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Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Linie 8 muss wieder her, Rastatter Kundendienst, Das Biergleis, Bernhard König, Fabegdose, felix83

(HD) Nach fünfzig Jahren wieder Gleise in der Ringstraße...

Startbeitrag von Linie 8 muss wieder her am 15.08.2006 20:33

liegen seit ein paar Tagen. Allerdings deutlich schmaler (1000 mm) als die vor fünfzig Jahren ( 1435 mm) und die waren ja schon schmaler als die ursprünglichen ( 1600 mm).
Ja, es ist eben nichts mehr wie früher... ;-)

Antworten:

Wo ist die Ringstraße? Was für Gleise lagen da? Sorry, nicht jeder hat den Stadtplan von HD im Kopf.

von Das Biergleis - am 15.08.2006 21:28
Die Ringstraße ist die Straße vom Römerkreis Richtung Speyrer Straße. Dort lagen bis zu deren Einstellung in Seitenlage die Gleise der Strecke nach Schwetzingen - Speyer, die dann in den heutigen Baumschulenweg abbogen und relativ geradeaus bis Schwetzingen weiterliefen.

Auch wenn's jetzt 600 mm weniger sind und da nichts mehr nach Speyer fährt, ist es doch schön, daß die Straße ihren ursprünglichen Sinn wieder hat!

von Rastatter Kundendienst - am 15.08.2006 21:51
Ah ja, danke.

von Das Biergleis - am 16.08.2006 05:36

Re: (HD) Korrektur zur Schwetzinger Bahn/Ringstraße

Zitat
Dario Kampkaspar
Die Ringstraße ist die Straße vom Römerkreis Richtung Speyrer Straße. Dort lagen bis zu deren Einstellung in Seitenlage die Gleise der Strecke nach Schwetzingen - Speyer, die dann in den heutigen Baumschulenweg abbogen und relativ geradeaus bis Schwetzingen weiterliefen.


Das stimmt so nicht. Dort lagen bis zur Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofes 1955 die Gleise der badischen Hauptbahn Richtung Karlsruhe Basel. Die Gleise der Schwetzinger Bahn verschwanden dort schon vor dem ersten Weltkrieg. Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Güterbahnhofs bzw. im Zusammenhang mit dem begonnenen Aushub des "Baggerlochs" für den zukünftigen neuen Heidelberger Hbf schwenkte die Schwetzinger Bahn östlich vom Heidelberger Stadtteil Pfaffengrund von ihrer ursprünglichen Linie nach Norden ab, verlief ca. 1 km genau in Nord-Süd Richtung, unterquerte an der Kreuzung Eppelheimer Straße/Diebsweg die heute noch bestehende Straßenbahnstrecke nach Eppelheim und das Gelände des Güterbahnhofs
,
wendete sich im "Baggerloch" nach Osten und verlief neben der Strecke Heidelberg - Mannheim in den alten Heidelberger Hauptbahnhof.
Karte dazu

von Linie 8 muss wieder her - am 16.08.2006 07:49

Re: Man denkt an nichts böses und dann kommen solche hochhistorischen Beiträge ...

Streckenwanderung bitte!!

von Fabegdose - am 16.08.2006 10:38

Re: Man denkt an nichts böses und dann kommen solche hochhistorischen Beiträge ...

Ja, ne Streckenwanderung wäre sicher interessant, wobei ich vermute, dass man nicht mehr so viel davon sieht...

Warum waren dort eigentlich ursprünglich Gleise mit 1600 mm Spurweite gelegen? Die waren in Deutschland doch eigentlich nie üblich?

Gruß,
Christian

von felix83 - am 16.08.2006 10:46

Darum 1600mm...

Zitat
felix83
Warum waren dort eigentlich ursprünglich Gleise mit 1600 mm Spurweite gelegen? Die waren in Deutschland doch eigentlich nie üblich?

Zitat

Die Entscheidung erfolgte auf Empfehlung einer dreiköpfigen Kommission der obersten technischen Behörden, die in Belgien, Frankreich und England das dortige Eisenbahnwesen studiert hatte und war wohl begründet. Man ging davon aus, dass Eisenbahnen vorzugsweise dem schnellen Personverkehr innerhalb des Landes dienen sollten, kein Betrieb würde aus Sicherheitsgründen Wagen oder Lokomotiven von einer anderen Bahn übernehmen und die badischen Lokomotiven sollten an Größe und Kraft alle Maschinen, die auf dem Kontinent im Gange sind, übertöreffen. Durch die gewählte größere Spurweite wäre es dem Mechaniker möglich, den Lokomotiven mehr Kraft, Dauerhaftigkeit und Solidität in der Konstruktion zu verschaffen.

Inzwischen hatte Baden eingesehen, dass es mit der gewählten Spurweite von 1600 mm in die Isolation zu geraten drohte, da alle umliegenden Länder die Normalspur von 1435 mm wählten. So wurde ab Anfang Mai 1854 begonnen, 66 Lokomotiven, 65 Tender und 1133 Wagen, 79 km einfaches, 203 km Doppelgleis, 11 Haupt- und 22 mittlere oder kleinere Stationen mit Ausweichgleisen umzubauen, am 15. April 1855 war der Umbau ohne einen einzigen Unglücksfall beendeti, allerdings behielt man den Linksverkehr bei.
Kuntzemüller, Albert: Die Badischen Eisenbahnen, Karlsruhe 1953


von Linie 8 muss wieder her - am 16.08.2006 12:10

Re: Darum 1600mm...

Mit der Breitspur war man übrigens schon in Haltingen, also kurz vor Basel, angelangt.

Bernhard


von Bernhard König - am 16.08.2006 14:55

Re: (HD) Korrektur zur Schwetzinger Bahn/Ringstraße

Hast natürlich recht, ich war da etwas ungenau im Schreiben. Schneller gedacht, als getippt :)

von Rastatter Kundendienst - am 16.08.2006 15:23
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