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Winterreifen runter, Sommerreifen rauf?

Startbeitrag von PowerAM am 28.03.2008 12:20

Wie sieht es aus, kriegen wir nochmal Schnee, Eis und glatte Fahrbahnen? Oder wird es nur kalt ohne winterliche Niederschlaege?

Ich stehe vor der Entscheidung, Sommerraeder draufzuschrauben oder einen Winterreifen neu kaufen zu muessen, da der beschaedigt ist.

Finanziell passt mir der Neukauf momentan nicht in den Kram, da ich das aktuell gefahrene Reifenmodell momentan einzeln nicht bekommen kann und nur noch sehr teure Markenreifen beim Haendler im Regal liegen. Kein Wunder, fuer die Haendler ist die Wintersaison seit Ende Januar beendet.

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Winterreifen runter, Sommerreifen rauf??

Wuerde vermutlich mit guten Ganzjahresreifen hier im Flachland sogar reichen!

Ich hatte mal welche von Bridgestone auf einem frueheren Auto - war aber ziemlich enttaeuscht davon. Im Winter kaum Grip, schwach auf regennasser Fahrbahn egal zu welcher Jahreszeit und im Sommer sehr schwammiges Fahrgefuehl.

Die Gummimischung war fuer den Winter zu hart und fuer den Sommer zu weich. Eine Profilreihe war als Lamellenprofil ausgelegt, der Rest Blockprofil.

Die Reifen waren nach nur 30 Tkm verschlissen, was bei mir der ungefaehren Jahresfahrleistung entspricht. Mit je einem Satz Sommer- und Winterraeder fahre ich ohne Defekte rund 5 Jahre, was bei jedem Reifensatz gerundet 75 Tkm Laufleistung entspricht. Die Winterreifen waren meist etwas frueher hin und die Sommerreifen hielten im Regelfall geringfuegig laenger.

von PowerAM - am 28.03.2008 13:17

Re: Winterreifen runter, Sommerreifen rauf??

Sooo, Sommerbereifung drauf! In meinem Wohngebiet bin ich offenbar abgesehen von einem Totalverweigerer und einem Fruehumruester (vorletzte Woche!) meiner Zeit offenbar wieder um Wochen voraus! Der Rest schmueckt seine Karren noch mit gammeligen Stahlfelgen - und manchmal auch irgendwelchen Radzierblenden. Faehrt sich recht angenehm mit den Sommerballons, mein Loewe! Endlich wieder einwandfreier Geradeauslauf und satte Strassenlage.

Nun muss ich sehen, was mit dem zerstoerten Winterreifen ist. Es steckte eine 100er Schnellbauschraube drin. Der oertliche Reifenfritze lies mich ja abblitzen. Freitags mittags tut er nichts mehr. Ich koenne ja Montag mal anfragen, ob er Zeit hat. Danke, Kumpel! Mich kannst Du als Kunden abhaken!!

von PowerAM - am 28.03.2008 23:15

Re: Winterreifen runter, Sommerreifen rauf??

Ich habe auch auf Sommerreifen wechseln lassen. Gleiche Überlegung... eigentlich zu früh?
Nein, normalerweise wechsel ich selber auch immer am letzten März-Wochenende ungefähr wie die Sommerzeit, nur dieses Jahr wars halt noch relativ kalt und frostig.

Dieses erste Mal beim neuen Auto habe ich aber die Reifen noch vom Autohaus aufziehen lassen. Da eh nochmals hinmusste um mein VW RCD310 Autoradio umzukodieren - was ich so bald wie möglichst noch testen wollte - musste es einfach schon letzte Woche auf einen Abwasch erledigt werden.

Habe im Auto bessere Lautsprecher und Endstufe nachrüsten lassen und rausgefunden, dass man doch an aktuellen VW RCD Autoradios von LS Ausgang high auf Line out für Endstufe low (Endstufe Autoradio aus...) per VW Händler Diagnose Gerät umstellen kann. Diese Umstellung erspart mir einen Adapter und brachte auch bedeutend besseren Klang da die Charakteristik der Klangregler nun wesentlich harmonischer greift.

von RainerZ - am 30.03.2009 15:28

Re: Winterreifen runter, Sommerreifen rauf??

Bei mir kommt noch der Unterschied zwischen recht schmalen 175er Winterreifen und 195er Sommerreifen dazu. Die Sommerreifen waren was ganz billiges: King Sport Pilot. :rolleyes: Gingen aber selbst bei regennasser Autobahn recht sicher zu fahren. Einzig das Abrollgeraeusch der Sommerreifen ist jenseits von gut und boese. Klingt, als kaeme eine LKW angerollt.

Fuer die 195er (mit 50er Reifenhoehe) sind die 6,5 J breiten Aluraeder recht breit, die Flanken zieht es etwas breit. Sieht schick aus, laesst sich gut fahren, federt eben nur nicht mehr viel. Die 175er Winterreifen mit 65er Hoehe stehen dafuer auf fuer diese Breite zu schmalen 5,5 J-Stahlfelgen. Das ist dem Einlenkverhalten nicht sonderlich zutraeglich, bietet aber durch den Reifen selbst noch zusaetzliche Federung.

von PowerAM - am 31.03.2009 19:06

Re: Winterreifen runter, Sommerreifen rauf??

Richtig Schnee liegt hier zwar auch selten, aber wir fahren trotzdem aus gutem Grund vom Spätherbst bis Ostern auf Winterreifen. Wenn man vor Sonnenaufgang los muss, ist die Gummimischung eines Sommerreifens oft noch zu hart, und Schneematsch oder Eisglätte gibts hier gerne urplötzlich.

Auf unserem Zweitwagen sind es billige Sava Eskimo S3 (175/70 R 13, für einen Peugeot 306 aus heutiger Sicht recht schmal) die nach über 5 Jahren immer noch ordentlich Profil haben. Laut ADAC-Test sind die einigermaßen brauchbar, bis auf den etwas hohen Rollwiderstand, der sich leider auch in nem guten Viertelliter Mehrverbrauch niederschlägt. Die Sommerpneus sind von Michelin im Format 185/60 R 14.

Unser VW T5 rollt auf etwas häufiger ausgetauschter Markenware (kein Wunder bei 35.000 km/Jahr) in sehr stattlichem Format. Die Winterpneus sind 215/65 R 16, die Sommerwalzen ab Werk laut VW-Prospekt sogar 235/55 R 17!

von Hagbard Celine - am 04.04.2009 22:28

Re: Winterreifen runter, Sommerreifen rauf??

Wir wollen Bilder!! :spos:

Meine Autobahnfahrt zum Leipziger Messegelaende war mal wieder ein Tiefflug! Hin mit ~150 km/h, erst nach ca. 50 km kamen 150 - 155 raus. :eek: Auf dem Rueckweg lief der kleine HDI dann wieder die gewohnten 170 nach Tacho. Allerdings hat er an den 195ern auch ziemlich zu schleppen. Vielleicht doch ein wenig zu breit fuer nur 50 kW. Jedenfalls sollte man irgendwo bei ~140 aufhoeren, mehr ist nur mit Geduld und immensem Dieselverbrauch machbar.

Solange die Dieselpreise noch nicht wieder bei 1,30 - 1,40 EUR sind solche Fahrten zwar trotzdem absoluter Unsinn, aber finanziell noch keine Katastrophe. Um mitziehen zu koennen ist der 68 PS-Diesel einfach zu lasch. Und auf der linken Spur hat er grundsaetzlich nichts verloren!

Da ich demnaechst auch HU und AU machen lassen muss ist aber trotzdem mal ein Kontrastprogramm zu Stadtverkehr und Schleichfahrt auf Landstrassen hilfreich. Einfach mal wieder frei fahren und nicht irgendwann dem Abgasmessgeraet den ganzen abgelagerten Dreck entgegenblasen. :o

von PowerAM - am 05.04.2009 15:44

Re: Winterreifen runter, Sommerreifen rauf??

Mittlerweile kaufe ich für die Autos gleich Ganzjahresreifen so schlecht sind se nicht mehr.
Da wechsel ich im Jahr halt nur die Vorderräder wenn sie runtergefahren sind.

Ein Auto hat nur Winterreifen weil es eh nur wenig fährt, und bis die Runter sind dauert es ewig. Für eins liegen noch Sommerreifen herum. Aber die kommen erst nächstes Jahr zum runterfahren drauf. Dann gibts da auch Ganzjahr.

Im Sommer mit Winterreifen fahren ist überhaupt kein Problem, umgekehrt ist viel problematischer.

Btw 185/60/15 und 185/60/14 sind generell dämliche Reifengrößen wo es schwierigkeiten gibt. Ist gescheiter wenn man auf eine andere Größe umrüstet die gängiger ist, dann sind die Reifen meist auch deutlich billiger.


von Detektordeibel - am 04.09.2010 21:36

Re: Winterreifen runter, Sommerreifen rauf??

Brauchst doch nicht das Produkt mit dem hoechsten Werbe-Etat kaufen! Schau' etwas abseits des Mainstream und wenn Du nach Testberichten guckst, dann lies' sie nach deinen Bewertungsanspruechen...

Beispiel: Ich brauchte viermal 195/50 R15 Sommerreifen. Auch ein sehr preiswertes Reifenmass. Meine Ansprueche als Vielfahrer mit rund 1000 km je Woche waren Langlebigkeit, geringer Abrollwiderstand (=geringer Spritverbrauch) und kein ueberzogener Preis. Ich haette Ding Dong oder aehnliches Chinazeug kaufen koennen. Nach den Testberichten ist es dann ein Note 4-Reifen geworden, der ueberall da abgewertet wurde, wo ich drauf Wert legte. Der ADAC bemaengelte u. a. das Kaltbremsverhalten. Wozu suche ich als Winterreifenbenutzer einen Sommerreifen mit Kaltbremseigenschaften? Ein trendbewusstes V-Profil hat er auch nicht - und faellt damit bei der Dorfjugend durch.

Gekauft habe ich vier Hankook Ventus fuer 38 EUR je Stueck. Rollen prima, brauchten sehr wenig Auswuchtgewichte und haben inzwischen trotz 10 Tkm Laufleistung keinen sichtbaren Verschleiss.

von PowerAM - am 04.09.2010 23:22

Re: Winterreifen runter, Sommerreifen rauf??

Zitat
Martyn136
Naja, ich denke unter 650m wird man jetzt auch trotz Kälteeinbruch keine Winterreifen mehr brauchen.

1100m sind natürlich ne ganz andere Hausnummer. Wenn man regelmässig so hoch muss, kann man eigentlich fast das ganze Jahr Winterreifen fahren. Weil da sind ja Winterliche Strassenverhältnisse bis in den Mai und dann schon wieder ab September möglich. Und für die drei Monate rentieren sich auch keine Sommerreifen.


Hier am 2.QTH bin ich auf 660m am Alpenostrand.
Die 1100m fahr ich im Schnitt so 4x pro Monat.
Folglich machen Sommerreifen doch Sinn, fahr ja auch viel.
Alte Winterreifen werden aber trotzdem durch den Sommer gefahren ;)

von Valkosipuli - am 07.04.2012 21:12

Re: Winterreifen runter, Sommerreifen rauf??

Zitat
Martyn136
Zitat
Valkosipuli
Die 1100m fahr ich im Schnitt so 4x pro Monat.
Folglich machen Sommerreifen doch Sinn, fahr ja auch viel.
Alte Winterreifen werden aber trotzdem durch den Sommer gefahren ;)

Hm, also wenn man regelmässig auf 1100m Höhe muss, würde ich mich selbst im Mai oder September mit Sommerreifen nicht wohl fühlen.
Und nur von Juni-August Sommerreifen fahren. Das lohnt sich dann doch auch nicht oder?


Wenns Schnee gibt und ich hab die Sommerreifen drauf könnte ich einen Umweg über die Autobahn fahren.
Wären dann alllerdings 160km statt 95km. Hatte aber noch nie den Fall :spos:

Allerdings jeden Winter mal Schneekettenplicht für ALLE Fahrzeuge.
Und ich hab keine Schneeketten :rolleyes:

von Valkosipuli - am 08.04.2012 21:45

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Anderen Luftakku (das sind die tragbaren Geraete) oder anderen Schlauch benutzen, ggf. auch an einer anderen Tankstelle.

Welcher Luftdruck fuer dein Fahrzeug optimal ist kann niemand so pauschal sagen. Die Herstellerempfehlung fuer das Fahrzeug ist so ausgelegt, dass sich ein guter Kompromiss aus Fahr- und Federungskomfort bei zugleich sicherem Handling ergibt. Der waere zumindestens die Basis, von der man ausgehen sollte, sofern man entsprechend eigenen Prioritaeten davon abweichen will. Der maximal zulaessige Luftdruck wird vom Reifenhersteller festgelegt und ist auf dem Reifen angegeben - wenngleich haeufig in PSI. Viele Luftsaeulen oder -akkus an den Tankstellen haben beide Angaben. Damit koennte man mal direkt mit dem Wert in bar vergleichen.

Ein gegenueber der Herstellerempfehlung hoeherer Reifenluftdruck vermindert die Walkarbeit und senkt damit den Rollwiderstand. Solange der Reifen noch gerade abrollt und die Profilflaeche vollstaendig ausgenutzt wird ist das von Vorteil, schliesslich senkt es unter dem Strich den Verbrauch. Durch die reduzierte Daempfungseigenschaft der Bereifung steigt zugleich die Belastung der Fahrwerks- und Lenkungsteile, das Lenkverhalten wird aber positiv beeinflusst und wirkt nicht selten direkter. Aufpassen sollte man nur, dass das Profil auch gerade ablaeuft und nicht vermehrt in der Reifenmitte.

Solche "bretthart" laufenden Reifen sind bei winterlichen Witterungsverhaeltnissen unter Umstaenden nachteilig, insbesondere beim Fahren auf Schnee. Fuer dein Fahrzeug mag ich da keine pauschale Empfehlung geben, ich denke aber, dass die E46 ja nicht gerade auf den schmalsten Raedern und Reifen unterwegs waren/sind. Die 2,6 bar vorn moegen hinsichtlich einer komfortablen Gesamtabstimmung sicherlich kein Fehler sein, man koennte aber mal mit etwas mehr (+0,2 bar) probieren, wie's damit faehrt. Je nach Gewichtsverteilung und Beladungszustand auch an der Hinterachse. Wenn sich dort mit etwas zu hohem Luftdruck der Grip verschlechtert merkt man's bei 'nem Hecktriebler doch recht deutlich. Einfach ausprobieren und dabei das Ablaufbild der Reifenprofile im Auge behalten!


EDIT: Zu deiner Frage nach dem Reifenluftdruck... 3,0 bar vorn und 2,6 bar hinten derzeit auf meinem Peugeot 206 HDI auf den als Sommerreifen runterzugurkenden uralten und damit vollkommen ausgehaerteten Winterreifen. Der ist Fronttriebler und auf der Vorderachse steht auch der vergleichsweise schwere Dieselmotor. Die Winterbereifung habe ich, da ich ueberwiegend Autobahn fahre, zumeist im Bereich von 2,7 bar vorn und 2,5 bar hinten konfiguriert, bei haeufigeren Fahrten auf frischem Schnee aber deutlich reduziert. Die Tage mit dem garstigen Eisregen bin ich mit 1,7/1,7 bar gefahren, was deutlich griffiger war. Der Mehrverbrauch fiel angesichts der ohnehin stark reduzierten Fahrgeschwindigkeiten nicht ins Gewicht.

von PowerAM - am 25.10.2012 07:26

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat
PowerAM
Denk' dran, dass die ihren vollen Grip erst nach ein paar 100 km erreichen.

Danke für den Tip! Ist mir jedoch bekannt (Vater vom Chef arbeitet bei Michelin Frankreich auf der Teststrecke ;) ) für den ders nicht weiß: Kleber = Michelin-Tochtermarke ;)

Übrigens auch ganz interessant: Die großen Markenhersteller beteiligen sich ja selten an solchen "Reifen-Tests" Grund 1: Firmenphilosophie ist grundsätzlich, wollen die Tester die Reifen testen, so sollen sie sie auch kaufen und nicht gratis bekommen. Grund 2: Markenreifen haben oftmals ein tieferes Profil, womit sie bei Tests aber schlechter abschneiden, denn diese Reifen müssen erst "eingefahren" werden, was bei solchen Tests schlicht nicht gemacht wird!

von Rosti 2.0 - am 25.10.2012 09:47

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Die Hinterachse ist richtungsstabilisierend, sie sorgt einerseits fuer sicheren Geradeauslauf und andererseits fuer Stabilisierung bei Kurvenfahrten. Theoretisch sollten also die besten Reifen auf die Hinterachse. Nun ja, man sollte auf der Hinterachse zumindest keine runtergegurkten Altreifen haben. Im Sinne einer angemessenen Materialausnutzung bietet sich ein regelmaessiger Wechsel der Bereifung zwischen beiden Achsen an, beispielsweise bei jedem saisonalen Reifenwechsel. Bei laufrichtungsgebundenen Profilen sollte die Laufrichtung dann auch beibehalten werden, bei laufrichtungsegalen Reifen kann die Drehrichtung auch geaendert werden. Damit lassen sich eventuell nicht optimale Ablaufbilder ausgleichen, jedoch mit kurzzeitig erstmal deutlich hoeheren Verschleiss.

von PowerAM - am 30.10.2012 20:37

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Die Wettermodelle sind sich selten so einig! Zwar gibt es zwischenzeitlich wieder eine milde Phase, Nachtfrost und zu Beginn der neuen Woche auch neuer Schnee sehen wenig nach Winterende aus. Ich bin ja auch Fruehwechsler und nicht selten bereits Anfang Maerz wieder auf Sommerbereifung unterwegs gewesen. Das Risiko war, dass ich zur Not nochmal zurueckwechseln musste. Aergerlich zwar, ich mache es aber immer selbst. Insofern...

Mittelfristig sieht es so aus, dass man heuer tatsaechlich noch den kompletten April hindurch mit Winterwetter rechnen muesste. Kommt drauf an, wo man zuhause ist! Hier im Grossraum Berlin ist man eher milde Winter gewohnt, groessere Schneemengen bis in den Mai hinein kennt man hier eigentlich nicht. Das kann in Mittelgebirgslagen ganz anders sein. Ich weiss von Leuten aus dem Nordschwarzwald, die auf Sommerreifen gaenzlich verzichten und staendig mit Winterbereifung fahren. Die Winter sind bei denen sowas von anspruchsvoll, da kann man drei- oder vierjaehrige Winterreifen allenfalls noch gebraucht verkaufen oder man vergurkt sie im Sommer. Damit haette man dann alle drei Jahre frische Reifen und spart sich zugleich die Sommerbereifung.

von PowerAM - am 14.03.2013 17:39

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat
Mc Jack
Es werden Winterreifen von Matador, also Slowakei-Contis. ;)


Ohje, da kannste auch glich die Sommerreifen drauf lassen. Gerade bei Winterreifen sollte man nicht sparen, denn da gibt es gravierende Unterschiede. Matador-Reifen sind billiger Ramsch.

Zitat
PowerAM
Ich weiss von Leuten aus dem Nordschwarzwald, die auf Sommerreifen gaenzlich verzichten und staendig mit Winterbereifung fahren. Die Winter sind bei denen sowas von anspruchsvoll, da kann man drei- oder vierjaehrige Winterreifen allenfalls noch gebraucht verkaufen oder man vergurkt sie im Sommer. Damit haette man dann alle drei Jahre frische Reifen und spart sich zugleich die Sommerbereifung.


Nicht vergessen, dass der Spritverbrauch mit Winterreifen auch höher ist. Also mMn lohnt sich das nirgends in Deutschland.

von DX OberTShausen - am 14.03.2013 18:22

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat

Ohje, da kannste auch glich die Sommerreifen drauf lassen. Gerade bei Winterreifen sollte man nicht sparen, denn da gibt es gravierende Unterschiede. Matador-Reifen sind billiger Ramsch.


Die sind auch nicht schlechter als Barum, Semperit oder die Standard-Conti selber. Genau gleiche 0815 Profile. Gummi genau das gleiche, und contitypisch auch genauso laut... Nur sind se deutlich billiger, genau wie die anderen EU-Contimarken die in Deutschland nicht offiziell verkauft werden. Alaska und wie se alle heißen. Kommt aber alles aus den gleichen Fabrikas.

ich fahr zwar lieber Chinareifen als Conti ^^ aber was den Grip angeht ist am Contizeug soviel net auszusetzen. Eher Anfälligkeit für Sägezahn und Lautstärke... Ok, Unterschied, die Cheapass-Conti muss man erst 300km eingefahren. Die premium kommen vorher nochmal unters schleifpapier, dann schneiden se besser im Autoblödi-test ab und der Bremsweg ist dann nur 43m statt 45.

von Detektordeibel - am 15.03.2013 05:09

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat
DX Obertshausen
Zitat
Mc Jack
Es werden Winterreifen von Matador, also Slowakei-Contis. ;)


Ohje, da kannste auch glich die Sommerreifen drauf lassen. Gerade bei Winterreifen sollte man nicht sparen, denn da gibt es gravierende Unterschiede. Matador-Reifen sind billiger Ramsch.


Nachdem ich einen ganzen Winter lang damit langstreckengependelt bin kann ich sagen das die Reifen ziemlich gut sind. In Sachen Bremsweg bei Glätte und Nässe haben sie mir bereits mehrfach das Blech gerettet. In allen anderen Disziplinen konnte ich keine größeren Schwächen ausmachen.
Ich habe mich einfach nur auf die Testergebnisse verlassen und lag damit gar nicht so falsch.
Stammtisch-Weißheiten helfen halt selten weiter. ;)

von Mc Jack - am 15.03.2013 06:13

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat
Detektordeibel
Zitat

Ohje, da kannste auch glich die Sommerreifen drauf lassen. Gerade bei Winterreifen sollte man nicht sparen, denn da gibt es gravierende Unterschiede. Matador-Reifen sind billiger Ramsch.


Die sind auch nicht schlechter als Barum, Semperit oder die Standard-Conti selber. Genau gleiche 0815 Profile. Gummi genau das gleiche, und contitypisch auch genauso laut... Nur sind se deutlich billiger, genau wie die anderen EU-Contimarken die in Deutschland nicht offiziell verkauft werden. Alaska und wie se alle heißen. Kommt aber alles aus den gleichen Fabrikas.

ich fahr zwar lieber Chinareifen als Conti ^^ aber was den Grip angeht ist am Contizeug soviel net auszusetzen. Eher Anfälligkeit für Sägezahn und Lautstärke... Ok, Unterschied, die Cheapass-Conti muss man erst 300km eingefahren. Die premium kommen vorher nochmal unters schleifpapier, dann schneiden se besser im Autoblödi-test ab und der Bremsweg ist dann nur 43m statt 45.

Genau das ist nämlich das Problem, die wirklich guten Markenreifen haben ordentlich Profil und müssten für einen fairen Vergleichstest erst eingefahren werden (was man bei den Tests nicht macht!), deshalb verzichten diese Hersteller meist auch auf solche Tests... schon allein weil sie die Reifen auch noch kostenlos zur Verfügung stellen sollen... dann kaufe ich doch lieber solche Reifen mit ordentlich Profil, muss sie allerdings erst einfahren, wenn man es weiß ist das i.O.

von Rosti 2.0 - am 15.03.2013 06:43

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat
Detektordeibel
Die sind auch nicht schlechter als Barum, Semperit oder die Standard-Conti selber. Genau gleiche 0815 Profile. Gummi genau das gleiche, und contitypisch auch genauso laut... Nur sind se deutlich billiger, genau wie die anderen EU-Contimarken die in Deutschland nicht offiziell verkauft werden. Alaska und wie se alle heißen. Kommt aber alles aus den gleichen Fabrikas.

ich fahr zwar lieber Chinareifen als Conti ^^ aber was den Grip angeht ist am Contizeug soviel net auszusetzen. Eher Anfälligkeit für Sägezahn und Lautstärke... Ok, Unterschied, die Cheapass-Conti muss man erst 300km eingefahren. Die premium kommen vorher nochmal unters schleifpapier, dann schneiden se besser im Autoblödi-test ab und der Bremsweg ist dann nur 43m statt 45.


Barum und Semperit würde ich sowieso auch nicht empfehlen und China-Reifen erstrecht nicht. Wenn dir ein wenig an deinem Leben liegt, dann solltest du wenigstens bei den Winterreifen was vernünftiges kaufen.
Continental Reifen sind damit auch nicht vergleichbar. Die schneiden in den Tests viel besser ab und das nicht ohne Grund und sicher nicht weil sie nochmal "geschliffen" werden. Keine Ahnung woher du die Info hast. Das einzige was an fertigen Reifen abgeschliffen wird, sind die Gumminoppen, die nach dem Verlassen der Heizpressen vereinzelt noch dran sind.

Zitat
McJack
Ich habe mich einfach nur auf die Testergebnisse verlassen und lag damit gar nicht so falsch.


Heißt das, die Matador-Reifen haben in einem Test gut abgeschnitten? Ich kann es mir garnicht vorstellen. Welche Größe fährst du denn?

von DX OberTShausen - am 15.03.2013 16:33

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat

Genau das ist nämlich das Problem, die wirklich guten Markenreifen haben ordentlich Profil und müssten für einen fairen Vergleichstest erst eingefahren werden (was man bei den Tests nicht macht!), deshalb verzichten diese Hersteller meist auch auf solche Tests... schon allein weil sie die Reifen auch noch kostenlos zur Verfügung stellen sollen... dann kaufe ich doch lieber solche Reifen mit ordentlich Profil, muss sie allerdings erst einfahren, wenn man es weiß ist das i.O.


Joah, und die die Mittel dazu haben schicken halt gleich die fertig präperierte Ware hin. ;) Dann noch hier und da ein paar Briefumschläge mit Geld und ein paar große Anzeigen und dann arbeiten ADAC und die Presstituierten nach dem Pippi Langstrumpf Prinzip und schreiben dir die Welt wie sie dir gefällt. :D

Wenn die Kohle stimmt schmeißen die auch Neuwagen mit Gewalt auf dem Parcour um oder erhöhen die Geschwindigkeit im Crashtest das die Fotos stimmen. :P


Zitat

und sicher nicht weil sie nochmal "geschliffen" werden. Keine Ahnung woher du die Info hast. Das einzige was an fertigen Reifen abgeschliffen wird, sind die Gumminoppen, die nach dem Verlassen der Heizpressen vereinzelt noch dran sind.


Die "Noppen" wohl eher nicht. Du meinst wohl eher überstehende Nasen etc.

Klar werden die angeschliffen kurz auf der Fräse. Schonmal was von Trennmitteln gehört?
Wenn neue kaufst sind die voll mit so ner Silikonschicht, das sind Gleitmittel. Das das Einfluss auf die Fahreigenschaften hat ist logisch. Zumindest die Motorradfahrer wissen das noch, weil man sich wenn man die einfach aufzieht und damit losfährt auf die Fresse legt. :P In dem Bereich wird damit sogar extra geworben, u.A. bei manchen Reifen auch von Conti "Ohne Trennmittel".
Dazu ist die Gummifläche noch net angeraut und klar das die Teile noch lang nicht ihren vollen Grip haben.


Zitat

Wenn dir ein wenig an deinem Leben liegt

Joah, 2 Meter unterschied bremsweg aus 100 im artifiziellen Test, irre gefährlich mann. XD schonmal was von Anhalteweg gehört?


Zitat

dann solltest du wenigstens bei den Winterreifen was vernünftiges kaufen.


Lohnt sich nicht mehr, ich fahre zuviel. Da kommt man um Ganzjahresreifen nicht herum weil die WR keine ganze Saison halten. Aber nach mittlerweile ner Millionen Kilometer unfallfrei bei jedem Wind und Wetter geb ich nicht allzuviel das Geschnackel von Leuten im Inet die den Autoblödimarketingschwachsinn nachbrabbeln.
Die Tests gewinnt sowieso wer da bezahlt, und falls er nicht so ausgeht wie man sich das verhofft malt man sich die Diagramme schön oder verdreht das Punktesystem. Schließlich nutzen das unwissende die davon keine Ahnung haben tatsächlich als Kaufempfehlung, da will man auch das lukrative Zeug loswerden. :P

Die sollen brav ihre "sicheren" Reifen kaufen, und ihr Vpower in ihren Golf schütten diese Lenkradbeißer hat man im Winter sowieso nur mit ihrem Geschleiche vor der Nase.

von Detektordeibel - am 15.03.2013 17:08

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Es ist unglaublich, was du hier ADAC und Co. unterstellst :sneg:

Zitat
Detektordeibel
Wenn neue kaufst sind die voll mit so ner Silikonschicht, das sind Gleitmittel. Das das Einfluss auf die Fahreigenschaften hat ist logisch. Zumindest die Motorradfahrer wissen das noch, weil man sich wenn man die einfach aufzieht und damit losfährt auf die Fresse legt.


Ich weiß ja nicht vor wie vielen Jahrzehnten das so war. Aber heute gibts sowas nicht und ich wüsste auch garnicht weshalb das so sein sollte.
Die Reifen werden auf der Innenseite mit einer Art Gleitmittel besprüht. Aber das Passiert vor dem Heizprozess und wird auch nur gemacht, damit der Reifen nach dem Heizen leichter aus der Form rausgeht.

Zitat
Detektordeibel
Joah, 2 Meter unterschied bremsweg aus 100 im artifiziellen Test, irre gefährlich mann


Wenn es auch wirklich nur 2 Meter wären ...
Letztenendes können aber auch 2 Meter einen Unfall verursachen.

Zitat
Detektordeibel
Da kommt man um Ganzjahresreifen nicht herum weil die WR keine ganze Saison halten.


Ach herrje. Das heißt du fährst also Ganzjahresreifen und keine Winterreifen? Na dann sollte man umso mehr darauf achten, dass man gute Reifen drauf hat, denn bei den Ganzjahresreifen sind die Qualitätsunterschiede noch viel gravierender. Die einzig wahren Ganzjahresreifen sind für mich Goodyear Vector 4 Seasons und Dunlop SP 4All Seasons. Alle anderen kann man in die Tonne treten.

von DX OberTShausen - am 15.03.2013 17:24

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat

Du kaufst doch Winterreifen und Sommerreifen getrennt. Mit Sicherheit bist du beide Ganzjahresreifensätze gefahren und kannst die von anderen blind Unterscheiden.


Gefahren hab ich die nicht. Aber diese zwei Sorten liegen bei den tests immer an der Spitze und das eben mit Abstand. Richtige Winterreifen können die natürlich auch nicht ersetzen.

Zitat

Schlaf einfach weiter. Aber verschon uns bitte mit Werbepalaver das du dir im Wartezimmer zusammengelesen hast.


Gut gut. Und du fährst schön weiter deine Ramsch-Reifen. Wenns irgendwann mal knallt und etwas Schlimmeres passiert, dann sag nicht ich hätte dich nicht gewarnt :joke:

von DX OberTShausen - am 15.03.2013 17:48

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat

was der ADAC überhaupt alles macht und wofür sie sich einsetzen.


Der ADAC ist natürlich nur den Autofahrern verpflichtet, er hat sogar mehr dummzahlende Mitglieder als jede Partei in Deutschland... diese Macht nutzt er aus indem er die Regierungen dazu zwingt Benzin Steuerfrei anzubieten.

Ach ne, doch nicht? :joke:


Ich bin ja mal froh wenn ich es ein Jahr unter 80tkm schaffe... und das geht schon jahre so, :desillusionierend: ich hab in der Zeit so ziemlich alles an Reifen selber gehabt und gefahren, auch im richtigen Gebirge (Alpen) und bei richtigem Schnee. Von Premium bis Billigst.
Meine Erfahrungen:
Wichtig ist im Winter das die Reifen noch nicht ausgehärtet sind, das ist eigentlich alles. Lieber frische eingefahrene billigreifen, als "Premiumreifen" die schon 3 jahre alt sind und nicht top gelagert wurden... Von den Eigenschaften eines Neureifens sind die um Welten entfernt. Das fließt z.B. in keinen dieser dümmlichen Werbetests ein, ist aber eher die Alltagsrealität auf den Straßen hierzulande.

Es geht darum Wenigfahrern und Hosenscheissern regelmäßig die Brieftasche zu entleeren - für die Muffel verbreitet man dann noch Panik (Winterreifenpflicht, angebliche Versorgungslücken etc.).

Wer nichtmal 15tkm pro jahr fährt der braucht eigentlich überhaupt nicht Reifen wechseln - wozu auch, WR sind im Sommer kein Problem zu fahren - anders als umgekehrt. Warum Winterreifenpflicht überhaupt? Warum kein Sommerreifenverbot?
Im Frühjahr kurz nach Ende des Nachtfrosts sind auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit Hochttemperaturreifen in Sachen Bremsweg und Grip grottenübel zu fahren... Und das gibts auch nach Ostern.

Wenn man wechselt auch idiotisch an sich.
Mit harten WR rumfahren die schon 4-5 Jahre alt sind und grad mal 20tkm gelaufen (haben ja noch volles Profil! - Klar je härter desto weniger Verschleiß) fährt sich unter wirklich winterlichen Bedingungen schlechter als jeder neuere Infiniti,Interstate,Debica,Kleber, Alaska oder sonstige Wayne-Interessierts Labels. Von den tollen Testsieger werten von einst ist man sehr schnell um welten entfernt, denn die werden durch extreme "Weichheit" und in der ersten Saison exorbitanten Verschleiß erkauft. Als Vielfahrer merkt man das besonders, wenns mal weniger Schnee und Frost gab nen Winter kann man die Teile die man im Herbst gekauft hat im Frühjahr schon wieder wegschmeißen weil se nichtmal 40 000km durchhalten.

Letztendlich hat sich rausgestellt das was anderes außer Ganzjahresreifen, oder Winterreifen mit guten Sommereigenschaften keinen Sinn macht, weder Fahrtechnisch noch wirtschaftlich, und das auf mehr als einem Auto... Als "Favorisierte" Marke hat sich nach "Starperformer STPS" auf Kompaktwagen Kumho durchgesetzt. Sind was Abrolleigenschaften und Lautstärke angeht ca vergleichbar mit Michelin und preislich zwar paar Euro teurer wie die ganz billigen chinamarken (Goodride (guter Ritt) und sonstige Baumarktreifen) aber dafür bekommt man bessere Fahreigenschaften und gleichbleibende Qualität.
Von Conti halte ich gar nix, wenn ich mit einer "Marke" oder Reifen ärger hatte dann mit Conti-Fabrikaten. Vor allem alle nach 10tkm irre Laut...

von Detektordeibel - am 18.03.2013 05:58

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Ganzjahresreifen sparen eine Menge Stress. Man zieht sie auf und fährt sie so lange, bis das Profil nicht mehr ausreicht. Sie erfüllen die Winterreifempflicht und sind im Sommer nicht ganz so gut wie Sommerreifen und im Winter nicht ganz so gut wie Winterreifen, aber diese Unterschiede dürftrn marginal sein. Egal ob Autozeitschrift oder ADAC: Geld verdienen wollen sie alle. Selbst Gottschalk hat daran verdient, dass dieser verunglückte Wettkandidat sich über einen Audi springend verletzt hat.

Woher soll ich wissen, ob die an einem (schwereren) Golf getesteten Reifen dann auch an meinem (leichteren) Aygo sich so verhalten. Da frag ich lieber den Mechaniker meines Vertrauens, der ist Diplomingenieur und verdient sein Geld an mir und hat kein Interesse daran, einen Kunden durch ein Unglück zu verlieren.

von Alqaszar - am 22.03.2013 03:57

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

So, aktuelles Thema bei mir:
Ich habe auf meinem Fiesta vom Werk aus Ganzjahresreifen draufgehabt, die jetzt 6 Jahre alt sind. Die ersten vier Jahre bin ich die Reifen das ganze Jahr über gefahren (insgesamt rund 30.000 Kilometer), 2011 und 2012 nur noch im Sommer, da ich Winterreifen gekauft hatte (ca. 8.000 Laufleistung noch dazu).

Sprich: Die Reifen haben für einen Sommer eigentlich noch genug Profil, da ich nicht viel fahre und meist nur in der Stadt.

Nur sind sie nicht mehr die allerjüngsten, daher die Frage: Den Sommer nochmal die Ganzjahresschlappen drauf und nächstes Jahr Sommerreifen kaufen oder doch lieber schon jetzt Sommerreifen zulegen? Gefühlsmäßig würd ich sagen, dass es noch passt.

Und bei der Wetterentwicklung kann ich wohl die Anschaffung reiner Sommerreifen auch noch schieben...

von Bengelbenny - am 22.05.2013 16:26

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

@Bengelbenny: Mit 6 Jahren und erst 30.000 KM Laufleistung kannst du die Reifen ohne Bedenken nochmal einen Sommer fahren.

Zitat
RheinMain701
Aber bei den Preisen glaube ich, dass sich das wirtschaftlich gar nicht rechnet und ich besser fahre, wenn ich bei den Werkswinterreifen bleibe und mir halt neue kaufe, wenn die runtergefahren sind.


Vergiss aber nicht, dass der Sprit-Verbrauch mit Winterreifen höher ist und dass sich Winterreifen außerdem schneller abnutzen. Vorallem im Sommer bei der Hitze.
Ich würde dir dann Ganzjahresreifen empfehlen, wenn die Winterreifen runtergefahren sind und du nicht einmal im Jahr wechseln willst.

von DX OberTShausen - am 22.05.2013 16:54

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat
RheinMain701
An Ganzjahresreifen hab ich tatsächlich gedacht. Vor allem da ich notorisch unfähig im Handwerk bin und niemals Reifen wechseln könnte ohne das ganze Auto zu zerlegen.


Naja, Reifenwechseln kostet in den meisten Werkstätten gerade mal 10 Euro. Ich lasse es meistens zusammen mit der Inspektion machen und da machen sie es sogar kostenlos.

Zitat

Bei 200 Euro für einen Satz Sommerreifen behaupte ich mal, dass ich das Geld ganz sicher nicht durch den geringeren Verbrauch reinholen kann.


Wo liegt da der Unterschied? So nutzt du halt die Winterreifen ab und das geht bei Winterreifen schneller als bei Sommerreifen. Und außerdem sind Winterreifen teurer als Sommerreifen.

von DX OberTShausen - am 22.05.2013 17:08

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Würde ich auch so sagen. Bei 3 mm Profil könnte man sie sogar im Winter noch drauflassen und im nächsten Sommer auch nochmal fahren. Bis 1,6 mm darf man sie in Deutschland ja runterfahren. Nur wenn es weniger als 3 mm sind, würd ich sie im Winter nicht mehr fahren. Vorallem nicht wenn wirklich mal viel Schnee liegt.

Zitat
PowerAM
Vielleicht zur Felge hin undicht (Korrosion)?


Eher unwahrscheinlich, wenn das Problem schon seit Anfang an besteht. Vermutlich ein kleines Loch in der Lauffläche oder weiter innen in der Karkasse oder im Stahlgürtel. Man könnte den Reifen mal auf 4 bar aufpumpen und dann mit nassen Händen fühlen wo die Luft austritt. Aber wenn es nur so wenig ist, dann ist es auch egal.

von DX OberTShausen - am 23.05.2013 16:17

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Empfolen werden imho folgende Grenzwerte:

Winterreifen: min. 4 mm Restprofil und max. 4 Jahre
Sommerreifen: min. 2,5 mm Restprofil und max. 6 Jahre

Momentan hab ich noch getrennte Sommer- und Winterreifen, weil eben die Sommerreifen dabei waren. Dann hab ich mir aber noch Winterreifen (Dunlop SP Winter Sport 4D) dazugekauft.

Hab schon drüber nachgedacht die Winterreifen das ganze Jahr durchzufahren, und die Sommerreifen zu verkaufen, weil mich das zum Wechseln fahren schon nervt. Früher hab ich selber gewechselt, aber hab leider keine Hebebühne, und das anheben mit dem Wagenheber soll wohl für das Dach nicht so gesund sein. Aber hab dann doch wieder die Sommerreifen aufgezogen.

von Martyn136 - am 24.05.2013 21:06

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat
DX Obertshausen
Zitat
Martyn136
Hab schon drüber nachgedacht die Winterreifen das ganze Jahr durchzufahren, und die Sommerreifen zu verkaufen, weil mich das zum Wechseln fahren schon nervt.


Einmal im Jahr 10 Minuten in der Werkstatt warten nervt dich? :rolleyes:
Am meisten nervt das "verladen" der Reifen ins Auto. Hab mehrere Versuche benötigt damit ich überhaupt zwei Räder in den Kofferraum bekommen habe, die zwei anderen Räder musste ich dan zwischen Vordersitze und Rücksitzbank stellen. Und nachtem man die dreckigen Räder transportiert hat muss man ausserdem jedesmal die Reifentaschen entsorgen, weil sie dann voll Bremsabrieb werden.

von Martyn136 - am 25.05.2013 19:43

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Zitat
Martyn136
Zitat
DX Obertshausen
Zitat
Martyn136
Hab schon drüber nachgedacht die Winterreifen das ganze Jahr durchzufahren, und die Sommerreifen zu verkaufen, weil mich das zum Wechseln fahren schon nervt.


Einmal im Jahr 10 Minuten in der Werkstatt warten nervt dich? :rolleyes:
Am meisten nervt das "verladen" der Reifen ins Auto. Hab mehrere Versuche benötigt damit ich überhaupt zwei Räder in den Kofferraum bekommen habe, die zwei anderen Räder musste ich dan zwischen Vordersitze und Rücksitzbank stellen. Und nachtem man die dreckigen Räder transportiert hat muss man ausserdem jedesmal die Reifentaschen entsorgen, weil sie dann voll Bremsabrieb werden.


Ohne den Thread ganz gelesen zu haben:
Das ist natürlich auch so 'ne Geschichte mit dem Spritverbrauch, das ganze Jahr mit Winterreifen durch die Weltgeschichte zu ballern.

von Mathias Volta - am 25.05.2013 19:54

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Ergaenzen moechte ich noch, dass viele Ganzjahresreifen inzwischen doch ueber die Kennzeichnung "M+S" verfuegen. Die Vector 5 gehoeren dazu. Zwar sind Ganzjahresreifen immer nur ein Kompromiss, sie schlagen sich nach verschiedenen Testberichten in den meisten Fahrsituationen ganz gut. Leben muss man mit einer zumindest teilweise weicheren Gummimischung und der damit verbundenen geringeren Lebenserwartung bzw. Laufleistung.

In diesem Jahr bin ich Fruehwechsler. Leider im stroemenden Regen, sonst machte ich das meist zaehneknirschend im ersten Schneegestoeber des Winters. Aber die mit dem Suzuki mitgekauften Winterraeder sind alt und ich will ihnen wenigstens ein paar Kilometer geben, um sich moeglicherweise doch noch einmal "anfahren" (d. h. aufrauhen) zu lassen. Vom Profil her sind alle noch mehr als ausreichend. Zwei haben 6 und zwei 4 mm. Rissig ist keiner. Da ich von den BF Goodrich-Sommerreifen hinsichtlich ihres Naesseverhaltens schon etwas enttaeuscht bin kann mich eigentlich nichts mehr erschrecken. Die Winterreifen sind Firestome Winterhawk I, die hatte ich in anderen Abmessungen auf dem Peugeot auch. Fuhren sich gut. Jetzt werde ich die Dinger auf dem Reiskocher erstmal Kilometer fressen lassen. Falls sie noch okay sind und nicht pausenlos rutschen bleiben sie. Ansonsten gibt's neue Winterreifen und die alten fahre ich in den kommenden zwei Sommern auf. Die Sommerreifen sind naemlich nagelneu, die koennte ich dann schonen.

von PowerAM - am 25.09.2013 17:09

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Wenn man viele beobachtet/hört, dann fragt man sich, wozu sie wegen 2,5 Monaten im Sommer Sommerreifen montieren? Auch wenn wir in einigen Regionen fast 8 Monate Salz auf den Straßen haben, so bringt es allenfalls der Mineralöl- und Reifenindustrie Umsatzvorteile.
Wenn zum Jahresende Schneefall und Frost einsetzt, bricht sowieso das übliche Chaos aus, weil plötzlich und völlig unerwartet im Dezember Winter ist. Da ja keine Schneeräumung mehr erfolgt, sondern nur Übersalzung und damit Matschbildung, bringen Winterreifen mit matschgefüllten Profilen auch nur bedingt Vorteile.
Die nächsten Wochen bei Temperaturen von über 10 °C muss man die weichen Reifen nicht abfahren. Gleiches gilt für jene, die am hellichten Tag ihr komplettes Fahrlicht einschalten und dann bei Dunkelheit wochenlang mit defekten Scheinwerfer- und Rücklichtlampen herumfahren. Man kann froh sein, dass für "mehrspurige" Kfz noch keine Beleuchtungspflicht bei Tage besteht bzw. bei nicht vorhandenem Tagfahrlicht die Nutzung des Abblendlichtes befohlen wird.
Wer am Tag einen unbeleuchteten PKW nicht erkennt, hat ein Problem mit den Augen.

von Radio_DDR - am 06.10.2013 12:24

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Ich halte das für eine Unsitte. Es gibt genau vier Situationen wo das Licht an gehört (und nur da):

1. im Tunnel
2. nachts
3. bei Nebel
4. gaaanz selten wenn es mal richtig heftig schüttet (also so etwa wenn man beim Scheibenwischer die höchste Stufe benötigt)

Ansonsten gehören die Lampen aus. Auch wenn mir auffällt dass sich viele daran stören dass ich häufig ohne Licht fahre und dann Lichthupe geben bzw. mit dem Bremslicht blinken. Vor allem die Laster fallen da sehr stark auf.

Im Ausland ist es noch heftiger, da fährt fast jeder mit eingeschaltetem Licht, selbst wenn es draußen so hell ist dass man ohne Sonnenbrille nicht gescheit sehen kann.

von RheinMain701 - am 06.10.2013 22:52

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Genau das finde ich auch! In vielen anderen Laendern gibt es Stichtage, zwischen denen eine Winterreifenpflicht verhaengt wird. Da wir in diesem Land milde und doch eher garstige Wintergegenden haben, ist zu befuerchten, dass sich der Flachlandbewohner in diesem Fall auch keine Sommerreifen mehr zu kaufen braucht. Um es irgendwelchen sonnenfernen Seitentalbewohnern recht zu machen, wuerde es eine Winterreifenpflicht von Anfang September bis Ende Mai geben. Und fuer die verbleibenden Monate wuerde ich mir keine Sommerreifen mehr anschaffen.

Unter dem Strich: Wenn es sich perspektivisch mit dem Nachtfrost erledigt hat, dann wird auch hier wieder gewechselt. Vielleicht schon in ein paar Wochen...

von PowerAM - am 16.02.2014 20:51

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Den "großen" Winter mit Unmengen Schnee und wochenlangem Dauerfrost wird es auch nicht mehr geben, auch wenn jedes Jahr im Sommer ein besonders langer und strenger Winter prognostiziert wird.
Es kann sicher noch mal paar Krümel Schnee (im Flachland) geben und auch den einen oder anderen Nachtfrost, aber mehr auch nicht. Manche denken sicher, dass ein jetzt einsetzender Winter dann um so später endet, weil es bisher eher mild war.

Man muss nur nach nächtlichen Frösten die nötige Sorgfalt walten lassen, da es doch partiell Reifglätte und Co geben könnte. Da muss auch kein Streudienst ausrücken und tonnenweise Lauge und Salz verklappen, wenn die Tagestemperaturen es von allein erledigt haben. Übersalzene Stellen ziehen ohnhin die Nässe an und sind somit nicht ganz ungefährlich, denn viel hilft hier nicht viel.

von Radio_DDR - am 17.02.2014 19:26

Re: Sommerreifen runter, Winterreifen rauf??

Ich hörte die Tage im Rundfunk den schlauen Ratschlag, dass man dieses Jahre wegen des frühen Ostern mit den Sommerreifen noch mind. bis Mai warten soll, da es auch Ende Mai noch kalte Nächte geben kann. Wer sowas ernst nimmt, macht es wie mein Kollege: Sommerreifen nur von Juni bis Ende August.
Ich habe dieses Jahr die Winterreifen weggelassen, da ich wegen der ständig steigenden Besalzung der Fahrwege (teilweise völlig unabhängig von Temperatur und Bedarf) im Winter nur bei trockenen Fahrwegen Bewegungsfahrten mache. Ins QRL fahre ich mit dem ÖPNV. Mittlerweile wird ja nicht mehr gestreut, sondern gekippt! Wie kann ein an der Ampel wartendes Streuwerk Unmengen Salz in Form von Haufen abgeben, wenn immer behauptet wird, es wird "hochgenau dosiert". Der hydrostatische Salzvorschub scheint nur eine Funktion der Motordrehzahl zu sein, mehr nicht.

von Radio_DDR - am 12.03.2016 11:17
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
... eigentlich hätte ich die Sommerreifen drauflassen können, in diesem Winter. Nach den Weissagungen der Reifenindustrie darf man ja nur noch im Juli und August mit Sommereifen fahren :bloed:.


Mit Sommerreifen und ohne geTÜVter Wintereule konnte/musste ich es mir diesen Winter leisten, dank abzufeiernder Überstunden zu pokern. Es kam aber nicht zum befürchteten Schneeurlaub, gerade zwei Fahrten bei Schneeregen mit freier Strecke. Tag 1 und Tag 2, der aber heftig.

Dass die Reifenindustrie mit immer schneeärmeren Wintern ihre Felle davonschwimmen sieht, kann man verstehen. Je nach Region würde ich mich aber von solcher werbewirksamen Panikmache nicht beeinflussen lassen. Vorausschauendes Fahren und zur Not mal ein paar autofreie Tage liegen mir näher als die vermeintliche Sicherheit mit Winterreifen im Schnee so blind vertrauend wie im Sommer fahren zu können, vom Werkstattstress mal ganz abgesehen.

von Erich Hoinicke - am 14.03.2016 11:23
Ich bin ja immer noch hin und her gerissen. Mein Vater fährt nur schon seit über 2 Jahren Allwetter Reifen und ist begeistert. Auch in den Testberichten der einschlägigen Zeitschriften schneiden die Allwetter Dinger gar nicht mehr so schlecht ab wie noch vor ein paar Jahren. Da hat sich also offenbar viel getan. Dennoch traue ich den Reifen nicht so ganz über den Weg. Vor allem weil sie, wenn man nicht gerade ein Modell von ChangChong aus Hinterfernostasien wählt, doch merklich teurer sind als reine Sommer- oder Winterreifen. Und dann ist da natürlich noch die frage bis zu wie viel Kilometer im Jahr rechnet sich das. Wäre es ab einer gewissen Fahrleistung also nicht unterm Strich günstiger ich hole mir einen Satz Sommer- und einen Satz Winterreifen? Aber mich nervt das mit dem Werkstattbesuch zum Reifentausch immer so unsäglich. Zuhause selbst machen ist nicht weil ich das direkt an der Hauptstraße machen muss. Fragen über fragen...

Auf die Idee mit den Allwetter Schluffen bin ich gekommen weil ich aktuell nur einen Satz Felgen für mein Auto habe und ich mir für den Sommer dementsprechend noch Alus kaufen müsste. Ich könnte die aktuellen Winterreifen aber diesen Sommer noch runterraspeln und mir für nächsten Winter neue aufziehen lassen. Die aktuellen Gummis haben zwar noch reichlich Profil, sind aber ur-alt und entsprechend hart. Jedenfalls wäre das mein Problem aber nur aufgeschoben und nicht aufgehoben. Blöd ist das ich, wenn ich mir einen zweiten Satz Reifen holen möchte, halt eben auch neue Alus brauche. Und günstige Felgen zu finden die noch halbwegs gut aussehen und nicht schon schrottreif gegurkt wurden ist bei dem anscheinend unüblichen 100er Lochkreis meines Octavia nahezu unmöglich. Entweder finde ich nur winzige Felgen die auf dem großen Auto wie Schubkarrenreifen aussehen (winzige Felge aber dann Gummis drauf wie ein Traktor), die Felgen sehen aus als hätten sie schon jeden Bordstein der ganzen Stadt persönlich kennengelernt, oder der Verkäufer verlangt einen Horror Preis. :rolleyes:

Ich kann euch gar nicht sagen wie mich dieses Reifenhickhack jedes Jahr nervt. Vor allem weil wir hier eh in einer mehr warmen Klimazone liegen. Hier im Saartal ist es eher heiß und gerne auch mal verregnet. Aber wirklich kalt eventuell auch noch mit Schnee haben wir hier sehr selten.

von Spacelab - am 15.03.2016 10:40
Raeder mit LK 5x100 gibt es zuhauf. Ob sie dir gefallen, das ist dein Problem. Selbst der Autoteile Unger hat diverses verfuegbar, z. T. nicht einmal teuer. Da wuerde ich dann keine zerkratzten und moeglicherweise auch krummen Gebrauchtfelgen mehr in Betracht ziehen. Ich wuerde im Winter aber schlichte Stahlfelgen fahren und mir darueber keine weiteren Gedanken machen. Bei Ganzjahresreifen stellt sich bei dir die Felgenfrage ohnehin nicht, da hast du ja einen Satz.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hast du alte und hart gewordene Winterreifen. In der Tat koenntest du sie als Sommerreifen vergurken. Ich kann dir aber versprechen, dass die das unerwartet lange machen koennten. Auf meinem frueheren 206er Peugeot fuhr ich einen Winterreifensatz, den ich zehn- oder elfjaehrig mit praktisch neuwertigem Profil geschenkt bekam. Als Winterbereifung waren sie unbrauchbar, bei starkem Regen allerdings auch im Sommer - darauf will ich dich schon mal vorbereiten. Diese uralten Winterreifen haben jedenfalls noch einmal knapp 80 Tkm auf sommerlichen Autobahnen gefressen. Ich hatte mich als damaliger Berufspendler jedenfalls ueber den kostenlosen Reifensatz gefreut.

Hinzu kommt, dass sie zumeist lauter sind. Und was Geraeusche macht, das braucht dafuer Energie - und rollt schwerer. Und zuletzt koennte eventuell eine Geschwindigkeitsbegrenzung der Reifen gelten, selbst wenn du sie im Sommer faehrst.

Du schriebst, dass du kaum ausgepraegtes Winterwetter hast. In dieser Hinsicht koennten Ganzjahresreifen vielleicht ganz gut passen. Ihr Profil ist im Regelfall ein Kompromiss aus beiden Einsatzzwecken, der inzwischen aber durchweg ganz gut zu passen scheint. Die Gummimischung liegt meist naeher an der von Winterreifen. Damit erkauft man sich jedoch hoeheren Verschleiss und eine geringere Lebenserwartung zugunsten einer angemessenen Griffigkeit bei niedrigen Temperaturen. Man kann das aber auch als Vorteil sehen, denn so sind die Reifen eher verbraucht als sie alt und hart geworden sind. Je nach Fahrleistung und -profil koennten diese Ganzjahresreifen schon nach 2 oder 3 Jahren verbraucht sein. Allerdings solltest du wissen, dass nicht alle Laender Ganzjahresreifen als Winterbereifung zulassen. Von Oesterreich und Italien weiss ich, dass dich das Fahren mit Ganzjahresreifen im Winter richtig viel Geld kosten kann.

von PowerAM - am 15.03.2016 11:38
Hm... Ich hab mich nur mal so grob bei ATU umgeschaut. Unter 800 Euro komme ich da nicht weg. Und dann sind das die billigsten Alus mit den billigsten Reifen (Barum Sommerreifen). Aber das Hauptproblem ist natürlich der persönliche Geschmack. :D Die Winterreifen hat der Vorbesitzer auf 16 Zoll Alus aufziehen lassen und das sieht auf so einer Limousine popelig aus. Durch die riesen Radkästen und den hohen 55er Gummi wirkt die Felge gar niedlich. Ich hab mal so im halbdunkel mit dem Handy ein Foto gemacht damit du siehst was ich meine.


von Spacelab - am 15.03.2016 17:38
Zitat
Erich Hoinicke

Dass die Reifenindustrie mit immer schneeärmeren Wintern ihre Felle davonschwimmen sieht, kann man verstehen. Je nach Region würde ich mich aber von solcher werbewirksamen Panikmache nicht beeinflussen lassen. Vorausschauendes Fahren und zur Not mal ein paar autofreie Tage liegen mir näher als die vermeintliche Sicherheit mit Winterreifen im Schnee so blind vertrauend wie im Sommer fahren zu können, vom Werkstattstress mal ganz abgesehen.


Bedenke bitte, dass Sommerreifen auch bei niedrigen Temperaturen alleine bereits deutlich schlechtere Eigenschaften aufweise als Winterreifen (und umgekehrt). Das ist schon ein Grund für Winterreifen. Hinzu kommt, dass Du wirklich konsequent aufs Autofahren verzichten müßtest, wenn Schnee liegen bleibt (auch als Matsch) und Du nur Sommerreifen hast.
MIR wäre das zu riskant. Selbst in Gegenden wie der Rheinebene gab es jedes Jahr ein paar Tage, an denen Schnee auf der Fahrbahn lag.

von DH0GHU - am 15.03.2016 23:21
Zitat

Bedenke bitte, dass Sommerreifen auch bei niedrigen Temperaturen alleine bereits deutlich schlechtere Eigenschaften aufweisen als Winterreifen (und umgekehrt).


Das habe ich schon oft gelesen. Ist auch plausibel bei feuchtem Herbstlaub o.ä. Nur, wie sehr gilt das auch für trockenen Asphalt? Ich bin da eher pragmatisch veranlagt. Meine Lieblings-270°.Kurve fahre ich täglich, wenn trocken und frei, mit konstant 60 km/h (Tacho 65) und das, egal ob 30° oder 0°C. Ich merkte bisher keinen Unterschied im Grip, auch wenn er wahrscheinlich im höheren Grenzbereich messbar wäre.

Ich wundere mich heute selbst, wie es mir in den 15 Jahren Mini-Fahren überhaupt möglich war, heil durch jeden Winter zu kommen? Winterreifen? Gab's für 10" einfach nicht. Also ging's "vorausschauend" auf die Piste, in der Silvesternacht 1984/85 sogar mit 2 Minis und einem Bestattungswagen zum Feiern im Tiefschnee aufs Plateau des Gr. Feldbergs/Ts!

Einziger Dreher war Ende der 90er auf der A7 in den Kasseler Bergen bei nächtlichem Eisregen. Das wäre auch mit Winterreifen passiert. Waren die Mischungen also früher wegen geringerer Leistungsanforderungen etwa weniger hart oder man als junger Mensch nur unerfahrener/risikobereiter?

von Erich Hoinicke - am 16.03.2016 00:41
So hab' ich das mit den Winterreifen fuer den Smart gemacht. Ich hab' nach Weihnachten mit der Suche begonnen. Hinten gab es nagelneue Winterreifen aus China, die in den Testberichten wegen ihrer Geraeuschentwicklung bemaengelt wurden. Und nur deshalb. Wenn sie es schaffen sollten, das Getoese von diesem Triebwerk zu uebertoenen, dann waeren sie laut. Zudem fahre ich nicht mehr als ein paar Kilometer mit Tempo 80 auf der Autobahn. Kurzum, die Dinger sind nicht lauter als der Motor. Die Griffigkeit im Schnee war gut, auf Eis wie erwartet noch brauchbar und zudem haben sie nicht viel gekostet. Kurz zuvor hatte ich die Vorderreifen als (seltene) Ganzjahresreifen fuer 'nen Schnaeppchenpreis angeboten bekommen.

Soll mir recht sein, denn der Smart kriegt keine Sommerreifen von mir. Die Dinger verbrauchen keine Reifen, weshalb ebay-Kleinanzeigen voll ist von Reifensaetzen, die 10 Jahre alt sind und Profiltiefen zwischen 5 und 6 mm bieten koennen. Ich garantiere dir, beim Einsatz als Sommerreifen wird das in den kommenden Jahren auch nicht mehr nennenswert weniger. Die ersten 2 oder 3 mm faehrt man noch runter, dann ist die Gummimischung weit genug ausgehaertet, dass nicht mehr viel passiert.

Der Smart saust jetzt auf die 140 Tkm zu. Wie lange das Geschoss noch haelt, das weiss ich nicht. Ein Powerpack (Motor und Getriebe) liegt noch auf Halde. Soll angeblich an einem Nachmittag getauscht sein.

von PowerAM - am 16.03.2016 13:45
Wovon hängt eigentlich der Reifenverschleiß bei einem Fahrzeug ab? Ich dachte immer einfach und pauschal: kleine Autos verbrauchen wenig, große Autos viel Reifen. Aber mittlerweile kann ich das nicht mehr bestätigen. Mein Nachbar und der Vorbesitzer meines Skoda Octavia meinte mal "Bevor du damit die Reifen glatt gefahren hast, zerbröseln sie dir." Und wenn ich mir meine Winterreifen anschaue hat er zweifelsfrei recht. Die Dinger sind alt und mittlerweile hart geworden. Und dabei haben die noch über die Hälfte des profils drauf. Der Saab 9-3 meines Vaters ist hingegen genau das Gegenteil. Auf der Kiste wird kein Reifen alt. Der Hobel frisst Reifen wie nichts gutes.

von Spacelab - am 16.03.2016 13:59
Ich bin heute erst dazu gekommen mich mal etwas ausführlicher nach neuen Felgen umzuschauen und ich bin von mir selbst überrascht. Normalerweise hab ich einen recht teuren Geschmack. :D Aber ich habe, zumindest für meinen Geschmack, richtig gut aussehende Alus gefunden für gerade mal 344 Euro für 4 Stück. Neu! Sind aber nur 17 Zoll. Schon bei 18 Zoll gibt es direkt einen heftigen Preissprung (gut das doppelte!) und das ist mir das bisschen mehr Felge und bisschen weniger Gummi ehrlich gesagt nicht wert. Da muss ich ganz offen zugeben das mich da doch der Geiz packt. Bei den 17 Zöller die ich mir ausgesucht habe kämen 205/50 R17 drauf und das scheint mir so eine Allerweltsgröße zu sein. Denn den Gummi gibts schon für sehr schmales Geld. Für 36 Euro das Stück gibts "Wanli" (noch nie gehört) und ab 55 Euro gibts "Barum" und "Falken".

Jetzt weis ich aber immer noch nicht so recht ob ich mir Ganzjahresreifen holen soll oder nicht. Das geht schon beim Preis los. Der billigste, ein "Atlas", kostet bereits rund 62 Euro das Stück. Der günstigste Markenreifen, ein "Falken", kostet 92 Euro! Hinzu kommt das Ding mit der Kraftstoffeffiziens. Selbst der billige Wanli Sommerreifen hat hier Effiziensklasse "C". Der teure Falken Ganzjahresreifen nur Klasse "E". Eine Klasse entspricht ungefähr einem Mehrverbrauch von 0,1 Liter Kraftstoff pro 100km. Ich weis echt nicht ob sich das mit den Ganzjahresreifen lohnt. Oder ob ich nicht besser habe ich hole mir für diese extrem lauen Winter die wir hier bei mir haben irgendwelche günstigen Winterreifen.

von Spacelab - am 20.03.2016 16:48
Wanli ist ein Chinareifen. Wird in meinem Freundeskreis vielfach gefahren. Sind preiswert, halten als Sommerbereifung recht lange. Meist auf Brot-und-Butter-Autos montiert, mit denen keiner Rennen faehrt. Egal, die Dinger haben 'ne Zulassung und duerfen dir nicht bei bestimmungsgemaessem Gebrauch um die Ohren fliegen.

Ich hatte ja bereits ueber die Effizienzklassen referiert. Ansprueche an die Griffigkeit stehen der Effizienz schon einmal entgegen. Alles, was mit erhoehtem Geraeusch auffaellt, kann auch nicht besonders effizient sein. Die Energie fuer die Geraeuschentwicklung muss ja irgendwo herkommen. Intelligent designte Profile koennen hohe Schwellengeschwindigkeit vor dem Aquaplaning zulassen, ohne zu grossem Mehrverbrauch zu fuehren. Die Ballance aus dem Abfoerdern des stehnden Wassers und dem Erhalt des Fahrbahnkontakts ist aber nicht jedem Reifenmodell genauso gut gelungen. Schau' dir entsprechend deinen Anspruechen die Reifenprofile an und hoffe, dass die Gummimischung auch dazu passt.

Je nach Einsatzzweck nehme ich gern zwei- oder dreijaehrige Lagerware, die haelt dann einfach laenger. Wenn du recht wenig faehrst und auf die ggf. bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung (des Reifens!) achtest, dann koenntest du auch mit ganzjaehrig gefahrenen Winterreifen gluecklich werden. Auf ebay sind einige Reifengroessen noch als fabrikfrische Lagerware aus 2012/13 zu haben, was als Ganzjahresreifen dann schon optimal waere. Dann laufen die nicht gleich im ersten Sommer so stark ab.

von PowerAM - am 20.03.2016 18:19
Zitat
Radio_DDR
Es kommt immer auf die Region an. Man kann nicht das alpennahe Oberbayern mit dem Flachland des Nordens 1:1 vergleichen.


Sicher, aber HeibelA, auf den ich geantwortet habe, wohnt ja im erwähnten München.
Auch im Flachland kann es durchaus schon im Oktober Wintereinbrüche geben, ich habe das auch am Oberrhein schon mal erlebt, allerdings in der letzten Oktoberdekade.
Wer bis Ende Oktober keine Winterreifen drauf hat, sollte das wirklich nur dann so tun, wenn er ganz sicher ist, bei eventuellem Schneefall auch mal ein paar Stunden (länger bleibt er im Flachland dann ja nicht liegen) aufs Auto verzichten zu können.

Ich bins echt Leid, wegen irgendwelcher Idioten, die meinen, das wäre nur blabla, im Stau zu stehen... Da fehlt leider eine Basis für ein Privatklagerecht, um solchen Typen (z.B. auch Spediteuren, die ihre LKWs im Winter auf Sommerreifen fahren lassen, oder Verleihfirmen...) auch Verdienstausfälle, Freizeitverlust, geplatzte Geschäftstermine etc. in Rechnung stellen zu können.

von DH0GHU - am 26.10.2016 09:06
Hiesige Gemeidesatzung untersagt Anwohnern das Verwenden von Tausalz auch dort, wo der Winterdienst auf sie abgewaelzt wurde. Schnee und Eis muessen mechanisch beseitigt werden. Ist eine Vereisung damit nicht zu beseitigen, dann darf abstumpfendes Streugut verwendet werden. Namentlich genannt wurden Splitt und Kies. Das Streugut ist sofort wieder zu beseitigen, wenn die Gruende fuer das Ausbringen nicht mehr vorliegen.

Dagegen wird vom Bauhof der Gemeinde durchaus Salz ausgebracht. Seit vergangenem Jahr i. d. R. als Beimischung zu Kies, der hier zum Hauptstreumittel geworden ist. Wegen der aufwendigen Beseitigung soll Splitt nur noch im Notfall eingesetzt werden. Viel davon landete in Gruenflaechen und war dort kaum noch rauszukriegen.

von PowerAM - am 26.10.2016 15:06
Zitat
DH0GHU
Zitat
Radio_DDR
Es kommt immer auf die Region an. Man kann nicht das alpennahe Oberbayern mit dem Flachland des Nordens 1:1 vergleichen.


Sicher, aber HeibelA, auf den ich geantwortet habe, wohnt ja im erwähnten München.
Auch im Flachland kann es durchaus schon im Oktober Wintereinbrüche geben, ich habe das auch am Oberrhein schon mal erlebt, allerdings in der letzten Oktoberdekade.
Wer bis Ende Oktober keine Winterreifen drauf hat, sollte das wirklich nur dann so tun, wenn er ganz sicher ist, bei eventuellem Schneefall auch mal ein paar Stunden (länger bleibt er im Flachland dann ja nicht liegen) aufs Auto verzichten zu können.

Ich bins echt Leid, wegen irgendwelcher Idioten, die meinen, das wäre nur blabla, im Stau zu stehen... Da fehlt leider eine Basis für ein Privatklagerecht, um solchen Typen (z.B. auch Spediteuren, die ihre LKWs im Winter auf Sommerreifen fahren lassen, oder Verleihfirmen...) auch Verdienstausfälle, Freizeitverlust, geplatzte Geschäftstermine etc. in Rechnung stellen zu können.
Ich kann Dir versichern dass dies auf den ganz hohen Norden nicht zutrifft! Einzelfälle bleiben die Ausnahme aber von der Definition eines Wintereinbruches ist vor Ende November nicht zu rechnen.
Ich erinnere mich dass es einmal um den 20.11. geschneit hat, das müsste 1994 gewesen sein. Zudem gab es 2010 ein recht eisiges letztes Novemberdrittel. Das wars im Groben und Ganzen. :D

von Anonymer Teilnehmer - am 26.10.2016 20:41
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