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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Stefan Klein, bassemohluff, Andreas Risch, Lokleitung, 637, E94, Brubacker, Kirunavaara, 651, VRR-Linie 112, Aldwych, Linie 8 muss wieder her

Kurpfalzkreisel - U-Bahn?

Startbeitrag von Aldwych am 20.02.2007 20:44

Hallo,

Ich sehe gerade in der Wormser Zeitung ein Bild (Zeitung war vom 17 Feb. Rubrik Rh.-Neckar) vom Kurpfalzkreisel mit diesen "Sprungschanzen" Artigen Abdeckungen - dazu schreiben sie das sie mal Zugänge zu den Straßenbahnhaltestellen waren - hehe ich davon aus das der Dalbergtunnel früher länger war?

gruß

Dennis

Antworten:

nein, nur Haltestellenzugang

In Zeiten, als man in Mannheim noch typenrein mit Sechsachsern fuhr gab es die Haltestelle Kurpfalzbrücke noch in alle Richtungen. Da paßten 2 Sechsachser auf der Nord-Süd-Strecke hin, je einer vor und hinter der Gleiskreuzung, 2 hintereinander auf den Abzweig Neckartor - Gewerkschaftshaus und einer in die beiden anderen Kurven. Die letzte Haltestelle war die von der 2, die liegt ja jetzt auch auf dem Ring.

Aufgegeben wurde die Haltestelle, weil sie für 30-Meter-Niederflurwagen untauglich war, die stellten dann hinten mit dem Arsch die Kreuzung zu, und ein Zugverband paßte gar nicht. Daher wurde die Ersatzhaltestelle geboren, die aber nur bei Umleitungen genutzt wird. Ansonsten ist die Haltestelle soweit tot.

Und nachdem die Haltestelle tot war, brauchte man auch die unterirdischen Bahnsteigzugänge nicht mehr. Vorm Lidl gings den Buckel als Rampe runter, quasi unter der östlichen Kreiselspur ging die dann lang. Zwei Treppen in den Kreisel rein, und hinten am OEG-Bahnhof gings wieder Mit einer gerampten Treppe, getreppten Rampe oder wie auch immer, so ein Zwitterdings halt, ne Rampe mit Stufen eben hoch.

Der Dalbergtunnel ging da nie hin, da war man glücklicherweise zu geizig dafür.

von Stefan Klein - am 20.02.2007 21:38
Das waren ganz gewöhnliche Unterführungen für Fußgänger. Irgendwann begann man einzusehen, daß viele Menschen darauf pfeifen, in den Untergrund abzutauchen, und stattdessen auch mehrspurige Straßen lieber direkt überqueren. Also sparte man sich den teuren Quatsch mit den Unterführungen im Innenstadtbereich und schuf wieder gesicherte ebenerdige Querungsmöglichkeiten.

Ein noch tolleres Beispiel der 60er-Jahre-Verkehrstrennungstechnokratie gab es in der Nähe des Mannheimer Hauptbahnhofs zu bewundern. Etwas Googeln mit dem Suchbegriff "Borelly-Grotte" führt bestimmt weiter...

Viele Grüße,
Martin.

von Kirunavaara - am 20.02.2007 21:39

Borelly

die gibts ja immer noch. War bis vor 2 oder 3 Jahren auch die einzige Möglichkeit als Fußgänger legal vom HBF Richtung Kunsthalle zu laufen bis man vor der Kulisse/Chat-Corner die Ampel hingepflanzt hat. Angesichts der Müsikhall und ihrem Publikum verstehe ich jede Frau, die sagt, da traut sie sich nicht durch. Und jeden Mann auch, ich lauf auch lieber oben lang.

von Stefan Klein - am 20.02.2007 21:57

Re: Borelly

am besten die Grotte (samt Müsikhall) zu schütten!

von 651 - am 20.02.2007 22:11

Re: Borelly

Die Grotte war aber einige Jahre verschlossen.

Sie wurde irgendwann zwischen 1986 und 1991 verschlossen, denn damals wunderte ich mich nach längerer MA-Abwesenheit darüber, dass ich oben die Kreuzung überqueren konnte. Wann die Grotte wieder geöffnet wurde, weiß ich auch nicht, da ich dann wieder einige Jahre nicht in MA war, 2002 konnte ich dann wieder durchgehen, allerdings in Erinnerung an alte Zeiten nur ungern und dafür schnell.

von VRR-Linie 112 - am 20.02.2007 22:19

Borelly

War mir jetzt nicht so geläufig, daß die so lang zu war, sie war mal zu als sie saniert wurde, das weiß ich, aber waren das 5 Jahre?

Auf jeden Fall hat man damals die oberirdische Querungsmöglichkeit dann wieder weggemacht, die Ampel oben gibts eben noch nich so arg lang.

von Stefan Klein - am 20.02.2007 22:24

Re: Borelly

Ich geh da eigentlich immer durch, weil ich gar net einsehe, oben an der Ampel dumm zu warten, wenn ich auch gemütlich unter der Straße durchgehen kann.

Und schlimm empfand ich's da drin bisher auch nie. Das einzige, was mir in der letzten Zeit negativ aufgefallen war, war die Tatsache, dass die Rolltreppen nicht mehr an sind (denn auf stehenden Rolltreppen laufen ist doof).

Die Unterführung an der alten Klinikumshaltestelle hat man ja auch im Zuge des Umbaus weggemacht. Während meines Zivis hab ich die damals täglich genutzt. Hätte mich sicher auch genervt, an der dicht befahrenen B 38 immer an einer blöden Ampel warten zu müssen statt ohne zu warten drunter durchgehen können, wenn's die nicht gegeben hätte.

von Brubacker - am 20.02.2007 22:45

Gemeinderatsvorlage dazu

hier

Borelli suchen

von Linie 8 muss wieder her - am 21.02.2007 08:43

Re: Borelly

Ist bei der ganzen Mißplanung wohl die einzige Möglichkeit. Wenn man vom Parkhaus da direkt durchgehen könnte und auch noch nen McDonald's reingepflanzt hätte wäre vielleicht was draus geworden. Aber so gibts eben nur türkische und russische Schwuletten-Bars (sorry wenn ich da flasch bin, sah zumindest vor einem Jahr als ich das letzte mal durchgelaufen bin dank zahlreicher Plakate danach aus) und jede Menge Blutlachen am Sonntag Morgen. Eine träumten davon, dass die Strab vor dem Bahnhof eines Tages unterirdische fahren würde. Soviel ich weiß, gabs ja mal Pläne den 7er direkt unter den Bahnsteigen durchzulegen ?!

von 637 - am 21.02.2007 12:38

Re: nicht nur Haltestellenzugang

Übrigens:
Der Ersatz für die Haltestelle Kurpfalzkreisel (hieß offiziell "Kurpalzbrücke") ist die neue Haltestelle "Neckartor", die es damals noch nicht gab (gilt nicht für Linie 2!).
Auf dem Kurpfalzkreisel mit seinen unterirdischen Zugängen fand früher der (echte) MVG-Zentralanschluss statt. Die OEG, die damals noch am ("Heidelberger-") OEG-Bahnhof am Kurpfalzkreisel endete, war allerdings nur teilweise eingebunden.
Die östliche Unterführung wurde bis 1993 stark genutzt von den Fahrgästen der OEG, die (fast) nur auf diese Weise in die Innenstadt gelangen konnten.

von bassemohluff - am 21.02.2007 20:03

ich bin mir sehr sicher, daß

die Haltestellen Kurpfalzbrücke (im Kreisel drin) und Neckartor gleichzeitig Bestand hatten.

Ich meine mich deshalb so genau erinnern zu können, weil zwischen ebenjenen beiden Haltestellen der "Schwabbelbrunnen" war. Das is der mit den komischen Tellerchens, in die oben Wasser reinläuft und die dann kippen und das Wasser in den drunterliegenden Teller kippen, bis der letzte ganz unten einen großen Flatsch macht. Schwabbelbrunnen war ein sehr kindgerechter Name - fand ich damals zumindest, als ich lernte mit Messer und Gabel zu essen (laut meiner Mutter ein sehr langwieriger Prozeß). Deswegen hab ich das Gebilde nur so genannt.

von Stefan Klein - am 21.02.2007 20:32

Re: ich bin mir sehr sicher, daß

Der stand doch neben dem Medienhaus Prinz, oder?

von Andreas Risch - am 21.02.2007 22:58

Ich glaube auch, daß es damals zwei Haltestellen waren

Soweit ich mich erinnere, wurde damals das Denkmal (Die beiden Steinklotze am Neckartor) hingestellt und in Verbindung mit dem ganzen wurde auch die Hst Neckartor ins Leben gerufen.
Und der besagte Brunnen stand zu 100% beim Prinz

von E94 - am 21.02.2007 23:17

Es waren zwei Haltestellen

Jou, es waren auch zuvor zwei Haltestellen. Nur befand sich die Hst. Neckartor ein bisschen weiter Richtung Paradeplatz als heute, und offiziell wurden damals die Hst. Kurpfalzbrücke und Neckartor zu einer Haltestelle (Neckartor) zusammengelegt und damit einige Meter zur Brücke hin verschoben.

Und der Brunnen war wirklich beim Prinz, vormals Modehaus Valentin....

von Lokleitung - am 22.02.2007 06:21
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