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Nahverkehr Rhein-Neckar
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vor 4 Jahren, 9 Monaten
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Tw237, Stef BRN, Sprinter001, Sandhase, Der Regenleisten 0 305, jockeli, jo-ke

Von Intimos. alten RHB-Fahrzeugen und Privatbahnen: Ein Mittag auf der Odenwaldbahn(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 05.04.2013 22:34

Am Donnerstag Mittag trafen sich Kollege Hummelchen und ich zu einer kleinen Streckenbereisung. Im Mittelpunkt stand diesmal die Odenwaldbahn, die Momentan auch Regiosprinter der Rurtalbahn aus Düren vorhält.







Zu Anfang mal ein abgeknipste Kartenausschnitt aus dem Schweers+Wall-Eisenbahnatlas, den ich nur empfehlen kann.

Mit dem Heilbronner RE reisten wir nach Eberbach.





Vor dem Eberbacher Bahnhof konnten wir noch diesen Sauter-Citaro im Bahnbusrot der 80er sehen.
Wenn man hier von Subheini spricht, denkt man in erster Linie an Dumpinglohnbuden mit einer Reihe von Schrottbussen, wie diverse Anbieter die auf dem RNV-Netz verkehren.
Der Subheini in den tiefen weiten des Odenwaldes macht da einen wesentlich besseren Eindruck.





Der Zugang zu den Bahnsteigen der Odenwaldbahn zweigt einen einfachen wie kosten optimierenden Ansatz sich teure Unterführungen zu sparen, die weder gerne genutzt werden, noch barrierefrei sind.






Unser Intimo Richtung Frankfurt ist eingefahren.






Der Innenraum der Wagen macht einen sauberen und gepflegten Eindruck. Alle Fahrten finden in Begleitung eines Schaffners statt.
Die Fahrt mit diesen Fahrzeugen gestaltet sich sehr angenehm.





Unsere Fahrt setzten wir erst bis Bad König fort. Generell ist die Odenwaldbahn eine sehr schöne Strecke. Der wohl eindrucksvollste Teil ist der zwischen Eberbach und Erbach.
Dieser Streckenabschnitt ist noch sehr ursprünglich und wurde in den vergangenen 30 Jahren, vom Ausbau der Weichen auf dem einen noch genutzten Gleisstrang abgesehen, vermutlich nicht geändert.

Dieser Abschnitt wird allerdings auch nur alle 2 Stunden befahren und war zu Bundesbahnzeiten zur Stilllegung vorgesehen.

Er bedarf noch einer gesonderten Fototour.





Blick aus dem Zug auf eine Fahrzeugansammlung in Hetzbach. Hier zweigte bis 1964 die 5,1 Km lange Strecke nach Beerfelden ab, die privat betrieben wurde.





Beim Blick aus dem Fenster konnte man auch diesen alten Büssing-Senator erhaschen. Er war jahrelang auf den Buslinien der RHB im Einsatz, bis er von den Bahnfreunden Rhein-Neckar-Pfalz übernommen wurde.






Wir verließen den Zug in Bad König, um unsere Streckenbereisung zu Fuß fortzusetzen.






Kurz vor Bad König der Gegenzug










Der Intimo passiert den schon lange aufgehobenen HP mit dem klangvollen Namen „Etzen-Gesäß“.






Da ja irgendwann mal die Frage diskutiert wurde, was denn Werksverkehr ist, sei nun gesagt, dass dieser offenbar mit Gabelstaplern durchgeführt wird.





Kein Werksverkehr: Intimo aus Höchst






Der nächste Bahnhof: Mümling-Grumbach




Das Innenleben ist mehr was für die Jungs von „raus aus dem Messie-Chaos“







Im Odenwald weiß man noch, wo die Frau ihren Platz hat!







In Höchst Hbf. bestiegen wir den Zug zur Fahrt nach Wiebelsbach. Vom Zug aus konnten wir das Viadukt der Strecke nach Aschaffenburg sehen. Personenzüge fahren dort bereits seit 1974 nicht mehr. 1999 wurden auch die Gleise abgebaut.





In Wiebelsbach findet der große Intimo-Anschluss statt.






Ausfahrt des Zuges nach Hanau.





In der Abstellanlage konnten wir das Regiosprinter-Doppel der Rurtalbahn sehen, das der Schaffner unseres Zuges so schon als "halbe Straßenbahn" bezeichnete.






Nein zum Krieg! Ja zum Intimo!





Kurz hinter Wieblsbach verzweigt sich die Strecke. Links geht es nach Darmstadt, rechts nach Hanau.
Wie liefen weiter Richtung Darmstadt.






Kurz hinter Wiebelsbach.







Intimo 3er bei Otzberg





Wir liefen Richtung Reinheim weiter






Kurz vor Reinheim, wo einst zwei Strecken abgingen.








Links sehen wir die Strecke der Odenwaldbahn, rechts das Widerlager einer alten Brücke der abzweigenden Strecke nach Dieburg.





Hier der Bahndamm der Strecke nach Dieburg. Sie wird schon seit 1965 nicht mehr im Personenverkehr bedinet. Der Güterverkehr endete 1989, danach folgte der Abbau.





Intimo bei Ausfahrt aus dem Bahnhof Reinheim.






In die Gegenrichtung zweigt die ehemals von der SEG betriebene Nebenbahn nach Reichelsheim ab. Die Strecke verlief teilweise auch nahe oder sogar im Straßenbereich, was mit ein Grund zur Stillegung 1964 war.
Etwa 3 Km bis Bieberau blieb die Strecke noch zwecks Güterverkehr erhalten, der der jedoch auch nicht mehr stattfindet.
Wie am rechten Bildrand zu erkennen, ist heutiger Betreiber die Groß-Bieberau-Reinheimer-Eisenbahngesellschaft, die EIU und EVU ist.






Die Weiche zum DB-Netz wurde erst vor wenigen Jahren erneuert. Befahren wurde die Strecke dem Anschein nach aber auch schon eine Weile nicht mehr.
Lt. Wikipedia soll es Bestrebungen zu einer Reaktivierung geben, zur besseren Anbindung an Darmstadt. Betrieblich stelle ich mir das mit Kopf machen und einer zusätzlichen Stärkung der Strecke Reinheim-Darmstadt interessant vor. Einen Pendel-TW für nur 3 Km kann ich mir auch nicht vorstellen.
Eine weitere Wiederherstellung der Trase dürfte wohl schwierig werden, da es ein Neubau einer Eisenbahn wäre. Dieser ist nach aktueller deutscher Gesetzeslage aber ohnehin nicht mit vertretbaren Mitteln und dafür sinnvoller Infrastruktur zu bewerkstelligen.




Bus-Pause vor dem Reinheimer Bahnhof.





Eine kleine Mahlzeit sollte zwischenrein auch noch sein.





Interessante Buswerbung. Was genau ist denn "Oma Schmuck"?





Mit dem bestens gepflegten Citaro LE der VGG fuhren wir entland der stillgelegten Strecke und weiter nach Fürth, wo auch wieder Anschluss an die Weschnitztalbahn bestand, die ich schon im "vergangenen Frühling" beschrieben habe: [20066.foren.mysnip.de]






628 nach Weinheim



Der nächste Ausflug zur Odenwaldbahn wird wohl dem Abschnitt Erbach-Eberbach gehören!



alla hopp!

Antworten:

Zitat
Tw237


In Wiebelsbach findet der große Intimo-Anschluss statt.


Wenn man von dem Zug ganz links zum Zug ganz rechts will (also von Reinheim nach Babenhausen etwa) kann man dann durch den mittleren Zug einfach durchsteigen?

cooler Bahnhof!°

von jockeli - am 05.04.2013 23:21
Den alten schönen Büssing im Freien verkommen zu lassen ist echt eine Schande.

von jo-ke - am 06.04.2013 06:25
Ja, so wurde es vom Bahnpersonal empfohlen.

von Tw237 - am 06.04.2013 06:55

2 Bilder vom Büssing

Reisedienst Wissmüller hat einen wunderschönen Büssing siehe Fotos, der ex Bahnfreunde Büssing ist Ersatzteilspender. Wenn man auf die Seite LKW Restauration geht sieht man den Bahnfreunde Büssing wie seine Bremsanlagen instand gesetzt werden, innen war er komplett geräumt. Alleine schon die überholten Bremsen, Tauschmotor und Getriebe lohnen sich mit Sicherheit für das Unternehmen. Wenn man Ersatzteile für solch ein tolles Fahrzeug benötigt wirds sonst wirklich teuer.....schade ist es natürlich trotzdem.

Der Büssing noch nicht fest zugelassen beim Omnibustreffen Speyer/Sinsheim



Dann zugelassen beim Jubiläum Betriebshof Frankfurt Rebstock



Bis demnächst

von Der Regenleisten 0 305 - am 06.04.2013 07:45

Wofür steht dann das "F"?

Fahrerseite?
Feuerwehr?
Fernsprecher?

von Sandhase - am 06.04.2013 08:27

Re: Wofür steht dann das "F"?

Die Kiste hat Funk. Das hatte man auch früher auf auf Straßenbahnen.

von Tw237 - am 06.04.2013 08:30
Schöne Bilder!

Zitat

Vor dem Eberbacher Bahnhof konnten wir noch diesen Sauter-Citaro im Bahnbusrot der 80er sehen.

Hierzu aber eine kleine Korrektur: Es müsste ein Citaro von Zäpfel sein (HD-AZ 300), genaugenommen ein Citaro K.
Wenn ich die Anzeige richtig entziffere, dürfte er auf der BRN-Linie 822 unterwegs sein.

Gruß
Stefan
KBS 700

von Stef BRN - am 06.04.2013 10:06
Zitat
Stef
Es müsste ein Citaro von Zäpfle sein (HD-AZ 300), genaugenommen ein Citaro K.


Ach deswegen die Werbung :-P

von Tw237 - am 06.04.2013 12:04
Guter und aussagekräftiger Bildbericht. Ich war selbst 14 Monate auf der Odenwaldbahn dienstlich aktiv, es waren sicherlich mit die schönsten Zeiten auf bundesdeutschen Gleisen !

von Sprinter001 - am 06.04.2013 20:30
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