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Nahverkehr Rhein-Neckar
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vor 5 Jahren, 10 Monaten
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Tw237, Das Biergleis, Fabegdose, Sandhase

Wunderbar mit DeuLaPa - Teil 15: Die Bahnen in Prag mit Besuch im dortigen Verkehrsmuseum sowie dem knallharten Skoda 15T (ForCity)-Testbericht - aber nur ohne Fahrrad und Pistole(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 03.09.2012 10:23

Prag, Tag 2



Der zweite Tag in Prag begann mit einem Frühstück im Hotel.





Gut war der Aufzug, der zwar eine Außentür hatte, die man von Hand aufziehen konnte, jedoch keine Innentür. Man konnte so die Wand an sich vorbeifahren sehen.
Der Aufzug mit den Maßen 1x1 m war für 250 kg oder 3 Personen inkl. Gepäck ausgelegt. Die 250 Kg. Füllten wir allerdings auch ohne Gepäck schon ziemlich gut aus.





An der nahegelegenen Straßenbahnhaltstelle bestiegen wir die Bahn zum Verkehrsmuseum, das uns noch empfohlen wurde.





Aus der Bahn heraus sahen wir diesen Skoda 15T, auch ForCity genannt, der gerade die Moldau überquert hat.
Auch wenn die Verjüngung nach oben hin etwas gewöhnungsbedürftig wirkt und die Drehgestellverkleidungen einen klapprigen Eindruck machen, handelt es sich um den so ziemlich besten Niederflurwagen, den ich kenne.
Er verfügt über zwei Laufgestelle unter den Gelenken und ein Triebgestell unter dem Führerstand bzw. dem Heckgeschränk. Dadurch wird nicht nur eine 100%ige Niederflurigkeit erreicht, sondern auch eine perfekte Hüllkurve erzeugt, wie man sie nur von Multigelenkern kennt.
Wenn der ICE ForCity meterspurig wäre, würde es mich freuen, ihn mal in Mannheim fahren zu sehen.
Der Innenraum lässt eine freie Platzeinteilung zu, wie man sie selbst von dafür optimalen Multigelenkern nicht kennt, da alles komplett geschränk- und podestfrei auskommt.
Der einzige Nachteil ist, dass der relativ lange Gelenkdurchlass nur unwesentlich breiter ist als bei den an dieser Stelle bestuhlten RNV-Bahnen.
Dies sollte im Vergleich zu diesen jedoch kein Nachteil sein, da der ForCity auf die gleiche länge statt 3 bzw. 4 Türen ganze sechs breite Doppeltüren zulässt.
Ich habe noch kein Fahrzeug erlebt, das einen derart schnellen Fahrgastwechsel gewährleistet, allerhöchstens mit mittelmäßig ausgelasteten Metrosystemen zu vergleichen.
Die Fahrt in einem dieser Fahrzeuge verläuft einfach nur ruhig und sanft. Je nach Fahrer ist auch hier wie bei den meisten modernen Wagen ein weitestgehend ruckfreies Anfahren und Bremsen möglich.






Kurz darauf erreichten wir den Betriebshof, in dessen Anschluss sich das Museum befindet.
Doch leider hatte das Museum ungemäß unserem Tippgeber nur SA und SO geöffnet, jedoch nicht unter der Woche!





Auf Weisung des örtlichen Personals war es uns jedoch möglich in einer Kindergarten- oder Grundschulgruppe unauffällig unterzutauchen, was uns ohne weiteres gelang.
So sind wir ins Museum gekommen.






Blick auf zwei alte Prager Obusse von Skoda bzw. CKD, die an die längst vergangene Prager Obus-Zeit erinnern.





Das ist mal ein Sommerwagen!






Der Tatra T1! Nicht nur eines der schönsten Fahrzeuge, die ich kenne, sonder auch der Urvater von allen modernen Tatra-Wagen, Baujahr meine ich 1951






Ihm folgte der etwas bulligere T2





Dieser Wagen wurde als Salonwagen direkt gebaut.





Hier sehen wir einen Schörling-Schleifwagen, der dem Hamburger recht ähnlich sieht. Er kam aber offenbar als Neuwagen in den 60ern nach Prag.








Und hier der bereits erwähnte UHW, der ebenfalls als Neuwagen 1966 nach Prag kam. Westmaterial mitten im kalten Krieg vom Klassenfeind importiert…





Mit diesem formschönen Mitteleinstiegswagen, der wohl ähnlich dem Peter-Witt-Prinzip funktioniert haben muss, schließe ich den Rundgang ab.
Alles zu zeigen wäre etwas viel geworden. Das Museum bietet neben vielen weiteren sehenswerten Straßenbahnen nun Bussen auch noch zahlreiche Infotafeln und Modelle. Am Eingang gibt es einen kleinen Museumsführer dazu, der auf Tschechisch, Englisch und Deutsch erhältlich ist.





Ein T6-Zug macht sich auf den Weg in die Innenstadt






Ihm folgt dieses T3-Doppel






Äußerst gelungen finde ich diesen Nieferflurumbau. Und da er sehr häufig zu sehen ist, schließe ich mal darauf, dass es schneller geht als so manch anderer Niederflurumbau der gerade in Tschechien durchgeführt wird ;-)
Zudem handelt es sich hier in meinen Augen um eines der wenigen gelungenen Farbkonzepte mit Silber.






Hin und wieder sieht man auch einen gemischten Verband.





In der Prager Downtown besonders interessant sind die Durchfahrbuden.





In die Gegenrichtung wieder ein 15T





Die Linie 10 endete baustellenbedingt in einem sonst nicht genutzten Wendedreieck in der Innenstadt.
Hier sehen wir einen Skoda 14T, ein Muligelenkfahrzeug, das durch sein sog. Porsche-Design Aufsehen erregte. Das Fahrverhalten der nur 60% NieFlukiste ist mit dem der GT6N vergleichbar, eher noch etwas härter.




Im anderen Flügel wartete dieser Tatrazug auf Abfahrt.






Unweit des Dreiecks fanden wir diese Bude, die frei Übersetzt wohl so was wie „Biertankstelle“ heißen muss. Für 2-4 Euro p.P. wurden wir gut satt.




Auf dem Weg zur nächsten Metro machten wir noch einige Bilder von Tatras:









Auf dem Weg zur Metro runter musste erst mal die Steigung der Rolltreppe mittels BlaPad gemessen werden.




Am Bahnhof Helesovice verließen wir die Metro wieder.






In diesem Kopfbahnhof herrschte ordentlich Betrieb.





Anschließend zurück in die Stadt






In einem Lebensmittelgeschäft sahen wir diese schöne Modellbahn. Von wegen mit Essen spielt man nicht…





Da wir noch Briefmarken besorgen mussten, führte uns unser Weg auf die Post.
Wer hätte auch damit rechnen können, dass man die Pistole nicht mit auf die Post nehmen darf. Foto auch nicht. Mist.





Anschließend fuhren wir noch mal an den Pendelverkehr.
Die Wagen sind auf beiden Seiten mit einem Fahrer besetzt und fahren an der Endstelle direkt wieder ab. Die Baustelle befindet sich zwar erst hinter dem vier Haltestellen umfassenden Pendelstück, der MIV wurde wegen der in einer Richtung Links verkehrende Bahn in einer Richtung ausgesperrt.









Wir fuhren noch etwas Strab…





… bis wir diese Wendeschleife im Grünen erreichten.













ForCity beim überqueren der Moldau.





Ein Tatrazug bahnt sich seinen Weg durch die Touris.





Mit der Prager Version der Heidelberger Bergbahn unternahmen wir einen kleinen Ausflug zur Aussicht.




Ein letzter Blick auf die Bergbahn, dann machten wir uns zu Fuß wieder auf den Weg nach unten….





….denn es war so langsam wieder Essenszeit.

Antworten:

Mehr Comics bitte! :)


P.S.:
Weiß grad nicht, welche Tatravariante häßlicher ist, aber sie liegen nicht weit auseinander.
Gleichwohl erfüllen sie ihren Zweck.

von Fabegdose - am 03.09.2012 13:48
Die Sprechblasenbilder sollten meines Erachtens RNLF-Standard werden.

von Tw237 - am 03.09.2012 15:32
Gibts da sowas wie einen Sprechblasen-Generator?

von Das Biergleis - am 03.09.2012 16:28
Leider wird nicht jeder User ein geeignetes Programm zur Sprechblasengenerierung haben.
Eine Sprechblasenfunktion in der Leiste über dem Texteingabefeld wäre mal eine sinnvolle Verbesserung :spos:

von Fabegdose - am 03.09.2012 16:43
Sprechblasengenerator an sich als Programm gibt es m.W. nicht.

Ich mache das immer in Paint. Das neue Paint (Windows 7) hat aber eine Sprechblasenfunktion, wie ich neulich am Notebook meines Vaters festgestellt habe.

Für alle die wie ich nur das alte paint (Win 98/00/XP/Vista) haben müssen das noch mit Liebe von Hand machen.

Denkblasen sind denkbar einfach. Du öffnest dein Bild in Paint (ist bei Windows immer dabei) und wählst das Zeichenelement "Ellipse". Füllfarbe weiß, Linienfarbe schwarz. Linienstärke kann man sich raussuchen.
Dann wählt man die Textfunktion aus, klickt in die Sprechblase und trägt seinen Text ein. Das Textfeld muss man dann entsprechend ziehen. Über die Formatsymbolleiste, die man ggf. über "Ansicht" einschalten muss, kann man Schriftart und -größe bestimmen.

fertig!


bei Sprechblasen muss man, sofern man kein neues paint hat, ein Dreieck (funktion Vieleck) in die Sprechblase setzen und die überlappenden Konturen mit der Freihandmalfunktion wieder entfernen. Und dann weiter wie oben beschrieben.


So, jetzt probierts alle mal aus.
ggf. kann ich bei besonders hohem Interesse mal eine Bebilderte Anleitung machen, die die Lokleitung oben dann als "Wichtig" anpinnt.

Ober wir machen mal einen Sprechblasenworkshop in der Au.

von Tw237 - am 03.09.2012 19:31
Das mit dem Workschopp klingt gut.

von Das Biergleis - am 03.09.2012 21:58
ok, dann bringe ich zum IGN-Stammtisch am 14. den Laptop mit und wir machen einen Arbeitsladen.

von Tw237 - am 04.09.2012 08:56
Zitat
Tw237
Auf Weisung des örtlichen Personals war es uns jedoch möglich, in einer Kindergarten- oder Grundschulgruppe unauffällig unterzutauchen, was uns ohne weiteres gelang.


Passt irgendwie!

von Sandhase - am 04.09.2012 17:56
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