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Nahverkehr Rhein-Neckar
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18
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lokleitung, Führerbremsventil, Linie 8 muss wieder her, Bernhard König, Dr. Düwag, Das Biergleis, Stefan Klein, Kirunavaara

ein kleines Reeeezel

Startbeitrag von Stefan Klein am 10.02.2006 01:56

Welche Wagennummern hatten diese Fahrzeuge?

Antworten:

Re: 301 - 304 (kT)

.

von Das Biergleis - am 10.02.2006 03:12

und wie hießen sie vor dem Umbau?



von Führerbremsventil - am 10.02.2006 12:38

is ja fast schade

das ging ja sehr schnell

Die Wagen hießen vor dem Umbau 846-850, wobei ein Wagen zusammengestückelt wurde, also von den 5 Fahrzeugen wurden 2 Hälften und 3 Ganze verwertet. Aber welcher welcher war und welcher gehälftet war weiß ich auswendig leider nicht.

von Stefan Klein - am 10.02.2006 14:27

Im Original sah das so aus (2 Fotos)

Ja, ich weiß, die Bielefelder waren nie besonders beliebt bei meinen Kollegen, man hat halt mit dem Steuerhebel ordentlich schalten müssen und nicht nur wie bei den Düwags einen kleinen Simatic-Befehlsgeber führen müssen. Und je nach Fahrzeug war das gar nicht soo einfach, den 302 hab ich mehr als einmal verflucht.

Und die Bielefelder hatten natürlich vier große Nachteile:

1. das ungeteilte, geschlossene Fenster links in der Fahrerkabine sorgte im Sommer für eine Bullenhitze ohne den geringsten Lufthauch, besonders, wenn man tagsüber die 30 Minuten (!!!) Wendezeit, (die übrigens keineswegs von irgendwelchen Zulagen beim Verdienst der Triebfahrzeugführer abgezogen wurde) in Heddesheim abstehen musste / konnte / durfte.

2. der fehlende Schalter "Alle Türen auf", der ebenfalls dafür sorgte, dass durch die sich automatisch schließenden Türen ein ordentlicher Hitzestau im Fahrzeug entstand (es sei denn, man schaltete die Türantriebe einzeln ab; für 30 Minuten lohnte sich das dann schon, hab ich oft getan).

3. manchmal hätte man zwei zusätzliche Hände gebrauchen können - zwei zum Bedienen des Steuerhebels und zum Betätigen des Bremsschalters und dann noch zwei zum Drücken des Sandtasters, der Weichentasten oder von Horn oder Funktaste

4. der größte Nachteil überhaupt - sie waren Einrichtungswagen.

Aber sie hatten auch Vorteile:

1. sie waren bis zu den RNV6 die einzigen OEG-Wagen, mit denen man die Wendeschleife am Mannheimer Hbf befahren durfte, man musste nicht ständig den Fahrerstand wechseln oder wie bei den Düwag, in Heddesheim von der A-Seite in den B-Führerstand gehen, um die IMU-Kennung umzustellen.

2. sie hatten viele viele Einstiege, der Fahrgastwechsel ging im Vergleich zum Düwag rasend schnell (aber durch die Blech-Trittstufenkontakte auch sehr laut) von statten.

3. sie hatten viel Platz für die Beine und Knie, das umgebaute Fahrerpult war so ziemlich einer der besten Umbauten, die die OEG je gemacht hat. (Ich war ziemlich enttäuscht, als 1988 die Düwag der 111er-Serie neu geliefert wurden, und die hatten wieder so ein niedriges Pult, mit höchstens 1 cm Abstand zu den Knien des Fahrers - da waren die Bielefelder um Klassen besser)

4. sie hatten ein Ansagegerät mit Cassetten; für OEG-Verhältnisse damals edelste Ausstattung.

So waren sie:




Ich hab sie gerne gefahren; es war immer eine Abwechslung im Düwag-Einerlei...

von Lokleitung - am 10.02.2006 18:57

Re: Im Original sah das so aus (2 Fotos)

Schööön, da werden sogar für mich Erinnerungen wach, obwohl ich "nur" als Fahrgast hintendran stand und mehr als einmal die Tf fluchen hörte über die "Steuerknüppel" - und mehr als einmal sind die Kisten losgeschossen statt anzufahren...
Schönstes Erlebnis war, als der 304 seinen Beiwagen 314 wahrlich widerspenstig hinter sich her zog; am 314 waren nämlich die Bremsen zu und die Räder standen still während der Fahrt. Gab einen schönen Funkenregen; ich sprach den Fahrer damals darauf an, er erinnert sich heute noch daran und erzählt die Story selber gerne...

von Führerbremsventil - am 10.02.2006 19:26

@Lokleitung: Bitte Bilder von Bielefeldern einstellen

...Du hast doch sicher einige, oder?

von Führerbremsventil - am 10.02.2006 19:53

@führerbremsventil - OK, ich werd mal den Scanner anschmeißen

dauert aber ein bißchen

von Lokleitung - am 10.02.2006 19:59

Re: 3 Federspeicher im Zug?

Daß der Bw einen hat ist klar, aber waren das beim Tw tatsächlich zwei Federsp. und keine Solenoide?
Recht fortschrittlich, die Bielefelder!

von Dr. Düwag - am 10.02.2006 20:30

Die OEG-Dienstanweisung 31/1982 sagt dazu aus:



Bist hat ein Dr. Düwag, und kein Dr. Bielefeld...

von Lokleitung - am 10.02.2006 21:18

Re: und wie hießen sie vor dem Umbau?

301 ex 846
302 ex 847
303 ex 849
304A ex 848A
304B ex 850B
807A+848B als Ersatzteilspender bei OEG verschrottet
311 ex 793
312 ex 796
313 ex 794
314 ex 795.

Ich hatte übrigens die Ehre, in meiner Werkstudentenzeit bei der OEG ein Prüfgerät für die Tonband-Haltestellenansage basteln zu dürfen. Da konnte man auch schön die Geschwindigkeit auf Mickymaus justieren. Beim 301er haben wir mal den durchgebrannten Dachwiderstand mit Maschinenschrauben zusammengeflickt, weil kein Ersatzrahmen da war. Und wichtig war es zu wissen, daß in der Nähe des Funkgerätes der Bielefelder im Gegensatz zu den Gt8 Fahrdrahtspannung anlag! A propos Fahrdrahtspannung: da soll mal "jemand" in der Käfertaler Schleife ohne Strom liegengeblieben sein, weil die Bügelleine sich nicht frei bewegen konnte...

Viele Grüße

Bernhard


von Bernhard König - am 10.02.2006 21:58

Prüfgerät

> Ich hatte übrigens die Ehre, in meiner Werkstudentenzeit bei der OEG ein Prüfgerät für die Tonband-Haltestellenansage basteln zu dürfen

Oh, hast Du eine Stimmgabel gelötet? :-) Dabei braucht's doch für sowas nur ein korrekt laufendes Tapedeck, um auf eine Cassette einen Sinuston aufzunehmen. Die wird dann in das einzustellende Ansagegerät gepackt und abgespielt. Parallel dazu lasse man den Piepser nochmal laufen. So, jetzt braucht es noch einen Satz gesunder Ohren und einen Schraubenzieher zum Einstellen der Geschwindigkeit, bis beide Töne auf gleicher Frequenz liegen.

Natürlich könnte man jetzt noch weitermachen mit dem Feintuning von Bias und Wiedergabeentzerrung, aber ich glaube das ginge bei dem Anwendungszweck zu weit :-)

Martin (Cassetten-Enthusiast)

--
Band Ende, bitte Cassette drehen.

von Kirunavaara - am 10.02.2006 22:19

Bügelleine

Die Bügelleine bei den Bielefeldern endete ja links vom Fahrersitz, wo auf dem Geschränk in Höhe des Richtungswenders der Doppelhaken montiert war, um welchen man die abgezogene Bügelleine herumwickelte.

Es ist die Story überliefert, dass sich einmal ein Fahrer, der als Fahrscheinprüfer unterwegs war, auf die "Rentnersitze" gesetzt und sich die Bügelleine gegriffen hat. Während der Fahrt hatte er sie am Haken festgezurrt, unbemerkt von seinem fahrenden Kollegen. Dieser bemerkte erst in der Schleife am Hauptbahnhof, dass er plötzlich keinen Strom mehr hatte, denn dort war (ist?) die Fahrleitung deutlich höher aufgehängt als im übrigen Netz.

Man erzählt, der Fahrer habe seeeehr lange nach der Ursache der Störung gesucht...

von Lokleitung - am 11.02.2006 00:25

Re: Prüfgerät

Das war ein Brett, auf dem ein Kästchen mit Tastern, ein Verstärker, ein Lautsprecher und eine Anschlußmöglichkeit für das Cassettengerät montiert war, also sozusagen die Simulation der Arbeitsumgebung des Gerätes (Rütteln und Schütteln wurde nicht simuliert). Neben der Justierung der Bandgeschwindigkeit war die Hauptaufgabe, die Pausenzeit einzustellen, nach der das Band nach der Ansage automatisch stoppte, damit nicht gleich die nächste Ansage kam.

Viele Grüße

Bernhard

von Bernhard König - am 11.02.2006 10:00

Bilder von Bielefeldern (m3B)

Zitat
Führerbremsventil
...Du hast doch sicher einige, oder?

Zwar nicht Lokleitung, aber hier einige Bilder:
Heddesheim 06.05.1988

Tattersall 27.07.1988

Mannheim Hbf 23.05.1990


von Linie 8 muss wieder her - am 11.02.2006 11:13

Re: Waren die im Spätverkehr solo unterwegs? (owT)

*

von Dr. Düwag - am 11.02.2006 19:05

17 Uhr eher kein Spätverkehr...

..und es war auch kein Sonntag.

von Linie 8 muss wieder her - am 11.02.2006 19:33

Re: Waren die im Spätverkehr solo unterwegs? (owT)

In den Schulferien fuhren die Fahrzeuge z.T. solo. Im sogen. Spätverkehr wurden sie durch vollständige Fahrzeuge ersetzt, da nur zwischen Kf und Hm gependelt wurde.

von Das Biergleis - am 12.02.2006 11:38
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