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Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 6 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Vetter 16SH, Lokleitung, Fabegdose, Führerbremsventil, pfaffengrunder, bassemohluff

Dienstagmorgen: Straßenbahnstörung in Heidelberg

Startbeitrag von bassemohluff am 07.02.2012 06:48

Kurpfalzradio (und andere) melden :

Heidelberg - 6:30
Straßenbahnen kommen zu spät

Wegen eines Stromausfalls konnten heute Morgen keine Straßenbahnen aus dem Heidelberger Betriebshof fahren. Dadurch kommt es zur Stunde noch zu Verspätungen im Berufsverkehr, sagte eine Sprecherin der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH. Ursache sei ein technischer Defekt in einem Unterwerk gewesen. Inzwischen ist der Schaden behoben und die ersten Bahnen rücken aus. Frühestens um 7 Uhr können die Straßenbahnen wieder planmäßig fahren.

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Heidelberg - 7:30
Straßenbahnen kommen zu spät

Ein Stromausfall hat heute Morgen den Straßenbahnverkehr in Heidelberg komplett lahmgelegt. Grund für die Störung war ein technischer Defekt. Erst vor einer knappen Stunde konnten die ersten Straßenbahnen das Depot verlassen. Bis der Verkehr auf allen Linien wieder planmäßig läuft, wird es noch eine knappe Stunde dauern, so eine Sprecherin der RNV gegenüber Kurpfalz Radio. Unter anderem fährt die Linie 21 von Handschuhsheim über den Hauptbahnhof zum Bismarckplatz noch gar nicht, die Linie 23 nach Leimen nur lückenhaft.

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Beim VRN ist zu lesen :

07.02.2012 - 7:30
Heidelberg: Behinderungen und Verzögerungen im Straßenbahnverkehr wegen Stromausfall in Heidelberg

Wegen eines Defektes am einem sogenannten Unterwerk ist die Stromversorgung der Straßenbahnen beeinträchtigt. Es ist daher mit Behinderungen und Verzögerungen im Heidelberger Bahnverkehr zu rechnen.
Über die Dauer der Beeinträchtigungen gibt es noch keine Informationen.

.

Antworten:

Morgenweb meldete gerade:

Heidelberg: Überlastung war Grund für Stromausfall bei RNV

07.02.12, 14:00
Heidelberg. Der Stromausfall in einem Unterwerk in Heidelberg, der heute Morgen zwischenzeitlich den kompletten Straßenbahnverkehr lahmlegte, ist auf eine Überlastung des Stromnetzes zurückzuführen. Wie eine Sprecherin der Rhein Neckar Verkehr (RNV) GmbH auf Anfrage erklärte, könnte die Überlastung durch das Vorwärmen der Bahnen verursacht worden sein. "Wir haben diese Vorgehensweise unseren Kunden als Service anbieten wollen, damit sie nicht in einer kalten Bahn sitzen müssen. Dass es vermutlich dadurch zu den Ausfällen gekommen ist, tut uns natürlich besonders leid", sagte die Sprecherin. Durch den Stromausfall waren sämtliche Bahnen zunächst nicht fahrbereit und mussten alle einzeln wieder aufgeladen werden. Um 6.15 Uhr fuhr das erste Fahrzeug aus dem Betriebshof - eigentlich beginnt der Betrieb der Heidelberger Bahnen bereits um 4 Uhr morgens. Damit es morgen nicht zu einem ähnlichen Szenario kommt, hat die RNV im Unterwerk einen technischen Bereitschaftsdienst installiert. (rüo)

von pfaffengrunder - am 07.02.2012 13:57
"Die Bahnen mußten einzeln aufgeladen werden..."

Ich stelle mir das gerade bildlich vor...

von Führerbremsventil - am 07.02.2012 18:37
Wie kann das sein, das die Batterie leer wird? Speist sie etwa auch die Heizung? Und was hat die HSB in den letzten Hundert Jahren gemacht um die Fahrzeuge aufzuheizen? Es kommt mir schon ein bisschen dilettantisch vor, was hier passiert ist.

von Vetter 16SH - am 08.02.2012 18:54
Das war nicht der erste und sicher auch nicht der letzte Stromausfall. Und ich nehme mal an, dass "Überlast durch Heizungen" ein Erklärungsversuch für die Ursache des Ausfalls war.

Aber man verwechsle nicht Ursache und Wirkung: Wenn eine Batterie nicht geladen wird, die an diese Batterie angeschlossenen Verbraucher ohne Versorgung durch einen Umformer weiter eingeschaltet bleiben, dann entlädt sie sich. Da braucht man bei "modernen" Stadtbahnwagen keine Heizung, da reichen schon die diversen Nebenbetriebe oder die Beleuchtung. Und je nach Batteriekapazität dauerts zwischen 30 und 90 Minuten, und die übriggebliebene Niederspannung reicht nicht mal mehr, um die Haltebremse zu lösen. Dagegen hilft nur das rechtzeitige Abrüsten der Fahrzeuge. Dann kühlen sie halt aus und werden nicht mit RBL-Daten geladen. Aber die Batterie bleibt intakt.

Wenn man's dann aber erst bei der ersten ausrückenden Bahn bemerkt, dass der Strom lange weg war, dann ists zu spät. Möglicherweise hat es ja dann die eine oder andere Fahrzeugbatterie überlebt, aber nach Murphys Gesetz sind das dann die Wagen, die igendwo zwischen den defekten Zügen eingesperrt sind.

von Lokleitung - am 09.02.2012 08:42
Das ist nun endlich mal eine plausibel klingende Erklärung für das Desaster, welche ich auch technisch verstehe. Und nicht wie das aus Halbwahrheiten bestehende Geschwafel aus der RNZ.
Ich kann mir auch gut Vorstellen, das Moderne Triebwagen mehr Strom verbrauchen für die Nebenaggregate sowie auch für die Heizung. Ich verstehe jedoch nicht warum die Heizung und Nebenaggregate von der Batterie gespeist werden. Ich dachte die ist nur für die Notfallsysteme, wie Beleuchtung, Steuerung und Bremse. Dann ist mir natürlich auch klar das die Batterie nach 30 min. leer ist.

von Vetter 16SH - am 09.02.2012 09:39
Heizungen werden nicht aus der Fahrzeugbatterie, sondern durch Netzspannung 750 V gespeist. Der Zeitungsbeitrag soll wohl darstellen, dass die über Nacht laufenden Heizungen (an sich nichts ungewöhnliches) zur Überlast geführt haben und damit das Unterwerk zum Abschalten gebracht haben sollen. Kann ich mr persönlich kaum vorstellen, vielleicht ist noch irgendwo ein kleiner Kurzschluss dazugekommen - aber das ist eine Vermutung.

Alles, was irgendwie drumherum läuft - Lüfter für die Umrichter, Klimasteuerung, Luftpresser, Bremsen, Licht und Türen laufen auf der Niederspannung.

Einen OEG-Rastatter mit intakter Batterie, bei dem die Bremsen mit Luft, die Türen von Hand und die Innenbeleuchtung und der Kompressor mit Netzspannung funktionieren, kann man locker drei bis vier Stunden ohne Ladung durch den Umformer betreiben. Für die Sifa und die Scheinwerfer reichts dann immer noch. (Erfahrungswerte ;-)) Moderne Fahrzeuge eher nicht. Da brauchen die Türen und das lösen der Bremsen die meiste Energie. Dafür ist der Rastatter sofort am Ende, wenn der Kompressor ausfällt.

von Lokleitung - am 09.02.2012 10:21
Eben das klassische Problem bei Stromausfall.
Vor allem bei Batterien, die die besten Jahre hinter sich haben oder aus Kostengründen mit etwas geringerer Kapazität ersetzt worden sind, reichen sehr wenige Türbetriebsvorgänge zum Zusammenbruch bzw. sie sind nach einer Viertelstunde nur vom Licht am Ende.
Ich kenne das nur so, daß man die Batterie aber nicht ausschaltet, sondern wegen dem Funk eben wartet ...
Beim Altbaudüwag ohne Federspeicher konnte man notfalls auch ohne Batterie weiterfahren, aber das habe ich nie erlebt/gehört/gesehen ;)

von Fabegdose - am 10.02.2012 09:08
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