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Russland schafft Winterzeit ab

Startbeitrag von mor_ am 09.02.2011 19:20

An sich bin ich _kein_ Freund der Herren M+P . Aber ich muss zugeben Herr M. hat mal was sinnvolles beschlossen:
Zitat
ORF
Russland dreht an der Uhr: Auf Anordnung von Kreml-Chef Dimitri Medwedew schafft der größte Flächenstaat der Erde im Herbst dieses Jahres die Winterzeit ab. Die Zeitumstellung belaste den Organismus und rufe Stress hervor, sagte Medwedew heute nach Angaben der Agentur Interfax. „Außerdem werden wir dadurch mehr Tageslicht haben.“.....



http://news.orf.at/stories/2041088/

Antworten:

Interessant, die Normalzeit wird abgeschafft und stattdessen die Sommerzeit für das ganze Jahr über eingeführt. Sollte Europa sich je zur Abschaffung der Zeitumstellung entschließen, hoffe ich auch auf die Sommerzeit beizubehalten. Im Grunde stört mich die Zeitumstellung nicht. Hat irgendwie sogar etwas... :xcool:

von CBS - am 09.02.2011 19:35
Zitat
CBS
Im Grunde stört mich die Zeitumstellung nicht. Hat irgendwie sogar etwas... :xcool:

Ich bin ebenfalls eindeutiger Befürworter der Zeitumstellung:
Bis 22:45 Tageslicht im Juni hier im Nordwesten möchte ich nicht mehr missen. :cool:
Dafür nehme ich gerne die Zeitumstellung in Kauf, die zumindest mich als Schichtarbeiter ohnehin nie sonderlich gestört hat.

Ich finde die ewig wiederkehrenden Diskussionen insbesondere unmittelbar vor der Zeitumstellung ohnehin affig:
Die selben Leute, die über die ach so böse Zeitumstellung wettern, haben offenbar absolut keine Probleme, dank Billigflieger ihren Urlaub in Antalya (CET +1), Lanzarote (CET -1) oder gar in Thailand (CET +6) bzw. in den Staaten (CET - 6-9) oder sonstwo zu verbringen, um dann einen Tag nach dem Rückflug gesund und munter den Dienst wieder anzutreten.

Zum Thema:
In Russland wurden vor geraumer Zeit (1-2 Jahre?) ohnehin bereits Zeitzonen zusammengelegt und in einigen weiten unbesiedelten Landesteilen scheint der Effekt der Abschaffung der Winterzeit wohl offenbar auch nicht sonderlich gravierend zu sein.
Würde man hier in Mitteleuropa, dessen Zeitzone ohnehin schon zu weit nach Osten und zu weit nach Westen ausgedehnt ist, die Winterzeit abschaffen, dann hätten wir hier in Nordwestdeutschland bis halb zehn vormittags nahezu völlige Dunkelheit (SA 21. Dez. in Meppen: 08:53 / wäre NEU: 09:53 !!).
In noch weiter westlich gelegenen bevölkerungsreichen Regionen wie der Großraum Amsterdam, Nordfrankreich oder Nordspanien würde die Sonne dann erst um einiges nach 10:00 Uhr vormittags aufgehen. :eek:
Das würde zumindest mich nicht sonderlich stören aber wir hätten dann vormittags quasi mittelskandinavische Verhältnisse in unseren Breiten westlich einer gedachten Linie Emden-Düsseldorf-Trier. :p
De facto also völliger Blödsinn, zumindest in unserer CET-Zone.
Und Sommerzeit abschaffen - nein danke !! Wie ich oben schon schrieb: Tageslicht im Juni bis 22:45 (SU 21.06.: 22:00h) ist einfach nur Gold wert ! :-)

...und bitte jetzt keine Vergleiche mit der chinesischen Zeitzone. :D

von Mathias Volta - am 09.02.2011 20:18
Zitat
CBS
Interessant, die Normalzeit wird abgeschafft und stattdessen die Sommerzeit für das ganze Jahr über eingeführt. Sollte Europa sich je zur Abschaffung der Zeitumstellung entschließen, hoffe ich auch auf die Sommerzeit beizubehalten.
Wenn dann würde ich mir lieber das ganze Jahr Winterzeit wünschen, denn ganze Jahr über Sommerzeit fände ich richtig mies, denn das brächte zwei gravierende Nachteile.

1) Im Winter würde es noch früher dunkel werden, und der Lichtmangel würde noch grösser werden.

2) Die Sommerzeit ist auch im Sommer nicht so toll, denn dadurch hält sich die Nachmittagshitze relativ lang und es wird erst extrem spät dunkel. Vorallem für Kinder ist das ein Problem. Denn in der Nachmittagshitze wollen Kinder meist garnicht ins Freie zum spielen. Und wenn es dann spätabends angenehmer wird, müssten sie eigentlich ins Bett, obwohl sie deshalb dann nicht wirklich ins Bett zu kriegen sind.

Mein Wunsch wäre es deshalb die Sommerzeit und Winterzeit zu tauschen. Damit es im Sommer dann eher kühl wird, und im Winter länger hell bleibt. Wäre doch viel besser.

von Martyn136 - am 09.02.2011 20:39
Zitat
Martyn136
Mein Wunsch wäre es deshalb die Sommerzeit und Winterzeit zu tauschen. Damit es im Sommer dann eher kühl wird, und im Winter länger hell bleibt. Wäre doch viel besser.

Und im Himmel ist Jahrmarkt! :bloed:

von CBS - am 09.02.2011 20:45
Zitat
CBS

Mein Wunsch wäre es deshalb die Sommerzeit und Winterzeit zu tauschen. Damit es im Sommer dann eher kühl wird, und im Winter länger hell bleibt. Wäre doch viel besser.


Nix da, Sommer gehört Hitze dazu! Und die armen Kinderlein, naja am See/Meer lässt es sich schon aushalten :D

Ich als Südeuropa-Fan mag keine kühlen Sommertage..

Zeitumstellung ist doch wirklich egal, mein gott, zweimal im Jahr die Uhr umdrehen. Es gibt wirklich schlimmeres...

von RTL 102.5 Fan - am 09.02.2011 20:50
Zitat
Martyn136
(...) denn ganze Jahr über Sommerzeit fände ich richtig mies, denn das brächte zwei gravierende Nachteile.

1) Im Winter würde es noch früher dunkel werden, und der Lichtmangel würde noch grösser werden.


Äh, nein.

von PhanTomAs - am 09.02.2011 21:44
Zitat
Martyn136
Mein Wunsch wäre es deshalb die Sommerzeit und Winterzeit zu tauschen. Damit es im Sommer dann eher kühl wird, und im Winter länger hell bleibt. Wäre doch viel besser.

Dann hättet ihr im Süden im Juni schon abends um halb acht Dunkelheit - willkommen in der vorweihnachtlichen Stimmung und hier im Nordwesten hätten wir bereits gegen zwei Uhr nachts wieder das erste Tageslicht, bevor gegen 02:45 die Sonne wieder aufgehen würde - willkommen in Mittelnorwegen. Da bekommst Du höchstens Lust auf einen Kurztrip zur Mitternachtssonne. :D
Man sollte bei solchen Überlegungen, auch was das Hauptthema angeht, die tatsächlichen unterschiedlichen lokalen SA- und SU-Zeiten bedenken, und die betragen hier allein schon innerhalb Deutschlands knapp eine Stunde Differenz.
Und jetzt frage Dich bitte mal selbst das berühmte "was wäre wenn" am 21.06. bzw. 21.12. an den äußeren Enden unserer Zeitzone wie z.B. am Balaton, bzw. in Nordspanien?
Und mal ehrlich, so extreme Hitze bzw. Kälte gibt es in unseren Breiten mit Sicherheit nicht, daß man deswegen die Zeit verschieben muß.

Zitat
Martyn136
1) Im Winter würde es noch früher dunkel werden, und der Lichtmangel würde noch grösser werden.

Umgekehrt: Im Winter würde es noch später hell werden, hier im Norden wären dann bereits mittelskandinavische Verhältnisse - siehe meinen ersten Text. Die Russen behalten doch nun das ganze Jahr über die Sommerzeit oder habe ich jetzt was überlesen?

Zitat
Martyn136
Vorallem für Kinder ist das ein Problem. Denn in der Nachmittagshitze wollen Kinder meist garnicht ins Freie zum spielen. Und wenn es dann spätabends angenehmer wird, müssten sie eigentlich ins Bett, obwohl sie deshalb dann nicht wirklich ins Bett zu kriegen sind.

Würde das Bundesland Bayern die Sommerferien in gesunder Rotation und Abstimmung mit den anderen Bundesländern zur Abwechslung statt permanent in den Frühherbst auch mal in den Hochsommer legen, dann wäre das Problem Kinder, Hitze, Schule, Früh ins Bett adäquat mit Freibad, Ferienaktivität und Ausschlafen statt mit Zeitverschiebung gelöst. ;-)

von Mathias Volta - am 09.02.2011 21:51
Statt nur ein halbes Jahr mit falsch eingestellten Uhren herumzulaufen (nämlich im Sommer), soll dies nun also in Rußland ganzjährig gelten. Sehr sinnvoll ...

Warum hierzu unbedingt Uhren, welche eine falsche Uhrzeit anzeigen, nötig sind, konnte bislang niemand schlüssig begründen. Ebensogut könnte man im Sommer (oder bei Wunsch auch ganzjährig) die Schulen um 7 Uhr beginnen lassen bzw. eine Stunde früher mit der Arbeit beginnen. (Achtung: Dem ist bereits so! Nur die Uhren zeigen etwas anderes an, was aber an den Fakten nicht im geringsten etwas ändert.)

Nun, seit vielen Jahren schon hält mich zunehmend weniger in Deutschland, und meine für das Jahr 2015 vorgesehene, dauerhafte Auswanderung ist längst in Vorbereitung.

Und nein, die Zeitumstellung wäre kein Grund, von hier wegzugehen (diese entspricht höchstens einem Wassermolekül in einem riesigen Regenfaß von Gründen). Dafür stören mich inkorrekte Uhren dann doch zuwenig ... Daß es sich bei meinem Ziel um ein Land handelt, in welchem es so einen Unsinn wie die Sommerzeit nie gegeben hat, ist hingegen reiner Zufall.

von Dixie_ - am 09.02.2011 23:44
Ich finde es schon unerträglich wenn es im Sommer oft 32 °C hat und die Hitze nicht vor 21 Uhr unter 25 °C fällt. Solchen Tagen finde ich die Abenddämmerung wesentlich angenehmer als die Nachmittagshitze.

Für mich zählt vorallem der Abend. Der Morgen und der Sonnenaufgang ist für mich irrelevant weil ich den eh nicht mitbekomme. Stehe ja morgens nur so früh auf wie es notwendig ist um zur Arbeit zu kommen. Da bin ich dann eh im Stress und voll Frust, so das es mir da völlig egal ob es draussen hell oder dunkel ist. Und an freien Tagen und Wochenende stehe ich eh nicht freiwillig vor 13 Uhr auf, und da ist es dann auf jeden Fall hell.

@Dixie_: Welches Land hast du den im Visir?


von Martyn136 - am 10.02.2011 01:07
Also die Temperaturen zu beachten, ist müßig. Bei der Zeitumstellung geht es einzig und allein um die Lichtverhältnisse. Wie oben bereits festgetsellt, würde im Juni die Sonne bereits gegen 3 Uhr morgens aufgehen. Dafür wäre es am Abend, würde die Winterzeit gelten, gegen 21 Uhr und nicht erst um 22:30 Uhr dunkel.

Ich finde es durchaus angenehm, wenn man im Sommer bis nach Mitternacht draußen sitzen kann, und dazu nur 2 Stunden insektenanlockendes, künstliches Licht benötigt.

In Russland galt ja schon bisher die sog. "Dekretzeit". Das bedeut, die Uhren sind immer auf eine Stunde später eingestellt, als die Zeitzone es eigentlich verlangen würde. Daher ist Moskau gegenüber Mitteleuropa auch immer +2 Stunden voraus gewesen.

Da in Russland bzw. in der ehemaligen Sowjetunion im Sommer dennoch die Sommerzeit galt, blieb der Zeitunterschied auch genererell bestehen.

Die neue Situation wird sein, dass nun die Moskauer Zeit im Winter +3 Stunden vor unseren liegt. Ist es hier 12 Uhr, ist es in Moskau dann schon 15 Uhr statt bisher 14 Uhr. Im Sommer aber würde der Vorsprung wieder um eine Stunde schmelzen.

von Alqaszar - am 10.02.2011 01:35
Zitat
Martyn136
Der Morgen und der Sonnenaufgang ist für mich irrelevant weil ich den eh nicht mitbekomme. Stehe ja morgens nur so früh auf wie es notwendig ist um zur Arbeit zu kommen. Da bin ich dann eh im Stress und voll Frust

Dann hast Du langfristig den falschen Job. Mal 'nen beschissenen Morgen zu haben ist eine Sache, dauerhaft Jahr für Jahr mit dieser Einstellung zum Dienst zu fahren eine andere...

Zitat
alqaszar
Die neue Situation wird sein, dass nun die Moskauer Zeit im Winter +3 Stunden vor unseren liegt. Ist es hier 12 Uhr, ist es in Moskau dann schon 15 Uhr statt bisher 14 Uhr. Im Sommer aber würde der Vorsprung wieder um eine Stunde schmelzen.

Gut zu wissen für die kommende sporadic-e Saison, wenn wieder fröhliches 1 TV-gucken auf R1 vom Moskauer Ostankino angesagt ist. :D

Zitat
Dixie_
Daß es sich bei meinem Ziel um ein Land handelt, in welchem es so einen Unsinn wie die Sommerzeit nie gegeben hat, ist hingegen reiner Zufall.

Thailand?? :love:

von Mathias Volta - am 10.02.2011 06:08
Wer stellt dann in Russland die Sonnenuhren um? :verpiss:

von HeibelA - am 10.02.2011 06:58
Derzeit arbeite ich im Schnitt von 7 bis 17 Uhr. Von November bis Jabnuar heißt das dann: Mit Arbeit anfangen wenns dunkel wird und aufhören wenn's auch wieder dunkel ist. Würde die Winterzeit (also eigentlich die "Normalzeit") abgeschafft würde es zwar zum Jahreswechsel erst ab ca. 9.30 Uhr hell werden, dafür hätte man dann aber bis fast 18 Uhr Helligkeit. Also ich würde das auch begrüßen.

von Wiesbadener - am 10.02.2011 07:01
Zitat
RTL 102.5 Fan
Zitat
CBS

Mein Wunsch wäre es deshalb die Sommerzeit und Winterzeit zu tauschen. Damit es im Sommer dann eher kühl wird, und im Winter länger hell bleibt. Wäre doch viel besser.

Ne, also bitte. So etwas habe ich nun wirklich nicht geschrieben.

Zu Dixie_:
Ich habe auch für ein paar Jahre in einem Land ohne Zeitumstellung gelebt. Aufgrund der Lage sollte es eigentlich sogar zwei Zeitzonen haben, was aber quatsch wäre. Man teilt sich eine mit Korea und verzichtet auf die eigentlich notwendige eigene Zeitzone. Mit dem Ergebnis, dass es sogar im Sommer abends ab 19 Uhr dämmrig und um 20 Uhr dunkel ist, dafür es morgens sehr sehr früh hell wird. Ich war ein Frühaufsteher und wenn ich gegen 6 Uhr das Haus verlies war es schon taghell. Das ist schon eine Verschwendung des Tageslichts. Aber natürlich ist es dafür abends auf dem nach Hauseweg auch kühler, aber bei gerne mal 90-100% Luftfeuchtigkeit ist das auch egal, ob es 25 oder 30° sind. Es fühlt sich deutlich mehr an als wenn es hier in D mal 30°C hat. Aber man arrangiert sich und in einer Megastadt muss man nicht unbedingt auf das Tageslicht schauen, es gibt anderes. Trotzdem hier in D ist das System wie jetzt ok. s.o.

von CBS - am 10.02.2011 10:57
Ich halte das für eine sehr sinnvolle Sache. Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, ist es ohnehin noch dunkel. Aber ich finde es schon sehr deprimierend, dass es im Winter zum Feierabend schon wieder dunkel ist, da wäre die Sommerzeit ein großer Gewinn. Zumal die Gesellschaft heutzutage ohnehin mehr in den Abend hinein orientiert ist: Geschäfte sind länger geöffnet als früher, man will länger den Feierabend genießen und Abends noch etwas machen. Gerade jetzt im Februar würden wir von der Sommerzeit profitieren: Abends hell bis ca. 19.00 Uhr statt nur bis 18. Uhr. Das hat schon was. Vermutlich würde bei der Einführung von Sommerzeit auch im Winter mehr Energie gespart werden als durch den bisherigen Unsinn. Das Problem ist ja nicht Sommerzeit/Winterzeit, das Problem ist die nervige Zeitumstellung zweimal pro Jahr.

von Bolivar diGriz - am 10.02.2011 11:29
Zitat
Mathias Volta
Bis 22:45 Tageslicht im Juni hier im Nordwesten

Echt? Wow!

Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich gewundert hab, dass selbst um 21:30 Uhr die Autos auf norddeutschen Autobahnen ohne Licht gefahren sind, aber das ist noch über eine Stunde mehr ...

von andimik - am 10.02.2011 11:55
Zitat
andimik
Zitat
Mathias Volta
Bis 22:45 Tageslicht im Juni hier im Nordwesten

Echt? Wow!

Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich gewundert hab, dass selbst um 21:30 Uhr die Autos auf norddeutschen Autobahnen ohne Licht gefahren sind, aber das ist noch über eine Stunde mehr ...

Bin ich hier im Emsland im Juni zur SU-Zeit mit dem Auto unterwegs, pflege ich auch erst gegen 22:15 das Licht am Auto anzumachen, wenn es nach unmittelbar untergegangener Sonne dann wirklich Sinn macht.
Noch stärker ist dieser Effekt übrigens auf der Insel Sylt, wo der Juni am längsten Tageslicht bringt: Dank Papa Staat habe ich von 1999-2001 oben in List gelebt. SU dort um 22:09, um halb elf fahren die meisten dort entsprechend noch ohne Licht, da es erst gegen 23:00 dort wirklich dämmrig wird.
Auf der Insel Sylt und im Raum Flensburg machen sich um den 21.06. übrigens bereits ansatzweise die "weißen Nächte" bemerkbar - ein schönes Naturschauspiel. :-)
Und deswegen schrieb ich oben ja, daß man das Ganze bei solchen Ideen bedenken sollte: Allein schon in unserem Land (Passau vs. List) ist beim Tageslicht eine Stunde Differenz, bei Nordspanien vs. Balaton dürften es wegen unserer überdehnten CET-Zeitzone locker zwei Stunden oder mehr sein, ohne daß ich mich jetzt wirklich mit den lokalen SA-/ SU-Zeiten dort auseinandergesetzt habe, obwohl ich das im Hinblick auf mein Winter-Hobby MW-DX mal machen sollte. :-)

von Mathias Volta - am 10.02.2011 13:57
Zitat
Auf der Insel Sylt und im Raum Flensburg machen sich um den 21.06. übrigens bereits ansatzweise die "weißen Nächte" bemerkbar - ein schönes Naturschauspiel.


Absolut. War dort auch schon mal in Urlaub um die Zeit und so richtig dunkel wurde es da dort nachts nicht. Eher so eine Art Dämmerlicht. Nicht richtig hell aber auch nicht dunkel. Kann man schwer beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

von zerobase now - am 10.02.2011 14:02
Zitat
alqaszar
Also die Temperaturen zu beachten, ist müßig. Bei der Zeitumstellung geht es einzig und allein um die Lichtverhältnisse. Wie oben bereits festgetsellt, würde im Juni die Sonne bereits gegen 3 Uhr morgens aufgehen.

Das tut sie doch. Nur zeigt die Uhr eine falsche Zeit an, wofür sich die Natur selbstverständlich nicht wirklich interessiert.

Vor 1980 konnte man auch in Deutschland ohne falsche Uhren sehr gut leben, und daß in der Schweiz sogar die Demokratie mit Füssen (absichtlich die schweizerische Schreibweise verwendet) getreten wurde, um die Falschzeit durchzusetzen, steht wieder auf einem anderen Blatt und würde hier zu weit führen.

Tatsache ist: Die Politik ist aus unterschiedlichen Gründen (die sich im nachhinein alle als unkorrekt herausgestellt haben, was aber hier außer acht bleiben soll) der Meinung, daß man während der Sommermonate doch bitte eine Stunde früher mit der Arbeit beginnen und eine Stunde früher Schluß machen sollte. Seit 1980 wird dies in Deutschland so gehandhabt. Gut. Warum nicht? In Rußland soll dies jetzt ganzjährig durchgeführt werden. Gern. Warum nicht?

Nur: Warum braucht man dafür falsche Uhren, die anzeigen, daß dies gar nicht der Fall wäre? An den Fakten ändert das Ganze nichts. Um 16.30 Uhr ist es eben 16.30 Uhr, auch wenn man sich darauf einigen sollte, deutschlandweit auf den Uhren um diese Zeit 23.41 Uhr anzuzeigen.

Die ganze Diskussion über die Sommerzeit erinnert mich immer ein wenig an meinen verstorbenen Großvater: Zeitlebens nutzte er eine fehlerhafte Waage, die grundsätzlich 5 kg zuwenig anzeigte. Irgendwann wagte ich es dann doch, ihn darauf anzusprechen, was zu folgendem Dialog führte:

Ich: »Sag mal, willst du dir nicht einmal eine neue Waage kaufen?«
Er: »Aber warum? Ich kann doch 5 kg dazuzählen.«
Ich: »Wenn sie statt dessen 5 kg zuviel anzeigen würde, hättest du dir längst eine neue besorgt, oder?«
Er (schluckt erst und lacht dann): »Ja, das ist wohl so!«

So ist es auch mit der Sommerzeit, und insofern ist auch der Vorschlag unseres lieben Martyn, der wie erwartet unsinnig ist, vollkommen harmlos, da sich die Natur eben nicht bestechen läßt.

Nochmals: Ist man tatsächlich der Meinung, daß es vorteilhaft ist, die Schule während des Sommers um 7 Uhr beginnen und die Arbeiter um 15 Uhr Feierabend machen zu lassen, dann soll man eben dabei bleiben. Wenn Seine Heiligkeit, Herr Putin, die Auffassung vertritt, dies wäre sogar ganzjährig sinnvoll, dann kann man auch darüber sprechen.

Nur warum man hierfür falsch eingestellte Uhren benötigt, wird nie jemand schlüssig begründen können. Möglicherweise brauchen die Menschen aber schlicht und einfach Illusionen (siehe oben) ...

@Mathias Volta:

Richtig geraten.

von Dixie_ - am 10.02.2011 14:20
Zitat
Dixie_
@Mathias Volta:

Richtig geraten.

Willkommen im Club. :-)

Zitat
Dixie_
Nur: Warum braucht man dafür falsche Uhren, die anzeigen, daß dies gar nicht der Fall wäre? An den Fakten ändert das Ganze nichts. Um 16.30 Uhr ist es eben 16.30 Uhr, auch wenn man sich darauf einigen sollte, deutschlandweit auf den Uhren um diese Zeit 23.41 Uhr anzuzeigen.

Vom eigentlichen Tag der Zeitumstellung abgesehen, wo man im Frühjahr denkt "upps, ist ja schon 19:00" bzw. umgekehrter Weise im Herbst "ist ja erst 18:00" ist das Thema zumindest für mich nach einem Tag gegessen und körperliche Probleme wie Schlafstörungen habe ich auch nicht. Nur eben diese Leute, die sich über solche Probleme beklagen, reisen wie gesagt ganz gerne problemlos nach London, Helsinki, Lanzarote oder gar nach Übersee und der Jetleg scheint den selben Leuten nicht sonderlich viel auszumachen, wenn man das Ganze mal genauer verfolgt.
Ganz streng genommen wären dann so manche Uhren diesseits und jenseits von Görlitz (15. Meridian östlich von Greenwich für unsere MEZ) dann "falsch eingestellt", aber die extreme Ausdehnung der CET-Zone dient bekanntlich einer gewissen Zeitharmonisierung innerhalb vieler Länder Europas. lediglich Portugal kehrte wieder zur GMT zurück, da die Zeitextreme bereits zu gravierend waren:

(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/71/Time_zones_of_Europe.svg/220px-Time_zones_of_Europe.svg.png)

Und ob wir einen wie in Amerika zum Teil praktizierten zeitlichen Flickenteppich (keine Sommerzeit innerhalb von Regionen des Staates Arizona) brauchen, wage ich zu bezeifeln, obwohl Holland ja mal eine eigene reel engepaßte Zeitzone, die sogenannte Amsterdamer Zeit hatte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn man selbst am Wochenende nicht brachial auf die Minute seinen Tagesablauf gestaltet, sollte die Zeitumstellung normalerweise nicht das Problem sein. Na ja, bekanntlich ist jeder Jeck anders...

Zitat
zerobase now
Zitat
Auf der Insel Sylt und im Raum Flensburg machen sich um den 21.06. übrigens bereits ansatzweise die "weißen Nächte" bemerkbar - ein schönes Naturschauspiel.


Absolut. War dort auch schon mal in Urlaub um die Zeit und so richtig dunkel wurde es da dort nachts nicht. Eher so eine Art Dämmerlicht. Nicht richtig hell aber auch nicht dunkel. Kann man schwer beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

Leider ist so etwas selbst mit professionellen Kameras dort schwer einzufangen, aber anhand des folgenden Wikipedia-Bildes aus Helsinki läßt sich das für Außenstehende gut beschreiben:
Bereits ab Ende Mai ist auf Sylt quasi die ganze Nacht über ein dünner weißer Streifen in der Nordhälfte des Himmels mit Restlicht zu sehen, der bis 21.06. immer stärker wird. Um den 21.06. ist die Nordhälfte des Himmels selbst um Mitternacht, um 01:00 und um 02:00 quasi ähnlich hell (vielleicht etwas dunkler, aber an sich kaum) wie auf dem Helsinki-Bild. Würde man zu den genannten Zeiten allerdings direkt in den Himmel rauf schauen, wäre es gewohnt (nahezu) dunkel, von der hellen Nordhälfte abgesehen - der Dämmereffekt bleibt allerdings. Echt schön und statt Disko habe ich so manchen dienstfreien Abend im Juni entsprechend nachts stundenlang am Strand verbracht, um mich daran zu erfreuen. :-)

(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9f/Mittsommernacht-in-helsinki.jpg/220px-Mittsommernacht-in-helsinki.jpg)

von Mathias Volta - am 10.02.2011 16:13
@Mathias Volta:

Es ist eben ein gravierender Unterschied, ob man

a) aus (technisch und organisatorisch kaum vermeidbaren) bestimmten Gründen eine Abweichung der angezeigten Zeit von der wahren Ortszeit (technisch kaum machbar) bzw. der mittleren Ortszeit (organisatorisch extrem ungünstig) in Kauf nimmt oder

b) dasselbe wie unter a) durchführt UND die daraus resultierende Zeit absichtlich nochmals um eine volle Stunde falsch einstellt.

Die Problematiken der (zu weiten) MEZ-Ausdehnung, der Zeitgleichung und der Asymmetrie des Analemmas, welche sich seit 1246 zunehmend verstärkt, sind mir ebenfalls wohlbekannt, haben aber mit dem hier diskutierten Thema nur wenig zu tun, denn es gilt: Im Schnitt (und nur darauf kommt es an) paßt die Normalzeit exakt, während die sogenannte Sommerzeit im Schnitt um eine volle Stunde danebenliegt.

Im übrigen könnte ich mich sehr gut mit der Dezimalzeit anfreunden, aber bitte, bitte legt dann Mitternacht ein für allemal in der Mitte der dann geltenden Zeitzone auf 0.00.00 fest, nicht auf 9.00.00 oder 1.00.00! ;)

von Dixie_ - am 10.02.2011 18:00
Sommerzeit ist mir lieber als die Winterzeit. Abends schön lang hell :)
Früher finster wäre für den Tourismus und einigen anderen Branchen ungünstig, vorallem im Sommer.

von RTL 102.5 Fan - am 10.02.2011 18:10
Hallo Dixie_, deine ausführlichen Erklärungen und Beispiele sind bestimmt bei den meisten angekommen. Ein Gedankenspiel: Wäre man hinterher, dass der Tag genau um 12 Uhr hälftig geteilt wird, so müsste streng genommen jeder Längengrad seine eigene Uhrzeit haben. Wie im Mittelalter, als die Sonnenuhren der verschiedenen Städte unabhängig voneinander fungierten. Somit war es in Görlitz eben eine Stunde früher als in Aachen.
Andere Möglichkeit wäre grundsätzlich überall die Weltzeit gelten zu lassen. Dann hat der Metzger in Berlin eben von 7:45 bis 18:45 Uhr und der in Sydney von 22:20 bis 9:20 Uhr auf, bei ungefähr gleichem Sonnenstand. Diese Umstellung dürfte Reisenden etwas mehr zu schaffen machen.
Genau so würde es für Menschen schwierig sein, sich auf durch das Jahr ändernde Öffnungs- und Arbeitszeiten einzustellen. Wie Du schreibst, also 12 Uhr ist Sonnenhöchststand (durchschnittlich), dann würde die Schule im Winter eben um 8 und im Sommer um 7 beginnen. Der Effekt wäre eigentlich fast derselbe wie bei der Zeitumstellung. Man könnte Fahrpläne jedoch besser anpassen.
Man erkennt, dass beides seine Vor- und Nachteile hat. Da mich die Zeitumstellung nicht stört begrüße ich die langen Sommerabende und hoffe, dass wenn die Zeitumstellung abgeschafft würde, ganzjährig die Sommerzeit gilt. Was die Schweiz angeht, manchmal muss man die Leute zu ihrem Glück eben zwingen :D . Im Grunde müssten in Europa Frankreich und Spanien, evtl. auch Benelux die Londoner Zeit annehmen, an der Westküste ist es im Hochsommer (Erfahrung Bretagne) noch weit nach 23 Uhr hell.

von CBS - am 10.02.2011 18:20
Zitat
RTL 102.5 Fan
Sommerzeit ist mir lieber als die Winterzeit. Abends schön lang hell :)

Eben nicht. Du gehst nur eine Stunde früher ins Bett ... :)

Zitat
CBS
Hallo Dixie_, deine ausführlichen Erklärungen und Beispiele sind bestimmt bei den meisten angekommen.

Nein, sind sie nicht. :)

Beweis:

Zitat

Ein Gedankenspiel: Wäre man hinterher, dass der Tag genau um 12 Uhr hälftig geteilt wird, so müsste streng genommen jeder Längengrad seine eigene Uhrzeit haben. Wie im Mittelalter, als die Sonnenuhren der verschiedenen Städte unabhängig voneinander fungierten. Somit war es in Görlitz eben eine Stunde früher als in Aachen.

Genau dazu hatte ich ja Stellung genommen.

von Dixie_ - am 10.02.2011 18:20
Hm, falls Du jetzt das 23:41 Beispiel meinst, dann hast Du meinen Satz nicht verstanden - oder ich dich nicht. Aber ich schrieb ja auch nur "die meisten". Naja, gut's Nächtle jetz, es is schon spät :rolleyes: :sleep:

von CBS - am 10.02.2011 22:47
Zitat
CBS
Hm, falls Du jetzt das 23:41 Beispiel meinst, dann hast Du meinen Satz nicht verstanden - oder ich dich nicht. Aber ich schrieb ja auch nur "die meisten". Naja, gut's Nächtle jetz, es is schon spät :rolleyes: :sleep:

Nein, ich meinte meinen Hinweis auf die organisatorische Notwendigkeit der Vereinheitlichung (Differenz von MEZ zu MOZ) und die technische Notwendigkeit, auch über die Zeitgleichung, also das Analemma, zu mitteln (Differenz von MOZ zu WOZ).

von Dixie_ - am 10.02.2011 22:50
Zitat
Mathias Volta
Zitat
Martyn136
Der Morgen und der Sonnenaufgang ist für mich irrelevant weil ich den eh nicht mitbekomme. Stehe ja morgens nur so früh auf wie es notwendig ist um zur Arbeit zu kommen. Da bin ich dann eh im Stress und voll Frust

Dann hast Du langfristig den falschen Job. Mal 'nen beschissenen Morgen zu haben ist eine Sache, dauerhaft Jahr für Jahr mit dieser Einstellung zum Dienst zu fahren eine andere...
Der Job ist nicht das Problem, sondern das Problem ist das mir die irdischen Tage zu kurz sind und ich eher einen 30 Stunden Tag bräuchte.

Das heisst ich komm oft nur nur 5 Stunden Schlaf, weil ich abends nicht ins Bett will. Aber dann nach so 5 Stunden aufstehen müssen ist der totale Horror.

Nach einem Kurzschlaf bis zu so 2 oder 3 Stunden kann ich noch relativ leicht aufstehen, aber mehr wird dann Problematisch. Bis ich komplett ausgeschlafen bin bräuchte ich schon so 10-12 Stunden.

So 18 Stunden wach sein dann 12 Stunden schlafen - das wärs.

von Martyn136 - am 11.02.2011 01:02
Die russische Lösung - also Somerzeit das ganze Jahr - das wärs; die Zeitumstellung zweimal pro Jahr brauche ich auch nicht wirklich - und gefällt auch vielen Schweizern nicht, nicht zuletzt deshalb wurde das Zeitgesetz 1978 bei uns abgelehnt - aber die Sommerzeit das ganze Jahr hindurch, das würde hier wohl wirklich gefallen. Und wer "ehrliche" Zeit haben wollte, müsste wirklich auf jedem Längengrad eine eigene Zeitzone haben - somit wäre als praktikable Lösung die Sommerzeit aufs ganze Jahr ausgedehnt wohl die beste Lösung.

von dxbruelhart - am 11.02.2011 05:31
Zitat
dxbruelhart
aber die Sommerzeit das ganze Jahr hindurch, das würde hier wohl wirklich gefallen.

Ja, ich wäre auch uneingeschränkt dafür. Selbst jetzt, Mitte Februar, ist es trotz "Winterzeit" noch dunkel, wenn ich zur Arbeit fahre. Wenn es morgens eine Stunde länger dunkel wäre, würde das für mich persönlich keine grosse Rolle spielen. Dafür wäre es um diese Jahreszeit abends bereits bis nach 19 Uhr hell.

Zitat
Martyn136
Der Job ist nicht das Problem [...] ich komm oft nur nur 5 Stunden Schlaf, weil ich abends nicht ins Bett will.

Such' dir einen Job, der dich wirklich fordert, dann löst sich das Problem mit dem Nicht-ins-Bett-wollen ganz von allein! :rolleyes:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 11.02.2011 11:22
Zitat
dxbruelhart
Die russische Lösung - also Somerzeit das ganze Jahr - das wärs; die Zeitumstellung zweimal pro Jahr brauche ich auch nicht wirklich - und gefällt auch vielen Schweizern nicht, nicht zuletzt deshalb wurde das Zeitgesetz 1978 bei uns abgelehnt - aber die Sommerzeit das ganze Jahr hindurch, das würde hier wohl wirklich gefallen.

Tatsächlich? Eventuell sollte man die Schüler abstimmen lassen ...

Seid Ihr dafür, ab sofort ganzjährig bereits um 7.00 Uhr mit dem Unterricht zu beginnen?

o JA o NEIN

Auf das Ergebnis wäre ich gespannt. ;)

Zitat

Und wer "ehrliche" Zeit haben wollte, müsste wirklich auf jedem Längengrad eine eigene Zeitzone haben

Eben nicht, da die MEZ im Schnitt (!) genau stimmt, während die sogenannte Sommerzeit im Schnitt genau um eine Stunde daneben ist. Mit anderen Worten: Rundungsunschärfen zur Vereinheitlichung begründen noch lange nicht den Einbau absichtlicher Fehler.

Zitat

- somit wäre als praktikable Lösung die Sommerzeit aufs ganze Jahr ausgedehnt wohl die beste Lösung.

Nein. Wenn überhaupt, dann Normalzeit bei gleichzeitiger Vorverlegung der Arbeits- und Schulzeiten um eine Stunde (= ganzjährige Einführung der sogenannten Sommerzeit, nur eben mit korrekten Uhren).

von Dixie_ - am 11.02.2011 11:52
Hab was Interessantes gefunden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mitteleurop%C3%A4ische_Zeit#Einf.C3.BChrung_nach_dem_Zweiten_Weltkrieg

von andimik - am 11.02.2011 12:14
Schlimm an der Sommerzeit (abgesehen davon dass es einfach nichtmal halbwegs die richtige Zeit ist) finde ich außerdem noch dass man dann zur "echten" Zeit vor 6 Uhr das Haus verlassen muss wenn man einen etwas längeren Anfahrtsweg hat. Da es nicht nur Leute gibt die von Haustür zu Haustür im beheizten Auto fahren sondern auch welche mit ÖPNV und Umsteigewartezeiten/Fußwegen dabei ist das schon störend wenn man dann nur weils so abartig früh ist sich mehrere Schichten kleider anziehen muss die man dann den Rest des Tages nur mit sich rumschleppt (auch nicht jeder hat ein festes Büro wo er sein Zeug einlagern kann). Wärs die richtige Zeit wärs schon deutlich wärmer.

von Ghuzdan1 - am 11.02.2011 18:25
Das Argument mit der Temparatur verstehe ich nicht so recht, obs nun um 6Uhr schon 5,5°C oder erst um 5Uhr noch 5°C macht wohl kaum einen Unterschied ;)

von BFBS - am 11.02.2011 20:22
Kann einem halt evtl. ne Jacke oder sowas sparen in Grenzfällen.

von Ghuzdan1 - am 12.02.2011 13:01
Kleine Anekdote zum Thema: Als wir vor ein paar Jahren im Masuren/Polen-Urlaub waren bin ich (es war um den 10. Juni) morgens wach geworden und es war bereits voll hell. Ich hab dann auf die Uhr geschut und konnte es kaum glauben: 3.30 Uhr war's gerade mal. Dafür wurde es abends schon gegen 21 Uhr dunkel. So ist das halt mit der Zeitzone ganz im Osten.

von Wiesbadener - am 16.02.2011 07:56
Und nun alles wieder zurueck! Wie u. a. hier zu lesen ist, war die dauerhafte Sommerzeit in Russland wohl ein Schuss in den Ofen. Nun versucht man es also umgekehrt und fuehrt dauerhafte Winterzeit ein.

von PowerAM - am 24.10.2014 08:23
Dauerhafte Winterzeit ist ja grässlich. Dann ist es im Sommer und im Winter viel früher Dunkel.

von zerobase now - am 24.10.2014 14:05
Ich würde wenn auch zur dauerhaften Sommerzeit tendieren.

Für Leute mit festen Arbeitszeiten hat das den Vorteil, dass man wenigstens im Winter Nachmittags noch etwas mehr Tageslicht hat.

Es gibt nichts deprimierenderes im Winter, als im dunklen zur Arbeit zu gehen und schon fast im dunklen nach Hause zu kommen :-)

Und im Sommer muss es beim besten Willen nicht um 3 Uhr schon hell werden ;)

von PEQsche - am 24.10.2014 14:19
Russland kann da kein Maßstab sein. Russland ist nunmal ein Staat mit extremer Fläche, da wollte man ein paar Zeitzonen einsparen. Das hat leider nicht funktioniert wie gedacht, da die St. Petersburger zum Beispiel es nicht toll fanden, dass es im Januar erst um 11 Uhr hell wird (und um 17 Uhr dunkel). Hier im Rheinland hingegen würde es bei Sommerzeit im Winter im Januar bis 18 Uhr hell bleiben, dafür wäre Sonnenaufgang erst nach 8 Uhr. Damit könnten die meisten Menschen gut leben, dem Freizeitverhalten käme das sehr entgegen wenn es nach Feierabend noch länger hell ist. Damit könnte man Energie sparen, und es wäre gut für die Sicherheit wenn der Abendfrost häufiger erst nach dem Berufsverkehr einsetzt.

von Bolivar diGriz - am 24.10.2014 14:34
Da ich weder im Sommer um 4 Uhr von der Sonne wachgeküßt werden will noch im Winter monatelang bei Dunkelheit aufstehen will, paßt mir der Status Quo eigentlich ganz gut. Im Winter habe ich so oder so nichts von Helligkeit zum Feierabend: Auch bei "dauernder Sommerzeit" wärs um 18 Uhr schon dunke, und zu kalt isses mir da eh ;-)

von DH0GHU - am 24.10.2014 15:06
Ich wuerde mir wuenschen, dieser Quatsch wuerde hier auch aufhoeren. :sozusagen:

von PowerAM - am 29.10.2016 19:43
Jeder der die Sommerzeit favorisiert ist in meinen Augen ein dummer Esel.Punkt Ende der Durchsatz.

von B308 - am 29.10.2016 21:35
Es ist mir egal, wo die Zeiger der Uhr stehen. Der Wechsel an sich nervt mich.

von PowerAM - am 29.10.2016 21:37
Zitat
B308
Jeder der die Sommerzeit favorisiert ist in meinen Augen ein dummer Esel.Punkt Ende der Durchsatz.


Der dumme Esel bist du! Denn es ist vollkommen egal und willkürlich, ob wir dauernde Winterzeit oder dauernde Sommerzeit haben. Eine "Normalzeit" gibt es nicht! Per Definition wäre 12 Uhr (also "Normalzeit") dann, wenn die Sonne im Zenit steht. Nur wäre das in jedem Ort zu einer andern Zeit, in Berlin wäre es fast eine halbe Stunde später als am Niederrhein. Man muss also immer einen Kompromiss finden. Eine europäische "Normalzeit", ausgehend von Brüssel wäre dann MEZ + 30 Minuten. Das fände ich aus eigennützigen Gründen sehr passend, wäre aber sehr lästig bei der Umrechnung zu anderen Zeitzonen.

von Bolivar diGriz - am 30.10.2016 06:47
Zitat
B308
Jeder der die Sommerzeit favorisiert ist in meinen Augen ein dummer Esel.Punkt Ende der Durchsatz.


Na dann: Iiiih-aaaah! Ende der Durchsatz™. :D

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 31.10.2016 04:43
Ein klarer Fall. Durchfall.:klo:

von Chief Wiggum - am 31.10.2016 04:59
Er meinte wohl Darmdurchsatz :) Passt ja.


Nunja... Lieber dummer Esel als A*******h... Bei Letzterem ist wenigstens klar, was rauskommt.
Bei ersterem gibts wenigstens unterschiedliche Bedeutungen :)

https://de.wikipedia.org/wiki/Hausesel#Symbolische_und_mythologische_Bedeutung

von DH0GHU - am 31.10.2016 07:42
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