Zu Fuß zum Fronzos: Blauer Himmel über der Bienwaldbahn (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 26.04.2013 14:07

Gestern führte mich meine Streckenbereisung nach Wörth, wo die Bienwaldbahn ihren Anfang hat.




Aber erst mal einen Blick in den Streckenatlas von Schweers+Wall: [www.amazon.de]

Die Strecke war ürsprünglich mal eine zweigleisigeb Hauptbahn. Nach dem Krieg wurde sie noch regelmäßig bis 1980 von einem Fernzug Ludwigshafen-Strasbourg befahren. Wahrscheinlich irgendwas, wo zwischenrein 2-3 mal umgespannt werden musste und am Ende nicht schneller war als die heutige (unattraktive) 90min-Verbindung nach Strasbourg.

Die Nahverkehrszüge verkehrten nur noch bis Berg(Pfalz), bis der (zuletzt mit SchieBus betriebene) Streckenabschnitt Wörth-Berg 1984 für den Personenverkehr eingestellt wurde.

Güterverkehr - in erster Linie Kies und Atommüll - wurden weiterhin über diese Strecke abgefahren. 1990 erfolgte der Rückbau auf ein Gleis.
Ab 1999 fuhren an Wochenenden wieder Personenzüge im Ausflugsverkehr (ab Wörth ohne Halt bis Lauterbourg).
2002 wurde die Strecke schließlich wieder im Personenverkehr reaktiviert und die Unterwegshalte wieder eingerichtet. In Maximiliansau kam ein neuer HP hinzu.
Heute bewältigt der 628 diese Strecke in einer guten Viertelstunde.




Der 628 der hier auf eine Schnellstraßenbahn trifft hat noch etwas Pause.





Da die den Bahnhof Wörth umgebenden Straßenverkehrsanlagen einen Trennungscharakter der Güteklasse "Berliner Mauer" aufweisen, zog ich es vor, mit der AVG nach Maximiliansau West zu fahren und von dort an die Strecke heran zu laufen.





Das Trojanische Pferd von Maximiliansau blickt stets auf die Bahnlinie. Beim nächsten Castortransport hüpfen dort die AKW-Gegner raus.





Kurz vorm HP Maximiliansau. Aufgrund der Nutzung für Castortransporte ist die Strecke optimal freigeschnitten





Blick auf den HP "Maximiliansau im Rüsten"




Kurz vor Hagenbach befindet sich eine Kiesverladung, deren Abzweig wie hier sehen.





Ein 628 passiert die Verladestelle






Verladestelle nochmal im Detail





Hier zweigt die in der Karte zu sehende Anschlussbahn zu einem weiteren Kieswerk ab. Sie wird von der AVG bedient, der Abnutzung der Schienen nach wohl ziemlich häufig.






HP Hagenbach






628 kurz nach Verlassen des HP Hagenbach






Überbleibsel vom letzten Castortransport





Auf den ersten Blick ein ganz normaler BÜ - nur, dass er dauerhaft geschlossen ist.





Die Öffnung erfolgt nach Bedarf. So eine Konstruktion habe ich noch nie gesehen. Den Sinn verstehe ich auch nicht so ganz. Ein unbeschrankter BÜ und eine P-Tafel hätten es auch getan.






HP Neuburg mit EG






Kieswerk mit GüZu. Endlich mal ein GüZu....





... nur leider ohne Lok. Lok wäre wohl etwas hochgegriffen. Verschubgerät dürfte es eher treffen.





628 passiert das Kieswerk.







Hier war früher Schluss: 628 am HP Berg. Für unseren User TW 17 sogar mit hübscher Blondine.





Da mein Getränkevorrat am Ausgehen war, beschloss ich den Weg ins Ortszentrum auf mich zu nehemen, wo ich eine Bäckerei fand. Dort gab es dann einen Donut und ein Fruchtsaftgetränk. Alternativ hätte es noch "Brotwasser" gegeben. Interessiert fragte ich, was das denn sei. Die Verkäuferin antwortete:"Des isch nix gescheits, so was gsunden halt. Irgendwonn kännemas noch selwer tringe."
Ihre Marketingstrategie ging auf und ich kaufte den Fruchtsaft.





Da ich schonmal da war, sollte es auch noch ein Busfoto vom ortsüblichen Subheini sein.





Wo ist der Zug?






So, ab hier ist Frankreich. Kurioserweise ist das Krokodil noch in Deutschland.





Das Schild weist nochmal genau auf die Grenzlinie hin.






628 aus Lauterbourg fährt auf die Grenze zu.






Das EG des Bf. Lauterbourg.





Und die weitläufigen Bahnanlagen.







Ich setzte meinen Weg noch ein Stück Richtung Mothern fort.





Am Wegesrand konnte ich noch für alle Freunde dieses Threads [20066.foren.mysnip.de] diese hübsche Blondine an bzw. ausgraben.





Gegen 17:30 verlässt der Zug Lauterbourg wieder Richtung Strasbourg.




In Wörth konnte ich noch diese beiden Bilder beim Umsteigen machen:









Mein Rückweg führte mich dann mit der Schnellstraßenbahn nach Germersheim und von dort in einem wohl klimatisierten 425 weiter nach Mannheim.



alla hopp

Antworten:

Zu Bild 14 sowas gibts auch hier ganz in der nähe irgendwo im Wald zwischen Schwetzingen und Oftersheim.

von rnv TW 5715 - am 26.04.2013 14:13
Das ist eine sogenannte Anrufschranke. Gibt's mal hier und mal da, der "Traum" eines jeden Fahrdienstleiters...
Ich denke mal, dass ein unbeschrankter Bü wegen des Verkehrsaufkommens nicht genehmigt wurde.

von Daniel Wottringer - am 26.04.2013 14:57
Ja ich gebe es zu an meiner genannten Schranke es Mal mit dem drücken etwas übertrieben zu haben weil die Schranke nicht hoch gegangen ist. Auf jeden fall wurde ich dann zusammen ge....... . Naja ich habe dann was daraus gelernt... :-(

von rnv TW 5715 - am 26.04.2013 15:07
Das Verkehrsaufkommen auf diesem Waldweg dürfte sich auf den Förster beschränken

von Tw237 - am 26.04.2013 15:34
Ja so wie der Weg aussieht vielleicht noch durch ein Par Wanderer.

von rnv TW 5715 - am 26.04.2013 15:35
Die laufen aber außenrum.

von Tw237 - am 26.04.2013 15:51
Oh ok, wenn man sowieso nur außenrum läuft dann brauch man eigentlich auch keine Schranke

von rnv TW 5715 - am 26.04.2013 16:45

Diese Unterhaltung gefällt mir

wann macht ihr weiter?

von Führerbremsventil - am 26.04.2013 17:44

Re: Diese Unterhaltung gefällt mir

:cheers::spos::cheers:

von E94 - am 26.04.2013 18:24

Re: Diese Unterhaltung gefällt mir

:cheers:

von rnv TW 5715 - am 27.04.2013 05:02

Re: Anrufschranke

Das mit dem Verkehrsaufkommen ist Quatsch.
Anrufschranken gibt es dort, wo Wege nicht für den öffentlichen Verkehr freigegeben sind (zu Privatgrundstücken oder Wirtschaftswegen) und daher sowieso fast nie ein legitimes Benutzerfahrzeug zu kommen hat.
Deshalb ist die Grundstellung geschlossen.
Gab und gibt es im Landkreis DÜW auch noch ein paar.

von Fabegdose - am 27.04.2013 10:25
Zitat
Tw237
Gestern führte mich meine Streckenbereisung nach Wörth, wo die Bienwaldbahn ihren Anfang hat.

Heute bewältigt der 628 diese Strecke in einer guten Viertelstunde.


Eigentlich fahren dort ja Karlsruher 643er. Da hattet Ihr wohl Pech|Glück.

von Zweisystemer - am 28.04.2013 08:04
Ich mag beide gern. Von daher wars mir egal ob 628 oder 643.

von Tw237 - am 28.04.2013 09:36

Re: Anrufschranke

Zitat
Fabegdose
Das mit dem Verkehrsaufkommen ist Quatsch.
Anrufschranken gibt es dort, wo Wege nicht für den öffentlichen Verkehr freigegeben sind (zu Privatgrundstücken oder Wirtschaftswegen) und daher sowieso fast nie ein legitimes Benutzerfahrzeug zu kommen hat.
Deshalb ist die Grundstellung geschlossen.
Gab und gibt es im Landkreis DÜW auch noch ein paar.


Ich glaube du verwechselst Anrufschranken mit Privatübergängen. Anrufschranken gibt es auf stink normalen, öffentlichen Verkehrswegen zur genüge.
Privatübergänge haben keine durch einen Schrankenwärter/Fahrdienstleiter gesteuerten Schrankenbäume, sondern oftmals einfache Gattertore oder verschlossene, per Muskelkraft bediente Schranken, die eingewiesene Nutzer nach Freigabe durch den zuständigen Schrankenwärter/Fahrdienstleiter öffnen dürfen.

von Daniel Wottringer - am 29.04.2013 17:33

Re: Anrufschranke

Ich kenne nur Anrufschranken an nicht öffentlichen Wegen in Feld und Wald.

von Fabegdose - am 29.04.2013 17:55
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