Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lokleitung, jo-ke, Tw237, Fabegdose, Harald S, Christoph Heuer, Das Biergleis

neue Bilder aus den Sechzigern (122 Zugriffe)

Startbeitrag von jo-ke am 29.06.2009 19:23









Antworten:

Hallo,

wieder sehr schöne Fotos.

Ich oute mich jetzt als völliger Ignorant und bitte vorsorglich um Entschuldigung wenn das Thema hier schon behandelt wurde:

Warum hatten zu der Zeit einige Linien, oder einige Wagen einiger Linien, Liniennummern in weiß auf rot und andere weiß auf schwarz? Und warum sind die Ziele in rot auf weiß?

Viele Grüße

Christoph

von Christoph Heuer - am 29.06.2009 19:28
Hammerhart. Hätte man aber als Gefahrgut kennzeichnen müssen.

von Das Biergleis - am 29.06.2009 19:36
Das war wohl die erste Generation der Zielfilme: Liniennummern in weiß auf rot und Ziele in rot auf weiß.
das alles auf ein Leinwandbindiges Gewebe gedruckt. Die anderen Variationen kamen erst später.

von jo-ke - am 29.06.2009 19:41
Bei weiß auf rot konnte man erkennen, dass es ein Wagen mit Fahrgastfluss war.

von Tw237 - am 29.06.2009 19:53
Die Gelenkwagen kennzeichnete man anfangs durch die weiß auf roten Liniennummern, damit die Fahrgäste schon von weitem erkennen konnten, dass sie nur im Heck einsteigen durften (dort saß der Schaffner, für Fahrgäste ohne Fahrkarte) bzw, auch beim Fahrer (mit Monats/Wochenkarten) - im Gegensatz zu den Zweiachsern, wo man überall ein- und aussteigen durfte und ein Schaffner duch den Wagen lief.

Mit Einführung des Einmannbetriebs verloren die roten Nummern ihre Bedeutung, trotzdem wurden sogar noch die ersten Zielfilme für die Typ-Mannheim-Wagen 1970 so beschafft.

In Mannheim stellte man irgendwann in den 70er Jahren die komplette Flotte auf Nummernfilme mit schwarzem Hintergrund und weißen Zahlen um. Es gab praktisch nur eine Schriftgröße, nur vereinzelt kamen auch schwarze Bänder mit etwas kleineren Ziffern vor, die vermutlich mit den 1977 von LU nach MA abgegebenen Wagen dorthin kamen. Ab diesem Zeitpunkt gab es auf Mannheimer Wagen keine roten Bänder mehr, auch schwarze Zahlen auf weißem Hintergrund hat es in MA nicht gegeben.

Standard in Mannheim die Zahlenfolge E - 1 bis 10 - E - 11 bis 20 - E - 21 bis 30 - E.


In LU gestaltete sich die Situation viel uneinheitlicher.

Erstmals kamen Zielfilme mit schwarzer Nummer auf weißem Grund bei der Beschaffung der Achtachser des Baujahres 1971 zum Einsatz. Durch Ersatzbeschaffungen für verschlissene Bänder kamen auch in LU solche mit schwarzem Hintergrund zum Einsatz - in unterschiedlichen Schriftgrößen.

Die roten Bänder in LU gingen nur bis zur 28, die weißen und schwarzen ebenfalls bis 30. Besonderheit der Ludwigshafener Bänder war die Ausführung der Zahl 28 in orange auf weiß bzw. rot auf weiß, zu Kennzeichnung des "Schnellverkehrs", der nicht an allen Haltestellen hielt. Nach Abschaffung der Linie 28 Anfang der 80er Jahre kamen auch in LU vereinzelt Bänder mit 28ern in weiß auf schwarz vor.
Außerdem hatten alle Ludwigshafener Bänder am Ende nochmal die Zahlen 9 und 19 nebeneinander, damit man beim Linienwechsel in Friesenheim nicht immer elf Felder weit kurbeln musste - in der Regel so, wie auch der Rest des Bandes war (weiß auf rot, weiß auf schwarz oder schwarz auf weiß)

Die Bänder in den RHB-fähigen Wagen 148 bis 151 hatten zudem den weißen Kreis vor schwarzem Hintergrund, der als drittes Spitzenlicht eingekurbelt wurde, anfangs wohl per Siebdruck in eigener Werkstatt eingefügt. Ab etwa 1980 hatten die neu beschafften Bänder diese sogenannte RHB-"Bletsch" ab Werk mit drauf.

In LU gab es alle Farbvarianten bis zur Linienumstellung im Jahr 1985 - dann kamen neu schwarze Bänder mit schlanken weißen Ziffern und Liniennummern von 25 bis 49, zuzüglich der 33E, 34E, 37E, 39E, 40E, 48E und 49E. Auch die RHB-Bletsch war wieder dabei.

In Mannheim hatte man zu diesem Zeitpunkt schon fast alle Wagen auf elektrisch angetriebene Zielfilme umgebaut. Dummerweise waren die Liniennummern auf Front und Heck mit den Zielanzeigen an der Seite gekoppelt, so dass man für jedes Ziel einer Linie die gleiche Nummer mehrfach anbringen musste. Dabei blieben dann alle Linien, die nicht in Mannheim verkehrten, auf der Strecke, es gab nur die 30 bis 34, 36, 37, 40 bis 47 und E in kleinerer und breiterer Schrift als in LU. Nur die Wagen des Baujahres 1958/1959 (312-317) wurden nie auf elektrische Bänder umgebaut, und dafür hatte man es wirklich geschafft, die gleichen Bänder wie in Ludwigshafen zu kaufen.

von Lokleitung - am 29.06.2009 20:52

War Onko nicht die erbitterte Konkurrenz von Jacobs? (kein Zugriffe) moT



von Harald S - am 29.06.2009 21:32

Re: War Onko nicht die erbitterte Konkurrenz von Jacobs? (kein Zugriffe) moT

ich glaube die beiden Wagenteile stammten von zwei verschiedenen Wagen.

von Tw237 - am 29.06.2009 21:47

Re: War Onko nicht die erbitterte Konkurrenz von Jacobs? (kein Zugriffe) moT

Wollte ich auch gerade schreiben ...

von Fabegdose - am 29.06.2009 21:49

Re: Wer lesen kann.... (122 + 118 Zugriffe)

....den Rest kennt ihr ja

"-dia-122-118"...


von Lokleitung - am 30.06.2009 04:31
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.