehr als 70% kassierten - und die Bezüge in eben dieser Vorstandsetage seit 2001 um mehr als 200% gestiegen sind...

Es ist was faul im Staate Deutschland...


von HAL9000 - am 23.11.2007 11:27
Man sieht, wie wichtig es ist, hier von den Russen unabhängiger zu werden. Am besten wäre es, der schmierige Ex-Kanzler würde mal auf so einer Pipeline in Sibirien hopsgehen. Der hat uns das nämlich mit eingebrockt.
Jetzt wird aktuell viel auf Holz und auf diese Pellets ausgewichen. Ökologisch gesehen natürlich ein Desaster. Meine Mutter berichtet, daß es in den Dörfern am Albrand mittlerweile wieder stinkt wie zu ihrer Kindheit!
Das kann ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein!
Wenn ich mal baue, versorge ich mich mit Erdwärme und Sonnenenergie! Holzheizung gibts nur für die Gemütlichkeit obendrauf!


von Peter Schwarz - am 23.11.2007 12:15
@ HAL9000: Sicher doch! Mal sehen, was ich nach dem Winter nachzahlen darf. Im zurückliegenden Winter mußte ich das nur daher nicht, weil der Winter verhältnismäßig mild war. Nach diesem Winter dürfte dann die letzte Erhöhung voll durchschlagen.

Den Gasanschluß nur fürs Kochen streiche ich jedenfalls. Für das bißchen, was ich verbrauche, tut's auch das Gas aus der Flasche.

von PowerAM - am 23.11.2007 13:26
Heute flatterte die Gaspreiserhöhung des örtlichen Versorgers ab 1.1.08 ins Haus. Ein Check bei E-wie-Einfach ergab: Wir sparen 20¤ im Monat bei einem Wechsel! Sofort habe ich den Online-Antrag ausgefüllt, nachdem ich beim Strom schon im Sommer zu E-wie-Einfach gewechselt bin.

Das beste: keine langen Laufzeiten. Jederzeit kann man wieder woanders hin wechseln.



von Channel Master - am 23.11.2007 14:41
Zitat

Die Armut greift immer mehr um sich, es wird eine Art bürgerkriegsähnlichen Zustand geben mit vielen vielen Toten in diesem Land.


Unbestritten ist, das die weitere Zukunft erheblich unruhiger wird! Anfangen wird es in Frankreich, Spanien und Italien, greift dann auch nach Deutschland über.
Dazu noch ein grosser Währungszusammenbruch in den USA und das Chaos ist perfekt.
Sehen wir mal in den nächsten halben Jahrzehnt weiter!

von 88,7 MHz - am 23.11.2007 16:24
Zitat

Hier passiert doch nichts! Das Volk läßt sich alles gefallen...


Glaube ich nicht, es summiert sich einiges zusammen, so das am Ende niemand mehr so recht weiß was der eigentliche Anlass gewesen ist.
Der asiatische Raum drängt immer mehr in den Vordergrund und treibt somit hier die Preise hoch, Flüchtlingsströme aus anderen Ländern überlasten das ohnehin desolate Sozialsystem Europas, dazu vielleicht noch ein hoher Kursverlust an der Weltbörse.

von 88,7 MHz - am 23.11.2007 16:34
Zitat

Schuld hat dann einzig und allein die Raffgier gewisser Lobbyisten...

Nicht nur der Lobbyisten. Die meisten Leute haben doch heute ihre Spareinlagen in Form von Fonds und Wertpapieren angelegt, weil das bessere Zinsen bringt. Doch diese höheren Zinsen können die Banken über ihr reguläres Kreditgeschäft nie und nimmer verdienen. Folglich geht man in die weltweite Veranlagung in Form von Fonds, Immobilien und Unternehmensanteilen. Es sind also im wesentlichen die Millionen Kleinanleger, die unbedingt ihre 6% oder mehr an Zinsen haben wollen, welche die Preise für immer mehr Produkte in die Höhe treiben. Sicher ist das auch im Interesse der Großanleger, aber 1 Million Kleinanlager machen in Summe mehr aus als ein Dutzend Großanlager.

Bei den Energieträgern merkt man es direkt, aber es betrifft seit wenigen Jahren z.B. auch die Metalle. Ich habe beruflich mit der Kupferindustrie zu tun. Es gibt keinen Mangel an Kupfer und trotzdem hat sich der Preis für Rohkupfer in den letzten 2 Jahren vervierfacht. Beim Legierungsmetall Molybden ist der Preis auf das 40-fache gestiegen, was in der Folge viele Werkzeuge erheblich teurer macht.

Neuerdings spekuliert man mit landwirtschaftlichen Produkten. Der Maispreis hat sich im Laufe des letzten Sommers vervierfacht. Die Folgen werden wir nächstes Jahr zu spüren bekommen. Dieses Jahr haben nämlich die Bauern ihren Mais lieber verkauft, als ihn für die eigenen Schweine als Futter zu behalten. In der Folge wird der Schweinebestand heruntergefahren und damit eine Fleischverknappung erzeugt, welche die Preise hochtreibt.

Die "Heuschrecken" werden wohl noch einige "Felder" abgrasen können, doch wenn man mit dem bloßem virtuellen Verschieben von Geldbeträgen nichts mehr verdienen kann, wird das ganze Weltfinanzsystem, das eben nur durch ständiges Wachstum funktioniert, zusammenbrechen.

von Wasat - am 23.11.2007 17:20
@ Channel Master

Da haben wir ja künftig den gleichen Anbieter. Gas haben wir zwar nicht, aber Strom beziehen wir ab dem 01.01.2008 auch von E-wie-Einfach. Unsere örtliche GEW ist der Ansicht, zum nächsten Jahr den Preis pro KWh von derzeit 18,18 auf über 20 Cent zu erhöhen.
Bei E-wie-Einfach hat man den Vorteil, für die nächsten 2 Jahre einen garantierten Festpreis von 17,18 Cent zu zahlen und ein nachfolgender Preisanstieg wird so ausfallen, das man stets einen Cent weniger zahlt als der örtliche Anbieter, es gibt keine Jahresvorrauszahlungen etc.

Der Laden ist zwar ein Tochterunternehmen von EON, aber dennoch günstiger als die meisten anderen.


von HAL9000 - am 24.11.2007 11:35
In Bezug auf Strom haben wir viel Glück, unser Stromversorger ist die OVAG. Das ist ein mittelständisches Unternehmen, das Teil des Zweckverbands Oberhessische Versorgungsbetriebe ist und somit dem Kreis Gießen, dem Vogelsberg- und dem Wetteraukreis untersteht. Die OVAG ist nicht nur eifrig darin, Veranstaltungen in der Region zu sponsern, sie bietet auch sehr faire Strompreise für Strom aus der näheren Umgebung - wozu zwar zu 45% das AKW Biblis, aber auch zu 20% die zahlreichen Windenergieanlagen sowie eine Handvoll Wasserkraftwerke gehören.

Wir sind derzeit im Trumpf-Tarif, in dem man bis 10.000 kWh Verbrauch 95,38 Euro/Jahr Grundgebühr sowie 17,18 Cent/kWh zahlt - ab 10.000 kWh fällt die Grundgebühr weg, dafür kostet die kWh dann 18,15 ct.

Unser Flüssiggastank für die Heizung (Erdgas gibt es hier nicht) wird vom regionalen Flüssiggasmonopolisten Valentin in Bad Nauheim befüllt. Die sind zwar an die Marktpreise gebunden, aber es ist schon ein gutes Gefühl, nicht von einem der "Energieriesen" abhängig zu sein. Hätten wir hier Erdgas, käme es von der Oberhessen Gas, die zu 50% der OVAG und zu 50% der Mainova in Frankfurt gehört.

Übrigens haben wir dieses Jahr unseren Holzofen in der Küche reaktiviert. Das spart wenigstens ein kleines bisschen Gas - und das Holz liegt noch massenhaft im Keller und muss eh weg, da es Würmer hat. Wir hatten nämlich bis 1994 eine Holzheizung und haben dann auf Flüssiggas umgerüstet, da das Verbot durch die Feuerungsanlagenverordnung drohte...

von Hagbard Celine - am 24.11.2007 13:41
An steigenden Energiepreisen können wir nicht viel ändern, ob nun gerechtfertigt oder nicht. Was bleibt also? Genau wie beim Auto - Sparen.

Bei mir sieht das so aus: Küche, Bad, Schlafzimmer bleiben unbeheizt. Von 9 Heizkörpern werden nur 1-3 im Wohnzimmer aufgedreht. (Z.Z. läuf nur einer!). Das reicht für 17...18°C im WZ und 14...16° in den anderen Räumen bei den derzeitigen Außentemperaturen. Komme ich von der Arbeit, wird der Kamin für ein, zwei Stunden befeuert (20°...21°) Einwegpaletten kosten nichts, man muss sie nur einsammeln.

Was mir in all den Jahren auffiel: Je mehr man sich im Winter draußen bewegt, umso mehr geht auch die "innere Wohlfühltemperatur" zurück. 18°C im Sommer empfinde ich manchmal als unangenehm, 20° ideal, ab 25° wird's mir zuviel. Im Winter fröstelt's mich erst unter 17°, 18° ist ideal, ab 19° ist's schon "bullig".

Vielleicht ist das nicht zeitgemäß, kleine Kinder im dicken Pullover bei 17°...18°C in der Stube spielen zu lassen, aber ich kannte es früher nicht anders. Unsere Küchenheizung war früher der Herd und 10°C zum Frühstück nach kalten Nächten ganz normal.

Und wenn gar nichts mehr geht (ich erinnere mich an einen Totalausfall der Heizung in den 80ern), gibt's immer noch warme Mohair, Kashmir, Tee und Glühwein! ;)
:cheers:




von Erich Hoinicke - am 24.11.2007 20:52
Ich lese hier mehr als einmal, Heizen mit Holz wurde verboten, zumindest örtlich. Wo leben wir denn? Aber dort darf "die Miste" und "das Sutteloch" ja vermutlich auch nicht (mehr) sein. Selbstversorger gilt es schließlich konsequent abzulehnen...da könnte man ja auch Plündern und Brandschatzen freigeben (obwohl das künftig vielleicht dann auch nicht mehr ganz unrealistisch ist).
Natürlich sollte niemand denken, daß man einfach mal sich eine Kettensäge aus dem Angebot holt und dann sein Brennholz macht, selbst wenn dies die Gemeinde mit Abfallholz für Selbstwerber anbietet. Auch der obligatorische Samstagskurs kann das notwendige Wissen nicht herleiten. Unsereins war von Kindesbeinen, oft eher widerwillig aber immerhin, dabei. Auch heute habe ich selbst beim Aufarbeiten von bereits gefällten Bäumen bzw. deren Kronen größten Respekt.
Richtig interessant wird es dann beim Fällen im eigenen Wald, wenn der Baum schön verwachsen, oder unerwartet hohl ist, oder gar trotz Keil mal eben ganz wo anders hinfällt oder dann eben wo anders in der Krone hängen bleibt. Was ich damit sagen will? Man kann viel sparen, aber auch sehr schnell seine Gesundheit einbüßen! Außerdem sollte man bedenken, daß es körperlich sehr fordernd und recht zeitintensiv ist.
Möglicherweise haben wir aber irgendwann keine andere Wahl als unsere Brennstoffe wieder selbst zu beschaffen. Was man von alten Menschen so hört: "Die Hecke" war vor gut 50 Jahren wohl sehr aufgeräumt, da lag praktisch nichts am Boden herum. Aber wie transportiert man es dann ab? Ein Tracktor braucht auch wieder Kraftstoff (wenn noch erschwinglich...), mit "Gäul" (Pferde) oder Ochsen und Leiterwagen plant keiner mehr...
Was das DXen betrifft: Endlich hat man mal einen Schein um legal mit dem Auto über Forstwirtschaftsstraßen bis auf die interessantesten Anhöhen zu fahren...

von Thomas (Metal) - am 24.11.2007 23:10
Das Problem: Wenn alle anfangen, mit Holz zu heizen, würde Brennholz sehr schnell genau so teuer werden. Denn so schnell wächst es auch wieder nicht nach. Von der CO2-Bilanz ist es zwar neutral (das freigesetzte CO2 wurde ja zuvor der Atmosphäre netnommen), aber da sich die Abgase örtlich konzentrieren, dürf das nicht so toll sein.

Der Smog der Braunkohlebrikett-Heizungen in der EX-DDR wurde vor 20 Jahren immer als Paradebeispiel der Rückständigkiet des real existierenden Sozialismus angeführt...

von Alqaszar - am 25.11.2007 00:19
Da würde mich doch mal interessieren:
Wenn ihr Spart-wie ihr Spart?

Ich muss täglich mit dem Auto 30km einfach fahren um zum Werksbus zu gelangen.
Auf der Strecke dorthin ist nicht viel los,deswegen fahre ich 70-80km/h und komm damit auf 6,9L per 100km.Das würden wohl um die 6L sein wenn es nicht einige Steigungen zu überwinden gäbe.
(NM-Deining von 435m auf 550m,Deining 464m auf 540m und nochmal von 520m auf 600m)
Auf der AB fahre ich meist 120km/h.

In der Wohnung läuft nur ein Heizkörper von sechs.Und der läuft auf Stufe 2 von 5.
Er schaltet sich bei erreichen der Temp. selbsttätig ab.19-20°C finde ich angenehm.
Muss dazu sagen das ich in meinem Wohnblock "völlig" eingeschlossen bin.Hab nur nach zwei Seiten Aussenwände.Ohne Heizung hat meine Wohnung bei 10-0°C Aussentemp. um die 15-16°C.
Über 10°C geht der Wert auf 18°C hoch.

Zum Händewaschen benutze ich seit Jahren nur kaltes Wasser.
Ich lasse die Dusche nicht "Warmlaufen".dh. einschalten und dann erst mal Pinkeln gehn oder solche Scherze.

Meine Hauptstromverbraucher (TV,Receiver,Computer usw.) laufen alle über zwei Hauptschalter die nach Nutzungsende umgelegt werden.
Stand By läuft nur meine Stereoanlage im Nebenzimmer die ich zum Dx und beim Bügeln *gg* hernehme.Bei unterbrechung der Stromzufuhr gehen nach 5min alle Sender verloren und eine einsame 87,5 blinkt mich an...
Alleine der Kühlschrank hängt ständig am Strom.

Es laufen nirgends Lichter wo ich mich nicht aufhalte.Der TV läuft nur selten zur Hintergrundberieselung.
Im Sommer mache ich die Rollos nur soweit herunter das es hell genug bleibt ohne das Licht anschalten zu müssen.(Doch,Jalousie runter-Licht an gibts echt!!)

Wasser lasse ich schon wärmer aus dem Hahn laufen,dann muss die Herdplatte nicht kaltes Wasser voll erhitzen.Beim Kochen nutze ich die Restwärme der Platten.zb Kartoffeln runter-Schnitzel rauf.

Meine Waschmaschine verbraucht pro Waschgang 39L und ich schleudere nur auf 1000 U/min.
Ich wasche nur im Notfall Halbladungen.Im Normfall mache ich die Trommel voll und nutze eher die niedrigeren Temperaturen (40°C).


Tja,da ist man bei manchen sicher n Weichei.Aber ich finde die Natur hats verdient.
Gab mal n Film in der Schule,der mich schwer beeindruckt hat.
"Es dauerte Millionen von Jahren bis die Natur so gewachsen ist"
"Es dauerte nur ein paar hundert Jahre bis sie der Mensch zerstörte"
Ungefähr so ging das.Dabei sah man ne Weltkugel auf die Tischkante/den Abgrund zurollen.

von Scrat - am 25.11.2007 00:29
Also....von 1987/ bis 91 war diese Wohnung nur mit einem Kohleofen beheizbar( einer mit "Sichtfenster"), die Wärme war natürlich viel besser das bekommt keine Gasheizung hin. Aber! Kohle und Briketts jubelten schnell dadurch, Holz noch schneller. Dann war morgens nach dem Nachtdienst oft der "Ofen aus" Neubefeuern, wenn ich Pech hatte war nicht alles verbrannt- also erst säubern. Es fiel reichlich Asche an was nervig war, zum Glück habe ich ( immer noch) diese Eisen oder Metallmülltonne aus Anno Tuck, da war die heiße Asche nicht so ein Problem.
Bei Sonnenstand auf dem Kamin zog der Ofen schlecht ab...war es zu kalt zog der Kamin wie Hölle... Ich weiß noch, das ich zum Dienst musste und der Ofen rot glühte weil der Luftzug trotz drosseln derartig extrem war, in meiner Not stellte ich mehrere Töpfe mit Wasser auf dem Ofen, das nahm die Hitze, dann der viele Staub, das öftere Neustreichen weil bei Kohle heizen alles doch schneller nachdunkelt.
1991 ließ ich dann eine Kamin gebundene Etagengasheizung für über 3000 DM einbauen,( Gasanschluß war im Bad ) das war damals viel Geld für mich, aber es wurde stressfreier, die Heizung läuft noch heute.


von 88,7 MHz - am 25.11.2007 07:08
Zitat
sept secrets
Bei Sonnenstand auf dem Kamin zog der Ofen schlecht ab...war es zu kalt zog der Kamin wie Hölle...

Einfach in den Keller gehen, die Putzluke vom Kamin öffnen und dort ein Zeitungsdoppelseite anbrennen, ggf. auch zwei oder drei. I. d. R. reißt es diese mit Gewalt durch den Schornstein nach oben. Es wird zwar nicht gerne gesehen, aber es hilft.
Interessant wird es bei schlecht geputztem Schornstein und falsch bedientem Ofen. Im schlechtesten Fall kann das zu einem Kaminbrand führen. Dabei passiert meist recht wenig, aber auf Grund von Temperaturem um 1500 °C (!!) nicht ungefährlich. Einzige Hilfe: Kontrolliert abbrennen lassen, NIEMALS mit Wasser löschen. Auch die Feuerwehr macht normalerweise nur einen trockenen Aufbau für alle Fälle und greift nicht ein. Der Bewohner merkt selbst oft nichts davon und wird erst durch die Nachbarn unsaft aus seiner Ruhe geholt "Ey aus Deim Schlot schlaache Funke". ...sieht zumindest nachts imposant aus.

von Thomas (Metal) - am 25.11.2007 10:19
Ich hatte in meiner jetzigen Wohnung bis 2003 Ofenheizung. An sich fand ich sie toll. Eine viel angenehmere Wärme! Ich bewarb mich bereits nach dem Einzug 1999 um einen Holzsammelschein beim privaten Waldbesitzer, dem der an mein Wohngebiet angrenzende Wald gehörte. Dort durfte ich kostenlos alles Holz sammeln, das auf dem Boden lag und nicht markiert war. Im Sommer und Herbst brachte ich also viel Zeit mit dem "Holz machen" zu.

Verfeuert habe ich dann überwiegend Holz zum Aufheizen des Ofens. Ein paar Kohlen in Zeitungspapier eingerollt hielten dann die Glut. Wichtig warallein, daß der Ofen nie ganz ausging. Und so wurde meist dreimal täglich was auf die Glut gelegt. Das brachte eine ähnlich gleichmäßige Wärme wie die von einer Zentralheizung.

Das besondere an meinem Wohnzimmerofen war die russische Bauweise mit Ofenbank und Treppe nach oben auf den Ofen. Dort habe ich dann gern gelegen und gelesen oder teilweise auch im Winter geschlafen. Die Ofenbank um den Ofen herum war der Zentralpunkt für meine Sitzecke. Nach der Sanierung und dem Abriß aller Öfen habe ich sämtliche Zimmer umbauen müssen. Die Heizungen darf man ja nicht zustellen. Zudem fielen meine Öfen als Möbelstück weg.

Seit besagter Sanierung habe ich auch keinen Gas-Durchlauferhitzer mehr, der immer ein Ärgernis war. Für kleine Abnahmemengen warmen Wassers war er unbrauchbar. Und selbst zum Duschen kein Vergnügen, da die Wassertemperatur mit dem Wasserdruck schwankte. Drückte nur ein Mieter auf die Klospülung, so wurde das Wasser erst kurz kalt und danach brühend heiß.

Übrigens betreibe ich seit der Installation eines Warmwasseranschlusses Geschirrspüler und Waschmaschine mit heißem Wasser aus der Leitung. Das ist billiger als kaltes Wasser mit Strom selbst zu erwärmen. Die Waschmaschine drehe ich auf "kalt", damit sie nicht selbst heizt.

Seit dem Heizungseinbau hat sich mein Heizverhalten etwas geändert. Dauerhaft beheizt wird nur das Wohnzimmer und auch das nur auf 19 Grad. Im Bad wird mal geheizt, wenn Notwendigkeit dazu besteht. Schlafzimmer und Küche sind derzeit ohne Heizung auch rund 16 Grad warm, was mir absolut ausreicht.

von PowerAM - am 25.11.2007 11:54
Und ja: es wird immer so weiter gehen, Energie wird immer teurer und für mehr und mehr Menschen unbezahlbar.

Ich hoffe das ich mich irre, aber meiner Ansicht nach werden die exorbitant steigenden Rohstoffpreise, bei denen sich ohne Anlass einige Wenige nur schamlos die Taschen vollstopfen, der Grund für den nächsten Krieg sein, auch wenn es noch viele Jahre bis dahin dauert.

[OT]
Das ganze Gerede um angebliche Klimakatastophen, CO² usw. ist eine prima Lizenz zum Gelddrucken, weils jeder glaubt. Wissenschaftler, die darauf aufmerksam machen, das es in all den Jahrtausenden auf Mother Earth immer wieder mehr oder minder starke Klimaschwankungen gegeben hat, nimmt man einfach nicht ernst und redet stattdessen den Leuten ein, das all diese Verteuerungen und Energiesteuern dringend zum Schutz des Klimas benötigt werden. Jeder Furz, den das Wetter irgendwo lässt, wird dem bösen Klimawandel zugeschrieben.
Welchen Wahrheitsgehalt diese Aussagen haben, beweist der Umstand, das die dicke Industrie, der mit Abstand der größte Hauptverursacher von CO² und Feinstaub ist, sich ein paar Zertifikate beim Bund kaufen kann, die es ihnen erlauben, das Klima zu "versauen". Wenn CO² und Feinstaub tatsächlich so extrem schädlich fürs Klima ist, und der Weltuntergang kaum mehr abwendbar ist - warum darf man sich dann eine Erlaubnis dafür kaufen, so etwas zu tun? Aber nein, der mit Abstand geringste Beteiligte dieser Schadstoffmengen, nämlich der Autofahrer, soll mal wieder die volle Watsche kriegen.
Deutschland und dessen Bürger dürfen Abermillionen bezahlen, um ihre lächerlichen Klimaprotokolle zu erfüllen, damit wir mal wieder in der Welt DER Vorreiter für alles und jeden sind. Die Nachbarländer und der Rest der Welt lacht sich kaputt - denn Feinstaub und CO² machen ja ganz bestimmt an der Grenze Halt und kehren wieder um...

Und um wieder aufs Thema zurückzukommen: Neben all diesen Großaktionären, die ebenfalls mittlerweile jeden Furz zum Anlaß nehmen, die Rohölkosten um die nächsten 10 Euro hochzuschrauben, sind angebliche Ölpreisbindungen der Gaslieferanten für die lfd. Erhöhungen verantwortlich. Das diese Bindungen lediglich in der Phantasie der Erzeuger bestehen und nirgends wirklich gesetzlich festgeschrieben steht, spielt dabei keine Rolle, da kann Onkel Glos noch so rumspinnen, das man jetzt "ganz genau die Preisanhebungen beobachten wird, jeder Cent muss abgerechnet werden".... Alles blabla, das interessiert dann wenns soweit ist, eh keinen mehr.

Ergebnis: Lebensmittelpreise steigen immer weiter, jegliche Energieform wird immer teuerer, jeder der irgendwo kann, erhöht die Preise. Das schöne daran: Irgendwann haben wir einfach nichts mehr, das man uns aus der Tasche ziehen kann. Das wird dann ganz schnell gehen - und dann ist es soweit... siehe oben...





von HAL9000 - am 27.05.2008 06:48
Ich hab' mal bei Arte (?) einen Bericht ueber irgendein afrikanisches Dorf gesehen. Dort arbeitete man mit Akkulampen, die eine Energiesparlampe enthielten. Diese Lampe haelt 5 bis 6 h und gibt Licht ab, mit dem man eine Flaeche von 20 qm gut ausleuchten kann. Im Laufe des Tages gab man seine Akkulampe ab und bekam eine frisch aufgeladene. Deren Strom kam bei sonnigem Wetter aus Solarzellen. In dieser Zeit war das Akulampenlicht billig. Regnete es laengere Zeit oder war es bewoelkt, dann wurde per Zweizylinderdiesel Strom erzeugt zum Laden der Lampen. In dieser Zeit war das Akkulampenlicht teurer.

Trotzdem dieses Lampengeschaeft selbst fuer dortige Verhaeltnisse preiswert war konnte es sich in dem gezeigten Dorf auch nicht jeder leisten. Der Gemuesehaendler hatte vier dieser Lampen ueber seinen Auslagen aufgehaengt, andere gingen mit dem Sonnenuntergang schlafen, weil ihnen das Lampenlicht zu teuer war.

Einen Stromanschluss hatten in dem gezeigten Dorf uebrigens nur die Polizei und ein paar wenige Reiche, deren Grundstuecke mit 4 m hohen Zaeunen und Videotechnik gesichert war. Das Gelaende eines dieser Gehoefte zeigte man und es war nachts bis in den letzten Winkel taghell ausgeleuchtet. Der Anschluss ans Stromnetz gilt als absoluter Luxus, der nicht nur sehr teuer sondern auch fuer die meisten verzichtbar war.


Wann kommen wir da hin?? Fakt ist, dass die Lebenshaltungskosten explodieren, was hauptsaechlich an den ueberall enthaltenen stark gestiegenen Energiekosten liegt.

Meine Wohnung kostet bei stabiler Kaltmiete seit 1999 inzwischen dank gestiegener Nebenkosten ein Vielfaches. 1999 bin ich fuer 199 DM inkl. Nebenkosten (zzgl. Ofenheizung, 400 DM Kohlen fuer einen ganzen Winter) eingezogen. Jetzt kostet meine Wohnung 380 EUR inkl. Nebenkosten.

von PowerAM - am 27.05.2008 10:03
Langsam gehts schon los,die Milchbauern streiken gegen die zu niedrigen Milchpreise :spos:
Sowas war schon abzusehn als Aldi und Co die Preise für Milch und Co im Frühjahr senkten :rolleyes:
Hoffentlich dauert der Protest schön lange,damit die Milch ausgeht und endlich mal ein kleines Zeichen gesetzt wird,damit die faulen Säcke in Berlin bzw die fetten Bonzen die horrende Gehälter einstreichen endlich mal merken was los ist.

ICH WÜNSCHE MIRH DA? IN NOCH MEHR BRANCHEN GESTREIKT WIRD !!!!!!

Und zwar richtig lange damit es mal richtig drunter und drübert geht,vielleicht wachen dann mal Einige auf....

von Robert S. - am 27.05.2008 10:25
Zitat
Was die Energie angeht: Meine nächste Hütte hat Solaranlage, Erdwärme und, wenns im Winter gemütlic h sein soll, noch einen Kamin oder Kachelofen!


Das man mit Solar- oder Erdwärme Geld spart ist doch auch ein Märchen. Dafür musst du erstmal ganz kräftig finanziell in Vorleistung treten und die Investition amortisiert sich erst nach ca. 15 Jahren und dann hast du auch keine Garantie, ob das dann alles noch einwandfrei funktioniert oder ob nicht doch ne neue Anlage fällig wird.

von zerobase now - am 28.05.2008 06:24
Ich möchte da nur an den letzten bzw. vorletzten Winter erinnern, wo es ein paar Idioten in der Regierung plötzlich einfiel, auf Grund der angeblich hohen Umweltbelastung des Kaminfeuers eine entsprechende Klima- Abgabe einzuführen... das gräbt man beizeiten wieder aus, jede Wette.

Schon spaßig... spätestens seit die Menschheit das Feuer beherrscht, wurde damit auch die Höhle und später das Haus beheizt. Das hat dem Klima offenbar keinen Abbruch geleistet. Aber jetzt, auf einmal, ganz plötzlich...

Zu den Bauern: Ich begrüsse deren Initiative eindeutig und hoffe, das wir endlich mal eine Situation wie in Frankreich auf die Beine bekommen: Das ganze Land bestreiken, alles lahmlegen - so lange, bis die Regierung aus ihrem Tiefstschlaf erwacht und endlich handelt. Es kommen zwar dauernd neue Studien auf den Tisch, die auf die Armut der Bevölkerung, Kinderverwahrlosung, soziale Schieflage usw. aufmerksam macht - aber niemanden scheint es zu interessieren. Und in der EU macht man sich lieber Gedanken über den Krümmungsgrad von Gurken...


von HAL9000 - am 28.05.2008 06:52
Das Problem mit dem CO2 ist die Tatsache, dass heutzutage sehr viele Menschen auf der Erde leben, die heizen. Früher zu Zeiten des Neandertalers waren es bedeutend weniger. Somit stoßen wir bedeutend mehr CO2 in die Atmosphäre als die Urmenschen.
Wenn wir so weitermachen wie bisher, zahlen wir die Zeche für die direkten und indirekten Folgeschäden der Klimaerwärmung.
Es wurde schon seit Jahrzehnten versäumt, in die Erforschung alternativer Energien (durch die wenig oder kein CO2 ausgestoßen wird) massiv zu investieren.
Nun zahlen wir schon an der Tanke und am Gashahn die Zeche dafür.

Interessant war eine Äußerung, die ich gestern gehört habe (weiß aber nicht mehr wo). Dort wurde gesagt, dass darauf gewartet wird, dass die Polkappe des Nordpols abschmilzt und man dort dann endlich die fossilen Brennstoffe der Arktis gewinnen kann.

Thema Milch: Diese Geiz-ist-Geil-Mentalität der Bürger schlägt sich in den Discounterpreisen nieder und hat schon viel zu viele kleine "Tante-Emma-Läden" plattgemacht. Als es diese Läden noch gab, konnte fast jeder ohne Auto Produkte kaufen, die aus seinem Ort zu fairen Konditionen produziert wurden.

von Tornado Wayne - am 28.05.2008 07:05
@ Hal9000: ganz meiner Meinung,es muß ein 'ruck durchs Land gehn,mehr Streiks und Proteste,das öffentliche Leben muß lahmgelegt werden,wenigstens für ein paar Tage.
Und was die Studien angeht,warum müssen erst welche erstellt werden um festzustellen das viele Familien an der Armutsgrenze leben,das ostdeutsche Lehrlinge viel weniger verdiehnen als ihre Kollegen im Westen,das sich diverse Preise immer mehr erhöhen ?

Ich kann das Wort ,,Studie,, bald nicht mehr hören,sowas zeigt auch die Inkompetenz der Damen und Herren in Berlin,würde man wissen wie es um das Land und deren Bevölkerung steht bräuchte man keine ,,Studien,,
Ich geh auf die Straße und seh was los ist.....

von Robert S. - am 28.05.2008 10:40
@ Tornado Wayne:

Wenn das mit dem CO² wirklich so stimmen würde - warum können sich dann grosse Konzerne Freifahrtsscheine kaufen, um weiterhin ihren Käse in die Luft zu pusten, wo es doch so schädlich ist?
Ich meine, wir reden hier immerhin vom Klima, all die Katastrophen mit hohen Opferzahlen, die uns große Superrechner prophezeihen, sollten ja wohl nicht ignoriert werden dürfen? Doch? Dann frag ich mich, was denn hier wohl faul ist? Das liegt doch nicht womöglich an gekauften Politikern, die sich von eben diesen Konzernen als höchstdotierte Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder schmieren lassen? (nichts anderes sind für mich diese sogenannten "Nebentätigkeiten" der politischen Kaste).

Wenn dem nicht so ist: Warum also dürfen die weitermachen, die mit Abstand den grössten Anteil der Schadstoffe verursachen? Welchen Sinn ergibt es, das letztendlich in erster Linie der doofe Autofahrer zahlen darf, obwohl er nachweislich den allergeringsten weltweiten Anteil an CO² und Feinstaub verursacht?


von HAL9000 - am 28.05.2008 14:26
Nach der gerade eben erfolgten Preiserhoehung beim Gas um rund 25 % kommen zum Spaetsommer bzw. fruehen Herbst nochmals 40 - 45 % dazu. Es gaebe bereits Antraege ueberregionaler Gasversorger dafuer. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums bestaetigte diese Meldung. "Die Koppelung an den stark steigenden Oelpreis sowie spekulative Geschaefte treiben die Preise nach oben."

"Das duerfte die Verbraucher spaetestens im kommenden Winter teuer zu stehen kommen.", so ein Sprecher einer Verbraucherzentrale im Inforadio. "Heizen wird so teuer wie noch nie!" Am haertesten trifft es Bewohner von Mietwohnungen, die auf den Energieverbrauch der gesamten Wohneinheit fast keinen Einfluss nehmen koennen. Nur ein kleiner Teil der Gesamtkosten wird verbrauchsabhaengig berechnet.

"Kochen mit Gas ist inzwischen ein echter Luxus." war von dem Verbraucherschuetzer weiter zu vernehmen. "Die Kosten fuer das Gas zum Kochen fuer eine 4-koepfige Familie werden ab dem Herbst fast doppelt so hoch sein als mit Strom zu kochen."

von PowerAM - am 08.06.2008 09:21
Zitat
HAL9000
Wenn CO² und Feinstaub tatsächlich so extrem schädlich fürs Klima ist, und der Weltuntergang kaum mehr abwendbar ist - warum darf man sich dann eine Erlaubnis dafür kaufen, so etwas zu tun?

Das "schöne" ist ja, für alle Kohlekraftwerke, die bis 2012 gebaut werden, brauchst Du kein derartiges Zertifikat kaufen, du bekommst es nämlich geschenkt. Und deswegen bekommt ihr in Wilhelmshaven jetzt auch ein schickes neues Kohlekraftwerk. Und für Emden und Dörpen wurde auch noch schnell eines geplant...
Zitat
Tornado Wayne
Interessant war eine Äußerung, die ich gestern gehört habe (weiß aber nicht mehr wo). Dort wurde gesagt, dass darauf gewartet wird, dass die Polkappe des Nordpols abschmilzt und man dort dann endlich die fossilen Brennstoffe der Arktis gewinnen kann.

Und die Reedereien warten auch schon sehnsüchtig darauf, da dann der kurze und sichere*) Seeweg nach Asien (Nordostpassage) endlich offen ist...
*)Von sibirischen Piraten hat man bisher ja auch noch nichts gehört.

von iro - am 08.06.2008 11:32
Laut ZDF heute gilt die Preiserhoehung im Herbst um weitere 40 % als unausweichlich, da politisch (Oelpreisbindung) gewollt.

Inzwischen fordert man ihn Frankreich staatlich vorgegebene Endverbraucherpreise fuer Verbrennungskraftstoffe nach dem Vorbild Luxemburgs. Dort werden die Preise landesweit im Wochentakt vorgegeben und sind mit wenigen Ausnahmen einheitlich. Damit will man Spekulationen und Preistreiberei im Binnenhandel unterbinden.

von PowerAM - am 08.06.2008 23:19
@ iro

Ja, es ist bekannt, das bis zu 4 Kohlekraft- Blöcke neu hochgezogen werden, das wurde auch ruckzuck hier lokalpolitisch abgesegnet....



Das hat ein irgendein saarländischer Politiker neulich schon mal vorgeschlagen, es nach dem Vorbild Luxemburgs handzuhaben. Sofortiger einhelliger Tenor aus unseren Regierungskreisen: "Um Gottes Willen, neiiiin, DAS geht niemals für die Bundesrepublik und ist hierzulande auch gar nicht umsetzbar".

Wacht auf: Diese Preise sind gewollt und die Politik wird nichts, aber auch rein gar nichts daran ändern, solange dessen Vasallen in den Aufsichtsräten und Vorständen fett und fürs Alter abgesichert herumsitzen.

von HAL9000 - am 10.06.2008 13:00
Zitat
Wacht auf: Diese Preise sind gewollt und die Politik wird nichts, aber auch rein gar nichts daran ändern, solange dessen Vasallen in den Aufsichtsräten und Vorständen fett und fürs Alter abgesichert herumsitzen.


Das wird ja die nächste Wahl zeigen. Die extremistischen Parteien gewinnen ja immer mehr Zulauf und bis zur nächsten Bundestagswahl ist ja noch lange hin. Dann soll hinterher keiner so tun, als wenn er überrascht wäre, wenn Linke und Rechte einen grossteil der Stimmen bekommen.

von zerobase now - am 10.06.2008 13:09
Ich bin selbst mit Gas versorgt, ich koche, heize damit und auch das ganze Bad wird durch den Gas-Durchlauferhitzer versorgt.
Gut, den täglichen Gebrauch in Sachen Waschen, Kochen etc werd ich kaum mindern können, aber ich muss halt in meiner 2-Zimmer-Wohnung dann so konsequent sein und ein Zimmer kalt lassen. Ich halte mich im Wesentlichen eh immer im gleichen Raum auf, das geht schon.
Als Student hat mans halt auch nicht zu dicke...

von Bengelbenny - am 10.06.2008 13:12
Zitat
zerobase now
Das wird ja die nächste Wahl zeigen. Die extremistischen Parteien gewinnen ja immer mehr Zulauf und bis zur nächsten Bundestagswahl ist ja noch lange hin. Dann soll hinterher keiner so tun, als wenn er überrascht wäre, wenn Linke und Rechte einen grossteil der Stimmen bekommen.


Da hast du Recht,in Sachsen ist die NPD bei der Kreiswahl in ALLE Kreise eingezogen,teilweise mit mehr Stimmen wie die SPD oder die LINKE !!!!!
Das muß man sich mal durch den Kopf gehn lassen.
Und die CDU hat nix besseres zu tun als ihren ,,Sieg,,zu feiern :rolleyes:
Spätestens wenn es auf die nächsten Landtagswahlen zugeht (Bayern) wird es den großen Knall geben,das Volk hat langsam genug ständig verarscht zu werden...

von Robert S. - am 11.06.2008 16:36
Geheizt wird per Heissdampf. Warmwasser bekomme ich auch geliefert. Elektrisch kochen geht nicht, da ich keinen Anschluss fuer einen Elektroherd genehmigt bekomme. Die E-Anlage unserer Bloecke gibt maximal 2 - 4 Wohnungen mit E-Herd pro Aufgang her. Und die sind traditionell bereits voll.

Elektrisch kochen koennte ich maximal mit einer Einfach-Kochplatte, da der Wohnungsanschluss nur 10 A hergibt.

von PowerAM - am 11.06.2008 17:57
Rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit hat mir mein Gaslieferant gekuendigt. Zwar heize ich nicht damit sondern das Gas dient mir nur zum Kochen. Seit der Oeffnung des Gasmarktes hatte ich erstmals einen Anbieter gefunden, bei dem ich weniger Grundgebuehr als Verbrauch bezahlte. Die Preiskalkulation ging offenbar nicht auf und so bekam ich fristgemaess zum Ende des Vertragsjahres die Kuendigung. Na toll!

von PowerAM - am 12.09.2008 23:51
Zitat
PAM
Jetzt, wo der Oelpreis wieder in Regionen um 90 USD gesunken ist muesste doch der Preis fuer Heizoel oder Fluessiggas auch wieder etwas nachgeben?!

Warum den das...
Es haben doch alle gewartet - also steigt die Nachfrage (und damit der Preis)
Ike
Georgien
Dow Jones - schnell noch ein bischen Geld bunkern
Gründe uns abzuzocken werden sich genügend finden...


von iro - am 16.09.2008 10:35
In den naechsten Tagen flattern den Gasverbrauchern Preiserhoehungen der Gaslieferanten ins Haus. Zwischen 12 und 25 % erhoehen die meisten Anbieter ihre Abgabepreise. Binnen 24 Monaten bedeutet das fuer Gasverbraucher in meiner Heimat eine Preissteigerung von zusammen bis zu 40 %.

Mit der Begruendung "gestiegene Einkaufspreise" wurde in den zurueckliegenden 18 Jahren nur erhoeht, trotz teilweise sinkender Rohoelpreise wurde aber nie (!) eine Preissenkung beim Gas vorgenommen.

von PowerAM - am 01.10.2008 08:19
Ich zahle ab November 38,22 EUR im Monat mehr Betriebskostenvorauszahlung als bisher. Das entspricht einer Erhoehung um 31,86 %. Bei gleichem Verbrauch und gleichbleibenden Preisen haette ich am Ende des Abrechnungszeitraums knapp 26 EUR ueberzahlt - also folgt wieder eine Nachzahlung. Fuer 2007 muss ich trotz des milden Winters 143 EUR nachzahlen.

von PowerAM - am 05.10.2008 04:22
In Ermangelung eines Kuehlschranks laeuft in meiner Unterkunft auf Kosten des Gastgebers meine Autokuehlbox am 90 W-Schaltnetzteil. So heiss, wie das Netzteil ist wird's gewiss auch anstaendig was leisten muessen. Aber ich habe dafuer meine Lebensmittel (Selbstverpflegung!) in Griffweite und sogar gut gekuehltes Bier bei 3 Grad. Schon toll, was eine mit 3 Peltierelementen getunte Kuehlbox (eine gehoert normalerweise rein) leisten kann!!

Zuhause hab' ich derweil alles abgestellt. Nichts verbraucht Strom oder Waerme. Selbst Gas wird nicht verbraucht. Dumm ist trotzdem, dass man fuer vielerlei Sachen auch bezahlt, damit sie da sind - egal, ob man etwas verbraucht oder nicht. :(

von PowerAM - am 14.10.2008 18:27
3° kaltes Bier :eek: ? Da frieren einem ja die Finger an der Bierflasche fest :D.

Bei Strom, Gas und Diesel spare ich soweit, wie es nur möglich ist. Meine Gasheizung befindet sich noch im "Sommer-Modus" (AUS), wenn es dann Abends doch etwas frÜsch werden sollte, ziehe ich mir einen Pullover über. Licht habe ich nur da brennen, wo ich mich aufhalte. Jetzt wo die Bäume die Blätter lassen, brauche ich im Schlafzimmer und in der Küche eigentlich kein Licht einzuschalten, denn die Straßenlaterne auf der anderen Seite der Straße beleuchtet beide Zimmer so, dass man alles sehen kann.

von Günni74 - am 14.10.2008 18:42
Beim Licht kann man kaum sparen, wenn man keine 150 W-Halogenstrahler hat. ;) Die 15 W einer Standard-Energiesparlampe bieten kaum Einsparpotenzial.


Aktueller Stromverbrauch meiner Bude auf Bundeskosten:

- Deckenleuchte (58 W-Leuchtstofflampe mit Wohlfuehllicht)
- Kuehlbox (vermutlich 80...90 W)
- Notebook (aktuell 27 W laut Notebook-Hardwarecontrol)
- externe Terrabyte-Festplatte (38 W, da aktiv gekuehlt)
- externe 500 GB-Platte (24 W)
- Roadstar TRA-2350P (7,5 W, hier noch nie ausgeschaltet)

Heizung ist aus, Fenster bei 18 Grad Aussentemperatur angeklappt...

von PowerAM - am 14.10.2008 19:06
Mittelfristig werden sie es wohl eher nicht. Man kann sich nur dahingehend umerziehen, dass 17 Grad fuer Wohnraeume ausreichen, wenn man sich zugleich etwas waermer anzieht. Schafft man dann noch, Familienmitglieder und Nachbarn zum sinnvollen Heizen und Lueften (kein Fenster ganztags angekippt!) zu bewegen, dann laesst sich bereits heute einiges einsparen. Solange es in unserem Hausaufgang selbst die Erdgeschossbewohner nicht stoert, dass die Hauseingangstuer ganztags offen steht und der Hausflur erheblich auskuehlt, wird sich daran auch nichts aendern.

von PowerAM - am 30.06.2011 09:02
Gas ist ein auslaufendes Modell. Wir hatten uns auch vor anderthalb Jahren für eine Gastherme entschieden, aber nur, weil ich nicht weiss, wie lange wir noch in diesem Haus leben. Wer langfristig plant, sollte in Richtung Solarthermie investieren, Erdwärme, Wäremepumpen oder ähnliches. Die Zeit der fossilen Brennstoffe geht zu Ende!


von Peter Schwarz - am 30.06.2011 11:59
Mal eine Frage. Der Gaspreis ist doch an den Ölpeis gekoppelt. Dieser ist seit Monaten im Sinkflug und hat sich innerhalb eines Jahres halbiert.

Hat irgendwer was von Ankündigungen von deutlichen Senkungen des Gaspreises gehört oder gelesen? Ich nicht.

Steigt der Ölpreis, werden meist binnen weniger Wochen die Gaspreise angehoben.

Die sieht man mal wieder wie wir abgezockt werden. Immerhin ist der Sprit so güstig wie nie, dass kann aber nur ein kleiner Trost sein.

von zerobase now - am 16.01.2015 15:12
Kopplung mit Rückschlagventil... :-(
Während des Ölpreis-Anstiegs gabs ja mal die Forderung, diese Kopplung aufzuheben. Vielleicht hat man das jetzt gemacht. Purer Zufall, dass nun gerade die Spritpreise sinken.
Grundsätzlich widerspricht diese Kopplung natürlich marktwirtschaftlichen Grundprinzipien. Warum sollte ich eigentlich mein Gas verkaufen (so ich welches hätte), wenn mir der Preis nicht paßt? Ausnahme: Langfristige Verträge (und die unterliegen keinen Schwankungen, egal wo hin).

von DH0GHU - am 17.01.2015 08:16
wikipedia-Artikel zur ÖLpreisbindung:
"Der Sinn der Ölpreisbindung liegt darin, zu gewährleisten, dass die Erdgaspreise steigen, wenn die Ölpreise steigen. "
Von sinkenden Preise war nie die Rede ;)

Diese Kopplung gibt es auch nicht mehr (bei Verträgen mit Privatkunden!!!).
Selbst Gazprom ist in Verträgen mit Händlern (eon) bereits von der Kopplung abgerückt. Der Preis wird jetzt an der Börse gemacht.

http://gasguenstig.com/kopplung-vom-gaspreis/
http://www.fr-online.de/energie/bgh-kippt-gas-oelpreiskopplung-kunden-duerfen-auf-rueckzahlung-hoffen,1473634,2707296.html

von iro - am 17.01.2015 12:05
Zitat
_Yoshi_
Und ich dachte das der hohe Gaspreis was mit dem Ukrainekonflikt zu tun hätte.
Es ist schon ärgerlich das die Gaspreise wie Festgenagelt hoch sind und der Spritpreis neue Tiefstandrekorde bricht.

Ich kenne nur die Gaspreisargumentation unseres Versorgers EWE (bitte selber googlen), die geht ungefähr so: Gas wird im voraus zum aktuellen (=jetzt: damals) günstigsten Preis eingekauft. Ausserdem wird Gas in Kavernen eingelagert, welches ebenfalls zum günstigen (=jetzt: gegenüber Öl doch zu teuren) Preis eingekauft wurde. Hätte man nicht im voraus eingekauft, hätte man keine Versorgungssicherheit. Jetzt hat man sich aber selbst ins Knie geschossen, da der Börsen-Gaspreis nicht wie erwartet zusammen mit dem Ölpreis gestiegen ist, sondern gesunken. Von diesem höheren Niveau kommt man aufgrund der langfristigen Verträge nicht so schnell wieder runter, trotz Mischkalkulation.
D.h. die Gaspreise sind festgenagelt hoch aufgrund der Langfristverträge.
Aber: auch jetzt wird für die Zukunft eingekauft, was sich längerfristig auch bemerkbar machen wird, selbst wenn der Ölpreis wieder steigt. Ob das dann zukünftig bei wieder steigenden Ölpreisen an den Endverbraucher weitergegeben wird, ist eine andere Frage, denn die Mischkalkulation gibt es ja weiterhin und in der ist auch immer ein Zukunftsaspekt enthalten.

von iro - am 17.01.2015 14:16
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