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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Rastatter Kundendienst, Andreas Risch, Brubacker, Stefan Klein, felix83, Q-Boy, Signal F0, Linie 8 muss wieder her, kloetzl605

PM: Linie 721 fährt nur noch bis Bunsengymnasium

Startbeitrag von Stefan Klein am 26.03.2007 14:43

Ab 1. April.2007 wird die Linie 721 in Heidelberg schon an der Haltestelle Bunsengymnasium enden und nicht mehr bis zum Technologiepark weiterfahren. Hiermit erhöht sich die Wendezeiten der Busse und damit der Verspätungspuffer, wodurch vor allem in der Hauptverkehrszeit mehr Fahrplanstabilität erreicht werden kann.

Die Linie 721 wurde im Dezember 2006 neu eingerichtet und verbindet Walldorf, Sandhausen und Kirchheim im Halbstundentakt mit dem Neuenheimer Feld.

Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung in der Berliner Straße in Heidelberg ist die Linie oft merklich verspätet.

Die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN GmbH) und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) haben daher gemeinsam Möglichkeiten zur Beschleunigung untersucht. Zählungen haben ergeben, dass die bisherige Endhaltestelle Technologiepark von nur wenigen Fahrgästen genutzt wird. Der weit überwiegende Teil der Fahrgäste verlässt die Linie am Bunsengymnasium bzw. steigt erst dort zu. Daher die Entscheidung, ab April die Linie nur noch bis zum Bunsengymnasium zu fahren.

Fahrgäste, die weiter in Richtung Technologiepark, Pädagogische Hochschule oder Kopfklinik fahren wollen, erhalten künftig am Bunsengymnasium Anschluss auf die Linien 31 und 37.

Quelle: Newsletter VRN

Antworten:

Und wo soll der Bus dann dort am Bunsengymnasium gescheit wenden? Ich dachte immer, das würde gar nicht anders gehen als bis zum Technopark zu fahren. :confused:

von Brubacker - am 26.03.2007 15:01
Vielleicht macht er eine Leerfahrt zum Technologiepark.
Und es wird dann so ausgelegt, dass er ohne Fahrgastwechsel schneller ist .....

von kloetzl605 - am 26.03.2007 15:16

keine Ahnung - Möglichkeit

kenn mich da nich so genau aus, weil ich in der Ecke schon lang nimmer war

Bunsengymnasium links rein ins Feld, rechts hoch zum Technologiepark und zurückmarschmarsch nach Süden. Könnte evtl. von den Ampelumläufen besser passen und trotz metermäßig wohl nicht nennenswerter Verkürzung dennoch ein wenig Zeit rausholen.

von Stefan Klein - am 26.03.2007 15:18

... und ist damit an beiden Enden kastriert.

Zur Erinnerung: Die "Vorgängerlinie" der 721 wurde vor knapp einem Jahr mit großem Pressegedöns bis zum S-Bahnhof Wiesloch-Walldorf verlängert, dort sogar mit entsprechendem finanziellen Aufwand der Haltestellenbereich verlängert. Bei der Planung der 721 wurde es dann eng mit der Umlaufzeit, also nahme man die Linie im Süden 1 Haltestelle zurück, nicht mehr bis zum S-Bahnhof Wiesloch-Walldorf sondern nur noch bis HDM ABZ. Jetzt klemmt es am anderen Ende auch. Vielleicht wäre doch ein zusätzlicher Umlauf die Lösung des Problems - auch wenn es Geld kostet.

Nebenbei: Die kürzlich vorgestellte Voruntersuchung zur Standardisierten Bewertung des Straßenbahn-Südringes Kirchheim - Walldorf - Wiesloch - Leimen kam u.a. deswegen zu keinem Nutzen-Kosten Faktor größer 1 weil "durch die inzwischen eingeführten Direktverbindungen aus Walldorf und Sandhausen ins Neuenheimer Feld bei Einführung einer Straßenbahn ein negativer Nutzen - Umsteigezwang - für die Benutzer dieser Relation auftreten würde"

von Linie 8 muss wieder her - am 26.03.2007 15:32

Re: ... und ist damit an beiden Enden kastriert.

Nebenbei: Die kürzlich vorgestellte Voruntersuchung zur Standardisierten Bewertung des Straßenbahn-Südringes Kirchheim - Walldorf - Wiesloch - Leimen kam u.a. deswegen zu keinem Nutzen-Kosten Faktor größer 1 weil "durch die inzwischen eingeführten Direktverbindungen aus Walldorf und Sandhausen ins Neuenheimer Feld bei Einführung einer Straßenbahn ein negativer Nutzen - Umsteigezwang - für die Benutzer dieser Relation auftreten würde"

Ach... Ja dann laßt uns noch ein paar Umläufe sparen, dann gibts keine Direktverbindungen mehr, dann wird der Wert größer als 1 und wir bauen die neue Strecke, den Eigenanteil finanzieren wir mit den Ersparnissen aus den kastrierten Umläufen. Klingt doch ganz nett :-D

von Stefan Klein - am 26.03.2007 15:49

Re: keine Ahnung - Möglichkeit

Von der Berliner Straße aus an der Mönchhofstraße links einbiegen, hier befindet sich eine geteilte Richtungsfahrbahn. An der nächsten Kreuzung kann gewendet werden und dann der Fahrgastwechsel an der Haltestelle Bunsengymnasium West wie bisher vollzogen werden. Alles kein Problem, der Busfahrer muss nur einmal kräftig rudern, dass sind die aber schon vom Bismarckplatz gewöhnt...

von Andreas Risch - am 26.03.2007 15:59

Re: keine Ahnung - Möglichkeit

Zitat
Andreas R.
Von der Berliner Straße aus an der Mönchhofstraße links einbiegen, hier befindet sich eine geteilte Richtungsfahrbahn. An der nächsten Kreuzung kann gewendet werden und dann der Fahrgastwechsel an der Haltestelle Bunsengymnasium West wie bisher vollzogen werden. Alles kein Problem, der Busfahrer muss nur einmal kräftig rudern, dass sind die aber schon vom Bismarckplatz gewöhnt...
Bist Du sicher, dass da genug Platz ist, um zu drehen? SO groß hab ich die Kreuzung da nicht in meiner Vorstellung.

von Brubacker - am 26.03.2007 17:20

Re: ... und ist damit an beiden Enden kastriert.

Wie wäre diese variante? nach der Jahnstraße ordnet sich der Bus Links ein, biegt an der Ampelanlage Links ab und fährt dann die (bis dahin neu eingerichtete) Haltestelle Bunsengymnasium West an. Danach geht es weiter bis zur Ampelanlage, wieder Links, vorbei am Hubschrauberlandeplatz zur Haltestelle Jahnstraße der Linie 32??? und der rest dürfte ja dann bekannt sein?

von Signal F0 - am 26.03.2007 19:39

Re: keine Ahnung - Möglichkeit

Das ist da definitiv zu eng (die Kreuzung am Ende der verlängerten Mönchhofstr. liegt vor der Umweltphysik - da kriegen schon LKW Probleme, geschweige denn ein Gelenkbus).
Der einzige Platz, um dort vernünftig zu wenden ist die Variante, südlich der Kreuzung Berliner-/Mönchhofstr. am rechten Fahrbahnrand zu halten, dann auf den Linksabbieger zu fahren und dort nach Süden zu wenden - dank der Gleise in der Mitte wäre das genug Platz.

Eine weitere Möglichkeit wäre, endlich die gepflasterte Strecke zw. Bunsengymnasium und Techpark zu nutzen. Dort könnten dann sämtliche Busse fahren und der 721 grad wieder nach Süden wenden - er könnte dann trotzdem Fahrgäste aufnehmen und wäre dennoch durch die Ersparniß'der Ampel vor der Umweltphysik schneller)!

von Rastatter Kundendienst - am 26.03.2007 19:50

Re: ... und ist damit an beiden Enden kastriert.

Wenn man das so rechnet, kann man eigentlich jede Neubaustrecke kaputtrechnen. Cool, funktioniert das auch bei Straßen? Ach nee, ich vergaß, Straßen sind ja an sich schon positiv, egal, ob man sie braucht, oder nicht *grrrr*

von Rastatter Kundendienst - am 26.03.2007 19:55

Re: ... und ist damit an beiden Enden kastriert.

Das würde im Prinzip auch gehen. Wobei man allerdings auch da wieder an der Ampel vor der Umweltphysik Wartezeiten einrechnen muß, die in der Regel um 2 Minuten liegen, wenn die mal wieder rot ist - wirklich eine Schnellschaltampel ist das nämlich nicht!
Dazu kommt das Problem, daß dich an der südlichen Zufahrt die Schranke befindet, vor der sich immer wieder Autos stauen, was ebenfalls zu größeren Wartezeiten führen dürfte (bis zu 5 Minuten, die hatte ich heute mit dem 32 dort erlebt!).
Andererseits schaltet die Ampel an der Jahnstraße schneller und öfter für den Verkehr in die Berliner Str. hinein, so daß sich gerade im Berufsverkehr dort eine gewisse Beschleunigung ergeben könnte (bis zu 3 Minuten würde ich schon sagen).

Dann müßte halt noch die neue Hst eingerichtet werden, was auch wieder den Abbiegeverkehr ins Feld rein aufhält - aber wohl mit vertretbaren Wartezeiten.

Alles in allem wäre das aucheine denkbare Variante - mal sehen, was da dann passiert!

von Rastatter Kundendienst - am 26.03.2007 20:02

Re: ... und ist damit an beiden Enden kastriert.

Wie sagte Dieter Ludwig vor einiger Zeit treffend: Finanzielle Mittel für den Straßenbau sind Investitionen und damit gut. Zahlungen für den Öffentlichen Nahverkehr sind Subventionen und somit schlecht.

Das sagt alles über die derzeitige Politik aus. Vielleicht ändert sich das mal. Aber erst, wenn wir unser ganzes Land zuasphaltiert haben und uns der Klimawandel den Garaus gemacht hat. Dann kommt man vielleicht auf die Idee, dass man mit guten ÖPNV-Angeboten auch was für die Umwelt machen kann. Nur dann ist es zu spät.

Gruß,
Christian

von felix83 - am 26.03.2007 21:17

Re: ... und ist damit an beiden Enden kastriert.

Bevor ich an Einsicht und Intelligenz bei Politikern glaube, glaube ich an die widerlegte Existenz von intelligentem Leben auf dem Mars...

Wir leben in einer Zeit, in der man feststellt, daß wir zuviel Autoverkehr haben und die Mittel für den ÖPNV kürzt. In einer Zeit, in der man sich über die hohe Feinstaubbelastung beschwert und Strab durch Busse ersetzt.
Und die Politiker müssen sich keine Gedanken machen, denn das Wahlvolk ist nur daran interessiert, daß es möglichst bequem im vorgeheizten Auto seine BILD vom 100m entfernten Bäcker holen kann. Solange der Sprit noch so billig ist und die Menschen für ihre Faulheit lieber Geld ausgeben und über die Preise meckern, anstatt mit minimalem Aufwand Energie und damit Geld zu sparen, wird sich in diesem Land nichts ändern.

Und an die Vernunft des Menschen glaube ich schon lange nicht mehr. Der Mensch zeichnet sich außer durch seine grenzenlose Faulheit durch gar nichts aus.

von Rastatter Kundendienst - am 26.03.2007 23:10

Re: keine Ahnung - Möglichkeit

Ausmessen bei Google Earth hat ergeben:
Maximaler Wendekreisdurchmesser am Bismarckplatz: 18 Meter
" " Möchhofstraße: 15 Meter
Die drei Meter müsste man doch noch hinkriegen mit etwas seitlichem ausschwenken. Auf der 721 sind mir bisher noch keine Gelenkbusse aufgefallen.


von Andreas Risch - am 27.03.2007 13:53

Re: ... und ist damit an beiden Enden kastriert.

Anerkennender Applaus!!! Tausendprozentige Zustimmung. Und leider von vorne bis hinten war... :-(

Gruß,
Christian

von felix83 - am 27.03.2007 17:06

Re: keine Ahnung - Möglichkeit

Zitat
Andreas R.
Auf der 721 sind mir bisher noch keine Gelenkbusse aufgefallen.
Fahren auf der 721 nicht meist Gelenkbusse? :confused:

Oder führt mich meine Erinnerung da völlig in die Irre?

von Brubacker - am 27.03.2007 21:22

Re: keine Ahnung - Möglichkeit

Es kann auch sein, dass ich mich irre.

von Andreas Risch - am 27.03.2007 21:37

Sowohl als auch ;-)

Also meine (nicht repräsentativen) Beobachtungen ergaben, daß etwa gleich viele Kurse von Solo- und Gelenk-Bussen gefahren werden.



von Q-Boy - am 27.03.2007 23:08

Re: keine Ahnung - Möglichkeit

Jetzt möchte ich zum Verständnis noch mal nachfragen: WO an der Mönchhofstr. hast Du das nachgemessen? Du meinst westlich der Kreuzung Mönchhofstr/Berliner Str. vor dem Institut für Umweltphysik, oder? Das wird eng, denn Du müßtest von der rechten Spur auf die rechte Spur wenden. Was ist, wenn links neben Dir Leute sind, die geradeaus auf den Parkplatz wollen? Dann stehst Du da, und zwar ziemlich lange. Von der linken Spur aus zu wenden dürfte schon zu eng sein. Außerdem mußt Du berücksichtigen, daß die Nord-Süd-Richtung nur einen Fahrstreifen je Richtung hat, so daß er gerade im Scheitelpunkt zu eng werden dürfte.

Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber im Moment bin ich da noch skeptisch. Das Problem dürfte selbst dann noch der Verkehr sein, wie oben geschrieben. Ich kenne die Situation gut genug: tagsüber, insbes. morgens zwischen 31 und 32 Uhr sowie zwischen 11 und 13 und nachmittags ab etwa 15 Uhr ist da verdammt viel Verkehr zu den Parkplätzen, die dann geradeaus fahren wollen - das dürfte mit dem Wenden eng werden.

von Rastatter Kundendienst - am 28.03.2007 00:15

Re: keine Ahnung - Möglichkeit

Das stimmt natürlich, man musste quer über die Spur. Das mit dem Scheitelpunkt ist prinzipiell kein Problem, man kann schließlich schon früher einschlagen. Ich habe dort übrigens schon mehrere Busse von Fremdunternehmern wenden sehen, jedoch waren dies keine Gelenkbusse.

von Andreas Risch - am 28.03.2007 14:53

Re: keine Ahnung - Möglichkeit

Das Fahren quer über die Spur dürfte das größte Problem sein. Weil das reichlich problematisch ist, hat man ja auch die Hst Jahnstr. (Ri. Btrh) zurückverlegt. Das Fahren vorher von rechts auf die linke Spur war bei großem Verkehr teils sehr problematisch.
Gerade in der Zufahrt zum Feld direkt vor den Parkplätzen dürfte es dann im Stoßverkehr ein Ding der Unmöglichkeit werden, da zu wenden...

Der Vorschlag von oben, über P+R-Parkplatz zur Jahnstr. zu fahren, erscheint da am praktischsten, da man gleich auf der linken Spur bleiben kann und sich die Umwege halbwegs in Grenzen halten (zumal die Mehrzahl aus dem 721 nicht zum Bunsengymnasium, sondern Richtung Unigelände will).

von Rastatter Kundendienst - am 28.03.2007 15:05
Am meisten würde es sparen, wenn endlich die seit Jahren bestehende (und mittlerweile auch signaltechnisch funktionierende) Möglichkeit genutzt würde, ab Bunsengymnasium (und umgekehrt ab Techpark) auf der Strabtrasse zu fahren und den Fahrgastwechsel an den Strabhaltestellen durchzuführen. Dadurch könnte man sich auch Wartezeiten und den Fahrgästen lästige und sinnlose Fußwege ersparen.

von Rastatter Kundendienst - am 28.03.2007 15:08
So langsam scheint sich der neue Weg doch herauszukristallisieren. Als ich heute durch die Berliner Straße mit der OEG gefahren bin, sind mir die zum Fahrplanwechsel neu aufgestellten Haltestellenschilder der 721 Richtung Norden aufgefallen, die zugehängt waren. Daher gehe ich jetzt von folgendem Linienweg aus:

Ernst-Walz-Brücke – Jahnstraße wie 32 – geradeaus weiter statt in die Kirschnerstraße – Bunsengymnasium West – Jahnstraße wie bisher – Ernst-Walz-Brücke

von Brubacker - am 31.03.2007 12:23
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