Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Stefan Klein, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Sandhase, Lokleitung, Harald S, Linie 8 muss wieder her, Rastatter Kundendienst, E94, Fabegdose, E40, 651

Die Bilders vom Spontanausflug nach Prag.

Startbeitrag von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. am 14.02.2007 18:58

Die Agenten sind zurück!

Idee war, vermittels der „Spar-Night“, eine straßenbahntechnische Großstadt zwecks exzessiver Fotofierung heimzusuchen. Geplant war Mailand, aber das war nicht mehr kurzfristig möglich. Wien und Amsterdam fielen auch aus, also blieb als Möglichkeit noch Prag übrig.

In Frankfurt angekommen blieb noch etwas Zeit für schöne Bilders:


Zu vormittäglicher Stunde bestiegen wir in Frankfurt/M.-Hbf den sog. „Nachtzug“ nach Prag.


Gebracht wurde der Zug von einer löblichen „Kastenzehner“, mit großen Augen:


Da sich die Sitze in einem tschechischen Abteilwagen NICHT verstellen lassen war die „nächtliche“ Fahrt nur mit einigen Verkrümmungen durchzuliegen. Ein gutsortierter Bistrowagen hätte wohl genügend „Beschwerungsmaterial“ bereitgehalten..

In Prag angekommen (seltsamerweise endet der Zug „offziell“ in Praha-Holesovice zastavka nicht am Hauptbahnhof (Praha hlavni nadrazi-Wilsonovo). Dort kam ein tschechischer „Pendolino“ und eine Schnellzuglok vor den Chip:



Hinein ins Tatraparadies:
T3‘s, in allen erdenklichen Umbauten. Mit Thyristorsteuerungen, in Originalzustand, in Ganzreklame, oder ohne.. das ganze vor der herrlichen Kulisse der „Goldenen Stadt“- man kommt aus dem Staunen und Knipsen nicht mehr raus. Dazu Betriebssituationen wie man sie hierzumetropolregions nicht mehr kennt oder jemals kannte. Serpentinige Bergstrecken, über die auf- wie abwärts mit „souveräner“ Geschwindigkeit inmitten des Autoverkehrs gefahren wird, natürlich ohne „Tretminen“. Enge, eingleisige Tordurchfahrten mit funktionierender(!!) „elektromechanischer“ Signalanlage- herrlich! Fahrgäste, die diszipliniert ein- und aussteigen, trotz höchster Belastung innen wie außen sehr gepflegte Fahrzeuge, Gleisdreiecke in Kopfsteinpflaster OHNE jedwede „Spuren“, Zwischenschleifen und Umleitungsmöglichkeiten noch und nöcher.. Das ganze gekrönt von einem dichtesten Takt, die Bedeutung des Wortes „warten“ vergißt man schnell, man glaubt sich an den alten amerikanischen Spruch erinnert: „Keep always a car in sight!“

Laßt die Bilder einfach mal wirken:

Reges Treiben auf dem Manesuv most (Most=Brücke):






Die Fahrschule mit 5516



Auf der anderen Seite, 7188 kommt aus der Letenskà.


Modernes gibt’s auch: 8675 biegt aus der Klàrov in die Letenskà ein.



8420, einer der modernisierten T3, kommt aus der Tordurchfahrt in der Letenskà.



6825 vor der Chram sv. Mikulase na Malè Strane


Und schon wieder Fahrschule, diesmal mit dem 5504 in der Ujezd Karmelitská.

Prag hat auch eine Standseilbahn zu bieten:



Interessanterweise hat diese Bahn ein außergewöhnliches Sicherheitselement, ein „Sicherungsseil“, welches zusätzlich lose durch die Wagen läuft, wie man hier sieht.


Fabegdose auf tschechisch...


Full House in der Endschleife Bilá Hora. Fahrer finden ääh, haben dort sogar Zeit, nötigenfalls die Frontscheiben zu reinigen...


Aufstieg zur Chotkova.


Auf der Serpentinenstrecke Chotkova, es gibt auch T3s mit Fahrwerksschürzen. Lustigerweise sind bei einigen Schürzen die Drehgestelle „auflackiert“...


Ein abwärtsfahrender Zug in der Haarnadelkurve. Nebenbei bemerkt: Es ist nahezu unmöglich, „autofreie“ Bilder zu machen.

Ludwigshafen? Nein, Prag Hbf. Der Sinn des Verbotsschildes oben in der Fahrleitung ist uns nicht klar geworden, aber es muß was wichtiges sein!


Spiggel, Spiggel an der Wand, wo fahren die Tatras durch’s Land...?


Ganz normaler Betrieb in einer ganz normalen Endschleife.. Auch hier- Full House.


Ein Fotostandort mit tragischer Geschichte... [www.youtube.com]


Eine der drei Endschleifen wo tatsächlich nur eine einzige Linie endet. (Vozovna Pancrac) Zwei Kurszüge pausieren..


Ein Lokaltermin auf dem Wenzelsplatz. In einem Tw und einem Mitteleinstiegs Bw ist ein Cafè eingebaut.


Es wurde langsam dunkel, so gibt’s noch als abschließenden Tatra einen KT8 (Levskèho).

Nach einem stärkenden Abendessen bei M’c Dònaldc ging’s zum Bahnhof zurück:


Ja, in Tschechien gibt es Doppelstock-ET’s..!


Und schöne Dieseltriebwagen.


Schön war’s- die gelungene Umsetzung einer Schnapsidee!


Hier waren wir sicher nicht das letzte Mal! :cheers:

Es grüßen die Agenten Dario K. und Joachim K.

Antworten:

Wirklich sehr schöne Bilder - da muss ich auch mal hin!
Hach ja, die KT8!....von den Linien her sehen sie vielleicht etwas klotzig aus...aber in dieser Bemalung......wunderbar! Gerne noch mehr KT8 und T6

von E40 - am 14.02.2007 19:10

so viele schöne Tatranen... (KT)




von 651 - am 14.02.2007 19:16

Schöner Bericht

Auch wenn mir die Wagen nicht so gefallen.(Die Geschmäcker sind verschieden) Freut mich für dich das sich der Tripp für euch gelohnt hat. Ich kann mir gut vorstellen wie ihr das ganze genossen habt.

von E94 - am 14.02.2007 19:20
Das letzte Bild gefällt mir am besten.
Das vom angestrahlten Heidelberger Schloss ohne Tatras.
:spos:

von Fabegdose - am 14.02.2007 19:31

und das is ja nur ein Bruchteil dessen

den es da zu sehen gibt

Die Tratranten find ich persönlich zwar widerwärtig, beeindruckend finde ich aber den Betrieb an sich. An so nen KT8 kann man sich ja noch gewöhnen, die T3 mag ich garnich. Ich finde mich aber gerne damit ab, wenn unermüdlich ein Gespann nach dem nächsten an einem vorbeirumpelt. Wenn man alle 5 Haltestellen ein Gleisdreieck oder eine Schleife findet, wenn in jeder Endschleife Züge mindestens ein bis zwei Taktfolgen (idR zwischen 4 und 10 Minuten) abwarten und der Betrieb trotz dem umwerfenden Autoverkehr in dieser Stadt besser läuft als manch ein Betrieb im nächstwestlichen Lande, der über einen Großteil eigenen Bahnkörper verfügt.

Geil sind natürlich auch die stadtbahnmäßig trassierten Strecken in irgendwelche Stadtteile im Süden und Osten, da gibts ein paar die man auch gut vom Prager Außenring sehen kann. Übelst gierig natürlich auch die U-Bahn mit dem markanten Warnhinweis und scheinbar kilometerlangen Rolltreppen. Das Ganze dann noch im Sommer bei 35 Grad, ein Pivo am Moldauufer und die beleuchtete goldene Stadt betrachten. Das ist dann wirklich nur noch *spritz*

Ich will auch ganz sicher bald mal wieder hin.

von Stefan Klein - am 14.02.2007 19:34
Ich hab mal nachgeschaut: Das Signal am Hbf sagt ganz banal aus, daß in (hier) 100 Metern ein Gefahrenpunkt zu erwarten ist... Wer soll auf sowas einfaches auch kommen...?

Aber genial war's definitiv!

von Rastatter Kundendienst - am 15.02.2007 00:04

Prag! .. und dann das?

Zitat
Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant
Die Agenten sind zurück!

Nach einem stärkenden Abendessen bei M�c Dònaldc ging�s zum Bahnhof zurück:


Prag! .. und dann das? Ihr enttäuscht mich.

Zitat
Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant
Hier waren wir sicher nicht das letzte Mal!


MacD.. gibt es auch in der Metropolregion zuhauf. Da könnt ihr euch die Reise sparen.:cheers:

von Linie 8 muss wieder her - am 15.02.2007 10:46

Re: Prag! .. und dann das? Genau deswegen...!

Aufgrund suboptimaler Dispostion der finanziellen Ressourcen mußte auf transatlantische Gastronomiestrukturen zurückgegriffen werden. Insbesonders die visuelle Präsentation der im näheren Umfeld des zentralen Long-Distance RailTerminals substituierten PublicEating Areas konvergierte eher negativ mit den Common Aspects einer Basic Customer Acceptance.

Zu Deutsch: Für größere Spachteleien war keine Kohle da, und in der Hauptbahnhofumgebung sind diverse Halluzinogene und bewußtseinserweiternde Mittel leichter zu bekommen als eine gemütliche warme Mahlzeit in angenehmen Ambiente.

Also fast wie in LU... :joke:

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 15.02.2007 18:56

Ich war mal da und fand was

denn die Restauration zur goldenen Möwe gehört zu den Lokalitäten die ich seit geraumer Zeit nur zum Nutzen des Abortes betrete.

Und Gulasch mit böhmischen Knödeln für 275 Kronen is für tschechische Verhältnisse zwar nicht günstig, aber für touristische Verhältnisse nich frech und es war sehr lecker und reichhaltig. 2 Minuten Fußweg von der Brücke, auf der ich mich danach habe karikieren lassen.

von Stefan Klein - am 15.02.2007 19:23

Re: Ich war mal da und fand was

Zitat

..., auf der ich mich danach habe karikieren lassen.


Zeigen, zeigen, zeigen.

von Sandhase - am 15.02.2007 20:35

och nö

es kursierten hier schon Kinderbilder meiner Person, dann muß die Karikatur nicht auch noch sein ;)

von Stefan Klein - am 15.02.2007 22:57

Doch

gerade dann. (Hättest uns es ja nicht verraten müssen ;-))

von Lokleitung - am 15.02.2007 23:41

Kompromiß

sollte der nächste Stammtisch in der bereits thematisierten Lokalität stattfinden, so kann ich Kulturinteressierte zu diesem Kunstwerk führen... :-P

von Stefan Klein - am 15.02.2007 23:44

Im hl.n. geht man in die Kavárna Wilsonová

Große Kuppelhalle, Athmosphäre, die an Wilson, Orientexpress, Jugendstil,... erinnert, und vernünftige Preise.

Übrigenz (1) werden fast überall ¤ura zum halbwegs realen Kurs aktzeptiert.
Übrigenz (2) war ich auch zur goldenen Möwe: zur Nutzung der sanitären Anlagen, so wie Ferdi. Aber in Prag weiß man das und kassiert von allen, die keinen Kassenbon vorweisen können.

Dobrou noc
Harald

von Harald S - am 16.02.2007 21:32
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.