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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Wunderbar mit DeuLaPa - Teil 20: Ein kleiner Abstecher ins Ruhrgebiert mit Duisburg,Mülheim,Oberhausen und Essen. Kein Essen in Essen, dafür ein Bericht mit ordentlich Bums dabei (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 11.09.2012 12:44

Heute kommt ein Bericht aus dem Ruhrgebiet – Ein Bericht mit ordentlich Bums am Ende. Aber seht selbst.






Hier sehen wir die User Fahrgastwunsch und M-Wagen im Speisewagen unseres ICE, den wir bis Duisburg nutzten.





Vom dortigen HBF liefen wir fotografierend bis zur Mülheimer Stadtgrenze, wo wir einen Fahrschein lösten.






Dabei gesellte sich auch eine Katze streckenweise zu uns.






Nächste Station war der ehm. Meterspurbetriebshof an der Normalspurstrecke in Speldorf.
Dort steht als Denkmal ein optisch entschärfter Stuttgarter Wagen, wie sie Mülheim in den 70ern von dort gebraucht übernommen hat.







Auf mit dem CDU-Wagen in die Stadt. Die neuen Scheinwerfer entstellen die Wagen schon etwas.





Hier fädelt der TW in das Meterspurnetz ein, um in den tollen neuen Tunnel zur Stadtmitte zu gelangen.





Am anderen Abzweig fahren die M-Wagen zur Decoderbude in Uhlenbusch.






Der hier zu sehende Abschnitt ist auch stilllegungsgefährdet und wird stellenweise nur im Schritttempo befahren.





An anderen Stellen fahren Mülheims Bahnen dann auch wieder zügiger. Nur beim scharfen Bremsen sollte man etwas Acht geben.





Schätzen wir doch mal, wie unser TW 204 hier, die schönen Seiten Mülheims…







An einem Postkartenstand fand ich diese Postkarte, die umgehend vielfach in die Heimat geschickt wurde.







Kurz vor der Stadtmitte begegnet uns dieser MGT6D, der sich als Oberhausener Wagen in grün von den gelben Mülheimern abhebt. Jedenfalls beides schöne Lackierungen.





Ein baugleicher Mülheimer Wagen in Oberhausen vorm HBF, wo man seit 1996 wieder Straßenbahn fährt.





selbiger bei seiner Fahrt nach Mülheim. Wir fuhren allerdings mit der S-Bahn nach MH-Styrum, um dort die ebenfalls stilllegungsgefährdete Strecke zur Friesenstraße aufzusuchen.





Auf der trotzdem frisch sanierten Strecke begegnet uns ein M6 kurz vorm Bahnhof






An der Endstelle hieß es Ankunft=Abfahrt. Aber Danke noch mal an den Fahrer, der wartete, bis wir unser Bild hatten.






Brückenbild mit Gutselbahn





Eine Brücke nebendran sehen wir einen aus OB kommenden Wagen. Da diese Brücke saniert werden muss und man bei denen noch nichts von Inselbetrieb oder Behelfsbrücken gehört hat, ist OB demnächst für einige Jahre tramfrei.






M6 auf der 104.





Wir stiegen ein und hörten, was die Leute darin so zu sagen hatten.







Wir sind durchgefahren zum Hauptfriedhof, wo im Hintergrund (von der Bahn verdeckt) die stillgelegte Strecke zum Flughagen hat.




Die zweite Strecke zum Friedhof über das Kahelbachviertel sind wir dann abgelaufen:



















FDP-Bestattungen: Im Falle der Straßenbahn bekommt das in Mülheim wie schon in manch anderer Stadt zuvor eine ganz neue Bedeutung…






Weiter gings zum HBF, wo wir in der Stadtmitte umstiegen. Diesen „zukunftsweisenden“ Tunnel hat man erst 1998 eröffnet. Heute gehen schon so langsam die Lichter aus…





Unser User M-Wagen fand es schon rech spät und wollte den nächsten Zug nehmen. Der Plan vorher noch eine Tüte der geliebten Pommes zu genießen zerschlug sich aber….






Wir beide machten dann noch einen Schlenker durch die Stadt.
Es stand ja irgendwann mal im Spiegel, dass gemäß einer Studie die Leute eher tätowiert seien, je niedriger ihr Einkommen ist. Wie inzwischen das Rauchen also eher ein Unterschichtsphänomen.
Aber dass man da schon auf „Alttatoos“ (=gebrauchte?) zurückgreifen muss, ist schon etwas schockierend. So weit hat es die Schuldenkrise schon getrieben…






Oberhausener Zug beim Umsetzen am Kaiserplatz





Wir fuhren dann in einem B-Wagen weiter nach Essen. Steffi ist jedenfalls auch hier bestens bewährt in Sachen Ansagen.



Wir hatten dann noch etwas Hunger und auch nicht mehr sehr viel Zeit. Also suchten wir etwas zu Essen, was in Essen ja kein Problem darstellen sollte. Dachten wir.





Nachdem ich letztes Mal die Hässlichkeit dieser Stadt am Bahnhofsumfeld feststellen musste, so kann ich mit Blick in die FuGäZo sagen, dass es doch recht nett ist.
Nur mit dem ÖPNV eben etwas schlecht erschlossen.
Zu Essen fanden wir übrigens auch nichts, weshalb wir uns auf den SpeiWa einigten.






Dies wird hier auch deutlich. Also nicht das mit dem Essen, sondern das mit der mangelnden ÖPNV-Erschließung.
Da hat man schon aufwändige Tunnel gebaut, aber dann um die Stadt herum, als drunter durch.
Von jedem Parkhaus aus ist man schneller in der Stadt. Nicht gerade ein Argument für ÖPNV-Nutzung.





Zentraler Haltepunkt, wie der PAP bei uns ist der Porscheplatz.
Wer denkt, dass das für eine der wichtigsten Haltestellen im Netz etwas wenig einladend wirkt…






….der sollte sich mal die vollends verschissenen Treppenabgänge ansehen, die den ÖPNV-Nutzer jedes Mal aufs Neue von der PKW-Nutzung überzeugen sollen, so scheint es.






Anschließend noch eine kleine Testfahrt mit de optisch recht schönen Essener NiFlu-Fahrzeug, das auch noch löblicherweise ein Drehgestellwagen ist.

doch man sollte sich auch überlegen, welchen Preis man dafür zahlt. Und der ist in diesem Fall einfach zu hoch, wenn man sich die Einschränkungen ansieht. Schließlich ist in Essen ja auch alles nur 2,3 m breit, da man das ganze Geld nur in irgendwelche unsinnigen Tunnel gepumpt hat und die Außenstrecken noch auf dem Stand der Jahrhundertwende sind :-P





Die Durchgänge sind viel zu eng und behindern selbst bei geringer Auslastung den Fahrgastfluss massiv.






Zudem sind nur 3 Türen vorhanden, die noch durch diese wunderbaren Stangen „ergänzt“ werden.


Ich hoffe für die nächste Mannheimer Generation zwar auf einen Drehgestellwagen, wie z.B. den Skoda 15T, aber so was wie das hier bitte nicht!







Die restliche Zeit bis zur Abfahrt des Zuges verbrachten wir in der DB-Lounge.





Im SpeiWag gab es dann einen Salat. Der letzte. User Fahrgastwunsch wurde auf Köln vertröstet, bis die Vorräte wieder aufgefüllt werden.



Doch dann machte es BUMS… und der Zug kam abrupt zum Stehen.
Mein erster Gedanke war „Das war die SiFa“.

Dem war aber nicht so. Und nach einiger Standzeit kam die Info „Wir haben etwas überfahren, wissen jedoch noch nicht was und müssen erst das THW und einen Rettungswagen abwarten. Dann werden die letzten 2 Km Strecke abgelaufen“

Die Mitropaschaffnerin meinte noch „Hoffentlich war es nur ein Tier und kein Mensch“. Mein Gedanke war nur „kommt auf den Menschen an“.


Nachdem dann festgestellt wurde, dass es ein Mensch war, musste abgewartet werden, bis das ganze Aufgebot am Ort des Events eingetroffen war.








In Langenfeld, wo es der Zug mit der Spitze gerade noch in Bahnsteighöhe brachte, wurde der Zug dann evakuiert. Ich habe dies natürlich mit der Kamera festgehalten.






Währenddessen erklärten die 3 Warnweste Chefs dem Blaumann den Stand der Dinge.
Ich war so frei das ganze etwas künstlerisch zu ergänzen, da eigentlich nix zu sehen war, außer dass der ICE an einem Auge schielte.
Die Bugklappe war schon in Essen offen.

Edit@Regenleisten 305: Da habe ich um des Friedens willen mal die Leichenteile überdeckt. Eine unbegründete Herausnahme des Bildes mit der Klappleiter halte ich für unangebracht, da es einen normalen Betriebszustand im Eisenbahnwesen darstellt.










Bis dahin hatte auch ein Kölner Subheini einige Busse angekarrt um die Leute weiter zu bringen.
Da saßen wir dann in einem muffeligen Reisebus. Der Aufforderung der Schaffnerin doch bitte die Klima einzuschalten folgte der Fahrer widerwillig mit den Worten „Muss das sein“.

Es wurde dann quasi damit gedroht, dass man in der Kiste bis Stuttgart fährt mit Halt an allen Unterwegsbahnhöfen.
Da es aber so schon kaum auszuhalten war, malten wir uns aus, dass es wohl auf dasselbe rauskommen würde, wenn man am morgen den ersten ICE nimmt.






Doch wir hatten Glück und konnten noch einen stark verspäteten CNL-Anhängsel-IC bis nach Mannheim nehmen, wo wir so um 3 rum eintrafen….




alla hopp

Antworten:

Sehr schön,

das Bild mit der Klappleiter war auch keine Absicht, war leider das Falsche. Die Beiträge sind insgesamt wirklich sehr gut, lass doch einfach manchmal Geschmacklosigkeiten oder auch Provokationen raus, dann sind die Beiträge erstklassig.

Grüße

Alex

von Der Regenleisten 0 305 - am 12.09.2012 07:56
Och, gerade die Geschmacklosigkeiten und Andeutungen finde ich gut. Bringt gewissermaßen das Salz in die Suppe

Danke für die tollen Berichte.

von jo-ke - am 13.09.2012 03:48
Zitat
Tw237




*Zungeschnalz*

Wieso schafft man es, Super für 1,64 zu verkaufen? Ist im Ruhrgebiet das Rohöl billiger als in Mannheim? :D

von DaniReu91 - am 13.09.2012 06:03

...ordentlich Bums...

Ich bin ja auch ein Freund von Seitenhieben und Andeutungen, aber ins Bild montierte Leichenteile? Das fällt dann schon in die Kategorie "ins Bild montierte, auf Wolkenkratzer zufliegende Flugzeuge am 11. September".

Muss nicht wirklich sein.

von Lokleitung - am 13.09.2012 06:18

oT: Sprit

Benzinpreise werden im Allgemeinen völlig überbewertet.

Im Übrigen sind die Preise ja nicht abhängig vom Rohölpreis, sondern von der Geldgier der Mineralölfirmen.

von Lokleitung - am 13.09.2012 06:21

Re: ...ordentlich Gleichnis...

Also ich finde die Idee mit den Flugzeugen, die zugegebenerweise nicht mal meine war, auch heute noch wunderbar.
Man sollte doch über alles auch lachen können oder es in lächerliche ziehen.

Machen wir doch mal ein Beispiel:
An einer Schule wird ein Amoklauf durchgeführt. Hinterher stellt sich der Innenminister des Bundeslandes hin und erzählt dass man den Rechner untersucht hat und gewaltverherrlichende VIdeos und Ballerspiele gefunden hat. Die große Mehrheit der mehrheitlich scheinheiligen Bevölkerung stellt sich hin und jammert wie schlimm das ist.

Denjenigen, der Zuhause sitzt und sich auch überlegt einen Amoklauf durchzuführen, den geilt das auf. Er spielt Ballerspiele und überlegt sich welchen Lehrer er wie erlegt.
Er möchte auch, dass man dann von ihm in Entsetzen, Frucht und Schrecken spricht. Er tritt in einen Schützenverein ein und verfolgt seinen Plan bis zum heroischen Ende eines Märtyrers. Denn er will auch so sein wie sein Vorgänger, dessen Berichterstattungen in den Medien ihn so aufgegeilt haben.


Andersrum betrachtet: Was wäre wenn der Innenminister die Wahrheit etwas anpasst und sagt, dass man auf dem Rechner hauptsächlich Schwulenpornos und die komplette Serienstaffel von "Winnie Pooh" gefunden hat. Und anschließend zieht er Amokfuzzi ins Lächerliche.
Mit so einem will man sich ja jetzt nicht einreihen. Also doch besser kein Amoklauf.


Deshalb denke ich, dass es so schlimm gar nicht sein kann. Und ich wette, dass der ein oder andere labile Porumsuser meinen Bericht gelesen hat und sich gedacht hat. "So will ich mal nicht in einem Bericht des Tw237 enden, ich schmeiß mich besser nicht vor den Zug, sondern schlucke lieber eine Packung Schlaftabletten."





Aber ansonsten freut es mich natürlich, dass ich zumindest einer Seele Glück schenken konnte :-P

von Tw237 - am 13.09.2012 07:26

Re: oT: Sprit

.. wollte doch nur darauf anspielen, dass die Mineralölkonzerne neulich klargestellt haben, dass der Literpreis rein allein von den steigenden bzw. fallenden Rohölpreisen abhängt - das glauben wir alle einfach mal O-)

von DaniReu91 - am 13.09.2012 09:19

Re: oT: Sprit

Ist doch ganz einfach. Der Markt macht den Preis. Das ist (fast) überall so.

Wieso soll ich einen Liter für 1,50 verkaufen, wenn ihn die Leute für 1,80 auch noch in gleicher Menge kaufen ;-)


Etwas OT: Wenn ich mir den Verkehr in der engen Fressgasse ansehe oder irgendwelche Autokorsos nach irgendwelchen Fußballspielen sehe, denke ich mir eigentlich, dass der Sprit noch viel zu billig ist.

von Tw237 - am 13.09.2012 10:28

OT, aber nette Diskussion: Verkehr in der Stadt

Ich persönlich habe deine Ansicht bisher auch immer so gehabt, allerdings bin ich vor kurzem ins schöne Mörlenbach gezogen, und ab diesem Moment habe ich angefangen mein Auto zu lieben. Die Weschnitztalbahn ist eine schöne Sache, allerdings um sie jeden Tag zu benutzen dann doch aufgrund der Geschwindigkeit etwas nervig.

Ich muss jeden Morgen nach Frankfurt, die ganze Zeit bin ich mit der Weschnitztalbahn nach Weinheim und dann mit RB/RE/IC nach Frankfurt weiter. Mittlerweile fahre ich mit dem Auto nach Heppenheim und dann mit der Bahn weiter nach Frankfurt. Dadurch spare ich morgens und mittags jeweils 30 Minuten. Da bin ich dann doch froh um mein Auto.

Ich hätte allerdings nichts gegen ein System wie in London, dass man einen gewissen (gerne auch saftigen!) Betrag zahlen muss, um in größere Städte fahren zu dürfen. Mit dem Auto z.B. bis Käfertal und dann mit der Straßenbahn weiter fahren, optimal - zumal die Parkkosten in Mannheim ja auch jetzt schon happig sind. Wir standen gestern 3 Stunden im Saturn-Parkhaus und haben 4,50€ bezahlt, dafür hat man sich auch Fahrkarten für die Straßenbahn gekauft. Bring das aber mal Leuten bei (mit denen du nach Mannheim fährst), die schon ihr Leben lang mit dem Auto unterwegs sind und über Bahn/Bus/StraBa die typischen Vorurteile "zu teuer", "zu spät", ... haben.

von DaniReu91 - am 13.09.2012 10:42

Wir haben uns über dieses Thema ja schon öfter unterhalten...

Ja, genau so ist es.
Man sollte über alles lachen können. Das wäre auch mein Wunsch.

Andererseits ist es nicht wirklich berauschend, wenn man mal an solchen Unfallstellen draußen gewesen ist oder gar selbst mal ein ähnliches Erlebnis als Fahrer eines Straßen- oder Schienenfahrzeugs hatte und dann solche Fotomontagen sieht. Ein solcher Unfall ist einfach nix schönes, und bei einem realen Vorfall so wie diesem denke ich da eher an die betroffenen Personen: in erster Linie an den Tf, in zweiter Linie an die getötete Person. Man weiß ja zunächst nicht, weshalb derjenige da unter dem Zug gelandet ist. Vielleicht war es sein Wille, vielleicht war er zu dumm und zu achtlos, vielleicht gabs auch andere Gründe.

Eine solche Montage passt vielleicht in ein Satiremagazin á la Titanic, Eulenspiegel oder ehedem Kowalski, weil man von diesen Heften das schon eher erwartet. Ich habe auch keine Probleme damit, mal richtig drastische Bilder im Rahmen von Informationsveranstaltungen denjenigen vorzuführen, die meinen, vom Bahnbetrieb ginge keine Gefahr aus (reale Bilder, keine Montagen). Und das originale Bild wäre ja auch kaum anstößig gewesen. Aber die Montage zielte ja auch auf Provokation, und da ists dann doch eher wenig witzig.

von Lokleitung - am 13.09.2012 11:31

Re: OT, aber nette Diskussion: Verkehr in der Stadt

Das mit der Weschnitztalbahn kann ich nachvollziehen. Und selbst wenn sie schneller wäre machst du noch einen Umweg.

Aber warum zieht man dann nach Mörlenbach :-P

Na wenigstens verstopft dein Auto dann die Straßen in FFM nicht, auf dem Land ist das ja weniger ein Problem. So können diese gebrochen P+R-Verkehre sicher den städtischen Verkehr etwas entlasten.
Wird heute auch eher gemacht als früher, da der Trend dahin geht, dass man nicht auf einen Verkehrsträger festgelegt ist. Vor 40 Jahren, so sagen es die Experten, sei wer eiin Auto hat auch ausschließlich damit gefahren.

Bei der Sache, dass man kaum einen Autofixierten auf die Bahn bringen kann ist schon richtig. In der Realität wechselt niemand einfach mal so sein Verkehrsverhalten.
Dass die Beförderungszahlen gestiegen sind liegt in erster Linie daran, dass die täglichen Wege länger geworden sind und dass der Übergang zum Auto später erfolgt als früher und auch wie o.g. oft nur teilweise. Schließlich werden ja alle als ÖPNV-Nutzer geboren. Heute ist dieser aber besser bzw. nicht so sehr zum abgewöhnen wie dies in Zeiten vor Infotechnologien, Klimaanlagen und Taktverkehren der Fall war.
Das zeigt sich auch darin, dass das durchschnittliche Alter des Führerscheinerwerbs seit 1970 um 1-2 Jahre angestiegen ist.

von Tw237 - am 13.09.2012 12:17

Re: Wir haben uns über dieses Thema ja schon öfter unterhalten...

Den LoFü habe ich nicht gesehen. Der Rest der Beteilgten (ZuFü und so) fand die Situation dem Eindruck nach stellenweise recht lustig.

von Tw237 - am 13.09.2012 12:22

Re: oT: Sprit

Zitat
Tw237

Etwas OT: Wenn ich mir den Verkehr in der engen Fressgasse ansehe oder irgendwelche Autokorsos nach irgendwelchen Fußballspielen sehe, denke ich mir eigentlich, dass der Sprit noch viel zu billig ist.


Andere Kostenstelle ...

von Fabegdose - am 13.09.2012 12:28
ich muss vielleicht anmerken, dass ich die unzensierten Bilder nicht gesehen habe und das auch nicht bedauere.

Trotzdem schöner Bericht und lustige Sprechblasen. Hat Spaß gemacht die Beiträge zu schauen.

von jo-ke - am 13.09.2012 15:51

Re: Wir haben uns über dieses Thema ja schon öfter unterhalten...

Zitat
Lokleitung
Eine solche Montage passt vielleicht in ein Satiremagazin á la Titanic, Eulenspiegel oder ehedem Kowalski, weil man von diesen Heften das schon eher erwartet.


Einspruch.

Ja, in der Titanic würde ich sowas erwarten, den Eulenspiegel kenne ich nicht. Aber im Kowalski? Wohl eher nicht. (Und meine Sammlung ist vollständig)

von Sandhase - am 13.09.2012 18:05

Re: OT, aber nette Diskussion: Verkehr in der Stadt

Zitat
DaniReu91
Ich muss jeden Morgen nach Frankfurt, die ganze Zeit bin ich mit der Weschnitztalbahn nach Weinheim und dann mit RB/RE/IC nach Frankfurt weiter. Mittlerweile fahre ich mit dem Auto nach Heppenheim und dann mit der Bahn weiter nach Frankfurt. Dadurch spare ich morgens und mittags jeweils 30 Minuten. Da bin ich dann doch froh um mein Auto.


Und so nebenbei fährt man ja dann auch im RMV-Übergangsgebiet los. Wo stellst Du denn dein Auto in Heppenheim ab. Auf dem mittlerweile bescheuerterweise kostenpflichtigen P+R-Parkplätzen oder im Wohngebiet nebenan?

von Sandhase - am 13.09.2012 18:09

Re: OT, aber nette Diskussion: Verkehr in der Stadt

Mit der Weschnitztalbahn ist man auch schon im Übergangsgebiet zum RNV. Aber ich habe das Glück, BA-Student bei der Bahn zu sein und eine Netzcard Meins nennen zu dürfen :)

von DaniReu91 - am 13.09.2012 18:58

Re: OT, aber nette Diskussion: Verkehr in der Stadt

Man muß nicht unbedingt in Mölrlenbach wohnen, um die Benutzung des eigenen PKW zu bevorzugen. Reisezeiten von 11 - 20 Minuten, je nach Tageszeit und Verkehrslage von Wohnort Käfertal bis Arbeitsplatz Möhlstraße kann im ÖPNV definitiv nicht angeboten werden, allein der Weg bis zur Haltestelle nimmt wohl ca. 5 Minuten in Anspruch, ebenso der Weg von der nächstgelegenen Haltestelle bis zum Arbeitsplatz. Dazwischen noch ein Umsteigevorgang, keine Chance. Es gab bei uns mal ein Nahverkehrsunternehmen, das es sich zur Unternehmensphilosophie gemacht hat, jedem Fahrgast einen Sitzpatz zur Verfügung zu stellen. Das klappte auch in der Regel, auch im Schülerverkehr. Als mein damaliges Gymnasium den Standort wechselte, lernte ich dann erstmals bei einem anderen Nahverkehrsunternehmen kennen, wie man ÖPNV effizient abwickelt. Leider hat man dieses erstgenannte liebenswerte Nahverkehrsunternehmen inzwischen liquidiert, der heutige Nahverkehr wird ganz im Sinne des zweitgenannten Unternehmens abgewickelt. Wenn ich also die Wahl habe zwischen 20 min sitzen im eigenen Auto, nur meinen eigenen Ausdünstungen ausgesetzt, oder 45 min in einem Container (oder hat jemand einen anderen Namen für die Gefäße, mit denen man immerhin Menschen transportiert?), dichtgedrängt, was werde ich wohl wählen? Selbst wenns geringfügig teurer ist, solange ichs mir irgendwie leisten kann: mein eigenes Auto.

von Das Biergleis - am 13.09.2012 23:41

Genau so ist es! (owt)

x

von Fantômas - am 14.09.2012 07:44
Mir geht es eben da wie dem Kollegen Lokleitung. Ich war bei zu vielen solcher Unfälle schon vor Ort und nein ich brauche das nicht noch hier. Die Fahrpersonale und auch wir sind je nach dem was wir sehen doch einige Zeit damit beschäftigt das zu verdauen. So manch ein Fahrpersonal und auch Bediensteter der vor Ort war, verkraften das nie so richtig. Deshalb giebt es hier Grenzen.
Wie schon geschrieben, die Berichte sind super so lange keine Geschmacklosigkeiten und Provokationen drin sind.
Man muss auch an andere Denken.

Grüße

Qualitätsomnibus

von Der Regenleisten 0 305 - am 14.09.2012 08:54

Re: OT, aber nette Diskussion: Verkehr in der Stadt

Es ist nunmal so, dass das OPNV-Netz sich sinnvollerweise an Hauptachsen orientiert. Also von außen in die Stadt und zum Bahnhof.
Und davon ist die Käfertaler Strecke zweifelsohne eine der besseren.
Für alles was dann in andere Stadtteile muss und somit durch die Stadt dauert dann halt oft lang.
Wobei von diesen Tangentialverbindungen die Mannheimer-Str-Möhlstraße eigentlich auch noch eine der besseren ist.
Wenn man sich aus persönlichen Gründen nicht gerade weigert Bus zu fahren legt man diese Strecke in 24 Minuten mit den Linien 5 und 63 zurück. Bei Arbeitszeiten in Tagesrandlagen ist da sicherlich noch Verbesserungsbedarf gegeben.
Aber ich zumindest würde mir wegen 4 Minuten kein Auto zulegen, was allerdings meine subjektive Sichtweise ist.

Wenn man jetzt auch von einem normalen Fahrgast ausgeht, dann kann beurteilt man den Verkehrsbetrieb ja nicht nach Fotostellen oder Altwageneinsatz und stellt wie o.g. eine deutliche Verbesserung fest.

Dass in der OEG jeder immer einen Sitzplatz hatte halte ich für ein Gerücht. In de Zeit meiner eigenen OEG-Nutzung ab Ende der 90er Jahre war dies definitiv nicht (mehr?) so.
Aber auch ältere erzählen öfter von einer schaukeligen Beförderung, die der in überfüllten "Viehwagen" glich. Daher muss diese Philosophie recht kurzlebig gewesen sein. :-P
Und wenn ich mir ansehe, was die OEG damals für einen Fahrplan hatte, bin ich froh in der heutigen Zeit zu leben.
Was sich demnach wohl zumindest im Falle der OEG bis heute wenig geändert hat. Mit meiner 2 bin ich da recht zufrieden. Die Linien 1,3,4,5 nutze ich auch eher ungern, da man streckenweise oft auf einen Sitzplatz verzichten muss.

Was wohln eine Tatsache ist ist der Komfortverlust im Bereich der OEG durch die engeren Fahrzeuge, da dieser auf das Niveau einer normalen Straßenbahn, allerdings mit der fahrgastflusstechnisch ungünstigen Überlandtüranordnung zurückgenommen wurde.
Für eine Fahrt Käfertal-Rosengarten von 14 Minuten, die eher der einer Strab entspricht sehe ich da kein Problem. Für jemand der aus Weinheim nach Mannheim muss ist das dann schon eher eine Zumutung.
Da wäre ich eher für eine Produkttrennung von Stadt- und Überlandverkehr mit entsprechendem Fahrzeugmaterial und weniger Halten in der Stadt, wie z.B. zw. Kf. und Hbf. nur in Kf Süd, Klinikum und Rosengarten oder Kunsthölle.

von Tw237 - am 14.09.2012 09:00

Re: Wir haben uns über dieses Thema ja schon öfter unterhalten...

Zitat
Tw237
Den LoFü habe ich nicht gesehen. Der Rest der Beteilgten (ZuFü und so) fand die Situation dem Eindruck nach stellenweise recht lustig.



Daß das irgendwer überhaupt nur ansatzweise lustig findet, möchte ich extrem bezweifeln.
Es soll Leute geben, die ihr Entsetzen und ihre Gefühle mit einem solchen Verhalten übertünchen...

Als ehemals betroffener Triebfahrzeugführer eines damals überfahrenen elfjährigen Jungen finde ich derartige Provokationen einfach nur noch abstoßend!

von Führerbremsventil - am 14.09.2012 10:33

Re: OT, aber nette Diskussion: Verkehr in der Stadt

Bei mir ist es leider von Viernheim aus genauso: Möchte ich zum Dienstbeginn der Nachtschicht (22:00 Uhr) von Tivoli nach Waldhof Bf., benötige ich 42 Minuten, wovon ich 23 Minuten, also mehr als die hälfte der Fahrzeit, in Käfertal Süd rumstehe. Dabei sind noch nicht die Wegzeiten von Viernheim Innenstadt - Viernheim Tivoli (Stadtbus fährt zu dieser Zeit nicht mehr) und Waldhof Bf. - Oppauer Straße mit eingerechnet. Die gleiche Strecke fahre ich mit dem Auto in 15 Minuten.
Das gleiche Spiel, wenn ich von der Mittelschicht komme: Fahrzeit Auto: 15 Minuten, Fahrzeit Bus/OEG: 39 Minuten mit 20 Minuten warten in Käfertal Süd.
Ich bin gerne bereit, ein paar Minuten länger unterwegs zu sein. Aber nicht das vierfache an Zeit. Mit einer oder zwei Minuten Umsteigezeit und der reinen Fahrzeit von 21 Minuten wäre es eine Alternative zum Auto, aber so leider nicht.

Anderes Beispiel:
Wenn ich abends oder am Wochenende von Viernheim Tivoli nach Mannheim Hbf. fahre, um dort pünktlich zum Anschluss der Fernverkehrszüge zu kommen, ist man gezwungen, den Zug eine halbe Stunde früher zu nehmen, da der Übergang einfach nicht passt. Man kann zwar argumentieren, dass man etwas Umsteigezeit einkalkulieren soll, aber keine halbe Stunde.
Und vom Mannheim Hbf. nach Viernheim Tivoli gleiches Spiel: Züge kommen zwischen 30 und 34 an, OEG fährt 35 weg. Wenn man mit der S-Bahn auf Gleis 10 ankommt und noch etwas Verspätung hat, wird es knapp.

Da schlimmste Negativbeispiel ist eigentlich Sonntags morgen um 7:31 den Anschluss an die Fernverkehrszüge: Durch den unsäglichen Stundentakt (kann man das eigentlich überhaupt noch Takt nennen? ;-)) steht man auch hier 42 Minuten am Bahnhof, zusammen mit der Fahrzeit sind das schon über eine Stunde. Mit dem Auto ist man auch hier mit 15 - 20 Minuten fast 4 mal so schnell wie mit der OEG.

Ich will hier keineswegs die OEG als langsam darstellen, das ist sie in meinen Augen wirklich nicht. Aber die nicht passenden Anschlüsse sind doch das, was mich als Fahrgast davon abhält, dieses Verkehrsmittel zu nutzen

von Hummelchen - am 14.09.2012 12:27

OEG

Ich glaube bei der OEG hat man geschaut, wie man das bestmögliche Fahrplanprogramm erstellt, das zu allen Linienüberlagerungen passt, zu den Busanschlüssen und zu den Anschlüssen der Bahn an den DB-Bahnhöfen. Dann war es nur noch ein Kinderspiel davon das Gegenteil zu ermitteln und umzusetzen.

So mutet es mir zumindest an. Es gibt keine Gescheite Überlagerung zur 4, keine Anschlüsse an die Busse und am Bahnhof passt es nicht zum Taktknoten der DB, wie du ja schon ausgeführt hast.
Man könnte fast schon meinen das sei Absicht. :-P

von Tw237 - am 14.09.2012 13:27
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