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Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Holger Koetting, Frieder Schwarz, Lokleitung

Sieben Fotos aus Luxembourg

Startbeitrag von Lokleitung am 24.01.2006 22:20

Heute morgen habe ich im hier allgemeinen Forum von DSO eine Frage nach dem Aufnahmeort eines Nicht-Eisenbahnbildes gepostet. Für die Beantwortung dieses off-topic-Beuitages habe ich auch ein paar schöne Bahnbilder versprochen. Nachdem sich nun herausgestellt hat, dass das Bild aus Luxembourg stammt habe ich mich entschieden, ein paar ältere Dias aus unserem westlichen Nachbarland zu scannen.

Das schönste an Luxembourg ist für mich die immer noch vorhandene Vielfalt, der rege Betrieb von Loks und Triebwagen von nicht weniger als vier Staatsbahnen. Bei meinem ersten Besuch konnte ich im Bahnhof der Hauptstadt noch die französische BB 15005 in ihrer grünen Ursprungsfarbgebung antreffen. Loks dieses Typs gehören in Frankreich nun auch schon zu den Auslaufmodellen - sie sind in Strasbourg beheimatet und kommen auch heute noch bis Luxembourg. Links ragt ein belgischer Triebwagen ins Bild, im Hintergrund eine BB 16500 der SNCF:


Ebenfalls aus Frankreich stammt das "Fér a répasser" BB 13045, das an den Corail-Wagen für meine Augen irgendwie seltsam wirkte. Allerdings waren diese Loks im Personenverkehr absolut normal - sie sind längst ausgemustert:


Ein Verwandter der französischen Bügeleisen ist die luxemburgische Baureihe 3600; die frisch lackierte 3610 befährt aus Richtung Wasserbillig kommend mit einer Garnitur aus deutschen Schnellzugwagen das Viadukt in der Hauptstadt. Diese Loks haben ihre französischen Verwandten um einige Jahre überlebt, die letzten wurden 2004 in den Ruhestand geschickt:


Schon viel länger Geschichte sind die Westwaggon-Dieseltriebwagen der Baureihe 200, die nicht nur sehr urig waren, sondern auch ein tolles und bis zum Schluss gepflegtes Erscheinungsbild boten. Sie schieden mit der Elektrifizierung aller im Personenverkehr bedienten Luxemburger Strecken Anfang der 90er Jahre aus. Das Bild entstand im Bahnhof von Wiltz:


Die belgische Staatsbahn erreicht Luxembourg aus zwei Richtungen - über die mit dem belgischen Stromsystem (3kV DC) elektrifizierte Strecke von Gouvy und über die Nordstrecke, die mit dem luxenmburgisch/französischen System (25kV/50Hz AC) elektrifiziert ist. Die Baureihe 20 ist auch heute noch häufiger Gast in Luxembourg, allerdings nur noch in blau und meistens an Doppelstockzügen - die 2020 verlässt Kleinbettingen in Richtung Gouvy:


Bliebe zuletzt noch die DB als vierte Staatsbahn, die das Großherzogtum erreicht. Auch heute noch kommt die 181.2 dorthin; Leistungen innerhalb Luxemburgs sind aber die Ausnahme. Hier befährt 181 204 mit einer Garnitur der bis 2005 ausgemusterten Wegmann-Wagen der CFL einen Bahnübergang bei Noertzange:


Zum Schluss noch ein Zufallstreffer. Nur extrem selten verirrten sich die ehemaligen Viersystemloks der Baureihe 184 in die Hauptstadt Luxembourgs. Obwohl von Ehrang aus eingesetzt, fuhren sie wegen ihrer bekannten Störanfälligkeit normalerweise mit ihren Güterzügen nur bis Wasserbillig, dem Grenzbahnhof der CFL. 1992 traf ich zufällig die 184 003 im Hauptbahnhof an - sie hatte eine Sonderleistung dorthin gebracht.


Wenn es auch alle diese Motive so nicht mehr gibt ist Luxemburg immer noch eine Reise wert - heute wird der Verkehr überwiegend mit Doppelstockwagen und modernen Triebwagen abgewickelt.

Antworten:

Das waren Zeiten!!!

Freundschaft,

die Bilder erinnern mich gerade daran, daß mein Kaffee zur Neige geht und ich mal wieder nach Kaffeebillig fahren sollte.
Gibt´s als Leckerli noch ein Bild von einem beldischen, grünen E-Tw, der eine 1. Klasse Polsterung hatte, die dem Vorkriegsrheingold fast noch übertraf.
Mach doch hier oder bei DSO noch ein paar LUX-Bilder rein,ich schau mir´s immer wieder gern an

von Frieder Schwarz - am 25.01.2006 06:47
Schöne Bilder. Nur eine Anmerkung: Gouvy liegt auf der Nordstrecke (Troisvierges) und nicht bei Kleinbettingen. Von dort geht's nach Arlon.


von Holger Koetting - am 25.01.2006 13:59
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