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Nahverkehr Rhein-Neckar
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vor 10 Jahren, 10 Monaten
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Rastatter Kundendienst, felix83, bassemohluff, Lokleitung, Linie 8 muss wieder her

PM: S-Bahnplanungen gehen weiter - Ausbau Mannheim-Heidelberg

Startbeitrag von Linie 8 muss wieder her am 22.01.2007 17:41

VRN für Zukunftsaufgaben gerüstet
S-Bahnplanungen gehen weiter - Ausbau Mannheim-Heidelberg



"Der Ausbau der 2. Stufe der S-Bahn RheinNeckar wird einen weiteren wesentlichen Beitrag zur Mobilität im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar leisten", so Werner Schreiner Geschäftsführer des Verkehrsverbundes bei der heute in Neckarsteinach durchgeführten Regionalkonferenz "Straße, Schiene, Fluss".


Im Rahmen der Verkehrskonferenz Neckartal, die unter Vorsitz des Neckarsteinacher Bürgermeisters Eberhard Petri tagte, beschäftigten sich Bürgermeister, Landräte und Abgeordnete, aus Baden-Württemberg und Hessen mit der Verkehrssituation des Neckartales und des Elsenztales. Von besonderer Bedeutung für die S-Bahnentwicklung der Region ist aus Sicht des VRN-Geschäftsführers vor allem auch der Ausbau der S-Bahn zwischen Mannheim und Heidelberg. Hier sind aus Sicht des VRN in den kommenden Jahren vor allem auch Infrastrukturausbaumaßnahmen erforderlich. Zur Diskussion stehen dabei der viergleisige Ausbau der Bahnlinie Heidelberg-Wieblingen und der dreigleisige Ausbau des Streckenabschnittes zwischen Mannheim und Friedrichsfeld Süd. Gemeinsam mit der DB Netz AG und dem Land Baden-Württemberg arbeitet der VRN für diesen Bereich bereits seit einiger Zeit an einem abgestimmten Konzept, von dem der VRN hofft, dass er es bis zum Sommer dieses Jahres auch mit dem Eisenbahnbundesamt abschließend klären kann, um dann über die Finanzierungsmodalitäten zu beraten. Teil des Konzepts ist auch ein Ausbau der Bahnsteiganlagen im Mannheimer Hauptbahnhof, wie er zwischen dem Land Baden-Württemberg, der Bahn und dem VRN grundsätzlich abgestimmt ist.


Für den Bereich des Elsenztales zwischen Neckargemünd und Sinsheim sowie Eppingen und Bad Friedrichshall-Jagstfeld arbeitet der VRN intensiv daran bis Dezember des Jahres 2009 die Aufnahme des S-Bahnbetriebes zu ermöglichen.


"Alle Investitionen in Infrastruktur setzen natürlich auch voraus, dass die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs dann die erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung stellen, um ein attraktives Verkehrsangebot zu sichern", so der VRN-Geschäftsführer auch im Hinblick für die in den kommenden Tagen avisierten Kürzungen der Regionalisierungsmittel im VRN-Bereich.

Antworten:

Es ist zwar schön, daß man wenigstens etwas machen will, aber ich finde, daß es sinnvoller wäre, lieber gleich vernünftig zu bauen. Wenn man schon viergleisig bis Wieblingen will, dann kann man auch gleich die alte Gütertrasse bis Fri'feld wieder aktivieren und für die S-Bahnen nutzen. So wäre es möglich, von HD aus bis mindestens vor den Rbf MA viergleisig zu fahren.
So würden sich dann S-Bahnen und der restliche PV nicht mehr im Weg stehen. Der FV läuft dann über die momentane Trasse und der NV je nach Bedarf und Trassen (die RB nach F natürlich wie bisher, die RE von/nach Heilbronn können dann je nach Taktlage der anderen Verkehre über eine von beiden geschickt werden, um ggfs. den FV nicht aufzuhalten oder eine Trasse für die S-Bahn freizugeben).

Die verbleibende eingleisige Lücke in der reinen S-Bahn-Trasse von Ausfahrt MA Hbf bis Ma Rbf zu schließen, dürfte schwieriger sein, je nachdem, wie gut sich vorhandene Gleise verlegen oder "umnutzen" lassen. Andererseits wäre diese Lücke nicht so groß, daß sie einem "echten" S-Bahn-Takt - der Grundtakt der meisten S-Bahnen ist 20 Minuten, ggfs. mit Verstärkern oder Linienüberschneidungen - bei entsprechender Fahrplanung im Wege stünde.

Machbar wäre der Ausbau auch. Zwischen Wieblingen und MA Rbf ist eine Trasse vorhanden. Man müßte natürlich zuerst den Unterbau untersuchen, ob der noch fest genug ist und ggfs. hier nachbessern und ggfs. die Gleise tauschen und fester verlegen, damit mit 140 km/h gefahren werden kann. Die Oberleitungsmasten kann man vielleicht weiterverwenden, falls sie noch in gutem Zustand sind und dann müßte nur noch die Wäscheleine wieder drübergehängt werden.
Ein Anschluß an die Trasse in HD wäre kein Problem, es laufen immerhin genug Gleise vom Hbf zum alten BW und davon muß man ja nicht alle abreißen (ich weiß allerdings nicht, wieviel vom alten BW die Bahn abbauen will und was erhalten bleiben soll, aber wenn man rechtzeitig plant, sollte selbst DB ProjektBau das hinkriegen). Die Rampe in den alten Rbf kann man getrost abtragen, da werden eh keine Züge mehr langfahren und schon steht man vor einer zwegleisigen Trasse bis MA Rbf.

Wenn man also schon anfängt, zu bauen, warum tut man es dann nicht gleich vernünftig?

von Rastatter Kundendienst - am 23.01.2007 03:40

Du sagst es...

"...bis Mannheim Rbf."

Und genau das dürfte das Hauptproblem werden, wie kriegt man am Mannheimer Rbf ein drittes oder gar viertes Gleis hin. da aber der Haltepunkt Rbf aus Sicherheitsgründen eh umgebaut werden muss wird sich ja in einiger Zeit da mit Sicherheit etwas tun...

von Lokleitung - am 23.01.2007 06:35

S-Bahnplanungen - Ausbau Mannheim-Heidelberg

Aber:

die Strecke von Heidelberg Hbf bis Friedrichsfeld wäre dann sechsgleisig und von Friedrichsfeld bis Mannheim entlang des Rangierbahnhofes nur dreigleisig. Da reichen vier Gleise zwischen Heidelberg und Friedrichsfeld sicher aus, die Reaktivierung der Gütergleise bringt hier wahrscheinlich nur wenig.

Es ist (soweit mir bekannt) geplant, die bisherigen Gleiskreuzungen zu beseitigen, also westlich von Friedrichsfeld eine neue Brücke zu bauen, damit die Züge von Mannheim Hbf und Rbf kreuzungsfrei Richtung Ladenburg-Weinheim fahren können, ohne die Züge der Gegenrichtung Heidelberg-Mannheim wie bisher zu blockieren.

Ebenso ist wohl in Wieblingen geplant, die Einfahrt aus Mannheim und aus Ladenburg auf den dann zwei südlichen Gleisen zu bündeln und die Ausfahrt auf den dann zwei nördlichen Gleisen.

Neben der Kreuzungfreiheit dürfte die Beseitigung der Engpässe zwischen Wieblingen und Hbg Hbf einerseits und zwischen Fiedrichsfeld und Ma-Fahrlach andererseits das wichtigste sein!

von bassemohluff - am 23.01.2007 18:39

Re: S-Bahnplanungen - Ausbau Mannheim-Heidelberg

Tatsache dabei bleibt allerdings weiterhin, dass die viergleisige Strecke zwischen Wieblingen und Friedrichsfeld für den Verkehr nach Mannheim nur auf zwei Gleisen nutzbar ist, da die nördlichen zwei Gleise lediglich nach Norden in Richtung Weinheim abbiegen und die einzige Verbindung zwischen beiden Strängen in Wieblingen an der Ausfädelung liegt. Und zwischen Wieblingen und Heidelberg läuft sowieso ALLES auf zwei Gleisen, inkl. dem Verkehr gen Weinheim. Insofern wäre eine Reaktivierung der Gütertrasse mit Umfahrung des Haltepunktes Wieblingen und anschließender Einbindung in den Heidelberger Hbf. schon sehr von Vorteil, weil man die nach Mannheim laufenden Züge, die in Wieblingen nicht halten, schon mal von dieser zweigleisigen Engstelle runter hat. Oft genug passiert es ja, dass man von Mannheim kommend vor Wieblingen warten muss, weil ein IC oder ähnliches von Frankfurt her kommt und die Strecke erstmal dicht macht...

Gruß,
Christian

von felix83 - am 23.01.2007 18:44

Re: S-Bahnplanungen - Ausbau Mannheim-Heidelberg

Von Wieblingen bis Fri'feld ist im Moment für unsere Betrachtung zweigleisig, denn die nördlichen Gleise Richtung Weinheim bringen uns für die S-Bahn ja nichts. Läßt man die alte Gütertrasse liegen, fahren wir also viergleisig bis Wieblingen, dann zweigleisig bis Fri'feld und ab da dreigleisig bis MA und lassen 2 Gleise völlig ungenutzt liegen und haben zwischen Wieblingen und Fri'feld immer noch einen Engpaß liegen. Wir haben nur den Punkt, an dem die S-Bahn auf die rasenden Weißwürste oder den GV warten muß - oder umgekehrt - etwa 4 km aus den Hbf-Ausfahrten herausverlegt.
Und da sage ich dann, daß man die Gütertrasse dann doch wirklich komplett nur für den S-Bahn-Verkehr nutzen kann (dann kann man auch die einzelnen Linien so vertakten, daß im Endeffekt ein echter 20-, 15- oder gar 10-Minuten-Takt entsteht)

von Rastatter Kundendienst - am 23.01.2007 19:53
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