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Banken in den Niederlanden wollen Bargeld abgschaffen?!

Startbeitrag von ANDREAS R-|-DJ am 29.07.2009 16:24

Ich dachte erst an einen verspäteten Aprilscherz: http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/496284/index.do

Zitat

„Sparschweine nehmen wir nicht mehr an“, heißt es bei den holländischen Banken. Die Nachfrage nach Kassenschaltern, an denen man Geld abheben und einzahlen kann, sei gesunken. Auch Supermärkte wollen kein Bargeld mehr akzeptieren.

Den Haag.
Banken und Geld sind wie Deckel und Topf, Schlüssel und Schloss, sie gehören einfach zusammen. Doch bald wird es Banken ohne Geld geben, zumindest ohne Bargeld. In den Niederlanden haben alle großen Kreditinstitute angekündigt, dass sie künftig kein Bargeld in ihren Filialen mehr führen und auch keines mehr annehmen werden.

Die klassischen Kassenschalter in der Bank, wo man Bares einzahlen oder abheben konnte, sie werden einfach abgeschafft. „Bargeld, nein danke“, heißt die neue Devise der niederländischen Kreditinstitute. Und das ausgerechnet mitten in der Finanzkrise.

Die erste Bank, die damit beginnt, nur noch bargeldlose Filialen zu betreiben, ist die SNS Bank. Seit Juli wird Bargeld aus den Schalterhallen verbannt.

In den neuen Bankshops sind kaum mehr Angestellte anwesend. Ein oder zwei Mitarbeiter genügen, um die Filialen ,,zu verwalten“, wie es heißt. Es gibt in den neuen SNS-Shops eine Menge Computer, an denen der Bankkunde seine Finanzgeschäfte selbst erledigen muss. Bargeld kann nur noch über Automaten abgehoben werden. „Wir beenden alle Geldhandlungen“, sagt SNS-Sprecher Roland Kroes.

Die Nachfrage nach Kassenschaltern, an denen man Geld abheben und einzahlen kann, sei gesunken. „Nur ein ganz geringer Teil unserer Kunden macht noch davon Gebrauch“, so Kroes.


Service wird schlechter

Die inzwischen verstaatlichte ABN Amro hat angekündigt, dass sie dem Beispiel der SNS Bank folgen wird. ING, der größte Finanzkonzern der Niederlande, und die Rabobank wälzen ähnliche Pläne. Die Geldhäuser laufen damit im Gleichschritt mit den Supermärkten. Auch diese haben angekündigt, dass sie ab spätestens 2011 an ihren Kassen kein Bargeld mehr akzeptieren werden. Tomaten und Käse etwa können Kunden nur noch bargeldlos mit Kreditkarte oder EC-Karte bezahlen.

Vorbei ist es mit den guten alten Zeiten, als Kinder ihr prall gefülltes Sparschwein noch zur Bank bringen konnten. „Sparschweine nehmen wir nicht mehr an“, so die SNS Bank. Ein Sprecher von ABN Amro ergänzt: „Wir werden unsere Kunden einfach zum bargeldlosen Zahlungsverkehr zwingen.“

Apropos ABN Amro: Seit die einst größte Bank des Landes im Zuge der Finanzkrise verstaatlicht wurde, ist deren Kundenservice noch schlechter geworden, als er ohnehin schon war. Mitarbeiter des Instituts lehnen neuerdings in barschem Ton eine kurze Beratung ab.

Antworten:

Nun gut, hat alles Vor- und Nachteile.

Am meisten würde mich stören, dass das Zahlen mit Geldkarte länger dauert als mit Bargeld.
Zumal ich das meist vorher abzähle.
Man sieht ja die Preise im Laden und kann schon rechnen.

von shianne - am 29.07.2009 17:50
Ich finde die Idee echt unnötig! In NL gibt es einige Supermärkte, die keine Kartenzahlung ermöglichen aktuell für ausländische Karteninhaber (z.B. bei Aldi)... sollen wir "Ausländer" dann da nichts mehr einkaufen können !?!?



von Sarstedter - am 29.07.2009 17:59
So abwegig ist das gar nicht. Unsere Volksbank hat mit Bargeld inzwischen auch recht wenig am Hut...

von WiehengeBIERge - am 29.07.2009 18:06
Wie wollen diese "sauberen Banken" mit Menschen umgehen, die kein Konto haben?
Eine Nation ohne Bargeld......?
D.H.: Wie leben die Menschen am Rande der Gesellschaft?

Ich kann's mir nicht vorstellen....................!

von Figaro4 - am 29.07.2009 18:17
Das ist ja überhaupt nicht mit dem Datenschutz vereinbar. Die armen Niederländer, nie mehr anonymes einkaufen.

von PhanTomAs - am 29.07.2009 19:32
Wieso nicht? In Finnland haben die Leute auch nur nee Kreditkarte und nee "EC-Karte" und machen eigentlich alles bargeldlos. Und mit Karte zahlen geht natürlich viel schneller.

Und ich denke mal in solchen Situationen wird die Akzeptanz von verschiedenen Karten in allen Supermärkten stärker. Sprich auch Kreditkarte im Aldi usw.

von mago - am 29.07.2009 20:58
Da hilft nur Boykott! Mich sehen diese Läden dann nicht mehr! Kreditkarte schaff ich mir erst gar nicht an, seh ich nicht ein. Ich lass mir doch nicht diktieren, wie ich zu bezahlen habe. Entweder der nimmt mein Geld oder er sieht meinen Mittelfinger und sonst gar nix mehr!!

von Peter Schwarz - am 29.07.2009 21:09
Was für ein Quatsch... dann sollte Albert Heijn endlich mal beginnen, meine Visa-Karte zu fressen! :mad:

von DX-Project-Graz - am 29.07.2009 21:40
Also am Schalter Geld abgehoben hab ich schon Ewig (hmm 1995 ?)nicht mehr.
Über 1000 oder gar 2000¤ auf einmal abheben (können) kommt auch selten vor.*g*
Geld einzahlen muss ich auch keines.
Den Schalter brauch ich nur wenn ich nen Scheck einlöse oder meine EC Karte spinnt.

Das man in Supermärkten dann nur noch mit Karte zahlen kann find ich bescheuert.
Da kaufste dir mal was für ein paar ¤uro und hältst wegen dem Scheiss den ganzen Verkehr auf.
Bei Summen über 20¤ kein Problem,da zahl ich auch nur noch mit EC Karte.

von Scrat - am 29.07.2009 21:47
So ein Quatsch.
Schon mal überlegt, was passiert, wenn die tollen Online-Terminals ihren Dienst versagen, weil das städtische Telefonnetz oder die Stromversorgung zusammenbricht ?
Dann freut sich die Konkurrenz, die weiterhin Bargeld akzeptiert.

Und "schneller bezahlen" ist auch nicht. Das sehe ich schon heute an der Supermarkt-Kasse...


von carkiller08 - am 29.07.2009 21:49
Jaaa, dann hängt der Magnetstreifen wieder mal oder das System ist grad down...nur Bares ist Wares. Ich habe da auch viel besser die Ausgaben unter Kontrolle. Per Karte zahl ich nur grössere Beträge oder mal an der Tanke, aber selbst das selten.
Und wenn sie das Bargeld mal abschaffen, werd ich komplett Selbstversorger!


von Peter Schwarz - am 29.07.2009 22:06
Richtig. Nur Bares ist Wahres! Plastikgeld ist nur ein weiteres Mosaiksteinchen im Überwachungsstaat.

Zitat
mago_
In Finnland haben die Leute auch nur nee Kreditkarte und nee "EC-Karte" und machen eigentlich alles bargeldlos.

Kann ich nicht bestätigen. Ich war neulich geschäftlich in Finnland und auch mehrmals in Supermärkten. Die offensichtlich einheimischen Leute vor mir in der Kassenschlange haben alle bar bezahlt. Immerhin sind bei den Finnen die äusserst dämlichen 1- und 2-Cent-Münzen unüblich. Im Supermarkt wird auf den nächsten 5er- oder 10er-Betrag gerundet. Das ist schon ein erheblicher Fortschritt, wie ich finde.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.07.2009 04:37
Das wird sich nicht durchsetzen. So verliert man doch total den Überblick, wenn man alles mit Karte bezahlt. Das wird ein frommer Wunsch bleiben und solange es nur die Niederländer alleine machen, sowieso völlig unmöglich. Sowas kann man nur im Gesamteuropäischen Konzept beschliessen. Ich weiss auch gar nicht, inwieweit das mit EU-Recht verinbar ist.

von zerobase now - am 30.07.2009 06:17
Kartenzahlung nutze ich zum Tanken und zum Bezahlen groesserer Einkaeufe. Oder da, wo es vorteilhafter ist. Beispielsweise haben Kartenzahler bei den franzoesischen Mautstellen immer eine freie Bahn. Barzahler stehen zu Stosszeiten schon mal 10 min an.

Die Akzeptanz auslaendischer Karten in den Niederlanden ist ohnehin sehr verschieden. Waehrend ich beim Tanken immer problemlos mit deutscher EC-Karte ("Maestro") zahlen konnte nehmen Supermaerkte oft weder auslaendische EC- noch Kreditkarten. C1000 in Enschede lehnte beide ab, im Jumbo in Groningen wurde beides akzeptiert.

Was man jetzt schon fast ausschliesslich nur per Kreditkarte bezahlen kann sind Flugtickets. Wenige Fluggesellschaften erlauben noch Bankeinzug, weshalb ich Air Berlin mal positiv erwaehnen muss.


Es wird auch hier darauf hinauslaufen, Menschen ohne Bankkonto aus der Finanzwelt auszuschliessen. Mein Vermieter lehnt bereits seit letztem Jahr Bewerber mit einem Postbank-Konto ab. Die meisten anderen Banken und Sparkassen fordern ausser bei Schueler-, Studenten- und Azubikonten regelmaessige Zahlungseingaenge, sonst kuendigen sie das Konto einseitig binnen weniger Monate. Viele verlangen inzwischen sogar wenigstens 1000 EUR monatlichen Zahlungseingang, weshalb Geringverdienern hier oftmals nur noch Sparkasse oder Volksbank bleiben.

von PowerAM - am 30.07.2009 06:59
Mein Vermieter lehnt bereits seit letztem Jahr Bewerber mit einem Postbank-Konto ab.

Da hätt ich ihn mal gefragt, ob er noch alle Tassen in der Schublade hat!! Meines Erachtens gar nicht zulässig, sowas.


von Peter Schwarz - am 30.07.2009 07:01
Zitat
Peter Schwarz
Mein Vermieter lehnt bereits seit letztem Jahr Bewerber mit einem Postbank-Konto ab.

Da hätt ich ihn mal gefragt, ob er noch alle Tassen in der Schublade hat!! Meines Erachtens gar nicht zulässig, sowas.


Und wie lautete die Antwort? Ist das ein Grund, warum du jetzt im Berchtesgadener Land dahinvegetieren musst? :D
Dass dies in Deutschland aber bereits solche Ausmaße angenommen hat, erschreckt mich. In der Schweiz sind mir solche Geschichten jedenfalls noch nicht bekannt. Wie weit soll denn die soziale Schere noch auseinanderklaffen? Sind solche Diskriminierungen überhaupt rechtlich abgedeckt?

Ich selber zahle nie mit Karte. Ich hebe lieber Bares am Bankomaten ab, so habe ich die Übersicht über mein Geld und bezahlen geht erst noch viel schneller. Zudem würden mir bei Zahlungen im Ausland (und da bin ich oft genug) jedes Mal nervige Gebühren erhoben, das brauch ich erst recht nicht. Da gehen mir Tendenzen wie etwa in Frankreich, wo SNCF-Tickets am Automaten nur noch mit Euro-Münzen (!) oder Karte bezahlt werden können, ordentlich auf die Nerven.

von Wrzlbrnft - am 30.07.2009 07:55
Schmarrn! Ich wohn schon seit Jahren nimmer in Miete. Das ist auch so eine Eigenart der Deutschen (von wegen Häuslebauer, haha, eine der niedrigsten Eigentumsquoten überhaupt): Jahrelang in irgendwelchen Mietskasernen hausen, rummurren, ein sauertöpfiges Gesicht machen, sich hintenrum beschweren, vielleicht prozessieren, aber ja nie einem mal die Meinung wirklich ins Gesicht sagen. Und sich am Ende wundern, wo das ganze Geld hin ist. Wenn Du Eigentum hast, dann lebst Du freilich nicht umsonst, musst selbst alles renvoieren etc...aber das Geld, das kriegst Du wieder, wenn Du die Hütte verkaufst. Fallst mal einen Platz in der Seniorenresidenz oder im Hospiz brauchst, werden Dir Deine Kinder dankbar sein, wenn sie nicht geschröpft werden dafür. Nein, da schmeisst man lieber einem Vermieter, oder noch schlimmer, irgend so einem Finanzhai ("Bauträgergesellschaft") die sauer verdiente Kohle in den Rachen. Dafür wohnt man dann Raucherbalkon an Raucherbalkon und macht sich gegenseitig das Leben schwer, ruft die Polizei an, weil einer grillt oder irgend so ein Unsinn.


von Peter Schwarz - am 30.07.2009 08:07
Mein Vermieter ist eine Genossenschaft, also so aehnlich wie eine private Traegerschaft. Die muessen niemand aufnehmen. Und das tun sie auch nicht. Man fragt nicht nach einer Wohnung, man bewirbt sich. Aus der Schar der Bewerber kann dann gewaehlt werden. Es gibt hier einen kaum vorhandenen Leerstand, dafuer Wartelisten mit ueber 50 Bewerbern. Wenn jemand wegzieht, dann ist die Wohnung oft binnen weniger Tage neu vermietet.

Eigentum ist fuer mich eher Ballast. Ich bin als Bundesbeamter jederzeit im Bundesgebiet ohne meine Zustimmung umsetzbar. Davon wird in letzter Zeit auch recht rege Gebrauch gemacht, insbesondere dann, wenn man weder verheiratet ist noch Kinder hat. Damit kann man sich Sozialpunkte sichern. Die andere Seite sind Fachpunkte, beispielsweise durch besondere Befaehigungen. Temporaer war ich bereits ueber 1 Jahr in Frankfurt/O., danach fuer ein paar Monate in Bad Hersfeld und nach Leipzig wollte man mich auch schon verborgen. Eine Versetzung aus dienstlichen Gruenden ist jederzeit moeglich, momentan aber eher unwahrscheinlich. Die BFV befindet sich in einer Phase massiver Umstrukturierung und daher ist in den kommenden Jahren eher Stillstand angesagt. Wenn mein jetziger Dienstort zwischen 2014 und 2018 schliesst, dann muss ich ohnehin umziehen. Auf jeden Fall komme ich dann zu einer neuen dienstlichen Verwendung, die ich aber so gut es geht zu beeinflussen versuche.

von PowerAM - am 30.07.2009 09:51
Erst diese Woche sind in FFM die EC-Terminals in vielen Geschäften ausgefallen und die Durchsage kam alle 5 Minute oder es hing als Zettel an der Tür:
"Zur Zeit ist nur Barzahlung möglich, Wir bitten um Verständins" !


Ich erlebe immer wieder mal, dass die EC-Karten in anderen europäischen Staaten nicht immer akzeptiert werden bzw. diese vom Terminal nicht erkannt werden.

von Nordi - am 30.07.2009 09:54
Zitat
PowerAM
Mein Vermieter ist eine Genossenschaft, also so aehnlich wie eine private Traegerschaft. Die muessen niemand aufnehmen. Und das tun sie auch nicht. Man fragt nicht nach einer Wohnung, man bewirbt sich. Aus der Schar der Bewerber kann dann gewaehlt werden. Es gibt hier einen kaum vorhandenen Leerstand, dafuer Wartelisten mit ueber 50 Bewerbern. Wenn jemand wegzieht, dann ist die Wohnung oft binnen weniger Tage neu vermietet.


Wer iwll denn in diese DSL-lose Gegend ziehen ? :D

von Chief Wiggum - am 30.07.2009 10:23
Offenbar einige! DSL gibt es ja, nach dem Zufallsprinzip. Oder HSDPA.

von PowerAM - am 30.07.2009 10:25
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