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Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lokleitung, Fantômas, Blumenstraße, RHB-Zug, oxmoxtatze

Fahrerausgleich für 4/14 im Spätverkehr ? - Wo?

Startbeitrag von oxmoxtatze am 13.01.2007 14:44

Für ein anders Forum (JBB-BAHN) hab' ich mich diese Woche mal mit Linienlänge und Wendezeiten der 4/14 beschäftigt.

Heddesheim -> Bad Dürkheim 88 Minuten (Wendezeit auf Rückkurs: 1 Minute)
Bad Dürkheim -> Heddesheim 84 Minuten (Wendezeit auf Rückkurs: 7 Minuten)

Wo liegen hier die Pausen für den Fahrer? ... Die knapp 10 Minuten auf dem Weg nach DÜW am Berliner Platz sind ja seit Fahrplanwechsel auch Geschichte.

am PAP steht die 4 wegem Bahnhof auch kürzer ... also bleibt in meinen Augen nur:

Fahrerwechsel / Tausch irgendwo ... oder auf Verschleiß fahren der Mitarbeiter

Antworten:

Pausen an den Endstationen gibt es zumindest in MA/LU und bei der OEG auch tagsüber fast auf keiner Linie mehr. I.d.R. haben die Fahrer je nach "Standort" ihre Pausen und zwar Fahrer vom Standort LU am Berliner Platz, Standort DÜW in Bad Dürkheim Ost, Standort MA am Paradeplatz, OEG in Käfertal oder Edingen.

Was natürlich zur Folge hat, dass bestimmte Pausenzeiten nicht mehr auf die Arbeitszeit angerechnet werden. Früher® waren die Pausen i.d.R. bezahlte Arbeitszeit, was es natürlich auch leichter machte, einen Fahrer mal in seiner Pause z.B. bei einer Betriebsstörung wieder loszuschicken "mach Deine Pause später". Mittlerweile wurde durch Betriebsvereinbarungen mit den einzelnen Unternehmen festgelegt, welche Bedingungen eine Pause erfüllen muss, damit sie (wie auch bei anderen Jobs - Büro, Werkstatt usw.) von der Arbeitszeit abgezogen werden darf (sog. "Blockpause"). Damit wurde effektiv die Dienstlänge um die Länge der Blockpause erhöht, da ja die "Soll-Arbeitszeit" laut Tarifvertrag gleich geblieben eist und zuvor alle Pausenzeiten beinhaltete.

Die Betriebsvereinbarungen zur Blockpause sind bei den einzelnen Unternehmen unterschiedlich. Aber eines ist gleich - hat der Fahrer seine Blockpause mal angetreten, so ist er "weg" und für Störungsfall-Einsätze praktisch nicht mehr zu erreichen.

von Lokleitung - am 13.01.2007 16:32
Laut Arbeitszeitgesetz 3x 10 Minuten, 2x 15 Minuten oder 1x 30 Minuten. Wenn 6 Stunden am Stück gefahren wurde, muß der Kollege 30 Minuten Pause machen. Keine andere Möglichkeit. Bei uns führt das wegen der unmöglichen Fahrpläne i.d.R. zu Kursausfällen, weil Kurse dann nach 6 Stunden stehen bleiben, sofern der Kollege auf seinem Recht besteht (und das machen inzwischen 90% aller Fahrer, mich eingeschlossen. Ich geb der Leitstelle allerdings 30 Minuten vor Ablauf der 6 Stunden die Möglichkeit eine für den Fahrgast freundlichere Regelung zu finden).

Zeiten an der Endstelle bekommen wir trotzdem abgezogen.

von Fantômas - am 13.01.2007 18:02
Bist Du Dir sicher mit den 3*10 Minuten ?

Ich kenne nur die Sache mit den 2*15 oder 1*30 Minuten. So sind auch bei uns die Dienstpläne gestrickt, aber 3*10 Min ?

Weißt Du, ob man das wo nachlesen kann ?

Gruß, RHB-Zug !

von RHB-Zug - am 13.01.2007 18:36
Ich weiß jetzt nicht genau, was das Gesetz vorschreibt. In MA ist das in Betriebsvereinbarungen näher geregelt. Für OEG-Personal gilt als abzugsfähige Blockpause ein Zeitraum von 1*30min, 2*20 min oder 3*15min pro Dienst. Für MVV-Personal mit dem alten Haustarif muss diese Zeitstrecke meines Wissens durchgehend 1*30min betragen.

von Lokleitung - am 13.01.2007 20:33

Sorry, hätte es dabei schreiben sollen, dass ist in unserem TV-N vereinbart (owt)

.

von Fantômas - am 14.01.2007 04:02

Die Fahrpersonalverordnung sagt...

bei Linienverkehr bis 50km gilt: nach spätestens 4,5 Stunden Lenkzeit aber spätestens 6 Stunden Dienstlänge sind 30 Minuten Pause zu machen. Die Pause kann in zwei Teile von mindestens 20 oder drei Teile von mindestens 15 Minuten innerhalb der 4,5 Stunden zerlegt werden.

Beträgt zusätzlich der durchschnittliche Hst.-Abstand weniger als 3 km können auch Lenkzeitunterbrechungen (z. B. Wendezeiten) als Pause angerechnet werden, wenn sie mindestens zehn Minuten lang sind und insgesamt 1/6 der Lenkzeit betragen (sog. Sechstel-Regelung).

Tarifvertragliche Regelungen und Betriebsvereinbarungen müssen sich natürlich innerhalb dieses Rahmens bewegen.

Gruß Timo

von Blumenstraße - am 14.01.2007 16:47
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