Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
OT-Forum
Beiträge im Thema:
954
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
PowerAM, zerobase now, Peter Schwarz, Spacelab, dxbruelhart, Bengelbenny, Robert S., WiehengeBIERge, Martyn136, RTL 102.5 Fan, ... und 74 weitere

Wie wird der Winter?

Startbeitrag von zerobase now am 23.10.2008 09:57

Gut, der Sommer war nicht so dolle. Der Herbst ist ja jetzt auch schon über vier Wochen alt und bisher im normalen Bereich. Halt so wie man sich Herbst vorstellt. Schöne Tage abwechselnd mit trüben Regentagen.

Wie wird wohl der Winter 2008/2009? Offiziell ist zwar erst in gut zwei Monaten Winteranfang, aber der November und Dezember sind zumindest gefühlt eher dem Winter, als dem Herbst zuzurechnen.

Meist war es ja so, dass nach einem wechselhaften Sommer auch ein wechselhafter Winter folgt. Also einige kalte Perioden abwechselnd mit milderen Zeiträumen. Ingesamt mit eher wenig Schnee und wenn dann nur in höheren Lagen. Ich gehe davon aus, dass man die Schneetage im Flachland auch in diesem Winter wieder an einer Hand abzählen kann. Letzes Jahr war ja der Dezember kälter, als der Januar. Könnte vielleicht auch dieses Jahr wieder hinkommen. Ingesamt wird man sich wohl wieder auf viel fieses nass-kaltes Erkältungswetter einstellen müssen.

'Was glaubt ihr?

Die 50 interessantesten Antworten:

@ Staumelder: Ueber Herbst und Winter sagt man im Muensterland: "Entweder es regnet oder es laeuten die Glocken. Passiert beides, so ist Sonntag."

Ich weiss nicht, wie weit sich "dein Wetter" mit dem im Muensterland vergleichen laesst. Die 2005 unter der Schnee- und Eislast zusammengebrochenen Hochspannungsmasten hat man geflickt, es gibt also keinerlei Notwendigkeit fuer ueppigen Schneefall. Hier dominiert laut landlaeufiger Meinung der Ureinwohner regnerisches aber dafuer meist recht mildes Winterwetter. Schnee faellt zwar ab und an, jedoch bleibt er hier traditionell nicht sonderlich lange liegen.

Keine Ahnung, was der Winter bringen wird. Solange ich hier in Muenster bin, solange brauche ich keinen Winter. Es ist mir aber zum Lernen auch praktisch egal. Von mir aus kann es kalt sein und schneien. Meine Bude ist auf Bundeskosten warm und trocken. Zuhause kann ich mir die Heizerei sparen. Mich hier selbst zu verpflegen ist mit bislang auch gelungen - da die Truppenkueche dank Baumassnahmen baw. nicht betriebsfaehig ist. Schlecht waere Schneefall lediglich, wenn ich mir mal 'ne Heimfahrt vorgenommen habe. Aber darauf kann ich im Zweifelsfalle auch verzichten.

Allerdings will ich auch diesmal versuchen, mit Sommerreifen zu fahren, auch diesmal so lange es moeglich ist. Meine koreanischen Winterreifen sind auf laengeren Autobahnstrecken einfach nur grausig zu fahren. Sie haben keinen vernuenftigen Geradeauslauf. Solange es also nur kalt und maximal nass ist, solange bleiben die Sommerpneus im Einsatz.

von PowerAM - am 23.10.2008 15:18
Schön! Hoffentlich mit 3 Monaten geschlossener Schneedecke und Dauerfrost am Stück. Das wäre mal was. Lustig wird es im Winter eigentlich erst, wenn es mal unter -20° geht, oder wenn über Nacht mal 50cm Schnee am Stück fallen (in den Bergen auch mal 1m und mehr).
Die Winterreifen kommen jetzt eh um den Monatwechsel drauf und dann kann es wegen mir losgehen mit der weißen Jahreszeit. Übrigens habe ich bislang im Winter die meisten Gesichtssonnenbrände bekommen: Man denkt bei der Kälte einfach nicht daran, daß da was passieren kann. Geht aber schnell und die Haut trocknet schnell aus (schrundige Lippen also noch dazu)
Die trockene Heizungsluft ist es übrigens, die uns im Winter die "Erkältungen" spendiert, und nicht die niedrigen Temperaturen, und auch nicht der Schnee, der Wind oder der Regen! Wer also viel heizt, sollte den Hygrometer im Auge behalten und bei unter 40% Luftfeuchtigkeit entsprechende luftbefeuchtende Maßnahmen ergreifen! Ideal sind, glaube ich aus dem Stegreif, 60-70%.

So ein Tag wie heute bei -10° Tmax und 50cm Schnee...das ist mein Traumwetter!






von Peter Schwarz - am 23.10.2008 16:24
Ich erwarte vom Winter, dass die schmudelige, viel zu dunkle und etwas zu kühle Jahreszeit bald wieder vergeht. Ein Kalter Winter kostet einfach nur unnütz Geld, bei den schweine Gas- u. Strompreisen. Nicht jeder ist in der Lage sofort und immer mit Holz ö.Ä. heizen zu können, oder sich ein Null-Energie-Haus zu bauen.
Wenn jetzt alle wieder sofort mit Kohle und Holz feuern würden, wie in der DDR, wäre jede Diskussion über Schadstoffe und Feinstaub im Zusammenhang mit KFZ total hirnrissig, das wäre 100Millionen Mal mehr Luftverschmutzung, zu Ostzeiten hat man bei Inversionswetterlagen, wie sie im Winter oft auftreten, machmal kaum noch atmen können. Es stank sowieso schon die ganze Heizperiode nach Kohlequalm und Schwefelanteil in der Braunkohle. Mit den Gasheizungen, mit welchen jetzt in meinem Wohnviertel 95% der Leute die Wohnungen erwärmen, hat sich die Luftqualität im Winter wesentlich verbessert. Mit den immer mehr aufkommenden Kaminöfen wird auch macher Gartenabfall oder auch manch schadstoffhaltiger Holzscheit aus der Industrie verfeuert und die Luftqualität wird immer schlechter. Jeder hält sich nicht daran nur trockenes, unbehandeltes Holz zu feuern, leider....

Es ist auch fast unmöglich jeden "Kaminherren" nach irgend welchen Schadstoffen zu kontrollieren, aber die Autofahrer kann man mit jedem Öko-Mist greifen, siehe Umweltplaketten-Unsinn....
Demnächst wird mal wieder etwas an der KFZ-Steuer gedreht werden, u. A. auch unter dem Deckmantel der Umwelt...

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 29.10.2008 20:51
Wie kann man sich über Regen freuen...manche Leute hier sind echt :sonderbar:


Was Bauernregeln angeht:
Es gibt einige wenige, die eine statistische Eintreffwahrscheinlichkeit von deutlich über 50% haben, was dann meist aber auch nur für wenige Regionen gilt.
Ganz gut weg kommen im langjährigen Vergleich:

Die Siebenschläferregel, wenn man sie auf den Zeitraum erste Juliwoche anwendet:
Da sich bis dorthin einstellende Strömungsmuster bzw. die Lage der Frontalzone hält oft über viele Wochen an.

Die Dreikönigsregel:
Sie kann analog zur Siebenschläferregel verstanden werden. Wenn bis in die erste Januardekade sich keine winterliche Wetterlage durchsetzen kann, kommt danach meist keine mehr. Einzelne Schnee- und Kälteereignisse im Spätwinter kann es aber natürlich trotzdem geben.

Gerne herangenommen wird auch die Oktoberregel für die Vorhersage des Winters.
Allerdings bin ich bei dieser vorsichtiger. Es heisst ja, wenn der Oktober deutlich zu warm sei, sei ein kalter Winter wahrscheinlich. Warme Witterung im Oktober kann aber aus verschiedenen Wetterlagen resultieren. Ich denke, es kommt eher auf eine Betrachtung der Wetterlagen an als auf eine Betrachtung der Bodenmeßwerte. Wenn ich Temperatur, Niederschlagsmenge, Sonnenstunden hernehme, sagt dies ja erstmal noch wenig über die Wetterlage aus.

Was auf jeden Fall auffällt: Der deutliche Wärmeüberschuß der letzten Jahre (die ja bis auf wenige Ausnahmen durchweg im langjährigen Vergleich zu warm ausfielen, sommers wie winters) wurde abgebaut. Wir hatten dieses Jahr annähernd Normalwerte, es dürfte das erste Jahr seit langem werden, das NICHT deutlich zu warm ausfällt.

Diese These
http://www.wzforum.de/forum2/read.php?27,1277439,1277439#msg-1277439
scheint sich also tatsächlich zu bewahrheiten.
Insofern sehe ich durchaus auch Chancen, daß der Winter NICHT deutlich zu mild ausfällt. Ob es für einen echten Strengwinter reicht, wird sich zeigen. Die Weichen dafür werden in den nächsten 6-8 Wochen gestellt.


von Peter Schwarz - am 30.10.2008 09:25
Ein paar Zeilen noch zu Bauernregeln im Oktober. Man findet sie z.B. hier:

http://bauernregeln.net/oktober.html

Unter diesen finden sich gerade mal ein paar, welche was über den Winter aussagen mögen:

9. Oktober: # Donisl naß, Winter naß.
# Regen an Dionys, viel Regen und Schnee im Winter gewiß

18. Oktober: Ist St.Lukas mild und warm, kommt ein Winter, daß Gott erbarm`.

21. Oktober: # Ursula beginn, zeigt auf den Winter hin.
# Wie der St.Ursula-Tag anfängt, soll der Winter beschaffen sein.

26.Oktober: Warmer Gilbhart bringt fürwahr, stets einen kalten Januar.

Ein wichtiger Lostag ist der gestrige:
# 28. Oktober: Simon und Judä, hängen an die Stauden Schnee.
# Simon und Judas, fegt das Laub in die Gass.
# Simon und Juda , die zwei, führen oft den Schnee herbei.
# Schneid das Kraut, bevor es Juda klaut.
# Wer Weizen sät am Simonstage, dem trägt er goldne Ähren ohne Frage.
# Wenn Simon und Judas vorbei, so rückt der Winter herbei.
# Ist's an Judas hell und klar, gibt's Regen erst ab Cäcilia.
# Wenn Simon und Judas sind vorbei, ist der Weg zum Winter frei.
# Es sitzen auch die heiligen Herrn, am warmen Ofen gern.

Diese Ansammlung von Regeln um diesen Tag, die fast alle ins selbe Horn blasen, deuten auf eine Analogie hin (also eine sich häufig wiederholende bestimmte Witterung): Einen Kälteeinbruch Ende Oktober.

Prinzipiell ist es bei der Überprüfung von Bauernregeln wichtig:
a) entstanden sie vor oder nach der Kalenderreform von 1582. Ist ersteres der Fall, müssen sie auf ein anderes Datum angewandt werden, nämlich 10 Tage nach hinten verschoben werden.

b) woher stammen sie eigentlich? Dafür gibt es leider kaum Belege. Eine deutschsprachige Bauernregel kann aus einem recht großen Raum stammen, auch aus ehemals deutschsprachigen Gebieten (Ostpreußen, Österreich-Ungarn...) und trifft in den seltensten Fällen auf das ganze heutige deutschsprachige Gebiet zu. Eine Bauernregeln aus einem Alpental in der Steiermark dürfte wohl kaum auf die ostfriesische Nordseeküste anzuwenden sein, umgekehrt funktioniert es bestimmt genau so wenig.

Ich mache jetzt mal spasseshalber den bescheidenen (und eigentlich wenig sinnvollen) Versuch, oben genannte Bauernregeln für das heurige und das letzte Jahr, bezogen auf Aachen, zu betrachten:

Donisl naß, Winter naß.
Regen an Dionys, viel Regen und Schnee im Winter gewiß

Schauen wir also mal, wie es letztes Jahr um den Dionys bestellt war. Brachte er uns den Regen?

9. Oktober 2007:
Tmax 14°
Tmin 8°
Sonnenstunden: 0,2h
Niederschlagsmenge: 2mm
Luftfeuchte: 86%
Wetterspiegel.de mit seinen interessanten Tagesverläufen zeigt uns folgendes zusätzlich:
morgens noch kurze Aufheiterungen, Niederschlag ist auf Starkregen ab 23 Uhr rückzuführen.
Tagsüber schwachwindig, abends dann sinkender Luftdruck und anziehender Wind aus Süd.
Der folgende Tag zeigte sich bereits wieder freundlich und mild. Der Regen war also nur ein kurzes Ereignis (einzelner kräftiger Schauer innert einer Schönwetterperiode, eher untypisch für Oktober)
Ist die Frage, ob man den Regen noch zu diesem Tag zählt. Wenn ja, hätte ein nasser Winter folgen müssen (negativ), vermutlich haben die Bauern früher aber erst am nächsten Morgen geschaut, ob es geregnet hat und diesen Regen nicht dem Vortag zugerechnet. Der Tag selbst war ja nicht verregnet.

Im Fall "Bauernregeln von vor 1582" müssten wir den 19. Oktober betrachten:

19. Oktober 2007:
Tmax 10°
Tmin 6°
Sonne: 0,2h
Niederschlag: 0mm
Luftfeuchte: 79%
wetterspigel.de: ganztätig bedeckt mit nur einer kurzen Aufheiterung am Nachmittag.
insgesamt also eher bedecktes, kühles Wetter ohne grosse Ereignisse
-> keine Anwendung möglich


"18. Oktober: Ist St.Lukas mild und warm, kommt ein Winter, daß Gott erbarm`."

Für den Folgewinter brauchte es Gottes Erbarmen am ehesten für die Schneefreunde, nun schauen wir mal, wie mild und warm der Lukas war:

18. Oktober 2007:
Tmax 13°
Tmin 7°
Sonne: 3h
Niederschlag: 0,1mm
Feuchte: 81%
Wetterspiegel: zeigt uns Westwind, der im Lauf des Tages abschwächt und auf NW dreht,
Aufheiterungen am Vormittag und keinen Regen! (woher WO die 0,1mm nimmt?)
Kein ausgesprochen milder Tag, aber auch kein kalter, eher ein Durchschnittsvertreter!
Daher: keine Aussage möglich

...die Kalenderkorrektur miteinberechnet:
28. Oktober 2007:
Tmax 11°
Tmin 7°
Sonne: 1,5h
Niederschlag: 0,1mm
Feuchte: 76%
Wetterspiegel: zeigt uns einen Tag mit Südwind, der am Nachmittag kurze Aufheiterungen brachte und am späten Abend einen Schauer.
Also wohl auch nicht das, was der Bauer mit mild und warm (den klassischen "goldenenOktobertag" meint.
Es bleibt dabei, eine Aussage ist NICHT möglich (die Negation einer Bauernregel nach dem Motto: Nicht eingetroffen, also darf auch die Folgeaussage nicht eintreffen, ist nicht ohne weiteres möglich!)


Nehmen wir uns der Ursel an:

"Ursula beginn, zeigt auf den Winter hin.
Wie der St.Ursula-Tag anfängt, soll der Winter beschaffen sein."

21. Oktober 2007:
Tmax 8°
Tmin 3°
Sonne: 0h
Niederschlag: 3mm
Feuchte: 87%
Wetterspiegel zeigt uns einen klaren und recht frischen Beginn des Tages, Eintrübung danach mit Regen am Nachmittag. Es kommt ja aber auf den Morgen an. Demnach hätte ja ein kühler und tlw. auch sonniger Winter folgen müssen. Sonnig war der Winter, zumindest teilweise im Dezember und vor allem im Februar schon. Allerdings war er, mit Ausnahme um die Weihnachtszeit, auch recht mild.
Insofern also eher eine Niete. Auf Mitte Dezember betrachtet wäre es nicht so verkehrt gewesen.

oder ist Ursula eher eine ganz ganz alte Regel? Dann müssen wir mal schauen, was ihr Freund Wolfgang uns darbot:
31. Oktober 2007:
Tmax 13°
Tmin 3°
Sonne: 9h
Niederschlag: 0mm
Feuchte: 85%
Auch Wetterspiegel bestätigt: Nach nebligem Beginn ein sonniger Tag. Also der perfekte Herbsttag zum Ausklang des Oktobers. Ein eher herbstlicher Winter mit Nebeltagen, aber auch Sonne?
Das hat doch schon was. Solche Wetterlagen gab es im Winter tatsächlich, vor allem um Weihnachten herum.

Kommt der Gilbhart dran:
"Warmer Gilbhart bringt fürwahr, stets einen kalten Januar."

26.10.2007:
Tmax 9°
Tmin 7°
Sonne 0h
Niederschlag: 0mm
Feuchte: 81%
Wetterspiegel vervollständigt den Eindruck: Ein bedeckter trostloser Tag mit Ostwind. Also kein warmer Gilbhart.

Der vorgregorianische Gilbhart würde fallen auf den
5.11.2007:
Tmax 10°
Tmin 7°
Sonne 0h
Niederschlag: 3mm
Feuchte: 74%
Kalt war er also nicht, aber ein windiger Bruder war es, wie uns Wetterspiegel noch zeigt:
ab dem Nachmittag Südwestwind, der zum Abend stürmisch wurde und dann auch Regen brachte.
Eher hart als gilb also...
Gilbhart fällt also in jedem Fall für 2007 aus

Jetzt zum großen Lostag, Simon und Judas:
28. 10. 2007:
Tmax 11°
Tmin 8°
Sonne 1h
Niederschlag: 0,1mm
Feuchte: 76%
Südwind brachte er uns, kurze Aufheiterungen am Nachmittag, ein bissl Regen am späten Abend. Also ein Durchschnittstag für den Spätherbst, möchte man sagen. Auf durchaus noch hohem Temperaturniveau. Ein Kälteeinbruch erfolgte 2007 Ende Oktober/Anfang November nicht.

Die meisten Bauernregeln griffen also 2007 gar nicht, eine Aussage auf den Winter liess sich damit beim besten Willen NICHT machen, höchstens war ansatzweise herauszulesen, daß der Winter auch neblig bis sonnige Herbstlagen bringen könnte, das traf ja dann auch teilweise zu!

Schauen wir uns für 2008 an

die Dionys-Regel:
9.10.2008:
Tmax 16°
Tmin 9°
Sonne: 4h
Niederschlag: 0mm
Feuchte: 87%

Ein ruhiger, schwachwindiger Tag mit Auflockerungen am Nachmittag, zum Abend dann ganz wolkenlos. Er war also keinesfalls NASS!

19.10.2008:
Tmax: 15°
Tmin: 7°
Sonne: 7h
Niederschlag: 0mm
Feuchte: 76%
Ja, auch dieser Tag war NICHT nass. Sofern greift Dionys in diesem Jahr in Aachen gewiss nicht.

Machen wir uns auf Lukas' Spuren:
18.10.2008:
Tmax 14°
Tmin 5°
Sonne 7h
Niederschlag: 0mm
Feuchte: 80%
Ein goldener Oktober-Tag wie aus dem Buche, nur etwas windig war er. Mild, das war er aber durchaus.

Doch, o weh, ist Lukas vielleicht ein alter Bursche?
28.10.2008:
Tmax 9°
Tmin 3°
Sonne 7h
Niederschlag 0mm
ein feiner sonniger Tag war vorgestern, aber auch nicht in ganz Deutschland. Warm war er allerdings mitnichten.

Für den ersten Fall hätten wir aber schon mal eine Chance auf einen kalten, harten Winter!!

Wie fing denn die Ursel an?

21. Oktober 2008:
Tmax 11°
Tmin 11°
Sonne 0,1h
Niederschlag 4mm
Feuchte 85%
Die Ursel begann windig und brachte uns gleich Regen mit...na das hört sich nicht so gut an.
Was mag sie wohl, altkalendarisch auf den 31. geschlüpft, morgen bringen?
Nasskaltes Wetter...das könnte im Winter, wenn es ein paar Grade kühler wird, dann doch noch Hoffnung auf Schnee geben...aber insg. in beiden Fällen doch eher ein nasser Winter, ob nun Wasser in fester oder flüssiger Form.

Der Gilbhart war am 26. nicht warm, fällt daher also aus.

Hmmm, alles nicht so ergiebig und vor allem so wenig eindeutig.
Es gibt noch ein paar zeitlich großflächigere Bauernregeln, vielleicht sagen die uns ja was??

"Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will."
Ja, wie war er denn nun, der Oktober? Er ist mit uns Achterbahn gefahren. Am Anfang schon Schnee in den Alpen, zwischendrin immer wieder viele schöne und warme Tage und jetzt das Winterintermezzo bis in mittlere Lagen zum Schluß. Könnte nun ja heissen, daß der Winter ähnliches vorhat.

"Warmer Oktober bingt fürwahr, stets eine nkalten Februar."
siehe oben, im Schnitt fällt er normal aus...aber was zählt nun?

"Schneit's im Oktober gleich, wird der Winter weich."
Wenn das gleich für den Anfang steht, wäre es zumindest für den Alpenraum ein Hinweis auf einen eher sanften Winter.

"Viel Nebel im Oktober, viel Schnee im Winter."
Extrem viel Nebel hatten wir hier nicht, wie sah es andernorts aus?

"Im Oktober Sturm und Wind, uns den frühen Winter kündt."
Davon kann keine Rede sein, also bräuchten wir wohl keinen ernsthaften Wintereinbruch vor Weihnachten befürchten.

Eine Regel gibt es noch, auf die ist Verlass, und zwar nach dem derzeitigen Kalender:
"Bringt Allerheiligen (1. November) einen Winter, so bringt Martini (11. November) einen Sommer."

...will sagen, der Wintereinbruch um Allerheiligen herum (dieses Jahr ein paar Tage früher) hält nicht lange vor, oft folgt danach eine ausgesprochen warme Periode. Dafür sind die Anzeichen schon gegeben.

Ein kaltes Allerheiligen mit Martinisommer hernach...wann gab es diese Konstellation zuletzt. Das muss schon länger her sein, so mein erster Verdacht. Und ja, es ist tatsächlich so:
Zuletzt 1985! Nun, was folgte? Sicherlich kein schlechter Winter, vor allem der Februar war schneereich und kalt.

1980, ein bisschen nach hinten verschoben um 2-3 Tage...wiederum ein brauchbarer, wenn auch kein grosser WInter folgte dem auf den Fuß.

1966, in sehr markanter aber rascherer Abfolge: danach ein eher schneearmer Winter

1956 - es folgte ein schlechter Winter

1941 (sehr markant) - es folgte ab Mitte Januar ein sehr schneereicher und kalter Winter!

1949 - der Winter war ein Totalausfall

1950 (weniger markant) - ein sehr schneereicher Frühwinter, aber ab Januar dann nix mehr

1955 (Kälte nicht so markant, aber sehr warmer Martinisommer mit über 20°) - schneereicher Februar!

1956 - sehr schlechter Winter

Diese Analogie scheint also eher aus vergangenen Tagen zu sein. Mittlerweile kommt der Kälteeinbruch zu Allerheiligen immer seltener vor. Vielmehr ist es sogar oft um diesen Zeitraum besonders mild und sonnig, also genau das Gegenteil vom sprichwörtlichen "Allerheiligenwetter".
Eine Aussage auf den darauffolgenden Winter lässt sich anhand eines Kälteeinbruchs Ende Oktober/Anfang November offensichtlich nicht machen. Schlechte Winter folgten genauso wie gute! Nur die Kombi Allerheiligenwinter-Martinisommer, die scheint wirklich zu treffen!

von Peter Schwarz - am 30.10.2008 12:18
Ich hab derzeit schon noch getrennte Sommer- und Winterreifen, allerdings denke ich das es von den Wintereigenschaften her besser ist sich alle zwei oder drei Jahre neue Ganzjahresreifen zu kaufen, als mit sechs oder sieben Jahren alten, ausgehärteten, echten Winterreifen rumzufahren, denn älter als vier Jahre sollten Winterreifen eigentlich nicht werden. Allerdings gibt es bei den Ganzjahresreifen und auch Winterreifen massive Qualitätsunterschiede, von den Billigmodellen sollte man auf jeden Fall die Finger lassen. Aber ich denke Markenganzjahresreifen wie Goodyear oder Dunlop fährt man nicht so schlecht. Und da braucht es dann schon einiges an Jahresfahrleistungen um die Winterreifen in vier Jahren runterzubringen, so durchschnittliche 18.000km p.a. dürften da imho nicht reichen.

Will dann mal auch eine Prognose zum Winter wage:

restlicher Dezember: Wird wohl ungefähr so sein, wie der Dezember bisher war.

Januar: Ziehmlich kalt aber eher wenig Niederschläge. Wird zwar wohl zwei oder drei Tage gehen an denen es auch im Flachland 10-15 cm Neuschnee gibt, aber ansonsten schätze ich sind die meisten Januartage zwar eisig kalt aber sonnig und klar.

Februar: Die ersten zwei Wochen werden wohl eher mild werden, aber auch ziehmlich nass. Denke die meisten Niederschläge werden als normaler Regen niedergehen, höchstens das etwas Matschregen oder schlimmstenfalls Schneeregen dabei ist. Von Fasching bis Ende des Monats tippe ich auf einen schönen Vorfrühling.

März: Nachdem die ersten paar Tage der Vorfrühling anhält kommt ein Frühlingssturm der einen heftigen Wintereinbruch und viel Schnee mit sich bringt, der durchaus 5-8 Tage anhalten kann. Bis so zum 20. März wirds dann wohl relativ kalt bleiben, bis dann der Frühling anfängt.

von Martyn136 - am 16.12.2008 23:30
zerobase: :boese: Also so alt, wie Du mich mit dieser Schlussfolgerung schätzt, bin ich dann auch noch nicht. Mit den 4-5 Mal meinte ich, daß es wirklich über das gesamte Weihnachtsfest hin frostig und weiß war. Weiße Weihnachten in Form von "Schnee an einem oder mehreren Tagen zwischen dem 24. und 26.12." habe ich viel öfter erlebt, etwa in jedem zweiten bis dritten Jahr. Eine längere Schneepause zum Christfest gab es Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre.
Du musst aber bedenken, dass ich Weihnachten zumeist am Fuße der Alb auf etwa 400 Meter Seehöhe verbracht habe. Da ist vielleicht Schnee zu Weihnachten etwas wahrscheinlicher als im nordwestdeutschen Flachland.
Was mir auffiel, und was auch durch die Recherche auf Wetteronline bestätigt wurde: Der Heiligabend war wirklich meist trocken! Auch wenn es die Tage davor und danach eher niederschlagreich zuging.
Es gab einmal ein total verregnetes Weihnachten, irgendwann in den 90ern...da war ich dann Frustwandern im strömenden Schiff, weil ich sonst über die Feiertage den Stubenkoller bekomme.



von Peter Schwarz - am 19.12.2008 15:01
Bedenke, zerobase, die Witterung hält sich nicht an den Kalender. Phänologisch gesehen ist das Spiel schon lang gelaufen. Denn mit dem Erblühen der Schneeglöckchen setzt der Vorfrühling ein. Da Vorgärten ein spezielles Klima aufweisen, nehme ich immer die Krokusblüte! Schneeglöckchen blühen ja oft schon Ende Januar an geschützten Stellen (gerade da, wo lange und dick Schnee liegt, die Wärme vom Haus aber unterirdisch heizte) Also: Mein Zeiger für den Beginn des Vorfrühlings in Dorf und Stadt ist die Krokusblüte. In Holland gibt es sogar extra "Krokusferien", weil man so froh ist, daß der hier meist nicht oder nur in Ansätzen existierende Winter vorbei ist. Naja, die meisten Holländer nutzen das für den Skiurlaub. Freilich kommt es in manchen Jahren noch zu Kälteeinbrüchen, auch mit Schnee und Graupel bis in tiefe Lagen im März und April. In Mittelgebirgen sind auch Schneefälle und Nachtfröste im Mai nicht ungewöhnlich. Trotzdem würde man dann nicht mehr von Winter sprechen, solange dies kurze Intermezzi sind. Das ist einfach normales Frühlingswetter.

von Peter Schwarz - am 16.03.2009 14:07
Bald geht es ja wieder los und meteologisch ist er ja schon am 01.11. Zeit also für eine kleine Vorschau auf den Winter 09/10.

Der Oktober war temperaturmässig sicherlich im guten Durschnitt. Etwas wärmere Phasen wurden durch das kurze Winterintermezzo Mitte Oktober wieder ausgeglichen. Hier im Flachland gab es auch schon 2 Frostnächte.

Der November war bisher eher zu warm und ein Winterbruch zeichnet sich ja auch erstmal nicht ab. Im Gegenteil zur Mitte hin soll es ja richtig frühlingshaft werden. Da muss der November sich in der zweiten Hälfte aber mächtig anstrengen um das noch rauszureissen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der November zu warm sein.

Der weitere Winterverlauf ist ja bisher noch unsicher, aber man muss kein Prophet sein, um zu vermuten, dass auch dieser Winter bestenfalls durchschnittlich ausfallen wird. Ich persönlich gehe davon aus, dass es eher zu warm sein wird und Schnee im Flachland eine sehr seltenen Erscheinung sein wird. Wahrscheinlich wird der Zeitraum Februar/März wieder zu den kältesten Perioden gehören, so wie die letzten Jahre auch.

von zerobase now - am 11.11.2009 12:50
3 cm Schnee ist alles was heuer bis jetzt war.

Nie vergessen werd ich den 06.März 2006, wohl mein "Wintererlebnis".
Damals hat es um 10:00 Uhr geregnet und wir solltn zu einem Geburtstag ins Rosental zu einem Gasthaus (liegt 600 m ca.).
Wir sagten telefonisch: Ach, wird ja nichts, so viel wird nicht schneien!

Als wir dort sind, bereits 15 cm Neuschnee und rutschige Fahrbahn.

Was dann passsiert ist, werd ich nie vergessen: Innerhalb von 4 Stunden hat es 1 Meter 50 im ganzen Becken geschneit! Und das ärgste: Während der ganzen Zeit kam kein Schneepflug vorbei, obwohl die sonst bereits bei 10 cm fahren! Innerhalb weniger Stunden war überall Hochwinter und das Anfang März

Wir sitzen im Gasthaus, kurz bevor wir heimfahren wollen, sagt einer optimistisch: wird schon aufhören, da geht auch noch der Strom weg :D
Als wir dann uns überwunden haben, nach hause zu fahren (es schneite immer noch sehr stark) war die sonst so breite Bundesstraße schmal wie ein Almweg, grad mal 1 Auto kam vorbei. Wir wollten auf die Autobahn: Die Auffahrt war voller Schnee, keine Möglichkeit.

Mit viel rutschen haben wir die 30 km dann geschafft. Zuhause versanken wir förmlich, als wir versuchten zum Haus zu kommen.

Werd ich nie vergessen! :D




von RTL 102.5 Fan - am 07.12.2009 21:02
Zitat
PowerAM
Wie der Schwarzpeter nebenan schon schrub, deutet sich fuer das kommenden Wochenende was an! Schnee im Flachland wird nicht in immensen Mengen kommen, wohl aber zweistellige Minusgrade in den Naechten bei Dauerfrost am Tage. In den Mittelgebirgen duerfte es eine ordentliche Einwinterung geben. Es bleibt spannend!!
Am Wochenende und auch nächste Woche wird es keine Einwinterung geben, weil die Niederschläge fehlen. Ein paar Flocken sind wohl nur am Freitag drin, wenn noch die letzten Reste des Regengebietes über uns liegen aber schon die Kaltluft vordringt. Ansonsten gibts am Wochenende und auch nächste Woche wohl trockene Kälte. Hier im Südosten wären für nächste Woche -10°C bis -6°C tagsüber und -12° bis -16°C nachts angekündigt.

Aber für weisse Weihnacht sähe es in der jetzigen Prognose gut aus. Ab 21.12. soll es demnach eine Milderung geben bei Heranrücken eines Niederschlagsgebietes geben. Trotz Milderung sollen es hier im Südosten dann so -6°C bis -2°C tagsüber und -8°C bis -4°C nachts sein, was bedeuten würde das die Niederschläge dann ausschliesslich als Schnee fallen würden. Im Südwesten und Nordosten würde das Temperaturniveau auch nur ein paar Grad höher liegen, aber trotzdem kalt genug für Schnee. Lediglich im Westen und Nordwesten würde dann wohl die Milderung so ausfallen, das es Schmuddelwetter bei Regen und Schneeregen geben würde.

Aber bis dahin sind es noch zwei Wochen, viel wert ist so eine Prognose damit nicht.

von Martyn136 - am 08.12.2009 17:08
Wir hatten in Kerkrade vom 3. Advent an gut 8 Tage Frostwetter, zu Weihnachten Tauwetter und dann wurde es erst wieder ab Silvester winterlich, in Süddeutschland gar erst ab dem 2.1. Und in den Zentralalpen, also z.B. in Innsbruck ist es bis über 1500m immer noch grün! Der Winter war bislang nur in Norddeutschland aussergewöhnlich. Aber es ist eigentlich immer so. Winter, die im Norden extrem sind, bringen in den Alpen meist Mistwinter! Selbst die grossen Schneefälle, die jetzt anekündigt wurden, haben die Alpen ausgespart. Wo ich morgen hinfahre (Going bei Kitzbühel) liegt im Tal auf 800m weniger Schnee als in der norddeutschen Tiefebene! Tatsache ist: Es könnte jetzt eine (für die Nordhälfte) aussergewöhnlich lange Dauerfrostperiode kommen, denn ein Ende ist derzeit noch nicht in Sicht. Nicht ganz alljährlich ist sicher auch, dass in grossen Teilen der Nordhemisphäre derzeit Frost und Schneedecke vorherrschen! Der Verlierer sind wie gesagt bislang die Alpen. Aber das ist wie gesagt in "Kaltwintern" normal. Schneemengenmässig sind mittlere bis milde Winter in den Hochlagen der Alpen viel besser. Hinzu kommt, dass es gerade in diesen "Kaltwintern" in den Alpentälern gar nicht mal so kalt ist, sondern dort oft milder als im norddeutschen Flachland.





von Peter Schwarz - am 08.01.2010 15:52
Zitat
Robert S.
Totaler Schwachsin,ich wär auch für Geschwindigkeitsbegrenzungen wenns halt glatt ist,in anderen Ländern fahrn die autos doch auch über geschlossene Schneeedecken,unser Finnlandingo kann bestimmt was dazu sagn ;)
Warum geht das hier net,nein die straßen müssen Schneefrei sein damit man ja schön rasen kann :bloed:
Verstehe wer will,ich tu es net....

Bei ner richtig komprimierten Schneebahn die einsähnliche Fahreigenschaften hat, hilft bei Verwendung von normalen Wintertraktionsreifen eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf z.B. 60 km/h auch nicht mehr, weil unter solchen Umständen in Kurfen oder falls man bremsen muss 60 km/h schon gefährlich sind.

Da müsste man dann schon auf 30 km/h beschränken und das ist inakzeptabel. Dann bräuchte man z.B. für eine 80km Strecke an die drei Stunden. Und das gäbe dann ein absolutes Verkehrschaos.

Was Länder wie Skandinavien betrifft ist es meines Wissens so das dort in Städten und Grossdörfern der Winterdienst ausserordentlich gut ist, und viel mehr gestreut und gesalzen wird als in Deutschland. Dementsprechend sind dort auch die Strassenverhältnisse tendenziell sogar besser als in Deutschland. Und in absolut ländlichen Gebieten wird oft mit Spikereifen oder ähnlichem gefahren.

von Martyn136 - am 09.01.2010 03:27
Zitat
§ 3 (1) StVO:
Geschwindigkeit

Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, daß er sein Fahrzeug ständig beherrscht. Er hat seine Geschwindigkeit insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie seinen persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. [...] Er darf nur so schnell fahren, daß er innerhalb der übersehbaren Strecke halten kann. [...]


Ich finde, hier ist die Geschwindigkeitsbeschraenkung hinreichend geregelt. Zudem sind starre Begrenzungen, etwa durch Beschilderung, im Zweifelsfall auch hinfaellig, wenn die Fahrbahnverhaeltnisse eine noch geringere Fahrgeschwindigkeit erfordern. Starre Geschwindigkeitsbegrenzungen koennen nicht auf wechselnde Witterungsbedingungen reagieren, daher halte ich sie nur fuer eine Maximalbegrenzung unter idealen Bedingungen fuer geeignet. Verkehrsbeeinlussungsanlagen, beispielsweise auf Autobahnen, koennen natuerlich trotzdem eingesetzt werden, da hier u. a. auch Aspekte der Regulierung des Verkehrsflusses fuer eine Geschwindigkeitsbegrenzung eine Rolle spielen koennen.



Dass im Ausland bei bei winterlichen Fahrbahnverhaeltnissen schneller und vielleicht sogar besser gefahren wird als bei uns, das mag ich nicht bestreiten. Ich bin in Finnland selbst schon Auto gefahren. Abgesehen von Ballungsraeumen wie Helsinki, Lahti oder auf den Autobahnen wird zwar zuegig aber recht aggressionsfrei gefahren. Unangenehm fielen mir nur Russen und Esten auf, die auf Autobahnen oder ausserorts unter chronischer Ignorierung jeglicher Geschwindigkeitsbegrenzungen unterwegs waren. Fuer sie galt in Helsinki offenbar auch kein Parkverbot.

Dazu kommt, dass in Finnland der Winter eine verlaessliche Groesse ist. Er kommt in der Regel frueh und haelt sich lange. Je nach Gegend sind fuenf bis sieben Monate dauerhafte Schneelandschaft durchaus normal. Das traegt zu einer gewissen Gewoehnung bei und erlaubt vielen auch, damit sicherer umzugehen.

In Deutschland, den Niederlanden und anderen Laendern Mitteleuropas ist der Winter dagegen von Jahr zu Jahr stark unterschiedlich. Mal kann man von einem Winter kaum sprechen, mal kommt er mit aller Wucht. Meist ist es aber nicht laengere Zeit am Stueck winterlich mit entsprechenden Schnee- und Eismengen. Daher stellt das Fahren auf winterlichen Fahrbahnen fuer viele Autofahrer eine Ausnahmesituation dar, der sie offenbar vielfach nicht gewachsen sind. Es mag ein Vorurteil sein, aber ich fuehlte mich kuerzlich in Limburg bei z. T. ueberfrorenen Strassen extrem unwohl. Nicht, weil ich davor Angst haette! Nein, Angst machten mir eher die dortigen Autofahrer, die m. E. nicht angepasste Fahrgeschwindigkeiten an den Tag legten. Und ich sah auch die Resultate, naemlich das eine oder andere Auto mit gelben Kennzeichen im Acker oder am Baum.

Dazu kommen ueberall Autofahrer auf Sommerreifen. Es schien jahrelang, dass man z. B. im Berliner Raum auf Winterbereifung verzichten koennte. Kann man auch, wenn man bereit ist, auf sein Fahrzeug bei schnee- und eisbedeckten Fahrbahnen zu verzichten. Wer nur in staedtischem Gebiet unterwegs ist, koennte eventuell auch mit Ganzjahresreifen gut leben, hat dann aber ein Provisorium, dass weder bei stark verschneiten Strassen noch bei sommerlicher Hitze ideal ist. Aber zumindest auf einigermassen geraeumten Strecken hat man damit im Augenblick noch leichte Vorteile gegenueber Sommerreifen.

von PowerAM - am 09.01.2010 08:56
Zitat
PowerAM
Die Phase mit milderen Temperaturen ist nur von kurzer Dauer. Mittel- und langfristig hat der Winter noch nicht ausgedient. Es sieht eher danach aus, dass sich eine stabile Winterlage etablieren kann.


13,4333
- RX: Blaupunkt Palm Beach (Sharx), Grundig WKC 6400 RDS (82 / 110 kHz), Sony CD-X MP70 (mobil), Lextronics Eton E5 (53 kHz), Roadstar TRA-2350 P (82 / 110 kHz)
52,7167 - ANT: 3-Element Yagi (UKW), Dipol (UKW)
| PEUGEOT 206 HDI éco | | ..88....92....96....100....104..|..108 MHz |



so soll es sein :spos:
Heut früh in Altenlfeld - 17 Grad,zur gleichen Zeit in Steinheid ,,nur,, - 8 Grad,aktuell milde - 6 Grad.
Heut war schönes Wetter,ideal um einen Winterspaziergang mit dem Hund übers verschneite Kieferle zu machn :)

von Robert S. - am 13.01.2010 19:59
Bringt als erstes mal Wetter und Klima nicht durcheinander. Das sind alles die üblichen Schwankungen.

Das globale Klima ist eine komplizierte Sache, komplizierter, als es viele wahrhaben wollen.
Hauptmotor ist natürlich, wie kann es anders sein, unser Fixstern, die Latüchte da oben am Himmelszelt.
Ist das Sönnchen mal ne Weile faul, frieren wir, siehe "kleine Eiszeit" im Mittelalter. Es wurde ja jetzt erst spekuliert, ob der Ofen nicht mal wieder ne Kunstpause einlegt. Denn die Sonnenflecken sollten seit gut zwei Jahren zunehmen, taten sie aber nicht. Erst pünktlich zu Weihnachten ging es wieder los. Wie nachhaltig und wie stark, das muss sich jetzt zeigen.
Es kann also sein, dass es, sollte die Sonne IPCC und Co. da einen Strich durch die Rechnung ziehen, trotz jeder Menge Co2 sogar kühler werden.
Auf jeden Fall ist es Blödsinn, von einem etwas kühleren Winter (was ja auch nur für Teile der Welt gilt, nicht mal für ganz Mitteleuropa!) auf eine Klimaentwicklung zu schliessen. Genauso wie ein oder zwei oder drei heisse Sommer noch nicht die Erde dahinschmelzen lassen.
Selbst wenn jetzt die westliche Ostsee zufriert, taugt das weder als Widerlegung noch als Beleg für einen Klimawandel!!

von Peter Schwarz - am 29.01.2010 10:56
@Peter Schwarz
Was ist denn eine "Latüchte"???
Ich weiß gar nicht mehr, wer als erstes das Klimawandel-Märchen erfunden hat. Waren´s die Klimaforscher oder die Politiker? Fakt ist jedenfalls, daß sich die sog. "Klimaforscher" ganz gehörig vor den Karren der Politiker spannen lassen, die sich gerne umweltbewußt geben (weil´s modern geworden ist; in Wirklichkeit ist auch in Europa das Umweltbewußtsein bislang kaum ausgeprägt). Heutzutage werden Forschungsprojekte nur noch finanziert, wenn sie den Klimawandel als Ergebnis vorwegnehmen. Wozu dann noch Forschung betrieben werden soll, ist mir selbst nicht klar. Die Meteorologie als naturwissenschaftliche Disziplin ist jedenfalls komplett im Eimer, und das weltweit. Das Schlimme ist nämlich, daß es inzwischen viele Meteorologen gibt, die selbst obiges Märchen für bare Münze nehmen. Wenn man beginnt, den Mist zu glauben, den man verzapft, dann ist es besser, seinen Job an den Nagel zu hängen. Angeblich "weltweit renommierte Klimaforscher" mit Doktorgrad und Professorentitel (ich will jetzt keine Namen nennen, aber sie tauchen oft genug in den Medien auf) sind in Wirklichkeit in gleichem Maße publicitysüchtig wie fachlich inkompetent. Die ergebnisoffenorientierte Grundlagenforschung ist praktisch ausgestorben; sie wird lediglich noch von den emeritierten Professoren der Altersstufe 75 + x privat weiterbetrieben.

von MHM - am 30.01.2010 20:49
Ach, viel zu schnell! ;) Die erste Maerzhaelfte darf noch durchweg frostig ausfallen - sowohl nachts als auch tagsueber. Gegen ein paar einzelne Tage mit minimalen Plusgraden ist nichts zu machen. In der zweiten Maerzhaelfte darf es dann Tagestemperaturen zwischen 5 und vielleicht auch mal 9 Grad geben. Die zweite Haelfte darf dann gern auch in einigen Naechten frostfrei sein. Allerdings duerfte das Monatsende dann wettermaessig gern wieder etwas aktiver werden. Schnelle Wechsel zwischen sonnigen Abschnitten, viel Bewoelkung und gelegentlichen Schauern.

Im April kann sich der Frost dann erstmal ganz langsam verabschieden, wobei einige Frostnaechte durchaus noch moeglich sind. Schliesslich muss es ja die frischen Fruehblueher in voller Bluete erwischen - wie irgendwie in jedem Jahr. :D Im weiteren Monatsverlauf des Aprils werden dann oefter mal zweistellige Pluswerte erreicht - an bitte nicht zuvielen Sonnentagen auch vielleicht mal 17 oder 18 Grad.

Der April gehoert in meiner Heimat zu den wechselhaftesten Monaten und so erwarte ich komplett verregnete Tage ebenso wie windige Tage mit minutenweisem Wechsel zwischen Sonne, Schauern und starker Bewoelkung. Zum Ende des Aprils kommt dann ab und an noch ein Kaelteeinbruch mit einstelligen Temperaturen am Tage und Nachtfrost. Damit sollte es sich aber nach ein paar Tagen bitte wieder erledigt haben.

von PowerAM - am 09.02.2010 15:43
Zitat
Peter Schwarz
Was heisst schon IMHO, da ist ja jede Bauernregel aussagekräftiger. Überprüfe doch mal anhand der Wetteronline-Statistiken für Deine nächstgelegene Wetterstation, ob das in den letzten 25 Jahren so hinhaut...

Reiseplaner: Prackenbach
Reisezeit : 10.02 - 03.03
statistischer Witterungsverlauf
Die mittlere Witterung stellte sich für Prackenbach in der Vergangenheit folgendermaßen ein:
Die mittlere Tageshöchsttemperatur lag zwischen 2°C und 8°C. Nachts kühlte es sich auf -6°C bis 2°C ab. Im Mittel fiel im entsprechenden Zeitraum an 9 Tagen Niederschlag. Pro Tag schien etwa 2 Stunden lang die Sonne. Über Ihre Reisezeit gemittelt wehte ein schwacher Wind der Stärke 3 Bft. Diese Analyse beruht auf Beobachtungen der letzten 14 Jahre.

Reiseplaner: Prackenbach
Reisezeit : 04.03 - 03.03
statistischer Witterungsverlauf
Die mittlere Witterung stellte sich für Prackenbach in der Vergangenheit folgendermaßen ein:
Die mittlere Tageshöchsttemperatur lag zwischen 5°C und 11°C. Nachts kühlte es sich auf -3°C bis 3°C ab. Im Mittel fiel im entsprechenden Zeitraum an 11 Tagen Niederschlag. Pro Tag schien etwa 3 Stunden lang die Sonne. Über Ihre Reisezeit gemittelt wehte ein schwacher Wind der Stärke 3 Bft. Diese Analyse beruht auf Beobachtungen der letzten 14 Jahre.

von Martyn136 - am 09.02.2010 22:22
Zitat
Peter Schwarz
Mann, sind die Leute hier alle am rumjammern, dabei haben wir gerade mal den 12. Februar. Was erwarten die? Das jetzt schon der Frühling ausbricht? Wie schnell sich die Leute doch an aussergewöhnlich warme Jahre gewöhnen...da wird ja auch ständig mit Ausnahmesommern wie 2003 verglichen, wenn es mal nicht 4 Wochen am Stück Freibadwetter gibt.


http://dxtagebuch.twoday.net/
http://noordzeefm.twoday.net
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein
QTH: Kerkrade 06e04/50n52
Kenwood KT-980F an 8-ele-Yagi auf Mast drehbar mit Rotor. Degen 1103 mit 60kHz-Filtern. "Martens-Rahmen" für MW.
TV: DVB-T/DVB-S-Kombireceiver von Technisat an Fuba UHF-Yagi drehbar, Grundig-TV für Analog-Empfang, DVB-T-Stick für unterwegs
Zweit-QTH: Tischardt 09e19/48n34, dort 17-ele-UKW-Yagi drehbar


Vollste zustimmung :spos:
Es ist Winter bis weit in den März hinein und so hat es auch zu bleiben
Erst jammen die Leute wenns zu Weihnachten kein Schnee gibt,dan wird gejammert wenn es mal Schnee gibt und es kälter wie - 5 Grad sin :rolleyes:
Wo lebn wir denn eigentlich.....

von Robert S. - am 13.02.2010 11:47
Grau ist keine Farbe? :rolleyes: Ich fuhr am Wochenende ueber Bernau und Altlandsberg nach Strausberg und dabei durch Teile meiner maerkischen Heimat, von denen ich bislang nicht annahm, dass sie ueberhaupt bewohnt sind. Sah aber oooch nich' anders auEs...

Was mault ihr eigentlich ob des Winters? :bloed: Schneereich ist zumindest der in diesem Jahr liegende Teil des Winters 2010/11 bislang nicht ausgefallen. Das setzt sich zwar erstmal fort, die Kaelte kehrt aber schon zurueck. Wir haben -3,5 Grad und bis -8 Grad soll es in dieser Nacht noch gehen. In der Mittelmark ist der Montag nun der 4. Tag in Folge mit Dauerfrost gewesen. Und so geht es erstmal auch weiter! Tagestemperaturen im Dauerfrost, nachts in offenen Lagen hier vielleicht sogar mit zweistelligen Minuswerten. In den Folgetagen gehen die Temperaturen noch etwas zurueck, es bleibt aber weitgehend niederschlagsfrei. Allgemein ist diese Lageentwicklung von einer unglaublichen Langweiligkeit gepraegt, dass man mit Ueberraschungen nicht zu rechnen braucht. Es bleibt also mittelfristig winterlich kalt - wenn auch schneearm.

von PowerAM - am 14.02.2011 17:45
Meteo Schweiz hat jetzt eine Winter-Bilanz veröffentlicht:
In Uster war es jedenfalls im Durchschnitt der 3 Monate eindeutig zu warm und viel zu schneearm:

http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/saisonflash/flash2011DJF.html

01. März 2011

Flash der MeteoSchweiz zum Winter 2010/2011

Der Winter 2010/2011 war in der Schweiz etwas milder als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990. In weiten Teilen der Alpen brachte er ein massives Niederschlagsdefizit. Die Westschweiz und das Mittelland erhielten deutlich mehr Sonne als im langjährigen Durchschnitt.

Kälte nur zu Winterbeginn
Anhaltende Winterkälte durch polare Luftmassen brachte nur der Dezember. Ab dem Jahreswechsel beherrschten dann herangeführte milde und vor allem auch trockene Luftmassen das Witterungsgeschehen in der Schweiz. War der Dezember noch 1.5 Grad kälter als im Mittel 1961-1990, zeigten sich der Januar 1 Grad und der Februar knapp 2 Grad zu warm. Über den ganzen Winter gemittelt ergibt sich schliesslich ein geringer Überschuss von 0.4 Grad. Unterschiede lassen sich dabei zwischen Tieflagen und Gipfellagen feststellen. In den Niederungen war der Winter verbreitet 0.5 bis 1.0 Grad zu warm. In Gipfellagen wurden normale oder zum Teil auch leicht unternormale Wintertemperaturen verzeichnet.

Ausgeprägte Wintertrockenheit
Vor allem im Alpenraum waren alle drei Wintermonate zu trocken. Im Wallis und in Graubünden fielen nur gerade 30 bis 70 Prozent der normalen Winterniederschläge. Im übrigen Alpengebiet waren es verbreitet 50 bis 80 Prozent. Im Flachland der Alpennordseite sowie auf der Alpensüdseite lieferte nur der Dezember Niederschlagsüberschüsse. Das winterliche Niederschlagsdefizit ist hier entsprechend am geringsten. Das Mittelland erhielt insgesamt 80 bis 100 Prozent der normalen Winterniederschläge. In der Westschweiz liegen die Werte etwas tiefer. Im Tessin fielen 70 bis 100 Prozent.

Sonnige Alpennordseite
Die im Januar und Februar vorherrschenden milden Luftmassen mit wenig winterlichem Charakter bescherten der Schweiz häufiger Sonnenschein als zu dieser Jahreszeit üblich. Vor allem in der Westschweiz erreichte die Besonnung bis zu 170 Prozent der normalen Werte. Auch im Mittelland sowie am Alpennordhang wurden regional gegen 160 Prozent der normalen Winterbesonnung aufgezeichnet. Verbreitet waren es hier zwischen 110 und 140 Prozent. In den übrigen Gebieten lag die Besonnung im normalen Bereich.


Stand: 1. März 2011, Klimadienste MeteoSchweiz

von dxbruelhart - am 07.03.2011 10:33
Zitat
dxbruelhart
Eine interessante Abhandlung findet sich derzeit im Wetterzentrale-Forum: Dort werden Parallelen aufgezeigt zu Wintern, die im November eine langanhaltende Hochdrucklage hatten, da gab es jeweils milde westwinddominierte Dezember, und dann stellte sich die Wetterlage im Januar aber tüchtig um, es gab damals im Januar jeweils wieder Hochdruck pur und Luft aus dem Osten, damit Tagestemperaturen von minus 20° und darunter;
Das würde aber bedeuten das es dann zwar kalt wird, aber kein Schnee fällt. Und falls doch mal ein Randtief kommt, dann gibt es nur ganz kleine Flöckchen. Mit trockener Kälte könnte ich schon leben, Hauptsache kein Schnee.

Zitat
Peter Schwarz
Auf schneebedeckter Fahrbahn fahre ich so gut wie auf trockener...alles besser als regennass.
Mein Ding ist es jedenfalls nicht. Das Schnee rutschig ist, ist ja nur das eine Problem. Hinzu kommt das man bei schneebedeckter Fahrbahn keinen Mittelstreifen mehr sieht, und bei akutem Schneefall die Flocken das Scheinwerferlicht so stark spiegeln und dadurch irritieren.

Auf 10 km ist es natürlich kein grosses Problem, aber über 150km sieht es ganz anders aus. Dass gefällt mir garnicht.

von Martyn136 - am 06.12.2011 14:05
Ich hatte im letzten Winter vollkommen vereiste Autobahnen erlebt, auf denen die sonst dem Wetter gegenueber weitgehend respektlosen LKW-Fahrer freiwillig vom Gas gingen und lieber irgendwie vorwaertskommen wollten als in die Planken zu rutschen.


Und so langsam wird die Mittelfristprognose konkret! Die letzten Modellrechnungen sahen fuer meine Heimat bis zum Ende der Woche weiterhin Niederschlaege und am Freitag sogar nochmal kurzzeitig ansteigende Temperaturen fuer diesen einen Tag. Bereits am Sonnabend geht es bei kaum nachlassenden Niederschlaegen mit den Temperaturen nach unten. Sonntags sieht die Prognose tagsueber zunaechst noch Regen und nachmittags bereits mittelmaessige Schneefaelle bei knapp ueber 0 Grad. Die folgenden Naechte bieten dann regelmaessig ausreichend Frost - bei Tagestemperaturen im Bereich leichter Plusgrade. Das sorgt dafuer, dass es tags antauen kann und es abends/nachts wieder ueberfriert.

Schaut man weiter in die Glaskugel so wird das Spiel in der gesamten kommenden Woche so weitergehen und es gibt abwechselnd Schneeregen, Regen oder Schnee bei leichten Plusgraden tagsueber und immer ausreichenden Nachtfrost fuer spiegelglatte Fahrbahnen am Morgen.

von PowerAM - am 06.12.2011 19:23
@Martyn: Da kannst Du Dich ja prima in die Reihe der Badewannensegler einreihen, die hier immer völlig sinnfrei die Strassen verstopfen. Wenn sie bei 2cm Schnee nicht mehr schneller als 40 fahren können, sollen sie daheim bleiben, die Tür verrammeln, bei ihrem Geldüberweiser anrufen und sagen: "Aufgrund der abnormen Witterungsumstände kann ich leider nicht zu Ihnen in den Dienst treten" und am besten gleich ganz die Latüchte ausknipsen oder zumindest ihren Führerschein abgeben. So etwas macht mich wahnsinnig. Und dann auf die Räumdienste schimpfen, weil der "Freie Fahrt für Freie Bürger"-ADAC-Motorwelt-Leser ja einen gesetzlich und vermutlich auch noch biblisch verankerten Anspruch auf stets ideale und wunschgemässe Strassenverhältnisse hat.

Ich entferne mich mental immer weiter von dieser Gesellschaft...irgendwann greife ich tatsächlich noch mal zum letzten Ausweg: Den Ausstieg auf die weitgehend von der modernen Zivilisation abgeschnittene Almhütte.

@PAM: Total vereiste Strassen sind freilich etwas anderes. Da sollte man es wirklich sehr sehr vorsichtig angehen lassen...denn da hilft auch beste Winterausrüstung nichts mehr. So etwas kommt aber a) eher selten vor und b) schon gar nicht in einem anständigen Winter, da in einem solchen die Temperatur nie über den Gefrierpunkt steigt und sich somit gar kein Eis bilden kann, sondern stets eine schön griffige Schneedecke vorherrscht, die per Weißräumung einwandfrei fahrbar gemacht wird.

Soweit der Schimpf am Donnerstag, ich gebe zurück an die angeschlossenen Funkhäuser.



von Peter Schwarz - am 08.12.2011 12:39
Zitat
Peter Schwarz
Wenn sie bei 2cm Schnee nicht mehr schneller als 40 fahren können, sollen sie daheim bleiben, die Tür verrammeln, bei ihrem Geldüberweiser anrufen und sagen: "Aufgrund der abnormen Witterungsumstände kann ich leider nicht zu Ihnen in den Dienst treten
Kommt natürlich auf die Strecke und Tageszeit drauf an. Nach 20 Uhr und vor 6 Uhr siehts abseits der Autobahnen und Bundesstrassen mit dem Winterdienst ja leider oft nicht so toll aus.

Zitat
Peter Schwarz
Total vereiste Strassen sind freilich etwas anderes. Da sollte man es wirklich sehr sehr vorsichtig angehen lassen...denn da hilft auch beste Winterausrüstung nichts mehr. So etwas kommt aber a) eher selten vor und b) schon gar nicht in einem anständigen Winter, da in einem solchen die Temperatur nie über den Gefrierpunkt steigt und sich somit gar kein Eis bilden kann, sondern stets eine schön griffige Schneedecke vorherrscht, die per Weißräumung einwandfrei fahrbar gemacht wird.
Weissräumungen sind inakzeptabel. Für die ersten Nutzer sind die Fahreigenschaften natürlich ganz annehmbar, aber auch durch die die Reibung und den Druck der Reifen wird die Oberfläche regelrecht verdichtet und poliert. Nach ein paar Stunden sind da die Fahreigentschaften wie auf Eis.

Ausserdem sind wir in Mitteleuropa und nicht nicht Grönland, hier gehören milde Phasen mit Sonne oder Regen einfach ebenso zum Winter wie zu Schnee. Und bei einer Aufmilderung wären solche Pisten garnicht mehr beherrschar.

Und selbst in Hohne Norden oder in Sibiren wo es im Winter bei Temperaturen unter den Gefrierpunkt bleibt, wird sich ein auftauen nicht verhindern lassen. Denn auch dort kommt zwischen dem langen Winter und dem kurzen Sommer der Frühling. Wo es tagsüber taut aber nachts noch gefriert. Und wenn du dann eine hochverdichtete, eisähnliche Schneeschicht auf dem Asphalt hast, dann hast du ein echtes Problem.

Zitat
PAM
Auf frischem Schnee laesst es sich unter Verzicht auf risikobehaftete Fahrmanoever und bei gemaessigter Geschwindigkeit eigentlich vergleichsweise gut fahren.
Kommt drauf an was du unter gemässigter Geschwindigkeit verstehtst. Wenn man selbst auf der Autobahn nur noch 60 km/h statt der üblichen 140 km/h fahren kann dann macht das, dann macht das bei 150km Hin- und Rückweg fast 3 Stunden Mehraufwand aus. Wenn man natürlich nur 15km Hin- und Rückweg hat, dann sind es nur 17 Minuten die sich verschmerzen lassen.

von Martyn136 - am 09.12.2011 02:27
Zitat
dxbruelhart
Eine interessante Abhandlung findet sich derzeit im Wetterzentrale-Forum: Dort werden Parallelen aufgezeigt zu Wintern, die im November eine langanhaltende Hochdrucklage hatten, da gab es jeweils milde westwinddominierte Dezember, und dann stellte sich die Wetterlage im Januar aber tüchtig um, es gab damals im Januar jeweils wieder Hochdruck pur und Luft aus dem Osten, damit Tagestemperaturen von minus 20° und darunter; diese Winter waren wohl noch vor 1950. Hier ist dieser Thread: http://www.wzforum.de/forum2/read.php?27,2293655,page=all


Zu solchen Themen lese ich immer wieder gern in "Abendrot Schönwetterbot'" von Bernhard Michels. In diesem Buch werden allgemeine Wetterregeln, die sich aus Beobachtungen ergeben haben, Monat für Monat ausführlich zusammengetragen. Dort heißt es: "War der November wolkenarm, so folgt in 7 von 10 Jahren ein wolkenreicher, milder Januar." Außerdem: "Nach einem milden November, besonders mit stürmischen Westlagen, folgt sehr oft ein kalter Januar." Demnach sieht es also nach einem milden Januar aus, was mir persönlich durchaus entgegen käme.


von Funkohr - am 09.12.2011 18:34
Der Winter im Radioforum

+10 Grad Celsius: Normalwinter am Niederrhein. alqaszar macht es sich im Rentierpullover vor dem Ofen gemütlich. MHM stellt einen Einbürgerungsantrag in Russland und kauft ein Haus in Werchojansk. Wrzlbrnft fährt noch einmal schnell alle ÖPNV-Linien der Schweiz ab, solange kein Schnee liegt. PAM lässt sich bei trübem Wetter unter leuchtendem Hausnummernschein die Zweitbanane zum Drittkaffee schmecken. Zerobase now schimpft über das trübe unwinterliche Wetter.

+5 Grad Celsius: Hochwinter am Niederrhein. alqaszar stellt noch ein Stövchen neben seinen Ohrensessel. MHM sitzt im Achselshirt auf der Terrasse und beginnt, an den Klimawandel zu glauben. Wrzlbrnft schaut ängstlich aufs Thermometer und betet, dass es nicht schneit. PAM lässt sich bei trübem Wetter unter leuchtendem Hausnummernschein die Zweitbanane zum Dritttkaffee schmecken und hört deutsche Schlager, in denen die rote Sonne vom Barabados besungen wird. Zerobase now schimpft über das trübe, nasskalte Wetter.

+2 Grad Celsius: Am Niederrhein werden die Strassen gesalzen. alqaszar startet Hamsterkäufe.
MHM ist entsetzt über die frühsommerlichen Temperaturen und bucht den Flug nach Sibirien. PAM lässt sich bei trübem Wetter unter leuchtendem Hausnummernschein die Zweitbanane zum Dritttkaffee schmecken und befürchtet, den Dienst nicht pünktlich antreten zu können. Wrzlbrnft schaut sich die Fahrpläne von Andalusien an. Zerobase now schimpft über das trübe, nasskalte Wetter.

0 Grad Celsius: MHM stuft den Winter auf Note 6 zurück und nimmt ein Bad in der Isar. Am Niederrhein liegen 2mm Schnee nebeneinander. 80km Stau auf der A61 ab Dreieck Brohltal nordwärts. alqaszar lässt die Rolläden herunter und setzt Notrufe ab. PAM lässt sich bei trübem Wetter unter leuchtendem Hausnummernschein die Zweitbanane zum Dritttkaffee schmecken und befürchtet ernsthaft, den Dienst nicht pünktlich antreten zu können. Wrzlbrnft fragt im Forum herum, wo noch kein Schnee liegt, um sich sofort dorthinzubegeben. Zerobase now ist begeistert von den 2mm Schnee horizontal.

-1 Grad Celsius: Am Niederrhein wird der Busverkehr eingestellt, Bahnen verkehren nur unregelmässig. alqaszar wirft eine seiner 200 gehamsterten Tiefkühlpizzen in den Ofen, lässt selbigen anschliessend 3 Stunden bei geöffneter Tür weiterlaufen zur Unterstützung von E-Ofen und Kamin. MHM ruft den Frühling aus und sucht einen günstigen Flug nach Novosibirsk. PAM lässt sich bei trübem Wetter unter leuchtendem Hausnummernschein die Zweitbanane zum Dritttkaffee schmecken und kommt 2 Minuten zu spät zum Dienst. Wrzlbrnft kauft sich eine Fahrkarte nach Andalusien. Zerobase now schimpft über das trübe Wetter und zu wenig Schnee.

-4 Grad Celsius: Die Strassen am Niederrhein sind dank 2cm Schneeauflage unpassierbar. Die ersten Betriebe gewähren Sonderurlaub aufgrund abnormer Wetterumstände. Alqaszar sitzt mit zwei Wolldecken im Ohrensessel. MHM beklagt die abnorme Wärme und den ständigen Sonnenschein und macht einen Spaziergang zum Ferchensee. Selbst dort nur -15° und damit T-Shirt-Wetter, wo soll das noch hinführen? Wrzlbrnft sitzt in einem McDonalds in Sevilla. PAM lässt sich bei trübem Wetter unter leuchtendem Hausnummernschein die Zweitbanane zum Dritttkaffee schmecken und kommt 4 Minuten zu spät zum Dienst, weil das Scheibenwasser im Auto eingefroren war. Zerobase now schimpft über das trübe Wetter und zu viel Schnee.

-10 Grad Celsius: Das Wasserrohr in alqaszars Haus ist eingefroren. Erste Versuche, es mit dem Bunsenbrenner wieder aufzutauen, scheitern. Der Handwerker vertröstet aufs Frühjahr, "vor Karneval wird dat nix mehr". MHM sitzt im T-Shirt auf der Terrasse und schlürft ein kühles Weissbier, träumt dabei von Sibirien, wo jetzt Winter ist. PAM lässt sich bei trübem Wetter unter leuchtendem Hausnummernschein die Zweitbanane zum Dritttkaffee schmecken, in Jacke und mit Schal bei 14 Grad am Dienstplatz. Wrzlbrnft hört die Wettervorhersage auf "RNE 3", die Schnee ankündigt. Er schaut nach den Fahrplänen der Fähre nach Marokko. Zerobase now schimpft über das trübe Wetter und die abnorme Kälte.

-12 Grad Celsius: Immer mehr Wasserrohre am Niederrhein frieren ein. Das öffentliche Leben liegt weitgehend lahm. Alqaszar bucht einen Flug nach Dubai. MHM zieht ein langärmliges Sweatshirt an und schüttelt den Kopf über den milden Nachmittag, derweil er sich auf die Suche nach Kältemulden macht, um einen Mittagsschlaf zu halten. PAM lässt sich bei trübem Wetter unter leuchtendem Hausnummernschein die Zweitbanane zum Dritttkaffee schmecken, dazu hat er eine Extra-Portion Graubrot und mittelalten Gouda eingepackt, um die Nacht notfalls in der mittlerweile nur noch 11 Grad warmen Dienststelle verbringen zu können. Wrzlbrnft storniert seine Fähre nach Marokko wieder, da Schneefälle im Atlasgebirge angekündigt sind. Da es auf Inseln meist kein ÖPNV-Netz gibt, das eine Reise lohnt, sucht er eine Verbindung nach Südamerika. Zerobase now schimpft auf das trübe Wetter und die anhaltende Jahrhundertkälte.

-15 Grad Celsius: Eisschollen treiben im Rhein. Alqaszar erkundigt sich nach einer Stelle in Sprachschulen in der Karibik. MHM fragt sich, ob es in diesem Winter auch nochmal kalt wird und schaut seiner Meisenbande im Garten zu. PAM lässt sich bei trübem Wetter unter leuchtendem Hausnummernschein die Zweitbanane zum Dritttkaffee schmecken. Wrzlbrnft sucht immer noch nach einer erreichbaren schneefreien Region mit interessantem ÖPNV-Netz. Zerobase now schimpft auf das trübe Wetter und die grausige Russenkälte.

-18 Grad Celsius: Die Heizung in alqaszars Haus fällt aus. Die Holzvorräte für den Kamin gehen zu Neige. In den Super- und Baumärkten am Niederrhein ist alles ausverkauft. Der WDR sendet 24h nonstop "Brennpunkt: Der Jahrtausendwinter! Ganz NRW bibbert!". MHM spielt eine Runde Tischtennis im Kurgarten. PAM lässt sich bei trübem Wetter unter leuchtendem Hausnummernschein die Zweitbanane schmecken. Der Kaffee fällt aus, da in der PAMpa mittlerweile auch die Wasserleitung eingefroren ist. Wrzlbrnft zieht den Vorhang zu und schaut sich alte Handyaufnahmen seiner Bahnreisen an. Zerobase now schimpft auf das trübe Wetter und fragt, wann endlich der Frühling kommt.

-20 Grad Celsius: Alqaszar schläft vor dem geöffneten, auf 250° laufenden Backofen. Die NRW-Landesregierung ruft den Notstand aus. Der Bahnverkehr wird eingestellt. Die Lebensmittelvorräte rationiert. MHM lässt sich im Biergarten ein Cordon bleu schmecken. PAM beisst frustriert unter leuchtendem Hausnummernschein in sein Graubrot. Die Bananen sind ausverkauft, derweil bricht PAM auf, um Schnee zu sammeln, aus dem er Kaffeewasser bereiten will. Wrzlbrnft kauft sämtliche Softdrinks und Fertiggerichte in allen spanischen Hypermercados und reist aus dem verschneiten Andalusien wieder in die ebenfalls verschneite Heimat zurück. Da er dabei nicht durch Deutschland kommt, verläuft die Reise absolut reibungslos. Zerobase now schimpft auf das trübe Wetter und den Klimawandel.

-22 Grad Celsius: Die NRW-Regierung bereitet den Niederrhein auf eine Evakuierung vor. Von alqaszar gibt es seit Tagen kein Lebenszeichen mehr. In Düsseldorf fragt man sich, wieso im so geschmähtem östlichen Landesteil, wo es 2 Grad kälter ist, das Leben weitgehend normal verläuft. MHM findet die heutige Tmax einigermassen in Ordnung und stuft den Winter auf Note 4- herauf. Wrzlbrnft hat Langeweile und spamt Forum und Facebook zu. Zerobase now schimpft auf das trübe Wetter. PAM isst eine Scheibe Graubrot.


-24 Grad Celsius: Die Strassen am Niederrhein sind leer. Es fliegen Rosinenbomber über die Städte, um Nahrungsmittel abzuwerfen. Dies führt zu Massenschlägereien in den Vorstadtbezirken, die blutig enden. MHM konstantiert, dass es allmählich Winter wird. Er holt die Jacke aus dem Schrank und widmet sich dem Schneeschaufeln, da es in der Nacht 80cm geschneit hat. In Basel liegen mittlerweile auch 30cm Schnee. Wrzlbrnft schreibt automatisiert im 30-Sekunden-Rhtyhmus "Ich hasse Schnee" über alle ihm verfügbaren Mitteilungskanäle. Zerobase now schimpft auf das trübe Wetter und sieht das nahe Ende kommen. Der erste Tag seit Bestehen des Radioforums ohne Beitrag von Power AM.


-29 Grad Celsius: Auch der Luftverkehr wird am Niederrhein eingestellt. Alqaszars Auswanderungspläne sind somit vereitelt. Stattdessen stellt er Heizstrahler und Heizlüfter in und ums Haus auf, um nicht zu erfrieren. MHM ist frustriert, weil es immer noch keinen Tmin-Rekord in abgelegenen Karwendeltälern gegeben hat und fragt sich, warum immer alle von extremer Kälte reden, wo doch durchschnittliches Winterwetter herrscht. Wrzlbrnft sucht ein tropisches Badeparadies auf, wo er sich mit dem Laptop auf dem Schoss in die letzte freie Liege wirft. Zerobase now schimpft über das trübe, kalte Wetter. dxbruelhart eröffnet einen Thread "Was ist mit Power AM?", nachdem dieser schon seit 40 Stunden kein Posting abgesetzt hat.

-31 Grad Celsius: Die Karnevalsumzüge im Rheinland werden endgültig abgesagt. Alqaszar schläft auf eingeschalteter Herdplatte. MHM stellt fest, dass sein Plan zur Wiedereinführung des Winters in Mitteleuropa zu gelingen scheint. Frohgemut spaziert er mit Fellstiefeln und Russenmütze durch das tief verschneite und von der Aussenwelt abgeschnittene Mittenwald, wo das Leben seinen normalen Gang geht. Wrzlbrnft hat es mit seinem Dauernotruf "Ich hasse Winter" auf die Titelseite von "20 Minuten", Blick, Kronenzeitung und Bild geschafft. dxbruelhart informiert die Polizei über das Abbleiben von Power AM.

-35 Grad Celsius: Alqaszar nimmt ein Dauer-Fußbad im Wasserkocher. MHM stellt mit Erstaunen fest, dass es in Mittenwald mittlerweile kälter ist als in Novosibirsk. Wrzlbrnft erlebt eine schwere Lebenskrise, nachdem sein neues Smartphone auf dem Weg vom Bahnhof zum Schnellrestaurant aufgrund der Kälte den Dienst quittiert hat. Power AM schickt ein Posting aus der Chiquita-Plantage in Ecuador, wo er sich Punkt 10 Uhr den Zehntkaffee zur Hundertbanane gönnt. dxbruelhart fällt ein Stein vom Herzen. zerobase now schimpft über das trübe Wetter.

-40 Grad Celsius: In NRW bricht die Energieversorgung zusammen. alqaszar prangert den unerwarteten Klimawandel an, der von der kapitalistich-imperialistischen Gesellschaft verursacht wurde. Nach Abschicken dieses Postings sind die Akkus seines Notebooks leer. MHM schultert den Eispickel und geht eine Runde Eisbaden in der mittlerweile zugefrorenen Isar. Wrzlbrnft überspielt schnell seine alten Kuttner-Folgen auf Kassette, bevor die Elektronik seines Notebooks auch noch den Dienst quittiert. Ein gegenüber sitzender ÖPNV-Gast empfiehlt ihm einen Psychologen, da er die andauernde Wiederholung der Phrase "Ich hasse Winter" leicht abnormal findet. Power AM nimmt dienstliche Pflichten in Ecuador wahr und ärgert sich, dass dort "russische Eier" und Soljanka anscheinend unbekannt sind. zerobase now schimpft über das trübe Wetter, was keiner mehr hören oder lesen kann, da es in NRW ja keinen Strom mehr gibt.

-45 Grad Celsius: Keine Lebenszeichen mehr vom Niederrhein. MHM schaltet die Heizung auf Stufe 1, aber nur, damit die Wasserleitung in einer kalten Nacht nicht einfriert. Wrzlbrnft sitzt in vor- und zurückwippender Ganzkörperklammerhaltung auf einem Bahnsteig in Rapperswil und murmelt mit glasigem Blick "Ich hasse Winter". Power AM hat Verstopfung nach der 2000sten Banane in 3 Tagen und verlässt die Plantage. zerobase now notiert seine Kommentare über das trübe und kalte Wetter auf Papier, damit er es bei Wiedereinsetzen der Stromversorgung sofort mitteilen kann.

-50 Grad Celsius: In NRW wird der Katastrophenzustand verhängt. Die Bevölkerung ist bereits um die Hälfte geschrumpft. Alqaszar vermutet eine Eiszeit. MHM hat endlich eine Rekord-Tmax für Februar im Karwendel gemessen und trinkt statt des Weißbiers einen warmen Tee. Wrzlbrnft hat sich Sprayfarbe gekauft und beginnt, den Schnee in seiner Umgebung zu kolorieren. Power AM schwört, nie wieder eine Banane anzurühren und unterschreibt eine Petition zur Einführung beleuchteter Hausnummern in Ecuador, nachdem er nachts zwanzigmal an seiner Pension vorbeigelaufen ist, ohne sie zu erkennen. zerobase now schimpft auf das trübe und viel zu kalte Wetter.

-70 Grad Celsius: Am Niederrhein herrscht die größte Hungersnot seit dem 30-jährigen Krieg. Alqaszar liegt in Fieberträumen und sieht die Viersener Landschaft in Nieselregen und mit Matschpfützen vor sich, in die er im Traume freudestrahlend mit Anlauf springt. Enttäuscht wacht er auf und muss feststellen, dass die Temperatur im Haus auf -20 Grad gesunken ist. MHM macht einen Langlaufausflug zum Ahornboden und amüsiert sich über eingeschneite Touristen, welche das Rathaus belagern. Wrzlbrnft baut eine Modelleisenbahn im Keller auf, um endlich wieder eine schneefreie Landschaft zu sehen. PAM versucht, per telefonischer Bestellung eine Kiste Breznak nach Ecuador zu importieren. zerobase now schimpft über das trübe Wetter. Seine Frustaufzeichnung ist mittlerweile 200 Seiten dick.

-75 Grad Celsius: Nordrhein-Westfalen wird als offizielles Notstandsgebiet von den Allierten besetzt. Auf die WDR-Frequenzen werden nach Einstellung der Sendungen aus Köln BFBS, CFN und AFN aufgeschaltet. Alqaszar verfasst ein Schreiben, dass Angela Merkel offiziell die Schuld an der Gesamtlage zuteilt. MHM klappt die Ohrenschützer seiner Russenkappe herunter. Wrzlbrnft malt mit Wachsstiften Häuserwände an und wird dafür für allfällige Umtriebe mit 100 Franken Buße belegt. PAM hat Gefallen an Zuckerrohrschnaps gefunden und kauft 5 Kisten davon, die er Robert S. als Souvenir mitbringen möchte. zerobase now ist es zu kalt zum Schimpfen.

-250 Grad Celsius: NRW hört auf zu existieren. Der neue Eintrag für die entsprechende Region auf der politischen Landkarte lautet "European Northwestern Territories". Die Bevölkerungsdichte wird auf 2 Einwohner/100 qkm geschätzt. MHM findet eine tote Meise am Futterhäuschen und kann sich das Ableben des Vogels nicht erklären. Wieder in der guten Stube, stellt er die Heizung auf Stufe 3. Wrzlbrnft stellt sich vor, der Schnee sei Sand. Strassenbahngeräusche nachahmend läuft er mit wedelnden Armen durch die Basler Innenstadt. PAM bekommt eine neue Dienstanweisung, die mit einem dauerhaften Ortswechsel zusammenhängt. Darauf trinkt er einen Viertkaffee zur Erstmango.

-268 Grad Celsius: In Deutschland wird ausserhalb Mittenwalds kein Leben mehr registriert. MHM zieht ein zweites Paar Wollsocken über.

-273,15 Grad Celsius: Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen. MHM konstatiert mit Blick aufs Thermometer lakonisch: "Heute früh ist es ziemlich kühl". Wenn es jetzt drei Monate so bleibt, kann der Winter noch die Note "3" bekommen.

von Peter Schwarz - am 15.02.2012 17:26
Die Meteo Schweiz hat die Winterbilanz (Dezember-Februar) veröffentlicht: Gesamtschweizerisch war der Winter im Durchschnitt ziemlich normal, im Raum Zürich Uster war es etwas zu warm, zu nass und windig; bei uns fiel wohl viel Regen, wenn es kühl oder kalt war, gab es aber nur wenig Schnee, so konnte sich nie eine dauerhafte Schneedecke ausbilden. Die zwei richtig kalten Wochen im Februar konnten die Temperaturbilanz doch nicht unter den Durchschnitt ziehen. In den Bergen war es etwas zu kalt, es gab sehr viel Schnee in de Bergen.

http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/saisonflash/bulletin2012DJF.html

27. Februar 2012

Klimabulletin Winter 2011/12

Vor allem in mittleren und hohen Lagen war der Winter 2011/12 streng. Grosse Schneemassen und die anschliessende Kältewelle führten zu extremen Bedingungen. In Tieflagen blieben grössere Schneemengen aus, nach mehrheitlich milden Temperaturen brachte aber auch hier die Kältewelle vom Februar extreme Verhältnisse. Landesweit gemittelt bewegte sich die Wintertemperatur im normalen Bereich.

Das ganze Winterbulletin gibts hier: http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/saisonflash/bulletin2012DJF.Par.0001.DownloadFile.tmp/klimabulletinwinter201112.pdf

von dxbruelhart - am 01.03.2012 08:05
Zitat
Re: Wie wird der Winter?
geschrieben von: zerobase now
Datum: 17. Februar 2012 14:57

Der Winter liegt in den letzten Zügen.


Pustekuchen! :rp: Bereits am Wochenende wird es sich nachhaltig abkuehlen und es wird durch Wind aus oestlichen Richtungen wieder kuehle Luft aus Russland herangefoerdert. Der Sonnabend ist definitiv noch der schoenere Tag mit noch angenehmen Temperaturen und einem Sonne-Wolken-Mix bei 6 bis 8 Grad. Am Sonntag erreichen die Temperaturen im Osten Deutschlands nur noch Werte im unteren einstelligen Bereich. Dabei regnet es wahrscheinlich fast pausenlos. In der Nacht zum Montag wird der Niederschlag bei -1 bis -3 Grad in Schnee uebergehen. Die reichlich vorhandene Naesse wird am Boden ueberfrieren und wieder eisglatte Strassen verursachen. Montags ist mit Schnee, Schneeregen und Regen bei +1 bis +3 Grad eher von Winterwetter zu sprechen. Bis zur Wochenmitte fallen Niederschlaege ueberwiegend in Form von Schnee, es wird jede Nacht frieren. Dabei sind zwischen -2 Grad unter Wolken und -6 Grad bei Auflockerungen zu erwarten. Die erste Maerzhaelfte bleibt niederschlagsreich und jahreszeitlich korrekt kuehl bis leicht frostig. Erst Mitte Maerz zeichnet sich aus heutiger Sicht eine zoegerliche Erwaermung ab.

von PowerAM - am 01.03.2012 08:16
Zum Frost fehlt nicht mehr viel, scheint mir jedenfalls. Die zurueckliegenden zwei Naechte hatten Morgentemperaturen zwischen 2 und 4 Grad. Je nach Wohnlage, dort ueblichen Witterungsbedingungen und den Nutzungsgewohnheiten koennte der Wechsel frueher oder spaeter erforderlich sein. Wer als Stadtbewohner nur wenig faehrt und bei Schnee oder Eis sein Auto zugunsten der Nutzung oeffentlicher Verkehrsmittel stehen lassen kann, der koennte auf Winterreifen gaenzlich verzichten bzw. auch mit Ganzjahresreifen gluecklich werden.

Winterreifen fruehzeitig aufzuziehen schont durch Nichtbenutzung die Sommerreifen - jedoch zum Preis schneller verschleissender Winterreifen. Bedingt durch deren weichere Gummimischung und die viel filigranere Profilstruktur ist ihr Verschleiss hoeher als bei Sommerreifen.

Abgesehen vom nicht verbotenen "Aufbrauchen" fast heruntergefahrener oder alt gewordener Winterreifen macht das Fahren damit im Sommer fuer die meisten Autofahrer keinen Sinn. Ich gurke seit zwei Sommern vollkommen ausgehaertete Winterreifen runter, die kaum gelaufen waren und die ich geschenkt bekam. Ich weiss aber auch, dass einige Mittelgebirgsbewohner ueberhaupt keine Sommerreifen kaufen, weil sich das fuer zwei oder drei Monate "Sommer" im Jahr ueberhaupt nicht lohnt. Dass die Winterreifen dann nach meist schon drei Jahren verbraucht sind stoert nicht, man bekommt dann ja wieder frisches Material mit gutem Grip.

von PowerAM - am 21.09.2012 06:47
Passt sicherlich meist, verehrter Peter, jedoch nicht immer pauschal anzuwenden. Beispiel: Je nach dem tatsaechlichen Datum des flexiblen Osterfests kann man die Feiertage bei fruehlingshaft mildem Wetter oder im letzten Schnee verbringen. Beides schon erlebt. Oktober mit Schnee und Eis hatten wir ebenso wie Sonnenschein und Tageswerte ueber 20 Grad.

Wer fuer den Raederwechsel auf Werkstatthilfe angewiesen ist oder sich die Finger einfach nicht schmutzig machen will, der sollte sich eher um einen zeitigen Raederwechsel im Herbst kuemmern. Im Rahmen der normalen Inspektionen wechseln einige Werkstaetten die Raeder auch jetzt schon. Der Kunde ist zufrieden, die Werkstattmitarbeiter haben wenig zusaetzliche Arbeit. Wer dagegen mit dem Raederwechselwunsch waehrend des ersten Schneegestoebers der beginnenden Wintersaison vorstellig wird, der wird sicherlich heimgeschickt. Die Werkstaetten haben genug zu tun, die Terminkalender sind voll.

Macht man den Raederwechsel selbst, so wie ich, dann kann man damit wirklich warten, bis der tatsaechlich notwendig wird. Rechtlich ist nur "geeignete Bereifung" gefordert - und die kann an einem sonnigen und trockenen Novembertag, wie es ihn mancherorts durchaus gibt (hier dagegen keinesfalls!), mit Sommerreifen bedenkenlos fahren und hat keine Sanktionen zu befuerchten. Kann man darueber hinaus auf oeffentliche Verkehrsmittel zurueckgreifen so ist nicht einmal Winterbereifung erforderlich. Ich kenne solche Leute, die ihr Fahrzeug nicht beruflich brauchen und es bei Schnee und Eis einfach stehen lassen. Auf diese Fahrzeuge bei einer Jahreslaufleistung unter 10 Tkm Winterreifen schrauben zu wollen ist wirtschaftlicher Unfug. Bei den Gebrauchsgewohnheiten wuerde ich beim Reifenneukauf Ganzjahresreifen mit M+S-Kennung kaufen und sie wie bisher verwenden. Zwar sind die meisten Ganzjahresreifen fuer keine Saison optimal, fuer Wenigfahrer aber absolut ueberdenkenswert. Der Raedertausch faellt gaenzlich weg und notfalls darf man damit auch bei Schnee und Eis fahren.

von PowerAM - am 23.09.2012 10:50
Die Muotathaler Wetterschmöcker haben gestern mal wieder getagt, und mit ihren meist eher treffsicheren Prognosen prophezeien sie den kommenden Winter wie folgt:

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10151223440014767&id=255966229766

Zämäfassigä für ä Winter gsend äso us:
Alois Holdener: Der Vorwinter wird noch recht schön ausfallen, nachher kalter Winter mit recht viel Schnee in den Skigebieten. Der Frühling wird sich auf Ostern ankündigen und recht früh ins Land ziehen.
Kari Reichmuth: Den Vorwinter sehe ich folgendermassen kommen: Schnee wird Mangelware sein, aber kalt. Der Winter wird auch nicht den grossen Schnee bringen und der Frühling wird mittelmässig ausfallen.
Karl Hediger: Es gibt einen kalten Winter mit viel Schnee. Der Frühling wird eher früh kommen.
Martin Holdener: Der Schnee kommt noch rechtzeitig. Schönes Wetter und genügend Schnee überwiegen. Den Frühling sehe ich mittelmässig früh mit einer grossen Mäuseplage, aber zum Glück magere Katzen.
Martin Horat: Die Wintersportorte sind sehr zufrieden mit dem letzten Halbjahr. Der Frühling wird eigentlich rechtzeitig eintreffen.
Peter Suter: Der Winter 2012-13 wird nach meiner Zusammenstellung der Naturzeichen etwa so aussehen: Eher kalt, mit Schnee in mittleren Lagen zufriedenstellend, für ältere Leute zuviel. Die Solarheizungen kommen nicht auf Touren wegen dem Hochnebel Ein sonnenarmer Winter in den Niederungen. Der Frühling wird etwas früher als im 2012 einkehren, wenn sich dann die Welt noch auf die gleiche Seite dreht.

von dxbruelhart - am 27.10.2012 08:24
Hä? Der Winter 09/10 war ein richtiger Pendelwinter.
Da wurde es erstmalig kurz vor Weihnachten richtig knackig kalt. An diesen Tag erinnere ich mich noch gut, da stieg selbst im sonst wintermilden Aachen die Tmax nicht über -10°, so dass selbst mir der Weihnachtsmarktbummel ungemütlich wurde, und am Tag danach gab es einen feisten Schneesturm, nachdem sich der Schnee an manchen Ecken weit über einen Meter hoch auftürmte, und das bei einer durchschnittlichen Schneehöhe von nicht einmal 10cm. Da konnte man in dieser Gegend schon von tief verschneiter Landschaft reden. Leider hielt das nur 3 Tage an und dann kam das fiese Weihnachtstauwetter und machte alles zunichte. Es gab dann noch einmal eine nette Frostperiode Anfang Januar sowie am Fasching. Daselbst schneite es sogar unentwegt, so dass wenigstens diese Klamauktage einigermassen erträglich wurden. Immerhin 47 Tage mit Schneedecke wurden in diesem Winter in Aachen registriert, das ist etwa doppelt so viel wie im langjährigen Mittel.

3 Monate strenger Winter mit Dauerfrost ist dennoch komplett verkehrt, weil es eben dazwischen sehr milde Phasen gab, die mindestens genau so lange andauerten, die tlw. sogar komplett frostfrei waren. Es gab im Februar sogar zweistellige Pluswerte, immerhin wurden keine zweistelligen Plusminima erzielt, wie es leider auch schon in dieser Gegend vorkam. Da kann man dann fast verstehen, wenn Leute in Mittenwald von Dauersommer sprechen.

von Peter Schwarz - am 07.11.2012 14:47
Hör doch auf mit so einem Schmarrn!
Erstens ist es normal, dass es im Frühwinter zunächst dort kalt wird, wo Eisflächen und Permafrostböden sind.
Zweitens ist eine ordentliche Auskühlung dieser Bereiche geradezu Voraussetzung für einen gescheiten Winter. Denn irgendwoher muss die Kälte ja kommen, es braucht ein Reservoir, wenn sie nachhaltig sein soll.
Beweisbild: http://www.wetterzentrale.de/pics/archive/ra/1962/Rrea00219621112.gif
Schau, wo es kalt war vor dem letzten richtig grossen Winter, den Mitteleuropa erlebt hat!

Auch vor dem berüchtigten 1978/79er-Silvesterblizzard-Winter war es um diese Zeit über Grönland bemerkenswert kalt:
http://www.wetterzentrale.de/pics/archive/ra/1978/Rrea00219781112.gif

Allerdings ist die Kälteansammlung über Grönland nur eine notwendige, keine hinreichende Voraussetzung. Auch in Mildwintern war es im Frühwinter/Spätherbst über Grönland kalt und die Kälte fand dennoch keinen Weg zu uns.
Auch im 87/88er-Dauerfrühling war es Mitte November mal schön kalt über Grönland:
http://www.wetterzentrale.de/pics/archive/ra/1987/Rrea00219871118.gif

Merke: Die aktuellen 2m- und 850er-Temperaturen über Grönland, jetzt Anfang/Mitte November taugen nicht dazu, uns zu sagen, wie der Winter wird. Würde es dort allerdings jetzt schon milder werden, wäre das vermutlich ein ganz schlechtes Zeichen.

von Peter Schwarz - am 07.11.2012 15:19
Abwarten! Bereits heute gehen in meiner Heimat die Temperaturen im Vergleich zu den vergangenen Tagen spuerbar auf nur noch 3 bis 4 Grad runter. Morgen und am Mittwoch gibt es nochmal zwischen 5 und 6 Grad, ab Donnerstag wird es dann wieder fuer ein paar Tage kuehler. In der Nacht zum Donnerstag faellt dann frischer Schnee und die in der ganzen Woche durch ergiebige Niederschlaege schoen aufgeweichten Boeden frieren an. So koennte es am Freitagmorgen bei erwarteten -2 bis -4 Grad eisglatt werden. Der Prognose folgend soll es freitags bei einzelnen Auflockerungen auch dauerfrostig bleiben.

Am Wochenende und perspektivisch auch in der kommenden Woche begleiten uns Nachtfroeste bis -6 Grad und Tageswerte in gleicher Hoehe im Plusbereich. Dazu immer wieder Niederschlaege, die aus einer lustigen Mischung von Schnee, Graupel und Regen bestehen. Jede Menge Gelegenheiten, sein Auto zu schrotten oder geschrottet zu bekommen!

Der Winter ist noch laengst nicht tot! Schnee und Eisglaette bietet er aus heutiger Sicht noch bis zum Monatsende. Den Februar erwartet man schon wieder leicht waermer als im langjaehrigen Mittel, zugleich aber auch niederschlagsreicher.

von PowerAM - am 07.01.2013 09:48
In meiner Umgebung zeigt sich dass das aktuelle Wetter viele erkälten lässt. Es scheint die Sonne bei ganz aktuell 14,2°(!). Unter der Jacke schwitzt man und dann macht man diese auf und schon hat man sich nen Zug geholt. Auch mich hat es erwischt obwohl ich was Erkältungen abgeht extrem robust gebaut bin. Husten, rauer Hals und eine verstopfte Nase. :sneg:

Das Problem eines fehlenden Winters ist die zu erwartende Insekten- und Ungezieferplage. Die Experten sind sich da einig das vor allem (Steck-)Mücken, Mäuse, Ratten und verschiedene Blattschädlinge (Blattläuse und dergleichen) in sehr hoher Anzahl überleben werden und uns das Leben ab dem kommenden Frühjahr schwer machen werden.

Ich überlege jedes Jahr aufs neue ob ich nicht auf Ganzjahresreifen umstellen soll. Aber ich komm dann früher oder später immer wieder zu dem Ergebnis das sich das bei mir nicht rechnet. Ich fahre einfach zu viel und wegen des höheren Verschleißes der Ganzjahresreifen geht die Rechnung bei mir nicht auf. Dieser Winter war bis jetzt eh eine Ausnahme. Bis jetzt wäre ich absolut problemlos auch mit Sommerreifen durchgekommen.

von Spacelab - am 08.01.2014 15:08
@Spacelab: Sowas dachten wir doch letztes Jahr um ca. die Zeit auch schon :-)

A propos Prognosen :-)

Zitat
dxbruelhart
Wir haben jetzt tagsüber meist Dauerfrost, das gilt für die allermeisten Teile der Schweiz aktuell; die nächste Woche soll deutlich wärmer werden, ab dem Freitag soll es wieder wesentlich kühler werden, danach ist es zu kalt um zu regnen, vor Weihnachten wird es hierzulande also wohl noch mehrfach schneien, also so sind weisse Weihnachten fast sicher - sofern diese weiterheraus schauenden Prognosen zutreffen.


Zitat
zerobase now
Prognose für Weihachten: extrem mild und stürmisch

Silvester: unbeständig und normal mild

Prognose Gesamtwinter:

Fällt aus wegen Regen

:joke:


Zitat
dxbruelhart
Die Moutathaler Wetterschmöcker haben wieder getagt und ihre Winterprognosen veröffentlicht: Im Schnitt der 6 Wetterschmöcker sagen sie uns einen normallangen Winter mit viel Schnee und auch wirklich kalten Phasen (Tagestemperaturen von gegen -20°) voraus.

Hier die detailiierten Prognosen: http://www.wetterschmoecker.ch/files/63_Mitteilungen_der_Innerschwyzer_Meteorologen.pdf[/quot

Quelle: Hier vor ein paar Seiten.


von DH0GHU - am 27.01.2014 11:39
Fassen wir zusammen: Der 9.3.2014 geht in Berlin als Hitzerekord in die Wetteraufzeichnungen ein. An keinem Tag gleichen Datums war es seither waermer. Auch die Tage danach hatten, wenn man von morgentlichem Frost absieht, eher fruehlingshafte Zuege. Heute sollen es im Suedosten Brandenburgs 17 Grad werden, die Nordhaelfte bleibt etwas kuehler.

Die Wetterwende laeutet der Donnerstag ein. Wir bekommen eine Nordantroemung, die uns polare Kaltluft ueber die im vergangenen Winter nicht sehr stark ausgekuehlte Ostsee blaest, wo sie sich mit aufsteigendem Wasserdampf anreichern kann. Dieser wird erfahrungsgemaess zwischen 100 und 200 km landeseinwaerts getragen und geht dort als Niederschlag ab. In Abhaengigkeit von der Kaelte dieser Luftmassen koennte es Regen oder Graupel werden, nur mit sehr viel Pech wird daraus auch Schnee. Liegen bleibt davon aber sicherlich nichts, die Bodenoberflaechen haben sich in den vergangenen Wochen weit erwaermt und der Frost duerfte eigentlich auch in tieferen Schichten bereits raus sein. Die Talsohle wird am Wochenende durchschritten, fuer den Sonnabend sollte man sich zumindest in der Nordhaelfte Deutschlands einen Tag in der Wohnung bzw. im Haus einplanen. Es soll neben ausgiebigen Niederschlaegen auch wieder stuermischen Wind geben, die erreichten Windspitzen sollen 70 km/h nur im Einzelfall ueberschreiten. Mehr als 5 bis 7 Grad sind an diesem Tag erstmal nicht drin, der Sonntag koennte dann aber schon wieder knapp zweistellig werden.

Die zweite Monatshaelfte bringt fuer die Nordhaelfte Deutschlands wechselhaftes und kuehleres Wetter. Die Tagestemperaturen gehen auf jahreszeitlich uebliche Normalwerte zurueck. Gebannt ist damit aber auch erstmal Nachtfrostgefahr, selbst leichten Frost soll es baw. nicht mehr geben. Tendenziell wuerde man eher "Aprilwetter" dazu sagen, was uns bis zum Monatsende bevorstehen wird.

Die Suedhaelfte Deutschlands hat etwas andere Ausgangsbedingungen und so wird sich der Wetterwechsel dort auch anders zeigen. Die Schneefallgrenze sinkt und auch hier sind es die einstroemenden Luftmassen, deren Temperaturen ueber die Form des Niederschlags entscheiden. Ich wuerde den einen oder anderen Schneeschauer nicht grundsaetzlich ausschliessen, liegen bleibt m. E. auch nichts.

von PowerAM - am 12.03.2014 05:37
Wie wird der kommende Winter?
Aus dem Schweizer Sturmforum hat Federwolke, eine geschätzte Diskutatin, eine Einschätzung zu den Monaten November-Dezember-Januar veröffentlicht:

http://www.orniwetter.info/birderwetter/

Noch ein paar Worte zum bevorstehenden Winter: Derzeit geistern in den Medien wie alle Jahre wieder Prognosen über den Winterverlauf herum. Viele davon stützen sich auf ein einziges Kriterium (Favorit ist die aktuell rekordverdächtig frühe Schneebedeckung von weiten Teilen Sibiriens), um eine quotentaugliche Schlagzeile zu generieren. Ein seriöser Wetterdienst würde so etwas nie tun, sondern die Wahrscheinlichkeiten anhand der verschiedenen Einflussfaktoren wie folgt aufzeigen:

Für einen milden Winter sprechen derzeit folgende Faktoren:
– Deutlich zu hohe Wassertemperaturen in allen Meeren rund um Europa, speziell das westliche Mittelmeer weist eine positive Anomalie von teils über 3 Grad auf.
– Die sehr zuverlässige Regel von F. Baur besagt, dass auf einen feucht-warmen Oktober ein milder Januar folgt. Damit wäre bereits der Kernwinter zu mild und schwer auszugleichen.
– Mildwinter treten selten als Einzelgänger auf. Der Winter 2013/14 war der erste deutlich zu milde Winter nach einer Serie normaler bis zu kühler Winter seit 2008/09.
– Normale Eisbedeckung und etwas zu kühle Wassertemperatur der Barentssee sprechen gegen die häufige Bildung für Mitteleuropa schneebringender Tiefs über Nordosteuropa.

Für einen zu kalten Winter sprechen derzeit folgende Faktoren:
– Abnehmender Sonnenfleckenzyklus (allerdings im ersten Jahr nach dem Maximum).
– Frühe Schneedeckenausbildung in weiten Teilen Sibiriens stützen ein markantes Winterhoch und damit die Ausbreitung von Kaltluft über dem eurasischen Kontinent.

Noch unsicher sind folgende Faktoren (Auswahl):
– Fernwirkung eines möglichen El Niño, dessen Ausmass derzeit noch schwer abschätzbar ist.
– Die Verteilung der Wassertemperaturen im Nordatlantik lassen derzeit noch keine deutlichen Schlüsse über eine starke oder schwache Nordatlantische Oszillation (NAO-Index) zu.

Unser Fazit:
Vieles spricht eher für einen insgesamt zu milden Winter 2014/15, besonders für die Monate Dezember und Januar. Eine markante Ansammlung von extremer Kaltluft über Russland alleine reicht nicht aus, um einen zu kalten Winter in Mitteleuropa auszulösen. Bei starker West- bis Südwestströmung vom Atlantik her kann diese Kaltluft wie im vergangenen Winter gar nie richtig bis zu uns vordringen. Die Chancen für eine längere Kälteperiode steigen zum Ende des Winters, wo die derzeit noch unsicheren Faktoren ausschlaggebend werden könnten. Auch eine Verschiebung des Winters ins Frühjahr wie 2013 ist bei dieser Konstellation nicht auszuschliessen.

Die experimentelle Monatsprognose nimmt Trends über die zu erwartende Entwicklung der Grosswetterlage in Europa auf und soll mögliche Auswirkungen der Witterung auf Vogelzug, Bruterfolg und Nahrungsverfügbarkeit der Vögel in den verschiedenen Regionen aufzeigen. Die Einschätzungen über Abweichung von Temperatur und Niederschlag sind jeweils über den Gesamtmonat gemittelt und können somit auch sich ausgleichende Extreme enthalten. Eine genaue Prognose über den detaillierten Witterungsverlauf ist nicht möglich. Erfahrungsgemäss stimmt der Trend für die erste Monatshälfte recht gut, während in der zweiten Monatshälfte die Wahrscheinlichkeit von markanteren Abweichungen gegenüber der Prognose zunimmt.


Die Muotathaler Wetterschmöcker kommen zu einem gegenteiligen Fazit, sie lagen aber in den letzten Jahreszeit-Prognosen öfteres daneben, weil vielleicht die sehr genau beobachtetetn Pflanzen- und Tierzeichen in Zeiten des Klimawandels nicht mehr vorbehaltlos zutreffen, oder es kommt auch erst im Februar der klassische Winter:
Die Wetterschmöcker erwarten also einen kalten und schneereichen Winter, Details hier: http://www.gasthaus-kreuz.ch/files/65_Mitteilungen_der_Innerschwyzer_Meteorologen.pdf

von dxbruelhart - am 03.11.2014 11:21
Ich halte ja Prognosen für sehr gewagt, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Erst recht beim Wetter, insbesondere wenns um Bauernregeln ohne wissenschaftlichen Hintergrund geht (die Siebenschläferregel ist z.B. begründbar aber nicht taggenau).

Wenn man aber schon wissenschaftlich arbeiten mag, sollte man vorher nachlesen, was aktueller Stand ist:

Zitat
dxbruelhart
– Abnehmender Sonnenfleckenzyklus (allerdings im ersten Jahr nach dem Maximum).

Es gab Ende 2011 ein kleines Maximum. 2012/2013 waren eher schwach aber viel stärker als z.B. jeder Monat im Zeitraum 2004-2011, , 2013 auf 2014 sehr stark, und momentan erleben wir wieder sehr hohe Sonnenfleckenrelativzahlen bzw. einen sehr hohen Flux.
Würde sich das direkt aufs Wetter auswirken, hätte nicht 2012/2013 besonders kalt sein dürfen und 2009-2012 eher frisch, und 2013/2014 plötzlich besonders warm. Wobei das von Erdteil zu Erdteil wieder ganz anders aussehen konnte. 2005-2010, als die Sonne sehr ruhig war, sind wir jedenfalls nicht erfroren...
Die aktuelle relativ hohe Sonnenaktivität kann jedenfalls wohl kaum als "Kälterisiko" gesehen werden..

von DH0GHU - am 03.11.2014 11:41
Der 24. Dezember ist kein offizieller Feiertag. Wenn er zufaellig auf einen Sonntag faellt, dann duerfte ueberhaupt kein Rasen gemaeht werden.

Ruheregelungen sind haeufig in kommunalem Recht geregelt. Darin koennte stehen, dass an einem 24. Dezember jegliche geraeuschverursachende Arbeiten untersagt sind und damit auch der Betrieb des Rasenmaehers. Gibt es keine derartige Regelung, dann wuerde ich mich am oertlichen Einzelhandel orientieren. Mit wenigen Ausnahmen hat der bis 14 Uhr geoeffnet. Es duerfte damit von den Nachbarn zumindest noch hinzunehmen sein, wenn man am Vormittag nochmal den Rasenmaeher aktiviert.

Zwar steht der 24. hier traditionell im Mittelpunkt des Weihnachtsfests, die eigentlichen Weihnachtsfeiertage 25. und 26. sind aber erst gesetzliche Feiertage. An ihnen waere der Rasenmaeher zum Stillstand verdammt.

Grundsaetzlich gilt fuer motorbetriebene Gartengeraete die 32. Bundesimmissionsschutzverordnung, die konkret EU-Recht in nationales Recht umsetzte. Mit ihr wurden Geraeuschgrenzwerte festgelegt und auch geregelt, dass motorbetriebene Arbeitsgeraete in Wohngebieten an Sonn- und Feiertagen nicht betrieben werden duerfen. Geraete mit dem blauen EU-Umweltzeichen duerfen ohne Pause an Werktagen zwischen 7 und 20 Uhr betrieben werden. Fuer besonders lautstarke Geraete ist das Zeitfenster auf 9 bis 13 und 15 bis 17 Uhr beschraenkt. Dazu zaehlen herkoemmliche Benzinrasenmaeher.

Kommunale Satzungen koennen diese Zeiten unter Umstaenden noch viel weiter einschraenken. Kurorte stellen nicht selten den Sonnabend einem Sonntag gleich und verbieten den Betrieb saemtlicher Motorgeraete ueber die Mittagsstunden. Hat die Gemeinde nichts geregelt, so gilt die 32. Bundesimmissionsschutzverordnung.

Die verbreitete Annahme, man koenne mit einem Benzinmaeher an einem lauen Sommerabend bis zum Sonnenuntergang arbeiten, ist also ein Irrtum. Spaetestens um 17 Uhr ist Schluss. Nur laermarme Elektromaeher mit dem o. g. EU-Umweltzeichen duerften noch bis 20 Uhr laufen. Altgeraete ohne dieses Zeichen sind laermenden Benzinmaehern gleichgestellt.

Uneinsichtige Nachbarn koennte man mit einer Anzeige beim kommunalen Ordnungsamt daran erinnern. Fuer Ordnungswidrigkeiten wie Ruhestoerung kann in kommunalem Recht eine durchaus eindrucksvolle Summe faellig werden. Das ist oftmals reichlich mehr als die hoechstens zweistellige Euro-Summe, die die Landespolizei erheben duerfte. Besonders in Kurorten erreichen die Ordnungsgelder gern astronomische Hoehen.

von PowerAM - am 19.12.2014 06:12
Der letzte richtige Winter war nach mener Meinung 86/87 :-( . Alles danach hatte zwar immerhin winterliche Anteile, aber kein Vergleich zu den 80ern. Auch 2010/2011 erreichte diese Winter nicht mehr. Oder 84/85, vor allem Anfang 85, als man bei etwa -20°C am QTH2 (!) in die Schule gelaufen ist.
Wie der Winter nun wird? Ich glaube fast an 2013/14 reloaded, könnte mir aber auch 2001/02 vorstellen. Damals gab es immerhin schöne Schneereignisse :-) .
Mein Wunsch wäre allerdings ein milder und vor allem nasser Winter. Gerne noch mal 100 Liter/m² im Dezember und bitte bis Ende März 400 Liter/m², wenn es nach meinem Geschmack geht. Das derzeitige Klima entzieht uns den größten Reichtum: Unser Wasser. Nur mit solchen Regenmengen könnten wir das Grundwasser wieder einmal halbwegs für einen heißen und trockenen Sommer auffüllen. Ich mußte die letzten Jahre schon öfter beobachten, daß es warm wurde aber meine Apfelbäume (QTH2, dort ca. 750 l/m² pro Jahr an Niederschlag) auf Grund von Wassermangel nicht austreiben oder blühen konnten.
Somit: Winter ist für mich zweitrangig geworden. Ich will zumindest noch genügend Wasser haben.

von Thomas (Metal) - am 07.12.2015 21:54
Korrekt, ich wurde nirgends von Muecken so zerfressen, wie in Finnland. Oberhalb von 18 - 20 Grad und unterhalb von ca. 9 Grad hatte man draussen einigermassen Ruhe, wenn man nicht gerade durch dichtes Waldgebiet wanderte.

Ich hatte waehrend meines Urlaubs dort, zumeist um die Mitsommerzeit herum, zwischen unertraeglich heissen 23 Grad und sengendem Sonnenschein oder aber Schneefall bei 0 bis 20 Grad schon alles erlebt. Lediglich die zu kuehlen Jahre mit im Mittel einstelligen Tagestemperaturen bei ein paar Ausreissern im Bereich bis 13 bis 15 Grad waren ertraeglich, was die Mueckenplage anging.

Doch schauen wir mal zurueck auf unser Winterwetter. Wir bekommen das Kraeftegleichgewicht der Tiefdruckgebiete ueber dem Atlantik sowie bei den Britischen Inseln zu spueren. Das haelt polare Luftmassen fern, die heuer aber auch zumeist nicht so garstig kalt sind, wie in anderen Jahren. Hinzu kommt, dass die Wetterkueche Russland dem Spiel nichts entgegenzusetzen hat. Garanten fuer knackiges Winterwetter waren hier eigentlich stets Nord- oder Ostlagen, wobei zumeist die Nordlagen irgendwas mit Schnee brachten und die Ostlagen eher fuer sonniges Winterwetter, wolkenfreien Himmel und zugleich klirrende Kaelte gut waren.

Bis auf wenige Tage brachte der bisherige Winter nichts in dieser Richtung zusammen. Und momentan steht in der Wetterkueche auch eher Langeweile auf dem Programm. Konkret ist bis zur Monatsmitte die Einstellung einer winterlichen Wetterlage ganz sicher ausgeschlossen. Statt dessen deutet sich die erste Monatshaelfte als deutlich zu warm und vor allem ueberdurchschnittlich niederschlagsreich an. Ein paar einzelne Naechte mit Morgentemperaturen knapp an der Frostgrenze moegen drin sein, mehr jedoch nicht. Zu allem Ueberfluss drohen zweistellige Tagestemperaturen bei ausgiebigem Regen. Das alles hat mit Winterwetter nichts zu tun, das ist eher Herbstwetter.

Es bliebe noch die zweite Februarhaelfte und ggf. noch der Maerz! Letzterer ist hier oft genug noch als richtiger Wintermonat gut gewesen. Dazu steht derzeit aber nichts zur Verfuegung, um die Weichen anders zu stellen.

von PowerAM - am 01.02.2016 16:24
Jetzt sind die genauen Prognosen der sechs Muothataler Wetterpropheten online, das erwarten diese Herren vom Winter:
http://www.wetterpropheten.ch/progn/69_Mitteilungen_der_Innerschwyzer_Meteorologen.pdf

Peter Suter, Sandstrahler: Schöner Winter mit wenig Niederschlag, doch für
Wintersportler ideale Schneeverhältnisse. Der Frühling ein paar Tage früher, so dass
das Vieh im Tal im April auf der Weid ist und Gras fressen kann und nicht nur
„d'Schnorrä“ am Boden reibt.

Martin Holdener, Musers: Winter super für die Skiorte, genug Schnee ohne Kanonen, die
könnte man gegen den Wolf richten. Frühling mittelmässig früh.

Karl Hediger, Naturmensch: Es gibt wieder einmal ein ghöriger Winter. Der Frühling wird
auch erwachen.

Ulrich Roman, Jöri: Immer wieder Schnee, aber auch mal Regen oder Föhn.
Frühling etwas zögerlich, er pressiert nüüd.

Alois Holdener, Tannzapfen: Der Vorwinter wird niederschlagsarm ausfallen. Nachher mit
recht viel Schnee und kaltem Wetter. Der Frühling wird sich schon im März
ankündigen, aber muss Ratschläge in Kauf nehmen.

Martin Horat, Wettermissionar: Der Winter bringt genügend Schnee, jedoch sind keine
grösseren Lawinen zu erwarten. Ein mittelmässiger Frühling.

Die detaillierten Prognosen eben unter dem oben verlinkten pdf.

Und die klassische Meteorologie?
Gar nicht winterförderlich ist die grosse Wärme aktuell am Nordpol, da ist es jetzt rund 20° zu warm - wie im letzten Dezember - der letzte Winter dauerte hier gerade mal rund 10 Tage lang, zuvor hatten wir einen langen Herbst und dann einen langen Frühling.
Anso

von dxbruelhart - am 26.11.2016 06:38
Jetzt sind die genauen Prognosen der sechs Muothataler Wetterpropheten online, das erwarten diese Herren vom Winter:
http://www.wetterpropheten.ch/progn/69_Mitteilungen_der_Innerschwyzer_Meteorologen.pdf

Peter Suter, Sandstrahler: Schöner Winter mit wenig Niederschlag, doch für
Wintersportler ideale Schneeverhältnisse. Der Frühling ein paar Tage früher, so dass
das Vieh im Tal im April auf der Weid ist und Gras fressen kann und nicht nur
„d'Schnorrä“ am Boden reibt.

Martin Holdener, Musers: Winter super für die Skiorte, genug Schnee ohne Kanonen, die
könnte man gegen den Wolf richten. Frühling mittelmässig früh.

Karl Hediger, Naturmensch: Es gibt wieder einmal ein ghöriger Winter. Der Frühling wird
auch erwachen.

Ulrich Roman, Jöri: Immer wieder Schnee, aber auch mal Regen oder Föhn.
Frühling etwas zögerlich, er pressiert nüüd.

Alois Holdener, Tannzapfen: Der Vorwinter wird niederschlagsarm ausfallen. Nachher mit
recht viel Schnee und kaltem Wetter. Der Frühling wird sich schon im März
ankündigen, aber muss Ratschläge in Kauf nehmen.

Martin Horat, Wettermissionar: Der Winter bringt genügend Schnee, jedoch sind keine
grösseren Lawinen zu erwarten. Ein mittelmässiger Frühling.

Die detaillierten Prognosen eben unter dem oben verlinkten pdf.

Und die klassische Meteorologie?
Gar nicht winterförderlich ist die grosse Wärme aktuell am Nordpol, da ist es jetzt rund 20° zu warm - wie im letzten Dezember - der letzte Winter dauerte hier gerade mal rund 10 Tage lang, zuvor hatten wir einen langen Herbst und dann einen langen Frühling.
Ansonsten gibt es wohl widersprüchliche Vorzeichen.

von dxbruelhart - am 26.11.2016 06:38
Hier nun die Wintererwartungen von Fabienne Muriset, die die klassischen Vorzeichen beobachtet und heranzieht:

Fazit
Aktuelle Einflussfaktoren für einen kalten Winter 2016/17 sind:

– Positive PDO-Phase (Einfluss zeitweilig gegeben, aber wahrscheinlich nicht nachhaltig)
– Eurasische Schneebedeckung und warme (=eisfreie) Barentssee (Einfluss unter aktuellen Bedingungen ungewiss)

Neutrale Einflussfaktoren:

° neutrale NAO-Phase (starker Einfluss)
° Sonnenflecken-Zyklus
° Vulkanaktivität der vergangenen zwei Jahre

Einflussfaktoren für einen milden Winter:

+ Statstik und Vergleichsjahre (aufgrund der Fallzahlen nicht allzu stark zu gewichten)
+ überdurchschnittliche Wassertemperaturen rund um Europa (zu Beginn starker Einfluss, im Lauf des Winters möglicherweise abnehmend)
+ Klimawandel: globale Temperatur und arktische Eisausdehnung auf Rekordniveau

Anders als in den letzten zwei Jahren, wo die Mehrheit der Faktoren auf einen milden Winter hingewiesen hat, sind die Signale diesmal diffuser. Besonders die geringe Ausdehnung des Arktiseises könnte noch unbekannte Auswirkungen haben, die allerdings mit fortschreitender Jahreszeit abnehmen dürften. Mit Überraschungen ist also diesmal eher in der ersten Winterhälfte zu rechnen. Die neutrale, zeitweise negative und dann wieder positive nordatlantische Oszillation sorgt für einen abwechslungreichen Winter. Milde und stürmische Westlagen können sich jeweils nur für kurze Zeit durchsetzen, bevor sich aufgrund des schwachen Jetstreams und mangels Kältenachschub aus der kanadischen Arktis wieder meridionale Muster einpendeln. Eine besondere Aufmerksamkeit erhält diesmal die PDO, welche in ihrer Wirkungskette die NAO schwächt. Allerdings müssen sich die Atlantikhochs nicht jedes Mal an der selben Stelle bilden. Je nach Position rauschen die Kaltluftausbrüche mal über West- bis Mitteleuropa nach Süden, mal können sie auch weiter westlich über dem Atlantik niedergehen und Mitteleuropa eine warme Vorderseite (Südlage) bescheren, wie gerade aktuell der Fall. Es gibt einige Hinweise darauf, dass die Westlagen im Kernwinter mehr Gewicht bekommen könnten, die Chancen für kalte Phasen also eher im Dezember und Februar zu verorten sind. Für einen durchgehenden Strengwinter müssten die Weichen bereits jetzt gestellt werden, um im ersten Dezemberdrittel in Europa wirksam zu werden. Mangels Kältereservoir auf der europäischen Seite der Arktis wäre dies nur durch Anzapfen der sibirischen Kaltluft zu bewerkstelligen. Für die dafür notwendige Nordostlage gibt es momentan allerdings keine Anzeichen, sodass die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario eher niedrig einzuschätzen ist. Die geschwächte NAO kann allerdings auch für eine länger anhaltende Hochdrucklage sorgen, welche bodennah Kaltluft in Europa produziert. Dies wäre allerdings eine trockene Kälte ohne Schneedecke. Womit wir bei den Niederschlägen wären. Die sich wechselnden Grosswetterlagen dürften dafür sorgen, dass Niederschläge sowohl räumlich und zeitlich relativ gleichmässig verteilt werden. Dies ist zumindest für die höheren Lagen Mitteleuropas eine gute Voraussetzung für eine gute Schneelage. Im Flachland hingegen wird das Bestehen einer Schneedecke von vielen Zufällen in der Abfolge der Wetterlagen abhängen. Nach einem nahezu schneelosen Winter wie 2013/14 sieht es ebenso wenig aus wie nach dem alljährlich in der Glaskugel bemühten Schneewinter. Somit kann festgehalten werden, dass die eingangs präsentierte Prognose des Langfristmodells CFS möglicherweise doch auf dem richtigen Weg ist. Auf die Abbildung der Niederschlagsprognose dieses Modells verzichten wir diesmal, sie zeigt nämlich fast ausschliesslich weisse und graue Flächen in Europa, hat also keinerlei Aussagekraft bezüglich eines Trends hin zu einem trockenen oder nassen Winter 2016/17.


Die ganze detaillierte Analyse und Beurteilung der Vorzeichen:
Winterprognose 2016/17: Europa im Clinch zwischen warmer Arktis und kaltem Sibirien
http://www.fotometeo.ch/winterprognose-201617-europa-im-clinch-zwischen-warmer-arktis-und-kaltem-sibirien/

von dxbruelhart - am 28.11.2016 05:40
Ich kenne es als gleichwertiges Synonym zum Weihnachtsmarkt, jedoch eher von kirchennahen Personen verwendet. Ein Katholik aus meinem Freundeskreis verwendet das Wort Adventmarkt ausschließlich und weigert sich, das Wort Weihnachtsmarkt zu verwenden. Warum er das tut, das weiß ich nicht.

Immer wieder wird zitiert, dass es in der DDR Jahresendzeitmärkte gegeben hätte. Oder Jahresendzeitfiguren. Ich kann mich nicht daran erinnern. Das Weihnachtsfest und die Vorweihnachtszeit waren unstrittig mit der Ankunft Jesu und Menschwerdung Gottes verbunden, auch wenn weder meine Eltern einer Religion angehörten noch ich religiös erzogen wurde. Ich habe für mich selbst als Kind entschieden, die Bibel wie ein großes und sehr altes Märchenbuch zu lesen. Das war auch nicht sehr leicht, denn die mir von meiner Oma geschenkte Ausgabe war in Frakturschrift gedruckt.

Meine Eltern fuhren mit mir jährlich mehrfach auf den Berliner Weihnachtsmarkt zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke. Freilich gab es auch einen Weihnachtsbaum im elterlichen Wohnzimmer. Dessen Beschaffung, das Aufstellen und Schmücken waren Aufgabe von Vater und seinen Söhnen. Er wurde stets erst am 24. Dezember vormittags ins Haus geholt und bis zum Mittag geschmückt. Mutter durfte ihn erst zum Mittagessen sehen. Einen Adventskranz mit vier echten Kerzen gab es dagegen bereits kurz vor dem ersten Adventssonntag, wobei das erste Licht auch erst am ersten Advent erstrahlen durfte. Der Kranz erreichte in unserer Familie in der Vorweihnachtszeit allerdings einige Betriebsstunden, wodurch das erste Licht mindestens einmal und das zweite Licht vielleicht einmal ersetzt werden musste. Einen Adventskalender hatten mein Bruder und ich eigentlich auch stets bis zum Auszug aus der elterlichen Wohnung. Mein Bruder neigte dazu, den nach Lust und Laune bereits vorzeitig leer zu fressen, während ich ihn täglich um den Inhalt eines Türchens erleichterte.

An meiner Arbeitsstelle gibt es die Tradition eines vom Chef spendierten Edel-Weihnachtskalenders mit Pralineninhalt. Die 24 Türchen wurden gestern unter den Mitarbeitern der Etage verlost. Ich darf am 4., am 22. und am 24. ein Türchen öffnen. Mein erstes werde ich wohl einen Tag danach und das letzte einen Tag davor öffnen. Macht Sinn, oder?

von PowerAM - am 01.12.2016 06:53
Weiße Weihnachten sind in meiner Heimat statistisch sehr selten. Winterwetter konzentriert sich zumeist auf Januar und Februar, ggf. auch noch auf den März.

Richtig ist, dass sich bislang keine wirklich stabile Wetterlage installieren konnte. Inzwischen sind die Temperaturen der für die Nordhälfte Deutschlands einflussreichen Ost- und Nordsee stark zurück gegangen. Aktuell könnte es noch mildere Luft vom Atlantik zu uns schaffen, ggf. auch aus Südosteuropa. Von dort aber nicht mehr lange. Die vom Atantik kommende Luft ist jedoch jetzt mit Feuchtigkeit gesättigt.

Wir bleiben auch in der nächsten Zeit Spielball sich abwechselnder Hoch- und Tiefdruckgebiete. In den letzten Wochen blieben wir zudem stets in deren Randzonen, weshalb es kaum mehr als zwei oder drei Tage das gleiche Wetter gab. Im Augenblick ist auch noch interessant, in welchen Regionen sich der Nebel wenigstens zeitweise tagsüber auflöst. Wer über Tage im Dauernebel hängt, der erlebt auch noch frustrierende Tage ohne temperaturmäßigen Tageslauf.

Momentan können wir nur abwarten. Es ist zur Zeit ausgesprochen schwer, eine verlässliche Prognose für mehr als zwei oder drei Tage zu geben. Auf Tendenzen kann man tippen, wirklich treffsicher wird man nicht sein. Tendenziell soll es ab der Wochenmitte mit den Temperaturen nach oben gehen, allerdings zum Preis von länger anhaltendem Regen. Fällt der in den Übergangsphasen auf die angefroren Böden, dann gibt es vereiste Straßen und Gehsteige. Die Prognosen geben für unsere Region ebenso nur ein paar frostfreie Nächte an. Friert es nachts und taut am Tag, dann gibt es stets glatte Straßen. So gesehen ist das alles irgendwie doof.

von PowerAM - am 05.12.2016 16:44
Der kleine Weihnachtsmarkt der Ev. Gemeinde meines Dörfchens war dem Ansturm jedenfalls nicht gewachsen. Für einen Glühwein stand man 30 min an, das Erwärmen der eiskalten Flaschen dauerte eben. So gern ich eine Bratwurst gegessen hätte - ich weiß nicht, wie lange man dafür hätte anstehen müssen. Den Weihnachtsmarkt der Gewerbetreibenden hat in diesem Jahr ein um seine Ruhe besorgter Anwohner gerichtlich verhindern können.

Momentan ist das Wetter aber weder Fisch noch Fleisch. Für Herbstwetter ist es zu warm, für Winterwetter zu trüb und zu nebelig. Die Sonnenstunden pro Woche sind in der Zwischenzeit auf untere einstellige Werte gefallen, hier dominiert eben das "Berliner Dauergrau". Für meine Region war der Dezember bis jetzt jedoch nicht unbedingt für die Jahreszeit viel zu trocken. Diese Meinung gibt es jedoch in Nachbarbundesländern. Ein paar Tage mit ganz ordentlichen Niederschlagsmengen waren dabei, auch wenn es zumeist nur Nieselregen oder nässender Nebel war.

Inzwischen verdichten sich die Vorhersagen für die Weihnachtsfeiertage: Sie werden grau, trüb und verregnet. Für die drei Weihnachtstage soll es einen Temperaturanstieg auf Werte zwischen 7 und 9 Grad geben. Schneefälle sind damit für die norddeutsche Tiefebene ausgeschlossen. Selbst in den Mittelgebirgen wird es zu warm dafür sein.

von PowerAM - am 20.12.2016 08:32
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.