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Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lokleitung, Stefan Klein, Dr. Düwag, E60

Heute vor 25 Jahren - Nah dran in Mannheim (8 Fotos)

Startbeitrag von Lokleitung am 26.04.2006 19:52

Heute vor genau 25 Jahren, am Sonntag nach Ostern, habe ich das Bw Mannheim besucht. Eigentlich hatte ich Ausflüge in entferntere Gegenden der Republik geplant, aber mir war ja am 18.04.81 mein Tramperticket abhanden gekommen. Also reichte das Geld nur für eine Bahnfahrkarte zum Mannheimer Rangierbahnhof, um das dortige Bw (mal wieder) zu besichtigen. Ich befand mich, wie damals so häufig, in Begleistung meines Cousins. In der Lokleitung wurde die übliche Versicherungsgebühr bezahlt.
Von den 16 Aufnahmen dieses Tages (immer noch auf Orwochrom UT 18) habe ich die acht besseren ausgesucht:

Die traditionellen Lokfarben waren 1981 noch stark vertreten. Die ehemalige E40 1310 war bis auf die Loknummer noch völlig im Originalzustand - graues Dach, grüne Farbe, Griffe, Metallziffern:


Ebenfalls grün war 140 030, jedoch mit anderen Lüftern, grünem Dach und den einfachen Lampen. Links davon 194 180:


Wie schon in einem meiner letzten Beiträge erwähnt besaß ich damals ein 28mm-Weitwinkelobjektiv, welches ich ausgiebig nutzte und so immer "nah dran" am Geschehen war. Bei einigen dieser Bilder habe ich die stürzenden Linien ein wenig im PC korrigiert, damit es nicht allzu fischaugig wird - Meisterwerke sehen trotzdem anders aus - 150 085 vom Bw Bebra:


Lokschuppen und Verwaltungsgebäude des Bw Mannheim waren mit einem interessanten Steg verbunden. Darunter wartete 194 185 auf neue Einsätze. Kurz vor dem Auslösen muss mir irgend jemand einen Mast in den Weg gestellt haben:


Mit diesem Quartett 151er waren auch die modernen Güterzugloks anwesend, zu identifizieren sind 151 009 und 106:


Das eigentliche Ziel unseres Ausfluges war aber 465 005. Dieser war zusammen mit seinem Steuerwagen 865 605 seit einigen Tagen im Bw Mannheim anwesend - wir hatten ihn vom Zug aus gesehen, und so musste er auch abgelichtet werden (Natürlich auch wieder mit Weitwinkel :-(). Der uns begleitende Reservelokführer fand es nicht so toll, dass er mit uns "so weit hinaus" musste.

Der ehemalige Stuttgarter Vorortzug kam in die Sammlung des Landesmuseums für Technik und Arbeit. Vor einigen Jahren habe ich ihn wiedergetroffen - er war in einem der Depots des Museums in Mannheim-Wallstadt abgestellt. Glücklicherweise vor Wind und Wetter geschützt, aber fern von jedem Normalspurgleis und normalerweise für Besucher nicht zugänglich.

Hinter dem Tw ist noch eine Dampflok zu erkennen. Es müsste sich um die 50 778 handeln, die lange Zeit in Mannheim abgestellt war, bevor sie der Eisenbahnclub München übernommen hat; ich habe sie an diesem Tag nicht fotografiert. Der junge Mann am linken Bildrand hat mittlerweile Karriere bei einem großen EVU/EIU gemacht:


Im Dieselbereich des Bw habe ich an diesem Tag nichts fotografiert. Stattdessen gibt es noch ein paar Aufnahmen vom Umsteigen am Mannheimer Hauptbahnhof - im IC-Dienst lief 103 149. Der Herr mit den Schlaghosen auf dem Bahnsteig war wohl auch ein (mir unbekannter) Fuzzy - erkennt sich jemand wieder?


Als die 103 weg war kam dann das Highlight des Tages, mit der Stuttgarter 110 393 und dahinter einem Popwagen - farblich einfach nur genial, oder?


Interessante Wendungen zu meinem verschollenen Tramperticket gibt es dann am ersten Mai zu berichten, stay tuned!

Antworten:

Nahverkehrszuglok heute (1 Foto)

Hallo!

Tolle alte Bilder!

Als vergleich eine 110 (456-1) vor dem Nahverkehrszug 22.04.06 23:13 Uhr ab Frankfurt Hbf nach Mannhein Hbf.



Gruß

Euer Bremslicht



von E60 - am 26.04.2006 20:07

So ging das damals noch nicht...

...denn die 110er hatten damals noch keine Wendezugsteuerung. (Im Nahverkehr liefen sie trotzdem immer öfter, besonders die Stuttgarter Loks).

Erst ab Ende der 80er Jahre wurden zahlreiche 110.3 mit der konventionellen Wendezugsteuerung (KWS) ausgerüstet; angeblich hat man dafür Teile aus ausgemusterten 141 verwendet. Die wendezugfähigen 110er sind alle aus den höheren Nummerngruppen und man erkennt sie an dem KWS-Stecker:



von Lokleitung - am 26.04.2006 20:37

Re: So ging das damals noch nicht...

wirklich in den 80ern? Ich dachte das kam erst Mitte der 90er? (weil den EK hab ich erst ab 1995 gekauft, weil vorher zu wenig Taschengeld, und da las ich das damals, damals war langsam klar daß die 141 aus dem Bestand fliegt, die 140 komplett zu Cargo gehen wird und man dan wendezugfähige Lok für Regio braucht und dann 10er umbaute)

von Stefan Klein - am 27.04.2006 12:46

Kann schon sein

wenn ich so recht überlege könnte es auch erst in den 90ern gewesen sein

von Lokleitung - am 27.04.2006 19:24

Re: In den 80ern wurden auch noch keine E41 planmäßig ausgemustert, oder? (kwT)

*

von Dr. Düwag - am 28.04.2006 08:11

planmäßig nicht

aber einzelne sind da schon rausgeflogen. Planmäßig gingen nur 140er übern Jordan, das gab diesen Rundtausch der Gestelle und Lokkästen zwischen 110, 112/114 und 140 zu 110 und 139.

Die Rheingoldloks der Reihe 112 hatten teilweise spezielle Drehgestelle für 160 km/h, teilweise Seriendrehgestelle, die Seriengestelle waren irgendwann marode und die Lok wurden in 114 umgenummert und auf 120 km/h begrenzt, die mit den 160er-Gestellen hießen dann 113 ud durften weiter schnell fahren. Dann gaben die Antriebe den Geist auf und sowohl 113 wie auch 114 durften nur noch 120 fahren. Grob gesagt hat man dann Kasten110er und 140er ausgemustert, und mit den 113 und 114 wild gepaart. Die Kasten110 spendeten ihren Kasten an die 140, daraus wurde eine 140 mit E-Bremse, jetzt 139. Ihre Gestelle gingen an die 114, die jetzt wieder eine 110 war. Die 113er bekamen neue Antriebe und durften auch wieder normal fahren. Damit hatte man keine 110 ausgemustert, sondern unterm Strich nur Kästen von 140ern und kaputtige Gestelle von den 114ern. Aber das war auch erst kurz nach der Wiedervereinigung

von Stefan Klein - am 28.04.2006 12:01

Doch

Die erste 141-Ausmusterungswelle ging so 1988/89 los; damals war noch unklar, ob die Loks überhaupt in orientrot umlackiert werden sollten.
Dann wurden als "Ausnahme" die ersten Hamburger Citybahn-Loks umlackiert. Die Wende verhinderte weitere Abstellungen und sorgte dafür, dass die BR 141 weiterhin Hauptuntersuchungen bekam, später sogar noch mit Umlackierungen in verkehrsrot. Erst die massive Beschaffung der BR 146 und besonders der Quietschtriebwagen sorgte dafür, dass die Loks nun zum alten Eisen kamen.

von Lokleitung - am 28.04.2006 16:26
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