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Nahverkehr Rhein-Neckar
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vor 8 Jahren, 4 Monaten
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Rastatter Kundendienst, Stefan Klein, bassemohluff, A-dot, Miriam Lenz (GT6N 5628), Sandhase, Daniel Wottringer, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Lokleitung, DaniReu91, ... und 3 weitere

Straßenbahn bleibt in den Planken

Startbeitrag von Linie 8 muss wieder her am 02.12.2009 14:51

swr.de meldet:
Die Straßenbahn wird auch künftig durch Mannheims Haupteinkaufsstraße "Planken" rollen. Das ist das Ergebnis einer Sitzung gestern Abend mit Vertretern der Stadtverwaltung, des Einzelhandelsverbands, der City-Werbegemeinschaft und der Verkehrsbetriebe RNV.

Antworten:

Ist das etwa das entscheidende Gremium?

Wohl eher nicht.

von Sandhase - am 02.12.2009 15:04

Straßenbahn in Planken - interessante Begründung

Die Straßenbahn darf nur deshalb weiterhin durch die Planken rollen,
weil sie sonst in die Fressgasse und die Kunststraße verlegt werden müsste,
und dort würde sie den Autoverkehr zu stark behindern !!!


von bassemohluff - am 02.12.2009 15:21
Einzelhandelsverbände zeichnen sich doch gerade dadurch aus, daß sie sich für das wichtigste Gremium überhaupt halten. Irgendwelche Marketing-Vereine stehen da in der gleichen Tradition. Ein solches Gremium, wie es da getagt hat, kann natürlich in seiner Gnade dem demokratisch legitimierten Gemeinderat eine Anhörung des Sachverhaltes zugestehen bzw. diesem die eigene Entscheidung zur Zustimmung vorlegen.

von Rastatter Kundendienst - am 02.12.2009 15:24

Zitat dazu:

Zitat

Der Einzelhandelsverband Nordbaden sagte gegenüber dem SWR, man könne mit dieser Lösung leben


Na, dann fragt man sich, warum er ursprünglich nicht mehr damit leben wollte.
Aber Einjeder braucht halt so seine Daseinsberechtigung

von Führerbremsventil - am 02.12.2009 19:06

Planken-Umbau insgesamt verschoben

Der MM meldet ergänzend :
[www.morgenweb.de]

Mannheim
Der Plankenumbau, die größte städtebauliche Herausforderung Mannheims der letzten Jahrzehnte, ist aufgeschoben. In einer Runde entschieden sich Stadt und Einzelhandelsvertreter dafür, mit den Bauarbeiten erst 2013 und nicht 2010 zu beginnen. Die Sanierungsmaßnahmen - geschätzte Kosten: mindestens zehn Millionen Euro - sollen dem Handel das Tor zur Zukunft weit aufstoßen und ihn gegen die Konkurrenz, etwa aus Ludwigshafen und Viernheim, feien. Eine Absage haben Stadt, Händler und RNV zudem den Plänen erteilt, die Straßenbahn aus den Planken zu verbannen. (scho)


Damit kann die Diskussion 2011 wieder von vorne beginnen !!!

von bassemohluff - am 02.12.2009 20:19

Re: Planken-Umbau insgesamt verschoben

Darum hatte man also plötzlich nichts mehr dagegen: Dann kann man nächstes Jahr seine Meinung wieder ändern und sich gegen einen Umbau stemmen und dann sagen, daß das alles so laut ist.

Ich meine, mir isses Wurst. Sollen se halt machen - Strab raus und dann pleitegehen. Noch ein Grund mehr, nicht nach Mannheim zu fahren. Wenn die das hinkriegen, dann machen die noch LU Konkurrenz. Einzelhandel zeichnet sich halt doch im Allgemeinen durch eine kaum zu überbietende Dämlich- und Kurzsichtigkeit aus.

von Rastatter Kundendienst - am 02.12.2009 20:35

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

[www.diekombiloesung.de]

Wäre aus meiner Sicht Beiderseits was getan,...
Zum einen die Bahn muss nicht aus der Stadt (Planken) und zum anderen haben Fußgänger und Anlieferer eine Barrierfreie Straße,...

:(

von Miriam Lenz (GT6N 5628) - am 02.12.2009 20:51

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

Auf der anderen (richtigen) Rheinseite ist noch ein Tunnel übrig. Vielleicht kann man den ja als Gebrauchtkauf erwerben und somit Kosten sparen...

von Stefan Klein - am 02.12.2009 21:03

Re: Das wäre doch eine Gute Idee,..

So Gammelt der Tunnel net vor sich hin, und LU hat den Weg (die will den Eh net Behalten) und kann eine Autostraße dahin Bauen (lebt sehr von Autoverkehr, deswegen ist auch die 12 Eingestellt),....
MA kann dann ein Stückchen Straßenbahngeschichte wieder Aufleben lassen,...
Zitat

Vielleicht kann man den ja als Gebrauchtkauf erwerben und somit Kosten sparen...


;)

von Miriam Lenz (GT6N 5628) - am 02.12.2009 21:17

Re: Das wäre doch eine Gute Idee,..

Da kann dann die Linie 12 durchfahren!

von DaniReu91 - am 02.12.2009 21:50

RE:

So recht geglaubt habe ich diesen Stuß auch nicht... Ich meine, wenn die wirklich beigehen und die Strab aus den Planken nehmen werden sie genau das erleben, was andernorts schon passiert ist: Die Geschäfte werden nach und nach schließen. Erst eines, dann das nächste, dann noch eines...

Und irgendwann sieht es so aus wie auf der Kurpfalzstraße: Ramschläden, Ein- Euro- Boutiquen, Leerstand...

Allein schon das Desaster mit der neuen "Pflasterung", die jetzt schon so verhunzt aussieht wie die alte...

von Lindenhöfer - am 02.12.2009 22:30

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

früher galt ja mal die Devise "Von Karlsruhe lernen heißt siegen lernen" oder so ähnlich. Aber jetzt, wo in dieser Stadt der damas an der Spitze ihrer Verkehrsbetriebe befindliche Visionär in den Ruhestand gegangen ist schickt man sich offenbar an, die woanders gemachten Fehler schnellstens nachzuholen.

Insofern bin ich ziemlich froh, wenn man in Mannheim nicht auf dieselbe Idiotie verfällt.

von Lokleitung - am 02.12.2009 22:59

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

Das ist so nicht richtig. Denn Dieter Ludwig war selbst noch der Chef der KASIG (Karlsruher Schieneninfrastrukturgesellschaft). Die KASIG wurde 2003 als 100%iges Tochterunternehmen der Karlsruher Verkehrs-, Versorgungs- und Hafengesellschaft gegründet welche wiederum eine 100%-Tochter der Stadt Karlsruhe ist. Die Planung und der Betrieb ebenjenes Tunnels obliegt der KASIG. Der Österreich-Import folgte Dieter Ludwig auch auf diesen Chefsessel.

Es ist also nicht korrekt, daß es einen Tunnel oder das Verfolgen der Kombilösung unter Dieter Ludwig nicht gegeben hätte. Man darf aber davon ausgehen, daß Dieter Ludwig das Spielchen mitspielte, weil es als nicht ausgeschlossen ansehen kann, daß man bis zum Fertigstellen des Tunnels feststellt, daß man oberirdisch immernoch Gleise braucht, aber dann über den Tunnel sehr dankbar ist weil er eine sinnvolle Kapazitätssteigerung genau dort bringt wo sie nötig ist. Das wurde in der Karlsruher Chefetage zwar nie so offen gesagt, oder gar niedergeschrieben, aber so ein gewisses Gezwitscher schallt ja immer mal durch die laue Sommernacht. Und daß angesichts der Fahrgastzahlen und der Planungen für die Zukunft zusätzliche Kapazität in der Innenstadt zweifelsohne vonnöten ist muß man nicht näher erläutern.

Auf jeden Fall war die Lösung mit einem Import nicht das, was man sich in der Karlsruher Chefetage so vorgestellt hat. So ziemlich jede Sitzgelegenheit in der Plüschetage hat nun "frische Gesäße", und es ist vermutlich nicht von Vorteil, daß zahlreiche Köpfe, die ihre Karriere ganz unten begannen und sich so langsam nach oben hingearbeitet haben, also teilweise über Jahrzehnte hinweg im Betrieb herangewachsen und mit dem Betrieb mitgewachsen sind, nun einfach woanders sind.

Aber man kann mit kleinen Füßen nun mal nicht in große Fußstapfen treten. Es bleibt zu hoffen, daß die neue Fußspur nicht in den Tiefschnee führt. Den einen oder anderen "Umweg" konnte man aber schon erkennen.

von Stefan Klein - am 02.12.2009 23:33

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

Na ja, ich habe Mr. L letzte Woche bei einer Veranstaltung in Mörlenbach erlebt.
Es ging um die Zukunft der Weschnitztalbahn Weinheim-Fürth. Er schlug die Umspurung
auf Metergleis sowie die Elektrifizierung vor. Betrieben werden soll die Linie als Stichstrecke
der Linie 5.

Ich habe da so meine Zweifel bezüglich der Ein- und Anbindung der OEG-Strecke an den Weinheimer Bahnhof.
Hybridfahrzeuge wie bei der RegioTram Kassel würden außerdem die Wäscheleine sparen.

von Sandhase - am 03.12.2009 06:07

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

So schlecht finde ich die Idee gar nicht. Von der Gleisführung wäre es schon machbar, würde ich aus dem Bauch heraus sagen. Eine "Hybrid"-Lösung hingegen finde ich unsinnig. Man schleppt dann auf der Rundstrecke immer den völlig unnötigen Diesel mit sich rum (kostet sowohl Beschleunigung als auch zusätzliche Energie) und kriegt dann wieder Probleme mit den Achslasten. Das Bißchen Strippe wäre nicht wirklich schlimm.

Das ganze weitergesponnen... Die Überwaldbahn gleich mit erschließen. *träum*
Ob wir das RBL wohl dazu kriegen, daß es dann sowas wie "S7 Fürth" schildert...?

von Rastatter Kundendienst - am 04.12.2009 01:01

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

Ob wir das RBL wohl dazu kriegen, daß es dann sowas wie "S7 Fürth" schildert...?
Selbstverständlich würde die Linie dann 5C heißen. Denn mit der Stadtbahn in die Gartenstadt, die 2 Äste hat, gibts dann eine 4 und 4A, die 5 die in Käfertal und Weinheim geflügelt würde hieße 5 wenn sie in Weinheim endet, 5A wenn sie über Weinheim und die Bergstraße nach Schriesheim fährt, 5B von Käfertal nach Heddesheim und 5C über Weinheim nach Fürth. Natürlich gibts dann auch noch die bereits existente 6 und 6A. Wenns in der Mannheimer Innenstadt bei den Straßenbezeichnungen schon so von Buchstaben/Zahlenkombinationen nur so wimmelt, dann frißt das bei den Linienbezeichnungen auch kein Brot mehr.

Achja: Mit den dann entstehenden Flügelzügen auf der 5 könnte man dann die komplette Breite Straße zustellen. Und ruckzuck haben wir auch eine Tunneldiskussion wegen der orangeblauen Wand in der Fußgängerzone und kriegen eine Kombilösung in Form eines Stadtbahntunnels in der Mannheimer Innenstadt der nur noch 5 Linien verträgt, einer schienenfreien Innenstadt zum Flanieren und selbstverständlich der dritten Rheinquerung für den Autoverkehr zwischen dem Rheingönheimer Kreuz und der B38A. Der Effekt wird sein, daß die Mannheimer Innenstadt verödet, Mannheim verarmen wird und von Ludwigshafen eingemeindet wird, weil die Rheingalerie dann der Publikumsmagnet der Metropolregion wird.

Nun im Ernst: Selbst wenn irgendjemand tatsächlich auf die Idee kommen sollte für eine Umspurung auf Meterspur Geld auszugeben, dann wirds an der Die Deutsche Bahn Bahn scheitern. Die legen lieber alles komplett still als es jemand anderem zu überlassen.

von Stefan Klein - am 04.12.2009 02:01

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

Zitat
ferdifuchs
Nun im Ernst: Selbst wenn irgendjemand tatsächlich auf die Idee kommen sollte für eine Umspurung auf Meterspur Geld auszugeben, dann wirds an der Die Deutsche Bahn Bahn scheitern. Die legen lieber alles komplett still als es jemand anderem zu überlassen.


Wenn die DB Bahn einen Stilllegungsantrag einreichen würde, würde es erstmal zu einem Europaweitem Käuferinteressenverfahren kommen.

von Daniel Wottringer - am 04.12.2009 13:52

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

Dann müßte sich jemand finden, der die Strecke zu einem von der DB - Geschäftsbereich Rückbau - festgelegten Preis kaufen will. Das wird wohl eher nicht passieren. Danach kann man nur noch argumentieren, daß doch ein Verkehrsbedarf besteht, den man dann aber selbst nachzuweisen hat (sprich, man muß die Kosten für ein Gutachten tragen, das einem wohl möglich nichts bringt). Was hat die Allgemeinheit davon? Kurz und knapp.

NIX!

von Rastatter Kundendienst - am 05.12.2009 02:41

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

Zitat
ferdifuchs
Achja: Mit den dann entstehenden Flügelzügen auf der 5 könnte man dann die komplette Breite Straße zustellen.

Südlich von Käfertal wäre aber bei 75 Metern Schluß. Und da es keine 25-Meter-Fahrzeuge (mehr) bei der RNV gibt, wären das eben zwei Sechsachser. Also auch nix neues für die Breite Straße.

von A-dot - am 07.12.2009 00:55

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

Zitat
Rastatter Kundendienst
Von der Gleisführung wäre es schon machbar, würde ich aus dem Bauch heraus sagen.

Durch die Bergstraße, wo die Schienen ja auch schon mal lagen, und dann in der Nordstadt dort wo die Bahnstrecke kreuzt halt auf die Eigentrasse ausschwenken. Voraussetzung natürlich Verlegung Luisenstraße auf die Brücke, wie es Weinheim ja eh schon seit Jahren plant.

von A-dot - am 07.12.2009 01:04

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

Ich ging davon aus, daß ich es so übertrieben dargestellt habe, daß daraus zweifelsfrei hervorgeht daß das scherzhaft gemeint war.

Aber wenn wir schonmal dabei sind:
Die RNV hat 25-Meter-Fahrzeuge. Zum Beispiel die M8C in Heidelberg.
Und rein theoretisch wäre auch ein Zugverband aus einem RNV6 und einem RNV8 im Rahmen dessen was die BOStrab erlaubt. Das wäre dann schon etwas neues.

Interessant ist dann nur noch die Frage wie man den RNV8 dann in Weinheim flügelt...

Ohnein, ich fang ja schon wieder an - lassen wir das besser...

von Stefan Klein - am 07.12.2009 04:44

Re: Wieso macht man es nicht wie in Karlsruhe???

Flügeln geht ganz einfach, ruckzuck, störungsfrei und vollautomatisch, wie wir unlängst lesen durften. :D

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 07.12.2009 09:34
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