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Gold kaufen. Was sollte man beachten?

Startbeitrag von DH3FBI am 22.01.2009 14:32

Hallo ringsum,

ich habe vor einen Teil meiner Ersparnisse in Gold umzutauschen.
Was sollte ich beachten und wo am besten kaufen?
Reicht die örtliche Sparkasse oder gibt es bessere Instanzen? Oder besser gar nach Luxemburg fahren??

Für sachdienliche Antworten wäre ich sehr dankbar!

Aber bitte keine Firmen- oder Banknamen hier ins Forum posten! Namen bitte nur per email.

Danke für die Hilfe schon mal im Voraus!

Antworten:

Gold scheint ja eine richtiger Fluchtpunkt zu werden. Da man Gold aber nicht essen kann, werden die Preise wieder fallen. Daher würde ich nicht zu jedem Kurs einkaufen wollen...

von Alqaszar - am 23.01.2009 18:47
Zitat

Da man Gold aber nicht essen kann, werden die Preise wieder fallen


Die Frage ist nur noch in welcher Währung. :wall:

Papiereuros kann man auch nicht essen, die meisten Leute haben nichtmal einen Ofen um damit zu heizen, und als Toilettenpapier sind sie zu unhygienisch.

In Euro oder US$ wird der Goldpreis wohl kaum noch drastisch sinken - und die künstliche Drückung wird für die Zentralbanken immer schwieriger, das ist wohl schon vorbei...

Sogar in den seriösen Wirtschaftsblättern spekuliert man mittlerweile auf ein Zerbrechen des Euro denn viele Eurostaaten sind defakto schon Bankrott und ihre Staatsanleihen können sie zur weiteren Neuverschuldung kaum noch loswerden. Die letzten Wochen hat sich das ziemlich zugespitzt. Das Pfund außerhalb des Euro hat schon fast 1/3 seines Wertes verloren und man wartet auch darauf die Groß Britannien bald dasselbe Spiel spielt das Island und Ungarn schon gespielt haben.


Zitat

Reicht die örtliche Sparkasse oder gibt es bessere Instanzen?


Es gibt private Händler mit besseren Konditionen. Die Frage ist derzeit eher ob du überhaupt kleinere Mengen noch bekommst, der Markt ist ziemlich leergefegt.

1. lass die Pfoten von Ebay
2. kaufe nur physisches Gold, und lass dir von niemanden Zertifikate oder sonstigen Finanzmüll verkaufen.
3. Achte darauf das du möglichst nah am Spottpreis kaufst, ich empfehlen 1 Unzen Goldmünzen und ein paar 1/4 Unzen. Sollten 1/4 Unzen nicht verfügbar sein, dann sind die alten 20 Goldmark Stücke aus dem Kaisserreich (20Mark) auch relativ einfach und günstig zu organsieren. Manche sind nachprägungen, aber das Gold ist bei denen immer echt.
Gold ist auch kaum fälschbar solange Maße und Gewicht der Münzen stimmen.



von Detektordeibel - am 24.01.2009 19:36
Örtliche Sparkasse: Auf keinen Fall! Erstens haben die praktisch nichts mehr, zweitens verkaufen die nur an eigene Kunden, drittens gab es in echten Krisenzeiten in der Vergangenheit schon oft Goldverbote. Es kann also leicht nachvollzogen werden, wer wann und wo Gold gekauft hat. Also beim Händler Gold kaufen und bar bezahlen.

Es gibt zahlreiche Goldhändler, schau mal auf die Anzeigen unter www.goldseiten.de. Dann hast Du auch ein Gefühl für die Preise. Allerdings ist es nicht leicht, an Gold zu kommen! Der Markt ist ziemlich leergefegt! Derzeit kommen auf 10 Käufer 1 Verkäufer, man muss also schon etwas Geduld haben. Gleichzeitig drängt die Zeit, seit November 2008 bis heute ist der Goldpreis schon um 20 % gestiegen.

Für alle, die Gold nicht für eine sinnvolle Anlage zumindest für einen Teil seines Vermögens halten, empfehle ich zum Beispiel das Buch "20 Totschlagargumente gegen Gold" von Prof. Bocker.

Es gibt eigentlich kein Argument, welches gegen Gold spricht.

Gold kann man nicht essen. Toll. Euros auch nicht, Immobilien ebenfalls nicht, und Aktien schmecken auch nicht. Soll ich mein Geld in Vla und Currywurst anlegen?

Gold bringt keine Zinsen. Hätte ich vor 10 Jahren mein Geld in Aktien angelegt, und zwar breit gestreut über den kompletten Dow Jones, hätte ich einen Verlust von 40 % gemacht, inflationsbereinigt von 60 % und bereniigt um den Wechselkurs zum EUR sogar noch mehr. Gold ist seitdem gestiegen von 200 $ pro Unze auf gestern knapp 900 $. Dafür bekommt man allerdings nur Barren von mehreren Kilogramm, Bullionmünzen wie Krügerrand oder Maple Leaf haben da einen Prägeaufschlag, und einen Aufschlag, weil die Nachfrage das Angebot überschreitet. Stelle Dich auf 850 bis 900 EUR für einen Krügerrand von 1 Unze ein. Es gibt auch Münzen von 1/2, 1/4 und 1/10 Unze.

Übrigens ist genau das der Vorteil, denn Gold ist sehr wertstabil! Es gibt Schwankungen, in Zeiten von Börsenkrisen steigt Gold, während bei gut funktionierender Wirtschaft Gold relativ niedrig ist. Auf die Jahre gerechnet hat Gold immer den gleichen Wert. Als Beispiel wird immer angeführt, dass man für eine Unze Gold sich einen Anzug der Oberklasse leisten kann. Das ist heute so, das war vor 100 Jahren so, und es war auch zu Zeiten von Julius Caesar so. (Toga und Tunica natürlich.) Oder man bekommt dafür zwischen 40 und 60 Unzen Silber, das "Gold des kleinen Mannes". Man bezahlt ja schließlich nicht nur mit 500 EUR Scheinen! Übrigens ist Silber auch so ein Thema. Der Preis ist derzeit außerordentlich niedrig, vor allem weil zwei Banken untereinander sich größere Mengen Silber gegenseitig zuschieben und damit den Preis künstlich niedrig halten. Da steht uns vermutlich noch eine Überraschung bevor, der Preis wird ziemlich stark steigen in den nächsten Monaten. Silber wird in der Industrie benötigt, die Nachfrage übersteigt die derzeitige Förderung. Wenn die Lager leer sind, steigt der Preis dramatisch. Er wird sich wieder einpendeln, wenn die Förderung sich erhöht, ist aber derzeit auch ein interessantes Spekulationsbjekt, zumal derzeit die Unze noch unter 10 EUR liegt. Sie war in den 1970ern schon bei 50 $! Inflationsbereinigt wären das über 100 EUR!

Gold ist altmodisch. Ja, schrecklich altmodisch. Einen Goldthaler von Maria Theresia bekomme ich noch genauso umgetauscht wie römische Goldsesterzen oder Inkagold. Jeder Eingeborene aus dem Urwald kennt Gold und seinen Wert. Der Dollar hat seit Gründung der FED 1912 bis heute über 90 % seines Wertes verloren, der Euro hat seit seiner Einführung als Recheneinheit die Hälfte des Wertes verloren. Von den Aktien, die zur Gründung des Dow Jones gehandelt wurden, existiert keine einzige Firma mehr. Bisher ist noch jedes, ohne Ausnahme jedes, Papiergeldsystem früher oder später zusammengebrochen.
Gold kann nicht vernichtet werden, es kann nicht künstlich produziert werden, und es ist endlich. Es kann nicht annähernd soviel Gold gefördert werden, wie man gerne hätte. Alles Gold der Erde zusammengenommen würde gerade mal einen Würfel von 18 x 18 Meter Kantenlänge ergeben!

Also ran ans Gold, es ist noch nicht zu spät!



von Bolivar diGriz - am 25.01.2009 08:05
Zitat

Hätte ich vor 10 Jahren mein Geld in Aktien angelegt, und zwar breit gestreut über den kompletten Dow Jones, hätte ich einen Verlust von 40 % gemacht, inflationsbereinigt von 60 % und bereniigt um den Wechselkurs zum EUR sogar noch mehr.


Wie kommst du darauf? Vor 10 Jahren war der Dow Jones bei ca. 9100 Punkten, jetzt sinds ca. 8100, das sind ca. 11% weniger...40% Verlust wären es vom Höchststand 2007 aus gesehen

von BetacamSP - am 25.01.2009 14:36
Milchmädchenrechnungen kann man viele machen.

Ich bin eigentlich nicht dafür das viele Leute Gold kaufen. Sollen die ruhig ihre Telekomaktien, Müllfonds, Lebensversicherungen oder Riesterrenten kaufen. - Dann gibts auch keine Blasenbildung wie in den 80er Jahren.

Wobei man sagen muss, was die Weltwirtschaft und das Finanzsystem angeht ist die heutige Lage kaum mit 1979 oder 1987 zu vergleichen. Das sind mittlerweile Zustände die es so und ähnlich das letzte mal zwischen den Weltkriegen und kurz danach in Europa gab.


von Detektordeibel - am 25.01.2009 16:24
Zitat

Das sind mittlerweile Zustände die es so und ähnlich das letzte mal zwischen den Weltkriegen und kurz danach in Europa gab.

Wie bitte? Wo sind die zerstörten Fabriken? Wo sind die leeren Geschäfte? Wo ist die hungernde Stadtbevölkerung?

von Wasat - am 25.01.2009 19:40
Noch sind die Folgen der Weltwirtschaftskrise doch überhaupt nicht direkt bei der Bevölkerung angekommen.
In den nächsten Monaten werden erstmal die Arbeitslosenzahlen wieder stark steigen und vielleicht in einem halben bis einem Jahr werden wir eine gewltige Inflationsrate bekommen. Die Geldschöpfung, die v.a. der Staat zurzeit durch hohe Neuverschuldung betreibt, wird für unsere Volkswirtschaft schließlich nicht ohne Folgen bleiben...

Zum Thema Gold:
Prinzipiell ist Gold ja eine gute Sache. Nur ist die Nachfrage danach in Krisenzeiten natürlich exorbitant.
Ich würde Gold gerade dann kaufen, wenn die wirtschaftliche Lage recht gut ist. Für die nächste Krise hat man dann auf jeden Fall vorgesort, kann sich entspannt zurücklehnen während weltweit die Kurse purzeln, der Goldpreis aber steigt.



von - ANDREAS - - am 25.01.2009 20:58
1930 gab es keine zerstörten Fabriken und keine leeren Geschäfte. Es gab nur eine hohe Arbeitslosigkeit, gigantische Staatsverschuldung, Bankenpleiten, Deflation, Rettungspakete, betrügende Wallstreet-Typen. Ich empfehle mal die aktuelle "Zeitungszeugen" zu kaufen, und da auch mal den Wirtschaftsteil der drei Zeitungen zu lesen, nicht nur über den 9/11 von damals, den Reichstagsbrand. Die Wirtschaftsnachrichten von 1933 könnten auch von heute stammen. Kein Wunder, dass das bayerische *Finanz*ministerium diese Zeitungen verbieten und aus dem Verkehr ziehen will.

von Bolivar diGriz - am 25.01.2009 21:01
Zitat

Zum Thema Gold:
Prinzipiell ist Gold ja eine gute Sache. Nur ist die Nachfrage danach in Krisenzeiten natürlich exorbitant.
Ich würde Gold gerade dann kaufen, wenn die wirtschaftliche Lage recht gut ist. Für die nächste Krise hat man dann auf jeden Fall vorgesort, kann sich entspannt zurücklehnen während weltweit die Kurse purzeln, der Goldpreis aber steigt.


Tja, dieser Zug ist aber bereits abgefahren für die meisten Leute, vor 5 Jahren haben die wenigsten Leute an eine mögliche Krise oder Gold gedacht, obwohl die Vorzeichen für die Ereignisse seit mitte 07 eigentlich schon alle kamen, und die Weichen gestellt wurden.

Zitat

In den nächsten Monaten werden erstmal die Arbeitslosenzahlen wieder stark steigen und vielleicht in einem halben bis einem Jahr werden wir eine gewltige Inflationsrate bekommen. Die Geldschöpfung, die v.a. der Staat zurzeit durch hohe Neuverschuldung betreibt, wird für unsere Volkswirtschaft schließlich nicht ohne Folgen bleiben...


Ich kann auch nicht in die Zukunft sehen, aber was die Ausweitung der Geldmenge angeht, die die letzten 2 Jahre schon extrem hoch war, kann das logisch betrachtet nur noch in einer Hyperinflation enden. Deutschlands Staatsverschuldung hat sich noch nicht so stark ausgewirkt, aber das wird noch passieren. Die deutschen Staatsanleihen verkaufen sich nur noch schleppend. Genau wie die Englischen deren Währung schon ziemlich schlagseite bekommen hat innerhalb kurzer Zeit.
Dazu kommt das Deutschland ja keine richtige Währung hat und wir uns das Geld mit Griechenland, Spanien, Italien und Portugal teilen die ohne den Euro und von der EZB "frisch gedrucktem Geld" schon so Pleite wie Island und Ungarn sind. - Das alleine sind ja schon riesige Probleme für die es keine Lösung mehr gibt. Siehe die morgige Titelstory des Spiegel. Wenn das schon in den Massenmedien durchkommt, dann ist es eigentlich schon fast zu spät.
Dazu kommt noch die Bankenkrise, und die Credit Crunch die sich in der "Realwirtschaft" ja schon geraume Zeit niederschlagen. Die Insolvenzwelle alleine im vierten Quartal 2008 war erst der Anfang. - Bei den Autokonzernen wird jetzt noch Kurzarbeit gemacht solange es Zuschüsse und Subventionen gibt, aber die Massenentlassungen und die Fabrikschließungen werden kommen wie das Amen in der Kirche. - Es stehen fast 30 Millionen Neuwagen auf Halde herum die keiner kaufen kann und kaufen wird. Was soll die Produktion von weiteren Autos? An die Wand fahren und schreddern damit die Versicherung wenigstens zahlt?

Natürlich kann man die Situation derzeit nicht 1zu1 mit 1920, oder 1930 oder 1948 vergleichen.
Hyperinflation gab es in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg, die erste Hyperinflation zog sich noch über Jahre hin, aber es gab auch keine Computer, und kein Fernsehen etc. In Argentinien ging das 2001 erheblich schneller.
Geldentwertung gabs dann nochmal nach dem 2. Weltkrieg - die Situation zum Geldbetrug hat durchaus einige Ähnlichkeiten zu heute, siehe "Mefowechsel".
Was die Finanzkrise die Bank-Runs, und die Bankenpleiten und Staatsbankrotte anging gabs das in der Weltwirtschaftskrise.
Gemeinsam war allen nur eins. Die Sparer haben ihr Geld verloren, die Menschen haben ihre Renten und ihre Alterversorge verloren. - Ihre Schulden, die haben sie aber häufiger sogar noch behalten.

Fährt das ganze an die Wand dann wird das auch auf der Straße Veränderungen bringen. Was glaubste denn was in den Städten los ist wenn die ganzen Hartzer plötzlich kein Geld mehr sehen? Oder die Rentner?
Das sich das alles plötzlich über Nacht einrenkt das halte ich nicht mehr für wahrscheinlich.







von Detektordeibel - am 26.01.2009 00:33
Man kan den Teufel auch an die Wand malen.... :rolleyes:

von Chief Wiggum - am 26.01.2009 07:16
Zitat
ANDREAS R-|-DJ
Noch sind die Folgen der Weltwirtschaftskrise doch überhaupt nicht direkt bei der Bevölkerung angekommen.


Doch, sind sie. Ich für meinen Teil darf z.B. in Kürze in Kurzarbeit gehen (und daß in einer Branche im Industriesektor, der es eigentlich bis zur Finanzkrise seeeehr gut ging! ...).
Bei Leiharbeitern/Zeitverträgen ist sie schon längst angekommen - die sind bereits arbeitslos oder wissen, daß der ZV nicht verlängert wird.
Demnächst kommt das auch beim Bäcker an der Ecke an, da Kurzarbeiter und Arbeitslose weniger Geld zum ausgeben haben....


von iro - am 26.01.2009 09:07
Kurzarbeit ist leider mittlerweile gang und gäbe, fast überall! Ich denke: Vieles wäre vielleicht gar nicht nötig und einige Firmen nehmen die Weltwirtschaftskrise jetzt einfach als gute Ausrede.

von 88,7 MHz - am 26.01.2009 12:41
Zitat
sept secrets
Kurzarbeit ist leider mittlerweile gang und gäbe, fast überall! Ich denke: Vieles wäre vielleicht gar nicht nötig und einige Firmen nehmen die Weltwirtschaftskrise jetzt einfach als gute Ausrede.

Das glaube ich weniger. Die Firmen, die jetzt Kurzarbeit anmelden sind die, die keine Leute entlassen möchten. DAS wäre nämlich die einzige Alternative zu Kurzarbeit um die Personalkosten zu deckeln, die sich derzeit nicht mehr erwirtschaften lassen. Und natürlich wollen diese Firmen auch ihr qualifiziertes Personal behalten für hoffentlich bald wieder bessere Zeiten. Kurzarbeitergeld wird nur für maximal 18 Monate gezahlt.
Firmen machen es sich bestimmt nicht leicht mit dem Anmelden von Kurzarbeit und folgende Voraussetzungen müssen lt. wikipedia erfüllt sein:

Zitat
wikipedia
Bedingungen, unter denen ein Unternehmen gem. §§ 169 ff. SGB III Kurzarbeit anmelden kann:

Es gibt einen "erheblichen Arbeitsausfall", der auf wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht.
Der Arbeitsausfall ist vorübergehend; es gibt begründete Hoffnung auf eine Besserung der Lage.
Der Arbeitsausfall ist nicht vermeidbar.
Mindestens ein Drittel der beschäftigten Arbeitnehmer verliert mindestens zehn Prozent des Bruttoentgelts.
Der Arbeitsausfall ist der Arbeitsagentur schriftlich angezeigt worden, und der Anzeige durch den Arbeitgeber war eine Stellungnahme des Betriebsrates beigefügt, sofern es in dem Betrieb einen solchen gibt.


von iro - am 26.01.2009 13:10
An alle:

Vielen Dank für eure Tips, Anregungen und vor allem euren Meinungen!

Das es bald schlimm wird, in/auf diesem unserem Lande/Planeten dürfte nun auch der Letzte (zu denen ich auch gehöre) realisiert haben.


Zitat

drittens gab es in echten Krisenzeiten in der Vergangenheit schon oft Goldverbote. Es kann also leicht nachvollzogen werden, wer wann und wo Gold gekauft hat.


Merci! ;)

von DH3FBI - am 26.01.2009 19:33
Na Bitte:
Stimmung in der Wirtschaft überraschend besser

Für mich zwar absolut nicht überraschend (ich schrieb es bereits vor einem Monat an anderer Stelle), aber schön das meine "Erfahrungen" jetzt auch etwas Substanz bekommen!!

Diese Schwarzmalereien (auch zum Thema Euro) tauchen doch in gewisser Regelmäßigkeit wieder auf und haben mich insbesondere an 2001 erinnert!

Wirtschaft (und Börse) hat nunmal viel mit Psychologie zu tun...

von Rosti 2.0 - am 27.01.2009 15:23


Durchhalteparolen aus dem Führerbunker...

An den Börsen mal wieder ne kleine Bullenfalle, die Pleitebanken steigen schnell mal wieder ein bisschen weil irgendeiner in den Büchern trickst und die Leute glauben an den Grundlagen ändert sich was...

Und nach ein paar Tagen gehts wieder weiter runter wenn sich ein paar Großinvestoren die Taschen voll gemacht haben, und danach wieder ihre puts setzen.


von Detektordeibel - am 28.01.2009 01:20
Deine Schwarzmalereiparolen sind auch nicht mehr auszuhalten :sneg:

Wie gesagt ich erfahre auf Arbeit etwas anderes. Ich bezweifle nicht das es einige Branchen hart getroffen hat (Auto, Banken) und die dann einen Rattenschwanz mitgezogen haben/mitziehen. Aber deswegen den Weltuntergang zu zeichnen halte ich für daneben. Und jetzt kannst du wieder mit deinen amüsanten Bilderchen kommen :) Du wirst sowieso stur bei deiner Meinung bleiben deswegen beende ich hier die Diskussion, viel Spaß dann noch, schönen Tag :)

von Rosti 2.0 - am 28.01.2009 09:01
Dass Silber gaaanz furchtbar knapp wird, vöööllig unterbewertet ist und
dass der Silberpreis über Nacht ins Unermessliche steigt, geisterte schon in den 70ern
durch die Presse - damals gab es noch so etwas wie eine Film- und Fotoindustrie,
die ihre Silberabfälle unrecycelt ins Klo schüttete.

Klar, Gold ist krisenfest - im Kriech kriegt man für einen Krügerrand dann ein gut abgelagertes
Roggenbrot...:D



von lambic - am 28.01.2009 13:43
Zitat

Klar, Gold ist krisenfest - im Kriech kriegt man für einen Krügerrand dann ein gut abgelagertes Roggenbrot...

Du könntest aber auch Deine Goldzähne gegen ein w e i c h e s Weißbrot eintauschen :D

von iro - am 28.01.2009 17:28
Zitat

Dass Silber gaaanz furchtbar knapp wird, vöööllig unterbewertet ist und
dass der Silberpreis über Nacht ins Unermessliche steigt, geisterte schon in den 70ern
durch die Presse


Es stieg ja in den 80ern in ne totale überbewertung rein. 50$ die Unze. Nach heutiger Kaufkraft locker 100¤. Da haben einige Leute ihren Reibbach gemacht, aber das war eher ne Spekulationsgeschichte.




von Detektordeibel - am 28.01.2009 17:38
Der Silberpreis wird nicht in unermessliche steigen, aber wenn die reinen Förderkosten bei 10 EUR liegen, und es jetzt für 9 EUR verkauft wird, kann man sich ausrechnen, dass da noch eine Steigerung zu erwarten ist. Dazu braucht man nicht Einstein heißen.

Dass Gold in Krisenzeiten nichts wert ist, ist mir neu. Die Geschichte lehrt was anderes. In Zeiten totaler Hungersnot sind Konserven wohl interessanter, aber von Weltuntergang und Krieg reden wir ja nicht. Im Zeiten von hoher Inflation und bankrotten Staaten steigt Gold. Gold ist bereits stark gestiegen in den letzten 6 Jahren, da kommt keine andere Anlageform mit. Zur Zeit, wohlgemerkt. Die Finanzkrise ist noch lange nicht am Ende. Die Geldmenge hat sich innerhalb kürzester Zeit praktisch verdoppelt, das wird im Laufe des Jahres in Form von Inflation zurückschlagen. Und da ist Gold ideal, um die Werte zu konservieren. Nicht als Spekulationsobjekt, auch wenn man zur Zeit durchaus Gewinne machen kann. Aber mir ist es Recht, wenn Gold soviele Gegner hat, komischerweise besonders in Deutschland, obwohl die Bundesbank die zweitgrößten Goldreserven aller Staatsbanken hat. Jedenfalls bleibt so noch genug für mich über, und die Preise steigen nicht auf unrealistische Höhen. Wenn dies passiert, und Gold steigt auf den Gegenwert von heutigen 2000 EUR, dann verkaufe ich alles wieder.

von Bolivar diGriz - am 28.01.2009 20:41
War doch nur Spaß...

von lambic - am 29.01.2009 17:27
Ich sag's ja nur. Einige Leute reagieren beim Thema Gold sehr hysterisch und unsachlich und wollen da nichts von wissen. Ganz eigenartiges Phänomen.

von Bolivar diGriz - am 29.01.2009 18:16
Zitat

Einige Leute reagieren beim Thema Gold sehr hysterisch und unsachlich und wollen da nichts von wissen. Ganz eigenartiges Phänomen.

Naja, vielleicht, weil sie Spaniens blutige Eroberungskriege im Zeichen des Goldes im Hinterkopf haben. Oder Hitlers verordnete KZ-Praxis, ermordeten Leichen die Goldzähne auszubrechen. Man muss kein Sozi oder Weltverbesserer sein, um diesen geschichtlichen Rückblick zu verstehen: >Gier nach Reichtum und Macht

von Erich Hoinicke - am 30.01.2009 00:52
Gratulation! Das ist endlich mal ein neues Schwachsinnsargument gegen Gold. "Weil die Nazis Gold hatten!" Isst Du auch kein Gemüse mehr, weil Hitler Vegetarier war? Wieviele Verbrecher, inklusive Hitler, stehen total auf Banknoten? Willst Du die jetzt auch nicht mehr? Gib her, ich nehme sie an! Und solange die Verluste nur 5-stellig (also bis zu 99.999 EUR) sind, ist das egal? Na, mit so einer Einstellung wird man aber nicht reich.

von Bolivar diGriz - am 30.01.2009 05:40
Zitat

Ganz eigenartiges Phänomen.


Nö, das ist eigentlich die Breite Masse, und die ist über die letzten 100 Jahre als die Trennungen zwischen den Schichten noch stärker war darauf gedrillt worden.
Deswegen verhalten sich die meisten Leute auch alle gleich. Alles außer Immobilien und Versicherungen interessiert sowieso nicht, auch wenn sie dabei abgezockt und geschlachtet werden.
Bei der Anschaffung von nem popeligen VW Polo oder Golf werden Zeitungen durchgeblättert und ewig Preise verglichen bis man dann am wenigsten Auto für das meiste Geld vor der Tür rumgammeln hat. Wenns aber um die eigenen vier Wände oder den Erhalt der paar Ersparrnisse zur Existenzsicherung angeht kommt nur chronisches Desinteresse. "Ich versteh sowieso nix davon" und so laufen sie den Bankern und den Vertretern mit den tollen Anzügen und Krawatten ins offene Messer.



von Detektordeibel - am 30.01.2009 18:18
@Erwin Lindemann:

Dein Ton gefällt mir nicht. Umso mehr als Du mich offenbar falsch verstanden hast. Es ging hier nicht um meine Einstellung zu Gold als Wertanlage, sondern um den Versuch einer Erklärung:
Zitat

Einige Leute reagieren beim Thema Gold sehr hysterisch und unsachlich und wollen da nichts von wissen. Ganz eigenartiges Phänomen.

Nicht mehr und nicht weniger. Das mit der Ironie üben wir noch etwas: Ich lege natürlich erst 6-stellige Eurobeträge in Gold an. Das schaffe ich noch vor zwölf... ;)


von Erich Hoinicke - am 02.02.2009 05:19
Beim durchstöbern verschiedener Edelmetal-Charts bin ich auf Platin aufmerksam geworden.
Dieses Edelmetal hat im letzten halben Jahr deutlich an Wert verloren und ist mittlerweile wieder am steigen.
Wäre Platin nicht auch eine gute Anlage??
Was meint ihr?

von DH3FBI - am 05.02.2009 17:00
Platin wird zunehmend in der Schmuckherstellung und in der Industrie (Katalysatoren) benötigt. Außerdem ist es selten. Das sichert einen stabil hohen Preis und ist gut zur Kapitalsicherung. Aber es fehlt der emotionale Faktor wie beim Gold, der eben auch mal kurzfristige Spitzen erlaubt, und zumindest teilweise zur Spekulation geeignet ist. Wenn es um die Sicherheit geht, ist Platin perfekt.

von Bolivar diGriz - am 05.02.2009 17:23
Zitat

Aber es fehlt der emotionale Faktor wie beim Gold


Gold ist Gold.

Platin oder Palladium ist halt nicht einfach so leicht als das zu erkennen was es ist. ;)

von Detektordeibel - am 05.02.2009 18:54
Du kannst dir ja aus Platin Gold fertigen lassen :D ;) (natürlich nicht ganz ernstgemeint, da Gold ja wesentlich weniger wert ist)

von Rosti 2.0 - am 05.02.2009 19:21
Naja, "wesentlich weniger" nun auch wieder nicht. Aber es kostet weniger :-)

von Bolivar diGriz - am 06.02.2009 14:26
:schpamm:

von Spacelab - am 07.05.2013 07:34
Dann isses hier ja genau richtig :D

von iro - am 07.05.2013 08:10
Werbung wurde gelöscht.
Ist hier nicht erwünscht.

von Chief Wiggum - am 07.05.2013 13:13
Wow 2009.. da war ja gold noch auf knapp unter 1000$....

von Detektordeibel - am 08.05.2013 18:03
Gold steigt auf 50000 $ (gemeint ist wohl pro Unze ) ? Mag sein, dass es soweit kommt, dann ist aber die Frage, wie hoch dann die Kaufkrauft der 50000 $ noch sein wird.

Wer weitere Informationen sucht, dem empfehle ich das geballte Expertenwissen in den Foren von www.silber.de und www.gold.de. :bruell:

Verglichen damit geht es hier sehr gesittet zu. ;-) :nwss:

von hegi_ms - am 08.05.2013 19:28
Gold kann man immer noch nicht essen, und was hoch steigt, wird tief fallen.

Übrigens ist es schon wieder mal drei Jahre her, dass der Euro in spätestens sechs Monaten auseinanderfliegt.

Spekulanten haben da natürlich einen guten Gewinn eingefahren mit der Verfünffachung des Goldpreises. Aber gut, so drückt sich eben die Inflation aus. Aktien steigen ja auch wie verrückt.

Blase, ick hör dir platzen, sagt der Berlina dazu wohl. Außer der der Spekulation läuft ja nicht mehr viel in diesem Land der Aldi-Löhne. Den meisten Menschen kann es völlig egal sein, wie das Geld heißt, das sie für ihre Arbeit nicht mehr bekommen. Oder wie viel die Unze Gold kostet: Leisten können sich eh nur die selbst ernannten "Leustungsträger", diese Schmarotzer mit Schlips und Audi.

von Alqaszar - am 09.05.2013 02:34
Gold kann man durchaus essen. Es hat zwar keinen Nährwert, aber es ist auch nicht gesundheitsschädlich. In der Tat wird Gold in der dekadenten Küche verwendet: http://www.luxusfans.de/gold-zum-essen-eine-uralte-faszination/

Versuche das mal mit Euros. Die sind durchaus gesundheitsschädlich. Die Münzen wegen dem hohen Nickelanteil, die Scheine wegen der hohen Belastung mit Bakterien. Hinzu kommt eine nicht zu unterschätzende Gefahr zu ersticken. Auch die Scheine lassen sich kaum kauen.

von Bolivar diGriz - am 09.05.2013 05:06
Trinken lässt es sich auch. ;)

http://www.rossmannversand.de/produkt/70528/original-danziger-goldwasser-40prozent-vol.aspx

von ross22 - am 09.05.2013 08:41
Zitat
Alqaszar
Blase, ick hör dir platzen, sagt der Berlina dazu wohl. Außer der der Spekulation läuft ja nicht mehr viel in diesem Land der Aldi-Löhne.

Wenn jeder soviel zahlen würde wie Aldi (Süd) würde es uns allen sehr, sehr gut gehen! ;) (schon verstanden worauf du hinaus willst)

von Rosti 2.0 - am 10.05.2013 06:59
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