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Bester Senderstandort Deutschland/Europas

Startbeitrag von Scrat am 14.08.2010 15:41

Beim Lesen eines anderen Thread hab ich mich gefragt welcher Senderstandort am besten wäre wenn es in ganz Europa nur noch ein paar tausend Menschen gäbe.(Das Warum ist erst mal nebensächlich)
Ihr wärt also mit eurem Wissen daran einen UKW Sender wieder in Betrieb zu nehmen nachdem die Welt entvölkert wurde der den Kontakt zu den verbleibenden Gruppen halten soll.
Welchen Sender würdet ihr wieder (solang das Notstromaggregat mitmacht) in Betrieb nehmen?
Da sonst kein Sender mehr OnAir ist, habt ihr freies Band von Flensburg bis in den Schwarzwald und weiter.

Die 50 interessantesten Antworten:

UKW ist für dein Gedankenspiel ungeeignet. Wenn es nur ein einziger Sender für ganz Europa sein darf, muss der auf Langwelle senden, möglichst zentral stehen und möglichst viel Power ohne Einzüge haben.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 14.08.2010 16:04
Ganz Europa mit einem Sender zu versorgen halte ich für beinahe unmöglich, und wenn dann würde man soviel Leistung benötigen, das es doch einfacher wäre mehrere Sender zu betreiben. Jedenfalls auf UKW.

Für Deutschland denke ich das die Harzsender, also Torfhaus und Brocken am intressantesten wären. Ganz Deutschland könnte man aber auch damit imho nicht versorgen, jedenfalls nicht mit vertretbarem Aufwand.

von Martyn136 - am 14.08.2010 16:15
Langwelle und Kurzwelle kommen zwar weiter, der Empfang sollte aber einfach sein.Also UKW.
Ihr müsst euch ja einen Notsendebetrieb vorstellen.Ich mein, wenige 1000 Menschen.Da ist man ziemlich alleine...
Der Sender sollte das weitmöglichste Gebiet erreichen.Besser also gleich auf 87,6.Oder in diesem Bereich.Kein Stereo oder sonstiges.
Mehrere Sender zu betreiben ist unter den Voraussetzungen nicht machbar.

von Scrat - am 14.08.2010 16:21
Um Deutschland zu versorgen wäre der Brocken sicherlich recht gut geeignet, da er den flachen Norden "gut" erreicht. Richtung Süden wäre es aufgrund der Topografie aber eher schwierig, irgendwo gab es hier mal Reichweitenkarten vom Brocken mit 400kW ND. Wenn es nur um scatternden Empfang ginge, dann wäre sicher Wendelstein am besten, der geht überall mal für ein paar Sekunden. Alternative, auch für Deutschland: Pizzo Groppera :dx: Die Anlage würde ich zuerst anschließen.

Allerdings: Ordentlicher Empfang im normalen Radio in ganz Deutschland oder sogar Europa würde kein Standort alleine hervorrufen, auch mit Sendeleistungen jenseits der 1000kW ERP nicht, der Erdkrümmung sei Dank. Und LW können sogar viele Radios einfach empfangen, wenns noch einfacher sein soll: Mittelwelle aus Langenberg mit >800kW. Wurde damals in ganz Europa empfangen, da freie Frequenz (1586). Wäre auch mittels Detektorempfänger empfangbar ;-) Aber ich will das Spiel ja nicht kaputtmachen, also UKW ;-)

von Japhi - am 14.08.2010 16:39
1.) Erstaunliche Reichweite hatte ja Radio Brenner, ein Sender auf der "Flatschspitze" könnte weite Teile der BRD, Österreich, Italien, Schweiz und weiter erreichen.

2.) Der Brocken wäre auch weit empfangbar..

von 88,7 MHz - am 14.08.2010 16:43
Flatsch?
Wie wäre es dann gleich mit dem Schwarzenstein !!! Der ging js seinerzeit bis in die ehem. DDR und versorgte den Süden Deutschlands recht gut.

von Radiopirat - am 14.08.2010 16:54
Auf dem Schwarzenstein steht ja leider nichts mehr.Im Dillberg Sender könnte ich mich einrichten,dort gibts ja Schlafräume,Küche und ein gut gewartetes Notstromaggregat .Aber auf dem Schwarzenstein? *Brr*

Und natürlich können MW,LW oder KW Szenarien aufgestellt werden :) Hab mir nur gedacht das jeder der noch ein Radio einschalten kann erstmal oder nur UKW absucht.

Bedenkt das ihr nicht vorhandene Sender erst mal aufbauen müsst ;) Völlig fehlende Infrastruktur dürften diese Ideen schon im Ansatz ersticken.

von Scrat - am 14.08.2010 17:04
Also dann würde ich für den Süden die Zugspitze nehmen, und dann noch in der "Mitte" den Brocken.

von Radiopirat - am 14.08.2010 17:08
Zitat
Chriss505
Mehrere Sender zu betreiben ist unter den Voraussetzungen nicht machbar.

Selbst dann dürfte es aber einfacher sein so fünf 20KW Sender zu betreiben als einen 500KW Sender.

Vorallem unter der Voraussetzung das die Sender ja eh schon stehen und passende Technik bereitsteht. Für so einen 500KW Sender müsste man ja erst nen Sender umbauen.

Von Nord nach Süd denke ich bräuchte man auf UKW mindestens folgendes Rumpfnetz:

- Bungsberg
- Torfhaus oder Brocken
- Langenberg
- Blessberg, Ochsenkopf oder Dylen
- Pfänder

von Martyn136 - am 14.08.2010 17:23
Wie willst du diese Sender alle warten?Oder nur mit Treibstoff versorgen?

Gehe mal davon aus das in wenigen Monaten nach der Dezimierung der Bevölkerung keine Autos mehr Fahrbereit,die Strassen meist voll von "Sperrmüll" sind und die ersten Banden ihre Gebiete abstecken und dicht machen.

von Scrat - am 14.08.2010 17:48
Zitat

Ich mein, wenige 1000 Menschen

Bei den paar Menschen wäre ein MW-Sender wohl mehr angebracht als ein UKW-Tx. Es gibt zwar noch vorhandene UKW-Empfänger, aber ohne Batterien spielen die bald nicht mehr. Neue Batterien und Transistoren wird auch keiner mehr bauen. Also müssen sich die Leute Detektorempfänger für den stromlosen Empfang bauen...

Die Sender dürfen allerdings auch nicht allzuviel Power haben, der Diesel ist sicher bald aufgebraucht. Ein Versorgung per Restbeständen von Solarpanels wäre vielleicht denkbar - bis auch diese für sinnvollere Zwecke geklaut werden.

Ansonsten wäre natürlich der Brocken für die Versorgung des norddeutschen Raums schon mal erste Wahl.

von iro - am 14.08.2010 18:02
Brocken mit 2000 KW und die Antennen noch einige Meter höher gesetzt und Deutschland ist fast komplett versorgt :D

von DX OberTShausen - am 14.08.2010 18:08
Zitat
Martyn136
Von Nord nach Süd denke ich bräuchte man auf UKW mindestens folgendes Rumpfnetz:
[...]
- Pfänder

Oh jeee... :rolleyes:
Der Pfänder kommt mit seinen nur ~1000m Standorthöhe nicht mal ansatzweise so weit wie z.B. der Säntis. Wenn es denn unbedingt UKW sein muss, sollte ein möglichst hoher Standort gewählt werden. Also irgendwas in den Alpen. Mont Blanc, Dufourspitze etc.

Aber ich bleibe dabei: auf UKW ist es, alleine schon wegen der Erdkrümmung, nicht möglich, ganz Europa von nur einem Standort aus zu versorgen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 14.08.2010 18:10
Zitat
Wetterauer
Brocken mit 2000 KW und die Antennen noch einige Meter höher gesetzt und Deutschland ist fast komplett versorgt :D

Aber auch nur, wenn die Erde eine Scheibe wäre...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 14.08.2010 18:11
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Zitat
Wetterauer
Brocken mit 2000 KW und die Antennen noch einige Meter höher gesetzt und Deutschland ist fast komplett versorgt :D

Aber auch nur, wenn die Erde eine Scheibe wäre...


Aber das ist sie doch :confused:

von DX OberTShausen - am 14.08.2010 18:54
Zitat
cougar
Ja und die Sonne dreht sich um die Erde

Sehr löbliche Ansicht! Dafür kommst Du auch NICHT auf den Scheiterhaufen. wetterauer natürlich auch NICHT.
Rolf sollte sich dagegen schon mal wärmedämmend anziehen - wenn das der Papst erfährt...

von iro - am 14.08.2010 21:01
Also ich würde da doch noch eher den feldberg im taunus benutzen, der steht recht mittig nach süden gibts ja quasi nix höheres, ordentlich power könnte man den ganzen süden westen und noch nach osten damit versorgen:)denke das der sogar nach norden noch recht weit geht

Aber für ein info wortprogramm reicht mittel lang oder kurzwelle völlig aus,man kommt damit auch weiter

Ich habe vor gut 10jahren oder mehr in spanien an der costa brava auf kurzwelle bayern1 gehört:)also nur die news, morgens klappte das am besten bis die sonne zu hoch stieg

ich denke für dauerhaften empfang so das mans brauchen kann geht UKW max rund 150-20km Luftlinie

Man hat dann ja keine DX radios sondern einfache da wäöre meist nach 100km sense

von Rheinländer - am 14.08.2010 21:07
Zitat
Rheinländer
Also ich würde da doch noch eher den feldberg im taunus benutzen, der steht recht mittig nach süden gibts ja quasi nix höheres, ordentlich power könnte man den ganzen süden westen und noch nach osten damit versorgen:)denke das der sogar nach norden noch recht weit geht


Dann doch eher der Hohe Meißner ;)

von DX OberTShausen - am 14.08.2010 21:52
Zitat
Rheinländer
Wie weit käme man eigentlich mit funk?also via funkgeräten oder ähnlichem?


Hä? :confused: Radio = Funk! ;) Die Reichweite hängt vom Frequenzbereich, der Antenne, der Betriebsart und der verwendeten Sendeleistung ab. Mit einem Kurzwellenfunkgerät ist es ohne weiteres möglich, europa- oder sogar weltweite Funkverbindungen aufzubauen. Millionen Funkamateure tun das täglich. Oft mit Leistungen von

von Weltempfängermatze - am 14.08.2010 22:00
Um Autos und Sprit denke ich müssten wir uns die wenigsten sorgen machen. Ein aktuelles Auto kann im Ernstfall locker 4-5 Jahre ohne Wartung rumfahren. Und wenn es statt 80 Millionen nur noch 80 Tausend Menschen in Deutschland gäbe hätten wir genug herrenlose Autos als Ersatzfahrzeuge oder als Ersatzteilspender.


Und die Spritreserven die normalerweise 3 Monate reichen würden dann 3.000 Monate reichen. Oder sogar > 10.000 Monate weil ja dann niemand mehr zur Arbeit, Uni, Schule, ... fahren muss.

LW/MW wäre schon eine Alternative. KW aber nicht weil es in Europa ausser bei ein paar Freaks keine Geräte gibt. und selber ei KW Radio bauen können nicht viele. Eher baut man sich noch aus Holz und nem alten Motor einen Stomgenerator fÜr UKW Radios.

von Martyn136 - am 15.08.2010 02:49
nix da!

das 5cm brennelement ausn russischen altbestand nehmen & wieder die guten alten röhrensender aufn bleß aktivieren > schon hast deinen 10 jahres sender in betrieb!

von Tesco.live - am 15.08.2010 08:18
Zitat
Weltempfängermatze
Zitat
Rheinländer
Wie weit käme man eigentlich mit funk?also via funkgeräten oder ähnlichem?


Hä? :confused: Radio = Funk! ;) Die Reichweite hängt vom Frequenzbereich, der Antenne, der Betriebsart und der verwendeten Sendeleistung ab. Mit einem Kurzwellenfunkgerät ist es ohne weiteres möglich, europa- oder sogar weltweite Funkverbindungen aufzubauen. Millionen Funkamateure tun das täglich. Oft mit Leistungen von


von Rheinländer - am 15.08.2010 08:37
Wie sind denn die wenigen 1000 Menschen auf dem Kontinent verteilt? Völlig homogen? Oder bleiben die heutigen "Ballungsgebiete" bestehen? Beides eigentlich unrealistisch bei einer Epidemie, aber egal...
Man muss bedenken, wenn 5000 Menschen übrig bleiben, dann hat ein Sender wie Langenberg, der heute eine enorme Reichweite von 9 Mio. Menschen bzw. 15 Mio. DXern hat, eine Reichweite von 50-60 Menschen. Das ist nicht mal mehr Lokalradio :D. Zumal in dem speziellen Fall, wenn die Pumpen ausfallen, das Ruhrgebiet eh zur Hälfte mit Wasser volläuft. Hat zwar seinen Reiz, führt aber zu noch weniger Menschen...

Das einzige was daher in Frage kommt, ist die Lang- oder Kurzwelle. Auf Langwelle muss die Frequenz so niedrig wie möglich gewählt werden, um eine möglichst große Bodenwelle zu erhalten. Also bestenfalls nimmt man Donebach. Aber auch Junglinster oder der Sender von Europe 1 wären denkbar, sofern man die Ausblendung/Richtwirkung schnell abstellen kann. Diese Sender fressen aber sehr viel Leistung. Also wäre Kurzwelle noch besser geeignet. Die Sender von BR und SWR mit 20 kW waren früher sehr weit zu hören. Nicht sauber, nicht stabil, aber zur Übermittlung von Informationen hat es gereicht.
Man könnte natürlich auch in SSB mit noch geringerer Leistung senden, aber dann kann es wirklich keiner mehr empfangen ;).

von Thomas R. - am 15.08.2010 08:40
Wer soll eigentlich den Sender betreiben und was soll für Musik gespielt werden ?
Die besten Superhits der 80er , 90er 2000er und das verstrahlteste von heute ?
Wer soll sowas koordinieren?

von Chiefje - am 15.08.2010 09:08
Meine Idee:
Bayern und das östliche BW könnte man mit der Zugspitze abdecken.
Westl. BW, RP, Saar, westl. Hessen und südl. NRW mit dem Donnersberg.
Den Rest.: NBL einschl. Berlin, nördl. NRW, östl. Hessen, ganz Norddeutschland mit dem Brocken.

von HeibelA - am 15.08.2010 09:48
Ein Sender,mitten in Europa,der fast ganz Europa abdeckt ????

Logisch dier Langwellensender in Burg muß wieder aktviiert werden,auf 261 khz und los gehts :hot:

von Robert S. - am 15.08.2010 10:21

Re: Bester Senderstandort Deutschland

Zitat
Martyn136
Um Autos und Sprit denke ich müssten wir uns die wenigsten sorgen machen. Ein aktuelles Auto kann im Ernstfall locker 4-5 Jahre ohne Wartung rumfahren.


Hast du dein Auto schonmal ein halbes Jahr in der Garage stehen lassen ohne es zu nutzen?
Was als erstes nicht mehr funzt sind die Batterien.Und das wars dann auch schon.Man kann ja noch einige Zeit ein paar Autos durch anrollen lassen starten solang die Batterie nicht völlig tot ist, das geht auch nicht bei jedem.Vielleicht findet man ja im Autohaus noch ne Zeitlang funktionierende*.
Die Strassen muss man auch erst mal frei Räumen.


Zur Verteilung der Überlebenden.Die sind natürlich erstmal überall verstreut und müssen zusammenfinden.Da man bei wenigen 1000 Überlebenden Wochenlang auf keinen Menschen treffen kann ist Radio eine der letzten Lösungen um Kontakt herzustellen.Batterien gibt es ja erstmal genügend in den ganzen Einkaufsmärkten.

Mein Dillberg scheidet als MW Sender schonmal aus. Mit seinen 17kw tut er sich schwer weiter als Nordbayern zu kommen.Die meisten MW Empfänger sind auch nur schwache Krücken.In meinem letzten Auto ging die 801 nicht mal 5km neben dem Dillberg Sender so störte der Motor oder sonst was!

Also bleiben wir erst mal in Deutschland ums nicht zu verkomplizieren.Warum ist der Hohe Meißner besser als der Feldberg?

*Wird sicher bald gehortet und nicht und schon gar nicht kostenlos an jeden abgegeben.

Denkt bitte an Empfänger die zb. nichts von Drahtdipol verstehen.Welcher Jugendliche kennt überhaupt noch MW,LW,KW ?

von Scrat - am 15.08.2010 11:38
Zitat

schon gar nicht kostenlos an jeden abgegeben

kostenlos nicht - aber auch nicht gegen Geld. Eher gegen andere brauchbare/essbare Dinge.

Zitat

Wer soll eigentlich den Sender betreiben und was soll für Musik gespielt werden ?

Thomas Hornauer und Helmut Thoma spielen 24/7 natürlich New Age Wassermannzeitalter-Muzak und No Future-Punk.

Zitat

Und die Spritreserven die normalerweise 3 Monate reichen würden dann 3.000 Monate reichen

Allerdings muss erst mal jemand an diese Spritreserven herankommen, ohne know-how und notwendige Pumpen. Und wenn das geklappt hat, funktionierende Autos auch vorhanden sind, dann ist aber nach spätestens 20 Jahren (240 Monaten) der Fahrspaß endgültig vorbei, weil auf der Autobahn bereits Bäume wachsen. Die anderen Straßen sind schon früher nicht mehr befahrbar, teilweise wird man sie nicht einmal mehr erkennen können.

von iro - am 15.08.2010 15:47
Zitat
Chris505
Also bleiben wir erst mal in Deutschland ums nicht zu verkomplizieren.Warum ist der Hohe Meißner besser als der Feldberg?


Vermutlich, weil er weiter nach Norden und Osten reicht. ;) Der Brocken dürfte aber dennoch eine erheblich höhere Reichweite haben, da ca. 300 m höher...

Zitat

Denkt bitte an Empfänger die zb. nichts von Drahtdipol verstehen.Welcher Jugendliche kennt überhaupt noch MW,LW,KW ?


Den Drahtdipol braucht man ja nur zum Senden. ;) Zum Empfang reicht oftmals die Teleskopantenne. Gerade ältere Kofferradios aus den 70, 80er und 90er Jahren, die sicherlich noch in vielen Haushalten anzutreffen sind, weisen auf Kurzwelle nicht selten eine ordentliche Empfindlichkeit auf (im Gegensatz zu den 15-¤-PLL-"Weltempfängern", die es jährlich im Frühsommer bei den Discountern und Kaffeeröstern gibt). Da nicht alle ein KW-taugliches Radio haben, trifft man sich eben zum abendlichen Gemeinschaftshören bei einem Besitzer.

Die Unwissenden werden natürlich von der Regierung durch abgeworfene Flugblätter über die Empfangsmöglichkeiten informiert (dass der Staat noch mindestens ein einsatzfähiges Flugzeug hat, setze ich mal voraus). Was in Afghanistan funktioniert, sollte auch in Deutschland möglich sein...

von Weltempfängermatze - am 15.08.2010 21:14
Wenn man doch UKW nehmen müsste/sollte für Deutschland, so würde ich auf den Ochsenkopf setzen; der ist auch heute schon mit DX-Mitteln in den Alpen, im Schwarzwald, aber auch an der Nordseeküste und in Dänemark empfangbar; wenn man nun den Ochsenkopf mit wesentlich höheren Sendeleistungen, mindestens 1000 kW oder gleich mit Groppera-artigen Multifeld-Antennen 10 MW betreiben könnte, wäre Deutschland versorgt.
Damit man aber gleich Europa abdecken könnte, sollte man auf die Langwelle setzen; mit einer tiefen Langwellen-Frequenz (maximal 200 kHz) und einer hohen Sendeleistung (mindestens 1000 kW TRP) und einer Rundstrahlung könnte man die grössten Teile von Europa mit einem befriedigenden Signal verorgen.


von dxbruelhart - am 16.08.2010 09:17
Zitat
hegi_ms
Seht euch den Film "The Day After" an, vielleicht wird dann einigen klar, worüber ihr redet!


Den Film kenne ich ;)
Es muß ja net durch einen Atomschlag soweit kommen,wie wäre es mit einer Pandemie,Naturkatastrophe oder so....

von Robert S. - am 16.08.2010 10:41
The Day After bescherte mir als Stöpsel schlaflose Nächte.1987 ungefähr lief der noch hochaktuell im ZDF.Interessant ist das er eigentlich über 4 Stunden geht, dann aber auf 2 Stunden runter geschnitten wurde.Denke nach nem Atomkrieg hätte ich kein Bock auf Radio :( :rolleyes:

Diese "leere Welt" (auch ein guter Film) Szenarien sind halt sehr spannend und ich hab vieles schon in Stephen King Büchern gelesen, den ich in den 90ern verschlungen habe. In the Stand, das letzte Gefecht versammeln sich "die guten" in der Nähe von Denver Colorado.Dort nehmen dann Techniker den TV Sender wieder in Betrieb."Jetzt spielen sie die alten Serien wieder ab, wir machen wohl gleich weiter wie früher".

Meine ersten Kontakt aber hatte ich in Kings Nachtschicht.In einer Kurzgeschichte sitzen ein paar überlebende am Strand und hören die zwei einzig empfangbaren Stationen.Einen aus Portsmouth, den ein religiöser Fanatiker betrieb und einen aus Massachusetts den Kids wieder in Betrieb genommen haben, der käme allerdings nur Nachts herein.USA hört Mittelwelle :D

Filmisch finde ich The Stand nicht mehr so prickelnd.Der Teufel ist eher Lustig mit seinen dauernden Grimassen und ein Versager usw.
Da fand ich Quieth Earth,das letzte Experiment um Längen besser.


Also in meinem Szenario leben wohl nur noch wenige von der Regierung.Lassen wir 25.000 von 83.Mio.EW in D überleben.Das beschreibt das Ausmaß.In den anderen Ländern siehts gleich aus.
Flugzeuge sind alle funktionstüchtig (die erste Zeit).Gibt wohl nur keinen, oder äusserst wenige die sie Fliegen könnten.

Dann würde ich wohl den Dillberg zum Radiosender machen.Solang der Diesel reicht und ich die richtigen Stecker und Schalter finde.Frequenz 87,6 - merkts euch ;)



von Scrat - am 16.08.2010 12:21
Ich würde aus der Gegend von Hengelo auf 97 MHz draaien, das ist in ganz Europa zu hören. :D

Im Ernst: Wenn es einfach sein soll, dann kann es nur Mittelwelle sein. Ein Mittelwellenradio bekommt man aus Küchenabfällen zusammengeschustert, bzw. auch noch Jahrhunderte nach dem Zusammenbruch der Zivilisation aus Resten alter Elektrogeräte. Ebenso einfach wäre ein einfacher, aber leistungstarker Röhrensender, oder sogar Funkensender. Da böte sich ein Standort möglichst mittig an. Wenn es keine Konkurrenz mehr gibt, braucht man auch keine hunderttausende von Watt. Als Vergleich können die Werte dienen, mit denen man Anfang der 1920er Jahre gesendet hat, und wie weit die Programme vom 1000 Watt Sender im Vox Haus Berlin noch empfangen werden konnten, und zwar mit einfachen Detektoren und guter Langdrahtantenne. Ohne andere Sender gibt es ja auch keine Beschränkung der Bandbreite, damit wäre auch der Klang weitaus besser als jetzt. Im 160 Meter Band wurde in den 1930er Jahren sogar Fernsehen mit Auflösungen zwischen 24 und 60 Zeilen ausgestrahlt und in mehreren tausend Kilometern noch empfangen. Ich habe hier noch irgendwo einen Bericht von einem Briten, der in Island wohnte, und dort 1934 das Fernsehprogramm der BBC (30 Zeilen) empfangen hatte. Mit einem 3-Röhren Radio und einem Fernseher mit 2 Röhren!

Wie man als DXer weiß, kommen mit vernünftiger Antenne, gutem Radio und guter Lage viele UKW-Sender sehr weit, hier an meinem QTH haben wir auf einem Hügel mit 5 Element Yagi als Entfernungsrekorde sowohl Tacolneston, als auch Berlin empfangen können, auch ohne nennenswertes Tropo bei normalem Wetter. Ohne Sender in der Nachbarschaft oder sonstige Störungen geht das mit Sicherheit noch besser. Vom Brocken aus dürfte kein Punkt mehr als 500 km entfernt sein. Mit entsprechender Antenne an einem guten Standort ist zwar keine allgemeine Versorgung gewährleistet, aber zumindest dürfte es möglich sein, weit entfernte Füllsender per Ballempfang zu versorgen.

von Bolivar diGriz - am 16.08.2010 14:03
Zitat
HeibelA
Bayern und das östliche BW könnte man mit der Zugspitze abdecken.
Westl. BW, RP, Saar, westl. Hessen und südl. NRW mit dem Donnersberg.
Den Rest.: NBL einschl. Berlin, nördl. NRW, östl. Hessen, ganz Norddeutschland mit dem Brocken.


Das ist eine halbwegs realistische Einschätzung, um noch halbwegs überall etwas zu empfangen, was nicht in Hardcore-DX mit längeren O=0-Situationen ausartet.

Das geht natürlich nicht mit dem Brüllwürfel, aber mit der 8-Element könnte ich hier sogar zwischen Brocken (ca. 300km) und Donnersberg (ca. 220km) wählen. Die Zugspitze würde sicherlich ebenfalls häufiger reinscattern, wenn das der Wendelstein (573km) jetzt auch schon tut.

Zitat
Martyn
Martyn136
Um Autos und Sprit denke ich müssten wir uns die wenigsten sorgen machen. Ein aktuelles Auto kann im Ernstfall locker 4-5 Jahre ohne Wartung rumfahren.


Bedenke bitte auch, dass das Benzin in den Tanks nach spätestens 1-2 Jahren verflogen, bzw. vergammelt ist und nicht mehr zündet. Diesel hält ein wenig länger (~5 Jahre?), aber dann ist bei fehlendem Raffinerienachschub spätestens Ende mit der Mobilität.

Dann muss man sich wie bei der Bevölkerung in den Entwicklungsländern eigene Benzin-Destillen bauen, womit man aus Rohöl Benzin herstellen kann. Dass dieses Destillat natürlich keine Ultimate-100-Qualitäten hat, ist natürlich klar ;)



von Channel Master - am 16.08.2010 14:22
Zitat
Weltempfängermatze
Um im Krisenfall wenige über Europa verstreute Menschen zu erreichen, ist m.E. die Kurzwelle das einzige sinnvolle Medium.

Sehr richtig. Man braucht damit auf keinen schwer zugänglichen Berg. Man bedenke, dass auf hohen Bergen das halbe Jahr meterhoch Schnee liegt.

Und dann wäre noch die Antennenfrage. Ein leistungsstarker UKW-Sender braucht Richtantennen. Ein aufwändiger Mast ist damit unabkömmlich. Für Kurzwelle reicht zur Not ein zwischen Bäumen gespannter langer Draht.

Zitat
Chriss505
Welcher Jugendliche kennt überhaupt noch MW,LW,KW ?

Es wird Leute geben, die das wissen. Und die Unwissenden werden in längstens 3 Monaten verhungert sein, weil sie auch nicht wissen, wie man ohne Supermärkte zu Wasser und Nahrung kommt.

von Wasat - am 16.08.2010 17:06
ja aber ein enormen Nachteil hat KW grundsätzlich:
der dramatische Stromverbrauch. Angeblich soll die ja die jeweilige Sendeleistung doppelt so viel Stromverbrauch in Watt haben.
Wenn das stimmt, ist das bei einer 100kw Anlage ne Menge an Stromkosten, oder?!

von Radiopirat - am 16.08.2010 17:09
Zitat

ja aber ein enormen Nachteil hat KW grundsätzlich: der dramatische Stromverbrauch

Mit 200 Watt (NICHT Kilowatt) kann man auf einer freien Frequenz im 49m-Band ganz Mitteleuropa versorgen. Als Empfangsgeräte reichen Transitorradios mit Teleskopantenne.

von Wasat - am 16.08.2010 17:18
Aber die 100kW Anlage brauchst Du doch gar nicht. Wie schon weiter oben beschrieben ging es bevor das Wettrüsten auf der KW losging und sich später auch noch massiv Elektrosmog dazugesellte locker mit 10 kW rüber nach Amerika.
Der E-Smog dürfte bei der angenommenen Lage nicht mehr vorhanden sein, die anderen starken KW-Brummer ebenfalls nicht. Wenn dann noch eine passende Wellenlänge gewählt wird dürfte einer weiträumigen Versorgung außer den Sperenzchen der Ionosphäre nichts mehr im Wege stehen.

Die KW-Piratjes betreiben ihre Sender auch mit sehr geringen Sendeleistungen, z.T. mit einer 12V-Auto- oder einer 24V-Bootsbatterie, was für wenigstens eine Stunde Betrieb ausreicht.
Wenn sich jetzt die potentielle Hörerschaft von Restbestände empfindlicher KW-Empfänger "organisiert" dürften auch diese Sendeleistungen bereits ausreichend sein.
Wahrscheinlich würde sich die Hörerschaft mit Kommunikationsbedürfnis in Häuser mit größeren Antennenanlagen begeben und als Funkamateure betätigen - dann ist die Kommunikation auch nicht so einseitig...
Was sollte denn ein Radiosender auch groß verlautbaren? Ein Korrespondentennetz müsste erst aufgebaut werden (mit Amateurfunksendern), danach könnte man dann vermelden, daß in Hamburg noch ca. 200 Menschen leben, in Radevormwald 3, in Göttingen noch größere Bestände Autobatterien gefunden wurden, bei Brunsbüttel das ganze Gemüse verstrahlt ist und sich mabra zum Bundeskanzler erklärt hat...

von iro - am 16.08.2010 17:29
Ich habe gehört, dass im Jahr 2033 der Rest der Menschheit sowieso in alten U-Bahnschächten lebt, weil die Oberfläche verstrahlt und von Mutanten bevölkert ist. Unter der Erde können allenfalls Längstwellen empfangen werden, und die Mutanten über der Erde hören ohnehin nur die größten Hits der 90er und das beste von Heute...

von Bolivar diGriz - am 17.08.2010 08:28
Ich wollte gerade schon um eine Asylzusage für den U-Bahn-Schacht bitten. Aber das wird leider nicht lange gut gehen. Sogar den aufwendigsten U-Bahn-Bunkeranlagen geht nach zwei Wochen Licht, Strom, Wasser und Nahrung aus. Außerdem dürfte das eine massive psychische Belastung für die Insassen bedeuten.

Langsam müssen wir uns wohl doch auf die Suche nach einen lebensfreundlichen Planeten/Mond machen und geeignete, schnelle und große Raumfahrzeuge entwickeln (dabei mag ich doch gar kein Sci-Fi...). Dummerweise ist weder die Astronomie noch der Maschinenbau ansatzweise weit genug dafür.

von Thomas R. - am 17.08.2010 11:49
Zitat
Wasat

Zitat
Chriss505
Welcher Jugendliche kennt überhaupt noch MW,LW,KW ?

Es wird Leute geben, die das wissen. Und die Unwissenden werden in längstens 3 Monaten verhungert sein, weil sie auch nicht wissen, wie man ohne Supermärkte zu Wasser und Nahrung kommt.

Gehe mal davon aus das die äusserst (von 25000 vielleicht 1000??) wenigen das nicht an viele weitergeben können.Nen Fluss wird jeder Finden werden.Die Konserven halten bei der geringen Zahl von überlebenden auch ~10 Jahre.Bis dahin werden sich vielleicht ein paar Erinnern wie man Samen in die Erde steckt...Hunger macht erfinderisch.



Ich bin mir nicht sicher ob eine Völkerwanderung einsetzen wird oder ob die Menschen Zuflucht in ihren Gebieten suchen und sie sich dort zusammenfinden.Es geht zumindest sehr viel Wissen verloren und wir sind bald zurück auf einem sehr niedrigen Level.

Mal abgesehen davon das ich mir nicht wirklich vorstellen kann, das nur noch ca.100 Menschen im gesamten Nürnberger Raum überlebt haben, würde ich wohl solange hier in der Umgebung bleiben so lange es nur irgend geht.Evt. dann Richtung München, dort kenn ich mich auch aus.
Sind unter den 25.000 zuviel "schlechte" dabei würde ich in den Bayerischen Wald abhauen, bevor sie sich und uns die Köppe einhauen..

Fussmarsch vorausgesetzt denn heute is mir ein Szenario des "Wie kam es dazu" gekommen.Krankheitserreger die dich in wenigen Stunden ausser Gefecht setzen.Alles ist also erst mal voll von...naja.Zuerst dachte ich an wenige Minuten."Guck mal, was isn da vorne los?"Weiss n...*Urgh,Röchel* War mir dann aber zu heavy.Welcher Erreger schafft das schon, ausser einer aus Hollywood?

Wenn der Diesel zuneige geht,lege ich allways look on the bright sid of live auf und verkrümmel mich :p

von Scrat - am 17.08.2010 12:24
Im Falle eines großen Bänkeabräumens, wo wirklich nur noch 1000 Menschen in Deutschland überleben, wäre es wirklich interessant irgendwo hin zu gehen, wo man noch leben kann. Wo es sauberes Wasser gibt und wo man Ackerbau betreiben kann. Alleine lebt man dort gefährlich, denn unter den 1000 Leuten wird es auch noch welche geben, die sich als Jäger und Sammler durchschlagen und vom Plündern der Ruinen leben. Diese Leute werden sich freuen, jemanden zu überfallen, der auch frisches Gemüse anbaut und eventuell Vieh hält. Also sucht man sich lieber noch ein paar Leute, mit denen man zusammen leben kann. Wie erreicht man diese Leute? Mit einem Radiosender, der möglichst einfach zu empfangen ist. Außerdem muss er auch von einem Nicht-Profi in Gang gesetzt werden können. Am ehesten wird das wohl ein örtlicher Lokalsender sein, der auch mit 100 Watt aus dem Generator zufrieden ist. Auch eine Gruppe Überlebender bekommt wohl kaum einen Großsender wie Langenberg oder Brocken in Gang gesetzt. Ist aber nicht erforderlich! Ohne Störungen durch andere Sender oder Störquellen wird auch ein vernünftig positionierter 100 Watt Sender sehr weit kommen. Auch wenn der andere beim zufälligen Drehen an einem Radio nur die Überreste eines Signals erahnen kann, wird er versuchen eine Antenne aufzutreiben um das Signal zu verstehen. Außer einem Lokalsender kommen natürlich auch Amateurstationen in Betracht, sinnvollerweise dort im 80 Meter Band in SSB, damit erreicht man auch den Rest der Welt, mit nur ein paar Watt. Amateurfunker gibt es, bis auf Nordkorea, auf der ganzen Welt, entsprechend sind auch die vergleichsweise einfach zu bedienenden Ausrüstungen vorhanden. Es wird auch mehrere Leute geben, die damit umgehen können. Für einen Mittel- oder Langwellensender ist einfach mehr Erfahrung für den Aufbau nötig. Man erreicht damit weder die Amateurfunker, noch die "zufällig am Radio Dreher", vor allem mangels LW und MW in vielen modernen Radios.

von Bolivar diGriz - am 17.08.2010 13:19
Also wenn du auf 1000 runter gehst, da würde es lange dauern bis man sich findet.Wenn überhaupt.Meine 25000 sind ja schon extrem wenig.
Frisches Wasser gäbe es wohl sehr schnell.Nachdem die ganze Abfallproduktion von jetzt auf gleich aufgehört hat.Was das grosse Problem wäre, wären die Atomkraftwerke.Wenn sie die sterbenden Bediener nicht noch schnell runter gefahren haben machts ziemlich bald Bumm!

Im Fall von 1000 überlebenden würde ich kein Radio mehr machen, sondern (wenn man dann nicht noch verrückt wird) eine Frau suchen, was ja nicht sehr einfach werden wird und Kinder zeugen.Oder man spielt nicht mit und sagt sich, gut so.Endlich wech mit den Homos (Sapiens).
1000 überlebende in D und ganze Städte gehören einem.Nur, was soll man damit?
Der letzte Auftrag lautet "Poppt um unser Leben" ;)

von Scrat - am 17.08.2010 13:54
Klingt erstmal logisch: Die einfacheren Gemüter werden tatsächlich jagen, sammeln und vor allem plündern, während die Intelligenteren versuchen werden, als Landwirt sesshaft zu werden. Und diese werden es auch sein, die versuchen, Radios oder Funkgeräte gangbar zu machen, um Gleichgesinnte zu finden.

Dabei entsteht aber ein Problem: Wir hier im Radioforum haben Ahnung von Wellenausbreitung, Antennen, etc. Nicht-Freaks hingegen würden nicht auf die Idee kommen, eine Frequenz länger zu beobachten, falls der Sender gerade im Rauschen untergegangen ist oder genau bei Inversionswetterlage reinzuhören.

Bei Funkgeräten besteht das gleiche Problem. Als lizensierter Funkamateur weiß ich beispielsweise, dass die 145,500 MHz die Anruffrequenz auf 2m ist. Und ich kenne auch grob den 40 m-Bandplan. Aber der normale Überlebende kann nur hoffen, dass der frühere Besitzer der Geräte Anleitung und Bandplan in der Nähe gelassen hat.
Bei der Inbetriebnahme eines Senders, egal ob Langenberg (mit reduzierter Leistung) oder ein Kirchenfunksender in Niedersachsen, dürften Laien vor den gleichen Problemen stehen. Man muss schon Radiofreak oder Funkamateur sein bzw. eine physikalische oder technisch geprägte Ausbildung haben, um die richtigen Schritte zu tun.

Denkbar wäre daher eher, auf großen Transitwegen wie Autobahnen Markierungen anzubringen, die Suchenden aufzeigen, wo es zur Zivilisation geht. Und dann hoffen, dass die Plünderer diese Schilder nicht verstehen...

Das Auffinden anderer Überlebender erweist sich vermutlich als beinahe so schwer wie bei SETI ;).

von Thomas R. - am 17.08.2010 14:31
Wo sollen wir uns denn dann absprechen, so im Voraus? Insel Mainau? Da ist das Wetter schön, und man kann die Insel gut gegen Bergwilde verteidigen. Standortkriterien wären
- gutes Ackerland mit Wasser
- gut zu verteidigen
- klimatische Überraschungen eher selten
- ehemalige Zivilisation zum holen von Materialen (Medizin, Werkzeuge, Treibstoff, Generatoren, Bücher, etc.)
- kein AKW, Militärlager oder chemische Fabrik in der Nähe mit eventuellen bösen Überraschungen
- Zünder in der Nähe :-)



von Bolivar diGriz - am 17.08.2010 18:08
Eigentlich ist so ein Szenario das die ganze Welt so stark entvölkert wird absolut unrealistisch.

Durch Atombomben oder Metoriteneinschläge würden ja nur Städte bis maximal Teile von Kontinenten betroffen. Und wenn wirklich ein riesiger Meteorit >10km einschlagen würde, dann würden langfristig Menschen eh kaum überleben. Und die, die überleben würden hätten andere Sorgen als Rundfunk.

Bei einer Epidemie denke ich würden entweder maximal 15-40% der Bevölkerung getroffen, oder gleich fast ganz die Menschheit ausgerottet. Überlebende wären dann höchstens in Bevölkerungsgruppen zu finden die isoliert leben, also irgendwo in der Wüste oder im Himalaya.

Und für den Fall das nur Mitteleuropa verwüstet wird denke ich können wir drauf hoffen, das uns dann als Überlebende andere Staaten die nicht oder nicht so stark betroffen sind retten.

von Martyn136 - am 17.08.2010 21:27
Für Strom können wir doch so ein Teil hier nutzen



Ein sogenannter Fluxkompensator ;)
Der erzeugt genug strom und kann wahlweise mit Brennelementen oder Hausmüll betrieben werden.

Und damit es garnicht erst zu einer Ausrottung der Menscheit kommt brauchen wir den hier

http://data6.blog.de/media/981/4660981_5645408f7a_o.jpeg

Ein sogenannter Kontinuumtransfunktionator

Bedenkt bitte
Zitat

Der Kontinuum-Transfunktionator ist ein sehr rätselhaftes und sehr mächtiges Gerät. Seine Rätselhaftigkeit wird nur noch durch seine Macht übertroffen.


und

Zitat

Außerdem ist der Kontinuumtransfunktionator das Einzige was zwischen dem Universum und seiner Zerstörung steht.


Jetzt alles klar ???

von Robert S. - am 17.08.2010 21:37
Es gibt da ziemlich üble Biowaffen, die ein giftiges Pulver großflächig verstreuen, und alles töten, was damit in Berührung kommt. Nach einigen Tagen löst sich das Teufelszeug wieder auf. Damit könnte man in der Tat große Teile Deutschlands ausrotten und nur sehr wenige würden das überleben. So ein Ereignis ist ja nicht losgelöst, sondern wohl im Verband mit einem Krieg in Europa oder weltweit. Woanders werden Atombomben hochgegangen sein oder durch konventionelle Waffen immense Schäden entstanden sein. Diese Biowaffe würde eingesetzt, um einen breiten Gürtel durch Europa zu ziehen, der ein Vorrücken einer feindlichen Invasion unmöglich macht.

Ob das nun 1000 oder 100.000 bundesweit sind, die das überleben, spielt eigentlich keine große Rolle. Irgendwelche Killerviren aus Militärlabors wären auch denkbar. (Vgl. "the Stand".) Einige Leute werden dies aufgrund einer natürlichen Immunität überleben, ebenso wie einige Dörfer von "Wilden" irgendwo im Urwald oder isolierten Inseln. Also völlig unmöglich sind solche Szenarien durchaus.

Wie dem auch sei: Wenn ich zu den Überlebenden gehöre, könnte ich mir einen Job als Сталкер(Stalker) gut vorstellen. ;-)

von Bolivar diGriz - am 18.08.2010 08:42
Zitat
Martyn136
Eigentlich ist so ein Szenario das die ganze Welt so stark entvölkert wird absolut unrealistisch.

Bei einer Epidemie denke ich ...., oder gleich fast ganz die Menschheit ausgerottet.


Glaubts nicht und schreibts dann selber.:D
Realistisch ist für dich auch nur was du Sehen kannst, hmm?



*gg* Erwin, nur weil da soviel schöne Blumen wachsen gehe ich noch lange nicht auf die Mainau ;)


von Scrat - am 18.08.2010 12:13
Mainau klingt in vielerlei Hinsicht gut, sofern wir in Deutschland (oder was davon übriggeblieben ist) bleiben wollen. Allerdings liegt die Insel nicht besonders weit vom Ufer entfernt und ist sogar über Land zu erreichen. Daher ist die Gefahr noch recht hoch, von Plünderern überrascht zu werden und eine Insel im Meer wäre vielleicht besser geeignet. Vielleicht an der französischen Atlantikküste oder in der Ägäis. Ob diese aber genauso fruchtbar sind, ist fraglich. Und der eigene UKW-Zünder würde auch nicht so viele Leute erreichen, wie Säntis oder Grünten. Problematisch ist auch, dass der Bodensee wahrscheinlich eine so geringe Fließgeschwindigkeit hat, dass er kaum die Möglichkeit bietet, Wasserkraft zum Mahlen und zur Stromerzeugung zu nutzen. Man müsste also Laternenmasten, Lichtmaschinen und aerodynamisch geformtes Material sammeln um Windräder zu bauen. Aber als erster, provisorischer Anlaufpunkt klingt Mainau gut und ist notiert :D.

Zitat
Martyn136
Eigentlich ist so ein Szenario das die ganze Welt so stark entvölkert wird absolut unrealistisch.

Ich würde statt "unrealistisch" eher "nicht allzu wahrscheinlich" sagen. Aber man kann das Szenario mit kleinen Änderungen auch auf andere Katastrophen anwenden. Ein ganzes Stück wahrscheinlicher ist beispielsweise, dass uns in den nächsten Monaten bis Jahren die "freie Marktwirtschaft" um die Ohren fliegt. Griechenland hat sich idiotischerweise dem internationalen Sparzwang widerstandslos gebeugt und die eigene Wirtschaft damit vollends zum Erliegen gebracht. Und Deutschland ist nur ein paar Dominosteinchen davon entfernt... Je nachdem wie heftig und in welchen Bereichen die Wirtschaftskrise einschlägt, ist es ganz hilfreich, eine abgelegene, fruchtbare und klimatisch geeignete Insel zu kennen, auf der man sich in kleinen Syndikaten als Selbstversorger ein paar Jahre durchschlagen kann, während zuhause eventuell bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen.

Zitat
Robert S.
Ein sogenannter Fluxkompensator ;)
Der erzeugt genug strom und kann wahlweise mit Brennelementen oder Hausmüll betrieben werden.

Damit kann man doch auch Zeitreisen unternehmen, hab ich gehört. Das eröffnet dann ja nochmal ganz neue Möglichkeiten ;)

von Thomas R. - am 18.08.2010 12:38
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