Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Frieder Schwarz, Lindenhöfer

Reise in die Metropolregion

Startbeitrag von Frieder Schwarz am 01.05.2009 19:19

Freundschaft,

heute war es soweit, eine Reise in die Metropolregion stand an.

Erster Stop war in NW HBF um Kaffee zu genießen und den Schienenersatzverkehr der Pfälzer Oberlandbahn zu bewundern.
Weiter ging es dann, als meine Reisebegleiterin eingetroffen war, mit der S Bahn zum Mannheimer Rangierbahnhof. Wie in alten Zeiten mußte man die Abfahrt seines Zuges wieder auf dem gelben Aushang suchen, da sämtliche Anzeigen auf den Bahnsteigen und die Infotafeln in den Bahnhofsgebäuden ihren Geist aufgegeben hatten.
Kurz vor Abfahrt erreichte dann noch einer der heute wieder verkehrenden Ausflugszüge Gleis 3, gezogen wurden die hübschen Bn Wagen durch eine noch hübschere 218.
Einen würdigen Empfang bereitete die RNV, kurz vor Ankunft in der Mannheim Main Station konnte man eine entgleiste RNV 8 bewundern.

An der Endchlaufe Rangierbahnhof kam nach RNV Einerlei ein bestens mit DÜWAGRAUTE versehener Grünophant herangeglitten.
Nach dem obligatorischen Besuch des "Cafés zur geschlossenen Schranke" wo man wieder mit dem mittlerweile besten Kaffee im Verkehrsgebiet und Leckereien versorgt wurde, ging es in die Zeltsatdt.

Die Futterhallen mit Spezialitäten aus aller Welt und die Kosmetikzelte ließen uns den Aufenthalt nicht langweilig werden. Ich muß sagen, der Besuch der Ausstellung war den Eintrittspreis allemal wert.

Danach suchten wir die Mannheimer City auf, um usere Betriebsstoffe zu ergänzen. Der Leitstellendirektor zeigte uns die richtige Bahn und auch hier wurde die Fahrt nicht langweilig, da ein Rentner einen lautstarken Streit mit seiner Lebensgefährtin begann. Es mischten sich dann noch zahlreiche Mitreisende ein und so war für Unterhaltung gesorgt.
Am Marktplatz besuchten wir dann den Biergarten des Kurfürsten und ich frohlockte, als ich die zwei Käseschnitzel vor mir erspähte.

Da es hier Brauchtum ist eine Maiwanderung zu unternehmen taten wir dies auch. Durch die wundervolle Breite Straße mit noch wundervollerem Publikum wanderten wir zum ex Karstadt.

Jetzt war es an der Zeit etwas zu unternehmen, was ich so noch nicht gemacht hatte: VIER GEWINNT war die Devise und wir warteten auf die VIER nach Kurbeldürkheim.
Abgelenkt durch das breite Spektrum sehr interessanter Beförderungsfälle, fiel uns überhaupt nicht auf, dass die vermeintliche 4 zu früh kam. Im Inneren als 4004 beschildert machte sich die Odolkiste 643 auf den Weg nach DÜW.

Auf den langen Geraden schaukelte sich die Kiste im Heckteil so sehr auf, dass ich damit rechnete, ich müsse mir das Käseschnitzel nochmals durch den Kopf gehen lassen. Meine Reisebegleiterin wollte das Gewackel nicht mehr weiter genießen und verließ in Friedelsheim die Kiste.

Kurz vor Kurbeldürkheim teilte der Triebfahrzeugführer -er ist vielen hier durch verschiedenste Verkehrsfreundesonderfahrten bestens bekannt- mit, dass wir uns in einem zusätzlichen Zug befinden würden und der Planzug in sechs bis sieben Minuten folgen würde.
Ich muß sagen ein hervorragender Service der RNV schneller in DÜW HBF und der Anschluß nach NW war gesichert.

Kurz vor Abfahrt des Triewa 28 kam es dann noch zur Begegnung mit dem Elsass-Express, der durch eine wiederum wunderhübsche 218 herbei geschoben wurde.

Da ich nicht im HBF NW, bei vielen saarländischen-, weinfrohen Beförderungsfällen den Umsteigevorgang abwickeln wollte, verließ ich den Triewa bereits im Gettobahnhof Böbig.
Durch den mit Lochblech, vor den Zugriffen der dortigen Ureinwoner geschützten Schaukasten, konnte man auf dem Abfahrtsplan erahnen, dass demnächst ein Quitschie nach HOM kommen sollte.
Aber zu früh gefreut.

Eine menschliche Stimme verkündete über Lautsprecher, dass es 15 Minuten später würde und die Abfahrt auf Gleis zwei stattfinden sollte.

Nach kurzer Fahrt im verspäteten Quitschie, als viele Maimarktbesucher am HBF die Kiste verließen, sicherte ich mir einen Sitzplatz und ließ die Mitmenschen aus dem Saargebiet stehen. Der zweite Zugteil in dem ich mich befand, war für sie sowieso nicht zur Beförderung freigegeben, da er nur bis KL fuhr.

In KL eingetroffen, betätigte ich mich als Menschenfreund und klärte die anwesenden Saarländer auf, dass sie umsteigen müßten, da die Kiste abgehängt würde. Eine Reaktion ihrerseits blieb aber aus. Erst als ich mich wieder an den einstmals erlernten saarländischen Sprachschatz erinnerte und erklärte "der Waache werd abgehung, ehr misse voorehiin", machten sich die Touristen auf den Weg.
Vor einigen Tagen hatte ich auch gelernt, dass es heißt der Wagen wird abgehangen, vielleicht hätten sie dies eher verstanden.

Da mein Anschluß in das liebliche Heimatstädtchen nun weg war mußte ich noch 45 Minuten überbrücken.
Da ich als Bahnfreund aber weiß, dass bei den verschiedensten Straßen- und Eisenbahnunternehmen zu solchen Vorkommnissen kommen kann, hegte ich keinen Groll und suchte die Ortsansäßige Gastronomie auf, um etwas gegen die Wirtschaftskrise zu unternehmen.

So erreichte ich mit immerhin 60 Minuten Verspätung, aber bestens gelaunt, wieder meinen Ausgangspunkt.

ich muß sagen, es war eine schöne Reise und die verschiedenen Unternehmen stellten wieder ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis.

Antworten:

Anmerkungen

1.
Zitat

Einen würdigen Empfang bereitete die RNV, kurz vor Ankunft in der Mannheim Main Station konnte man eine entgleiste RNV 8 bewundern.


Ich brauche wohl nicht zu betonen, was ich von derlei Aussagen halte. Nicht nur, daß sie vor eigener Überheblichkeit, Geringschätzigkeit der rnv gegenüber und Gehässigkeit nur so strotzt, daß es einem übel wird. Nein, hier ist wieder allgemeines Bashing angesagt... *****

von Lindenhöfer - am 01.05.2009 20:37

Re: Anmerkungen

Freundschaft,
"einen würdigen Empang bereiten" definiere ich als "Ausführung eines Empanges mit dem nötigen Ernst un Feierlichkeit".
Da ich schon bei mehreren Jubiläumsveranstaltungen von Verkehrsbetrieben anwesend war und dort die Feierlichkeiten mit Eingleisübungen umrahmt wurden, sehe ich hier dies auch gegeben, wenn man auch mal Betriebsstörungen vor Augen geführt bekommt, wie sie im Betriebsablauf durchaus vorkommen können.
Ich sehe ich dies nicht als negativ für den betreffenden Verkehrsbetrieb.
Der nötige Ernst war sicher auch gegeben, da wir der Entgleisung nicht beiwohnten um Bilder zu machen oder gar über den Hergang der Entgleisung bzw. über die Schuldfrage Mutmaßungen anstellten.
Wäre eine solche Entgleisung bei einem anderen Betrieb passiert, hätte ich dies genau so empfunden und hätte mich auch so geäußert.

Wie im weiteren Verlauf des Beitrages zu lesen ist schätze ich die Firma RNV in keinster Weise gering, sonst hätte ich den Einsatz des Vorzuges auf der Linie 4 nicht gelobt.
Dass das Fahrzeug schlingert und es ein Ehepaar in der Sitzreihe vor mir fast vom Sitz in den Mittelgang katapultierte wurde, liegt an der Bauart des Fahrzeuges und ist nicht die Schuld des Triebfahrzeugführers oder der RNV.

Bashing übersetze ich mit "Prügel beziehen", ich wüßte aber nicht, wer hier Prügel beziehen sollte, denn wie im Bericht zu lesen ist, war das ganze eine gelungene Fahrt in die Metropolregion.
Auch wenn meine Rückkehr bereits seit 25 Stunden vorüber ist bin ich immer noch mit dem Fahrtverlauf zufrieden und denke nicht, das das Unternehmen RNV meinerseits in irgendeiner Art und Weise Prügel beziehen sollte.
Am Schluß des Beitrages erwähne ich auch, dass es mir durchaus bekannt ist, dass Störungen im Betriebsablauf vorkommen und dies für mich kein Grund ist zu erzürnen.

von Frieder Schwarz - am 02.05.2009 06:45
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.