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Nahverkehr Rhein-Neckar
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vor 9 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren, 6 Monaten
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A-dot, Rastatter Kundendienst, Andreas Risch, dreamcastle, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Fabegdose, denzil, Daniel Wottringer

Kirchheim-Straßenbahn ist lauter als gedacht

Startbeitrag von denzil am 18.11.2008 21:47

Aus der heutigen RNZ, 18.11.08


Kirchheim-Straßenbahn ist lauter als gedacht
Von Werner Popanda.

Dieses Geburtstagskind ist offenkundig ein recht lautes Gör: die Straßenbahnlinie 26, die Kirchheim seit fast zwei Jahren mit der Innenstadt verbindet, geht manchem Anwohner aufs Gehör. Jedenfalls flatterte im Vorfeld des zweiten Wiegenfestes der "Bembl" rund 150 Anliegern der Schwetzinger Straße in Kirchheim ein Schreiben von der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) in Sachen Lärmschutzmaßnahmen ins Haus. Da ihr Haus- oder Wohneigentum von Lärm im größeren Ausmaß betroffen sei, wurde ihnen allen der Einbau von Lüftungsanlagen empfohlen. Die Kosten für Anlage und Einbau übernehme die RNV.

Dass es wegen der Kirchheimer Straßenbahn zu Lärmschutzmaßnahmen kommen werde, sei schon im Planfeststellungsverfahren festgelegt worden, sagt hierzu RNV-Sprecher Georg Nowak-Hertweck. Deshalb habe man bereits vor dem eigentlichen Trassenbau rechnerisch jene Liegenschaften ermittelt, bei denen ein Lärmproblem nicht ausgeschlossen werden könnte. Nachdem die Straßenbahn ihren Regelbetrieb aufgenommen habe, seien erneute Messungen durchgeführt worden. Dabei habe sich ergeben, dass die Schwetzinger Straße generell "leiser geworden ist". Was freilich ganz und gar nicht der Straßenbahn zu verdanken ist, sondern dem Fakt, dass sich der motorisierte Verkehr in dieser Straße durch die neue Einbahnstraßenregelung drastisch reduziert hat. Laut genug ist die "26" aber offenkundig immer noch, doch daran ist die RNV beleibe nicht unschuldig. Schließlich kann von einem durchgehenden Einsatz der modernen, lärmarmen Niederflurwagen, der von RNV und Stadt zigfach zugesagt worden war, keine Rede sein. Immerhin blieb es den Kirchheimern bislang erspart, wie auf der Linie 21 in alten OEG-Wagen befördert zu werden. Abhilfe ist erst ab Herbst 2009 in Sicht, wenn die von der RNV bestellten neuen Niederflurwagen eintreffen sollen.

Falls diese dann tatsächlich auf der Linie 26 zum Einsatz kommen, stellt sich allerdings die Frage, weshalb jetzt Lärmschutzmaßnahmen in Angriff genommen werden. Nach den Schilderungen einiger Anlieger handelt es sich hierbei um so genannte Schalldämmlüfter. Da Fenster der neueren Generation recht dicht sind, sollen solche Lüftungsgeräte selbst bei geschlossenem Fenster für Frischluft sorgen und die Bildung von Schimmel in den Räumen verhindern. Einer Hausbesitzerin wurden gleich neun Schalldämmlüfter angetragen, ihrem Nachbarn deren zwei, zusammen also 11 bei allein zwei Gebäuden.

Doch selbst dann, wenn im Mittel nicht 5,5, sondern nur drei Geräte benötigt würden, käme man bei 150 betroffenen Wohnungs- oder Hauseigentümern auf 450 benötigte Schalldämmlüfter. Die Stadt Kaiserslautern rechnete bei einer Schallschutzmaßnahme an einer stark befahrenen Straße mit Kosten von 500 Euro je Gerät, die Stadt Brandenburg mit ungefähr 400 Euro. Sollte bei einer Großbestellung der untere Wert erreicht werden, müsste die RNV mit Ausgaben in Höhe von etwa 180 000 Euro rechnen.

Eine stattliche Summe für nicht einmal ein Jahr verstärkten Lärmschutzes, denn ab dem Herbst kommenden Jahres sollen ja die alten Bahnen angeblich nicht mehr durch Kirchheim rollen. Wie skeptisch so mancher Linie-26-Anlieger mittlerweile in Bezug auf die RNV-Kompetenz geworden ist, zeigt sich daran, dass bisher gerade einmal die Hälfte der Angeschriebenen auf die Schalldämmlüfter-Initiative reagierte. "Von denen", meinte einer, "lasse ich mir sicherlich kein Loch durch die Hauswand bohren."

Antworten:

Re: *lol*

Die Heidelberger Rumpelkisten der ersten Nf-Generation sind ganz sicher leiser wie ein Altbauwagen :joke: :joke: :joke:
Und die Klimaanlage der Variobahnkisten ist auch geräuschlos :joke:
Hoffentlich wird niemand gezwungen, sich von der ZWM ein Loch ins Haus bohren zu lassen :D
Die im Schwarzen Loch sind schon geil ... :eek:

von Fabegdose - am 18.11.2008 22:46

Neue Anregung für eine Beschwerde aus Feudenheim... (oT)

...

von Daniel Wottringer - am 18.11.2008 23:20

Re: *lol*

Leiser als der MA/LUer 6-Achs-Scheißdreck sind die MGT6D allemal. Wenn auch das EEF definitiv mehr Lärm macht, als ein vernünftiges Fahrgestell.

von Rastatter Kundendienst - am 18.11.2008 23:31
Zitat
denzil
Abhilfe ist erst ab Herbst 2009 in Sicht, wenn die von der RNV bestellten neuen Niederflurwagen eintreffen sollen.

Die wo fahren sollen? Richtig, damit fährt man die (theoretisch verlängerte) 21 und füllt die 23 auf. :rp:

22 und 26 behalten die EEF-Krücken, dann muß man wenigstens Eppelheim nicht umbauen, und für den Verkehr nach Kärche langt die Kapazität locker. Und die 24 bleibt bei 80% Hochflur und 20% Überfüllung zwischen HBf und Bunsengymnasium...


von A-dot - am 19.11.2008 00:58
Zitat
A-dot
Zitat
denzil
Abhilfe ist erst ab Herbst 2009 in Sicht, wenn die von der RNV bestellten neuen Niederflurwagen eintreffen sollen.

Die wo fahren sollen? Richtig, damit fährt man die (theoretisch verlängerte) 21 und füllt die 23 auf. :rp:

22 und 26 behalten die EEF-Krücken, dann muß man wenigstens Eppelheim nicht umbauen, und für den Verkehr nach Kärche langt die Kapazität locker. Und die 24 bleibt bei 80% Hochflur und 20% Überfüllung zwischen HBf und Bunsengymnasium...


Ganz genau! Vielleicht sind die Fahrzeuge gar nicht real so laut, sondern nur umlauf- und personaleinsparungstechnisch etwas geräuschintensiv. Eine Logik, die so nur in Black Hole City entstehen kann. :joke:
Heidenei, da kann man anderswo schonmal reichliche Überlegungen -aber mit was denn?- anstellen. :p

Man könnte ja abends die 23 und die 26 verbinden, mit Spitzkehre und Dreieckung am Römerkreis, sehr zur Freude der B-Fälle und der Ampelanlagen... :yeah:

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 19.11.2008 07:17
Also mal ganz ehrlich: jemand, der an einer Hauptstraße wohnt, muss damit rechnen, dass dort der Verkehr laut ist, egal ob Straßenbahn oder anderweitiger Verkehr. Und Abends ist der Takt ausgedünnt, die sollen sich mal nicht so haben. Sonst können wir alle gleich zu Fuß gehen.

von Andreas Risch - am 19.11.2008 10:31
Abends, wenn auf der 23 teilweise auch schon mal gewisse nicht-RNV8 als Linienwechsler von der 24 zu sichten sind?
(ok, ist selten - kann im Schwachverkehr aber vorkommen)

Ampelanlagen... was für Ampelanlagen... nachdem man den Übergang vom Römerkreis Süd so toll und störungsfrei gelöst hat, kann man das doch auch für die anderen drei verwirklichen! Wer braucht schon Ampeln...



von A-dot - am 19.11.2008 11:50
Das ist doch heutzutage aber total in. Ich hab vor 30 Jahren ein Haus an einer Bahnstrecke gekauft und nie was dagegen gesagt. Und heute fällt mir plötzlich ein, daß da Lärm ist und der mich belästigt. So sind die Leute heutzutage drauf. Es lebe das St.-Florians-Prinzip.

von Rastatter Kundendienst - am 19.11.2008 16:31
Die Leute in der Rohrbacher Straße/ Karlsruher Straße haben Jahrzenhnte mit einer lauten Straßenbahn gelebt. Die Menschen sind einfach zu verwöhnt. Heute stört im Dorf ja schon der krähende Hahn.

O tempora, o mores!

von dreamcastle - am 28.01.2009 00:42
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