Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
23
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Stefan Klein, 651, kloetzl605, VRR-Linie 112, felix83, Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant, Lockenwickler, Lokleitung, Fabegdose, Kirunavaara, ... und 3 weitere

von mir auch ein Rätsel - besser Kwiss

Startbeitrag von Stefan Klein am 07.11.2006 01:53

Ich machs nicht ganz so einfach, ich stelle gleich viele Fragen.

1. Es gibt mindestens eine im Straßenplanum liegende stumpf gestellte Weiche in unserem Meterspurgebiet. Kann sein, daß es noch mehr gibt, aber ich kenn nur die eine, wo isse denn?

2. Welcher Strab-Wagen aus unserer Region hatte wann und wo eine Begegnung mit einem Kettenfahrzeug?

3. Nur Fragen von hier stellen ist fade, testen wir mal aus, was von anderswo bekannt ist. Eine Stadt mit großengelbenwagen hat sogenannte "Panoramawagen" im Einsatz. Ich will jetzt wissen, welche unterschiedlichen Panoramamittelteile es in den Gleichstromfahrzeugen gibt. Genauer gesagt sind es 2, aber was sind die Unterschiede und welche Wagen betrifft es?

4. Warum fährt man in MA/LU anderspolig als in HD?

5. Außer Heidelberg gibts noch andere Städte, die den M-Wagen beschafft haben. Als Meterspur- oder Normalspurversion, als 6- oder 8-Achser, mit Schützensteuerung, Chopper oder Drehstromantrieben. Fast alle haben ihren zweiten Stromabnehmer verloren, einige wenige bekamen nie einen zweiten. Welche Städte haben noch M-Wagen mit 2 Stromabnehmern im Einsatz?

6. In den 90ern gab es nur einen Betrieb in Westdeutschland der Hochflurbeiwagen passend zu vorhandenen Triebwagen beschafft hat. Welcher denn?

7. Welche deutschen Betriebe haben Niederflurmittelteile in vorhandene Hochflurwagen *nachgerüstet*? Nenne mindestens 5.

8. Wieviele unterschiedliche Fahrschaltervarianten gab es bei den Kurbelwagen in unserer Region? Gemeint sind alle Kurbelwagen in Fahrzeugen aus dem Hause Düwag, die in MA, HD, Lu und bei der RHB je im Einsatz waren.

9. Heidelberg hatte einen Niederflurwagen, der feste vom Pech verfolgt war. Zuerst brannte ihm die Elektrik durch und er ging zurück zum Hersteller. Auf der Jungfernfahrt nach der Instandsetzung erlitt er eine Flankenfahrt. Welche Karre ist gemeint?

10. Wir schreiben das Jahr 1984. Eine Fahrt mit der Linie 12 führt uns über einige Spitzbefahrene Weichen. Bitte durchzählen, wieviele Weichen auf der Fahrt vom südlichen zum nördlichen Endpunkt befahren wurden. Wichtig: es gibt 2 Antworten, eine die im Sommer gültig ist und eine die im Winter gültig ist.

11. Reine Hochflurachtachser in konventionellem Straßenbahndesign beschaffte 1991 eigentlich niemand mehr, meist wurden Stadtbahnwagen beschafft. Ein Betrieb wollte es aber nicht anders haben und beschaffte Kisten, die alt aussahen und drunter recht modern daherkamen. Welche Karren sind gemeint, und wo fahren sie?

12. Von den Ludwigshafener Fahrzeugen besaßen 4 Fahrzeuge einen "Y-Stromabnehmer" wie ihn die Fahrzeuge des Baujahres 1967 (so zB der 152) auch hatten, ohne diesen Ab Werk aufgepflanzt zu kriegen. Welche 4 waren das?


Viel Spaß beim Raten und Rätseln

(Edith korrigierte eben noch 2 Schlechtreibfühler)

Antworten:

Zu allen Fragen hab ich keine Antwort. Aber ich versuch mich mal dran:

6. Das müsste Bielefeld mit seinen MB4-Mittelwagen zu den modernsten Stadtbahnwagen gewesen sein.

7. Mannheim, Mülheim, Duisburg, Braunschweig, Brandenburg

8. Meines Wissens hatte Heidelberg drei Varianten: 201-208, 209-213, 214-244. Mannheim mindestens eine, wobei ich nicht weiß, ob die sich von den Heidelberger 201-208 unterschieden, von denen drei nach Mannheim kamen. Die Ludwighafener sind gleich, jetzt kommt noch die Rhein-Haardt-Bahn: Die sind anders, allerdings weiß ich nicht genau, wie die ersten Sechsachser-Züge aussahen. Ich tippe jetzt also mal auf: fünf Varianten.

11. Darmstadt mit seinen ST12, die baugleich mit den 1982 gelieferten Achtachsern sind und aus den 1976 gelieferten Sechsachsern weiterentwickelt wurden, die aber noch Schützensteuerung (statt Chopper) und keine Luftfederung haben. Die 1975 an die Albtalbahn gelieferten Fahrzeuge gehören auch zu diesem Typ und allesamt stammen von der Waggon-Union.

So, zu den anderen Sachen fällt mir jetzt nichts ein.

Gruß,
Christian

von felix83 - am 07.11.2006 08:14
Nachdem bei einigen Fragen schon Antworten vorhanden sind und dort nix hinzu zufügen ist, hier meine Versuche:


1.) Ich vermute, dass es sich um den Gleiswechsel am Bergfriedhof in HD handelt.

2,) Den Kontakt der besonderen Art hatte am 10.07.1982 Tw 439 der MVG kurz nach Verlassen der (H)Moltkestr. Ri. Hbf.

5.) Heidelberg, Kassel, Mainz, (Nürnberg)



von VRR-Linie 112 - am 07.11.2006 10:56
Frage 2: Das war an der Haltestelle Kunsthalle Richtung Hbf. im Sommer 1982 während der Fußball-WM.Es war ein GT 6 der MVG auf der 4 nach Oggersheim.Die Wagennummer weiß ich nicht,aber das Fahrzeug hatte Ganzwerbung von Teppich Engelhardt.
Das Kettenfahrzeug war ein U.S.-Panzer aus der Ami-Kaserne in Sandhofen.Der Fahrer ist nach seiner Amokfahrt mit dem Teil von der Kurpfalzbrücke in den Neckar gestürzt.

von DÜWAG-Vorhang - am 07.11.2006 11:00

Re: Also ich bin da etwas am Brüten.....

Was ist eine stumpf gestellte Weiche? (Wäre vielleicht als Frage 1a einzuordnen)

von Das Biergleis - am 07.11.2006 11:08

Re: Also ich bin da etwas am Brüten.....

Die Frage hab ich mir allerdings auch schon gestellt...

von Rastatter Kundendienst - am 07.11.2006 11:25

Re: Also ich bin da etwas am Brüten.....

Eine stumpf gestellte Weiche ist eine Weiche, die du nicht aufschneidest, wenn du sie stumpf befährst, weil sie vorher von dir gelegt wird ( Schlüssel ... )


Ich weiß, wo so eine Weiche ist, lasse euch aber noch ein bisschen raten .....
Hatte mich erst kürzlich über diese Weiche mit ferdi "unterhalten" ;-)

von kloetzl605 - am 07.11.2006 11:52
hmm auf alles weis ich keine Antwort...

1. Denke mal daß es sich um eine Weiche im Bereich des Ebertparks in LU handeln müsste.
Ansonsten käme für mich nur noch eine Weiche im Luitopldhafen in Frage...

2. Das war (glaube ich) der 439 im Bereich der Molktestrasse im Jahre 1982...

3. Sind das nich die aus KA? Zum einen hatten sie im C-Teil größere (bis zur Oberkante) ragende Fenster (mit seitlichen Vorhängen??) und eine Bistroausstattung....

4. ???

5. Mit beiden Pantographen fahrende Stadtbahnwagen M/N gibt es noch in Kassel Typ N8C mit Einholm, in Mainz Typ M8C mit Einholm und Nürnberg Typ N8SNf (ehem. N6S) mit Einholm.

6. Das müsste Bielefeld gewesen sein mit den 5 MB4 aus den Jahren 1998/1999 die zwischen zwei M8D-BI gehängt werden.

7. Mühlheim M6D-NF, Cottbus KTNF6, Mannheim GT8-NF, Nürnberg N8S-NF, Gera KTNF8, Dusiburg GT10NC (Einzelfahrzeug), Duisburg GT10NC-DU, Braunschweig GT6-NF (Einzelfahrzeug)

8. Glaube das waren drei Varianten. BBC, AEG, Kiepe(?)...

9. MGT6D

10. Keine Ahnung, tippe mal auf vier, bzw. sieben, je nach Fahrweg...

11. Das müsste Freiburg sein, mit den GT8N. Sehen dem Typ Mannheim etwas ähnlich...

12. VBL 147, 148, 149, 151. Mit 151 und 148 bin ich mir nich 100% sicher...

von 651 - am 07.11.2006 12:15
zu 1.
hatte die Frage zunächst falsch verstanden... Dachte es handele sich um Weichen die stumpf befahren werden, und verkeilt seien...
Das sind vier Weichen, zum einem am Rheingoldplatz Richtung RGO, am Tannhäuserring jeweils beim Verlassen der Haltestelle und RGO bei der Fahrt in Richtung Stadt (Am Ende der Schleife)
Allerdings liegen diese nicht direkt im Strassenplanraum. Höchsten die an der Haltestelle RGO.
Wenn nicht muß ich passen, da mir in MA/LU sonst keine Weiche dieser art bekannt ist. Wird wohl in HD oder DÜW (am dortigen DB Bahnhof???) sein. Sind aber nur vermutungen...

von 651 - am 07.11.2006 12:24
> 12. Von den Ludwigshafener Fahrzeugen besaßen 4 Fahrzeuge einen "Y-Stromabnehmer" wie ihn die Fahrzeuge des Baujahres 1967 (so zB der 152) auch hatten, ohne diesen Ab Werk aufgepflanzt zu kriegen. Welche 4 waren das?

101, 109, 113, 159 fallen mir spontan ein. Waren's wirklich nur die vier?

> 7. Welche deutschen Betriebe haben Niederflurmittelteile in vorhandene Hochflurwagen *nachgerüstet*?

Es wurden zwar schon mehr als 5 genannt, aber bei der Gelegenheit muß ich einfach nochmal die Fahne für Norrköping hochhalten. Die Sänften sind dort übrigens wirklich Recyclingprodukte aus alten Mittelteilen, denen der Boden abgesenkt wurde.

von Kirunavaara - am 07.11.2006 13:25

Re: So Weichen im Straßenplanum gibt's in Dü. (kT)

*

von Fabegdose - am 07.11.2006 14:09

ich entsinne mich, aber

die war nicht gemeint.

von Stefan Klein - am 07.11.2006 14:12
Deine Antwort zu Frage 11 kann nicht wirklich stimmen, da die GT8N in Freiburg, wie die Bezeichnung schon sagt, im Mittelwagen einen niederflurigen Bereich haben. Sie sind also nicht rein hochflurig.

Gruß,
Christian

von felix83 - am 07.11.2006 15:31

Sorry, da hab ich net aufgepasst...

Dann können nur die GT8 (ST12) aus Darmstadt gemeint sein. Sie kamen in den jahren 1990 und 1991, und wurde in die Nummern 9115-9124 eingruppiert. Sind eine Weiterentwicklung der Vorserie (ST 11) aus dem Jahr 1982.
Die Albtalbahn hatte ähnliche fahrzeuge von der Firma Waggon- Union beschafft.

von 651 - am 07.11.2006 15:38
3. Sind das nich die aus KA? Zum einen hatten sie im C-Teil größere (bis zur Oberkante) ragende Fenster (mit seitlichen Vorhängen??) und eine Bistroausstattung...
Ka ist richtig, die Fenster sind nicht größer sondern gleichgroß, aber oben in der Dachkante sind weitere Fenster. Die Bistrowagen sind aber nicht rein gleichstromig, sonder drehstromige Zweisystemwagen. Die sind also nicht gemeint.

Die komplette Auflösung gibts dann nach der Peak-Time am Abend.

von Stefan Klein - am 07.11.2006 16:06

Auflösung

1. Es gibt mindestens eine im Straßenplanum liegende stumpf gestellte Weiche in unserem Meterspurgebiet. Kann sein, daß es noch mehr gibt, aber ich kenn nur die eine, wo isse denn?
Die in Bad Dürkheim war mir in der Tat entfallen. Die Antwort ist auch richtig. Aber die tatsächlich gemeinte Weiche hat niemand gewußt. Außer kloetzl, dem ich den Sachverhalt neulich bildlich schilderte, und der sich daher der Stimme enthielt. Die Neckarauer Weichen sind natürlich nicht im Straßenplanum und daher auch nicht richtig.

Gemeint war die Weiche an der Haltestelle Ruthenstraße. Da man E-Wichen ja nicht aufschneiden soll und man an der Ruthenstraße fleißig dreieckt, ist es daher auch sinnvoll diese Weiche für rückwärts fahrende Züge "stumpf" zu stellen, auf daß sie nicht aufgeschnitten wird. Früher war da nur ein einfacher Knopf, den man drückte, heut ist es ein Schlüsselschalter, beim Schlüsseln wird zuerst das Sperrsignal vor dem Bahnsteig aktiv, wenn dann das Signal kommt legt sich auch die Weiche. Dieser Umstand ist noch nichtmal allen Kollegen aus dem Fahrdienst so bekannt. Odolkistenfahrer sind mangels Streckenkenntnis ausnahmsweise entschuldigt.

2. Welcher Strab-Wagen aus unserer Region hatte wann und wo eine Begegnung mit einem Kettenfahrzeug?
Richtig, Teppich Engelhardt, MVG 439, 10. Juli 1982.

3. Nur Fragen von hier stellen ist fade, testen wir mal aus, was von anderswo bekannt ist. Eine Stadt mit großengelbenwagen hat sogenannte "Panoramawagen" im Einsatz. Ich will jetzt wissen, welche unterschiedlichen Panoramamittelteile es in den Gleichstromfahrzeugen gibt. Genauer gesagt sind es 2, aber was sind die Unterschiede und welche Wagen betrifft es?
Hmmm, dachte, daß das schon mal wem aufgefallen sei...
Die AVG beschaffte für die Langstrecken Bad Herrenalb - Ettlingen - KA - Hochstetten und Ittersbach - Ettlingen - KA - Hochstetten die Panoramawagen. Bei einem bin ich mir jetzt selbst unsicher. Nämlich welche 5 die Panoramamittelteile gleich bekamen und welche später. Tatsache ist jedoch, daß 551 - 555 Mittelteile mit vis-a-vis-Bestuhlung haben und 556-560 Reihenbestuhlung. Wenn ich nicht komplett falsch liege waren 551-555 früher Sechsachser und wurden nachgerüstet und 556-560 kamen direkt als Panoramaachtachser. Alle haben eine Klimaanlage und Fenster in den Dachkanten gemeinsam.

4. Warum fährt man in MA/LU anderspolig als in HD?
Streukorrosion ist immer im Bereich des Austritts des Stromes interessant. Bei neg. FL liegt dieses Austrittsgebiet am Ende der Leitung. Oft gibt es einfach nicht eine solch massive Erdungsanlage wie im Bereich des Unterwerkes. Während an dem Punkt, an dem die beiden Gebiete zusammenstoßen (Grenzbereich), die Gleis-Erde-Spannung 0 ist, baut sich die Gleis-Erde-Spannung bei positiver FL am UW, wo zugleich das Stromaustrittsgebiet liegt, aufgrund des hohen Potentialunterschiedes zwischen Gleis und Bezugserdungssystem (da liegt z.B. eine Menge Stahl im Boden) mächtig stark auf.
Bei neg. FL liegt das Korrosions-, d.h. also das Stromaustrittsgebiet am Ende der Leitung, wo "normale" durch das Erdreich vorgegebene Erdungsverhältnisse herrschen. Hier ist demzufolge der Potentialunterschied nicht so hoch, dafür "verläuft" sich der Strom aber mehr in die Länge. (Man kann das auch alles mit (komplizierten) Gleichungen belegen).
Die Folgen der Streustromkorrosion zeigen sich erst nach vielen Jahren an unterirdischen Versorgungsleitungen (Häufung von Rohrbrüchen an Straßenbahnstrecken, besonders in Unterwerksnähe)


Ehrlich gesagt hab ichs auch nur in Ansätzen verstanden. Grundproblem ist wohl relativ platt gesagt, daß bei Minus an der Fahrleitung weniger durch den Strom korrodiert als bei Plus auf der Leitung. Dieses ganze elektrolytische Gedöns is ne Wissenschaft für sich, was aber Strom so alles anstellen kann sieht man beim Versilbern, Vergolden, Vernickeln usw, da taucht man Zeugs in Wasser, hängt Beutel mit Gold, Silber, Nickel oder Chrom oder sonstigem Krams rein, und jagt Strom durch. Und *schwupp* löst sich das Metall quasi auf und wandert. Das ist das gleiche Grundprinzip, nur halt ohne Beutel und Wasser, aber da wandert trotzdem was und irgendwann isses halt nimmer da.

5. Außer Heidelberg gibts noch andere Städte, die den M-Wagen beschafft haben. Als Meterspur- oder Normalspurversion, als 6- oder 8-Achser, mit Schützensteuerung, Chopper oder Drehstromantrieben. Fast alle haben ihren zweiten Stromabnehmer verloren, einige wenige bekamen nie einen zweiten. Welche Städte haben noch M-Wagen mit 2 Stromabnehmern im Einsatz?
Mainz hat seine ebenso wie Heidelberg abmontiert. Somit fahren nur noch die letzten Nürnberger mit 2 rum und die in Kassel.

6. In den 90ern gab es nur einen Betrieb in Westdeutschland der Hochflurbeiwagen passend zu vorhandenen Triebwagen beschafft hat. Welcher denn?
Richtig, die 5 vierachsigen Beiwagen zu den Bielefeldern M8D. Der Stromabnehmer dient einzig und allein so Geschichtejn wie Heizung, Beleuchtung usw. Eine Adaptierung der Triebwagen wäre teurer gekommen.

7. Welche deutschen Betriebe haben Niederflurmittelteile in vorhandene Hochflurwagen *nachgerüstet*? Nenne mindestens 5.
Nürnberg stattete seine N6S mit Niederflurteilen aus, Mannheim seine GT6, die Duisburger hab ich als eins gezählt, stimmt aber auch, Cottbus fährt mit KT6NF rum, die Mittelteile haben EEF wie die MGT6D, Mülheim hat einige seiner M6 damit versaut (versaut nicht, weils häßlich aussieht, das ist in dem Fall Nebensache, vielmehr hat man M6D verwendet, die dann nimmer so ohne weiteres liefen, weil die Drehstrommotoren das nicht so vertrugen und es dauerte richtig lang bis die Kisten so halbwegs liefen) Gera machte aus Kurzgelenk-Tatranten (ohne Jakobsdrehgestell !!!) KT8NF mit Kleinraddrehgestellen, und in Brandenburg fahren nach Cottbusser Vorbild auch solche Wutzen rum. Der Braunschweiger sollte einklich ein paar Brüder bekommen, aber ist immernoch ein Einzelkind. Sind also 8 Betriebe in Deutschland.

Die Tschechen und Schweizer sind da ungleich willenloser, die scheuen auch aufwendige Umbauten von Vierachsern nicht. Bei uns eher unvorstelbar.

8. Wieviele unterschiedliche Fahrschaltervarianten gab es bei den Kurbelwagen in unserer Region? Gemeint sind alle Kurbelwagen in Fahrzeugen aus dem Hause Düwag, die in MA, HD, Lu und bei der RHB je im Einsatz waren.
Richtig, Heidelberg hatte 2 verschiedene Fahrschalter. BBC und Siemens, letztere mit 7 gerasteten Fahrstufen in der Serie, erstere wie bei den noch hier bekannten BBC-Fahrschaltern in den GT8N mit 4 gerasteten Fahrstufen in der Serie. Mit den 1200V-Fahrschaltern der frühen Hängerzüge 1123, 1124, 1011 und 1012, den Fahrschaltern der Doppel-Heckführerstand-Düwags der HSB, und den Fahrschaltern der RHB-750V-Hängerzüge und ET12 sind es derer 5 Varianten.

9. Heidelberg hatte einen Niederflurwagen, der feste vom Pech verfolgt war. Zuerst brannte ihm die Elektrik durch und er ging zurück zum Hersteller. Auf der Jungfernfahrt nach der Instandsetzung erlitt er eine Flankenfahrt. Welche Karre ist gemeint?
Gemeint war ein MGT6D, jawoll, und zwar der 267. Dem brannte erst der Wechselrichter ab, die folgende Neuverkabelung wurde beim Hersteller vorgenommen. Auf der Jungfernfahrt krachte ihm eine OEG am Bismarckplatz in die Seite.

10. Wir schreiben das Jahr 1984. Eine Fahrt mit der Linie 12 führt uns über einige Spitzbefahrene Weichen. Bitte durchzählen, wieviele Weichen auf der Fahrt vom südlichen zum nördlichen Endpunkt befahren wurden. Wichtig: es gibt 2 Antworten, eine die im Sommer gültig ist und eine die im Winter gültig ist.
Keine Antwort? Hmmm, schade. Die 12 fuhr vom Ebertpark auf die Vogelstang. Aber auch nicht immer, eine Jahreshälfte wurde komplett durchgefahren, die andere nur bis Rheinstraße
Die Weichen:
1 Ebertstraße
2 RHB-Buckel
3 HBF im Tunnel
4 Berliner Straße
5 Kaiser-Wilhelm-Straße
6 Rasthaus
7 Rheinstraße 1
8 Paradeplatz 2
9 Wasserturm 3
10 Rosengarten 4
11 Nationaltheater Vorsortierung 5
12 Ebertbrücke Sortierung 6
13 Friedhofsweiche 7
14 Neckarplatt 8
15 Schleife Vögelstang 9


11. Reine Hochflurachtachser in konventionellem Straßenbahndesign beschaffte 1991 eigentlich niemand mehr, meist wurden Stadtbahnwagen beschafft. Ein Betrieb wollte es aber nicht anders haben und beschaffte Kisten, die alt aussahen und drunter recht modern daherkamen. Welche Karren sind gemeint, und wo fahren sie?
Richtig war Darmstadt. Diese Fahrzeuge werden auch die letzten Hochflurfahrzeuge in Darmstadt bleiben, die Vorgängerserien von 1976 und 1982 werden in Kürze von einer Nachfolgeserie der bekannten Niederflurwagen abgelöst.

12. Von den Ludwigshafener Fahrzeugen besaßen 4 Fahrzeuge einen "Y-Stromabnehmer" wie ihn die Fahrzeuge des Baujahres 1967 (so zB der 152) auch hatten, ohne diesen Ab Werk aufgepflanzt zu kriegen. Welche 4 waren das?
Richtig war: 101, 109, 113, 159. Zwar besaßen 147-152 auch solche Stromabnehmer, das aber schon ab Werk. Die Achtachser von 1971 kamen mit Scheren.

von Stefan Klein - am 07.11.2006 21:00

Weiche?

Ich denke da an die Endstellenweiche in Eppelheim.

Für die anderen Fragen bin ich jetzt zu faul. :)

von Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant - am 07.11.2006 21:01
Frage 3) zu den Panoramawagen aus Karlsruhe fällt nur ein, dass 5 Tw Umbauten aus 6axern und 5 Tw direkt als 8axer gebaut wurden.

Tw 551-555 sind original 8x Bj. 1989
Tw 556-560 sind die Umbauten aus den 6xTw 586-590 (Bj. 1989, Umbau 1990)

von VRR-Linie 112 - am 07.11.2006 21:04

Re: Weiche?

Als ich das letzte Mal in Eppelheim war, handelte es sich hierbei noch um eine stinknormale Handweiche. Eigentlich sollte dann der zweite einfahrende Zug sich die Weiche legen, oft waren Kollegen aber so frei, legten die Weiche schon und postierten sich so, daß der Kollege sah, daß die Weiche schon gelegt ist.

Das is aber schon ein paar Tage her, ich glaub ich war 97 letztmalig da...

von Stefan Klein - am 07.11.2006 21:05

Re: Welches Rasthaus mit Weiche in LU meinst Du? (owT)

*

von Lockenwickler - am 07.11.2006 21:31

Es gibt noch eine stumpf gestellte Weiche

nämlich am Bismarckplatz.

Die Abzweigweiche ins Umsetzgleis. Ist elektrisch; man kann ja aus Richtung Haltestelle Bismarckplatz mit Linienkennung "links" ins Umsetzgleis, mit Linienkennung "rechts" auf das Streckengleis nach Handschuhsheim und mit Linienkennung "Gerade" auf das Streckengleis von Handschuhsheim rangieren. Bei Annäherung eines Zuges aus dem Stumpfgleis bzw von der Theodor-Heuß-Brücke her stellt sich die Weiche für dessen Fahrweg passend ein.

von Lokleitung - am 07.11.2006 21:45

Rathaus ist gemeint (kT)

-.-

von kloetzl605 - am 07.11.2006 21:45

Re: Es gibt noch eine stumpf gestellte Weiche

stimmt, auch die entfiel mir so ganz spontan...

von Stefan Klein - am 07.11.2006 22:03
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.