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Steuerschaetzer alarmieren: Rekordausfaelle bis 2013

Startbeitrag von PowerAM am 14.05.2009 07:36

Heute legen die Steuerschaetzer dem Finanzminister ihre Gutachten vor. Sie rechnen mit Milliardenausfaellen in den kommenden Jahren. Der Finanzminister will jedoch die Neuverschuldung unbedingt vermeiden bzw. so gering wie moeglich halten. Geplant sind Optimierungen auf der Einnahmeseite - also Steuererhoehungen und das Stopfen von Steuerschlupfloechern. Das wird auch moeglich durch vorbereitete Gesetzesaenderungen.

Ich bin gespannt, was aus der Steuererklaerung auf dem sprichwoertlichen Bierdeckel wird. Oder brauchen wir zukuenftig keine Steuererklaerung mehr abgeben, "weil sie ohnehin alles bereits wissen"?!

Antworten:

War doch zu erwarten. Mehr Arbeitslose, weniger Gewerbesteuer usw. Das wird noch ganz bitter. Dafür brauch ich aber keine Steuerschätzer. DAs hätte ich denen auch sagen können.

von zerobase now - am 14.05.2009 08:02
Wär alles kein Problem würden die bökloppten Döppen endlich dazu übergehen,das auszugeben was sie eingenommen haben.
Außerdem halte ich die Schätzung wie so viele Horrormeldungen dieser Tage für übertrieben.Am Ende ist sie nur fingiert um die nächste Steuererhöhung mit nur einem blauen Auge in nem Wahljahr durchzubekommen und sich im selben Schriftzug schnell die Diäten zu erhöhen.

von Scrat - am 14.05.2009 12:28
Es wäre mal Zeit für Optimierungen auf der Ausgabenseite ! Endlich mal sparen, Subventionsabbau etc.
Aber dazu sind ja beide großen Parteien zu feige, die bestechen lieber die Rentner mit schuldenfinanzierten Rentenerhöhungen...

von Terranus - am 14.05.2009 12:30
Besser wird es keinesfalls. Einerseits jammert man ueber Einbrueche auf der Einnahmeseite, anders herum wird fuer umstrittene Projekte tonnenweise Geld rausgehauen.

von PowerAM - am 14.05.2009 12:40
Richtig. Allerdings sparen bei Poltikern einzufordern ist doch sehr blauäugig, oder? Solange es nicht deren Geld ist juckt die das gar nicht. Stattdessen wirft man lieber das Steuergeld mit vollen Händen zum Fenster raus. Ich glaube die Politikverdrossenheit war noch nie so hoch wie heute in Deutschland. Die sollen ruhig so weiter machen. Die werden im September ihr blaues Wunder erleben.

von zerobase now - am 14.05.2009 12:42
Nein, werden sie nicht! Das Herumwursteln geht danach weiter wie bisher. Allenfalls werden Randparteien ein paar Prozente mehr erhaschen und die Regierung durch Splitterkoalitionen laehmen. Je mehr Koeche im Brei ruehren...

Fakt ist, dass die Entscheidungstraeger in den Ministerien bzw. der Regierung aus der Wirtschaft kommen und nach Ende ihrer Amtsperiode(n) entweder in den Ruhestand oder zurueck in die Wirtschaft gehen. Und welche Interessen sie vertreten wird oft genug deutlich.

von PowerAM - am 14.05.2009 12:47
Abwarten. Bis September ist noch lange hin.

von zerobase now - am 14.05.2009 12:53
Genau! In der Zwischenzeit gibt es noch ein paar kreditfinanzierte Steuergeschenke und alles bleibt wie gehabt.

von PowerAM - am 14.05.2009 12:55
Der letzte macht das Licht aus. :rolleyes:

[Sarkasmus]

Wohin sollen wir nur gehen?
In Länder, wo der Aufbau grad stattfindet?
Will nicht.

Dann gehe ich lieber selbstbestimmt die nächste Etappe an.
Eben etwas frühzeitiger.

[/Sarkasmus]

Meinen richtigen schwarzen Humor möchte ich hier nicht ausleben...



von shianne - am 17.05.2009 19:36
Warum nicht? Auf nichts anderes haben "sie" gewartet!!

von PowerAM - am 17.05.2009 20:01
Die Hierarchie sieht so aus (von unten nach oben)

Bürger - Kommune - Land - Bund

Die Kommunen sind kaum noch Handlunsgfähig, weil die Steruereinnahmen ausbleiben. Da gibt es auch keine "Gescheknke" mehr für die Bürger. Macht eine Kommune zu viele Schuleden, wird sie unter Sonderrecht von der Bezirksregierung verwaltet und dann kommt der dicke Rotstift ohne Rücksicht auf Verluste.

Hallenbad, Bilbliotheken, Zuschüsse für Jugend- und Kulturarbeit? Weg damit!

Endlich der neue Kreisverkehr zur Entlastung der Stau-Kreuzung? Nicht mehr in diesem Leben.

Schlaglöcher in der Straße kann man auch billig mit Gussasphalt ausbessern. Rumpelt nur ein bisschen, aber die Haftungsrage ist wenigstens geklärt.

Derweil werden die Anliegerkosten erhöht (Bürger zahlen das doch gerne!) und die Straßenreinigung auf die Anwohner abgewälzt. (Leute, wenn ihr nicht wollt, dass euch beim nächsten Regen die Keller volllaufen, dann schaut dass in eurer Straße die Gullies frei sind!).

Freut euch also, wenn eure Kommune, welche jetzt grad noch so über die Runden kommt, dank der Finanzlöcher demnächst so richtig ins Minus gerät.


von Alqaszar - am 18.05.2009 11:43
Meine Grossgemeinde legt die Kosten fuer die Strasseninstandsetzung bereits seit Jahren mit dem zulaessigen Hoechstsatz (60 %) auf die Anlieger um. Ebenfalls Neubau und Erhaltung von Wasser- und Abwasserleitungen. Jetzt fliegen in zahlreichen Wohngebieten die Freileitungen raus. Und was glaubt ihr, was mit den Strassen passiert...

von PowerAM - am 18.05.2009 11:46
Zitat

Schlaglöcher in der Straße kann man auch billig mit Gussasphalt ausbessern. Rumpelt nur ein bisschen, aber die Haftungsrage ist wenigstens geklärt.


Ach, bei uns stellt man einfach Baken auf und beschraenkt die Geschwindigkeit auf 30. Staatsstraße wohlgemerkt! Das zum 1.April aufgestellte Schild "Freistaat Bayern: Hier entsteht eine Stoßdämpfer-Teststrecke" war leider relativ schnell wieder weg!

von Habakukk - am 18.05.2009 14:10
die Wahlbeteiligung wird sicher weiter sinken. Die meisten sehen das eben nach dem Motto: "Egal wen wir wählen...dann wählen wir eben garnicht"

Dies ist zwar falsch, aber die sinkende Wahlbeteiligung der letzten Wahlen spricht eine klare Sprache.

von Radiopirat - am 18.05.2009 18:12
Jo, die nächste koalition wird eh Rot-Rot-Schwarz und die Mwst auf 25% erhöht umd die Steuerausfälle reinzuholen. ^^

Bei 90% abgaben ist zwar der Weg nach oben begrenzt, aber dann sollen die Leute halt in das sozial gerechte Plattenbau-Rattennest ziehen anstatt sich für das Reihenhaus abzurackern, das wichtigste ist doch das der Staat genug Steuereinnahmen hat, alles andere hat sich dem unterzuordnen, egal ob das Geld aus der Druckerei kommt, Hauptsache der Haushalt ist gedeckt damit man genug Geld zum rumwerfen für die Hartzer und Rentner hat, und die Banken und Porsche gehen nicht pleite. :bruell:

von Detektordeibel - am 19.05.2009 14:23
In meiner Heimat eine recht beliebte Massnahme, Strassenreparaturen zu sparen: Strassensperrungen! :D

Innerorts wird's auf die Anlieger umgelegt, ausserorts sind eher der Bund, das Land oder der Kreis Hauptfinanzierer der Strassenreparaturen. Und wo's an der Gemeinde haengen bleibt und sie's nicht umlegen kann, da wird eben gesperrt.

von PowerAM - am 19.05.2009 14:47
Zitat
Pfänder
[...]"Egal wen wir wählen...dann wählen wir eben garnicht". Dies ist zwar falsch[...]


Nun ja, egal wen man wählt, das Grundproblem ändert sich nicht.
Ich denke mal, dass das alles zu komplex ist, um da noch etwas zu ändern.



von shianne - am 19.05.2009 15:19
Will ja auch keiner, es geht eh nur noch um Symptombekämpfung.

Erst nach dem Krach können die Karten neu gemischt werden, das Problem ist die Politiker versuchen das bis zum geht nicht mehr zu verzögern weil ihre und die Jobs ihrer Freunde dranhängen.

Anstatt sich drauf vorzubereiten und weichen zu stellen macht man lieber weiter Politik für irgendwelche Lobbys und quatscht den blödsinn aus den 70er jahren nach auch wenn die Welt um einen herum sich schon nicht nur zigmal gedreht sondern auch 3mal neu erfunden hat.

Realitätsverweigerung und Staatsgläubigkeit, die Parteien gehen dazu auch noch alle nach links als ob die Antworten auf Fragen aus dem 19. jahrhundert im 21. jahrhundert etwas noch zu bedeuten hätten.

von Detektordeibel - am 19.05.2009 17:57
Vor den letzten Wahlen wurde eine MwSt-Anhebung kategorisch ausgeschlossen - und kam als eine der ersten Massnahmen danach. Jetzt bestreitet die Kanzlerin erneut, es gaebe dahingehende Plaene. Kurz vor den Wahlen. Also kommen die 22 oder 25 % oder was auch immer auch bald!

von PowerAM - am 19.05.2009 19:42
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