Ist es zutreffend, daß auch bei uns der DB-Verkehr komplett eingestellt ist? Wie sieht's mit Strab. aus? (kT)

Startbeitrag von Dr. Düwag am 18.01.2007 19:38

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Antworten:

Laut RIS nicht...

[reiseauskunft.bahn.de]

OK, die S2 fährt nicht über LU hinaus, da aber die S4 wohl fährt, ist die Strecke nach Neustadt wohl gesperrt.



von Q-Boy - am 18.01.2007 19:43
Laut eines Eisenbahnforums soll mit Ausnahme einiger S-Bahnen und Privatbahnen gar nichts mehr laufen. Ich konnte es jedoch noch nicht bestätigen.

von M8C - am 18.01.2007 20:46
guckst Du hier.


www.bahn.de/blitz/view/index.shtml

von 651 - am 18.01.2007 20:53

Re: Laut RIS nicht...

Ja, es ist tatsächlich so:

[www.bahn.de]

Zitat

Die Situation aufgrund des Orkans „Kyrill“ hat sich weiter zugespitzt. Die Deutsche Bahn hat sich daher entschieden, den bundesweiten Zugverkehr aus Vorsorgegründen weitgehend einzustellen. Die Sicherheit der Fahrgäste steht hier an erster Stelle. Der S-Bahnverkehr wird soweit möglich noch aufrechterhalten.

Die Züge werden gezielt an die Bahnsteige gefahren, so dass die Fahrgäste diese in den Bahnhöfen verlassen können.

Die Empfangsgebäude der Bahnhöfe werden für die Reisenden offengehalten und auch in der Nacht mit Servicepersonal besetzt. Die Betreuung der Reisenden, etwa durch Versorgung mit Getränken, ist im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten in den Bahnhöfen und Zügen sichergestellt. Darüber hinaus unterstützt die Deutsche Bahn die Reisenden bei der Suche nach nahegelegenen Hotels und Unterkünften.

Für entstehende Unannehmlichkeiten bittet die Bahn ihre Kunden um Verständnis.

Reisende erhalten Informationen über aktuelle Zugläufe auch beim telefonischen Reiseservice unter der bundesweit einheitlichen Nummer


von M8C - am 18.01.2007 20:53
Jo, da haben wir jetzt zeitgleich gepostet :-)

von M8C - am 18.01.2007 20:54
naja doppelt hält besser :D

von 651 - am 18.01.2007 20:55

Kompletteinstellung

wir standen um 21 Uhr in Limburgerhof als die Durchsage kam

"Sehr geehrte Fahrgäste, aufgrund des schweren Unwetters ist der Zugverkehr zu Ihrer und unserer Sicherheit eingestellt. Ein Ersatzverkehr kann leider ebenfalls nicht angeboten werden"

Ein Anruf in der 3S-Zentrale brachte mir die Information "Es wurde kein Ersatzverkehr bestellt" ein.

Und das ist der Punkt der mich etwas ärgert. Mit Sicherheit ist ein solches Unwetter eine Ausnahmesituation, und bei Strecken durch den Odenwald oder den Pfälzer Wald ist es durchaus gerechtfertigt solche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

21 Uhr ist jedoch eine Zeit, in der auch noch viele Pendler unterwegs sind, und nachdem ich den Heimweg von Limburgerhof nun zu großen Teilen zu Fuß gemacht habe (weil der Bus in Rheingönheim 4 Minuten zu früh fuhr !!!) kann ich als Augenzeuge berichten, daß es zwar windig war, ich es aber nicht völlig dramatisch empfand. Die VBLu-Busse konnten sogar so fahren, daß sie zu früh waren. Ein Ersatzverkehr wenigstens zwischen Neustadt und Heidelberg, und seien es auch nur ein paar Alibibusse gewesen, hätte eingerichtet werden können. Da hats wenig Botanik drumrum und die Straßen waren alle frei und wunderbar befahrbar, einer von uns mußte nach Neustadt und fand in der Verwandtschaft jemanden, der ihn kutschte. Wenn man dem Kunden dann aber auch noch sagt, daß man erst gar nichts bestelt hat, dann ist das schon etwas frech.

Jaja, die alten Zeiten, mit der trägen Behördenbahn, die mit Slogans "Alle reden vom Wetter, wir nicht" warb, schön war es. Ich wage zu behaupten, daß man damals tapfer weiter auf Sicht gefahren wäre, wenns sein muß mit 4 Stunden Verspätung. Eine prophylaktische Kompletteinstellung, derweil man von weiterfahrenden Güterzügen beim Versuch per Handy eine andere Reisemöglichkeit zu finden empfindlich gestört wird, ist aber schon heftig.

Stolpern und Straucheln völlig klar und nachvollziehbar, aber so fand ichs schon etwas überzogen. Die Strecke war frei, sonst wäre kein Güterzug gefahren...

von Stefan Klein - am 19.01.2007 00:19
J
Zitat

aja, die alten Zeiten, mit der trägen Behördenbahn, die mit Slogans "Alle reden vom Wetter, wir nicht" warb, schön war es. Ich wage zu behaupten, daß man damals tapfer weiter auf Sicht gefahren wäre, wenns sein muß mit 4 Stunden Verspätung. Eine prophylaktische Kompletteinstellung, derweil man von weiterfahrenden Güterzügen beim Versuch per Handy eine andere Reisemöglichkeit zu finden empfindlich gestört wird, ist aber schon heftig.


Tja, man hat seinerzeit (um 1990) den öffentlichen Dienst auf dem Altar der Wiedervereinigung opfern müssen, wir Beschäftigten müssen seitdem mit wohdosierter jährlicher Steigerung darunter leiden, warum sollen die Kunden da verschont bleiben?

von Das Biergleis - am 19.01.2007 04:35

Re: Und wie ist der Schmalspurbetrieb inner- und außerorts gelaufen? (kT)

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von Dr. Düwag - am 19.01.2007 15:57

Re: Kompletteinstellung

> Die VBLu-Busse konnten sogar so fahren, daß sie zu früh waren.

Rückenwind?

von Tw22 - am 19.01.2007 17:35
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