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Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
felix83, Hummelchen, Lokleitung, David Jung, denzil, Sandhase

Bei DSO hat einer eine Frage zu Heidelberg

Startbeitrag von Sandhase am 10.08.2009 18:22

DSO Strab-Forum

Antworten:

Genaueres

Das sind ja tolle Nachrichten :)

Das mit der neuen Steuerung habe ich mitbekommen. Aber wie sieht das mit dem NF-Teil aus? Wann wird der erste Umbau denn stattfinden? Weiß jemand im Forum hier mehr darüber?

von denzil - am 10.08.2009 19:31

Re: Genaueres

Eigentlich sollte der erste Wagen schon zum Umbau in Prag sein. Deshalb hat man ja auch nach 257 und 251 an den übrigen Wagen die Steuerungen nicht weiter umgebaut, man braucht sie ja nicht zweimal aufzureißen. Aber durch die vielen Defekte in HD kann man ja momentan eigentlich nix entbehren.

Inwiefern das mit dem Essener Muster allerdings stimmt weiß ich nicht. Nur eins weiß ich - irgendwelchen Unsinn mit EEFs gibts nicht, die Wagen behalten die Jakobsdrehgestelle.

von Lokleitung - am 10.08.2009 20:33

Re: Genaueres

Okay... wobei ein Verzicht auf die Jakobsdrehgestelle ja nicht zwangsläufig EEF bedeuten würde - man schaue nur nach Mülheim zu den dortigen M-Wagen mit Nf-Teil, oder zu den zahlreichen umgebauten Tatra-Wagen. Ebenso die T/T1-Wagen der Wiener U6 sowie die Reihe 400 der Wiener Lokalbahn und die Bonner und Düsseldorfer Niederflurwagen aus den Neunzigern. Alles keine EEF, sondern Einzelachsdrehgestelle mit Losrädern, die als ganzes vom Knickwinkel des Gelenks über ein Gestänge radial eingestellt werden. Im Gegensatz zu der theoretisch erdachten Selbstlenkung der EEF funktioniert das ja auch tatsächlich, weil es sich um ein grundsätzlich vollständig bestimmtes kinematisches System handelt ;-) Und mit einer solchen Lösung könnte man ja immerhin auch die Wagenlänge und damit die Kapazität erhöhen, da man die Hüllkurve besser ausnutzt.

Gruß,
Christian

von felix83 - am 12.08.2009 08:34

Re: Genaueres

Naja, besser ausgenutzte Hüllkurve schön und gut, komfortabel ist das System trotzdem nicht.

von Hummelchen - am 12.08.2009 09:19

Re: Eben...

...Drehgestelle sind auch in diesem Fall durch nichts (ordentliches) zu ersetzen.

Bliebe natürlich die Möglichkeit, das neue Mittelteil auf zwei ordentliche Drehgestelle zu setzen und die A- und B-Teile aufzusatteln. Würde für die Hüllkurve auch ein wenig bringen. Aber wir sprechen hier von fast 25 Jahre alten Fahrzeugen, es sollen ja auch die Kosten einigermaßen im Rahmen bleiben...

von Lokleitung - am 12.08.2009 19:54

Re: Eben...

Also der ehemalige Mühlheimer Wagen 269 ist bereits in Tschechien, man will aus ihm Teile ausbauen für unsere Niederflurmittelteile. Inwiefern das dann vor sich gehen soll/wird, ist noch ungewiss. Außerdem soll auch die Fahrerkabine etwas umgestaltet werden. (Gefunden in einem ÖPNV Forum)

MfG
David

von David Jung - am 12.08.2009 20:20

Re: Genaueres

Wobei man mit den Fahreigenschaften der von mir genannten Wagen durchaus zufrieden sein kann (abgesehen von den umgebauten Tatras, mit denen bin ich nämlich noch nicht gefahren). Und immerhin alles besser als gewisse Multigelenkfahrzeuge.......

von felix83 - am 13.08.2009 09:09

Re: Genaueres

Also ich bin in Mülheim mit so einer Kiste mitgefahren. Fahrkomfort ist für mich was anderes. Aber es gibt anscheinend auch Leute, denen das egal ist oder die damit zufrieden sind - Ich als Betreiber der Kisten würde mich schämen! Deshalb sind auch die Fahreigenschaften der Mülheimer Kisten und der GT6N für mich als Fahrgast mangelhaft.

von Hummelchen - am 13.08.2009 09:34

Re: Genaueres

Was mich bei den Mülheimer Wagen gestört hat, war, dass das Mittelteil ziemlich hart gelaufen ist. Daran ist aber die Federung schuld, die Konstruktion und Bauart der Fahrgestelle kann dafür nichts. Auch einachsige, zwangsgelenkte Losraddrehgestelle kann man mit einer komfortablen Federung ausstatten, das ist kein größeres Problem als bei normalen Drehgestellen oder sonstigen Konstruktionen. Ein Nachteil von Einachsfahrwerken liegt allerdings auf der Hand: Zweiachsige Fahrgestelle (müssen nicht unbedingt Drehgestelle sein, es reicht bei der Betrachtung, wenn sie gegenüber den Wagenkästen nicken können - also auch wie bei den Varios oder GT6N) haben, was Gleisunebenheiten oder Herzstücke angeht, eine stoßhalbierende Wirkung, was bei Einzelachsen nicht funktioniert.

Gruß,
Christian

von felix83 - am 13.08.2009 14:39

Re: Genaueres

Deshalb leiber Drehgestelle als der von dir genannte Mist.

von Hummelchen - am 13.08.2009 20:43

Re: Genaueres

Wie gesagt, mit einer gescheiten Federung lässt sich da viel gewinnen, die Fahreigenschaften lassen sich mit EEF-Gerümpel beim besten Willen nicht vergleichen, weil das EEF im Gleis herumtanzt, wie es ihm gerade passt. Das kann ein gelenktes Fahrwerk nicht. Hab's gerade wieder in Wien erleben dürfen, wie ruhig ein solches Fahrzeug laufen kann.

Nebenbei dürfte der von mir genannte Mist für die Gleise besser sein als jedes zweiachsige gewöhnliche Losrad-Drehgestell, wie es Bombardier in seine Flexity-Classic-Wagen einbaut, da ein solches Drehgestell aufgrund der fehlenden selbstzentrierenden Wirkung eines herkömmlichen Radsatzes auch auf geraden Strecken am Schienenkopf anlaufen wird (wie die nichtangetriebenen Fahrwerke bei unseren Varios und GT6N), was ein zwangsgelenktes Fahrwerk in den seltensten Fällen tun wird. Besser für die Gleise als ein Multigelenkfahrzeug ist es sowieso unbestritten. Und letztlich bedeutet Abnutzung der Gleise auch Abnutzung der Räder, was wiederum natürlich auch einen nicht zu vernachlässigenden Kostenfaktor darstellt.

Selbstverständlich ist ein Drehgestell mit herkömmlichen Radsätzen das absolute Optimum, erfordert aber wieder andere Kniffe, um es mit Niederflurigkeit zu verbinden.

Ich weiß, in dem Fall ist diese Dikussion akademisch, da die Wagen ohnehin ihre Jakobsdrehgestelle behalten werden, womit es auch keine Platzprobleme im Niederflurbereich gibt.

Gruß,
Christian

von felix83 - am 14.08.2009 08:17

Re: Genaueres

Gibt aber genug Niederflur-Drehgestellwagen. :P Vorallem die Freiburger würde vollkommen ausreichen, denn ich finde 100% NF ist absoluter Blödsinn.

von Hummelchen - am 14.08.2009 08:29

Re: Genaueres

Da muss ich Dir natürlich recht geben. Wobei es hier ja um 100% Niederflur gar nicht ging ;-)

Und bei den Freiburgern fallen auch die den Losradfahrwerken immanenten Probleme weg, weil sie keine Losradfahrwerke haben. Was den Federungskomfort angeht, sind diese Wagen allerdings nicht der Weisheit letzter Schluss, da sie relativ hart gefedert sind und vor allem höherfrequente Erschütterungen gut bis in den Wagenkasten durchdringen. Im Grunde sind die Federungseigenschaften vergleichbar mit den Heidelberger MGT6D über den Enddrehgestellen. Die Drehgestelle dürften auch baugleich sein. Ein Problem, das typisch für Stahlfederungen ist, sich aber durch zwischengeschaltete Dämpfungselemente aus Gummi o.ä. wesentlich vermindern lässt, wie man an den RNV sieht.

Auch die Darmstädter/Magdeburger Lösung ist durchaus nicht zu verachten, kommt sie doch auch ohne Losräder aus. Allerdings sind kleine Räder insofern wieder ungünstig, weil sie für die gleiche Strecke mehr Umdrehungen brauchen und sich somit auch stärker abnutzen (jeder Abrollvorgang bedingt eine bestimmte Abnutzung). Es könnte sein, dass eine Losrad-Einzelachse (mit größeren Rädern) mit vernünftig ausgelegter Zwangslenkung hier auch bessere Werte erreicht, das müsste aber erstmal jemand unter vergleichbaren Bedingungen untersuchen.

Gruß,
Christian

von felix83 - am 14.08.2009 09:03
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