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Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
DO4NC, hbgo, Lokleitung, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Fabegdose, Harald S

Nochmal OEG-Neckarbrücke Heidelberg

Startbeitrag von hbgo am 12.07.2009 14:37

Diese Brücke hat sich schon beim Bau vor dem großen Fluß verneigt:







Das Datum steht jeweils auf dem Bild





Das müßte der Kriegsschaden 1945 sein, genaues Datum nicht bekannt



August 1951

Quelle: Bild 1-5 Stadtarchiv Heidelberg, Bild 6 Wilfried Biedenkopf

Antworten:

In Heidelberg über Brücken zu gehen, ist immer ein besonderer Nervenkitzel.

Nicht nur 1945.

Viel Glück!
Harald

von Harald S - am 12.07.2009 14:48
hast du irgendwelche infos, warum die damals halbfertig eingestürzt ist?

von Lokleitung - am 12.07.2009 16:11
Zitat

Das müßte der Kriegsschaden 1945 sein, genaues Datum nicht bekannt


Alle Neckarbrücken in Heidelberg sind am 29.3.45 gesprengt worden.


von DO4NC - am 12.07.2009 16:45
Die alte Steinbrücke auch? :eek:

von Fabegdose - am 12.07.2009 17:05
Zitat
Fabegdose
Die alte Steinbrücke auch? :eek:


Ja, auch die "Alte Brücke" mußte dran glauben. Bis zur Sanierung letztes Jahr konnte man den wiederaufgebauten Teil gut an den etwas helleren Sandsteinen erkennen.

[www.wsa-hd.wsv.de]


von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 12.07.2009 17:10
Die Ziegelhäuser Brücke wurde auch gesprengt, und mit ihr die Straßenbahnschienen, die vorsorglich verlegt wurden. Mit dem Neubau 1955 war das Thema "Straßenbahn nach Ziegelhausen" dann erledigt.


von DO4NC - am 12.07.2009 17:22
Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure, 50. Band 1906, Nr. 10 vom 10.03.1906, Seite 379-380:

Mannheimer Bezirksverein, Sitzung vom 16. Dezember 1905. Herr Hendorff spricht über den Einsturz der Neckarbrücke bei Heidelberg:
Am Tage des Unfalles, dem 2. Oktober [1905], früh 6 1/2 Uhr.stand der Bockkran ungefähr 2 bis 3 m vom mittleren Strompfeiler entfernt auf der Hilfsrüstung, und zwar unbelastet. Ueber die unmittelbare Ursache des Unfalles gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Bisher hat man nur Vermutungen, da die Untersuchung noch nicht angeschlossen ist. Ein bei der Montage beschäftigter Arbeiter hat dem Redner folgende Auskunft erteilt: Man habe mit einer Anzahl Leute von der Neuenheimer Seite aus den auf der Hilfsrüstung stehenden Bockkran nach dem rechten Ufer ziehen wollen. Da sei plötzlich eine Fahrschiene gebrochen, wodurch der Kran entgleist sei und sich stromaufwärts zur Seite geneigt habe, die ganze, lose aufgebaute und nur mit Hölzern abgestellte Eisenkonstruktion mit sich reisend. Infolgedessen sei dann auch die Hilfsrüstung eingebrochen. ...

Die Schiffahrt war bis 17. Oktober 1905 gesperrt.

auch:
Deutsche Bauzeitung 41. Jahrgang 1907, Seite 378-382, 385-387, 400-404, 407--410, 418-423
darin Bau-, Konstruktions- und Einsturzbeschreibung

von hbgo - am 12.07.2009 17:55
Danke für die Info. Mir fällt spontan nur eines ein: Wo zum Geier kriegt man eine VDI-Zeitschrift von 1906 her?

:-)


von DO4NC - am 12.07.2009 18:34
Ganz einfach:
Antiquariat Wündisch, Heidelberg, Plöck ca 1965
steht seitdem bei mir im Schrank mit einigen Kollegen

Mt Kollegen meine ich Schrank und Buch - beide haben viele Kollegen

von hbgo - am 12.07.2009 18:39
Das ist absolut löblich :-)

Ich habe nur Regionalia hier, die nicht über Ziegelhausen hinausgehen.

:-)


von DO4NC - am 12.07.2009 18:42
Vielen Dank für die Recherche. Und im Nachhinein möchte ich mich noch für den Kauf der Zeitschrift des VDI vor 44 Jahren bedanken, weil er die Recherche möglich gemacht hat ;-)

von Lokleitung - am 12.07.2009 19:15
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