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Peter Schwarz, PowerAM, Robert S., iro, Erich Hoinicke, Harald P., zerobase now, Chief Wiggum, Mc Jack, CBS, Wiesbadener, Hagbard Celine

Der Wald-Thread oder: Der deutsche Wald ist UNESCO-Weltnaturerbe

Startbeitrag von Wiesbadener am 30.06.2011 11:42

Oft genug wurde er besungen, der deutsche Wald. Vergangene Woche sind fünf deutsche Waldgebiete von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt worden, unter anderem hier in Hessen der Kellerwald. Damit starte ich hier mal einen netten Wald-Thread. Lebt ihr an oder gar in einem Wald? Wie oft seid ihr in Wäldern unterwegs?

In unserer aktuellen Wohnung in Wiesbaden ist das nächste kleine Wäldchen am "Fort Bieler" rund 3 km entfernt. Weiter ist es zu größeren Waldgebieten: dem Lennebergwald und dem Staatsforst Ober-Olm bei Mainz (ca. 7 km) und dem Wiesbadener Stadtwald (10 km).

In unserer Freudenstädter Ferienwohnung leben wir direkt am Waldrand, das vermisse ich hier in Wiesbaden etwas. Dort wo unser Haus steht war mal bis 1940 ein großes Waldgebiet - bis die Nazis kamen und Brennholz benötigten und den gesamten Wald abholzten. Im Rahmen eines regionalen Projektes soll ein kleiner Teil dieses Waldes (der "Käsbachwald" zwischen Mainz-Kostheim und Hochheim) nun wieder entstehen, viele Bäume wurden bereits angepflanzt und sind inzwischen schon über zwei Meter hoch.

Antworten:

Mein Wohngebiet ist an drei Seiten von Wald umgeben. Das ist insofern schoen, dass man auch keinen Durchgangsverkehr hat und insgesamt recht ruhig lebt. Die meisten Waelder sind in Privatbesitz und werden kommerziell zur Holzproduktion genutzt. Jahrhundertealte Wanderwege werden ohne Ruecksicht auf Verluste mit schwerer Technik aufgewuehlt oder mit Holzstapeln unpassierbar gemacht. Einige Waldbesitzer versuchen auch mit Schranken, Barrieren oder Schildern das Betreten ihrer Waelder zu unterbinden. Laut Waldgesetz unseres Landes ist das nicht statthaft, der Wald muss zugaenglich bleiben. Das Betreten ist eigentlich erst mit Verhaengung der hoechsten Waldbrandwarnstufe verboten.

von PowerAM - am 30.06.2011 11:52
Ich bin ein absoluter Waldfan! Schon als Kind war ich sehr viel in Wäldern und Streuobstwiesen unterwegs. Freilich gibt es sehr unterschiedliche Waldtypen. Manche Forste wirken eher wie Holzäcker, die sind weniger attraktiv. In meiner Heimat gibt es rund um den Ort viele schöne Wälder, durch die man gerade an warmen Sommertagen schön streifen kann. Aber auch der Aachener Wald ist sehr attraktiv, nur manchmal etwas überlaufen.


von Peter Schwarz - am 30.06.2011 11:57
Ich bin am und im Hildeheimer Wald (mit Griesberg=FMT Sibbesse) groß geworden und werde auch demnächst wieder dort wohnen. Das er verhältnismäßig hohe Hügel bietet, ist für mich als DXer Segen und Fluch zugleich. Er schirmt mir den gesamten Norden ziemlich gut ab, hält mir aber den Rücken bei Süd-DX frei. Dafür kann ich mich dann bald von der Ostseewelle verabschieden...:(

Insgesamt bin ich froh darüber, bald wieder in Spuckweite zu einem großen Waldgebiet zu wohnen.
Es ist für mich manchmal wie ein einziges Naherholungsgebiet direkt vor der Haustür...
Da fällt mir ein, das ein gutes Mountain Bike bald wieder Pflicht für mich wird. DAS geht dort nämlich auch seeehr gut...

von Mc Jack - am 30.06.2011 12:03
Ich mag wandern und wenn es nicht gerade in den Alpen über der Baumgrenze ist ziehe ich bei heissem Wetter vor, dies möglichst im Wald zu tun. Der nächste Wald grenzt schon an unseren Ort. Dies sind aber eher kleinere zusammenhängende Flächen im Hügelland, aber nach 10km erreicht man sowieso den Schwarzwald und mehr kann man fast nicht verlangen. Richtung Westen kommt der Rheinauenwald, nicht unbedingt das Wander Eldorado, eher was fürs Radfahren, weil es eben ist und über der Grenze in Frankreich gibt es den, bisher kaum von mir erkundeten großen, ebenen Hardtwald. Waldmäßig wohne ich so gesehen in einer bevorzugten Gegend.

von CBS - am 30.06.2011 13:02
Der Grunewald beginnt in ca 2,5 km Luftlinie. Als Stadtmensch ist mir der Wald aber meistens egal...

von Chief Wiggum - am 30.06.2011 13:23
Ich wohne 500 Meter vom Rand des Florstädter Waldes entfernt, der schon eine Ausdehnung von ein paar Kilometern hat und sich über den Hang eines Hügels erstreckt. Ich bin dort sehr selten, weil ich eben nicht auf die Idee komme, aber eigentlich habe ich ein positives Verhältnis zu ihm. Er ist ein Stück meiner Heimat, ein Stück weitgehend intakte Natur.

von Hagbard Celine - am 30.06.2011 20:30
Mein Heimatdorf Simmertal ist von Wald umgeben, das hat mich auch zu einem Waldfan werden lassen. Hier in meiner neuen Heimat Bingen-Dromersheim gibt es leider nur einen sehr kleinen Wald auf dem Hügel, sonst überwiegen die Weinberge, aber der Binger Stadtwald und der Wald auf dem Rochusberg sind nicht all zu weit entfernt.

von Harald P. - am 30.06.2011 20:47
Ich geh nach hinten aus dem Garten raus und bin im Hegeler Wald... Das ist klasse und erst seit dem Umzug Ende letzten Jahres der Fall. Mein Lieblingswald, das Barneführer Holz, ist aber etwas weiter entfernt auf der anderen Seite der Hunte, da muss man vorher erstmal 1,5 km bis zur nächsten Brücke laufen.
Schattenseiten: Zecken und Dämpfung. Mücken dafür weniger als erwartet.

von iro - am 01.07.2011 00:15
ca 300 m und ich bin im Wald ;)
Steinheid ist von Wald umgeben,dem sogenannten "Thüringer Wald" ;)
Ich halte mich oft und gern im Wald auf,sei es zum Spazieren,DX'en,Radeln,Skifahren,Holz machen....
Kurz gesagt der Wald ist hier für Alle allgegenwärtig :)

von Robert S. - am 01.07.2011 10:46
Ich bin auch gerne im Wald, allerdings kann einem das ganze Viehzeug (Zecken, Bremsen, Mücken, Bienen, Schnecken ect.) auch oftmals den Aufenthalt verleiden. Ohne lange Kleidung geht da im Sommer leider nix mehr. Habs in diesem Frühjahr mal leichtsinnigerweise mit T-Shirt versucht und hatte danach diverse Einstiche.

von zerobase now - am 01.07.2011 11:44
Das kommt drauf an, wo der Wald liegt. Wenn es sumpfig wird, gibts auch viel Stechviecher. Bienen und Schnecken haben mich bislang noch nicht angegriffen. Wildbienen stechen nur in Notwehr und Zuchtbienen sind mittlerweile so friedlich, dass man sich sogar eine halbe Stunde an einem geöffneten Bienenstock aufhalten kann, wie mir neulich ein Imker an einem Lehrbienenstand in der Eifel bewies. Zeckenbisse hatte ich schon mannigfach und bin bislang gottlob von Borreliose und FSME verschont geblieben. Die Gefahr besteht aber, im Gegensatz zu EHEC und ähnlichen Medien-Paniken, tatsächlich!


von Peter Schwarz - am 01.07.2011 17:29
sichere Kleidung,was ist das,geh ich in den Wald hab ich T-Shirt,kurze Hosen und Sandalen an,wenn es denn warm ist,da hab ich keine Angst vor irgendwelchem Kriechegetier,alles nur dumme Panikmache.... :rolleyes:

von Robert S. - am 01.07.2011 20:59
So sehe ich das auch. Als Landmensch bin ich gegen diese Panikattacken, die in irgendwelchen sterilen dauerklimatisierten Büros erdacht werden, immun. Die einzige Begegnung mit Grünzeug dieser Leute ist der in Kultursubstrat darbende Ficus hinterm Schreibtisch und das Tiefkühlgemüse vom Disounter oder Bofrost. Und wenn ein Ohrenzwicker in der Speisekammer rumkrabbelt, rufen sie den Kammerjäger.


von Peter Schwarz - am 02.07.2011 08:31
Harald P. war ja schon mal bei mir zuhause. ;) Er kann bestätigen, dass Alt-Eppstein ohne Wiesen und Feldflächen mitten im Wald liegt. Das war das trotz Arbeit in der Stadt auch so gewollt. Von der Terrassentür zum Grundstückswald sind es zwei, fünf oder zehn Meter, je nach dem in welche Richtung man geht. Zum Misthaufen sind's 20 m und zum nächsten Nachbarn ebenfalls. In den "richtigen" Wald Richtung Norden kann man nach 500 m eintauchen.



Gegenüber (etwa aus Blickrichtung) gibt es einen Bergpark mit vielen neoromantischen Einzelgebäuden, die sich ein Franfurter Bankier Ende des 19 Jahrhunderts als Wochenenddomizil einrichten ließ. Mangels PKW-Verkehr strömten zu dieser Zeit an manchen Wochenenden bis zu 2000 Besucher mit Bahn und Kutschen in dieses Städtchen. Nach Angaben unseres Stadtarchivars empfand man damals schon Frankfurt am Main als zu laut und geschäftig! Heute unvorstellbar. Als damals noch ausgewiesener Luftkurort gab es viele Gasthäuser und Hotels. Ohne Kriegsschäden sind alle noch erhalten und seither von bekennenden Großstadtflüchtlingen wie mir bewohnt.

Die oben schon erwähnten Monokulturflächen Rheinhessens sprechen mich als gebürtiger Franke nicht an. Selbst mit Würzburg werde ich nicht warm - da fehlt etwas. Und mein damals nach Portugal ausgewanderter Spezl sagte mir mal sinngemäß: "Ihr merkt es wahrscheinlich gar nicht. Aber wenn man als Südländer plötzlich nach Deutschland kommt, dann erschlägt einen fast dieses fruchtbare überbordende Grün entlang aller Straßen. (Erinnert mich an Aussagen der alten Römer im Land der Barbaren. ;))

von Erich Hoinicke - am 08.07.2011 02:17
Ja, Du bewohnst schon eine landschaftlich schoene Ecke!

von PowerAM - am 08.07.2011 04:59
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