Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
OT-Forum
Beiträge im Thema:
133
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Thomas (Metal), PowerAM, DH0GHU, RheinMain701, Chief Wiggum, WiehengeBIERge, Rosti 2.0, Japhi, Jassy, Anonymer Teilnehmer, ... und 20 weitere

A6 fast zwölf Stunden gesperrt (war: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung)

Startbeitrag von Rosti 2.0 am 21.04.2010 17:40

ich glaube das Bild sagt alles...



zur Stunde gibt es laut swr3.de noch 18km Stau!

Unsere Fahrer kamen fast alle zu spaet weil auch hier und im weiteren Umkreis noch alle Landes- und Bundesstrassen voellig verstopft waren. Der totale Verkehrskollaps also.

was war passiert:

ein Brummi rast bei der Abfahrt Wiesloch/Rauenberg in einen Kleintransporter, stellt sich anschliessend quer und stoesst gegen eine Schilderbruecke, die kracht auf das Fuehrerhaus, das Feuer faengt und 2 Menschen darin umkommen.

vielleicht noch erwaehnenswert, das ganze hat sich heute morgen gegen 8 ereignet, einfach heftig....

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

Noch ein Link dazu: http://www.stimme.de/kraichgau/polizei/art17125,1821628

Was mir wieder auffällt, aber eigentlich nur blanke Theorie ist: Ein LKW darf auf Bundesautobahnen nur 80km/h schnell fahren. Überholen darf man laut StVO nur wenn man erheblich schneller ist. Was ist denn erheblich, bzw. wie langsam war dann der erste LKW unterwegs? 60km/h vielleicht? Die Erfahrung sagt: Sicher nicht! Warum also dann ein Überholmanöver, wenn der andere LKW möglicherweise annähernd 80km/h gefahren ist? Warum wird gleiches, was ständig auf den bundesdeutschen Autobahnen passiert N I E M A L S geahndet? Und dann was ist in diesem Fall fahrlässige Tötung und warum ist sowas nicht Totschlag? Nach meiner Meinung wird da ein Schaden des anderen Verkehrsteilnehmers billigend in Kauf genommen, also keine Unachtsamkeit und damit nicht mehr fahrlässig.

von Thomas (Metal) - am 21.04.2010 18:45

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

Die erhebliche Geschwindigkeitsdifferenz, die ein Ueberholen ueberhaupt erst erlaubt, wurde in verschiedenen Gerichtsurteilen mit "wenigstens 10 km/h" definiert. Die oftmals mehrere Minuten andauernden Ueberholvorgaenge mit unteren einstelligen Differenzen finden manchmal nur dadurch ein Ende, wenn der Ueberholte mal kurz vom Gas geht. Praktisch duerften weit ueber 90 % aller Ueberholvorgaenge von LKWs unzulaessig sein. Allerdings ist das Ahndungsrisiko ausgesprochen gering.

Das Unfallbild ist in der Tat eindrucksvoll und zeigt mir eine unglaubliche Zerstoerungskraft. Die vor dem Unfall gefahrene Geschwindigkeit des LKWs duerfte recht ordentlich gewesen sein. Allerdings ist das alles nur Spekulation, bei dem Unfall war ja niemand von uns dabei.

von PowerAM - am 21.04.2010 19:04

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

Kevin reloaded :rolleyes: :

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_42195989


http://www.fnp.de/fnp/region/hessen/junges-paar-stirbt-bei-autounfall_rmn01.c.9094678.de.html


Unabhängig von der "Voltzahl" ist es immer wieder zu beobachten, daß von Links direkt auf den Verzögerungsstreifen eingeschert wird und das möglichst knapp vor dem Ausfahrt-Schild :sneg: . Die Vermutung liegt nahe, daß der Fahrer sich grundsätzlich derart verhalten hat, auch ohne Alkohol. Letzteres wird nur häufig als Erklärungsversuch hergenommen, vielleicht um von eigenem rücksichtslosem Verhalten abzulenken "kann mir ja nicht passieren, ich trinke ja nix wenn ich fahre". Es ist bekanntermaßen 300m vor der Ausfahrt bereits zu blinken. So könnte man eigentlich zu diesem Zeipunkt keineswegs mehr links gewesen sein.
Direkt nach Behandlung der Verletzungen in den Bau wäre die richtige Lösung! Das genau Strafmaß kann dann bei der Verhandlung geklärt werden, Strafe muß wenn möglich sofort erfolgen. Es wird sicherlich eine Freiheitsstrafe geben, die Unfallopfer wurden zuvor ja auch nicht gefragt, ob sie nochmal durchwischen wollten...
Was Kevin betrifft (und das schreibe ich als Onkelz-Fan): Sehr milde Strafe, kaum nachvollziehbar! Es darf darüber hinaus gefragt werden, warum er zu diesem Zeitpunkt noch kein Bewährungswiderruf hatte und einrücken mußte. So gesehen hätte dieser Unfall eigentlich gar nicht passieren können. Da kenne ich ganz andere Geschichten, wo man berechtigterweise sehr viel konsequenter eingeschritten ist.

von Thomas (Metal) - am 31.07.2011 14:38

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

Und nochmal ein Link, zugegebenermaßen aus einer nicht immer seriös einzustufenden Quelle: http://www.bild.de/regional/frankfurt/verkehrsunfall/betrunkener-raste-liebespaar-tot-19150166.bild.html

Soso, fahrlässige Tötung, also "es ist halt passiert". Ab wann sprechen wir dann eigentlich von Totschlag? http://de.wikipedia.org/wiki/Totschlag Nun, "Totschlag (bezeichnet) die vorsätzliche Tötung eines Menschen". Was ist denn der Vorsatz? Da war der Verzögerungsstreifen besetzt, ich wollte da halt nur noch durch. Das könnte man auch "der wollte mir das Geld nicht geben und deshalb ist er jetzt tot" genauso ansetzen. Ist halt so passiert. Wobei, bei letzterem sprechen wir ja von Raub, also ein Eigentumsdelikt, was offenbar immernoch weit höher angesetzt wird als Leib und Leben :sneg: . Derartiges habe ich auch schon mal am eigenen Leib erfahren dürfen. Schädelriß? Nö, das ist gefährliche KV. Gehen sie mal ins Krankenhaus, da bekommen Sie ein Attest und dann können wir ermitteln. Wie der hatte die Hand an ihrer Reisetasche? Ja, dann ist das Raub, kommen sie doch bitte mit, da müssen wir direkt ermitteln (die Stimmung des Beamten mir gegenüber wurde direkt freundlicher). Leider 1993 in Ffm so selbst erlebt...

von Thomas (Metal) - am 01.08.2011 11:01

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

Ein weiteres: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36094&key=standard_document_42652606

Zu zweit unterwegs. Und warum erkennt man kein Stauende? Die Strafe dürfte, wie üblich im Land der Vollidioten, lächerlich ausfallen :sneg: .

Da wir hier ein OT-Forum zum Radioforum sind: Inzwischen hält man es auch im "Vekehrsfunk" nicht mehr für notwendig Musik zu unterbrechen, wenn z. B. ein Geisterfahrer unterwegs ist. Für derartiges Verhalten wäre der sofortige Entzug der TP-Kennung richtig. Gefahrensitutation? Ja, das ist schon wichtig, aber wichtiger sind doch die Hits der 80er und 90er, sowie der sonstige Schund der das Geld macht...

Nachtrag, zum Hören:
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?key=standard_document_42645482&jmpage=1&type=a&rubrik=36094&jm=1&mediakey=rubrik-nachrichten/20110918_unfall_audio_128k

von Thomas (Metal) - am 19.09.2011 19:52

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

Und noch eine Episode: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,794851,00.html
Zitat "Zur Unfallursache erklärten die Ermittler, der 46-jährige Autofahrer aus Vellmar sei vermutlich sehr schnell gefahren.". Und da wären wir wieder beim der anderen Diskussion (30/70), hier die Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen: Das tote Tier lag also schon dort und ist nicht direkt vor ihm vom Himmel gefallen. D. h. die Geschwindigkeit wahr wohl so groß, daß er selbst bei einem Hindernis in Sichtweite nicht mehr anhalten konnte :sneg: . Wenn wir derartige Autofahrer haben und dies, in diesem Fall liegt es ja anders, nicht ordentlich sanktioniert wird, werden wir irgendwann ein festgeschriebenes Tempolimit haben. Den Idiolten sei Dank!

von Thomas (Metal) - am 30.10.2011 14:14

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

Auf Strassen, die durch bewaldete Gegenden fuehren und ggf. noch kurvenreich sind, sind vermutlich sogar schon Tempo 80 zuviel. Gut, entgegenkommenden Verkehr sieht man bei Dunkelheit noch durch dessen Beleuchtung, Hindernisse oder Wild nicht mehr. Auf uebersichtlichen Autobahnen mit i. d. R. selten engen Kurven und idealerweise noch hellem Spritzbeton als Fahrbahnbelag koennte man bei Dunkelheit u. U. auch etwas schneller fahren.

Aber ich denke mal, einer eventuellen Geschwindigkeitsbeschraenkung auf den Autobahnen werden mittelfristig die steigenden Spritpreise zuvorkommen. Wenn die naemlich mal wieder deutlich ueber 1,50 EUR fuer Diesel und ueber 1,60 EUR fuer E10 liegt, dann steigt auch der Anteil derer, die freiwillig nicht schneller als Tempo 90 bis 100 fahren, deutlich an.

Vielleicht kann sich Brandenburgs Minister Vogelsaenger ja auch auf Bundesebene fuer eine Reduzierung des Tempolimits auf 70 km/h stark machen? Diesen Plan verfolgt er ja zunaechst nur in Brandenburg in die Realtiaet umzusetzen. Dementsprechend soll lediglich auf Strassen, die ueber mehr als eine Richtungsfahrbahn und ueber Leitplanken verfuegen, schneller gefahren werden duerfen. Fuer den Rest soll zukuenftig Tempo 70 gelten. Allerdings kostet das, sofern sich der Brandenburger Landtag dem Vorhaben anschliesst, noch einen Haufen Geld. Da Tempo 70 ausserorts eben nicht standardmaessig den StVO-Vorgaben entspricht, muesste das abschnittsweise mit entsprechender Beschilderung verordnet werden.

von PowerAM - am 30.10.2011 20:40

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

Zitat
WiehengeBIERge
Wenn sowas an einer Stelle passiert, wo man, so wie ich in diesem Fall, manche Wochen täglich lang fahre, fühlt sich sowas irgendwie noch unangenehmer an als sowieso schon...

Das kann ich bestätigen.
Morgen Nachmittag fahre ich auch wieder die A31 und ein schlechtes Gefühl bleibt!

Den in verschiedenen Artikeln beschriebenen "plötzlich auftauchenden Nebel" kann ich bestätigen.
Bisher hatte ich Glück, dass ich mich immer an die Geschwindigkeit gehalten habe und bei Nebel auch die Geschwindigkeit noch weiter gesenkt habe.

Man kann bei dem Unfall auch von Glück reden, dass die A31 meist sehr schwach befahren ist.
Stellt euch so einen Nebelunfall mal auf der A2 oder dem Ruhrschnellweg vor!

von pete04 - am 19.11.2011 21:54

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

In Berlin ist abschnittsweise schon Tempo 30 zuviel, will man nicht die Achsen aus der Karosse pruegeln. :rolleyes: Praktisch wird in meiner Heimat dort, wo nicht ohnehin schon Tempo 70 gilt und beschildert ist, zumeist nicht schneller als 80 - 85 km/h gefahren. Die Aelteren haben Tempo 80 ausserorts noch aus DDR-Zeiten in Erinnerung. Angesichts zur Zeit explodierender Spritpreise werden sie gefuehlt aber taeglich wieder mehr. Ebenso die, die sich auf den Autobahnen mit 90 - 100 km/h oder noch weniger zufrieden geben.

Ich denke nicht, dass Brandenburg so schnell flaechendeckend Tempo 70 ausserorts einfuehren kann. Da dafuer zuhauf Schilder aufgestellt werden muessten wird allein der Kostenfaktor das verhindern oder zumindest ueber sehr lange Zeit hinauszoegern koennen.

von PowerAM - am 19.11.2011 21:59

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

An unübersichticher Stelle bergauf in Rechtskurve mit vollbesetzem Wagen überholt: Eltern von einer entgegenkommenden Familie tot:
http://www.nordbayern.de/region/fuerth/drei-tote-bei-frontalzusammenstoss-1.1687032
http://www.bild.de/news/inland/verkehrsunfall/tote-und-schwerverletzte-21245124.bild.html

Ja, das ist nicht weit von hier und ich fahre die B8 auch gelegentlich vom QTH1 zum QTH2, die Bilder schockieren mich. Die Strecke hat eine leichte Steigung und eine leichte Rechtskurve (in Fahrtrichtung NEA). Zudem ist sie gebaut wie ein Hohlweg. Genau an dieser Stelle konnte ich an Allerheiligen ebenfalls ein sehr gewagtes Überholmanöver beobachten. Der Gegenverkehr bremste massiv, es ging alles nochmals gut.
Auf der B8 hatte ich aber schon öfter derartige Erlebnisse. Kürzlich Ende September: Mit einem Anhänger in Richtung FÜ unterwegs konnte einer hinter mir auch nicht mehr abwarten und überholte kurz vor NEA trotz Gegenverkehr der sofort Lichthupe gab. Trotzdem führte er den Überholvorgang durch. Ich bremste massiv, der Gegenvekehr wohl auch. Ich hatte schon einen Frontalzusammenstoß vor dem geisteigen Auge gestehen, da ging es um Zentimeter. Küftig werde ich wohl bei derartigem das Kennzeichen notieren und anzeigen egal wieviel zu es mir kostet. Es gibt Fahrer die gehören entfernt und, soweit möglich, nie mehr ans Steuer gelassen!
Jetzt könnte man dort (Laubendorf) nach einem Überholverbot rufen. Mir will aber nicht in den Kopf, warum man alles beschildern muß nur weil ein Volltrottel auf die Idee kommen könnte ein einer unmöglichen Stelle zu überholen. Es wäre dagen mal interessant, ob dieser Fahrer schon mehr auf dem Kerbholz hatte. Ggf. könnte man da ansetzen: 7 Fensburger Punkte = sofortiges Fahrverbot und zur Wiederteilung der Fahrerlaubnis ist eine MPU erforderlich.

Nachgereicht: http://www.localxxl.com/de/lokal_nachrichten/muenchen-stadt/-wochenendzusammenfassung-mindestens-sieben-menschen-bei-unfaellen-gestorben-allein-vier-tote-bei-frontalzusammenstoss-zweier-pkw-in-mittelfranken-1322407580-fta/
Zwei Kinder, 9 und 13,... Wenn man da wie ich jetzt auch zwei Kleine hat, läuft es da einem eiskalt dem Rücken herunter.

von Thomas (Metal) - am 27.11.2011 15:30

Re: Schwerer Unfall auf der A6, 2 Tote, beidseitige Vollsperrung

Statt Anzeigen zu sammeln sollte besser in die Straße investiert werden. Der 2+2 Abschnitt endet schon bei Langenzenn und danach gibt es keine Überholmöglichkeit mehr - in Frankreich gings danach bis Würzburg 2+1 weiter (insbesondere bergauf), eher sogar 2+2 bis mindestens Neustadt, ausserdem fahren LKWs dort 90 und nicht nur 60-70. Als Mautumfahrer merke ich da einen großen Unterschied, in Deutschland bleibe ich so lang wie möglich auf der Autobahn, Rumschleichen und unsicheres Überholen sieht man tagtäglich auf diesen überlasteten Bundesstraßen mit viel Regionalverkehr oder wenn sie eine deutlich Abkürzung zur Autobahn sind.
http://maps.google.com/maps?q=49.496424,10.766559&ll=49.536795,10.756989&spn=0.255331,0.617294&num=1&vpsrc=6&t=m&z=11

von muniX - am 30.11.2011 23:37
Gestern gabs einen nicht ganz so tragischen Unfall (besser gesagt mehrere Unfälle) mit einem Gefahrguttransporter auf der A6... ab 9 Uhr war die Autobahn bis zum Abend voll gesperrt...

Zitat

Sinsheim (dpa/lsw) - Nach zwei Unfällen ist am Montag die Autobahn 6 bei Sinsheim in Richtung Mannheim für etwa zwölf Stunden gesperrt worden. Hintergrund war, dass rund 21 Tonnen Schwefelsäure aus einem Gefahrguttransporter abgepumpt werden mussten. Dabei wurde zeitweilig auch die Gegenfahrbahn abgeriegelt, sagte ein Polizeisprecher.

Ausgangspunkt war ein Unfall am Morgen, in den vier Autos, ein Krankenwagen und zwei Lastwagen verwickelt waren. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Der Verkehr staute sich schnell auf mehrere Kilometer. Der Fahrer eines Gefahrentransporters sah das Stauende zu spät und fuhr auf zwei Lastwagen auf. Dabei wurde er lebensgefährlich verletzt. Da der Transporter beschädigt wurde, musste die Säure abgepumpt werden. Nach Angaben der Polizei waren die Arbeiten gegen 18.00 Uhr abgeschlossen. Autofahrer waren zwischenzeitlich gebeten worden, die Unfallstelle großräumig zu umfahren.

http://www.ka-news.de/nachrichten/baden-wuerttemberg/A6-fast-zwoelf-Stunden-gesperrt-Gefahrgut-abpumpen;art505234,960146

von Rosti 2.0 - am 04.09.2012 08:41
Nochmal was aus Baden:
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=10515974/278ryb/index.html
http://www.badische-zeitung.de/dpa-news/familie-mit-zwei-kindern-stirbt-bei-unfall-auf-a5-x1x--65099296.html

Und es gibt tatsächlich noch kein offizielles Tempolimit bei Dunkelheit :rolleyes: :sneg: . Sicher, es gilt, daß man auf halber Strecke des Abblendlichtes zum Stehen kommen muß. Bei dichtem Nebel waren aber offenbar auch alle vollkommen beratungsresistent bis die Regelung 50m Sicht = 50 km/h Maxial festgeschrieben wurde.
Es ist eben so, daß bei einem Unfall oder defekt ein Fahrzeug unbeleuchtet und die Stelle sofort abgesichert ist. Die Totalüberwachung nebst gelben Warnleuchten oder ähnlichem gibt es bisher eben nur an der Rennstrecke...

Und wenn wir schon mal dabei sind: Die 130 gehören selbstverständlich auch im Bereich von Auf- und Abfahrten festgeschrieben.

von Thomas (Metal) - am 29.10.2012 10:28
Zitat

Aber ich denke mal, einer eventuellen Geschwindigkeitsbeschraenkung auf den Autobahnen werden mittelfristig die steigenden Spritpreise zuvorkommen. Wenn die naemlich mal wieder deutlich ueber 1,50 EUR fuer Diesel und ueber 1,60 EUR fuer E10 liegt, dann steigt auch der Anteil derer, die freiwillig nicht schneller als Tempo 90 bis 100 fahren, deutlich an.


Nix da.
Ich fahre von Sprockhövel die A43 zur Arbeit und zurück. Diese ist zweispurig und nicht Geschwindigkeitsbegrenzt. Übliche Geschwindigkeiten: Rechts 130km/h, links 180km/h. Trotz vieler Unfälle tut sich nichts.
"Die Lage auf der A 43 ist Thema der nächsten Sitzung der Unfallkommission der Bezirksregierung Arnsberg. Dort soll geprüft werden, wo die Ursache der Unfälle liegt und ob Konsequenzen folgen werden." :wall:

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/a-43-55-unfaelle-alleine-2011-1.958756

"War auch bei diesem tödlichen Unfall auf der Autobahn zu hohe Geschwindigkeit im Spiel? Nachdem es auf der A 43 zwischen dem Kreuz Wuppertal-Nord und der Anschluss-Stelle in Sprockhövel im vergangenen Jahr wiederholt Tote und Schwerverletzte gab, beschäftigt dieser Autobahnabschnitt die Experten der zuständigen Unfallkommission der Bezirksregierung in Arnsberg."

"Richtung Wuppertal bekommen es Lastwagen- und Autofahrer mit einer sehr langen Steigungsstrecke und damit verbundenen Überholmanövern zu tun. In der Gegenrichtung hingegen gibt es eine Gefällestrecke – bislang ohne Tempolimit und dessen Überwachung."

von Japhi - am 29.10.2012 12:20
Zitat
Thomas (Metal)
Nochmal was aus Baden:
...


Wenn man mal die Bilder und Videos von dort sieht muss man sich wirklich fragen, mit wieviel km/h der PKW hier in die Unfallstelle gerast ist?! Das Auto ist nicht nur zweigeteilt, sondern in viele Einzelteile zerlegt worden. Außerdem ist bei Nässe dort 80km/h angegeben und es dürfte bei dem Schnee und Regen letzthin dort Nass gewesen sein. Grundsätzlich 130km/h auf Autobahnen sollten wirklich drin sein. Mit der Tacho- und Blitzertoleranz dürfte man immer noch gut 140 laut Tachoanzeige fahren, ohne dass man geahndet wird. Diese großen Geschwindigkeitsunterschiede sind eine enorme Gefahrenquelle, auch wenn nur eine kleine Minderheit wirklich sorglos rast. Passend hierzu ist auch der Artikel: http://www.badische-zeitung.de/polizei-will-illegale-autorennen-auf-der-a-81-ausbremsen . Allerdings helfen auch Tempobeschränkungen bei beschränkten Fahrern nichts: http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/eine-mutter-trauert-um-ihre-tochter-die-opfer-einer-wettfahrt-wurde--64269776.html und hier versucht sich der Täter der Schuld zu entziehen: http://www.badische-zeitung.de/kreis-emmendingen/unfall-auf-der-b3-verfahren-verzoegert-sich--64428033.html
Einfach nur waghalsige Überholmanöver kann ich auf der B3 am Schliengener Berg regelmäßig beobachten. Was ich dort schon scharf bremsen musste... Zur Zeit ist dort allerdings wegen Fahrbahnerneuerung zu.

von CBS - am 29.10.2012 12:25
Zitat
Japhi
Zitat

Aber ich denke mal, einer eventuellen Geschwindigkeitsbeschraenkung auf den Autobahnen werden mittelfristig die steigenden Spritpreise zuvorkommen. Wenn die naemlich mal wieder deutlich ueber 1,50 EUR fuer Diesel und ueber 1,60 EUR fuer E10 liegt, dann steigt auch der Anteil derer, die freiwillig nicht schneller als Tempo 90 bis 100 fahren, deutlich an.


Nix da.
Ich fahre von Sprockhövel die A43 zur Arbeit und zurück. Diese ist zweispurig und nicht Geschwindigkeitsbegrenzt. Übliche Geschwindigkeiten: Rechts 130km/h, links 180km/h. Trotz vieler Unfälle tut sich nichts.

Nur 180? Da sehe ich regelmäßig deutlich schnelleres auf dem Weg nach Bochum.

von Sebastian Dohrmann - am 29.10.2012 13:44
@ CBS:
Ich sage immer: Es muß mir egal sein, was andere machen, solange keine Dritten davon betroffen sind :-( . Warum kann man wenn man Rennsport als Hobby hat nicht warten bis man auf der Rennstrecke ist - und das ist nicht die Bundesstraße? Würde man äquivalentes Verhalten dort zeigen, wäre man sofort draußen.
Was mir auch auffällt: Wenn ich wieder mal im QTH2 bin, werde ich natürlich auf Grund von meinem FÜ-Kennzeichen sofort überholt. Nur: Ich kenne die Strecken gut und gehe vor Kurven etc. auch da schon vom Gas, wo ich es früher mit einem MSP-Kennzeichen auch tat. Die Überholmanöver sind i. d. R. vorsichtig ausgedrückt "gewagt" :rolleyes: , Zeitgewinn vermutlich einige Sekunden.

von Thomas (Metal) - am 29.10.2012 22:47
Zitat
PowerAM
Wo besteht das Problem, als Langsamfahrer einfach rechts zu bleiben und sich dem LKW-Fahrtempo unterzuordnen? Ueberholt werden darf nur, wenn der Geschwindigkeitsunterschied "deutlich" ist und durch den Ueberholvorgang andere weder gefaehrdet noch behindert werden.


Wo besteht das Problem, als Schnellfahrer einfach 130km/h oder so zu fahren anstelle sich auf dem Autobahn quasi tot zu rasen ;). Rechts dürfen dann die 'Langsamfahrer' hinter ein LKW hocken und Links kann dann halt jeder 130km/h fahren. Bei freier Bahn fahrt man dann eben rechts 130km/h und darf derjenige die sich ein Bußgeld riskiert schneller.

So wurde man ganz sicher als 'Normalfahrer' auch wesentlich entspannter fahren, wie man bei uns im Land sieht.

von Jassy - am 30.10.2012 09:27
Am einfachsten währe es einfach, wenn die "Raser" und "Langsamfahrer" (130 km/h fahren ist auch nicht so wirklich "langsam"), einfach etwas gegeneinander auf sich Rücksicht nehmen würden (so wie man es _eigentlich_ auch in der Fahrschule lernt)...

Die Strategie vom Pämmchen finde ich aber auch im Grunde falsch, also als vermeintlicher Langsamfahrer ständig für Leute, die zu schnell fahren, "freie Bahn" zu schaffen, durch Spurwechsel und damit verbundenem Abbremsen - das machen die umgekehrt nämlich auch nicht. Ich darf zwar als "Langsamfahrer" die "Raser" nicht absichtlich behindern, andererseits dürfen die Raser mich (zum, Spurwechseln drängen usw.) auch nicht an meiner "Langsamfahrt" hindern.

Meist sind die "Raser" ja auch diese Leute, die behaupten "Sie hätten ihr Auto immer perfekt im Griff und deswegen "darf" ich schneller fahren als erlaubt oder als die anderen".
Stimmt aber imhaltlich nicht. Wer bei Tempo 150+ nicht mehr in der Lage ist, nach dem Überholen auf die rechte Spur zu wechseln und stur links fährt (wie die meistemn "Meinautoimgriffhaber"), der hat sein Auto bei hohen Geschwindigkeiten nicht im Griff^^.

von WiehengeBIERge - am 30.10.2012 09:57
Zitat
WiehengeBIERge
Wer bei Tempo 150+ nicht mehr in der Lage ist, nach dem Überholen auf die rechte Spur zu wechseln und stur links fährt (wie die meistemn "Meinautoimgriffhaber"), der hat sein Auto bei hohen Geschwindigkeiten nicht im Griff^^.


Als Langsamfahrer war mir es lieber, wenn die "Raser" auf der linken Spur bleiben, dann kann ich es im Rückspiegel besser einschätzen, ob derjenige schnell unterwegs ist und ich deswegen das Überholen evtl. erstmal sein lasse.
Und für 5 Sekunden extra nochmal auf die rechte Spur zu wechseln ist auch übertrieben. Das hab ich auch mit meiner alten Gurke nicht gemacht, solang keiner von hinten kam und mich selbst überholen wollte.

von Chief Wiggum - am 30.10.2012 10:02
Es nötigen sich dann doch eigentlich beide gegenseitig. Wenn man "schnell" auf ein Auto auf der gleiche Spur zu fährt, dann muss man zunächst erst mal seine Geschwindigkeit Drosseln, um den vorgeschriebenen Abstand einzuhalten (auch "vorausschauend fahren" genannt, lernt jeder Fahranfänger), denn man weiß ja in dem Moment, wo man auf ein langsameres Auto auf der gleichen Spur zu fährt noch nicht, ob das langsame Fahrzeug wirklich die Spur räumen wird.
In der Praxis ist es aber eher so, dass der "Raser" sein Tempo nicht drosselt und voll drauf hält, um dann den Abstand zu unterschreiten und sich im schlimmsten Falle durch Lichthupe (oder Blinker links) Platz zu verschaffen...

von WiehengeBIERge - am 30.10.2012 10:50
Zitat

Wo besteht das Problem, als Langsamfahrer einfach rechts zu bleiben und sich dem LKW-Fahrtempo unterzuordnen? Ueberholt werden darf nur, wenn der Geschwindigkeitsunterschied "deutlich" ist und durch den Ueberholvorgang andere weder gefaehrdet noch behindert werden.


Logisch völliger Schwachsinn, zumindest der erste Satz, rechtlich mag das anders sein. Nur weil ich nicht 200+ fahren kann bleibe ich nicht mit 80-90km/h rechts. Wenn ich mit 130km/h überhole, überhole ich mit Richtgeschwindigkeit, richte mich also nach einer allgemein gültigen Geschwindigkeit. Und andere haben sich auch danach zu richten. Wenn ich also 200+ fahren möchte, muss die linke Spur frei sein. Und wenn ich 80-100km/h fahren möchte, dann habe ich nicht zu überholen, außer es ist links völlig frei.

Insgesamt gehört, zumindest auf zweispurige Autobahnen, ein Tempolimit von 120-130km/h. Wobei das Schild "120" im Ruhrgebiet eher dekorativen Wert zu besitzen scheint.

von Japhi - am 30.10.2012 13:21
Die Rechtsprechung geht wohl davon aus, dass dem Gebot eines angemessenen Geschwindigkeitsunterschieds bei PKW bei einer Differenz von 20 km/h Genüge getan wird.
Auch wird wohl ein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot erst dann geahnden, wenn die Lücke rechts für mindestens 20 Sekunden rechts fahren reichen würde.
Insofern ist es ok, wegen 5 Sekunden nicht nach rechts zu wechseln. Wenn ein Einzelner Schnellfahrer von hinten kommt, mach ich das trotzdem. Wenn ich in einer Kolonne mitschwimme natürlich eher nicht - wobei mir 20 Sekunden auch schon recht lang vorkommen.
Kurz mal nach rechts zu wechseln, oder beim Überholen zu beschleunigen (und danach wieder auszurollen ohne Energie in der Bremse zu verheizen), um einem nachfolgenden schnelleren Fahrer Platz zu machen bricht doch keinem einen Zacken aus der Krone.


Übrigens: Bei Geschwindigkeiten deutlich über 130 km/h und Unfällen, bei denen diese Geschwindigkeit eine kausale Rolle spielt, entsteht zivilrechtlich eine Mithaftung des Fahrers, der mit deutlich über 130 km/h unterwegs war.

Ich persönlich würde mittlerweile allerdings auch ein Tempolimit von 130 km/h eher als positiv empfinden - bei Regen allgemein, wie z.B. in Frankreich, gerne noch weniger.
130 km/h real (bei mir auf dem Tacho knapp 140 km/h) empfinde ich als ganz angenehm.



Zum Eingangs der Seite 3 zitierten Unfall: Fahrbahnnässe sollte dort eigentlich nicht im Spiel gewesen sein, zumindest im 40 km südlich gelegenen Kehl wars zu der Zeit längere Zeit trocken...

von DH0GHU - am 31.10.2012 23:06
Zitat
WiehengeBIERge
Und deswegen muss man, wenn man schneller als 130 km/h fährt, immer damit rechnen, dass außerhalb der aktuellen Sichtweite Jemand auf der gleichen Spur mit nur 130 fährt. Und das verbietet es eigentlich fast schon, dass man deutlich schneller als 130 unterwegs ist, es sei denn, man ist auf einem schnurgeraden Stück Autobahn relativ alleine unterwegs^^.

:spos:
Nehmen wir mal an, man wäre wirklich alleine unterwegs. Niemand also der vor einem ein Manöver machen könnte was einem selbst zum Abbremsen zwingt. Dann sind natürlich auch wie in den Links zu lesen 300 km/h möglich. Aber ist man das? Oder noch anders gefragt: Hat sich die Vekehrsdichte möglicherweise nicht geringfügig geändert als zu jenem Zeitpunkt wo man eine Richtgeschwindigkeit 130 eingeführt hatte? Und noch ein Punkt: Wieviele Autos konnten damals wirklich schneller als 130 einerseits fahren und andererseits diese Geschwindigkeit mittels geeignetem Beschleunigungsvermöglich schnell erreichen? Ich erinnere mich da noch an meinem Passat Baujahr 83. 54 PS und 143 km/h Spitze waren da angesagt. Ich habe mich damals auf der 81 über die Geschwindigkeitsbegrenzung am Taubertal geärgert, da auch auf der anderen Seite den Schwung brauchte um drüben noch mit 130 hochzukommen ;-) . Gefahren habe ich die Chaise Mitte bis Ende der 90er.
Wer denn einem Hobby nachgehen will, sollte es bitte auch richtig ausüben. Rennsport ist nicht zu verteufeln, wenn die Kiste 600 PS schmeißt, bitte. Aber dann ist man doch auf einer echten Rennstrecke besser aufgehoben. Aber, auch da gelten Regeln, für manchem ein Kulturschock wenn er das mitbekommt.
Ich denke die Prioritäten bei "normalen" öffentlichen Straßen liegen eher auf Sicherheit, und die Kapazitäten möglichst gut auszunutzen. Gerade bei letzterem bedeutet das leider nicht, daß diese größer werden, auch wenn dann alle gleichmäßig eine höhere Geschwindigkeit fahren würden.
Heute an Allerheiligen war ich dann am QTH2 mit Rückfahrt am Abend. Wenn man dann nächtens einige Auto vorher z. B. einen Zigarettenkippenabwurf sieht, kann man sich überlegen, ob man, so das ein ernstzunehmendes, plötzlich auftretendes Hndernis gewesen wäre, noch hätte ausweichen können. Und dann schaut man auf den Tacho und stellt fest, daß selbst die von mir angestrebten 130 noch verdammt viel fahrerrisches Können abverlangt hätten.
Nun, vielleicht wird das irgenwann einmal besser, wenn man die Fahrzeuge mit technischen Hilfsmitteln ausstattet, die heute schon keine Zukunftsmusik sind, aber von der breiten Masse abgelehnt werden, gerne genommenes Stichwort "das ist ja Totalüberwachung". Wenn sich z. B. im Luftverkehr zu Flugzeuge auf Kollisionskurs mit einander einigen und das System die Piloten dann über das ausgehandelte Vorgehen unterrichtet, warum sollte das im Straßenverkehr nicht auch möglich sein? Warum geht nur der Airbag auf und es erhalten nicht automatisch der gesamte nachfolgende Verkehr eine Warnmeldung? Warum wird nicht eine solche Warnmeldung abgesetzt, wenn ein Fahrzeug, dessen Positionen durch Navigation eindeutig einer Schnellstraße zugeordnet werden kann auf einmal stehenbleibt? Warum nicht, wenn das System dann gar erkennt, daß es in die falsche Richtung fährt? Stand der Technik, eigentlich schon gestern, was wir dann in 20 Jahren sehen. Mit dem Unterscheid, daß alle die jetzt Zeter und Mordio in bezug auf Überwachung beim Geringsten mit Maximalansätzen geschrien haben dann abgesprungen sind und dann wirklich schrittweise eine solche etwabliert wird. Wie immer eigentlich :rolleyes: :( ...
Nochmal was zur "Fahrzeugteilung": Das konnte ich 1993 einmal selbst in einem Einsatz erleben. Das war allerdings eine Staatsstraße, auf 80 beschränkt. 100km/h waren hier nicht im Spiel um einen Daimler (!) satt hinter den Vorsitzen zu teilen :eek: . Es gab damals übrigens nur Leichtverletzte und etwas Öl in einem Vorgarten zu binden.

von Thomas (Metal) - am 01.11.2012 21:48
Kenne die Unfallstelle recht gut (ist nur 25 km von hier). Bin da erst Freitagabend vorbeigefahren.

Spekulation: Vielleicht hängt der Unfall direkt oder indirekt mit der kürzlich geänderten Verkehrsführung an dieser Brücke zusammen.

Nach der Grenzöffnung im Osten hat sich in den letzten 20 Jahren der LKW-Verkehr auf dieser Autobahn vervielfacht und es kam jeden Tag zu Staus und Unfällen. Daher wurde schon vor ca. 10 Jahren zwischen Bretzfeld und Kupferzell in beiden Richtungen die Standspur zur 3.Spur umfunktioniert und es gilt seither Tempo 120; was auch mit Radarkontrollen überwacht wird - wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Der Verkehr fließt dort seitdem recht flüssig.

Nach dem Regierungswechsel in Stuttgart wurde nun im Bereich dieser Autobahnbrücke in beiden Richtungen die 3. Spur aufgehoben und es gilt Tempo 100. Nach der Brücke geht es dann jeweils wieder mit 3 Spuren und Tempo 120 weiter. :confused:

Und wie überall, wo Fahrspuren wegfallen, kommt zu den üblichen Problemen beim einfädeln. Könnte mir gut vorstellen, dass der LKW-Fahrer an dieser Stelle abrupt bremsen musste und dann die Kontrolle über seinen LKW verloren hat. Aber das ist Spekulation.
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen.

von Manager. - am 04.11.2012 07:26
Zitat
Manager.
(...)
Verkehrsführung an dieser Brücke zusammen.

Ich gehe mal aus, daß es die mit dem Schlüssel sind. Bisher habe ich immer über dieses sauber gemachte "Graffiti" gewundert. Drei Klicks in diesem Zusammenhang zeigen aber, daß es sich um das Wappen von Öhringen handelt und damit vermutlich eher offiziell angebracht wurde
Zitat
Manager.
Nach der Grenzöffnung im Osten hat sich in den letzten 20 Jahren der LKW-Verkehr auf dieser Autobahn vervielfacht und es kam jeden Tag zu Staus und Unfällen. Daher wurde schon vor ca. 10 Jahren zwischen Bretzfeld und Kupferzell in beiden Richtungen die Standspur zur 3.Spur umfunktioniert und es gilt seither Tempo 120; was auch mit Radarkontrollen überwacht wird - wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Der Verkehr fließt dort seitdem recht flüssig.

Nach dem Regierungswechsel in Stuttgart wurde nun im Bereich dieser Autobahnbrücke in beiden Richtungen die 3. Spur aufgehoben und es gilt Tempo 100. Nach der Brücke geht es dann jeweils wieder mit 3 Spuren und Tempo 120 weiter. :confused:

Auf fränkischer Seite ist man abschnittsweise ebenso verfahren. So richtig wohl ist mir da nicht dabei. Trotz 120 km/h keinen Standstreifen zu haben halte ich für sehr gewagt, es ist und bleibt ein Ausbau für (durch?) Arme. Wie man ja weiß fehlt der bekanntlich rechts. D. h. steht ein Hndernis rechts, seht es sofort auf der "LKW-Spur ;-) ". Es sollt kein Zweifel bestehen, daß diese eben nicht so wendig sind wie ein PKW und schnell mal rüber können.
Und: Wie man auch bei einem Unfall auf der 7 (Crailsheim - Ulm) erst wieder gesehen hatte, (oder beim ursprünglich einleitenden Beitrag) sind Leitplanken nur sehr bedingt für LKW ausreichend. Dort ist er nach rechts weg und die Brücke runter.
Gerade Grün bleibt bei der alten Forderung "Güter gehören auf die Bahn" in den letzten Jahren für mich auffallend stumm. So konnte die Bahn schön weiter jede Menge Überholgleise demontieren, auch wenn man sie auf Grund des stattgefundenen Wachstums im Güterverkehr bei der Bahn gebraucht hätte. Offensichtlich ist S21 ausreichend um auf diesem Feld genügend Wähler zu rekrutieren. Warum soll es da bitte denn ein Gesamtverkehrskonzept sein? :rolleyes: :sneg:

von Thomas (Metal) - am 04.11.2012 09:40
Braucht keiner? Warte mal ab, bis das letzte Teilstück der A71 in Nordthüringen fertig ist, dann wird die Kombination aus A71 und A38 erst richtig relevant; z.B. bei Fahrten von Südost- nach Nordwest-Deutschland. Nur A5, A7 und A9 als Nord-Süd-Achse und A3 als Südost-Nordwest-Achse ist auf Dauer zu wenig.


Ansonsten: In den vergangenen Jahren wurde und wird der Ausbau der wichtigsten Autobahnen massiv vorangetrieben. Insofern ist der Vorwurf, das Geld würde nur rausgeschmissen, nicht wirklich gerechtfertig.

Bestes Beispiel ist die A8 in den letzten max. 10 jahren (Ausbau Augsburg-München abgeschlossen, Ausbau Pforzheim-Stuttgart abgeschlossen, Ausbau Ulm-Günzburg abgeschlossen; Ausbau Günzburg-Augsburg läuft, Ausbau Karlsruhe-Pforzheim läuft (wird aber durch Sparpläne Ramsauers bedroht), Ausbau Ulm-Gruibingen läuft mit Ausnahme des "geteilten" oberen Teils des Albaufstiegs / Gruibingen-Mühlhausen i.T. wird noch 2012 fertig - ist eigentlich fertig!). Wo vor 10 Jahren nur ein kleiner Abschnitt (bei KA und von S bis Gruibingen) mehr als 2 Richtungsfahrbahnen und Standspuren aufwies, wird das in ca. 2 Jahren auf über 90 % der Strecke der Fall sein.
Genauso A5: Der gesamte Abschnitt zwischen BAD und OG wird innerhalb 4 Jahren komplett ausgebaut, derzeit sind 3/4 fertig (>40 km).

Die A96 hat vor 4,5 Jahren noch mehrere Lücken aufgewiesen und ist mittlerweile fertig ausgebaut - hat leider auch zu einer massiv erhöhten Fahrzeugzahl und entsprechend zähem Verkehrsfluss geführt...

4 Richtungsfahrbahnen wären in Süddeutschland vor allem rund um Stuttgart (zumindest bis zum Flughafen auf der A8, bis LB-Süd auf der A81) und Frankfurt sowie auf der A9 nördlich München bis AD Holledau wünschenswert/notwendig - ebenso auf der A5 von KA bis Walldorfer Kreuz.
3 R.F. fehlen spürbar z.B. auf der A5 südlich Offenburg bis Basel, auf der A6 zwischen HN und N, auf der A3 im Spessart, auf der A45 zwischen Ruhrpott und A5, teils auf der A8 zwischen M und Salzburg,...

Ansonsten ist der erreichte Status Quo schon ganz gut - die großstadtspezifischen Verkehrsprobleme erfordern sowieso integrierte Lösungen (entsprechende P&R-Möglichkeiten, leistungsfähige Regionalverkehrsnetze- stichwort 2. Stammstrecke in München) und eine bessere/schnellere Einbindung des Umlands (wenn eine Fahrt von Ostfildern nach Feuerbach mit der Stadtbahn fast eine Stunde dauert, nimmt der Schwabe eben lieber seinen Benz...). Das kostet natürlich mehr als eine zusätzliche Spur auf der Autobahn...

von DH0GHU - am 06.11.2012 20:59
Zitat
Herr Metallthomas schrob:
Trotz 120 km/h keinen Standstreifen zu haben halte ich für sehr gewagt [...]. D. h. steht ein Hndernis rechts, seht es sofort auf der "LKW-Spur ". Es sollt kein Zweifel bestehen, daß diese eben nicht so wendig sind wie ein PKW und schnell mal rüber können.


Wenn der Kutscher ein (groesseres) Hindernis rechtzeitig sieht wird er die Spur wechseln. Egal, wer da gerade ist.

B. t. w.: Der westliche Berliner Ring (A10) ist auch nur zweispurig und muss ueberwiegend auf einen Standstreifen verzichten. Erlaubt ist, von den derzeitigen Baustellen abgesehen, Tempo 120. Allerdings wird derzeit der Ausbau vorbereitet, mit dem der grundhaft neue Aufbau mit drei Richtungsfahrbahnen geschehen soll. Dafuer ist beabsichtigt, den gesamten Westring fuer ueber 1 Jahr Bauzeit ersatzlos zu sperren.

von PowerAM - am 07.11.2012 05:41
Schau' dir die Verkehrsfuehrung um Berlin herum und durch Berlin hindurch einmal auf einer Karte an! Man wartet derzeit noch die Fertigstellung der Bauarbeiten in Berlin auf dem suedlichen Ende der A115 vom AD Funkturm zur Stadtgrenze (AK Zehlendorf) ab, bevor mit den Bauarbeiten auf dem Westring begonnen werden soll. Die Strecke vom noerdlichen Berliner Ring zwischen AK Oranienburg ueber die A111 und weiter ueber die A115 wird dann wohl die meistfrequentierte Ersatzroute werden und diese kollabierte bereits vor den Bauarbeiten in den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Nachmittag/Abend. Waehrend der Bauarbeiten auf der A115 hatte sich das teilweise etwas entspannt, viele suchten sich naemlich eigene Ausweichstrecken.

Morgens sehe ich das trotzdem noch ganz entspannt. Da laesst sich diese Route sicherlich zu den Zeiten, zu denen ich (zwischen 5 und 6 Uhr) unterwegs bin, genauso gut fahren. Bedingt durch die auf einigen Abschnitten lediglich erlaubten Tempo 60 (wegen Laermschutz) und sonst Tempo 80 wird sich meine Fahrzeit um etwa 15 min verlaengern. An diese Geschwindigkeiten sollte man sich auch so einigermassen halten, schliesslich werden ermittelte Uebertretungen als "innerorts" bewertet und sanktioniert. Streckenmaessig macht's fuer mich keinen Unterschied. Nachmittags und abends kann man diesen Weg dann allerdings gepflegt vergessen, die Fahrtdauer duerfte dann bei geschaetzten 2 h fuer die ~95 km liegen.

Bislang habe ich eine bessere Alternative allerdings auch noch nicht gefunden. Entlang des Westrings Landstrasse zu fahren funktioniert nur teilweise. Grund dafuer ist, dass man nur an zwei Stellen ueber die Havel kommt - und davon fuehrt eine Strecke direkt durch Potsdam. Die Stadt versucht sich derzeit mit "Pfoertnerampeln" und provozierten kilometerlangen Staus vor der Stadtgrenze gegen die Pendler zu wehren. Die wiederum zeigen sich uneinsichtig und stellen sich lieber maulend und mit laufendem Motor auf den Zufahrtsstrassen an. Nordwestlich koennte ich auf die B273 fahren und auf dieser bis in meine Heimat fahren. Allerdings ist es ein riesiger Umweg, der dafuer zu fahren ist.

von PowerAM - am 07.11.2012 06:02
Die eigene Meinung von "den sieht man nachts ja und kann reagieren" durfte ich kürzlich zu den Akten legen. Auf der BAB 6 in Höhe Roth war das übliche Bild: Rechts LKW-Kolonnen, Links floß der Verkehr mit ca. 130 km/h. Natürlich nutzt man dann jede Lücke rechts, setzt aber anderweitig auch wieder, soweit möglich zum Überholen der LKW an. Soweit nichts besonderes. Als ich dann wieder LKWs am Überholen war, tauchten vor mir zwei weiße Lichter auf. Mein Geist sagte mir sofort, daß dies wohl ein defektes KFZ sein müsse bei dem eben anstelle der Schlußlichter die Rückfahrscheinwerfer leuchten. Entsprechend bin ich nicht sort nach rechts gewechselt, was auf Grund der LKW ebenfalls schwierig gewesen wäre. Wenige Sekunden kam mir: Geisterfahrer! Wobei das für eine Reaktion schon zu spät gewesen wäre. Nach rechts bin ich dann dennoch recht zügig und habe mich dann, obwohl ein defekktes Fahrzeug ja die einzig schlüssige Lösung sein konnte, jeder Faschfahrer wäre schon längst vorbei/aufgefahren gewesen, erstmal nicht nicht mehr so recht den Drang verspürt die LKW zu überholen. Das dauerte dann gefühlte 2min. Schließlich war mir soeben auch bewußt, daß es im "Ernstfall" gewaltig gekracht und ich keinerlei Chance gehabt hätte.
Der Vorausfahrende war dann eben ein Kleinwagen aus Tschechien mit genau dem vermuteten Defekt. Da ich am Nürnberger Südkreuz raus mußte habe ich schließlich dann doch keine Polizei mehr gerufen.

von Thomas (Metal) - am 18.11.2012 21:08
Zitat
Thomas (Metal)
Schließlich war mir soeben auch bewußt, daß es im "Ernstfall" gewaltig gekracht und ich keinerlei Chance gehabt hätte.

Erst recht bei dem dichten Nebel, der gestern früh dort war...

Wie es der Zufall so will, bin ich Samstagmittag noch dort lang gefahren (Karlsruhe-Basel), wo gestern früh der Unfall passiert ist. :rolleyes: Da war dort aber noch kein Nebel; ab Freiburg war es sogar sehr mild (12°C) und sonnig.

Mir ist vor vielen Jahren tatsächlich einmal ein Geisterfahrer entgegen gekommen. Ein älteres Ehepaar (Ü80) kam mir mit Tempo 80 entgegen. War aber tagsüber bei klarer Sicht. Daher konnte ich sie schon von weitem erkennen, abbremsen und mit Lichthupe warnen.
Die haben's aber nicht kapiert (dachten wohl sie wären auf einer Bundesstraße) und sind weitergefahren...

von Manager. - am 19.11.2012 17:42
Zitat
Thomas (Metal)
Gerade Grün bleibt bei der alten Forderung "Güter gehören auf die Bahn" in den letzten Jahren für mich auffallend stumm. So konnte die Bahn schön weiter jede Menge Überholgleise demontieren, auch wenn man sie auf Grund des stattgefundenen Wachstums im Güterverkehr bei der Bahn gebraucht hätte. Offensichtlich ist S21 ausreichend um auf diesem Feld genügend Wähler zu rekrutieren. Warum soll es da bitte denn ein Gesamtverkehrskonzept sein? :rolleyes: :sneg:


Vor einem Jahr (am 17.11.2011) haben die Grünen im Stuttgarter Landtag eine Podiumsdiskussion "Strasse - Schiene - Schwabenstreich" veranstaltet, bei der es nicht um S21, sondern um die Zukunft des Bahnverkehrs in Europa ging. Die Veranstaltung war gut besucht und hochkarätig besetzt (Michael Cramer MdEP, Winfried Hermann). Ein Fazit der Veranstaltung war, dass der zögerliche Ausbau der Rheintalbahn *das* Hindernis beim der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene ist. Ein anderes war, dass die geplante SFS Wendlingen-Ulm bei dieser Verlagerung so gut wie nicht helfen wird. Mit anderen Worten: Die laufenden grossen Investitionsprojekte der Deutschen Bahn unterstützen die erwünschte Verlagerung nur unzureichend.

So eine Veranstaltung ergibt zwar noch kein "Gesamtverkehrskonzept", und besonders wählerwirksam war sie vermutlich auch nicht. Verglichen mit der Untätigkeit der übrigen politischen Parteien und einer ganzen Folge von in diesem Punkt inkompetenten Bundesverkehrsministern ist das aber doch schon mal ein Anfang...

73 de Uli

von ulionken - am 20.11.2012 17:51
@ ulionken
Sicherlich gehört vermutlich auch da ausgebaut, ein Gleis je Fahrtrichtung hat natürlich auch bei moderner liniengestützter Technik nicht die Kapazität einer durchgehenden dreigleisigen Strecke die dann noch wechselseitig belegt werden kann. Die Aufwendungen in jeder Hinsicht sind aber eher groß, die Umsetzung dauert. Es wäre ohne jeden Zweifel an anzustrebendes Fernziel. Aber wie sieht es denn aus mit den Überholgleisen, die man in den 90ern massenhaft demontiert hat um die Bahn "wettbewerbsfähig zu machen? Warum baut man diese denn nicht als ersten Schritt einfach wieder ein?
Ich denke, daß man als Ziel setzen sollte: Alles > 100km wird auf die Bahn verladen, ein Transit ist abzulehnen.
Noch vielleicht ein Wort zu den Anwohnern: Mit welcher zeitgemäßen Technik ist man denn unterwegs wenn fast alle Güterwagen noch eine Klotzbreme aus Grauguß haben? Aber auch hier geht es wohl eher um Profite, diesmal bei den anderen... :-( .

von Thomas (Metal) - am 20.11.2012 22:00
Zitat
Thomas (Metal)
@ ulionken
Sicherlich gehört vermutlich auch da ausgebaut, ein Gleis je Fahrtrichtung hat natürlich auch bei moderner liniengestützter Technik nicht die Kapazität einer durchgehenden dreigleisigen Strecke die dann noch wechselseitig belegt werden kann. Die Aufwendungen in jeder Hinsicht sind aber eher groß, die Umsetzung dauert. Es wäre ohne jeden Zweifel an anzustrebendes Fernziel.


Der Ausbau der Oberrhein-Bahnstrecke von zwei auf vier (!) Gleise ist nicht irgendein Fernziel, sondern er war im Abkommen von Lugano 1996 mit der Schweiz vereinbart worden. Die vier Gleise hätten bis zur Fertigstellung der Alpenbasistunnel in der Schweiz fertig sein sollen. Leider ist das kein rechtlich bindender Vertrag. Die NEAT in der Schweiz soll mit dem Gotthard-Basistunnel bis 2015 fertig sein - die Schweizer liegen trotz heftigem Streit vor einer Volksabstimmung und deutlichen Koststeigerungen ziemlich im Zeitplan. Am Oberrhein hingegen baut die Deutsche Bahn seit Jahren mit einem Schneckentempo - wir können ja mal wetten, ob sie vielleicht in 2020 fertig sind? Ich bezweifele es. Die Strecke ist schon heute trotz moderner Sicherungstechnik an der Kapazitätsgrenze. Mehr Güterzüge werden erst dann fahren können, wenn durchgehend vier Gleise liegen.

Zitat

Aber wie sieht es denn aus mit den Überholgleisen, die man in den 90ern massenhaft demontiert hat um die Bahn "wettbewerbsfähig zu machen? Warum baut man diese denn nicht als ersten Schritt einfach wieder ein?


Es ging darum, die DB "börsenfähig" zu machen. Betroffen sind auch Kreuzungsstellen auf eingleisigen Strecken, z.B. am Bodensee. Wieso haben die diversen Bundesverkehrsminister diesem Infrastruktur-Abbau zu Lasten der Allgemeinheit nicht massiv widersprochen? Der Wiedereinbau der Weichen und Gleise würde ein Mehrfaches von dem kosten, was ein Erhalt gekostet hätte. Und das dazu nötige Geld wird derweilen in Prestigeprojekte wie Wendlingen - Ulm versenkt, die für den Güterverkehr nichts bringen.

Zitat

Ich denke, daß man als Ziel setzen sollte: Alles > 100km wird auf die Bahn verladen, ein Transit ist abzulehnen.


Ja, zumindest dort, wo Schienen liegen. Nur wie oben geschrieben - zum Beispiel am Oberrhein wird das auf Jahre ein frommer Wunsch bleiben, weil die Infrastruktur dafür noch zu knapp ist.

Zitat

Noch vielleicht ein Wort zu den Anwohnern: Mit welcher zeitgemäßen Technik ist man denn unterwegs wenn fast alle Güterwagen noch eine Klotzbreme aus Grauguß haben? Aber auch hier geht es wohl eher um Profite, diesmal bei den anderen... :-( .


Der Lärm durch den Güterverkehr der Bahn war übrigens auch ein heiss diskutiertes Thema bei der Veranstaltung in Stuttgart vor einem Jahr; betroffene Anwohner waren auch da. Immerhin, den so genannten "Schienenbonus" beim Lärmschutz wird die Bahn zum Glück verlieren. :D

73 de Uli

von ulionken - am 21.11.2012 21:18
Zitat
ulionken
Der Lärm durch den Güterverkehr der Bahn war übrigens auch ein heiss diskutiertes Thema bei der Veranstaltung in Stuttgart vor einem Jahr; betroffene Anwohner waren auch da. Immerhin, den so genannten "Schienenbonus" beim Lärmschutz wird die Bahn zum Glück verlieren. :D
73 de Uli

Was mit modernem Rollmaterial möglich ist, durfte ich kürzlich im Hauptbahnhof MG erleben.
Während ich so auf meine Regionalbahn warte, rauscht auf dem Nachbargleis ein Autotransportzug durch.
Leer. Normalerweise sind diese Transportwaggons -speziell wenn leer- derart laut, das es einem die
Fußnägel raushaut. Nicht so dieser Zug, der war leiser als ein PKW bei Tempo 40. Und hatte ungefähr
auch dieses Tempo drauf. Es geht also. Die danach einfahrende Regionalbahn machte mehr Radau.
Jetzt müssen DB & Co. nur mal ihr Rollmaterial mal modernisieren.

von Nohab - am 26.11.2012 00:37
Immer wieder erschreckend, was an Auffahrten passiert :-( Wie oft habe ich schon abbremsen müssen, weil
a) auffahrende PKW-Führer den Verkehr links ignoriert haben und gleich auf die linke Spur zogen
b) Irgendwelche Möchtegern-Schumis meinen, bis 200m vor der Ausfahrt mit >150 km/h auf der linken Spur dahin rauschen zu müssen, um dann schlagartig auf die Ausfädelspur zu wechseln.

Dass sowas ohne Unfall geahndet wird, ist leider fast ausgeschlossen, ohne Auffahrten stationär zu überwachen :-(

Gestern erst wieder kurz vor München erlebt: In der 80er-Zone bei Fürstenried schießt ein weißer BMW mit weit über 100 km/h aus der Auffahrt auf die rechte Spur, tritt erstmal kurz in die Eisen, um einen rechts halbwegs vorschriftsgemäß knapp über 80 km/h fahrenden PKW nicht zu rammen, zieht dann weiter auf die linke spur, ...

... da habe ich schon gedacht, ich darf den Abend in einer Zeugenanhörung am Standstreifen verbringen... :mad:

von DH0GHU - am 03.03.2013 17:52
Zitat
ulionken
Der Ausbau der Oberrhein-Bahnstrecke von zwei auf vier (!) Gleise ist nicht irgendein Fernziel, sondern er war im Abkommen von Lugano 1996 mit der Schweiz vereinbart worden. Die vier Gleise hätten bis zur Fertigstellung der Alpenbasistunnel in der Schweiz fertig sein sollen. Leider ist das kein rechtlich bindender Vertrag. Die NEAT in der Schweiz soll mit dem Gotthard-Basistunnel bis 2015 fertig sein - die Schweizer liegen trotz heftigem Streit vor einer Volksabstimmung und deutlichen Koststeigerungen ziemlich im Zeitplan. Am Oberrhein hingegen baut die Deutsche Bahn seit Jahren mit einem Schneckentempo - wir können ja mal wetten, ob sie vielleicht in 2020 fertig sind? Ich bezweifele es. Die Strecke ist schon heute trotz moderner Sicherungstechnik an der Kapazitätsgrenze. Mehr Güterzüge werden erst dann fahren können, wenn durchgehend vier Gleise liegen.

Insgesamt ist die DB langsam wie sonst was. Das merke ich auch hier.

Zwar hat man es geschafft, ein drittes Gleis zwischen Hanau und Höchst/Kinzig zu legen (was für eine Arbeit), aber das ist nicht viel mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein. Zwischen Hanau und Frankfurt ist alles rappelvoll, schon in den 1970ern sollte die nordmainische S-Bahn kommen und die Strecke auf vier Gleise ausgebaut werden. Jetzt warten wir seit 40 Jahren darauf und dieses Jahr habe ich gesehen, dass man endlich angefangen hat einen Bahnhof umzubauen (WOW!!). Dafür ist Frankfurt-Ost immer noch am Zerfall und nur Eisenstangen verhindern, dass der Bahnhof komplett einstürzt. (Wobei, das ist in Frankfurt wohl der Normalzustand - Stichwort Elisabethschule...) Wenn das so weiter geht werde ich die Fertigstellung dieser Bahnstrecke nicht mehr erleben.

Die Kinzigtalbahn bräuchte eigentlich vier Gleise und nicht mal so ein lustlos verlegtes drittes. Man wundert sich wieso sich immer alle aus dieser Gegend auf die A3 quälen, aber bei dem Zugangebot was da herrscht ist das ziemlich klar. Ein RE jede Stunde der die gesamte Strecke fährt und ein Stadt-Express ebenfalls jede Stunde nur bis Wächtersbach - mehr gibt es nicht. Das ist eine ziemlich magere Ausbeute.

Auch auf der Main-Weser-Bahn bräuchte man ein viertes Gleis damit die ganzen Nebenbahnen bis nach Frankfurt fahren könnten und man nicht jedesmal in völlig überfüllte Züge umsteigen muss auf die man dann auch eine halbe Ewigkeit warten darf.

Aber wo wird das Geld hineingesteckt? In "Schnellfahrstrecken" die außer dem eigenen Ego nichts bringen. Hannover-Würzburg ist ein ziemlicher Witz, die Relation geht wunderschön an Frankfurt vorbei; ergo will da keiner fahren. Die Strecke Fulda-Würzburg ist schwächer ausgelastet wie so manche Nebenbahn, trotz der hohen Kosten. Und Güterzüge können da wenn dann nur nachts fahren weil sie sonst die ICEs ausbremsen.

Ach, und auf der Gäubahn hat man es noch nicht einmal geschafft die Schäden der Besatzungszeit zu reparieren! Die Franzosen haben einfach das zweite Gleis entfernt und auch nach mehr als 60 Jahren liegt es nicht wieder. Mit der A81 hat man natürlich für wunderschöne Konkurrenz gesorgt sodass keiner auch nur darüber nachdenken wird mit der Bahn nach Zürich zu fahren. So wird das nichts mit "Verkehr von der Straße auf die Schiene", die Bahn sorgt eher dafür dass es den umgekehrten Weg geht.

von RheinMain701 - am 23.10.2013 17:17
Zitat
RheinMain701
es geschafft, ein drittes Gleis zwischen Hanau und Höchst/Kinzig zu legen (was für eine Arbeit),

Ganze drei Gleise, die wechselseitig in Anspruch genommen werden. Vor GN sieht man dann schön den Übergang auf zwei Gleise mit richtig alten Betonschwellen (ist dem heute noch so?).
Zitat
RheinMain701
aber das ist nicht viel mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein. Zwischen Hanau und Frankfurt ist alles rappelvoll, schon in den 1970ern sollte die nordmainische S-Bahn kommen und die Strecke auf vier Gleise ausgebaut werden. Jetzt warten wir seit 40 Jahren darauf und dieses Jahr habe ich gesehen, dass man endlich angefangen hat einen Bahnhof umzubauen (WOW!!). Dafür ist Frankfurt-Ost immer noch am Zerfall und nur Eisenstangen verhindern, dass der Bahnhof komplett einstürzt.

Nach meiner Meinung ist die S-Bahn Tunnelstrecke in Ffm falsch / zu kurz. Anstelle Ostendstraße hätte man das besser unter dem Ostbahnhof realisiert. So hätte man einerseits für die nordmainische Bahn eine direkte Anbindung an den S-Bahn-Ring gehabt und andererseits genügend Abstellmöglichkeiten. Warum muß man jede Bahn aus FD/AB in den chronisch überfüllten Hauptbahnhof einfahren lassen.
Natürlich wäre ein Erweiterung der Gleiskapazitäten zwischen Ost und Hanau noch zusätzlich ebenso notwendig. Allerdings fährt dort außer Güterverkehr "nur" halbstündlich eine RB HU - Ffm Hbf, während über OF ansonsten alles abgewickelt wird.

von Thomas (Metal) - am 23.10.2013 18:44
Ja, die Tunnelstrecke ist etwas unglücklich. Ja, Offenbach hat so einen direkten S-Bahn-Anschluss, aber der Hauptbahnhof ist nahezu ausgestorben, inzwischen halten da nicht einmal S-Bahnen, und außer ein paar Bummelbahnen sieht man nichts. Es ist zwar ganz nett vier S-Bahnhöfe auf Offenbacher Stadtgebiet zu haben, aber dadurch sind die Busverbindungen in Offenbach ziemlich ungünstig, da es nicht einen "zentralen" Bahnhof gibt, sondern vier verschiedene, die es anzubinden gilt. Den Hauptbahnhof mal nicht dazugerechnet.

Vor allem Fechenheim auf der anderen Mainseite hat eine katastrophale ÖPNV-Anbindung. Klar, Mainkur war früher Grenzbahnhof zwischen Kurhessen-Waldeck und Frankfurt und steht deswegen knallhart an der Stadtgrenze, weitab von irgendwelchen Siedlungsflächen. Und von Offenbach aus verpasst die S-Bahn den Bus nach Fechenheim ganz knapp.

Den S-Bahn-Tunnel zum Ostbahnhof zu führen hieße aber eine weitere Mainquerung -> Kosten. Verlieren würde da wohl auch der Kreis Offenbach, der momentan quasi nur über S-Bahnen Anschluss an das Bahnnetz hat. Für die nordmainische S-Bahn ist aber meines Wissens eine Anbindung an die Tunnelstrecke tatsächlich vorgesehen - wenn die denn mal kommt...

von RheinMain701 - am 23.10.2013 19:18
Zitat
RheinMain701
Den S-Bahn-Tunnel zum Ostbahnhof zu führen hieße aber eine weitere Mainquerung -> Kosten. Verlieren würde da wohl auch der Kreis Offenbach, der momentan quasi nur über S-Bahnen Anschluss an das Bahnnetz hat. Für die nordmainische S-Bahn ist aber meines Wissens eine Anbindung an die Tunnelstrecke tatsächlich vorgesehen - wenn die denn mal kommt...

Nein, das meinte ich nicht. Antelle von Konstablerwache - Ostendstraße - Lokalbahnhof - F-Süd hätte man besser Konstablerwache - F-Ost - Lokalbahnhof - F-Süd gebaut. Damit gäbe es keine weitere Mainunterquerung und die Strecke nach Offenbach, sieht geht ja vor Lokalbahnhof _nach_ der Mainunterquerung weg, bliebe gleich.
Zitat
RheinMain701
Vor allem Fechenheim auf der anderen Mainseite hat eine katastrophale ÖPNV-Anbindung. Klar, Mainkur war früher Grenzbahnhof zwischen Kurhessen-Waldeck und Frankfurt und steht deswegen knallhart an der Stadtgrenze, weitab von irgendwelchen Siedlungsflächen.

? Soweit weg ist Mainkur vom Ortskern Fechenheim nun auch nicht. Mainkur hat neben der RB auch noch die Straßenbahn. Dafür liegt Mainkur für die Industriegebiete, auch dafür gibt es Bedarf, an der Hanauer Land einigermaßen, bzw. man kann auf die Linie 11 umsteigen.
...waren das noch Zeiten in der Straßenbahn als die 661 noch nicht fertig war um man gelegentlich vor dem Kreisel bis zum Messer Griesheim zurückstand [nein, das brauche ich nicht wieder].

von Thomas (Metal) - am 23.10.2013 19:40
Zitat
RheinMain701

Aber wo wird das Geld hineingesteckt? In "Schnellfahrstrecken" die außer dem eigenen Ego nichts bringen. Hannover-Würzburg ist ein ziemlicher Witz, die Relation geht wunderschön an Frankfurt vorbei; ergo will da keiner fahren. Die Strecke Fulda-Würzburg ist schwächer ausgelastet wie so manche Nebenbahn, trotz der hohen Kosten. Und Güterzüge können da wenn dann nur nachts fahren weil sie sonst die ICEs ausbremsen.


Da muß ich Dir jetzt aber widersprechen. Die Schnellfahrstrecken - oder genauer gesagt viel mehr davon - sind dringend erforderlich. Ich wäre gerne kürzlich mit dem Zug nach Dresden gefahren - der braucht aber mehr als 2 Stunden länger als ein sehr gemütlich gefahrener PKW... Die schnellste Verbindung hätte eine ca. 4-stündige Regionalbahnfahrt von Nürnberg nach Dresden inkludiert :D

Meine Haupt-Reisestrecke mit dem Auto (Oberbayern-Mittelbaden) kann ich nach dem nächsten Fahrplanwechsel so gut wie garnicht mehr mit der Bahn nutzen. Die letzte Verbindung Freitags geht da schon um 14:40. Eine schnelle West-Ost-Achse wäre da hilfreich...
Mit dem Zug von München nach Berlin? 6 Stunden. Seit der Zeit VOR dem 2. Weltkrieg hat sich nichts wesentliches getan.
Wenn die Bahn mit dem Auto und mit umweltschädlichen Kurzstreckenflügen konkurrieren will, muß sie ihr Schnellfahrnetz massiv ausbauen. Dazu muß sie allerdings das Netz ausbauen, und nicht nur prestigeträchtige Tiefbahnhöfe bauen...

Hannover-Würzburg mag für Dich als Rhein-Main-Bewohner uninteressant sein, aber über diese Strecke läuft momentan der komplette Schnellfahrverkehr von Bayern nach Norden, inklusive der meisten Berlin-Verbindungen (dort u.a. mit Umstieg in Fulda). Die Züge sind mitnichten leer. Zumindest vor der Fertigstellung der Schnellfahrstrecke durch den Thüringer Wald (2015?) ist das die einzige schnelle Anbindung Bayerns nach Norden, die nicht über Frankfurt geht (und Frankfurt-Fulda ist auch nicht gerade eine schnelle Verbindung...). Für Verbindungen richtung NDS/SH/HH wird das auch weiterhin DIE Achse sein.

von DH0GHU - am 25.10.2013 13:40
Zitat
DH0GHU

Mit dem Zug von München nach Berlin? 6 Stunden. Seit der Zeit VOR dem 2. Weltkrieg hat sich nichts wesentliches getan.


Nun ja, was heißt "nichts wesentliches"?

Ein Blick in das Kursbuch für den Sommer 1939 verrät für Direktverbindungen (ohne einen Schlafwagen-führenden Nachtzug) das Folgende:

Verbindung 1: 9:46h Durchschnittsgeschwindigkeit für 684 Tarifkilometer 69.01km/h
D 21
ab München Hbf 8:00
an Berlin Anhalter Bahnhof 17:46

Verbindung 2: 9:18h DG 72.47km/h
D 23
ab 12:42
an 22:00

Weitere Direktverbindungen gab es nicht. Umsteigeverbindungen mit zum Teil aus heutiger Sicht aberwitzigen Übergangs- und Fahrzeiten habe ich erst gar nicht erfasst. Die schnellste Verbindung zwischen den Städten stellte der legendäre Luxuszug (spezielle Wagen, keine 3. Klasse) FD 80 dar, der von Berlin nach München 8:15h benötigte; auf den Gegenzug (FD 79) wurde bereits verzichtet, die Zuggattung FD wurde am 22.8.1939 eingestellt.

von Thomas.Schröder - am 29.11.2013 04:19
In einer idealen Welt dürfte es nie Staus geben (jetzt mal abgesehen vom Katastrophenfall, aber sowas kann man nie einplanen). Staus sind immer ein Zeichen von Überlastung und unzureichendem Ausbau der Verkehrswege bzw. unzureichender Planung der Verkehrsströme.

Leider wurde in Deutschland das Schienennetz eher zurück- als ausgebaut, sodass die Leute auf das Auto umsteigen müssen und dann wiederum die Straßen verstopfen, weil die für solche Verkehrsmassen nicht geplant wurden. Dies hat die Politik offensichtlich nicht erkannt und baut weiter fröhlich Bahnstrecken ab, weil "braucht doch eh keiner" und "es hat doch eh jeder ein Auto". Tja, und dann wundert man sich wieso die Ortsdurchfahrten so voll sind.

Die A4 ist eh schauderhaft, vor allem die Strecke durch das Saaletal und die Steigung davor. Dass da schnell mal was passiert ist kaum verwunderlich.

von RheinMain701 - am 19.01.2014 12:42
Heute bei mir sozusagen vor der Haustüre:

http://www.nordbayern.de/region/fuerth/oberasbach-lkw-fahrer-stirbt-bei-kollision-mit-lokomotive-1.3658542
http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/zugunglueck-oberasbach-autotransporter-100.html

Noch erwähnenswert, daß dieser Tote vollkommen unnötig war. Schon bei der Einführung der S-Bahn hatte man völlig verpennt, daß es hier noch diesen schienengleichen Übergang gab und so umgebaut.
Für mich natürlich auch immer ärgerlich, da er bei der Fahrt zur Arbeit mir genau den Weg zum Bahnsteig versperrt und man unklakulierbar eher vor der Abfahrt da sein müßte. ...es könnte ja auch noch zuvor ein Zug aus Nbg kommen und danach erst die S-Bahn und die Schranke wiedermal unten bleiben. Heimwärts liegt dann der Bahnsteig auf der richtigen Seite.
Nunja, damit werde ich die nächsten Tage mit dem Fahrrad fahren ;-) .

von Thomas (Metal) - am 21.05.2014 17:28
Mich wundert es ein wenig, daß ein LKW an so einem Übergang hängen bleiben kann?

An meinem "Heimatbahnhof" gibt es auch noch eine Bundesstraße, die per Schranke über die Gleise geführt wird. Es gibt zwar beidseitig P&R-Parkplätze, das hilft aber nichts, wenn man im Rückstau steht, und der Bahnhof durch einen wartenden Zug, der den Gegenverkehr (in den man einsteigen möchte) durchlassen muß, blockiert ist. Man ist gut beraten, ein paar Minuten Reserve einzuplanen...

Immerhin: Der Regelfall sind solche Begegnungen nicht. Ich habe aber auch schon mal 5 Minuten lang einen nach GAP fahrenden ICE dort stehen gesehen... ;-) Möchte nicht wissen, wie lange da der Rückstau war.

von DH0GHU - am 21.05.2014 17:47
TV-Tipp zum Thema: A6 - Die Achse des Bösen
Zitat

Die Autobahn A6, die zu einem guten Teil durch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz geht, ist die einzige durchgängige europäische Ost-West-Verbindung. Nicht nur Reisende, auch Kriminelle nutzen sie gern. Aus dem Westen kommen Drogenkuriere, aus dem Osten Schleuser- und Einbrecherbanden. Auch auf der Suche nach islamistischen Extremisten ist die A6 inzwischen ins Visier der Fahnder geraten. Die EU-Erweiterung und die fallenden Grenzen nach Osten haben die Probleme verschärft. Um sie in den Griff zu bekommen, wurde 2005 ein 60-köpfiger Fahndungsdienst gegründet.


einsfestival
14.06.2014, 11.25 - 12.10 Uhr
16.06.2014, 09:00 - 09:45 Uhr


von Sebastian Dohrmann - am 14.06.2014 08:46
Zitat
muniX
Zitat
DH0GHU
Ob zu viel Geschwindigkeit im Spiel war? Erlaubt sind 80 km/h, zu Stoßzeiten 60:

http://www.merkur-online.de/lokales/starnberg/zwischen-muenchen-starnberg-nach-unfall-komplett-gesperrt-3735601.html


Ist ausgeschlossen, da der Großteil ohne Limit ist und die 80 nur wegen Lärmschutz -> Sowas nennt sich Dummheitsunfall (Eingeschlafen etc.)


Wenn Du Dir die Bilder genauer anschaust, siehst Du die zur Baustelle in diesem Bereich gehörenden Baustellenmarkierungen. Ich bin gestern abend noch genau diese Strecke in Gegenrichtung gefahren, Irrtum ausgeschlossen, die Baustelle ist noch da (die Gegenfahrbahn (M rauswärts) ist noch garnicht fertig, da stehen noch Baufahrzeuge rum).
In diesem Bereich wird die mittlere der 5 spuren wechselweise für eine von beiden RIchtungen freigegeben, weshalb zu manchen Zeiten auch 60 km/h als Tempolimit gesetzt wird.

von DH0GHU - am 28.07.2014 16:14
Zitat
PowerAM
Als hier die Ortsdurchfahrt gesperrt war, gab es fuer 1,5 Wochen nur die Bahn als Alternative. Bei der Sperrung des Nachbarortes gab es 37 km offizielle Umleitung.

Die Bahn sehe ich nicht als Alternative solange es während den Bauarbeiten kein Ticket dafür gibt. Da würde ich ernsthaft einfach querfeldein fahren. Irgendwie will ich doch noch wenigstens Lebensmittel kaufen können.

Ich erinnere mich da auch an einen Fall wo eine Landstraße zwischen zwei Orten wegen Bauarbeiten gesperrt wurde. Die offizelle Umleitung führte über eine Schnellstraße. Das war natürlich ein Problem für die Landwirte weil die mit ihren Treckern nicht auf die Schnellstraße dürfen. Die sind dann wahrhaftig über den Fahrradweg (der offen blieb) gefahren, der natürlich für sowas nicht gedacht war. Das Verkehrschaos dort kann man sich denken.

Für meinen Fall hab ich immerhin noch einen Schleichweg gefunden der sich anfühlt als wäre da das letzte mal der Kaiser drauf gefahren. Wahrscheinlich deswegen ist der nirgends ausgeschildert. Aber er funktioniert ganz ok.

von RheinMain701 - am 18.08.2014 19:09
Nach dem es genau so jetzt schon mindestens 3x (Nbg-Ost, Viernheim, Guxhagen) seit Mai tödlich gekracht hat hier der letzte auf der A7.
Ich frage mich allerdings warum man Rücksicht auf die Verursacher nehmen muß? Wie wäre es mal mit einer Nennung der Spedition, sowie den transportierten Produkten? Irgendwie muß ja auch billig in die Läden kommen. Obwohl: Auch wenn Blut am Tetrapack hängt, läßt keiner die Milch für 46 Cent stehen. Ich schon. Meine kommt immerhin als Demeter in der Glasflasche aus Schrozberg und wird auch mit dem LKW über die A6 gefahren :eek: . Ich sollte hier öfter zum Bauernhof gehen gehen, soviel weiter als der "Ebl" ist das auch nicht. Immerhin gibt es dort Rohmilch. Es gibt nix besseres!
Aber: Diese Unfälle mit derartigen Seelenverkäufern auf Rädern passieren nach meiner Meinung vor allem weil auch der Transport nicht billig genug sein kann. Und auch weil man alle reinläßt. Dann fährt halt kein LKW mehr ohne Abstandsassitent durch Deutschland :-) .

von Thomas (Metal) - am 12.07.2016 19:31
Zitat
Thomas (Metal)
Nach dem es genau so jetzt schon mindestens 3x (Nbg-Ost, Viernheim, Guxhagen) seit Mai tödlich gekracht hat

Und da wird sowas auch vor Gericht aufgearbeitet:
Der BR dazu
Nürnberger Nachrichten
"Zwar bat der Verteidiger des 45-jährigen Fernfahrers um eine Strafe auf Bewährung, das Gericht entschied jedoch anders". Trotzdem lächerlich, zumindest nach meiner Meinung. Gehen wir mal davon aus daß er als Berufskraftfahrer eine Fachkraft ist. Man stelle jetzt sich den Fall mal vor daß ein Elektriker aus Unachtsamkeit den Schutzleiter nicht angeschlossen hat und jemand dadurch zu Tode kommt. Und wenn eine Sicherungseinrichtung wie hier das automatische Abstands-Bremssyste absichtlich deaktiviert wird würde ich es, um beim Schutzleiter zu bleiben, damit gleichsetzen daß dieser bewußt getrennt wurde ggf. wegen einer Fehlfunktion "FI fliegt ständig raus".
Erstaunlicherweise Bild verlinkt wie ein solcher Unfall aussieht. Allerdings habe ich Zweifel ob dies echte Bilder dieses Unfalls sind. Dennoch sind die gezeigten Zeitspannen realistisch.
Dafür gab es realistische 10 Jahre Bau! Gut, in Deutschland sind die Urteile auch je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Ich habe den Eindruck daß in Bayern man im Straßenverkehr sich sehr viel erlauben kann, aber man hingegen bei Gewalt recht gut urteilt. In Berlin gibt die Aufarbeitung von Gewalt am Alex offenbar nicht viel, dafür erstaunt man die Republik mit einer Verurteilung wegen Mord auf Grund von einem Autorennen. Die Strafhöhe wäre nach meiner Meinung richtig, aber ob sich Mord halten läßt werden weitere Instanzen zeigen.
Da sind wir beim Grundproblem: Gefährliche KV sieht eben mal nur maximal 5 Jahre vor. Hier gab es kürzlich eine Intiative die Strafmaße entsprechend variabel gestaltet. Hier hat die Republik allerdings direkt nur vestanden daß es wegen Mord nicht mehr zwingend lebenslänglich geben muß und direkt wegen "rot-grüner Kuscheljustiz" gebrüllt...

von Thomas (Metal) - am 13.07.2017 15:04
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.