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Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
18
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Hummelchen, Lokleitung, Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant, Fabegdose, Lindenhöfer, Führerbremsventil

Erstens kommt es anders, und zweitens...

Startbeitrag von Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant am 11.01.2006 15:11

..als man denkt! :(

Obwohl der 81 heute erstmals mit der ertüchtigten Tür (siehe Bild) unterwegs war,

..fiel leider völlig unzusammenhängend mit dieser "Modernisierung" der sog. "Pumpendruckregler" (=Druckschalter für den Kompressor) aus. Und mit 2-3bar fährt die Kiste leider nicht mehr.

Resultat: Ende der Fahrt an der Kurpfalzbrücke, zurückgeschleppt nach Edingen.

Da zu dieser Abschleppfahrt leider ein Mitarbeiter des anderen Fachbereichs aus seiner Ruhephase aufgeschreckt werden mußte war klar, wer an dem Schlamassel schuld war:

Zitat:"Immer die scheiß Eisenbahnfreunde!"

Die Reparatur wurde folglich mit hämischsten Kommentaren unter ausgiebiger Beobachtung und Wiederbeginn der "Ruhephase" durchgeführt.

Es macht keinen Spaß mehr...

Die Tür funktioniert mit dem vorgeschalteten Luftfilter, der auch das Kondensat abhält, problemlos.
Da diese Innovation eigentlich schon beim Umbau auf Drucklufttüren hätte eingebaut werden sollen, wären viele Störungen erspart geblieben.

Man sieht schon die ersten Tropfen, die nicht mehr in den empfindlichen Ventilen landen. Mitteltür, dort ist der zweite (aus eigener Tasche bezahlte Filter!!) erst provisorisch eingebaut.

Inwieweit die anderen Türen umgebaut werden, das wissen die Götter, da es ja nicht angehen kann, daß man sowas einfach so auf dem kleinen Dienstweg erledigt, trotz bewiesener Fuktionsfähigkeit... :sneg:

Weil: "Das haben wir 40 Jahre so gemacht..." :mad:


..deswegen jetzt: :cheers: :drink: :cheers: :drink:
Anders ist es nicht mehr auszuhalten...

Antworten:

Ich weiß, ich kenne mich nicht so gut damit aus wie du, aber mir ist vorhin eingefallen, dass man die ganze pneumatische Türsteuerung rausnimmt und stattdessen vom verunfallten Wagen, der hinter der Halle steht (Kann mir die Nummer net merken, dazu ist mein Gehirn nicht in der Lage :-P ) die Elektrischen Kolben einbaut. Es klingt zwar verrückt, dass das je klappen würde, und auch der Zeitaufwand wäre zu immens, geschweige denn die elektr. Schaltungen, Bauteile und Kabel würden in die Türsteuerungkästen reinpassen. Und vom Geld will ich erst gar nicht sprechen. Man wüsste auch net wie es mit der Ausfallquote ständen würde, aber da die elektr. Kolben sich ja gut bewährt haben, könnte man mal darüber nachdenken.
Und wie gesagt, dass ist nur ein Gedanke gewesen, den ich hier mal veröffentlichen wollte! :)

von Hummelchen - am 11.01.2006 17:56

nur ist es halt dummerweise so,...

...daß die Türen am 81 komplett anders funktionieren als an den DÜWAGs. Und daß die Idee mit dem Wasserabscheider einwandfrei funktioniert, kann ich bestätigen (nur dann nicht, wenn der Kompressor nicht mehr arbeitet - grummel :-()

von Führerbremsventil - am 11.01.2006 19:29

Das mit...

... den Türen ist mir bekannt. Die Kolben in den Düwags fahren wagerecht, die im 81 senrecht. Und auch die Endpositionsabtastung der Düwags ist anders als die im 81. Mal bei Google nach Funktionsprinziep der Außenschwingtür gesucht, aber leider nix gefunden! :(

von Hummelchen - am 11.01.2006 19:37

Äpfel und Birnen

Man kann die Bewegung der Türen vom 81 nicht mit DÜWAG-Türen vergleichen. Ein Umbau wäre theoretisch denkbar, aber praktisch nicht durchführbar.

Freuen wir uns mal dadrüber, daß durch die Wasserabscheider das Hauptproblem gelöst ist.


Gruß vom ehem. Fabrikanten, momentan nicht mehr betriebsfähig. ;)

von Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant - am 11.01.2006 19:53

Normalerweise...

ist es ja auch so, daß ein "Aufbereitungselement" (eine Bauteile- Kombi aus Filter, Wasserabscheider und Öler) in jede Druckluft- betriebene Apparatur gehört.

Zum Verständinis krame ich 'mal etwas in meiner Jugendzeit, wo ich in einer Firma für Druckluft- Aufbereitungsanlagen Schlosser gelernt habe.. Achtung, es folgt ein etwas längerer Text...

Bei der Erzeugung von Druckluft wird diese durch das Kompimieren erwärmt. Dadurch kommt es dazu, daß die in der Luft enthaltene Wassermenge kondensiert. Und genau dieses Kondenswasser ist auf die lange Sicht der Tod für jede drucklufttechnische Apparatur.

Also muß man das Kondenswasser irgendwie aus der Luft 'rausbekommen. Dies kann man durch mehrere technische Einrichtungen erreichen.

Bei kleineren Verwendungszwecken wie diesem Türantrieb reichen kleinere Aufbereitungselemente wie dieses:


Bei größeren Einsätzen benötigt man Drucklufttrockner. Von diesen sind drei Arten gebräuchlich:
Kälte- Drucklufttrockner (diese habe ich gebaut), Absorptionstrockner und Adsorptionstrockner.

Auf die beiden letzteren gehe ich nicht ein. Nur soviel zum Verständnis: In beiden Trocknern streicht die Druckluft durch einen Behälter, worin sich ein Trocknungsgranulat befindet. Der Unterschied ist, daß im erstgenannten Absorptionstrockner die Feuchtigkeit absorbiert, sprich im Granulat aufgenommen wird und das Granulat deshalb gewechselt werden muß. Im Adsorptionstrockner wird die Feuchtigkeit an der Oberfläche des Granulats adsorbiert, sprich nur angesammelt. Diese Trockner bestehen immer aus 2 parallelgeschalteten Behältern, da das Granulat nur "regeneriert" werden muß. Während des Regenerationsprozesses wird einfach auf den zweiten Behälter umgeschaltet...

Kälte- Drucklufttrockner bestehen grob gesagt nur aus dem Kühlkreislauf eines Kühlschranks, und sie funktionieren auch so...
Die warme Druckluft wird in den Trockner geleitet und hier in einem Luft / Luft- Wärmetauscher zuerst etwas heruntergekühlt. Diesem Ist ein Kältemittel / Luft- Wärmetauscher nachgeschaltet. In diesem zweiten Wärmetauscher wird die Luft auf den sogenannten "Drucktaupunkt" gekühlt. Der D- Punkt liegt zwischen 2 und 4 °C und kennzeichnet den Punkt, wo das Wasser in der Luft durch Kälte kondensiert. Anschließend wird die Luft wieder im Luft / Luft- Wärmetauscher etwas "entspannt" (durch die einströmende warme Druckluft), mit dem Unterschied, daß sich nun kein Wasser mehr in der Luft befindet.
Anwendungsbeispiele für diese Art der Trockner sind z. B. Lackierereien, wo unter keinen Umständen Feuchtigkeit in der Druckluft enthalten sein darf.

Hat es irgendjemanden interessiert? Nein? Auch gut...
Machte aber Spaß, in der Erinnerung zu kramen...



von Lindenhöfer - am 11.01.2006 20:04

Türumbau

Wenn die Düwag-Falttüren in den 81 einigermaßen passabel einbaubar gewesen wären, wäre man 1981 vielleicht auch schon drauf gekommen, als man die damaligen Schiebetüren durch den jetzt vorhandenen Krempel aus dem Busbau ersetzt hat. Aber vom vorhandenen Einbauraum wäre dies sicher sehr problematisch geworden.



von Lokleitung - am 11.01.2006 20:20

Nasse Luft

Zitat
Lindenhöfer:
Hat es irgendjemanden interessiert?


Ja, hat es. Hab ich bei meiner Ausbildung zum Schlosser in einer großen Chemiefabrik links des Rheins auch mal (allerdings gegenüber Deiner Version deutlich verkürzt) gelernt.Ich fand die ausführliche Variante sehr interessant. Wie Du schon sagst: "Macht Spaß, in der Erinnerung zu kramen".

von Lokleitung - am 11.01.2006 20:24

@Lindenhöfer:

Du hast völlig recht! Ich habe in meiner "Vor-OEG Zeit" auch genügend Druckluftanlagen gebaut um zu wissen, daß als allererstes gleich nach dem Hauptanschluß die sog. "Wartungseinheit" gehört.
Da der Luftdurchsatz von Bremsanlage und Lufttüren beim 81 extrem unterschiedlich ist, (die Lufttüren hängen nur über 8mm Schläuchelchen mit T-Stück auf der 1'' Luftleitung) konnte die wohl ursprünglich vermutete "Luftaufbereitung" durch die für die Luftbremsanlage vorhandenen Filter und Kondensatabscheider NIE auch für die Lufttüren funktionieren.

Deshalb setzte sich auch immer in den Luftleitungen für die Türen das Kondensat ab (besonders bei kalter Witterung); die Physik ließ sich auch bei der OEG durch heftigen Einsatz von grauem Kittel und "Uäh!" nicht verbiegen.. :D !

Ich nehme mir jetzt einfach das Recht heraus zu sagen, daß damals beim Umbau einfach nicht "zu Ende gedacht" wurde. ;) Grob-Lufttechnik wie eben eine Bremsanlage darstellt, ist eben mit "Filigran-Lufttechnik" mit Magnetventilen in der hier genutzten Dimension nicht einfach zu vereinigen, genaugenommen handelt es sich um zwei (oder eben der Anzahl der Türen entsprechende) getrennte Anlagen. :)

In der Hoffnung, daß dies ENDLICH mal an entsprechender Stelle zur Kenntnis genommen (oder weitergeleitet) wird, verbleibe ich mit frdl. Grüßen...


von Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant - am 11.01.2006 20:30

Nasse Luft 2

Ich freue mich auch mit dem Herrn Heinrich F., nach dessen zeitweise etwas heftigen Reaktionen beim gestrigen Forumstreff, dass er offensichtlich solche Probleme bestens in den Griff kriegen kann. Falls er Genugtuung für die erlittenen Beleidigungen und hämischsten Kommentare ("Immer die scheiß Eisenbahnfreunde!") wünscht, so kann ich mich morgen auf Wunsch mit seinen Scheffs in Verbindung setzten, die ja eigentlich ursächlich für den kurzfristigen Einsatz des Hochleistungspräzisionstriebfahrzeugs mit dem defekten Pumpenregler waren, wobei sie vom Defekt des genannten Teils wohl vorher genau so viel wussten wie die Lokleitung, das Führerbremsventil und der löbliche ex-Fabrikant zusammen.

Er darf dann auch die Waffen wählen.

30 Schritte...


Ist doch noch schön ausgegangen für den ehemaligen Fabrikanten und den Jägermeisterlufti, so waren heute beide entgegen jeder kurzfristigen Planung tagsüber wieder vereint und konnten sich einander widmen...



@Heinrich F.e.F.: Haste Dich wieder abgeregt???.

von Lokleitung - am 11.01.2006 20:38

Die andere Möglichkeit wäre gewesen,...

... die Falttüren nach außen öffnen zu lassen. Sieht zwar doof aus und ist auch noch mal einiges aufweniger als die Türen nach Innen klappen zu lassen. Ich muss ehrlich sagen, dass mir die Türen vom 81 in der jetzigen Form gut passen, das Problem ist halt, wie schon H.F.E.F. gesagt hat, die schlecht durchdachte Lösung der Türe.
Mir fällt grad was ein: Der Sprinter Bus aus Weinheim hat auch elektr. Außenschwingtüren, nur da ist das Problem das die Türe beim hochfahren nicht richtig schließen, und man die Tür ganz einfach aufdrücken kann. *Wiederganzschnellvergess*

von Hummelchen - am 11.01.2006 20:40

Nasse Luft III

Naja, abregen ist nicht mehr wirklich möglich... *fump*. :D

Heute war eben ein Tag, der mich an so ziemlich allem *gluck* verzweifeln ließ.

Sollte sich heute das Resultat aus 9 Monaten RNV gezeigt haben, bzw. was 9 Monate RNV mit den Mitarbeitern anrichten können.. dann "gut' Nacht, Marie!" :(

Das darf ruhig alles so weitergelitten werden, was solls, es hat eh' keinen Wert.
*burrps*

Mit kronkorkigen Grüßen...

von Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant - am 11.01.2006 20:51

Logisches Denken

Jede Verzweigung in druckluftführenden Leitungen erzeugt an ihren Kanten Luftverwirbelungen.
In diesen Verwirbelungen reiben sich die Luftmoleküle, und es entsteht Wärme.
Durch die Wärme kondensiert das Wasser.
Mit der Folge, daß...

Warum nicht also erstmal zuende denken, bevor man eine "Verbesserung" vornimmt?
Ich glaube, so manche Werkstatt- Stunde könnte gespart werden...

So, ich muß zur Arbeit.

von Lindenhöfer - am 11.01.2006 21:41

Re: Was hat denn eigentlich der Wg. 80 für Türen verbaut? Ca. 50 Mal gesehen und doch vergessen, sorry!! (kT)

*

von Fabegdose - am 12.01.2006 18:30

Re: Was hat denn eigentlich der Wg. 80 für Türen verbaut? Ca. 50 Mal gesehen und doch vergessen, sorry!! (kT)

Genau die gleichen wie der 81. (Nicht) -funktionierende, pneumatische Außenschwingtüren :drink:

von Hummelchen - am 12.01.2006 18:45

Re: Ich dachte, zwischen den beiden Türanlagen gäbe es Unterschiede... Offenbar doch nicht... (kT)

*

von Fabegdose - am 12.01.2006 18:50

Zumindest mir ist...

...kein Unterschied aufgefallen. Das einzige was ich mir nach dem 1. Besuch der Wagenhalle gemerkt hatte, dass einer der Wagen früher Doppeltüren in der Mitte hatten, aber mehr net!

von Hummelchen - am 12.01.2006 18:59

Der gleiche Busschrott (owT)

owT = oft widerspenstige Türen

von Lokleitung - am 12.01.2006 19:23
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