Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
22
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
A-dot, Lokleitung, denzil, Q-Boy, Rastatter Kundendienst, Andreas Risch, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Sandhase, Funkenkutscher, Linie 6 - Zentralfriedhof, Baertram

Kommt Schwarzfahrer-Invasion auf Heidelberg zu?

Startbeitrag von Sandhase am 12.07.2009 15:07

Link zum Morgenweb

Antworten:

Ich frag mich schon lange, was das eigentlich soll...

...die unterschiedliche Bevorzugung oder Benachteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen im Beförderungstarif. Wieso Studenten weniger zahlen sollen als schulpflichtige Kinder ist mir ziemlich schleierhaft.

Man könnte sich ja mal auf irgendwas einheitliches einigen. Meinetwegen MaxxTicket und Karte ab 60 auf den gleichen Preis legen wie die Studententickets und das Jobticket. Und für Studis und Berufstätige sollen die Unternehmen / Hochschulen einen einheitlichen Sockelbetrag fürs Billigticket an den VRN zahlen. Kein Vertrag mit VRN = kein Billigticket.

Von der Erhebung eines Sockelbetrags von den Eltern schulpflichtiger Kinder und von Altersheimen würde ich absehen.

Für meinen Geschmack gibts da viel zu viele undurchsichtige Angebote, ein bisschen Aufräumen im Tarif wär wohl nicht schlecht.


Ach ja, noch was: Ich bin ja nun schon etwas länger aus dem regulären Fahrbetrieb raus, aber es wär mir wirklich neu, dass irgendwer mit seinem Studentenausweis einfach so mitfahren darf, auch wenn er kein Semesterticket besitzt (obwohl dies sicher von einigen Mitfahrern selbst so bewertet wird). Ich hab jetzt auch nirgends die entsprechenden Ausnahmen in den Tarifbestimmungen gefunden.



von Lokleitung - am 12.07.2009 16:34

Re: Ich frag mich schon lange, was das eigentlich soll...

Zitat

dass irgendwer mit seinem Studentenausweis einfach so mitfahren darf


ist aber so, da gab es mal einen Aushang in HD.

Was ich mich frage: Kann der VRN auf 5-6 Millionen Euro verzichten? (42000 Tickets plus Sockelbetrag) Sockelbetrag ohne Ticket ist doch geschenktes Geld.

von Funkenkutscher - am 12.07.2009 16:46

Nach 19 Uhr

Hallo

In Heidelberg zahlt jeder Student zurzeit einen Sockelbeitrag von 20 Euro für das Semesterticket. Unabhängig davon, ob er sich auch das Ticket für 116 Euro gekauft hat oder nicht. Dafür darf jeder Student der Uni Heidelberg sein Studentenausweis nach 19 Uhr als Fahrkarte in den Waben 105, 125, 135 und 145 benutzen. Ohne Mitnahmemöglichkeit, sieben Tage die Woche.

Das Semesterticket kostet noch 116,30 Euro pro Semester (6 Monate). Das heißt, 19,33 Euro im Monat. Im Gegensatz dazu kostet das MAXX-Ticket 32,50. Warum der Unterschied so groß ist, versteh ich auch nicht. Ich meine jedoch, dass das Land Baden Württemberg zumindest in den ersten Jahren des MAXX-Tickets (ich war der erste MAXX-Ticket 5. Klasse-Jahrgang) den Erwerb über die Schulen subventioniert hat. Damals war es auch noch so, dass das MAXX-Ticket über die Schulen bestellt wurden.

Dass das Semesterticket teurer werden soll ist meiner Meinung nach kein Weg, da es heutzutage vielen Studenten nicht mehr möglich ist, neben dem Studium wesentlich zu arbeiten. Oft reicht es nur für einige kleine Jobs.
Zudem will ich anmerken, dass ich auch das MAXX-Ticket für zu teuer halte.

Denzil

von denzil - am 12.07.2009 17:02

Re: Nach 19 Uhr

Okay, wieder was gelernt. Hoffentlich ist die abendliche Freifahrtmöglichkeit dann auch auf den Studentenausweisen aufgedruckt...

Aber das ist genau das, was ich meinte - alles ist unterschiedlich, kostet unterschiedlich, und macht den Tarif für Fahrgäste und Personal unnötigerweise kompliziert.



von Lokleitung - am 12.07.2009 17:29

Re: Nach 19 Uhr

Zitat
Lokleitung
Okay, wieder was gelernt. Hoffentlich ist die abendliche Freifahrtmöglichkeit dann auch auf den Studentenausweisen aufgedruckt...


Wie will man das denn kontrollieren - heutzutage kann sich doch jeder, der sich ein bisschen auskennt und einen guten Drucker hat, so einen Wisch selbst drucken?! :confused:

(Alter spielt ja keine Rolle - ich denke da an die ewigen Studenten über 35 bzw.40)

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 12.07.2009 17:39

Re: Nach 19 Uhr

Zitat
denzil
Warum der Unterschied so groß ist, versteh ich auch nicht.

Ist eine einfache Rechnung, der Verkehrsbedarf der Studenten deckt andere Uhrzeiten und andere Bereiche ab.

Allein daß Studenten selten im Hauptberufsverkehr vor 8 Uhr unterwegs sind, macht einiges an Kostenersparnis aus - dementsprechend gibt es in anderen Verkehrsverbünden ja auch spezielle "Nicht-Pendler"-Zeitkarten, die erst ab 8 Uhr oder 9 Uhr gültig sind (und im Regelfall 20-25% billiger sind).

Dann kommt daß es komplette Verkehrsbereiche gibt, die primär oder praktisch ausschließlich von Schülern und Pendlern, nicht aber Studenten genutzt werden. Ich denke da jetzt nicht nur an innerstädtische Linien, sondern auch an komplette Buslinienbündel außerhalb der Städte

Und natürlich kommt dazu, daß es beim Semesterticket "Großkontingente" gibt, die ausgehandelt werden. D.h. es gibt Vertragspartner, die gemeinschaftlich für über 30.000 Kunden verhandeln - und der kann durchaus in Verhandlungen Preise drücken. Beim MAXX-Ticket gibt es solche Vertragspartner nicht.

Zitat

Dass das Semesterticket teurer werden soll ist meiner Meinung nach kein Weg, da es heutzutage vielen Studenten nicht mehr möglich ist, neben dem Studium wesentlich zu arbeiten. Oft reicht es nur für einige kleine Jobs.


Drei Viertel aller Studenten die ich kenne arbeiten. Vom 200-Euro-Job bis zu Halbtags (weil man ja nicht mehr als 19,5 Stunden darf). Der Rest kriegt eh alles von den Eltern hinterhergetragen.

von A-dot - am 12.07.2009 18:11

Nur gültig mit Lichtbildausweis

Dass der Studentenausweis auch als Fahrkarte gilt, ist natürlich aufgedruckt. Da auf dem Heidelberger Wisch jedoch kein Bild drauf ist, ist er nur mit einem "amtlichen Lichtbildausweis" gültig.
Es kann also jeder sich einfach einen Studentenausweis selbst machen. Auf dem Studentenausweis steht zwar eine Verifikationsnummer, über die bei der Uni die Echtheit nachgeprüft werden kann, aber welcher Fahrkartenkontrolleur hat schon Internet dabei, um auf die entsprechende Webseite zu gehen...

von denzil - am 12.07.2009 18:38

Re: Nach 19 Uhr

Zitat

Drei Viertel aller Studenten die ich kenne arbeiten. Vom 200-Euro-Job bis zu Halbtags (weil man ja nicht mehr als 19,5 Stunden darf). Der Rest kriegt eh alles von den Eltern hinterhergetragen.


Ich selbst studiere nicht auf Bachelor, bin jedoch mit solchen im Semester und es ist ganz klar zu erkennen, dass sie entschieden mehr zu tun haben, als vorhergehende Diplomanwärter...
Und von einem 200 Euro Job lässt sich oft gerade das allernötigste finanzieren. Die meisten sind ja zusätzlich noch auf Bafög angewiesen, wenn sie denn nicht von den Eltern finanziert werden.

von denzil - am 12.07.2009 18:40

Re: Nach 19 Uhr

Naja, ein bischen ist es auch Rumgeheule. Und Mangel an Solidarität natürlich.

Ich zahle fürs VRN-Semesterticket als Sockelbetrag nicht die 17,50 Euro der Mannheimer (ohne 19-Uhr-Regelung für Nichtkäufer), nicht die 20 Euro der Heidelberger (mit 19-Uhr-Regelung für Nichtkäufer), sondern 30 Euro. Und bezahle dem VRN den Kreis Bergstraße dazu noch mal mit 1,23 Euro doppelt.

Mithin gehen also pro Jahr 295,06 Euro von mir an den VRN. Im RMV zahle ich im Vollsolidarmodell etwas mehr als die Hälfte (156 Euro) für das dreifache an Gültigkeitsbereich. Die jährliche Preissteigerung im RMV bewegt sich im aktuellen Vertrag interessanterweise genauso bei der Hälfte der 11 Euro über die man sich hier beschwert...
Und in Hessen jammern alle rum, daß der RMV so teuer wär und der VRN sooo billig.

von A-dot - am 12.07.2009 19:04

Stuttgart ist teurer...

[www.vvs.de]

[www.vvs.de]

Also Soli-Beitrag ca.35 EUR und dann noch mal knapp 170 EUR...

Und da gibt es kein Anschluß-Ticket für Praktikanten wie hier im VRN.


von Q-Boy - am 13.07.2009 18:32

Mir läuft gleich die Galle über - Ihr Studenten habt doch keine Ahnung wie Teuer der RMV wirklich ist.

Zitat
A-dot
Naja, ein bischen ist es auch Rumgeheule. Und Mangel an Solidarität natürlich.

Ich zahle fürs VRN-Semesterticket als Sockelbetrag nicht die 17,50 Euro der Mannheimer (ohne 19-Uhr-Regelung für Nichtkäufer), nicht die 20 Euro der Heidelberger (mit 19-Uhr-Regelung für Nichtkäufer), sondern 30 Euro. Und bezahle dem VRN den Kreis Bergstraße dazu noch mal mit 1,23 Euro doppelt.

Mithin gehen also pro Jahr 295,06 Euro von mir an den VRN. Im RMV zahle ich im Vollsolidarmodell etwas mehr als die Hälfte (156 Euro) für das dreifache an Gültigkeitsbereich. Die jährliche Preissteigerung im RMV bewegt sich im aktuellen Vertrag interessanterweise genauso bei der Hälfte der 11 Euro über die man sich hier beschwert...
Und in Hessen jammern alle rum, daß der RMV so teuer wär und der VRN sooo billig.


2 x 156 ¤ im Jahr? Ihr glücklichen, glücklichen Bastarde (Frei nach Monty Pyton). Von solchen Preisen träume ich hier in Darmstadt (und nicht nur ich). Da Du den VRN mit erwähnst, gehe ich mal davon aus, Du wohnst irgentwo zwischen Heppenheim und Zwingenberg. Ausgehend nur die Strecken der Tarifgebiete 45 (Bergstraße im Übergabgsgebiet), 39 (Seeheim-Jugenheim und Alsbach-Hähnlein) und 40 (Darmstadt) wäre das die Preisstufe 4 oder 5 im RMV Gebiet. Ich zahle für die Preisstufe 3 729¤, bei 4 wären 1099¤ und 5 sind 1502¤ fälig. Dagegen sind die 312 ¤ von Dir Peanauts. Natürlich ist das billig, wenn ich für die selbe Strecke das fünffache zahlen muß (Soviel zu meiner Solidarität). Da scheint es beim VRN ein klein wenig (wenn auch äußerst winzig) gerechter zuzugehen. Die Diskusion habe ich im Rhein-Main-Forum hinter mir, mit dem Ergebnis, das ein gewisser (Ex-)Student nicht in der Lage war, mir drei Ziffern, ein Komma, zwei weiteren Ziffern und dem Euro-Zeichen mitzuteilen (Das hast Du diesem nun vorraus). Also dafür brauche ich nicht studiert zu haben.
An der Stelle von VRN würde ich sagen."Entweder Ihr zahlt das; oder Ihr fahrt zu vollen Preisen, wie jeder Berufstätige auch! Basta!" :mad: :mad: :mad:

von Baertram - am 13.07.2009 18:45

Mir graust schon...

..vor eventuellen "Aktionen" der studierenden. (Anwesende ausgenommen :D ) Mehr sag ich jetzt aufgrund des dünnen Eises nicht! ;)























Ein gewisser Unterhaltungswert dürfte aber gegeben sein! :joke:

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 13.07.2009 19:20

Re: Mir läuft gleich die Galle über - Ihr Studenten habt doch keine Ahnung wie Teuer der RMV wirklich ist.

Zitat

"Entweder Ihr zahlt das; oder Ihr fahrt zu vollen Preisen, wie jeder Berufstätige auch! Basta!"


Dann würde ich aber auch gerne für mein Studium eine Ausbildungsvergütung erhalten, die meinem Alter, meinen (Bildungs-)Ausgaben und meiner Arbeitszeit angemessen sind. Mir soll das sogar recht sein, besser als dieses Anleihen- und Almosensystem.

von Andreas Risch - am 13.07.2009 19:50

Zahlen sagen mehr als Worte...

Tja eben, "würde ich gerne"...

Wer würde nicht gerne irgendetwas haben? Am Besten ganz umsonst.

Ich war auch mal Student. Und hab lange Zeit die damals erhaltenen Bafög-Leistungen zurückbezahlt. Aber zu meiner Studienzeit habe ich ja auch davon profitiert.


Nur mal so - pro Monat:
132.00 Euro Reguläre Monatskarte Preisstufe 7
67,00 Euro Rhein-Neckar-Ticket
32,50 Euro Maxx-Ticket
30,50 Euro Karte ab 60
30,00 Euro Job-Ticket (zzgl Sockelbetrag durch die beteiligten Firmen)
19,33 Euro Semesterticket (zzgl Sockelbetrag durch Hochschule)

Das Semesterticket (hier mit den derzeitigen 116,30 Euro angesetzt) ist also gnadenlos billig - sechs Monate kosten weniger als eine reguläre Monatskarte.

Ich sehe es eigentlich nicht ein, wieso ein Werktätiger oder ein Schüler ein Drittel mehr bezahlen soll als ein Studierender. Noch dazu haben Mitarbeiter von Firmen unter 20 Beschäftigten gar keine Möglichkeit, Job-Tickets zu bekommen, selbst wenn die Firma das wollte und unterstützen würde.

Und ich weiß, dass es bei den oben genannten Karten gewisse Detailunterschiede in Sachen Mitnahmemöglichkeiten und Übertragbarkeit sowie den Ausschluss der Westpfalz bei den Semestertickets gibt. Aber wohl keine, die solche Preisunterschiede rechtfertigen würden.

Wie oben erläutert, bin ich persönlich der Meinung, dass es zwar nicht verwerflich ist, an Studenten rabattierte Fahrkarten auszugeben. Aber ich sehe es absolut nicht ein, warum gerade Studenten die am stärksten rabattierten Fahrkarten erhalten sollten und Senioren oder Schüler für die gleiche Leistung mehr bezahlen sollen.

Damit man, wie A-Dot oben anführt, das Argument "Studenten fahren nicht zur Hauptverkehrszeit" anerkennen kann, sollte man die Studententickets eben zwischen 5 und 9:30 Uhr nicht gelten lassen.



von Lokleitung - am 13.07.2009 21:48

Re: Zahlen sagen mehr als Worte...

Zitat
Lokleitung
Damit man, wie A-Dot oben anführt, das Argument "Studenten fahren nicht zur Hauptverkehrszeit" anerkennen kann, sollte man die Studententickets eben zwischen 5 und 9:30 Uhr nicht gelten lassen.

Und wie sollen die Studenten heimkommen? ;-)

Zur Erinnerung: [www.leo.org]

von Q-Boy - am 13.07.2009 22:56

Re: Zahlen sagen mehr als Worte...

Semesterticket 19,33
Miete 380,00
Strom 31,00
Studiengebühren etc. 100,66

laufende Kosten je Monat 530,99

Davon noch keine Scheibe Brot, keine Flasche Wasser, kein Block, kein Stift, kein Buch - eigentlich gar nichts gekauft.
Maximal erlaubte Arbeitszeit 19,5 Stunden / Woche. Sagen wir also etwa 80 je Monat bei 7,50 EUR, dann bleiben 69,01 EUR übrig, oder 2,30 am Tag.

Wenn wir schon bei Zahlen sind.

von Rastatter Kundendienst - am 13.07.2009 23:18

Re: Zahlen sagen mehr als Worte...

Okay.

Aber andere Leute haben auch laufende Kosten zu tragen.

von Lokleitung - am 14.07.2009 05:32

Re: Zahlen sagen mehr als Worte...

Streite ich auch gar nicht ab. Wage aber zu behaupten, daß Du bei der gleichen Rechnung mehr als 2,30¤ pro Tag behältst.

Edit: Eine der Gründe dafür ist der, daß Du mehr arbeiten darfst.
Dazu sollte man noch beachten, daß man als Student ja noch was anderes zu tun hat, nämlich theoretisch studieren sollte. Das ist mit der Situation von vor 10 - 20 Jahren auch nicht mehr zu vergleichen, der Zeitaufwand und auch der Zeitdruck sind ungleich höher. Arbeits- und Unizeiten zusammengenommen habe ich einen täglichen Aufwand von etwa 14 Stunden, dazu kommen noch die Fahrzeiten von und zur Uni, nochmal mindestens eine Stunde pro Tag. Wenn ich dann noch ab und an was esse, ist nicht mal mehr besonders viel Freizeit übrig.


Zurück zur Diskussion: Der richtige Weg wäre es, MAXX- und Semesterticket mit gleichem Geltungsbereich (räumlich wie auch zeitlich) zusammenzufassen und dem ganzen einen Preis von 20¤ pro Monat zu geben.
Das ist für einen selbstversorgenden Studenten noch bezahlbar und würde die Eltern von Schülern ein wenig entlasten. Verluste würde der arme VRN dadurch nicht machen, denn Umlagen vom Land bekommt er für den Ausbildungsverkehr auf jeden Fall, für die festen Tickets sogar noch mehr als für die einfache Ausbildungs-Zeitkarten.

Fazit: Die Kosten für ein Ticket müssen an den Einkommensmöglichkeiten der Zielgruppe orientiert sein, nicht an irgendwas anderem. Im Fall von Studenten sind diese Einkommensmöglichkeiten aus rechtlichen Gründen recht gering.

von Rastatter Kundendienst - am 14.07.2009 08:01

Re: Mir läuft gleich die Galle über - Ihr Studenten habt doch keine Ahnung wie Teuer der RMV wirklich ist.

Zitat
Baertram
2 x 156 ¤ im Jahr?

2 x 78 ¤.

Ok, es sind etwas mehr:
Fürs WS 09/10 an der TUD nämlich mittlerweile 84,90¤. Plus die 1,23 ¤ für den VRN, die schon seit Jahren gleich sind.



von A-dot - am 15.07.2009 12:02

Re: Mir graust schon...

Zitat
Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R.
..vor eventuellen "Aktionen" der studierenden. (Anwesende ausgenommen :D ) Mehr sag ich jetzt aufgrund des dünnen Eises nicht! ;)

Studentenaktionen? In Heidelberg?

In Heidelberg macht man bei ner Spontandemo aufm Bismarckplatz Platz für die Straßenbahnen. In Hessen wäre je nach Ausweitung der Straßen-/U-/S-/Regionalbahnverkehr bei "Aktionen" für 4-6 Stunden lahmgelegt.


von A-dot - am 15.07.2009 12:10

Re: Zahlen sagen mehr als Worte...

Zitat
Lokleitung
Und ich weiß, dass es bei den oben genannten Karten gewisse Detailunterschiede in Sachen Mitnahmemöglichkeiten und Übertragbarkeit sowie den Ausschluss der Westpfalz bei den Semestertickets gibt. Aber wohl keine, die solche Preisunterschiede rechtfertigen würden.

Um den vollen Umfang des VRN als Student befahren zu können, müßte man in der aktuellen Tarifstruktur 495,20 ¤ im Jahr hinlegen. Also 41,67 ¤ im Monat. Quasi Maxx-Ticket plus 10 Euro dafür, daß man in den Übergangsgebieten auch morgens fahren darf.

Der Sockelbetrag vom Jobticket hebt dieses übrigens für Käufer in dieselbe Preishöhe wie das Rhein-Neckar-Ticket. Der VRN dürfte an Jobtickets sogar - eben wegen dem Sockelbetrag - besser verdienen als an allen anderen Tickets.

Die Maxx-Tickets werden oft von den Landkreisen bezuschusst und sind im Kauf für die Berechtigten dadurch nicht selten deutlich billiger als die genannten 32,50 ¤. Der Zuschuss liegt je nach Landkreis zwischen 0 und 50%, oft von der Zentralität der Schulen (und der Haushaltslage) abhängig. In Mannheim sinds schlappe 10% Zuschuß, im Neckar-Odenwald-Kreis bekommen Grundschüler umsonst ein Maxx-Ticket.

Die "reguläre" Jahreskarte gibt es - über Preisstufe 3 hinaus - ja wohl eh nur noch wegen der möglichen Übertragbarkeit und der ziemlich ausgedehnten Mitnahmemöglichkeiten.

von A-dot - am 15.07.2009 12:30
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.