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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lindenhöfer, 637, Führerbremsventil, RNV8, felix83, Lokleitung, Stefan Klein, Sandhase

Zu den aktuellen Baumaßnahmen...

Startbeitrag von Lindenhöfer am 06.08.2009 16:11

... eine kritische Anmerkung...

Vorneweg muß ich bemerken, daß unbedingt notwendige Baumaßnahmen natürlich nicht so ohne weiteres verschoben werden können. Ist ja auch logisch.

Aber warum hat man zumindest die Bauarbeiten am Schloß nicht mit den Bauarbeiten am Hbf noch besser gebündelt?

Mittlerweile dürfte ja auch in der Chefetage angekommen sein, daß der Hbf zu den meistfrequentierten Haltestellen gehört.

Was hat man gemacht? Wie wir wissen hat man zuerst am Hbf die Gleise saniert (wobei ich mich frage, weshalb man auf ein klassisches Schotterbett unter der Pflasterung zurückgegriffen hat anstatt komplett auf feste Fahrbahn (wie in der Kurve FR Tattersall / Kunsthalle) zu setzen (aber das geht am Thema vorbei). Bei diesen Bauarbeiten mußten alle Linien, die den Hbf berühren, über die restlichen zur Verfügung stehenden Gleise geleitet werden, was in teilweise chaotische Zustände ausartete (besonders als Gleis 1 saniert wurde)...

Warum hat man diese Bauarbeiten mit denen am Schloß nicht gebündelt, wo die Linien 1 und 5 schon zwangsweise umgeleitet werden müssen? Das hätte den "Druck" an diesem neuralgischen Punkt mit Sicherheit etwas entspannt. So leer wie z. Zt. ist es jedenfalls selten am Hbf...

Antworten:

Ich drücke mich anders aus (Edit):

Was macht man, wenn man zwar problemlos 1 und 5 umleiten kann, aber da noch 5 andere Linien sind (3,4,7,8,9) die, wenn sie nicht über den Hbf. fahren können, übers Schloß fahren müssen (Ausnahme 9), um ihr Ziel zu erreichen und umgekehrt!?

von RNV8 - am 06.08.2009 17:27
Ich vermute mal, dass die Kapazität der beauftragten Unternehmen zu gering ist,
um beide Baustellen parallel durchzuziehen.

von Sandhase - am 06.08.2009 17:48

Re:

Die Linien 8 und 9 können wir vernachlässigen, da die 8 nur in der HVZ verkehrt und sicher bei geeignetem Materialeinsatz (keine Ahnung, wie die Auslastung ist) auch im SEV hätte gefahren werden können.

Die Linie 9 hatte man ja vorrausschauend ausfallen lassen (wobei auch hier ein eklatanter Fehler in der Kommunikation stattfand; Man hatte auf dem südlichen Ast der Linie 9 an allen Haltestellen große A3- Plakate angebracht, daß die Linie 9 entfällt (und zwar komplett), gleichzeitig aber "Notfahrpläne" auf gelbem Papier aufghängt, wo in FR Hbf. in den Abendstunden sehr wohl einige Fahrten ausgewiesen wurden)...

von Lindenhöfer - am 06.08.2009 19:17

Re: Re:

9 wurde ja nur bis Tattersall fahren lassen, ja. Die habe ich ja auch als Ausnahme angeführt.
8 kann man meiner Meinung nach nicht vernachlässigen, da sie, wie du ja geschrieben hast in der HVZ verkehrt - so eine Bahn dann im SEV fahren zu lassen bis nach Oppau halte ich für wenig sinnvoll. Gerade weil sie ja dann fährt, wenn der Bedarf am größten ist!
Egal wie, selbst wenn man die 8 und 9 komplett fallen lässt, bleiben immerhin 3 Linien, die alle 3 ab Alte Feuerwache bzw. Nationaltheater komplett anders hätten fahren müssen, nämlich über Rosengarten. Die Haltestellen Hauptbahnhof, Universität, Schloß und Konrad-Adenauer-Brücke wären nicht angefahren worden. Nach LU könnte man laufen, dieser Vorschlag kommt bei Fahrkartenbesitzern aber wohl eher weniger gut an. Einen SEV nach LU wäre auf diesem Ast relativ schwer und zeitaufwändig. Außerdem würden die Fahrgäste ja gar nicht mehr wissen, wie was fährt.
Und die Haltestelle Universität halte ich schon für wichtig, gerade nach Ludwigshafen rüber ist die zeitweise gut besetzt.
Und was den eklatanten Aushangfehler betrifft: Da muss ich dir, auch wenn es mir schwer fällt, Recht geben, dass das sicher nicht perfekt ausgeschildert war, aber man darf halt nicht vergessen, dass man einfach die 3er teilweise als 9er einrücken lässt und deswegen doch noch aufgelistet waren, Ansichtssache, ob das zu vernachlässigen ist oder nicht. Die als reine Linie 9 verkehrenden Fahrten, sind ja wirklich ausgefallen.
Alles in allem wäre eine komplette Sperrung von 4 Haltestellen (darunter auch den Hauptbahnhof, der ja eine der meist frequentiertesten Haltestellen ist, wie du ja geschrieben hast) und Umleitung von 3 Linien sicherlich die schlechtere Alternative gewesen.

von RNV8 - am 06.08.2009 19:48

Re: Re: Re:

Meiner Meinung nach kann man die 8 vernachlässigen. Ich habe selbst schon morgens am Hbf gestanden und mir das Schauspiel angesehen:
Die 8 fährt ein, alle Menschen zwängen sich in dieses Fahrzeug, die direkt dahinterfahrende Bahn Richtung LU bleibt leer...

Ich habe mir die Bauarbeiten am Schloß noch nicht angesehen. Aber mit ziemlicher Sicherheit hätte man auch hier akzeptable Lösungen finden können. Soweit ich weiß haben wir auch in Mannheim einen Satz Kletterweichen zur Verfügung, womit ein eingleisiger Betrieb möglich wäre, bei allerdings eingeschränktem Angebot...

Es kann natürlich auch Sein, daß Achatz da nicht mitgemacht hat, weil er keine Kapazitäten hat...

von Lindenhöfer - am 06.08.2009 20:10

Schön, daß Du die 8 vernachlässigst. Aber:

Sag das mal der BASF.

Und so nebenbei: schön, daß Leute mit Fixierung auf eine bestimmte Haltestelle wieder alles besser wissen.
Ist ja aber typisch hier.

von Führerbremsventil - am 06.08.2009 20:43

Re: Re: Re:

Soweit ich weiß haben wir auch in Mannheim einen Satz Kletterweichen zur Verfügung, womit ein eingleisiger Betrieb möglich wäre, bei allerdings eingeschränktem Angebot...

Kletterweichen auf dem Paradeplatz hätten garantiert Eventcharakter. Das Zusammenspiel mit den Ampelschaltungen auf der Bismarckstraße ganz sicher auch.

Was man meiner Meinung evtl. hätte besser machen können:
* Die Baumaßnahmen so hintereinanderlegen, daß die Nichtbedienungen des HBF durch die 1 und 5 direkt aneinanderhängt werden. (Etwas verwirrend. Die Bimmel fährt, dann wieder nicht, dann fährt sie wieder, jetzt wieder nicht, teilweise noch mit Ersatzverkehr auf die Rheinau zusammengepaart usw.)
* Den Fußgängerüberweg auf dem Vorplatz entweder vor oder nach Fertigstellung des restlichen Platzes sanieren, das waren schon ziemlich chaotische Zustände, als sich auch noch Radfahrer mit 4 Linien den Bahnsteig 2 teilen wollten...
* Zielbeschilderungen "über MA Hauptbahnhof" vermeiden wenn die Kiste garnicht dort hin fährt... (das is mMn schon irgendwie ein bißchen die Leute verarscht)
* vor 16 Jahren nicht so einen unglaublichen Schrott bestellen

von Stefan Klein - am 06.08.2009 20:44

Re:

Nun, wenn du schon so auf die 8 fixiert bist...

Warum müssen dann die 8 und die nächstfolgende Bahn Richtung LU ab dem Hbf MA im Blockabstand verkehren?

Kann man das auch zeitlich strecken, damit der Druck auf die Hst. Hbf gemindert wird, da zeitlich etwas entzerrt?

Das könnte man mit ziemlicher Sicherheit...

von Lindenhöfer - am 06.08.2009 21:33

Re: Re: Re: Re:

Nun, Kletterweichen könnte man ja auch nicht direkt im Kreuzungsbereich einbauen. Man könnte es ja so machen, daß man z. B. 4 Tage die Strab- Linien umleitet, in dieser Zeit an jeweils beiden enden der Baustelle 20 m Gleis saniert, auf dem sanierten Stück die Kletterweichen einbaut und erst dann anfängt, den Abschnitt komplett aufzureißen (erst die eine, dann die andere Seite).

Schon hat man sich die Möglichkeit geschaffen, zu arbeiten und gleichzeitig die Umleitungen auf ein unbedingt notwendiges Maß zu reduzieren...

Deinen 4 angeführten Sternchen stimme ich uneingeschränkt zu...

von Lindenhöfer - am 06.08.2009 21:39
Zitat

besser gebündelt


Es ist gebündelt. Ziemlich sogar.

Rein betrieblich wäre das doch ganz großer Mist gewesen, irgendwo sollte man ja noch fahren können - wenn man schon mit Einschränkungen leben muss.

Die Idee mit den Kletterweichen haben andere auch schon gehabt. Die damit verbundenen Umbauzeiten sind aber auch nicht gerade vernachlässigbar, und die Bauzeiten werden dadurch massiv verlängert. Im Übrigen sind die Kletterweichen bei der Baumaßnahme in Rheinau Nord gerade im Einsatz. Ich bin auch kein großer Freund von Vollsperrungen, aber in diesem Fall wars wohl das kleinere Übel.

Vielleicht man als kleinen Hintergrund für alle - ursprünglich sollten beide Baumaßnahmen erst stattfinden, wenn die Bahnhofsschleife und die Umsetzanlage in der Schlossgartenstraße wieder zur Verfügung stehen. Dann hätte man zumindest die 1 während des "Kurpfalzachse"-Umbaus zum Bahnhof führen können, was das Ganze sicher massiv entspannt hätte.

Die Verzögerungen beim Bau des überflüssigen wichtigen Gebäudes auf dem Schleifengelände dürfen wir ja wohl der Bankenkrise und "schlechtem Untergrund" zuschieben. Was die RNV das kaostet fragt keiner...

Es gab übrigens auch die Idee, gewisse Gleisbau-Maßnahmen zu verschieben. Es wäre aber unsinnig gewesen, das anstehen zu lassen, denn sicher gibts auch im kommenden Jahr in den Schulferien wieder lustige Umbauten. Natürlich waren die vielen verschiedenen und ineinander verwobenen Umbausituationen nicht gerade toll.

Im Übrigen muss ich dem Führerbremsventil natürlich Recht geben - es gibt auch noch mehr als den Bahnhof. Und so, wie es vor einigen Wochen am Bahnhof staute, tut es das jetzt in den Planken. Ist halt schon irgendwie blöd, wenn der Horizont nur bis zur Kreuzung der Bismarckstraße mit dem Ring reicht....


von Lokleitung - am 07.08.2009 06:36

Es bleibt dabei.

Eingeschränkter Horizont.

Siehe auch den Eintrag der Lokleitung.

Im Übrigen sitzen bei der RNV nicht nur Deppen, die keine Ahnung haben was sie tun.
Es ist immer eine Gratwanderung bei der Abwägung der einzelnen Übel.
Den einen Kunden trifft es mehr, den anderen weniger. Für manchen gibt's vielleicht sogar Vorteile.


von Führerbremsventil - am 07.08.2009 07:09
Muss Dir Recht geben, aber mit einer kleinen Anmerkung: An der Baustelle auf der Brücke zum Karlsplatz liegen keine Kletterweichen, sondern richtige ;-)

Gruß,
Christian

von felix83 - am 07.08.2009 07:47
Zitat
Lokleitung


Im Übrigen sind die Kletterweichen bei der Baumaßnahme in Rheinau Nord gerade im Einsatz. Ich bin auch kein großer Freund von Vollsperrungen, aber in diesem Fall wars wohl das kleinere Übel.

...

Vielleicht man als kleinen Hintergrund für alle - ursprünglich sollten beide Baumaßnahmen erst stattfinden, wenn die Bahnhofsschleife und die Umsetzanlage in der Schlossgartenstraße wieder zur Verfügung stehen. Dann hätte man zumindest die 1 während des "Kurpfalzachse"-Umbaus zum Bahnhof führen können, was das Ganze sicher massiv entspannt hätte.

...

Im Übrigen muss ich dem Führerbremsventil natürlich Recht geben - es gibt auch noch mehr als den Bahnhof. Und so, wie es vor einigen Wochen am Bahnhof staute, tut es das jetzt in den Planken. Ist halt schon irgendwie blöd, wenn der Horizont nur bis zur Kreuzung der Bismarckstraße mit dem Ring reicht....




Wenn es betriebslich sinnvoll ist und technisch schneller geht, halte ich Vollsperrungen für angebrachter. Besser drei Wochen mal gar keine Bahn - da gewöhnen sich die Fahrgäste besser dran- als drei Monate Probleme im Betriebsablauf. In Rheinau funktioniert das gerade noch so, obwohl das auch nicht immer prickelnd ist, wenn der Bus der Bahn gerade wegfährt. Sinnvoll wäre die Abfahrtszeit Richtung Stadt um 1 Minute vorzulegen (und zwar generell, die Zeit wird auch ohne Baustelle zwischen RAN und Friedrichstraße dringender benötigt), dann stünden sich die Bahnen nicht im Weg. Ist aber das Problem mit der Busankunft, der eh schon recht knappe Fahrzeiten hat und der Spielraum recht eng ist.

Den Hauptbahnhof voll zu sperren wäre auch weniger verwirrend gewesen als diese "mal-fährt-die-bahn-so-rum, mal-so-rum", hätte aber entscheidende betriebliche Nachteile gehabt. Außerdem fragt der Mannheimer ja sowieso wie er zum Bahnhof kommt, auch wenn alles normal verkehrt.

---

So schlecht ist das doch gar nicht gelaufen mit der 1 über die Planken. Die paar Meter kann man zum Bahnhof laufen. Fahre selbst mit der 1 von Rheinau und das ist schon in Ordnung. Die Nutzung der Bahnhofschleife war immer nervig. Entweder zuerst durch die Schleife und dann Leute rauslassen oder zuerst Leute rein und dann kommen bei der Rückfahrt haufenweise noch welche angerannt, die kein Verständnis haben, dass die Züge Richtung Schönau halt nicht nochmal halten. Und wenn doch, kostet das zusätzliche Zeit. Für diejenigen, die in die Stadt fahren und nicht zum Bahnhof sehr nervig.

@ Lokleitung: Muß jetzt aber doch mal fragen: wäre die alte 3 Oppau-Sandhofen bei dieser Baumaßnahme auch durch die Stadt gefahren oder über Ring? Oder anders gefragt: ist das diesmal ausschließlich um die LINDENHÖFER nicht zu verärgern? (eventuell bevor der erste Rentner im Rahmen der steigenden Seniorengewaltbereitschaft mit dem Stock dem davonfahrenden Zug eine Scheibe einschlägt;).)
Andernfalls wäre es schon angenehmer, nicht 7 Linien gleichzeitig durch die Planken zu schicken. Ist zu Zeiten des Lieferverkehrs ein großes Problem. Aber der Kommunale fährt ja lieber um 9 Uhr morgens!! von der "Wache" am Marktplatz zum Burger King 20 Meter weiter, um dann den Dienstwagen fleissig mit Doppelwhoppersauce vollzusauen, als sich um die halbwegs korrekte Einhaltung der städtischen Vorschriften zur Fußgängerzonenbefahrung zu bemühen *kopfschüttel*. Mer sin halt in Monnem!

von 637 - am 09.08.2009 14:03

Re: Re: Re:

Zitat
ferdifuchs
* vor 16 Jahren nicht so einen unglaublichen Schrott bestellen


Hey, lass den Schrott in Ruhe. Schrott ist für Mannheim ideal. :spos: Oder warum glaubst du nennt man die einzige örtliche Spezialität ausgerechnet "Dreck"? ;)

von 637 - am 09.08.2009 14:09
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