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Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
E40, pasch, Stefan Klein, Kastenlok, Andreas Risch, Der Trambahner, Lokleitung

Im Land der M8C (m5B)

Startbeitrag von E40 am 30.09.2006 14:35

Heute fuhr ich zwischen zwei Terminen kurz zu den Heidelbeeren und stellte erfreut fest, dass die Linie 4 fast ausschließlich mit M8C besetzt war.

Los gehts mit dem 252, hier vor dem Betriebshof. Am Wochenende ist Heidelberger Herbst, da werden auch in HD die Flaggen ausgepackt.



:cheers: Zufällig kam mir der OEG 102 vor die Linse. :cheers:



Aber weiter mit M8Cs.

Ohne Werbung sehen die auch sehr gut aus, wie der 257 am Hbf HD beweist.



Und der 253 lief erfreulicherweise auch. Und Dank perfektem Timing setzte sich ein Wolke vor die Sonne, als er hier gerade am Hbf ankommt. Das war auch gut so, denn die Sonne stand recht ungünstig.



Schon ein paar Sekunden später war wieder die Sonne draußen:

Antworten:

Klasse! Fehlt nur noch die Schürze in blau und der Wagen ist richtig schick! Kann man das nicht über die Werkstatt an den Mann bringen, dass das noch geändert wird bei folgenden Umlackierungen?

Mfg aus Ffm

von Der Trambahner - am 30.09.2006 15:15
Warten wir mal auf den 254, vielleicht wurde da wieder eine Kleinigkeit verändert. Aber das wird bestimmt noch eine Woche dauern.
Und ich bin mal sehr gespannt, wie der 201 (Düwag GT8) aus der HU rauskommt. HSB-Blau oder RNV-Lack.

von E40 - am 30.09.2006 15:40

Nur ein Stromabnehmer bei den HD-M8C?

Man entschukdige die etwas ungläubige Nachfrage aus dem fernen Thüringen, aber ich war seit Jahren nicht mehr in "HD". Mir ist es aber so, als hätten die M8 damals (Mitte der 90er) noch zwei Stromabnehmer drauf gehabt. Ist/war es so?

Danke für eine Antwort.

Tolle Bilder übrigens! :-)

von pasch - am 30.09.2006 16:07

Re: Nur ein Stromabnehmer bei den HD-M8C?

Jup, das war mal so.

von Andreas Risch - am 30.09.2006 16:13

Re: Nur ein Stromabnehmer bei den HD-M8C?

Und warum wurds geändert? Würde mich zumindest mal interessieren.

von E40 - am 01.10.2006 16:48

Re: Nur ein Stromabnehmer bei den HD-M8C?

1. Weniger Wartung
2. Weil es in der Werkstatt mit Dacharbeiten kritisch sein konnte (bei einem angelegten Bügel führt der andere Fahrdrahtspannung). Sollte man zwar vor her geprüft haben, ist aber trotzdem ein Sicherheitsargument.
3. Weil es einfach ging (bei den OEG-Gt8 müsste man z.B. den Stromverlauf ändern und entweder eine Hochspannungs-Dachleitung oder fernsteuerbare Höchststromschalter einbauen. Wäre also eher umständlich. War es bei den M8 offensichtlich nicht.

Haben übrigens viele Betriebe gemacht, die M- oder N-Wagen besitzen. Mindestens Essen, Mülheim, Dortmund, Bogestra. Bei Augsburg, Kassel, Bielefeld, Mainz und Nürnberg bin ich mir nicht sicher.

von Lokleitung - am 01.10.2006 18:12

Außerdem...

...war man ja nach Einführung der induktiven Weichensteuerung in HD nicht mehr darauf angewiesen, möglichst weit vorne am Fahrzeug einen Stromabnehmer zu haben.

Es grüßt

die Kastenlok


von Kastenlok - am 01.10.2006 18:48

weitere Städte mit nur einem Stromabnehmer

Augsburg fährt auch mit nur einem Stromabnehmer. Wenn mich nicht alles täuscht, sind die teilweise sogar nur mit einem Stromabnehmer dort in Betrieb gegangen, zumindest hab ich mal Aufnahmen aus den späten 80ern gesehen, auf denen auch nur noch einer drauf war. Und da die Auxburger ihre M8C etwa zeitgleich mit den Heidelbergern bekamen ist das gar nicht mal so abwegig.

Kassel hat noch seine 2 Stromabnehmer. Bielefeld nur noch einen, sieht man als an den Zugverbänden, wenn die Seiten mit Stromabnehmer gekuppelt sind, oder aber eben genau andersrum. Mainz fährt seit der Inbetriebnahme der Niederflurwagen auch nur noch mit einem. Häßlich daran ist, daß die ja meist Wendeschleifen durchfahren und somit den ganzen Tag rückwärts fahren. Daß man dort nur noch Zweirichtungswagen, trotz Wendeschleifen, einsetzt liegt daran, daß in Schwachlastzeiten eine Linie am HBF endet und einfach wieder zurück nach Finthen fährt und in Bretzenheim sowieso nur ein Stumpfgleis liegt. In Finthen und Hechtsheim liegen Wendeschleifen, auf den damaligen Linien 10 und 11 fuhren ja auch die ehemaligen Heidelberger bis sie nach Polen gingen. Auf der 8 zwischen Bretzenheim und Ingelheimer Aue waren dann immer die Zweirichtungs-Westwaggonwagen. Die waren besonders lustig, weil sie im Gegensatz zu anderen 6x-ZR-Wagen 4 Einzeltüren hatten.

Nürnberg hat seine N8S überwiegend als Einrichtungswagen genutzt und die in Fahrtrichtung links liegenden Trittstufen mit Brettern verschlossen, um mehr Stehplatzfläche zu bekommen. Der bei Einrichtungswagen obligatorische ungleichmäßige Abnutzung der Radreifen ist man dadurch begegnet, daß man hin und wieder die Bretter wohl tauschte, und damit das nicht auffiel (oder aber - was wahrscheinlicher ist - weil alle anderen Einrichtungswagen den Stromabnehmer vorne hatten) behielten die ihre 2 Stromabnehmer. Bis heute.

Essen hat bei seinen jüngsten M8C, das sind die der 1400er-Reihe, ab Werk nur noch einen Stromabnehmer gewollt, dieser ist aber immerhin nicht am Wagenende, sondern an einem Gelenk angebracht. Sieht deutlich gefälliger aus, als so ein "rückwärtsfahrender" M6 oder M8. Das machte aber nur bei Neuablieferungen Sinn, weil alles andere wohl richtig Geld gekostet hätte.



von Stefan Klein - am 02.10.2006 12:38

Re: Außerdem...

Zitat
Kastenlok
...war man ja nach Einführung der induktiven Weichensteuerung in HD nicht mehr darauf angewiesen, möglichst weit vorne am Fahrzeug einen Stromabnehmer zu haben.


Hm, Beispiel Berlin: Die ZR-GT6N (Niederflurer) haben auch zwei Stromabnehmer und immer brav den vorderen angelegt. Und das obwohl inzwischen bestimmt alle Weichensteureungen umgebaut wurden (denn zuvor durfte bei den GT6-Traktionen auch nur ein Stromabnehmer - der vordere nämlich - angelegt sein).
Wäre aber berlintypisch ein offensichtliches Einsparpotential nicht zu nutzen, sondern lieber gleich ganze Netzteile stillegen zu wollen; "man hat´s ja" :-(

Zitat
Kastenlok
Es grüßt

die Kastenlok


Es grüßt

von pasch - am 03.10.2006 10:24

Re: Außerdem...

Und das obwohl inzwischen bestimmt alle Weichensteureungen umgebaut wurden (denn zuvor durfte bei den GT6-Traktionen auch nur ein Stromabnehmer - der vordere nämlich - angelegt sein)

Möglicherweise ist es aber auch einfach der Grund, daß man gerne den Stromabnehmer bei allen Fahrzeugen an der gleichen Stelle hätte. Das Befahren von Streckentrennern, eventuellen Oberleitungskontakten für Signalanlagen und so weiter hängen mit einer induktiven Weichensteuerung nämlich nicht zusammen. In Ludwigshafen hatte man lange Zeit auch noch Oberleitungskontakte für Signalanlagen, obgleich man die Weichen per IWS stellte. Die eingleisige Kurve in Friesenheim wurde noch bis mindestens in die 90er hinein mit Oberleitungskontakten gestellt, auch die Ausfahrt aus der Schleife in Rheingönheim wurde mindestens bis zur Inbetriebnahme der Niederflurwagen mit Oberleitungskontakten angefordert.

Die Stromversorgung in HD hatte noch eine Weile mit den MGT6D zu kämpfen. Konnte man einzelne Streckentrenner mit den M8C und den GT6/8 halbwegs bedenkenlos "rasieren", so schalteten sich die Unterwerke bei gleicher Aktion mit einem MGT6D gelegentlich mal ab. Daher überbrückte man häppchenweise alle Streckentrenner. Das weit verzweigte Streckennetz in Berlin hat auch noch lange Zeit mit der Stromversorgung kämpfen müssen, was den langen Einsatz von Reko-Zweiachsern auf bestimmten Strecken erforderte. Von daher wäre der vorne anliegende Stromabnehmer bei den Niederflurwagen als Schutzmaßnahme gegen rasierte Trenner auch denkbar.

von Stefan Klein - am 03.10.2006 13:14
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