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Klimawandel: In Deutschland wirds kühler :-(

Startbeitrag von Wiesbadener am 15.09.2010 08:38

Gestern einen Bericht auf EinsExtra gesehen: Es sieht immer mehr danach aus, dass der Klimawandel in Deutschland nicht zu einem Anstieg, sondern zu einer Senkung der Temperaturen führen wird. Grund: Die Nordwinde würden zunehmen und brächten im Winter einskalte Temperaturen oder - wie jetzt schon - Herbstwetter im Spätsommer. Angesichts dieser Prognosen denke ich echt über eine Auswanderung nach...

Die 50 interessantesten Antworten:

Das ist doch alles Käse.


Wie es grad in den Kram passt..lange zeit soll es erheblich wärmer werden, jetzt auf einmal wieder kälter.

Schonmal daran gedacht das die Natur seit zehntausenden von Jahren erhebliche Schwankungen hatte ohne Zutun des Menschen.
In unserer Gegend(Miteleuropa) hier gab es immer Warm- und Kaltzeiten, im Wechsel.Eine aufheizung der Erde bzw. ein Abkühlen ist ein völlig normaler Vorgang, den leider keiner von uns je miterlebt hat, den es aber immer gab.
Sozusagen sind das die GANZ großen Jahreszeiten, die nur ganz langsam wechseln..und uns dann immer mal um einige Klimazonen verschieben.
Mit CO 2 Ausstoß und Co hat dies absolut nichts zu tun.Die Natur ist sehr wandelbar und wird sich darauf einstellen.Sämtliche Panikmachen von sog. "Experten" kann man getrost im Eischrank einfrieren und in 2500 Jahren wieder auftauen....

-----------------------------

Und ähmm der Sommer ist gar nicht so weit weg..gleich hinter Österrreich gibt es 24 bis 29 Grad. :-)

KLICK!

http://www.wetteronline.de/Kroatien.htm




von Starsailor001 - am 15.09.2010 19:07
Ich glaube langsam auch nicht mehr an den Klimawandel. Jahrelang hieß es, es würde immer wärmer werden, jetzt heißt es die Winter sollen kälter werden. Anscheinend gleichen die Klimaforscher ihre Aussagen einfach an das aktuelle Klima an. Jahrelang wurden nämlich die Winter wärmer, es gab auch immer recht wenig Schnee. Doch dann kam 2008 der Einbruch. 2008/2009 war bereits ein sehr kalter und verschneiter Winter, 2009/2010 wars gleich noch extremer. Dann dieses Jahr ein sehr kalter Mai und der August wieder total verregnet, genau wie ungefähr die letzten 5 Jahre...

Wahrscheinlich regelt sich das Klima im Endeffekt doch wieder selbst und wir brauchen auch keine Angst vor dem Klimawandel haben. Deshalb sollten wir auch keine Angst haben weiter auf Kohlekraft zu setzen (neben alternativen Energiequellen) und auf die Kernkraft zu verzichten.

Denn im Gegensatz zum bei weitem nicht sicher belegtem Klimawandel geht von den Kernkraftwerken und dessen Atommüll eine reale Gefahr aus. Das ist nunmal Fakt.

von BetacamSP - am 15.09.2010 19:31
Zitat
Ich glaube langsam auch nicht mehr an den Klimawandel. Jahrelang hieß es, es würde immer wärmer werden, jetzt heißt es die Winter sollen kälter werden. Anscheinend gleichen die Klimaforscher ihre Aussagen einfach an das aktuelle Klima an. Jahrelang wurden nämlich die Winter wärmer, es gab auch immer recht wenig Schnee. Doch dann kam 2008 der Einbruch. 2008/2009 war bereits ein sehr kalter und verschneiter Winter, 2009/2010 wars gleich noch extremer. Dann dieses Jahr ein sehr kalter Mai und der August wieder total verregnet, genau wie ungefähr die letzten 5 Jahre...


So sehe ich das auch. Den Klimawandel gibt es aber schon, nur vielleicht nicht unbedingt so wie erwartet. Wie ich schon angedeutet habe, steigt das Risiko von Extremwetterlagen. Hier ist an allererster Stelle der Niederschlag zu nennen. Es regnet deutlich mehr in immer kürzeren Abständen. Die Hochwassergefahr ist dramatisch angestiegen. Es vergeht kein Jahr wo nicht irgendwo Land unter gemeldet wird. Auch die Gefahr von Stürmen und sogar Tornados darf man nicht unterschätzen. Da kommt noch einiges auf uns zu.

von zerobase now - am 16.09.2010 07:50
Wärmer geworden ist es insgesamt sicher, das ist ohne Zweifel über die letzten 150 Jahre nachweisbar.

Die Frage ist nur WARUM ?? Und da gehen auch in der Wissenschaft die Meinungen weit auseinander. Hier besteht ein starker Unterschied zwischen der veröffentlichen, wissenschaftlichen Meinung, und den Zweifeln, die viele Klimaforscher intern schon noch haben...

Von einer Sache bin ich allerdings überzeugt: für die Natur ist der Klimawandel, wie immer er auch ausfällt keine Katastrophe. Er ist es nur für den Menschen.
Es gab Millionen von Jahren in der Erdgeschichte, da gab es gar kein Eis auf dem Globus, es war teils über 15 Grad im Schnitt wärmer. Genau genommen leben wir derzeit sowieso in einer recht kalten Phase.
hegi_ms wird das auch wieder als Unwissenheit auslegen, aber da beschäftige ich mich sogar zufällig wissentschaftlich damit...

von Terranus - am 17.09.2010 09:10
@TerranusI

"Wärmer geworden ist es insgesamt sicher, das ist ohne Zweifel über die letzten 150 Jahre nachweisbar."

Stimmt!

"Von einer Sache bin ich allerdings überzeugt: für die Natur ist der Klimawandel, wie immer er auch ausfällt keine Katastrophe. Er ist es nur für den Menschen."

Richtig - vor allem für die menschliche Zivisation. Wenn der Mensch so weiter macht, wird er sich bald ausgerottet haben. Die "Natur" wird sich in einigen zehntausend Jahren von diesem "fiebrigen Infekt" erholt haben und hat dann noch eine zweite Chance für die Restlaufzeit von einigen Milliarden Jahren.
Wenn ich dann bei Kay B lese: "An die globale Erwärmung glaube ich auch nicht. Ist einfach nur ein Produkt der Medien, die von Panikmache leben. Da können die mir noch so viele Experten vorsetzen." kann man der Natur nur baldige Genesung wünschen.

"Es gab Millionen von Jahren in der Erdgeschichte, da gab es gar kein Eis auf dem Globus, es war teils über 15 Grad im Schnitt wärmer. Genau genommen leben wir derzeit sowieso in einer recht kalten Phase."

Auch das ist richtig. Unser Problem ist aber der der schnelle Temperaturanstieg innerhalb weniger Jahrzehnte, der mit der Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre korreliert. Oder stammen die Bilder von schmelzenden Gletschern und Polkappen aus dem Studio, in dem die Mondlandung gedreht wurde?

"hegi_ms wird das auch wieder als Unwissenheit auslegen, aber da beschäftige ich mich sogar zufällig wissentschaftlich damit..." Mit mir?


von hegi_ms - am 17.09.2010 12:03
@ hegi_ms

Zitat

Wenn ich dann bei Kay B lese: "An die globale Erwärmung glaube ich auch nicht. Ist einfach nur ein Produkt der Medien, die von Panikmache leben. Da können die mir noch so viele Experten vorsetzen." kann man der Natur nur baldige Genesung wünschen.


Jetzt halt mal den Ball flach! Wenn mir die Medien erzählen, daß die Sommer heißer und länger und die Winter kürzer und milder als vor 20 Jahren seien und daraus eine globale Erwärmung herleiten, dann gehört das für mich einfach nur ins Reich der Märchen.

Wenn ich den Sommer 2003 mit dem Sommer 2004 vergleiche und daraus eine Tendenz herleiten würde, dann hätten wir jetzt schon längst wieder eine Eiszeit. Aber so gehen die Medien halt vor. Und deshalb schenke ich denen keinen Glauben.


Zitat

Oder stammen die Bilder von schmelzenden Gletschern und Polkappen aus dem Studio, in dem die Mondlandung gedreht wurde?


Wenn es darum geht, Quote zu machen, würde ich das sogar annehmen.


von Kay B - am 17.09.2010 13:15
Ruhe... jeder weiß doch das es immer wärmer und wärmer werden wird...

Al Gore sagt das ja auch, und die vielen vielen Wissenschaftler. "Wissenschaftler" haben schließlich studiert, rauchen nicht und sagen immer die Wahrheit, das weiß man doch seit Aids, Vogel und Schweinegrippe!


Seht ihr denn nicht diesen strahlenden Altweibersommer den wir gerade erleben? Und schließlich war es dieses Jahr auch ein paar Tage richtig heiß und war nicht bedeckt und hat nicht geregnet bei 18 Grad. Das ist doch der Beweis vor dem Klimawandel...
Wir müssen sofort was tun, sonst müssen unsere Kinder und Kindeskinder Autos ohne Klimaanlage fahren weil die Batterie vom Elektroauto sonst leer wird. Gottseidank haben die Politiker die Glühbirnen verboten und die Sommerzeitumstellung uns gebracht. Vermutlich müsste der Rotwein im Hessischen dann schon weniger gezuckert werden und die Bekleidungsindustrie hätte riesen Umsatzeinbusen weil alle nur noch im T-Shirt rumlaufen würden... Welch entsetzliche Vorstellung... Am besten sofort den Fleischkonsum verbieten, denn das macht ja Klimagase... Gottseidank ist es noch nicht so schlimm das die Politker auf ihre V8 Benziner verzichten müssen... Aber die tun ja was dagegen, wie unsere glorreiche Kanzlerin die uns das Dosenpfand vorbereit hat. So wie es bei uns erste Bürgerpflicht ist den Müll zu trennen damit er später wieder zusammengekippt werden kann!
Hurra wir retten die Welt!!

Wer an den Klimawandel NICHT glaubt ist ein reaktionäres Schwein, ein von der Kohlemafia geschmierter Spin-Doc und im Geiste ein ganz ganz rechter Nazi, denn der Adolf hat auch auf die Atomkraft verzichtet und mit Kohle geheizt als er einen Ofen hatte!! Unglaublich wieviele Leute sich hier schon der neuen RechtenKlimaläugnerFDPNazipartei angeschlossen haben! Ihr werdet noch alle sehen wie im Sommer und im Winter die Sonne tagsüber scheinen wird, ja das ist eine Drohung.

von Detektordeibel - am 17.09.2010 14:58
Andererseits: Wo wird denn noch im eigenen Land fossile oder nukleare Energie gewonnen? Ich meine damit: Wieviele Zechen haben wir denn, wann kam denn der letzte Yellow-Cake aus dem Erzgebirge, wer baut die Brennstäbe? Genau, all dieses Geld wird nicht in der eigenen Wirtschaft gehalten, sondern geht ins Ausland. Dagegen könnte man mit regenerativen Energiequellen wiedermal ein ganzes Stück davon zurückverlagen. Schafft im übrigen auch Arbeitsplätze. Sicher, die Redundanz der Windkraftwerke liegt derzeit bei 29%. Aber genau daran sollte man doch arbeiten, 76% der Kernkraftwerke sind die Meßlatte.
...und jetzt habe ich gar nicht über Klimawandel gesprochen, sondern nur, daß erneuerbare Energieträger auch anderweitig sinnvoll sein könnten.

von Thomas (Metal) - am 17.09.2010 19:34
Zitat

Genau, all dieses Geld wird nicht in der eigenen Wirtschaft gehalten, sondern geht ins Ausland.


Hallo, Geld in die eigene Wirtschaft stecken? Wo denkst du denn hin? Vielleicht noch niedrigere Steueren und höhere Löhne? Vollzeitarbeitsplätze für Leute die nicht studiert haben und 3 Auslandsaufenthatle hatten?
Wo kämen wir denn dahin wenn sich "jeder" leisten könnte in Deutschland einen hier produzierten Neuwagen in Bar zu kaufen? Vielleicht noch mit selbst erarbeitetem und zusammengesparten Geld?
Da hat das Kreditschaf und die Oberschicht ja gar kein Prestige mehr.
Vielleicht noch mit einer "Dorfwährung" wie der D-Mark?

Das wären ja Zustände wie vor 68, wie kleinbürgerlich und außerdem voll gegen das Gemeinwohl, wenn wir die Kohle nicht von den Afrikanern ausgraben lassen dann sind die ja arbeitslos, dann müssen wir denen ja auch noch Geld überweisen... nein nein, sowas will doch keine der Parteien die man in der BRD auf dem Wahlzettel ankreuzen kann...

Unabhängigkeit von fremden Rohstoffen pöh, vielleicht noch Souveränität und Nein zu Nato-Vasallendiensten? Oder gar innenpolitisch die Verfolgung der Interessen der einheimischen Bevölkerung? Das wäre ja alles irgendwie "Rechts", Gottseidank wird man uns davor bewahren...


von Detektordeibel - am 17.09.2010 19:52
@ Chief Wiggum

Zitat

Oder noch besser, trefft euch in einem Biergarten.


Du wirst doch niemanden bei dieser Kälte in 'nen Biergarten schicken wollen? :sonderbar:


Aber jetzt mal zurück zum Thema:

Ich kann dem Titel dieses Beitrages aus meiner SUBJEKTIVEN Sicht nur zustimmen. Es wird allgemein behauptet - ja nicht nur behauptet, sondern von den Medien als katastrophale Tatsache dargestellt - daß es allgemein wärmer wird.

Wie kommt das nun zustande? Welche Temperaturen werden da als Grundlage genommen? Die Jahresmitteltemperaturen oder vergleicht man wirklich die einzelnen Monate mit den jeweiligen Monaten der vergangenen Jahre (also z.B. Juli 2005 mit Juli 2004 usw.)?

Wenn ich mir die Jahre 2006, 2007 und 2010 so anschaue, könnte ich mir durchaus eine Verzerrung der Jahresmitteltemperatur durch einzelne, besonders heiße Monate vorstellen.

Im Jahr 2006 hatten wir einen sehr heißen Juni und Juli. Der August lag hingegen unter den Erwartungen und war kalt und verregnet bevor es dann im September nochmal wärmer wurde. Dafür war der Winter 2006/2007 ungewöhnlich mild sodaß es kaum Schnee gab.

Im Jahr 2007 waren die zweite Aprilhälfte und der Mai ungewöhnlich warm. Der Winter 2007/2008 war dann ebenfalls wieder ungewöhnlich warm.

Die Winter 2008/2009 und 2009/2010 waren das genaue Gegenteil. Ich kann mich nicht erinnern, daß ich schonmal solange mit zwei oder drei Hosen übereinander rumgelaufen bin.

Dieses Jahr hat ja noch jeder in Erinnerung. Ein warmer Juni und Juli bevor es dann Ende Juli mit dem Temperaturen kontinuierlich bergab ging.

Da der Terranus hier ja hoffentlich noch mitliest, kann er mir das vielleicht beantworten.


von Kay B - am 19.09.2010 21:50
Zitat
Im Jahr 2007 waren die zweite Aprilhälfte und der Mai ungewöhnlich warm


Das stimmt zwar, aber danach war es dann auch vorbei. Sommer konnte man alles darauffolgende nicht mehr nennen.

Auffällig in den letzten Jahren ist vor allen, dass sich bestimmte Monate als schelcht oder gut herauskristallisieren von denen man das so nicht erwarten konnte. Der April war in den letzten Jahren meistens richtig schön, währende der Mai eher verregnet und teilweise viel zu kalt war. Auch der August war in den letzten Jahren eher herbst- als sommerlich. Auch Oktober und September waren eher unterdurchschnittlich. Dafür waren der November und auch Dezember oftmals zu mild. Das klassiche Jahrenzeitenbild (Frühjahr sonnig und mild, Sommer heiss , Herbst ruhig und mild, Winter kalt ) stimmt also so nicht mehr unbedingt.

von zerobase now - am 20.09.2010 06:46
Zuerst mal möchte ich (stellvertretend) klar stellen, dass Mitte September kein Spätsommer mehr herrscht, sondern freilich Frühherbst (und das ausserhalb Mittenwalds, dort herrscht fast schon Spätherbst)!!!
Das Thema Klimavariabilität (gerne auch unpräzise Klimawandel genannt) ist sehr komplex und ihm ist mit Geschriebsel auf dem allgemeinem Niveau der Massenmedien (früher hätte man Bildzeitungs-Niveau gesagt, aber diesem haben sich mittlerweile 95% der Massenmedien angepasst) nicht beizukommen! Die Schwankungen der letzten paar Jahre haben mit langjährigen Klimaveränderungen nix zu tun, sondern sind völlig normal und unterschiedlichen Wetterlagen geschuldet.

Das klassiche Jahrenzeitenbild (Frühjahr sonnig und mild, Sommer heiss , Herbst ruhig und mild, Winter kalt ) stimmt also so nicht mehr unbedingt.
Das gab es seit jeher nur im Bilderbuch oder im Wunschdenken und wurde nur in ganz wenigen Jahren so erfüllt...was ich Dir gerne statistisch beweisen kann! Es prägen sich halt (Positivismus des menschlichen Gedächtnisses) halt meistens die schönen Tage ein, die man dann entsprechend genossen hat. Dazu noch ein paar aussergewöhnliche Singulärereignisse. Den normalen Alltag vergisst man eher. Ich kann mich aus meiner Kindheit an Neuschnee am ersten Mai erinnern, an völlig verregnete Sommer (z.B. 1984), an sehr schneearme Winter (dann schon in der Jugend, 1987/88 z.B.), an trübe Herbste etc.
Das einzige, was mir momentan auffällt (z.B. bilde ich mir das ein, das muss ich noch nachprüfen): Wetterlagen etablieren sich und halten sehr lange an. Früher gab es dann doch schnellere Wechsel zwischen den Wetterlagen, es war mehr Dynamik drin. Seit ein paar Jahren halten Wetterlagen meist 3-4 Wochen an, so wie auch unlängst das unbeständige Wetter im August. Zyklonale West-Wetterlagen dagegen brechen nur noch ganz kurz mal durch.



von Peter Schwarz - am 20.09.2010 23:39
Zitat
zerobase now schrob:
Auffällig in den letzten Jahren ist vor allen, dass sich bestimmte Monate als schelcht oder gut herauskristallisieren von denen man das so nicht erwarten konnte. Der April war in den letzten Jahren meistens richtig schön, währende der Mai eher verregnet und teilweise viel zu kalt war.


Das kann ich bestaetigen - und nicht nur subjektiv! Bislang gab es fuer mich am Flughafen Zeitraeume, in denen ich nicht einmal an an Urlaub denken brauchte. Dazu zaehlten die Hauptreisezeitraeume von Anfang Juni bis Ende August sowie die Vorweihnachtszeit mit Dezemberbeginn bis etwa Ende Februar. Innerhalb dieser Zeit bekamen allenfalls Eltern schulpflichtiger Kinder Urlaub. Meine Ausweichzeitraeume fuer einigermassen sommerlichen Urlaub waren daher der Mai und der September. Mit dem Mai habe ich mich seit 2007 durchweg angeschmiert. Nicht selten kalt und regnerisch. Dagegen hatte ich im September meist Glueck.


Tendenziell steht uns eine milde Form der Eiszeit bevor. Hauptgrund ist die zurueckgehende zyklische Sonnenaktivitaet, die ja unser Wetter und unsere Jahreszeiten beeinflusst. In der Anschnurausgabe des Spiegel gab es einen lesenswerten Beitrag!

von PowerAM - am 21.09.2010 05:15

Re: Klimawandel: In Deutschland wirds k¼hler :-(

Absolute Zustimmung! Finnisches Wetter gefaellt mir auch sehr - solange man nicht in Lappland wohnt. Meine Freunde im Sueden Finnlands (in Kormu, nahe Loppi) haben echt prima Wetter. Winter von Ende Oktober bis in den April, zugegeben ziemlich lange. Der Dauerfrostbereich geht ueber wenigstens 5 Monate. Fruehling ist von Ende April bis in den Juni. Zwischen Mitte und Ende Mai endet der Nachtfrost. Sommer gibt es fuer zwei Monate, wobei sich der Hochsommer mit Tagestemperaturen um 30 Grad auf 4 Wochen beschraenkt. Herbstbeginn ist Anfang September und zwischen Mitte bis Ende September kehrt auch der Nachtfrost zurueck. Tagfrost hat es dann wieder ab Oktober.

Mit der zuweilen recht langen Dunkelzeit, in der sich die Tageslichtphase zuweilen auf nur einige Stunden beschraenkt, muss man sich aber arrangieren. Regelmaessig in die Sauna und sonstige Geselligkeiten mitnehmen, die sich so anbieten. Ich konnte mit finnischem Sommer, Herbst und Fruehling gut umgehen. Den Tiefwinter habe ich dort allerdings noch nicht erlebt.

von PowerAM - am 21.09.2010 16:24
Man solte nicht nur immer das jetzt und gerade betrachten sondern Klima immer im Ganzen.
Und wie alles in der Natur, ist nichts wirklich gerade.
Erst recht nicht das Klima. Es schwankt dank verschiedenster Einflüsse..immer wieder hin und her.
Es gab Eis- und Warmzeiten seit Jahrmillionen.

Ein paar Karten:

http://www.deutschland-im-mittelalter.de/klima-wetter.php

Karte Mittelalter bis Heute:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:1000_Jahr_Temperaturen-Vergleich.png&filetimestamp=20060915161556

---------------------------------------------------------
Große Karte von vor 12 000 Jahren bis 2004:


http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Holocene_Temperature_Variations_German.png&filetimestamp=20100719233812

Wenn man die letzte Karte einmal genau anschaut(Schwarze Linie), sieht man das wir kurzfristig von einem kleinen Temperaturhoch kommen bzw dort noch sind... aber längerfristig der Trend wieder nach unten geht oder es mehr als wahrscheinlich ist, wnen man den Verlauf der letzten 5000 Jahre einbezieht..



von Starsailor001 - am 21.09.2010 18:01
Ich denke mal mal grundsätzlich das es erstmal so weitergehen wird mit dem Wetter. Es hat sich jetzt so eingespielt und wird so auch erstmal weiterlaufen.

Die typischen Westwindwetterlagen, die auch im Herbst und Winter unser Wetter eher auf der milden Seite halten werden weiterhin rar sein!!!
Eher kommt die Luft mal kurz aus Südwesten oder Süden oder aber gleich aus Norden oder dann im Winter wochenlang aus Osten vom Sibirienhoch.

Beeindruckend ist auch zur Zeit der Verlauf des Golfstromes, welcher eigentlich im Winter in Europa unsere Heizung darstellt.Schon letztes jahr hat er kläglich versagt und diese Jahr verläuft er auch wieder nicht wie gewohnt von der Karibik in Richtung Großbritannien/Nordsee/Eismeer sondern ganz westlich an der Küste von Grönland entlang nach Norden.
Die Grönländer hatten letztes Jahr schon einen ungewöhnlich MILDEN Winter.Das kalte Wasser der abschmelzenden Gletscher Grönlands sickert ins Meer und geht nach Süden dort, wo eigentlich eher normalerweise der Golfstrom nach Norden fließen sollte.Quasi läuft unsere Wärmepumpe im Rückwärtsgang!

Genrell denke ich werden die ersten Schneefälle in Deutschland nicht nur in Höhen über 1500m nicht mehr lange auf sich warten lassen!Ich befürchte wir bekommen wieder einen ordentlichen Winter, wie früher :-))), der seinem namen auch gerecht wird.

von Starsailor001 - am 28.09.2010 17:04
Zitat
Detektordeibel
Ruhe... jeder weiß doch das es immer wärmer und wärmer werden wird...

Al Gore sagt das ja auch, und die vielen vielen Wissenschaftler. "Wissenschaftler" haben schließlich studiert, rauchen nicht und sagen immer die Wahrheit, das weiß man doch seit Aids, Vogel und Schweinegrippe!


Seht ihr denn nicht diesen strahlenden Altweibersommer den wir gerade erleben? Und schließlich war es dieses Jahr auch ein paar Tage richtig heiß und war nicht bedeckt und hat nicht geregnet bei 18 Grad. Das ist doch der Beweis vor dem Klimawandel...
Wir müssen sofort was tun, sonst müssen unsere Kinder und Kindeskinder Autos ohne Klimaanlage fahren weil die Batterie vom Elektroauto sonst leer wird. Gottseidank haben die Politiker die Glühbirnen verboten und die Sommerzeitumstellung uns gebracht. Vermutlich müsste der Rotwein im Hessischen dann schon weniger gezuckert werden und die Bekleidungsindustrie hätte riesen Umsatzeinbusen weil alle nur noch im T-Shirt rumlaufen würden... Welch entsetzliche Vorstellung... Am besten sofort den Fleischkonsum verbieten, denn das macht ja Klimagase... Gottseidank ist es noch nicht so schlimm das die Politker auf ihre V8 Benziner verzichten müssen... Aber die tun ja was dagegen, wie unsere glorreiche Kanzlerin die uns das Dosenpfand vorbereit hat. So wie es bei uns erste Bürgerpflicht ist den Müll zu trennen damit er später wieder zusammengekippt werden kann!
Hurra wir retten die Welt!!

Wer an den Klimawandel NICHT glaubt ist ein reaktionäres Schwein, ein von der Kohlemafia geschmierter Spin-Doc und im Geiste ein ganz ganz rechter Nazi, denn der Adolf hat auch auf die Atomkraft verzichtet und mit Kohle geheizt als er einen Ofen hatte!! Unglaublich wieviele Leute sich hier schon der neuen RechtenKlimaläugnerFDPNazipartei angeschlossen haben! Ihr werdet noch alle sehen wie im Sommer und im Winter die Sonne tagsüber scheinen wird, ja das ist eine Drohung.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.10 17:01 durch Detektordeibel.


Ich kann nicht mehr, einfach nur genial :D (wenns doch nur nicht so ernst wäre)

von Rosti 2.0 - am 08.11.2010 13:43
Zitat
MiRo
Zitat
Detektordeibel
Ruhe... jeder weiß doch das es immer wärmer und wärmer werden wird...

Al Gore sagt das ja auch, und die vielen vielen Wissenschaftler. "Wissenschaftler" haben schließlich studiert, rauchen nicht und sagen immer die Wahrheit, das weiß man doch seit Aids, Vogel und Schweinegrippe!


Seht ihr denn nicht diesen strahlenden Altweibersommer den wir gerade erleben? Und schließlich war es dieses Jahr auch ein paar Tage richtig heiß und war nicht bedeckt und hat nicht geregnet bei 18 Grad. Das ist doch der Beweis vor dem Klimawandel...
Wir müssen sofort was tun, sonst müssen unsere Kinder und Kindeskinder Autos ohne Klimaanlage fahren weil die Batterie vom Elektroauto sonst leer wird. Gottseidank haben die Politiker die Glühbirnen verboten und die Sommerzeitumstellung uns gebracht. Vermutlich müsste der Rotwein im Hessischen dann schon weniger gezuckert werden und die Bekleidungsindustrie hätte riesen Umsatzeinbusen weil alle nur noch im T-Shirt rumlaufen würden... Welch entsetzliche Vorstellung... Am besten sofort den Fleischkonsum verbieten, denn das macht ja Klimagase... Gottseidank ist es noch nicht so schlimm das die Politker auf ihre V8 Benziner verzichten müssen... Aber die tun ja was dagegen, wie unsere glorreiche Kanzlerin die uns das Dosenpfand vorbereit hat. So wie es bei uns erste Bürgerpflicht ist den Müll zu trennen damit er später wieder zusammengekippt werden kann!
Hurra wir retten die Welt!!

Wer an den Klimawandel NICHT glaubt ist ein reaktionäres Schwein, ein von der Kohlemafia geschmierter Spin-Doc und im Geiste ein ganz ganz rechter Nazi, denn der Adolf hat auch auf die Atomkraft verzichtet und mit Kohle geheizt als er einen Ofen hatte!! Unglaublich wieviele Leute sich hier schon der neuen RechtenKlimaläugnerFDPNazipartei angeschlossen haben! Ihr werdet noch alle sehen wie im Sommer und im Winter die Sonne tagsüber scheinen wird, ja das ist eine Drohung.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.10 17:01 durch Detektordeibel.


Ich kann nicht mehr, einfach nur genial :D (wenns doch nur nicht so ernst wäre)


:bruell:

von DX-Project-Graz - am 08.11.2010 13:48

Re: Klimawandel: In Deutschland wirds k¼hler :-(

Wenn man die globalen monatlichen Mitteltemperaturen betrachtet, dann hatte Nord- und Mitteleuropa gerade einmal einen erwaehnenswert ueber dem Durchschnitt liegenden Kalendermonat. Dieser dann mit +2 Grad aber schon merklich ueber dem langjaehrigen Mittel.

Guckt man mal ueber den Tellerrand, so sollte man zuerst die Nord- und Suedhalbkugel miteinander vergleichen. Und, was faellt uns dabei auf? ;)

Die Kontinente untereinander zu vergleichen bringen zwar einige Voegel im Fernsehen fertig, eine solche Betrachtung hat aber allenfalls Unterhaltungswert.

Ausdruckskraeftiger ist es dagegen, statistische Werte erst als letzten Betrachtungspunkt heranzuziehen und fuer den eigenen Lebensraum einen kritischen Blick auf Wetterlagen, die Verteilung der Hoch- und Tiefdruckkerne sowie deren Taetigkeit (bzw. Untaetigkeit) zu werfen. Dabei kommt man unweigerlich auch dazu, die Stroemungsverhaeltnisse ueber Mitteleuropa, dem Bereich um die britischen Inseln sowie ueber Skandinavien zu betrachten. Das ist ungefaehr die Wetterkueche fuer die noerdliche Haelfte Deutschlands. Der Sueden Deutschlands und Teile der Oesterreicher muessen sich noch fuer atlantische Einfluesse sowie fuer die Taetigkeit (bzw. Untaetigkeit) des Golfstroms interessieren.

Wer versteht, was in den fuer ihn wichtigen Wetterkuechen auf der Flamme steht, der weiss auch, was ihn mittelfristig erwartet. Leider (!) kommt jetzt der Teil, den die Klatschblaetter und einige Voegel im Fernsehen schon seit laengerem propagieren: Verglichen mit dem Wetterverlauf im September, Oktober und November diesen Jahres gibt es auffaellige Aehnlichkeiten zu 2009. Soweit stimmt es also, dass der bisherige Herbstverlauf inklusive des wettermaessigen Wintereinbruchs durchaus eine Kopie des letzten Vierteljahres von 2009 darstellen koennte.

Allerdings ist die Einwinterung in diesem Jahr deutlich frueher dran. Tendenziell sind die Monate Januar und Februar die kaeltesten Monate, Februar und Maerz sollten die niederschlagsreichsten Monate sein. Davon wichen vergangene Jahre auch nur selten ab. Zweistellige Minusgrade Ende November sind zumindest fuer Norddeutschland trotzdem recht selten.

Der Winter hat sich jetzt aber hier installiert und aus allen moeglichen Richtungen kann derzeit auch nur Winterwetter herangefoerdert werden. Es sieht, wenn man erst jetzt (!) einen Blick in die Statistik wirft, durchaus danach aus, dass sich die Schneegruesse Skandinaviens mit dem eisigen Hauch Sibiriens laengere Zeit bei uns abwechseln koennten. Januar und Februar bleiben kaelteste Monate, koennten also nochmal kraeftig fuer eisige Temperaturen und reichlich Schnee sorgen. Nanu, wir haben aber erst Anfang Dezember?! Und genau jetzt darf man auch schlussfolgern, dass ein (zu warmer) milder Winter nahezu ausgeschlossen scheint. Die Weichen sind naemlich bereits gestellt und die erwarteten Zuege werden kommen.

von PowerAM - am 05.12.2010 10:38
Wenn man sich jetzt die Zahlen für 2010 ansieht, scheint die These zu stimmen. In der Nordhälfte und im Südosten wars überall zu kühl. Im Emsland sogar 1 Grad zu kühl. Ansonsten zwischen 0,4- 0,7 zu kalt. Im Südwesten allerdings geringfügig zu warm. Hier sollte man allerdings beachten, dass der heisse Juli und der milde November den Schnitt nochmal gut angehoben haben. Ohne diese beiden Monate sähe die Bilanz wohl noch deutlich schlechter aus.

Niederschlagsmässig ein durchschnittliches Jahr. Im Osten und Süden leicht zuviel, im Westen und Norden im normalen Jahressoll. Spitzenreiter allerdings Magdeburg mit über 150%. Scheint ein echtes Regenloch dort gewesen zu sein, zumindest 2010. Auch in Sachsen war der Regenschirm wohl Standardutensil. Am ehesten trocken blieb man, wer hätte das gedacht, in Bremen.

Die Sonnenstunden waren nur im Norden überdurchschnittlich. Im Rest der Republik geringfügig zuwenig, was aber keine grosse Abweichungen ausmacht, da es sich hier im einstelligen Prozentbereich bewegt. Lediglich im Allgäu konnte sich die Sonne am wenigsten zeigen. Dafür, wen wunderts, die Zugspitze mit den meisten Sonnenstunden, dicht gefolgt von Helgoland und der Ostseeküste.

Wenn man denn so will, ist Bremen im Jahr 2010 aussergewöhnlich gut weggekommen. Die wenigsten Niederschläge und dafür mit über 1.619 Sonnenstunden deutlich vor Städten wie Düsseldorf, Potsdam, Aachen oder auch Nürnberg. Ja sogar fast soviele Sonnenstunden wie Stuttgart oder Saarbrücken. Tempaturabweichung auch nur -0,4 %. Das ist schon erstaunlich. Also auf nach Bremen. :spos:

http://www.bernd-hussing.de/Archivdateien/KlimaJahr2010.htm

von zerobase now - am 07.01.2011 07:53
Nun ja: Wer sich einmal ein wenig mit »Climategate« beschäftigt hat und vor allem mit der fortwährenden Manipulation der Meßdaten durch die NOAA, die häufig nur durch Interpolation (also im Klartext: Erfindung) zustande kommen, der muß schon sehr hart im Glauben an den menschengemachten Klimawandel sein, um das Ganze noch halbwegs ernst zu nehmen.

Vor zehn Jahren hieß es, bald würde man harte Winter nur noch vom Hörensagen kennen. Nach zwei Extremwintern in Folge schreiben dieselben Leute nun, dies wäre ebenfalls ein Zeichen des Klimawandels. Und sobald durchschnittliches Wetter auftritt, dann ist dies eben der letztendliche Beweis, daß beide Effekte sich ausmitteln, was wiederum den Klimawandel eindrucksvoll belegt.

Aber wir wissen schließlich: Der schwache Euro hat den Deutschen nur Vorteile gebracht, obwohl er so stabil ist wie die Mark (merkt jemand etwas?), Islam ist Frieden, Israel ist böse, die Gesamtschulen mancher Bundesländer sind dem dreigliedrigen Schulsystem Bayerns und Baden-Württembergs überlegen, Intelligenz ist nicht vererbbar, HD+ bringt dem Fernsehzuschauer große Vorteile, und die kalten Winter sind nur ein Anzeichen dafür, daß es immer wärmer wird.

Die Deutschen (ja, dasjenige Volk, wo man schon vom gefährlichen Klimawandel redet und die Polizei vor erhöhter Waldbrandgefahr warnt, wenn es ausnahmsweise zwei Tage lang weder Frost gibt noch regnet) glauben es ...

Im Jahr 1985 bekam ich übrigens in der Schule eine Strafarbeit aufgebrummt, weil ich auf die Äußerung der Lehrerin, im Jahr 2000 würde in Deutschland aufgrund des Waldsterbens kein Baum mehr stehen, »So ein Sch...!« ausgerufen hatte. Diese sollte ich »unaufgefordert« vorlegen. Noch heute stehen Bäume, und noch heute wartet genannte Dame vergeblich auf die Abgabe meines Strafaufsatzes ...

von Dixie_ - am 03.02.2011 19:35
Also 2011 wird wohl eher wieder zu warm. Der April lag satte 4,3 Grad über dem Durschnitt. Auch Januar-März waren wärmer als normal. DEr April erweist sich damit mal wieder als der stabilste Frühlingsmonat und reicht in SAchen Sonnenschein fast an den Rekordapril 2007 heran. April 07 +4,5 Grad, April 09 + 4,4 Grad, April 10 + 1,4 Grad und April 11 + 4,3 Grad. DAzu Sonnenscheindauer von jeweils über 150% und Regenmengen unterhalb 50% des üblichen Monatssoll. Lediglich der April 08 war ein kleiner Ausrutscher, aber muss ja auch mal sein.

Vielleicht sollte man den Jahresurlaub demnächst eher in den April legen, statt im Sommer.

Kurzer Ausblick: der Mai wird wohl deutlich kühler als der April ausfallen, zumindest in der ersten Hälfte. Danach ist Glaskugelbereich. Viel Regen ist aber auch nicht zu erwarten, was die vorhandenen Trockenheit weiter verschärfen wird.

von zerobase now - am 02.05.2011 09:09
Zitat
Es ist zwar trocken, von sommerlicher Hitze kann aber überhaupt keine Rede sein! Nicht dass mich das stören würde, die knapp 20 Grad sind sehr angenehm, aber von einem zu warmen Sommer kann überhaupt keine Rede sein.


Für den Sommer kann man überhaupt noch keine Aussage machen, da der offiziell ja erst seit 2 Wochen ist. Immerhin hatten wir schon 2 extrem heisse Tage mit Werten deutlich über der 30 Grad Marke. Der Juni war insgsamt auch zu warm, sowie das komplette erste Halbjahr. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Auch wenn das Wetter im Moment zwar wechselhaft ist, aber die Temperaturen liegen deutlich über der 20 Grad Marke und da werden sie auch erstmal bleiben. Ein "Kälteeinbruch" ist für die nächsten 7-10 Tage nicht zu erkennen.

von zerobase now - am 06.07.2011 10:13
Ich habe bei taeglich 186 km Weg zum Dienst auch nichts gegen wenig oder gar keinen Schnee. Zudem setzt der daraus resultierende geringere Salzeinsatz meinem Fahrzeug weniger zu. Ich fuerchte fast, dass mir trotz Vielfahrerei die Karosse weggefault ist, bevor der Motor 300 Tkm geschafft hat. Dazu kommt, dass der kleine HDI bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt eigentlich keinen Waermeueberschuss fuer die Innenraumheizung mehr uebrig hat und ich entweder mit lauwarmer Heizung oder elektrischem Zuheizen in den Kuehlkreislauf leben muss.

Perspektivisch sollen die kommenden Winter wieder schneereicher und eisiger werden. Die zurueckliegenden zwei Winter haben ja zumindest im Osten nicht enttaeuscht. Laengere Zeit mit Dauerfrost, erschreckend lange sogar zweistellig. Dazu Schneemengen, die man hier nicht gewohnt war und die nicht gerade wenige Probleme verursachte. Ausserdem fehlt mir die Lust auf immer mehr zerfrorene Strassen, die dann spaetestens nach zwei Dauerfrostmonaten gesperrt werden. Das macht man uebrigens auch mit Strassen, auf denen sich niemand fuer den Winterdienst zustaendig fuehlt oder die - bei klaren Zustaendigkeiten - vom Verantwortlichen nicht mehr geschafft werden. Sind dann einfach zu, man kann ja woanders langfahren! Dass sich dadurch Fahrstrecken gern verdoppeln oder gar verdreifachen ist scheissegal!

Und die Krone setzt dem noch die Androhung verdoppelter Gebuehren fuer den Winterdienst in meinem Wohngebiet auf. Nachdem die Winterdienstbetriebe in den vergangenen Wintern reihenweise versagt haben und mein Vermieter (zu recht!) von der Vertragsstrafe wegen nachweisbarer Nichterfuellung Gebrauch gemacht hat geloben sie nun Besserung und versprechen eine technische und personelle Aufruestung. Na klar, nun eben zu verdoppelten Preisen!

von PowerAM - am 18.09.2011 13:45
Richtig kriminell sind - selbst bei euch - eigentlich nur Winterlagen mit Pluswerten am Tag und ordentlichem Frost in der Nacht. Die sich dabei bildenden Eisschichten machen die Strassen und Gehsteige gefaehrlich glatt und erschweren die Schneebeseitigung zusaetzlich. Die Anlieger, die hier Schnee und Eis nur mechanisch beseitigen duerfen, das aber bis auf die blanke Gehweg- oder Strassenoberflaeche tun muessen, haben es dann naemlich besonders schwer.

Salzeinsatz ist grundsaetzlich verboten und mit Sand darf eigentlich nur noch gearbeitet werden, wenn selbst nach vorschriftsmaessig vorgenommener Schnee- und Eisbeseitigung trotzdem Restglaette vorhanden bleibt. Wenn alles abgetaut ist muss sofort gekehrt werden.

Schnee und Eis von Strassen und Gehwegen vor dem eigenen Grundstueck sind dort anzutransportieren und auf dem eigenen Grundstueck abzulagern. Das fuehrt dazu, dass man das Zeug mit der Schubkarre auf's Gehoeft holt und nach Moeglichkeit sofort mit einem Gasbrenner oder Holzfeuer zu verfluessigen und als Abwasser abzuleiten versucht. Wer in einem schneereichen Monat einfach alles auf dem Grundstueck auftuermt kommt irgendwann selbst zu Fuss nicht mehr vorwaerts und beim Abtauen im Fruehjahr schwimmt das Gehoeft dann fast weg.

von PowerAM - am 18.09.2011 13:58
Ich bringe hier auch mal die Sommerbilanz von unserer staatlichen MeteoSchweiz:

Klimabulletin Sommer 2011

Der Schweizer Sommer 2011 war rund 1 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1961-90, wie aus den Daten von MeteoSchweiz hervorgeht. Im Süden, im Südwallis und in Graubünden waren die Regenfälle überdurchschnittlich, auf der Alpennordseite blieben die Summen verbreitet etwas zu gering. Sonnenscheindefizite resultierten in den Alpen. Das Mittelland der Deutschschweiz erhielt etwas mehr Sonne als im langjährigen Mittel.
In der Region Zürich war es genau 1 Grad wärmer, ein bisschen sonnigen und ein bisschen nässer als in einem Durchschnittssommer. Dieser Sommer war auch mal wieder ausgesprochen gewitterreich, ich habe heuer doch wenigstens 3 aussergewöhnlich heftige Gewitter erlebt; ausserdem gab es viele normale Gewitter.

Nach dem aussergewöhnlich warmen Winter und dem sehr warmen Frühling schickt sich das Jahr 2011 hierzulande an, rekordwarm zu werden, vielleicht gar wärmer als 2003 und 2007.

Die Sommer-Details finden sich in diesem pdf: http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/saisonflash/bulletin2011JJA.Par.0001.DownloadFile.tmp/klimabulletinsommer2011.pdf

von dxbruelhart - am 18.09.2011 14:27
Dieses Jahr ist bislang (erste 9 Monate) in der Schweiz und wohl auch in Süddeutschland das wärmste, seit überhaupt Wetteraufzeichnungen gemacht werden, also seit bald 200 Jahren; der September war weitgehend rekordwarm:

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/10/02/Vermischtes/Warmes-Wetter-Rekordjahr-in-Sicht?WT.z_rss=news

Warmes Wetter - Rekordjahr in Sicht
Felix Blumer
Sonntag, 2. Oktober 2011, 20:19 Uhr
Bis jetzt war 1994 das wärmste Jahr seit Beginn der systematischen Messungen in der Schweiz im Jahr 1864. Für den Zeitraum Januar bis September war es 2011 allerdings wärmer als im gleichen Zeitraum 1994. 2011 könnte also durchaus als das bisher wärmstes Jahr in die Annalen eingehen, wie SF Meteo berichtet.


Seit Wochen ist es in der Schweiz überdurchschnittlich warm. In weiten Teilen des Landes war der September 2011 2 bis 3 Grad zu warm. In Lugano gab es mit 20,3 Grad sogar den wärmsten September seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert.
Im Norden stand primär der Kälteeinbruch zur Monatsmitte einem Rekord im Weg. Rekordverdächtig waren dagegen die Höchstwerte im September mit bis zu 32,3 Grad in Chur und Sitten. Im Tessin reichte es örtlich selbst im September für 20 Sommertage, also Tage mit Höchsttemperaturen von mehr als 25 Grad und auch am 1. Oktober zeigte das Thermometer in Chiasso 26 Grad.

April und Mai bereits sehr warme Monate
Die nasse und kühle Witterungsperiode während der Sommerferien täuscht über den wahren Witterungsverlauf hinweg. Seit Anfang Jahr war es extrem mild. Monat für Monat war es mehr als 2 Grad wärmer im Vergleich zur internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990.
Besonders gross war der Wärmeüberschuss in den Monaten April und Mai mit rund 4 Grad über der Norm. Nur der Juli tanzte komplett aus der Reihe. Nördlich der Alpen war es ein halbes bis ein ganzes Grad kühler als im langjährigen Durchschnitt. Bereits im August kehrte aber die Hitze zurück mit bis zu 36,8 Grad in Genf. Der höchsten Temperatur in der Schweiz seit dem Hitzesommer 2003.
2011 noch nicht Nummer 1
Die ersten neun Monate des Jahres 2011 waren ziemlich genau 2 Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt. Nicht nur das: Seit Jahresbeginn war es sogar noch etwas wärmer als im bisher wärmsten Jahr 1994, in Lugano beträgt der Wärmeüberschuss zurzeit ein halbes Grad.
Für den Zeitraum Januar bis September liegt 2011 allerdings nicht auf Platz 1. Zudem war es 2003 bis September noch ein halbes bis ein ganzes Grad wärmer als 2011. Dabei fällt aber der Jahrhundertsommer extrem ins Gewicht.

von dxbruelhart - am 04.10.2011 07:08
Das stimmt! Deutlich ist heuerTM aber erkennbar gewesen, dass der Sommer im April und Mai quasi schon vorweggenommen wurde. Subjektiv hatte ich den Juni noch als durchaus im ueblichen Rahmen in Erinnerung gehabt. Juli und Teile des Augusts waren dann schon wieder deutlich kuehler. Ueber den September kann - trotz teilweise schon recht frischer Abende und Naechte - aber kaum jemand meckern. Waehrend man Anfang September auch in vergangenen Jahren haeufig noch sommerlich gepraegtes Wetter hatte war i. d. R. die zweite Monatshaelfte dann eher herbstlich gepraegt. Sommerwetter bis in den Oktober hinein ist - vor allem mit den zuletzt erlebten Temperaturen - eher ungewoehnlich.

Jetzt ist aber Schluss damit und ab der Wochenmitte duerfte sich dann richtig herbstliches Wetter etablieren und zu Schauern und Tagestemperaturen im unteren zweistelligen Bereich vielleicht schon die ersten Frostnaechte des jungen Herbstes bringen. Im 14-Tage-Trend ist sogar ein recht schneller Temperaturrueckgang zu einstelligen Tageswerten mit hoeherer Frostwahrscheinlichkeit nachts erkennbar. Wer entsprechend "guenstig" wohnt koennte bereits in wenigen Wochen reifglatte oder gar ueberfrorene Strassen am Morgen vorfinden.

von PowerAM - am 04.10.2011 09:26
Die Meteo Schweiz hat heute die Jahresbilanz für 2011 veröffentlicht (etwas verfrüht, aber an der Gesamtbilanz kann sich nicht mehr viel ändern):

Wir hatten 2011 das wärmste Jahr seit Messbeginn 1864!

http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/jahresflash/bulletin2011.html

Klimabulletin Jahr 2011

Mit einem Temperaturüberschuss von 2.0 Grad zeichnet sich für das Jahr 2011 die höchste Jahresdurchschnitts-Temperatur seit Messbeginn 1864 ab. Landesweit war es deutlich zu trocken und es herrschten extrem sonnige Verhältnisse, wie aus den Messungen der MeteoSchweiz hervorgeht. Die ersten vier Monate zeigten sich ungewöhnlich mild und extrem niederschlagsarm. Der Frühling 2011 war der wärmste in der rund 150jährigen Messreihe. Das Tessin verzeichnete erstmals Hitzetage bereits im April. Nach einem wechselhaften Sommer mit deutlich zu kühlen Julitemperaturen folgte der zweit-wärmste Herbst seit Messbeginn. Rekord-Trockenheit im Norden und Rekordwärme in den Bergen brachte der November. Grosse Schneemengen fielen in Berglagen im September und im Oktober, dann aber erst wieder Mitte Dezember, als es auch erstmals Schnee bis ins Flachland gab.

Das ausführliche Klimabulletin zum Gesamtjahr 2011 gibts hier (pdf): http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/jahresflash/bulletin2011.Par.0001.DownloadFile.tmp/klimabulletinjahr2011.pdf

von dxbruelhart - am 20.12.2011 21:41
*hochhol*

Also eines scheint mir bald sicher. In Deutschland wirds nasser. Bereits der 3. Sommer in Folge der überdurchschnittliche Regenmengen bringt. Stabile Hochdrucklagen oder gar Trockenheit und Hitzewellen... Fehlanzeige. Stattdessen verschieben sich die Jahreszeiten immer mehr. Teilweise ist es im Oktober wärmer als im Juli. Im Januar werden 2 stellige Plusgrade erreicht, im Mai bibbert man bei 8 Grad so wie dieses Jahr Anfang Mai. In den letzten beiden Jahren hatten wir zumindest noch ein recht sonniges und nettes Frühjahr, was heuer aber auch grösstenteils als Totalausfall zu verbuchen war. Irgendwie tun mir alle leid die ihren Sommerurlaub in Deutschland verbringen (müssen). Wahrscheinlich tut man gut daran, demnächst auf südlichere Ziele auszuweichen, wenn da nicht die horrenden Preise während der Sommerferien wären.

von zerobase now - am 11.07.2012 11:25
Hier im Süden ist es in den letzten 7 Monaten 6 Monate (deutlich) zu warm gewesen. Aber eine Sache ist hier genauso offensichtlich: Das sehr wechselhafte Wetter. Die letzte stabile HOchdruckphase über einen längeren Zeitraum war die zweite Märzhälfte.
Hier ist wie gesagt oft drückend warm, aber sehr unbeständig. Und je länger diese unbeständige Phase geht, desto wahrscheinlicher ist, dass sich wieder, wie in den letzten Jahren, zum Spätsommer oder Frühherbst sommerliches Wetter einstellt. Das war schon oft so zu beobachten.
Nachts kühlt es irgendwie auch nicht richtig ab. Tmin letzte Nacht waren 17,5°C. Man wacht nach dem Gewitterregen schon mit einer richtigen Dampfwand auf. Aber mir ist es immer noch lieber so, als ein kalter Winter.

von Bengelbenny - am 11.07.2012 11:35
Zitat
Robert S.
,aber was ist schlimm da dran im September noch ins Freibad zu gehn,die letzten Jahre war das möglich,nur waren viele Bäder da schon geschlossen...


Zum Beispiel das dann keine Ferien mehr sind. Leute mit schulpfllichtigen Kindern können im Septemer nicht in Urlaub fahren. Ausserdem hat die Sonne im September meist auch schon nicht mehr die Kraft um die im Sommer ausgekühlten Badeseen noch nennenswert zu erwärmen. Beheiztes Freibad geht gerade noch so, aber wirklich Spass macht es doch nur, wenn es auch wirklich knackig heiss ist und damit ist im September eher nicht mehr zu rechnen.

Hier in NRW schüttet es wie aus Kübeln und daran soll sich in dieser Woche auch nix mehr ändern. Richtig blöd für alle die jetzt gerade hier oder z.B. in Holland Urlaub machen und sich auf 4 Tage Dauerregen einstellen dürfen. Die haben echt das ganz grosse Los gezogen.

Sommer= Regenzeit scheint sich immer mehr zu verfestigen.

von zerobase now - am 12.07.2012 06:20
Mir persönlich ist es in diesem jahr ziemlich latte, da ich letztes Jahr zum Juni und dieses Jahr zum März jeweils neue Stellen angetreten habe. Da waren die Sommerurlaube jeweils schon verplant und ich muss mich mit "Randzeiten" zufrieden geben. Aber was tut man nicht alles fürs Geld :-)

Ohne jetzt irgendwas schön- oder schlechtreden zu wollen: es gibt immer mal wieder Klimaschwankungen und dadurch auch kühle Sommer. So habe ich z.B. den Sommer 1993 als relativ durchwachsen in Erinnerung, 1995 war krachtig warm. Gibt es eigentlich Archive in denen man online Wetterdaten der letzten Jahre/Jahrzehnte nachschlagen kann? Idealerweise vielleicht sogar runtergebrochen auf Städte und Kreise.

Und ich gehe nach wie vor davon aus, dass sich Mutter Natur irgendwas einfallen lassen wird um unsere Fehler zu korrigieren (und damit meine ich kene Flutwellen). Mitte der 80er (als das Thema "Ozonloch" gerade das Topthema war, davon hört man ja auch nur noch am Rande) hat ein Mitarbeiter einer Sternwarte während einer Vorführung die Meinung vertreten, dass durch die globale Erwärmund mehr Wasserdampf in die Atmosphäre gepumpt wird, dadurch mehr Wolken entstehen und so das Sonnenlich reflektiert / zurückgehalten wird. Interessante Theorie, nie wieder gehört, vielleicht sind wir aber gerade jetzt in dieser Phase.

von Staumelder - am 12.07.2012 06:43
Zitat
Staumelder
hat ein Mitarbeiter einer Sternwarte während einer Vorführung die Meinung vertreten, dass durch die globale Erwärmund mehr Wasserdampf in die Atmosphäre gepumpt wird, dadurch mehr Wolken entstehen und so das Sonnenlich reflektiert / zurückgehalten wird. Interessante Theorie, nie wieder gehört, vielleicht sind wir aber gerade jetzt in dieser Phase.


Dann steigt aber auch das Risiko von Überschwemmungen. Die Flüsse sind aktuell ziemlich voll und das sollte zu dieser Jahreszeit eigentlich nicht so sein. Bezeichnenderweise war das verheerende Oderhochwasser ja auch im Sommer. Wenn jetzt die nächsten Wochen mit weiteren erheblichen Niederschlägen zu rechnen ist, dann könnte das gefährlich werden.

von zerobase now - am 12.07.2012 06:56
Ein paar herausragende Sommer der letzten 20 Jahre, an die ich mich erinnere (Wetter im Alpenraum):
1993: ziemlich verregnet, schwül
1994: heiss, sehr sonnig und trocken
1998: heiss, sehr sonnig und trocken
2003: extrem heiss, heissester Sommer meines Lebens (Juni, Juli und August über 50 Hitzetage)
2007: Sommerwetter (sehr warm und sehr sonnig) von April bis Juni, Juli und August waren nass und relativ kühl
2008-2011: überdurchschnittlich warme und sonnige Sommer

Der Klimawandel, der wohl niemand wirklich leugnen kann, macht sich vor allem im Winter bemerkbar. Wir hatten in den letzten 20 Jahren nur einen richtigen Winter (2004/2005 mit 7 1/2 Wochen geschlossener Schneedecke und auch Dauerfrost); die letzten 20 Jahre waren definitiv deutlich wärmer als die ersten 30 Jahre meines Lebens.

Ansonten kann dem den 2. und 3. Abschnitt von Staunmelders Posting voll unterstützen, so sehe ich es genau auch!

von dxbruelhart - am 12.07.2012 06:58
Zitat
Staumelder
Achja: Hier geht gerade die Welt unter. Mein Aussenthermometer zeigte auf dem Weg zum Brötchgeber 14°C. Die Heizung im Auto hat jedenfalls regelmässig etwas zu tun in diesem Sommer ;)


Das kann ich für den Osnabrücker-Raum um diese Jahreszeit noch unterbieten - gemessen am 15.07.2011 / 10:48 h in OS-Hellern:



Zitat
dxbruelhart
Ein paar herausragende Sommer der letzten 20 Jahre, an die ich mich erinnere (Wetter im Alpenraum):
1993: ziemlich verregnet, schwül
1994: heiss, sehr sonnig und trocken
1998: heiss, sehr sonnig und trocken
2003: extrem heiss, heissester Sommer meines Lebens (Juni, Juli und August über 50 Hitzetage)
2007: Sommerwetter (sehr warm und sehr sonnig) von April bis Juni, Juli und August waren nass und relativ kühl
2008-2011: überdurchschnittlich warme und sonnige Sommer


Ich kann mich noch an den Sommer 1986 kurz vor der 2. Klasse erinnern, wo es in den gesammten acht Wochen Sommerferien (waren es damals zu DDR-Zeiten) wochelang heiß und sonnig war, das wurde nur von wenigen Gewittern unterbrochen.

Zitat
dxbruelhart
Der Klimawandel, der wohl niemand wirklich leugnen kann, macht sich vor allem im Winter bemerkbar. Wir hatten in den letzten 20 Jahren nur einen richtigen Winter (2004/2005 mit 7 1/2 Wochen geschlossener Schneedecke und auch Dauerfrost); die letzten 20 Jahre waren definitiv deutlich wärmer als die ersten 30 Jahre meines Lebens.


Sommer 2011 und 2012 sind extrem verregnet, die letzten drei Winter von 2009 hier im Emsland galten als etrem kalt und schneereich wie schon lange nicht mehr, verglichen wurde oft mit dem berühmten norddeutschen schneereichen Winter 1978/79. Auch 2006 soll es im EL sehr viel Schnee wie seit Jahren nicht mehr gegeben haben.

Mit dem Wort "Klimawandel" gehe ich persönlich sehr vorsichtig um:
Schaut man sich mal Wetteraufzeichnungen aus den letzten 500 Jahren, die trotz der erst seit Ende des 19 Jahrhunderts stattfindenden Wetteraufzeichnungen dennoch ein recht regelmäßiges Bild widerspiegeln, hat es immer schon längerfristige Kälte- und Wärmeperioden gegeben, so soll es u.a. im 13. Jahrhundert einige extrem heiße Sommer sogar mit Dürre und generell mediterranem Klima gegeben haben, anererseits wird in verschiedensten Quellen auch von zahlreichen Wintern aus dem 17. Jahrhundert mit extremer Kälte geschrieben.

von Mathias Volta - am 12.07.2012 07:56
Zitat
dxbruelhart
2008-2011: überdurchschnittlich warme und sonnige Sommer

Der Klimawandel, der wohl niemand wirklich leugnen kann, macht sich vor allem im Winter bemerkbar. Wir hatten in den letzten 20 Jahren nur einen richtigen Winter (2004/2005 mit 7 1/2 Wochen geschlossener Schneedecke und auch Dauerfrost); die letzten 20 Jahre waren definitiv deutlich wärmer als die ersten 30 Jahre meines Lebens.


Hier wars genau umgekehrt. Die letzten Sommer waren alle zum vergessen schlecht und der Winter 10/11 war ja hier in Deutschland extrem kalt und schneereich. Der letzte Jahrhundertsommer war 2003 und das ist ja jetzt auch schon bald 10 Jahre her. 2006 gabs zur WM (Sommermärchen) auch noch einen halbwegs akzeptablen, der sich dann aber auch auf den Juni beschränkte. Die restlichen Sommer war eher durschnitt oder teilweise unter Durschnitt was Sonnenstunden und Temperaruten betraf. Überdurchschnittlich waren nur die Regenmengen. Ich erinnere mich noch mit grauen an den August 2011 der aber sowas von verregnet war. Ich glaube da waren ingesamt höchstens 10 Tage, wo es nicht gerregnet hat.

von zerobase now - am 12.07.2012 08:53
Zitat
Mathias Volta
Schaut man sich mal Wetteraufzeichnungen aus den letzten 500 Jahren, die trotz der erst seit Ende des 19 Jahrhunderts stattfindenden Wetteraufzeichnungen dennoch ein recht regelmäßiges Bild widerspiegeln, hat es immer schon längerfristige Kälte- und Wärmeperioden gegeben, so soll es u.a. im 13. Jahrhundert einige extrem heiße Sommer sogar mit Dürre und generell mediterranem Klima gegeben haben, anererseits wird in verschiedensten Quellen auch von zahlreichen Wintern aus dem 17. Jahrhundert mit extremer Kälte geschrieben.


Also vor 200 Jahren gab's den folgenden Wetterbericht:

Zitat Napoleon Bonaparte: „Überwiegend Winter, und den Rest auch keinen Sommer - das nennen die Deutschen ihr Vaterland.“

Als wärmeverwöhnter Korse mag er zwar grundsätzlich negativ gegenüber unserem Klima eingestellt gewesen sein, aber so ganz anders gegenüber heute wird das Wetter damals wohl nicht gewesen sein.
Im Moment bin ich froh, dass ich zumeist in einer Schirmkabine ohne Fenster arbeite. Dann kriege ich von diesen Wetterkapriolen wenigstens nicht zuviel mit. Ich frage mich aber schon, warum ich mir im Winter immer den Sommer herbeisehne. Bringt ja eh nichts ....

von Saarländer (aus Elm) - am 12.07.2012 19:53
Zitat
Saarländer (aus Elm)
Ich frage mich aber schon, warum ich mir im Winter immer den Sommer herbeisehne. Bringt ja eh nichts ....


Geld sparen - Urlaub buchen ! :cool:

Zitat
Staumelder
Zitat
Mathias Volta

Du bist rechts ran gefahren und hast auf 12 vor gewartet, oder? :D


Ich wollte eigentlich bereits um 13 vor auf den Auslöser drücken, aber diese 9 Grad haben mich irgendwie in eine Kältestarre fallen lassen. :verpiss:

Zitat
Staumelder
Und wo gibts nun Wetteraufzeichnungen? Muss ich etwas selbst Googlen? :D


Mußte mal guggn:
Da gibt's einiges im Netz zum Thema, allein schon Wikipedia fördert einiges interessantes zu Tage:

(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bc/2000_Jahre_Temperaturen-Vergleich.png)

von Mathias Volta - am 13.07.2012 11:19
Zitat
Staumelder
Gibt es eigentlich Archive in denen man online Wetterdaten der letzten Jahre/Jahrzehnte nachschlagen kann? Idealerweise vielleicht sogar runtergebrochen auf Städte und Kreise.

Bei wetteronline.de gibt es solch eine Funktion.
Für jede Wetterstation kann man einen Rückblick über max. 52 Wochen zu einem beliebigen Zeitraum (sofern erfaßt) aufrufen. Diverse Parameter (Niederschlag, Temperaturen etc) sind aufrufbar.
Da sieht man dann die Kurve für diesen Zeitraum. z.B. sieht man schön, daß in S-Echterdingen 1956 der heißeste Tag knapp über 28°C brachte, der kälteste nur auf -15°C kam, usw...

Pfad auf der Webseite:
Links im Menü: Aktuelles Wetter -> Region wählen -> Station wählen -> unter der Tabelle mit den Daten auf "Rückblick".

von DH0GHU - am 13.07.2012 11:31
Objektiv zur Durchschnittstemperatur verhalten sich immer die Gletscher. je wärmer es ist, desto mehr tauen sie ab.

Im Jahre 1999 auf der Geo-Exkursion im Wallis konnte man den raschen Rückgang der letzten Jahre gut beobachten, von Jahr zu Jahr wurde mehr Boden freigegeben, der zuvor noch vom Gletscher bedeckt war. Bitte Richtig verstehen: Der Betrag, um den der Gletscher abschmolz, hat sich von jahr zu Jahr vergrößert.

Bei Gletschern ist in erster Linie die Temperatur ausschlaggebend, zumindest bei den alpinen Eisfeldern, da aufgrund der atlantischen Lage der europäischen Alpen winters immer genügend Niederschlag erwartet werden kann, der im Nährgebiet der Gletscher auch in milden Wintern aufgrund der Höhenlage als Schnee fällt.

Bei den polaren Gletschern mag das anders sein, aber da kenne ich mich auch nicht so gut aus.

Allerdings lasse sehr dicke Eisschichten (wie z. B. das grönländische Inlandeis) durch Eiskernbohrungen auf die Witterung vergangener Erpochen zurückschließen. Mit anderen physiogeografischen Analysen (z. B. Bodenbildung) und historischen Aufzeichnung kommt man auf ein recht gutes Bild der letzten 500 bis 2000 Jahre.

Als Faustregel kann man sagen: Gegen Ende des Mittelalters wurde es immer wärmer, während es dann in der Neuzeit wieder kühler wurde, was 1850 in der sogenannten "kleinen Eiszeit" (LIA - Little Ice Age) gipfelte.

Man darf nie den Fehler machen, die eigenen Erfahrungen, die sich nur auf einen engen geografischen und zeitlichen Bereich beschränken, als Grundlage für das nehmen, was man Klima bezeichnet.

So hat es neben den sehr strengen Wintern Ende der 1940er Jahre (ausgerechnet als Europa weitgehend in Trümmern lag) auch in den 1950er udn 1960er Jahren einige Winter gegeben, in denen es auch hier am Niederrhein längere Frostperioden und größere, geschlossene Schneedecken gebeben hat. In den 1970er und 1980er Jahren, während meiner Kindheit, waren Schneewetterlagen eine Seltenheit, sie gab es aber.

In den 1990ern gab es hier am Niederrhein keinen einzigen Winter, in dem sich eine geschlossene Schneedecke über mehr als 12 Stunden gehalten hätte. Die letzten Winter hatten allerdings dann wieder mehr oder weniger Frost und sogar fast wochenlang Schnee.

von Alqaszar - am 15.07.2012 00:46
So jetzt kann man mal spekulieren. Bisher war nur der Februar unterdurchschnittlich zu kalt. Trotz dem schlechten Frühjahrs und Frühsommers ergibt sich damit bis Ende Juli ein deutliches Temperaturplus. Der August wird auch deutlich überdurchschnittlich ausfallen mit wahrscheinlich auch über 2 Grad zu warm im Landesdurchschnitt.

Damit würd sich für Ende August auf alle Fälle ein erhöhte Durschnittstermperatur von über einem Grad bisher ergeben und das trotz sehr druchwachsenem Frühjahr und Sommer.

Es kommt also auf den Herbst an. Wird der überdurchschnittlich, dann wird auch 2012 als zu warm ausfallen. Wird der unterdurchschnittlich mit viel Kälte, dann kann man wohl von einem "normalen" Jahr ausgehen.

von zerobase now - am 21.08.2012 14:19
1. CO2 ist kein Isoliermaterial. Es ist ein Gas, welches über einen begrenzten Zeitraum Wärme speichern kann.
2. CO2 kommt natürlich in der Luft vor. Es ist der Baustein des pflanzlichen und tierischen Lebens. Das Leben ist Kohlenstoffbasiert. Beim Verwursten des Kohlenstoffs pusten die Pflanzen Sauerstoff aus (CO2 besteht, wie der Name sagt, aus Kohlenstoff und Sauerstoff), umgekehrt verwenden wir Tiere den Sauerstoff aus der Luft, und pusten dabei wieder CO2 aus, welches von Pflanzen umgewandelt wird, und uns wiederum als Nahrung dient. Ohne CO2 ist auf der Erde kein Leben möglich. Es ist also grenzdebil, CO2 als "Giftgas" oder "gefährlich" zu bezeichnen. Die Dosis macht das Gift.
3. Der natürliche Anteil des CO2 in der Luft liegt bei 2 %. Menschengemachtes CO2 sind zwar "Milliarden von Tonnen", aber dennoch nur 0,02 % des CO2 in der Luft. Das CO2 selbst ist gar nicht das Problem, sondern die offensichtliche Störung des Kreislaufes mit dem Verbrauch und Neuerzeugung von CO2. Wenn beispielsweise Regenwälder abgeholzt werden um Biosprit anzubauen, gibt es weniger Pflanzenrohmasse, um das CO2 zu binden (außerdem werden Millionen anderer Kreisläufe in einem Urwald gestört), welches durch die Autos ausgestoßen wird. Man erreicht also das Gegenteil vom eigentlichen Ziel.
4. Auch andere Gase speichern Wärme, vor allem Wasserdampf. Davon gibt es weitaus mehr in der Luft als vom CO2. (Den sichtbaren Teil nennt man auch "Wolken".)
5. An der globalen Erwärmung sind also offensichtlich weitaus mehr Faktoren beteiligt als nur das CO2, welches gewisse (oder gewissenlose) Lobbyisten rausgepickt haben, um damit wieder Kohle zu machen. Denn ein Ablasshandel mit CO2 ist viel einfacher als echte Maßnahmen, wie Umbau des Wirtschaftssystems von grenzenlosem Wachstum auf Nachhaltigkeit. Da es so etwas wie grenzenloses Wachstum allerdings nicht geben kann, wird es sowieso früher oder später knallen. Was sind bei einem Alter der Erde schon ein paar Tausend Jahre durch Menschen verhunzte Umwelt? Die Natur ist schon mit ganz anderen Widrigkeiten zurecht gekommen.

von Bolivar diGriz - am 22.08.2012 12:02
"Die Zahl war geschätzt aus dem Kopf heraus. Richtig sind 0,04 %. "

0,04% sind aber was ganz anderes als 2 %!

"Das menschengemachte CO2 ist aber relativ dazu auch nur sehr gering, im Promillebereich an der Atmosphäre."

Im Prinzip richtig, aber ... - hierzu Wikipedia:

"Die anthropogenen, das heißt vom Menschen verursachten, Kohlenstoffdioxid-Emissionen betragen jährlich circa 36,3 Gigatonnen [19] und sind nur ein kleiner Anteil des überwiegend aus natürlichen Quellen stammenden Kohlenstoffdioxids von jährlich etwa 550 Gigatonnen Kohlenstoffdioxid.[20] Da die natürlichen Kohlenstoffsenken jedoch gleich viel CO2 wieder aufnehmen, blieb die Kohlenstoffdioxid-Konzentration vor der Industrialisierung recht konstant. Das zusätzliche Kohlenstoffdioxid wird etwa zur Hälfte von der Biosphäre und von den Ozeanen (dies hat deren Versauerung zur Folge) aufgenommen, so dass diese jetzt mehr Kohlenstoffdioxid aufnehmen als sie abgeben. Die andere Hälfte des ausgestoßenen Kohlenstoffdioxids verbleibt in der Atmosphäre und führt dort zu der messbaren Zunahme der Konzentration, was von Charles Keeling mit der nach ihm benannten Keeling-Kurve erstmals Anfang der 1960er Jahre gezeigt werden konnte."

"Das zusätzlich erzeugte Kohlenstoffdioxid hat einen Anteil von ca. 60 % an der Verstärkung des Treibhauseffektes."


Rheinländer, wer hat denn das Unwort "Klimaleugner" verbrochen? Das Klima kann gut oder schlecht sein, aber wie kann man es leugnen?

von hegi_ms - am 23.08.2012 22:26
Auch in Deutschland war 2012 ein überdurchschnittlich warmes Jahr; Sonne und Niederschläge waren gesamthaft auf durchschnittlichem Niveau.

http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&_pageLabel=dwdwww_menu2_presse&T98029gsbDocumentPath=Content%2FPresse%2FPressemitteilungen%2F2012%2F20121227__DeutschlandwetterJahr__2012__news.html


DWD Jahresrückblick: Deutschlandwetter im Jahr 2012*
Erneut etwas wärmer als üblich, Niederschläge und Sonne jedoch nahe dem Soll

Offenbach, 28. Dezember 2012 – Das Jahr 2012 war insgesamt etwas wärmer als normal, bei leichtem Niederschlagsdefizit und positiver Sonnenscheinbilanz. Einzelne Monate jedoch zeigten starke Veränderlichkeit und teilweise extreme Wettersituationen, die stellenweise zu neuen Wetterrekorden führten. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Das Jahr begann bei ausgeprägter Westströmung sehr mild. In der ersten Februarhälfte lenkte ein starkes russisches Hoch extrem kalte Luft nach Mitteleuropa, so dass dort sogar zahlreiche Seen und Flüsse zufroren. Danach herrschte ab Mitte Februar wieder wärmeres und recht trockenes Wetter, wobei der März äußerst sonnenscheinreich verlief. Der April blieb zunächst relativ kühl, das Monatsende brachte jedoch einen ungewöhnlichen Warmluftvorstoß mit neuen Spitzenwerten für diese Jahreszeit. Das rasche Auf und Ab der Temperaturen hielt auch im Mai weiter an. Der Sommer zeigte sich anfangs verbreitet nass, später dann extrem gewittrig und sehr heiß, bei Temperaturen von fast 40 Grad. Der Herbst brachte teilweise noch sommerliches Wetter mit Wärmerekorden im Oktober, gefolgt von einem markant-frühen Wintereinbruch. Der Dezember präsentierte sich in seiner ersten Hälfte in ganz Deutschland winterlich; anschließend beschränkten sich Kälte und Schnee nur noch auf den Nordosten. Zu Weihnachten setzte sich überall Tauwetter mit frühlingshafter Wärme bis in höchste Gebirgsregionen durch.

Eisige Kälte Anfang Februar, große Hitze im August

Die Jahresdurchschnittstemperatur lag mit 9,1 Grad Celsius (°C) um 0,9 Grad über dem vieljährigen Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961-1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981-2010 betrug die Abweichung +0,2 Grad. Die Monate Januar, März, Mai und August waren diesmal deutlich zu warm, der Februar fiel dagegen um 3 Grad zu kalt aus. Die kälteste Nacht meldete Oberstdorf am 6. Februar mit - 29,4°C. An zahlreichen Stationen traten von April bis September, also in sechs Monaten hintereinander, Temperaturen von über 30°C auf. Am 20. August, dem heißesten Tag des Jah-res, registrierte der DWD in Dresden-Hosterwitz 39,8°C und in Dresden-Strehlen 39,6°C.

Bundesweites Niederschlagssoll fast erreicht

Mit durchschnittlich ca. 768 Liter pro Quadratmeter (l/m²) fehlten dem Jahr 2012 nur drei Prozent zum Niederschlagssoll von 789 l/m². Wie bereits in allen Jahren seit 2008 hatte die Zugspitze mit 2153 l/m² die meisten Niederschläge. Unterhalb von 920 m lag Oberstdorf mit 1676 l/m² vorne. Trockenster Ort war diesmal Trollenhagen, nördlich von Neubrandenburg, dort kamen insgesamt nur 413 l/m² zusammen. Die höchste Schneedecke konnte man wie immer auf der Zugspitze messen: Am 25. Januar türmten sich dort 500 cm auf. Im Flachland meldete Reit im Winkl am 16. Februar immerhin 120 cm.
Sonnenscheinstunden leicht im Plus

Das Jahr erreichte mit durchschnittlich etwa 1651 Stunden ca. 108 Prozent des Sonnenscheinsolls von 1528 Stunden. Die Zugspitze verzeichnete mit 2066 Stunden den meisten Sonnenschein, gefolgt von Balingen-Bronnhaupten, auf der Schwäbischen Alb, mit 1993 Stunden. Der Kahle Asten im Sauerland bildete mit 1344 Stunden das Schlusslicht.


Das Wetter in den Bundesländern im Jahr 2012* (In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte)

Schleswig-Holstein und Hamburg: Im Jahr 2012 gehörte Schleswig-Holstein bei durchschnittlich 8,8°C (8,3°C) zu den kühleren Bundesländern. Die Niederschlagsmenge lag mit 811 l/m² (788 l/m²) leicht über dem Klimawert, die Sonnenscheindauer mit 1545 Stunden (1567 Stunden) geringfügig darunter. Bei einer mittleren Temperatur von 9,5°C (8,8°C) und einer Niederschlagsmenge von 735 l/m² (750 l/m²) schien die Sonne in Hamburg nur 1453 Stunden (1507 Stunden). Damit war Hamburg 2012 das sonnenscheinärmste Bundesland.

Niedersachsen und Bremen: Für Niedersachsen registrierten die Experten des DWD ein Temperaturmittel von 9,4°C (8,6°C), eine Niederschlagsmenge von 709 l/m² (746 l/m²) und eine Sonnenscheindauer von 1489 Stunden (1456 Stunden). Bremen, das mit 9,7°C (8,9°C) zweitwärmste Bundesland, hatte mit 1467 Stunden (1474 Stunden) im Jahr 2012 nur wenig Sonnenschein. Die Niederschlagsmenge betrug 684 l/m² (727 l/m²).

Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern war mit einer Durchschnitts-temperatur von 8,9°C (8,2°C) ein eher kühles Bundesland. Ueckermünde meldete am 6. Februar mit minus 28,7°C das zweitniedrigste Minimum des Jahres. Die Niederschlags-menge blieb im zweittrockensten Bundesland mit 550 l/m² um acht Prozent unter dem Soll (595 l/m²). Trollenhagen, nördlich von Neubrandenburg, war 2012 mit nur etwa 413 l/m² der trockenste Ort Deutschlands. Die Sonne zeigte sich in Mecklenburg-Vorpommern 1630 Stunden (1648 Stunden) lang.

Brandenburg und Berlin: In Holzdorf, östlich von Wittenberg, stieg die Temperatur am 20. August auf 38,7°C. Brandenburg erreichte im Jahr 2012 im Mittel 9,5°C (8,7°C). Es zählte mit 568 l/m² (557 l/m²) zu den trockenen und mit 1765 Stunden (1634 Stunden) zu den sonnenscheinreichen Regionen. Berlin war mit 9,9°C (9,1°C) auch diesmal wieder das wärmste Bundesland. Obwohl die Niederschlagsmenge mit 590 l/m² (573 l/m²) sogar leicht über dem Soll lag, gehörte es zu den eher trockenen Bundesländern. Die Sonne schien 1729 Stunden (1635 Stunden).

Sachsen-Anhalt: Hier verbuchte man eine mittlere Jahrestemperatur von 9,5°C (8,7°C) und eine Sonnenscheindauer von etwa 1674 Stunden (1522 Stunden). Sachsen-Anhalt war im Jahr 2012 mit 536 l/m² (547 l/m²) das trockenste Bundesland. Quedlinburg am nordöstlichen Harzrand mit 448 l/m² und Magdeburg mit 451 l/m² gehörten 2012 zu den bundesweit trockensten Stationen.

Sachsen: Sachsen ordnete sich 2012 mit 1788 Stunden (1549 Stunden) bei den sonnenscheinreichen und mit 8,9°C (8,1°C) bei den kühleren Bundesländern ein. So zeigte das Thermometer am 6. Februar in Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit minus 28,2°C einen extrem niedrigen Wert. Doch auch die höchsten Temperaturen des Jahres registrierten die DWD-Experten in Sachsen: Am 20. August kletterte das Quecksilber in Dresden-Hosterwitz auf 39,8°C und in Dresden-Strehlen auf 39,6°C. Das Niederschlagssoll (699 l/m²) wurde in Sachsen mit 719 l/m² knapp überschritten. Die größte Tagesmenge meldete Lichtentanne, westlich von Zwickau, mit 81,1 l/m² am 6. Juli.

Thüringen: In dem mit 8,7°C (7,6°C) zweitkältesten Bundesland Thüringen summierte sich in diesem Jahr die Niederschlagsmenge auf 690 l/m² (700 l/m²) und die Sonnenscheindauer auf 1616 Stunden (1486 Stunden).

Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen war 2012 mit 9,6°C (9,0°C) ein warmes, mit 818 l/m² (875 l/m²) ein eher niederschlagsreiches und mit 1482 Stunden (1440 Stunden) ein verhältnismäßig sonnenscheinarmes Bundesland. Auf dem Kahlen Asten im Sauerland zeigte sich die Sonne mit lediglich 1344 Stunden deutschlandweit am wenigsten.

Hessen: Laut DWD betrug die Temperatur im Jahr 2012 hier 9,1°C (8,2°C). Die Niederschlagsmenge blieb mit 749 l/m² um sechs Prozent unter dem Klimawert (793 l/m²), die Sonnenscheindauer lag mit 1625 Stunden (1459 Stunden) um elf Prozent darüber.

Rheinland-Pfalz: Die Durchschnittstemperatur kam in Rheinland-Pfalz auf 9,4°C (8,6°C). Bad Kreuznach, südwestlich von Mainz, gehörte zu den heißesten Orten: Am 19. August kletterte das Quecksilber hier auf 38,9°C. Bereits am 27. Juli hatte die Station mit 36,5°C den höchsten Juliwert gemeldet. Die Niederschlagsmenge verfehlte mit 794 l/m² das Soll (807 l/m²) nur knapp; die Sonne schien mit 1670 Stunden (1507 Stunden) dagegen um zehn Prozent länger als üblich.

Saarland: Für das Saarland notierten die DWD-Experten im Jahr 2012 1694 Sonnenstunden (1571 Stunden) und 9,6°C (8,9°C). In Saarbrücken-Burbach stieg die Temperatur am 19. August auf 38,9°C. Obwohl das Saarland mit 917 l/m² um drei Prozent unter dem Soll (945 l/m²) blieb, zählte es zu den Ländern mit den meisten Niederschlägen.

Baden-Württemberg: Baden-Württemberg erreichte im Jahr 2012 durchschnittlich 9,1°C (8,1°C) und präsentierte sich mit 988 l/m² (980 l/m) als niederschlagsreichstes sowie mit 1806 Stunden (1607 Stunden) als sonnenscheinreichstes Bundesland. In Balingen-Bronnhaupten auf der Schwäbischen Alb schien die Sonne 1993 Stunden. Nach der Zugspitze war dies im Jahr 2012 die sonnigste Station Deutschlands.

Bayern: Bayern war mit 1783 Stunden (1595 Stunden) ein sonniges, mit 906 l/m² (940 l/m²) ein niederschlagsreiches und mit 8,5°C (7,5°C) erneut das kälteste Bundesland. Oberstdorf verzeichnete bundesweit die tiefste Temperatur: minus 29,4°C am 6. Februar. Unterhalb von 920 m war Oberstdorf mit insgesamt 1676 l/m² auch die Station mit dem meisten Niederschlag. Die extremsten Wetterbedingungen in Deutschland herrschten wie immer auf der 2960 m hohen Zugspitze: Sie hatte mit minus 3,4 Grad das niedrigste Temperaturmittel, mit 2066 Stunden den meisten Sonnenschein, mit 2153 l/m² den meisten Niederschlag und am 25. Januar mit 500 cm die höchste Schneedecke. Die höchste Schneedecke im Flachland meldete Reit im Winkl mit 120 cm am 16. Februar.

*Alle in dieser Pressemitteilung genannten Jahreswerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten drei Tage des Jahres verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung.

© DWD 1996-2012

von dxbruelhart - am 30.12.2012 11:36
So, eure Meinung bitte.

Der Trend geht jetzt eindeutig dahin, dass, zumindest in Deutschland von einer spürbaren Erwärmung nicht die Rede sein kann. Die Vohersagen waren ja so, dass die Winter immer milder werden würden, Schnee würde praktisch Seltenheitswert haben und die Sommer sollten heiss und trocken werden. Nichts davon ist bisher eingetreten. Das Gegenteil ist der Fall. Die letzten 4 Winter waren allesamt kälter als das Mittel der Jahre 1981-2010 und man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass auch das Frühjahr 2013 viel zu kalt ausfallen wird. Hinter uns liegt der kälteste März seit BEginn der Aufzeichnungen und auch im April wird der Winter weiter Gas geben. Von den Sommern der letzten Jahre will ich gar nicht sprechen, denn der Zeitraum Juni-August verdiente den Namen absolut nicht. Es war meistens eher ein vorgezogener Herbst. Der letzte Sommer, der den Namen verdient hat war im Jahr 2006, wobei sich das da alles auf den Juni fokussierte, aber immerhin ist das auch schon 7 Jahre her.

Europa ächzt unter der Kältewelle, Schneemassen in England, sibirische Kälte im Osten und selbst im Mittelmeerraum Temperaturen die deutlich unter dem langjährigen Mittel liegen.

von zerobase now - am 26.03.2013 14:30
Aus einzelnen Wetterereignissen in Deutschland kann man nicht auf einen Klimawandel schließen. Man muss das global und über einen längeren Zeitraum betrachten und Fakten wie den Anstieg des CO2-Gehalts in der Atmosphäre und den Rückgang der sommerlichen Eisfläche in der Arktis berücksichtigen.
Einige Beobachtungen, die ich gemacht habe:
Früher bedeutete Ostwind bei uns eigentlich trockenes heißes Wetter im Sommer und trockenes und kaltes Wetter im Winter. In den letzten Jahren meine ich beobachtet zu haben, dass es vermehrt sogenannte Vb-Wetterlagen gegeben hat, wobei aus dem Mittelmeerraum Tiefdruckgebiete über den Balkan, Ungarn etc. nach Polen, Tschechien und Deutschland gezogen sind und dort zu starken Niederschlägen mit Überschwemmungen geführt haben.
Dieser Sommer war nicht nur bei uns recht feucht, auch im nördlichen Mittelmeerraum hat es im Sommer und Herbst ungewöhnlich oft und viel geregnet und Unwetter gegeben.
Auch hat der Wind hier in Nordwestdeutschland in den letzten 20 Jahren deutlich nachgelassen. So ist der Windindex (Keiler-Häuser-Index) mehrfach nach unten angepasst worden. Nach einer Aufstellung eines norddeutschen Windkraftbetreibers war das letzte
100 %-Windjahr 2008. 2009 85 %, 2010 76 %, 2011 97 %, 2012 89 %, 2013 84 %, 2014 78 % (Hochrechnung bis 31.12.14).
Kürzlich gelesen: in Herne hat es in den letzten 5 Jahren 8 Jahrhundertregen gegeben.
Anbei noch 2 Seiten mit Klimafakten aus der Zeitschrift Zeo2.
Trotz allem gibt es noch Meteorologen mit Doktortitel die behaupten: es gibt keinen Klimawandel. Höhere oder niedrigere Durchschnittstemperaturen sind ganz normal, hat es immer schon gegeben.
[attachment 4066 zeo2-klimawandel1.jpg]
[attachment 4067 zeo2-klimawandel2.jpg]

von _SOLAR MAX_ - am 23.11.2014 15:22
Ich glaube schon, dass es einen Klimawandel gibt. Mit den Statistiken ist das immer so eine Sache damit kann man alles und nichts beweisen. Tatsächlich merkt aber jeder "Normalo" dass es insbesondere im Herbst und Winter wärmer wird und die Jahreszeiten sich mehr und mehr verschieben. Gestern hatte wir hier in NRW 14 Grad und Sonne pur. Da kann mir jetzt kein Mensch erzählen, dass sowas für Ende November normal ist. Da waren in diesem August (!!!!) einige Tage die gefühlt kälter waren als der gestrige Totensonntag mit T-Shirt Wetter. Selbst gestern abend um 20 Uhr waren es noch milde 12 Grad. Dazu gab in den letzten beiden "Wintern" im Flachland praktisch kaum Schnee und wenn dann war das höchstens mal tageweise. Von einer stabilen Winterwetterlage über mehrere Wochen waren wir Lichtjahre entfernt. Es wird auch sicherlich keine Überraschung werden, wenn am Ende des Jahres rauskommt, dass 2014 wieder einen neuen Wärmerekord für Deutschland gebracht hat. Natürlich kommen jetzt die "Experten" die meinen sowas seien Einzelfällle und für eine langfristige Beobachtung nicht relevant. Ich kann aber 1 +1 zusammenzählen und wir alle sehen, dass das Klima in den letzten Jahren milder wird. Selbst der relativ kalte Winter 2011/2012 kann an dieser Gesamtlage nichts ändern.

von zerobase now - am 24.11.2014 12:18
Was zu vermuten war, jetzt auch offiziell bestätigt. 2014 war das bisher wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Erstaunlichweise handelt es sich dabei aber nicht um ein regionales Phänomen, sondern auch in anderen Ländern und Kontinenten war 2014 überdurchschnittlich warm.

Der Klimawandel ist also bereits in vollem Gange und nicht mehr aufzuhalten. War der letzte Winter schon praktisch schnee- und frostfrei, scheint auch dieser Winter eher zu den verlängerten Herbsten zu gehören. Ok, 2 Monate haben wir noch Winter, aber ich glaube das kann man jetzt abhaken. Vielleicht wirds nochmal 1-2 Wochen kalt, aber richtigen Winter wirds wohl auch diesmal nicht geben.

http://www.dwd.de/klimawandel

von zerobase now - am 13.01.2015 12:13
Eine neue Publikation zum Thema Klimawandel ist gerade erschienen:

Le Monde diplomatique Edition No. 20

Warmzeit. Klima, Mensch und Erde
Der Klimagipfel in Paris war der letzte Startschuss. Nach zwei Jahrzehnten der Stagnation, in denen der CO2-Ausstoß weiter zunahm, schwebt wieder Hoffnung durch die Atmosphäre. Aber wie geht es jetzt weiter? Bleibt China noch genug Luft zum Atmen? Können Vögel Windrädern ausweichen? Schmilzt das Polareis wirklich so schnell?

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von _SOLAR MAX_ - am 01.11.2016 15:02
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