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Muß es nur noch 16:9 sein?

Startbeitrag von Kay B am 27.07.2010 00:51

Seit einigen Jahren produzieren die Fernsehsender ja fast nur noch im Format 16:9.

An sich ist das ja in Ordnung, da moderne TV-Geräte dieses Format benutzen.

Während der letzten Wochen lief aber freitags immer um 22:00 Uhr eine Sendung, in der 60 Jahre Fernsehen aufgearbeitet wurde. Allerdings wurde das auch in 16:9 produziert, was ich aber angesichts dessen, daß 98 Prozent der Inhalte urprünglich im 4:3-Format produziert wurden, absolut schwachsinnig fand.

So kam es andauernd vor, daß man irgendwelche Einblendungen nur teilweise sehen konnte. Und auch andere Bildinhalte fehlten halt, weil man die alten 4:3-Sendungen auf 16:9 zugeschnitten hatte.

Solche Sendungen, in denen uraltes TV-Material gezeigt wird, finde ich ja immer wieder interessant, da man ja scheinbar nur noch dadurch überhaupt an alte TV-Mitschnitte kommt, nachdem das Deutsche Rundfunkarchiv präventiv die Rechte an allem, was mal seitens der Öffentlich-Rechtlichen und vor allem seitens des DDR-Fernsehens ausgestrahlt wurde, für sich beansprucht.

So eine Beschneidung des 4:3-Bildes auf 16:9 verdirbt einem das ganze allerdings.

Antworten:

Stimmt. Vor allem auch deshalb weil das Bild dann auch unnatürlich aussieht.

von zerobase now - am 27.07.2010 08:25
Finde ich auch! Zwar benutze ich nach wie vor meine 4:3-Roehrenglotze weiter und muss mich auch damit abfinden, dass mein 82er Sony nur noch eine effektive Bildgroesse eines besseren Kofferfernsehers mit 16:9-Material bietet. Bei in 16:9 gedrehten Produktionen muss ich damit leben, wenn ich meinen "Oldie" weiterbenutzen will. Aber ich finde schon, dass man in 4:3 vorliegendes Altmaterial auch so ausstrahlen sollte. Besitzer eines 16:9-Fernsehers haben davon keine direkten Nachteile, bei einem wie oben beschrieben aufgezoomten Bild sehen sie ja auch nicht mehr.

von PowerAM - am 27.07.2010 08:47
Zitat
Kay B
So eine Beschneidung des 4:3-Bildes auf 16:9 verdirbt einem das ganze allerdings.


Das stimmt leider. Aber häufig gibt es bei Phoenix, arte, 3sat und den ör-Spartensendern echte 4:3-Sendungen. Auch manche Private haben bei entsprechendem Material 4:3 (Simpsons auf Pro7 etc.).

Ich hoffe, dass wenigstens das noch bestehen bleibt.

von oli84 - am 27.07.2010 09:41
Lobend muss man erwaehnen, dass bislang auch die Sender der RTL-Gruppe in 4:3 vorliegendes Material (Zeichentrick, Serien, eigenproduziertes Zeug) in korrektem 4:3 ausstrahlten.

von PowerAM - am 27.07.2010 09:49
Im Falle der genannten Sendung wird es eben die Unsitte sein, dass man zwar alte 4:3-Ware zeigt, diese aber im Rahmen einer neuen Produktion, welche eben 16:9 produziert wird, verpackt. (Boah, Schachtelsatz!)
Persönlich halte ich das auch für relativ unausgegoren und wenig authentisch. Wenn schon 4:3-Bilder innerhalb einer 16:9-Produktion verwendet wird, so soll man doch bitte links und rechts zwei schwarze Balken reinsetzen.

von Wrzlbrnft - am 27.07.2010 11:09
Schließlich haben wir jahrzehntelang mit Balken unten und oben gelebt, wenn Kinofilme im TV ausgestrahlt wurden.

von Alqaszar - am 27.07.2010 12:33
Das Dilemma der Fernsehanstalten ist, dass es einen guten Mix von 4:3 und 16:9 TV Geräten gibt. Strahlt man 16:9 aus und will alles Bildinformationen unverfälscht behalten, muss man links und recht zwei schwarze Balken senden. Die 4:3 TV Gucker haben dann einen schönen schwarzen Bilderrahmen um das TV Bild. Nicht jeder TV kann zoomen. Trotzdem wäre das die beste Lösung, weil die TV Anstalten so alles im gewünschten 16:9 ausstrahlen können. Sehr gut wäre aber ebenso, echtes 4:3 auszustrahlen. Dann kann jeder 16:9 TV so reagieren, wie es der Nutzer möchte. Die absolute Krücke jedoch ist das Beschneiden des originalen 4:3 Bildes oben und unten, damit man bildschirmfüllend 16:9 senden kann! So oft fehlen dann die damals gewünschten Hintergründe, Köpfen sind die Stirn abgeschnitten, was auf einem Tresen passiert sieht man gar nicht oder man sieht es, dafür keine Köpfe mehr. Diese Art der ver16:9macherei gehört abgeschafft. Gerne mit nem Bußgeld obendrauf :motz:

von CBS - am 27.07.2010 13:29
Für 16:9-Zuschauer: Bitte entschuldigen Sie die schwarzen Balken links und rechts an Ihrem Bildschirm. Es handelt sich keineswegs um Fehler an Ihrem Gerät. Es wird nur älteres Filmmaterial ausgetrahlt. Oder so ähnlich :D

Geht doch - und schon gesehen. Da braucht man keine älteren Beiträge beschneiden, um sie "artgerecht" ins 16:9-Format zu bringen.
Witzig sieht es auf den älteren Fernsehern aus, wenn rundum ein schwarer Rahmen ist.

von bikerbs - am 27.07.2010 14:51
Pippi Langstrumpf ist - glaub ich - anfangs auf 16:9 beschnitten im ZDF gelaufen, ist jetzt wieder in 4:3 mit komplettem Bild.

von andimik - am 27.07.2010 15:53
Selbst im BR gab es letztens die Unsitte einen 4:3-Film mit allseitigen Rahmen zu senden.
Ich hatte die Sache vor einiger Zeit im Hauptforum den 16:9-Wahn aufgrund eines Films auf Arte mit allseitigem Rahmen zum Thema gemacht. Dort hatte dann die Blödmarkt-Fraktion erklärt dass das kein Problem sei, schließlich konnten deren analoge Technik schon in den 90ern schwarze Ränder wegzoomen. Alternativ möge man doch etwas Geld aus dem Fenster werfen und die chinesische Wirtschaft ankurbeln.

Also ich bin auch absolut dafür neue Produktionen, die aus viel 4:3-Material bestehen dann in 4:3 herzustellen. Beschneiden ist ganz schlecht und Ränder darum legen auch nicht Kundenfreundlich.

von ts01 - am 27.07.2010 18:53
Zitat
Also ich bin auch absolut dafür neue Produktionen, die aus viel 4:3-Material bestehen dann in 4:3 herzustellen. Beschneiden ist ganz schlecht und Ränder darum legen auch nicht Kundenfreundlich.


Ich bin dafür neues Material in 16:9 herzustellen und dann auch zu senden und älteres 4:3 Material auch so zu belassen bzw. zu senden. Das ist die beste Lösung.

von zerobase now - am 28.07.2010 11:41
Das ganze hat einen relativ einfachen Hintergrund: Die ÖR-Anstalten (und auch die Privaten) produzieren die meisten Sendungen, ob im Haus oder per Auftrag an externe Dienstleister, mit Blick auf zukünftige Ausstrahlungen und internationalen Programmaustausch/Handel, nun einheitlich intern in HD (auch wenn sie dann zur Zeit erstmal nur SD ausgetrahlt werden), und da gibts kein 4:3 Seitenformat mehr. Altes Material hin oder her.

von teucom - am 28.07.2010 21:54
Die Lösung: Wird 4:3-Material mit verarbeitet, unbeschnitten einfach in Bildmitte setzen. Und wenn man dann links und rechts keine schwarzen Balken haben will, einfach mit extrem unscharf gezeichnetem Inhalt vom 4:3-Material auffüllen. Damit bleiben Farbeindruck und Helligkeit über die gesamte Bildschirmbreite gleich.


von Nohab - am 30.07.2010 01:21
Das Problem bei 4:3 Material mit Balken rechts und links auf einem alten Röhrenfernseher ist nicht nur das kleinere Bild, es geht natürlich auch 50 % der Auflösung verloren. Zumal altes Material naturgemäß nicht in HDTV aufgenommen wurde. Damit hat man auf einer Röhrenglotze effektiv nur noch vielleicht 300 Zeilen. Am besten dreht man dann noch die Farbe raus, und fühlt sich wie die ersten Fernsehzuschauer bei der Olympiade 1936. Das gleiche gilt auch für die "Blödmarkt-Zoom-Fraktion": Wenn die das Bild auf Balkenfrei hochskalieren, haben die auch nur die effektiven rund 300 Zeilen auf ihrer Großbildglotze. Das sieht dann fast aus wie ein Bild aus LEDs zusammengesetzt. Aber das sind die gleichen Leute, die auch analoges Kabel nutzen, und denen gar nicht auffällt, wenn das Bild trotz 16:9 Bildschirm dennoch oben und unten einen Balken hat. Oder die steif und fest behaupten, dass das Bild über DVB-T auf dem neuen Riesenglotzoskop genauso gut aussieht wie von Satellit. Auf dem 400 EUR Fernseher von "Medion" trifft das ja vielleicht zu...

von Bolivar diGriz - am 01.08.2010 06:54
Ich habe auf meinem Röhrenfernseher oben und unten schwarze streifen, find ich zwar nich so dolle, kann man nix dran ändern.

So Richtig Kapital ist aus catalonien deren 3 Programm, da sieht man manchmal nur noch einen viereckigen kasten als Bild in der mitte Drum herum ist es schwarz:mad:

Das kann ich zwar ändern,muß es aber auch wieder ändern wenn ich andere sender gucken will

Meine Eltern haben unten einen Flachbild TV stehen, dass Bild gefällt mir überhaupt nicht, wenns sich schnell bewegt verschwimmt das Bild regelrecht, da gefällt mir mein TV gerät viel besser

Die Digitale technik scheint mir noch nicht wirklich ausgereift zu sein, da gibts noch viel was man verbessern kann

von Rheinländer - am 01.08.2010 10:29
Zitat
Rheinländer
So Richtig Kapital ist aus catalonien deren 3 Programm, da sieht man manchmal nur noch einen viereckigen kasten als Bild in der mitte Drum herum ist es schwarz:mad:

Dafür gibt es Pan&Scan

von Sebastian Dohrmann - am 01.08.2010 11:30
Ziemlich rätselhaft sind mir so einige deutsche Privatsender, die den Spielfilm über DVB-S in Letterbox und die Werbung dazwischen in echtem 16:9 senden. Können die nicht oder wollen die nicht?

Natürlich kann man Abhilfe schaffen, aber jedes Mal umstellen nervt*, vor allem, weil man beim Senderwechsel auf einen Öffi dann wieder auf die Automatik zurückstellen muss, sonst bekommt man oft genug die aufgezoomte Hälfte eines 16:9-Bildes serviert. Immerhin ist die Standard-Zoommethode (4:3 auf ungefähr 14:9 breitziehen und dann oben und unten abschneiden) ein erträglicher Kompromiss...

*) Ganz nebenbei bin ich der einzige in der Familie, der weiß, wie das geht, aber nicht der einzige, der den Fernseher benutzt...

von Hagbard Celine - am 01.08.2010 16:40
Bei der Werbung würde es mich allerdings auch nicht stören, wenn die in 7:3 hochkant und schwarzweiß gesendet wird.

von Bolivar diGriz - am 02.08.2010 08:15
Zitat
Sebastian Dohrmann
Zitat
Rheinländer
So Richtig Kapital ist aus catalonien deren 3 Programm, da sieht man manchmal nur noch einen viereckigen kasten als Bild in der mitte Drum herum ist es schwarz:mad:

Dafür gibt es Pan&Scan

Ist aber nicht die Aufgabe der Zuschauer, das jedes Mal umzustellen!

von andimik - am 02.08.2010 08:41
Zitat

Ist aber nicht die Aufgabe der Zuschauer, das jedes Mal umzustellen!

Warum denn nicht? Der Zuschauer will doch angeblich interaktives Fernsehen haben :D

von iro - am 02.08.2010 08:54
...wuerde ja bei IP-TV sogar noch den Vorteil bieten, dass der Programmanbieter so die Rueckmeldung erhaelt, dass der Zuschauer tatsaechlich die gebotenen Inhalte konsumiert und die Kiste nicht "leer" laeuft.^^

von PowerAM - am 02.08.2010 08:57
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