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Hessen: Koch steigt zum Jahesende aus Politik aus

Startbeitrag von Eckhard. am 25.05.2010 08:49

Gemäss Meldung des ZDF / dpa, die auch bei uns gerade über den Sender geht und sicherlich einer Hauptpunkte des Mittagsmagazins "High noon" sein, will sich Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) offenbar zum Jahresnede aus der Politik zurückziehen. Näheres in einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr. Da schmeisst ganz offensichtlich jemand den Löffel hin. Nur warum jetzt und nicht, wie allgemein erwartet, nach Regelng der Nachfolgerfrage erst 2014 ?

Antworten:

Hoffen wir, das der Schnullermund nicht Kanzlerkandidat wird. :rolleyes:

von Housefieber - am 25.05.2010 08:49
Kein Verlust, wenn der Lügenbaron endlich weg ist. Schade, dass es erst zum Jahresende ist.

von zerobase now - am 25.05.2010 08:53
Zitat
Hausfieber
Hoffen wir, das der Schnullermund nicht Kanzlerkandidat wird. :rolleyes:

Wenn er sich an seinrn Vorsatz hält, GANZ aus der Politk auszusteigen (und vermutlich in seine Kanzlei zurückzugehen), dann nicht. Aber solche Vorsätze kann man ja für höhere Berlin-Ämter wieder rückgängig machen. Über die Nachfolge dürfte es jetzt ein Rennen geben: Bouffier oder gar Jung? Hessenparteitag der CDU ist am 11. Juni 2010.

von Eckhard. - am 25.05.2010 08:55
Zitat
Eckhard.
Wenn er sich an seinrn Vorsatz hält, GANZ aus der Politk auszusteigen (und vermutlich in seine Kanzlei zurückzugehen), dann nicht. Aber solche Vorsätze kann man ja für höhere Berlin-Ämter wieder rückgängig machen.


Eben.

Aber vielleicht wird er HR-Intendant- mal schauen was passiert.

von Housefieber - am 25.05.2010 09:13
Ob der Nachfolger besser wird? O_o

von PowerAM - am 25.05.2010 10:26
Zitat
Hausfieber
Aber vielleicht wird er HR-Intendant- mal schauen was passiert.

Man sagt er will wohl Bundesbank Chef werden. Das live übertragene Statement sagte aber nichts darüber aus.
Interessant dass das ZDF dies zuerst meldete :). Honi soit qui mal y pense....

von mor_ - am 25.05.2010 11:07
Das wurde ja auch mal Zeit ...

von DX OberTShausen - am 25.05.2010 11:07
Bundesbank-Chef?

Da können wir ja gleich den Staatsbankrott anmelden :eek:

von Housefieber - am 25.05.2010 11:18
Er will doch wieder als Anwalt arbeiten :rolleyes:

von DX OberTShausen - am 25.05.2010 11:20
Ach als Rächer der Enterbten........:bloed:

Bei GMX melden sie Bouffier als angeblichen Nachfolger



von Housefieber - am 25.05.2010 11:21
Zitat
Da können wir ja gleich den Staatsbankrott anmelden


Können wir auch so, ob mit ohne oder Koch.:D

von zerobase now - am 25.05.2010 11:23
Wer traut sich, die derzeitige Regierung der Insolvenzverschleppung anzuzeigen?

von PowerAM - am 25.05.2010 11:42
Ich melde mich freiwillig ;)

Die Meldungen des Tages:

Ein 18-Jähriger Waldorfschüler aus dem hintersten Allgäu verklagt
die Bundesregierung wg. Insolvenzverschleppung-
Ausgang unbekannt.

Und nun das Wetter.

von Housefieber - am 25.05.2010 12:03
Hier in den Büros macht sich eine allgemeine Erleichterung breit :)

Allerdings ist die CDU ja dafür bekannt, sämtliche Posten brüderlich zu verteilen.
So ist auch sicher gestellt, dass ex-Politiker weiterhin ihre Interessen duchkrigen können.

von Nordi - am 25.05.2010 14:52
Na und? Leben geht weiter - mit oder ohne Koch.

Der Moderator von Bayern 3 (irgendwann mittags, hab nicht geguckt wie spät) meinte dazu wegen Wechsel in die Wirtschaft: [...] Mach ich auch. Wechsle nachher in die Wirtschaft - zum Mittagessen. :D :joke:

von bikerbs - am 25.05.2010 14:52
Zitat
bikerbs
Na und? Leben geht weiter - mit oder ohne Koch.

Der Moderator von Bayern 3 (irgendwann mittags, hab nicht geguckt wie spät) meinte dazu wegen Wechsel in die Wirtschaft: [...] Mach ich auch. Wechsle nachher in die Wirtschaft - zum Mittagessen. :D :joke:

manchmal ist es wie bei Objektiven: die Vergütung macht die Differenz :)

von mor_ - am 25.05.2010 16:58
Ich dachte das er zum 31.8. als Ministerpräsident zurücktritt.

Find das war jetzt die Beste Nachricht die der ganze Mai bislang zu bieten hatte. :spos:

von Martyn136 - am 25.05.2010 17:10
Koch hat sich endgültig verabschiedet, genau wie Friedrich Merz. Bis heute war er als nächster Kanzlerkandidat und CDU-interner Merkel-Widersacher, jetzt hat er sich genau aus dieser Posititon hinausmanövriert. Hätte er weitere Pläne, hätte er das nicht getan, sondern wäre Ministerpräsident geblieben bis zur nächsten Bundestagswahl. Dazu hätte er dann allerdings die nächste hessische Landtagswahl nicht verlieren dürfen.

So ist die eigentliche Gewinnerin des Tages Angela Merkel, weil sie einen wichtigen Gegenspieler aus dem Weg hat. Für die Opposition war Koch ein dankbarer Kandidat: Mehrmals beim Lügen erwischt, ausländerfeindliche Kampagnen und schließlich noch die Bildungseinspaungen.

Interessant ist, dass es nunmehr mit Merz, Clement und Koch konservative und wirtschaftsfreundliche Politiker einige Privatiers gibt, welche gut in eine neue Partei passen würde. Diese könnte sich rechts von der Union etablieren und unter anderem auch wirtschaftsliberale Lücken schließen, welche die FDP mit ihrer Umfallerpolitik hinterlässt.

von Alqaszar - am 25.05.2010 20:14
Gute Entscheidung, eine Nervensäge weniger.


von Peter Schwarz - am 25.05.2010 23:27
Zitat
alqaszar
Koch hat sich endgültig verabschiedet, genau wie Friedrich Merz. Bis heute war er als nächster Kanzlerkandidat und CDU-interner Merkel-Widersacher, jetzt hat er sich genau aus dieser Posititon hinausmanövriert. Hätte er weitere Pläne, hätte er das nicht getan, sondern wäre Ministerpräsident geblieben bis zur nächsten Bundestagswahl. Dazu hätte er dann allerdings die nächste hessische Landtagswahl nicht verlieren dürfen.
Ich glaub nicht das Roland Koch grosse Chancen gehabt hätte jemals Kanzlerkandidat zu werden.

Denn ich denke das Angela Merkel sicher ne 3. und gut möglich auch ne 4. Amtszeit hinlegt. Ob unter Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot sei dahingestellt. Angela Merkel wird solange im Amt bleiben bis a) Schwarz-Geld eine Wahl verliert und die dann Linke Mehrheit aus SPD, Linken und Grünen es schafft eine Regierung zu bilden oder b) Angela Merkel aus Altersgründen nicht mehr als Kanzlerkandidatin antritt. Beides wird noch so einige Zeit dauern, und bis dahin wäre auch Roland Koch zu alt.

Ausserdem wäre Roland Koch für den Job eh ungeeignet, weil er ein polemischer Hardliner ist. Kanzlerkandidat muss jemand sein versucht die gesamte Bevölkerung zu vertreten, und jemand der vermitteln und einen kann. All das trifft auf Roland Koch definitiv nicht zu.

Zitat
alqaszar
Interessant ist, dass es nunmehr mit Merz, Clement und Koch konservative und wirtschaftsfreundliche Politiker einige Privatiers gibt, welche gut in eine neue Partei passen würde. Diese könnte sich rechts von der Union etablieren und unter anderem auch wirtschaftsliberale Lücken schließen, welche die FDP mit ihrer Umfallerpolitik hinterlässt.
Wirtschaftsliberale gibt es in den Reihen der FDP, aber auch bei SPD und Union genug.

An was es in Deutschland mangelt sind Sozialliberale.

von Martyn136 - am 29.05.2010 16:17
Stimmt, die SPD hat es mit der "Neuen Mitte" ja versucht. Es wurden unter Schröder-Fischer durchaus liberale Ansätze verfolgt (z. B. eingetragene Partnerschaft), aber diese wurden durch geradezu antiliberale Politik in der Großen Koalition (kein Widerstand gegen Schäuble und Zensursula; SPD-Justizministerin Zypries auch nicht besser) konterkariert.

Rot-Grün selbst war die meiste Zeit in der Defensive -- übrigens auch dank Kochs zugespitzer Stammtischpropaganda.

Der Koch-Nachfolger Bouffier scheint mit sogar noch mehr kriminelle Energie zu besitzen als Koch selbst. Insofern ist in Hessen keine große Verbesserung eingetreten. Diese Suppe aber hat den Hessen zugegebenermaßen die SPD eingebrockt.

von Alqaszar - am 29.05.2010 23:08
Mich wundert, daß bezüglich Koch in erster Linie politisch korrekt einerseits über die Art seines Machgewinns, die Unterschristenkampangne gesprochen wird. Was man völlig außer Acht läßt, sind die Finanzen von Hessen. Eichel hat zuvor eher auf der Breme gestanden, natürlich immernoch zuviel ausgegeben, aber Koch hat das Geld quasi mit beiden Händen ausgegeben um mit anderen auf Augenhöhe zu stehen. Wenn man ein Ranking herbeizieht, ich halte davon eher wenig - hier aber zweitrangig - hätte Hessen heute gerade mal AA.

von Thomas (Metal) - am 30.05.2010 13:23
Zitat

Wirtschaftsliberale gibt es in den Reihen der FDP, aber auch bei SPD und Union genug


Wo denn bitteschön?

Da gibts Leute die sich von Lobbys in den Arsch kriechen lassen, und zwar reichlich.

Mit Liberalismus hat das nix zu tun (man müsste halt wissen was damit gemeint ist, es sind nämlich nicht "Liberals" im amerikanischen Sinne gemeint)

Mit einem wirtschaftsliberalen Kurs oder gar ökonomischen Sachverstand hat das ebenfalls nix zu tun, wenn soger die FDP jetzt mit "Ja" stimmt bei "Euro-Rettungspaketen" dann ist es da mit Liberalismus nicht weit her... Ganz im Gegentel die Basis und die Wähler toben, die rennen in Scharen davon weil die Gelbe Partei sich derzeit genauso dumm verhält wie die Grüne oder Rote es tun würde.


Die Politiker raffen doch überhaupt nicht mehr was eigentlich um sie herum passiert.



von Detektordeibel - am 31.05.2010 15:04
Politiker und liberal...widerspricht sich das nicht mittlerweile fundamental?


von Peter Schwarz - am 31.05.2010 15:16
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