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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Eisdebahn, Tw237

[Lodz/Oberschlesien] Polen im Herbst (mB) (Teil 6)

Startbeitrag von Tw237 am 21.10.2011 22:22

Heute wird es Zeit für den sechsten Teil des Reports "Polen im Herbst", der den ebensovielten Tag der Reise beschreibt.


Vorweg möchte ich meine Freude darüber ausdrücken, dass erweiterte Reiseberichte immer öfter zur Anwendung kommen. Dies zeigt auch den wenig beschreiben Charakter der PI(e)SA-Studie. Denn es sind insbesondere die in PISA schlechten nördlichen Bundesländer gewesen, die sich lernbereit gezeigt haben und in kompetentem Maße ihre Berichte an die Standards des Kurpfälzer Modells angepasst haben.


Jetzt aber zur eigentlichen Story zurück:



Wir machten noch ein ausgiebiges Frühstück. Da alles schon soweit verstaut war, wieder ein Bild aus dem Archiv



Beim Warten auf die Bahn zum Bf. Kaliska, den die Nazis mal kreativerweise "kahlischer Bahnhof" nannten, holte ich den Foto doch mal raus.



Am oben genannten Bahnhof angekommen, machten wir noch ein Lodz-Abschiedsfoto und begaben uns dann auf den Bahnsteig, wo auch schon Bald unser Zug eintraf.




Jaja, es war schon früh am Morgen.





Da war er dann auch schon, so ziemlich pünktlilch eingetroffen.






In diesem bestens klimatisierten Abteil sollten wir die kommenden Stunden verbringen.





Da die Fahrt sich doch etwas länger gestaltet hatte, mussten wir zu unserem Notnagel greifen.




So zehrte ich meine Notfallreserve in Form einer Luftbläschenschokolade auf



Die Lokleitung zehrte von einem XXL-Schokoriegel, der uns auch darüber aufklärte, wie User Tooffi zu seinem Nickname kommt.





Zwischenrein auch nochmal ein Blick ins Freie. Eine Straßenbahn in Tschenstochau konnten wir vom Zug aus leider nicht sehen.









In Katowitz angekommen, begrüßte uns diese suße kleine DiLo mit den beiden sußen Anhängern, Kussi und Bussi, die nach den beiden Robbenbabys im Soester Zoo benannt sind: [www.youtube.com]










Mein erstes Foto einer Oberschlesischen Straßenbahn.





Da wir noch kein Ticket hatten und nicht genau wussten was in welcher Straße fährt und so suchten wir unser Hotel erstmal zu Fuß auf.





Hier ein Blick in unser Hotelzimmer





Sogar die Bestuhlung war mit einem Hygieneschutz versiegelt.




Nachdem das Hotel bezogen war, kauften wir uns ein Ticket um erstmal in die Stadt zu fahren.






Hier begegnet uns einer der neuen P-Wagen aus Frankfurt, der optisch mit dem Verlust seines MVV-Odolanstrichs deutlich gewonnen hat.






Am Rynek konnten wir feststellen, dass Niederflur wohl auch auf polnisch so heißt.











Ach am Rynek sehen wir diesen Alstom/Konstal NieFlu-Tw aus dem Jahr 2001. Was insbesondere dem Tw17 gefallen düfte ist, dass man die 17 ursprünglich silbernen Wagen in Verkehrsrot umspritzt. Auch wenn sie von außen recht hübsch aussehen, sind die Wagen von ihrer Innenraumgestaltung eine Absolute Katastrophe.
Selbst ein Konstal-4-Axa mit 1+1-Bestuhlung dürfte mehr Sitzplätze bieten.





Wo wir schon bei Konstal sind, hier haben wir einen, der vor Theater den Rynek überquert.







Auch Busfreunde kommen voll auf ihre Kosten. Ich habe noch nie irgendwo so viele Ikarusse rumfahren sehen wie dort.







Dieser Renn-Ikarus mit Sportfahrwerk legt sich am Rondo elegant in die Kurve.





Eigentlich hatten wir vor erstmal si Richtung Bedzin zu fahren....







... doch dann kam der Museumkonstal im Originalzustand von 1975, der eben mal auf Linie fuhr. Das wollten wir uns natülich nicht entgehen lassen.






An der Endstelle am Betriebshof in Chorzow, der Stadt seiner Geburtsstätte trifft er auf einen gummibereiften Spielkameraden.








Da wir schonmal da waren, haben wir uns auf dem Hof noch etwas umgesehen. Leider sind die erhaltenswerten Wagen 7 und 8 nicht gerade in einem guten Zustand.

Nebendran lukt ein in Leichensäcke eingehüllter Frankfurter P-Wagen. Das liegt wohl weniger an der unmöglichen Odollackierung, mehr daran, dass die Front unfallbedingt fehlt. Nehme mal an, er kam schon so dort an.





Der folgende 13er bog schon in die Betriebshofseinfahrt ein um dort zu wenden.






Auf dem Weg zurück in die Stadt kam uns 593 entgegen.


Immer wieder wurde Oberschlesien als der absolute gammel-Betrieb dargestellt. Wir haben natürlich nicht alles gesehen, müssen aber einräumen, dass die Strecken teilweise in gutem Zustand sind und im Vergleich zu anderen Städten, z.B. Lodz, sind auch die schlechten Stellen noch ok. Besonders schnell ist man leider natürlich selten.
Die Fahrzeuge befinden sich durchgehend in einem guten und gepflegten Zustand. Da scheint sich, wenn ich da an einen SM-Report aus dem jahr 2001 denke, muss sich da wohl einiges getan haben.


Was Deutschland angeht kann man einige Vergleiche ziehen. Z.b. mit dem Ruhrgebiet. Nur sind die vergangenen 70 Jahre dort etwas anders(ter) verlaufen. Im Gegensatz dazu hat man es aber schon vor einer Weile gepackt alles mal auf eine Spurweite zu bringen.
Anstatt irgendwelche aufwendigen U-Bahn-Tunnels in den Städten zu bauen, die man dann mit Mini-Strabs befährt, weil man mit Verlassen der Tunnelanlage eune Infrastruktur auf dem Stand der Kaiserzeit vorfindet, hat man überall mal Eigentrassen gebaut und gar nix gemacht. Das dürfte trotzdem die bessere Ausgangsbasis sein.

Wenn man den Vergleich mit Rhein-Neckar nimmt, fällt auf, dass man auch dort einen Zusammelschluss von ehemals eigenständigen Unternehmen hat. Ist halt nur schon 70 Jahre her oder so.
Man könnte meinen, dass Katowice, wo eigentlich alles ab besten ist MA entspricht. Bytom mit seinen etwas unkoordinierten Verkehrsführungen HD.
Mit etwas Überland zwischendrin, hat man noch Gliwice. Das entspricht dann natürlich LU. Im Gegensatz zu LU, hat es die Gleiwitzer Stadtregierung schon geschafft, sich von der ungeliebten Straßenbahn zu trennen.





Mit der 7 fuhren wir nach Szopience, wo in der Endschleife ein bei MPK Lodz modernisierter 4axa steht. Die Chopperwagen laufen beeindruckend gut. Nur der Chopper brummt etwas sehr.



Kurz vor der Endstation wird die PKP-Strecke in einem eingleisigen Tunnel unterfahren.





Wie man schon erkennen konnte, wurde es so langsam trüb. Also erstmal was trinken gehen...



Das Essen nahmen wir gleich am selben Ort ein. Mit Blick auf den Wolnosci konnten wir die vielen kleinen 4-ax-solo-Züge beobachten, die in dichtem Abstand vorbei rollten. Sehr beeindruckend...
Extra auf Wunsch der Lokleitung habe ich das Essen mal mit Blitz geknipst. Ich finde jedoch, dass es ohne Blitz, s. Bier, etwas geschmeidiger wirkt. Was meint ihr?




Hier sehen wir wie nebenan der neue Katowitzer Hbf. entsteht, und das im Schichtbetrieb!






Wir liefen noch etwas durch die Stadt und checkten die vielen Fußgängerzonen, bis wir diesen Nachtisch einnehmen konnten.





Ohne zu wissen, dass wir in diesem Jahr das letzte mal im Freien sitzen sollten, orderten wir nach.



alla hopp

das wars dann mal wieder. Demnächst folgt Teil 7.

Antworten:

Wieder sehr schöner, lebhafter Bericht!

Und bleib bei ohne-Blitz! Die Bilder werden viel schöner und geschmeidiger.

:cheers:

von Eisdebahn - am 23.10.2011 07:59
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