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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
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vor 4 Jahren, 11 Monaten
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Tw237, Linie 6 - Zentralfriedhof, rnv TW 5715, Führerbremsventil, Stefan Klein, Rumpelweiche, Fabegdose, Vetter 16SH

Verdi ruft zu Streik auf, der auf Lügen basiert! (mL)

Startbeitrag von Tw237 am 10.05.2013 07:47

Mit erschrecken konnte ich eben feststellen, dass einige Leute im Fratzenbuch einen Beitrag der Verdi-Jugend geteilt haben, der auf eiskalten Lügen aufbaut: [www.facebook.com]

Da heißt es:
Zitat
Verdi
Wir sind empört über die Anzeige der RNV im Mannheimer Morgen vom 8.5.2013!

Wir stellen keine Maximalforderung. Wir wollen eine gerechte Bezahlung für die Kolleginnen und Kollegen der RNV. Sie verdienen 200 € brutto weniger wie ein Fahrer in einem privaten Busunternehmen. Wo sind das Maximalforderungen? Die Kolleginnen und Kollegen wollen lediglich einen Lohn von dem sie leben können!
[...]
Aber der RNV scheint jedes Mittel recht, die Verantwortung von sich auf andere zu lenken. Dass dabei aufgebrachte Fahrgäste womöglich noch dazu ermutigt werden, ihren Ärger und Unmut an das Fahrpersonal zu richten, nehmen sie dabei wissentlich in Kauf.

Anstatt Geld in teure Anzeigen zu investieren, sollte die RNV das Geld lieber am Verhandlungstisch verteilen!

Entgegen anderslautender Pressemeldungen ist der Sachstand in den Tarifverhandlungen unverändert: Die Verhandlungen sind unterbrochen! Solange es kein verhandelbares Angebot gibt, machen Verhandlungen keinen Sinn.

Es finden lediglich interne Beratungen zur Streikplanung statt. Der unbefristete Streikaufruf bleibt nach wie vor bestehen!



Die RNV könnte Verdi ja anbieten den RNV-Lohn auf das V-Bus/Beth/Rau-Lohnniviau "anzuheben". Oder um es mit den Worten eines Forenbekannten Messdieners zu sagen: "Da darf man fürs selbe Geld viel mehr Bus fahren".

Wie man nur so lügen kann! Eine echte Frechheit, die sich die Gewerkschaftsheinis da ausgedacht haben. Es steht sicherlich jedem RNVler offen, zum Subheini zu gehen.

Die 50 interessantesten Antworten:

Meiner Meinung nach...

...spielt ver.di mit der Zukunft der nachfolgenden Generation wenn die Schüler wegen den Streiks nicht zur Prüfung erscheinen können. Das habe ich ver.di in facebook auch auf die Pinnwand geklatscht nur mit einem längeren Text.

von rnv TW 5715 - am 10.05.2013 07:56

Re: Meiner Meinung nach...

Zitat
rnv TW 5715
...spielt ver.di mit der Zukunft der nachfolgenden Generation wenn die Schüler wegen den Streiks nicht zur Prüfung erscheinen können.


Dann musst du halt mal früher aufstehen und mit dem Rad fahren. :D

Ich nehme mal an, du wohnst noch im "Hotel Mama" und hast keine Ahnung was das Leben heute kostet. :eek::rolleyes:

Jeder sollte für seine Arbeit angemessen entlohnt werden, dafür darf ruhig gekämpft/gestreikt werden. :up:

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 10.05.2013 08:20

Re: Meiner Meinung nach...

Ich gehöre nicht zu denen die um die durch die halbe Stadt fahren müssen um überhaupt mal die die Schule zu sehen. Ich habe einen Fußweg von 15 Minuten mit dem Bus oder der Bahn fahr ich schon seit der 6. Klasse nicht mehr, weil ich gemerkt habe das es zu Fuß schneller geht. Deswegen besitze ich auch kein Maxx- Ticket. Ja ich lebe noch bei meiner Mutter. Was will man auch von einen 15 jährigen der bald 16 wird erwarten? Ich selber hab noch keine Prüfungen bin noch in der 8. Klasse. Und ich weis wieviel das was man zum Leben brauch kostet ich sehe es jeden Monat am Taschengeld.

von rnv TW 5715 - am 10.05.2013 08:33

Re: Meiner Meinung nach...

Da ein beachtilicher Teil des Schulwissens für die spätere Laufbahn vollkommen irrelevant ist, kann man so einen Streik (wenn nicht gerade Prüfung ist) ja auch dazu nutzen der Schule fern zu bleiben. Insbesondere die Zeit, die man sonst in Sport/Musik/Bio...usw..-Unterricht verbringen müsste, kann man sinnvoll in seine Zukunft investieren!

Was die Streikenden angeht, wie schon sooft geschrieben: Mehr Lohn für den ausgeübten Beruf JA, was allerdings auch einen Ersatz der unqualifizierten mit sich ziehen müsste.

Die Linie 6 würde ich mal gerne sehen, wenn im Rahmen einer Ölkrise Fahrverbote ausgesprochen werden, nur eben mal unter der Woche. DAs stelle ich mir sehr lustig vor :-)

von Tw237 - am 10.05.2013 08:34

Re: Meiner Meinung nach...

Zitat
Tw237
Die Linie 6 würde ich mal gerne sehen, wenn im Rahmen einer Ölkrise Fahrverbote ausgesprochen werden, nur eben mal unter der Woche. DAs stelle ich mir sehr lustig vor :-)


Ich bin schon in den 70er Jahren bei der Ölkrise mit meinem Vater von Ludwigshafen bis Viernheim ins Museum mit dem Rad gefahren!

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 10.05.2013 08:40

Re: Meiner Meinung nach...

Das ver.di mit der Zukunft der Prüflinge spielt weil manche Eltern ihre Kinder nicht in die Schule bringen können. Und man darf keine Prüfung nachholen. Verstehst du?

von rnv TW 5715 - am 10.05.2013 08:50

Re: Meiner Meinung nach...

wenn du so gut geübt bist, warum fährst du dann mit dem Auto in die Schule?

von Tw237 - am 10.05.2013 09:01

Re: Meiner Meinung nach...

Die die dann kein Geld für ein Taxi und kein Rad haben und zu dick zum zu Fuß gehen sind, würden dann ohne Schulabschluss dastehen. Ihnen bliebe dann nur noch übrig bei Verdi eine Karriere als Gewerkschaftsbonze anzustreben!

von Tw237 - am 10.05.2013 09:03
Also ich als Erziehungsberechtigter würde schon dafür sorgen das mein Kind pünktlich zur Prüfung kommt. Was hat man bis dahin doch schon alles für seine Kinder getan, sie hierhin und dorthin gebracht und dann wird man es an diesem Tag doch auch noch schaffen.
Und andererseits, auf was alles sollte Ver.di denn sonst noch Rücksicht nehmen? Maimarkt, Turnfest, Prüfung etc.? irgendwann ist halt Schluss mit Lustig und man muss sein Recht auf Streik wahrnehmen!

von Vetter 16SH - am 10.05.2013 09:11

Ganz so gut wie Du tust...

...scheinst Du Dich im Tarifgefüge der Verkehrsunternehmen nicht auszukennen, sonst würdest Du eine solche Behauptung nicht aufstellen.
Aber Du kannst ja mit dem PC umgehen und mal selbst googeln, nach welchen Tarifverträgen andere Verkehrsunternehmen, auch private, ihre Mitarbeiter entlohnen.

Dein persönliches Problem mit Gewerkschaften tut hier nichts zur Sache.

von Führerbremsventil - am 10.05.2013 09:19

Re: Ganz so gut wie Du tust...

Da steht private Busunterhehmer. Das sind für mich Läden wie Rau oder V-Bus. Und wenn man da mehr verdienen würde wie bei der RNV, dann wäre ich wohl schon mehrfach angelogen worden.

Der Subheini nimmt ausgebildete Busfahrer sicher mit Kusshand! Als nicht streiken, sondern zum Subheini wechseln!?!

von Tw237 - am 10.05.2013 09:28

Re: Ganz so gut wie Du tust...

Nicht jeder Busunternehmer zahlt den gleichen niedrigen Lohn.
Da gibt es nicht nur Unterschiede untereinander, sondern auch zwischen den Bundesländern.

von Führerbremsventil - am 10.05.2013 09:33

Re: Ganz so gut wie Du tust...

Mein Google funktioniert gerade nicht. Welcher Private in unseren Breiten zahlt denn besser?

von Tw237 - am 10.05.2013 09:36

Re: Ganz so gut wie Du tust...

Zum Beispiel solche, die den Tarifvertrag WBO (privates Omnibusgewerbe Baden-Württemberg) zahlen.
Und es gibt ja auch einige öffentliche Nahverkehrsbetriebe in Baden-Württemberg, die zahlen nach TV-N (das ist quasi der Nachfolger des BAT), ich schätze darauf möchte die Gewerkschaft hinaus.

von Führerbremsventil - am 10.05.2013 09:53

Ich will mich entschuldigen...

...für meine oberen Beiträge zu diesem Thema. Ich glaube ich habe da den Mund etwas zu voll genommen. Aber dennoch kann ich mir nicht vorstellendas die Subheinis besser bezahlt werden, auch wenn dies so sein sollte.

von rnv TW 5715 - am 10.05.2013 09:54

Re: Ganz so gut wie Du tust...

Was ist das für ein Tarif und wer wendet ihn an?
Wir reden hier ja nicht von irgendwelchen Reisebusfahrern o.ä. die oft tagelang weit abe der Heimat unterwegs sind, einer wesentlich höheren Belastung unterliegen und sich im idealfall auf mehreren Sprachen verständigen können müssen, sondern eher über die Linienbussubheinis (oder eben auch Eigenkonzessionäre), die dem städtischen Nahverkehr dienen und oftmals schon Probleme haben, sich auf Deutsch zu verständigen.

von Tw237 - am 10.05.2013 10:17

Re: Ich will mich entschuldigen...

Nie entschuldigen, solange dir nicht einer das Gegenteil in Zahlen und Fakten bewiesen hat!
Und selbst dann könnte man noch mal drüber diskutieren. Interpretationsspielraum und so....

von Tw237 - am 10.05.2013 10:19

Re: Ganz so gut wie Du tust...

Dieser höhere Tarif wird bei den stinknormalen Subheinis in der Metroregion wohl kaum angewendet,
daher ist der Bezug, der von der Gewerkschaftsmafia aufgebaut wird falsch.
Deren Funktionäre sind, was den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen angeht, schlimmer als Politiker.
Liegt vermutlich daran, daß die Vorgänge in solchen Organisationen noch nicht so von Medien usw. hinterfragt werden,
wie es in der Politik der Fall ist, wo Leute wegen aufgebauschter Nichtigkeiten "geschlachtet" werden.
Abgesehen davon sind die Aussagen gegen den "Feind" oft kaum noch an Polemik zu übertreffen und erinnern
an Parteitage von fragwürdigen linken Parteien.

von Fabegdose - am 10.05.2013 10:45

Re: Ganz so gut wie Du tust...

Das Problem im Dreiländereck ist, daß der hessische Tarif (LHO) "günstiger" ist als bei vergleichbaren baden-württ. Unternehmen.
Die Firmensitze der einzelnen Unternehmen sind Dir sicher bekannt.

von Führerbremsventil - am 10.05.2013 10:50

Re: Ganz so gut wie Du tust...

Nehmen wir Beth/Vbus/Hessen, Rau (RLP) Regenbogenotto (BW), S+F(BW), Discobus(BW)

Und jetzt sag mir mal welcher von denen 200 Euro mehr zahlt als die RNV.

von Tw237 - am 10.05.2013 10:58

Re: Ganz so gut wie Du tust...

Der Begriff "Gewerkschaftsmafia" müsste eigentlich in Lexikon :-P

von Tw237 - am 10.05.2013 11:00

Re: Meiner Meinung nach...

Weil man als fleißige Lehrkraft immer eine Menge an, zum Teil, schwerem Material mit sich herumtragen muss.
Nicht so wie du, der nur ein Laptop dabei hat.

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 10.05.2013 11:07

Re: Meiner Meinung nach...

Was nimmst du denn so schweres mit? Ist es schon so schlimm, dass du als Lehrkraft einen Lehrkörper mit einer schweren Ritterrüstung oder ähnlichem schützen musst? :-P

von Tw237 - am 10.05.2013 11:10

Re: Meiner Meinung nach...

Nö, aber als ordenlicher Student müssest du eigentlich wissen wie schwer Bücher sein können.
Ich weiß ja nicht, wie dein damaliger Sach-bzw. Heimatunterricht angelegt war, meiner soll eben anschaulich und interessant sein - diverses Anschauungsmaterial ist zum Teil halt schwer oder unförmig.

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 10.05.2013 11:15

Re: Meiner Meinung nach...

Bei uns hieß das HuS Heimat- und Sachkunde. Wir habe uns das unförmige Anschauungsmaterial (z.B. Dinoskelette) im Senckenbergmuseum angeshen.


Als ordentlicher Student habe ich einen Rucksack, in den Bücher, Laptop, eine (Glas)Flasche Wasser usw. Platz finden. Das gute an so einem Rucksack ist, dass ich ihn auf dem Fahrrad und im Zug gleichermaßen befördern kann.

von Tw237 - am 10.05.2013 11:29

Re: Mein

Ein Rucksack ist immer sehr gut, trotzdem reicht mir darin für Arbeitsmaterial der Platz nicht aus.
Ich will ja nicht mit so einem Weltreise-Trekking-Survival-Teil herumrennen ...

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 10.05.2013 11:38

Re: Mein

Was hast du denn für Anschauungsmaterial, das du täglich zur Schule mitnimmst. Und könnte man das dort nicht deponieren?

von Tw237 - am 10.05.2013 11:50

Re: Mein

Teilweise schon (deponiere aber nicht gerne Privatsachen in der Schule - die bekommen immer wieder Füße),
aber dann ist da mal eine größere Schüssel, dort mal eine Pflanze, dann wieder Bilder, die nicht geknickt werden sollen, usw., je nach Thema.

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 10.05.2013 11:59

Re: Mein

Sind in der großen Schüssel dann Süßigkeiten drin?

von Tw237 - am 10.05.2013 12:04

Re: Mein

Bei bestimmten Anlässen (z.B. vor den Ferien) schon, meist kommt aber das Schulobst rein ...

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 10.05.2013 12:07

Re: Mein

Dann dürftest du ja bei Spickmich ein gutes Bewertungsprofil haben. Vorausgesetzt die Noten stimmen.

von Tw237 - am 10.05.2013 12:18

Re: Mein

"Spickmich", was ist das denn schon wieder - außer hier im Forum bin ich nirgends im Netz vertreten bzw. aktiv.

Ich gebe keine Noten, es gibt nur Verbalbeurteilungen.

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 10.05.2013 12:25

Re: Mein

Bei uns gab es in der 3+4 Klasse Noten. Wie erhalten deine Schüler dann die Empfehlung für eine weiterführende Schule?

Bei Spickmich musst du nicht selbst aktiv werden. Das übernehmen deine Schüler für dich.

von Tw237 - am 10.05.2013 12:47

Re: Mein

In der 3.und 4.Klasse gibt es bei uns auch Noten, aber nicht in Klasse 1 und 2.

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 10.05.2013 12:51

Re: Mein

Man schaut sich die Noten an und jenachdem wie die Noten sind bekommt man die entsprechende Empfehlung. Hätte ich mich in der Grundschule angestrengt und hätte immer schön brav meine Hausaufgaben gemacht wäre ich jetzt ein Realschüler. Aber nein was mach ich? Statt die Hausaufgaben zu machen war ich drausen. Und wo bin ich jetzt gelandet? Auf einer Ganztageswerkrealschule. seufz

von rnv TW 5715 - am 10.05.2013 15:38

Re: Mein

Kein Wunder, vermutlich hattest du in der Grundschule auch keine Lehrerin, die Schüsseln, Bäume oder Dinoskelette mit in den Unterricht gebracht hat.

von Tw237 - am 10.05.2013 15:52

Re: Mein

Nein so eine hatte ich nie. Ja ich weis früher hat man noch ordentlich gelernt und man ist Samstags auch noch in die Schule gegangen. Dagegen hat man es von der 3. Klasse wenn die Kinder dann anfangen mit Schimpfwörtern und sonstigen sachen um sich zu werfen dann nur noch asoziale Mitschüler von denen es leider immer mehr gibt. Ich hab es dieses Schuljahr besonders gemerkt als die neuen 5. Klässler kamen. Rotzfrech und kein Respekt. Wenn das so weiter geht ist man in der Schule nur noch von asozialen umzingelt. :-(

von rnv TW 5715 - am 10.05.2013 16:38

Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Der WBO-Tarifvertrag liegt bei 14,89 € / Stunde und wird bis September 2013 auf 15,31 € ansteigen. Bei 170 Monatsstunden ergibt das schon jetzt einen Bruttobetrag von 2531,30 €. Schon hier ist ein deutlicher Unterschied zum RNV-Tarif festzustellen, der da mal eben mehr als 400 drunter liegt. Und es gibt auch in der Region Unternehmen die nach WBO-Tarif zahlen. Sie fallen nur nicht mehr so sehr auf, weil sie für die RNV als Subunternehmer zu teuer geworden sind...

Schauen wir uns jetzt mal die Mietspiegel als Vergleichswert an

Heddesheim 6,99 €
Weinheim 8,03 €
Mannheim 8,14 €
Heidelberg 10,12 €
Dossenheim 10,82 €

Heddesheim liegt minimal über, die übrigen Städte deutlich über dem Bundesdurchschnitt, der liegt bei rund 6,70€. Schauen wir mal weiter im Ländle herum:

Karlsruhe 9,03 €
Freiburg 9,64 €
Stuttgart 10,12 €

Sowohl VBK als auch VAG zahlen nach TV-N. 2011 waren das 2313 Euro.

Linksrheinisch sind die Preise etwas näher am Bundesdurchschnitt, die günstigen Mieten in Ludwigshafen sind eine Folge eines Überangebotes nach Bevölkerungsschwund in die Umliegergemeinden und gleichzeitiger Erschließung von Neubaugebieten. Dies ließ die Mieten in LU in den vergangenen Jahren stagnieren, während sie rundrum kontinuierlich gestiegen sind.

Worms 6,22 €
Ludwigshafen 6,69 €
Limburgerhof 7,21 €
Maxdorf 7,37 €
Speyer 8,29 €
Ellerstadt 8,51 €
Bad Dürkheim 8,89 €

Jetzt schauen wir uns mal in der restlichen Republik um:
Gelsenkirchen 4,77 €
Duisburg 5,12 €
Dortmund 5,49 €
Bochum 5,70 €
Essen 5,77 €
Mülheim 5,88 €
Bielefeld 5,93 €
Kassel 5,97 €
Weil am Rhein 6,49 €
Hannover 6,81 €
Würzburg 7,42 €
Berlin 7,45 €
Augsburg 7,50 €
Ulm 7,98 €
Nürnberg 8,22 €
Lörrach 8,60 €
Köln 9,21 €
Düsseldorf 10,57 €
Hamburg 10,65 €

Wie man sieht ist die unsrige Region nicht wirklich die günstigste was die Lebenshaltungskosten angeht. Den Osten, der den Durchschnitt der Mietspiegel auch nochmal deutlich senken würde lass ich mal ganz außen vor, schließlich gibt es nach wie vor auch Einkommensunterschiede zwischen West und Ost.

Das durchschnittliche Monatsbrutto heranzuziehen ist gleichermaßen eindrucksvoll wie falsch. Beim statistischen Bundesamt kann man ein Jahresbrutto von 38820 Euro nachlesen, was 3235 Euro monatlich wären. Hier sind aber die Besitzstände auch mit drin, und so deckt sich das ganz gut mit der Darstellung der RNV. Dass die Unterschiede zwischen Alttarifen und aktuellen Tarifen teilweise mehr als deutlich sind und in Einzelfällen der neue Kollege sogar nur die Hälfte des Lohnes für die gleiche Arbeit bekommt, das taucht bei einer solchen Zahl hingegen nicht auf. Im Grunde ist es peinlich, dass die RNV diese Besitzstände als Argument anführt, denn damit macht sie ja selbst deutlich, wie sehr man am neuen Personal mittlerweile spart.

Was den hessischen Tarif angeht: die Koch-Regierung hat hier irreparable Schäden angerichtet. Hier hat man den Wettbewerb pervertiert, wofür der Steurzahler in vielen Fällen am Ende deutlich mehr hinlegt. Als Beispiel sei die profitable Kraftverkehr Kinzigtal GmbH angeführt, die von der Hanauer Straßenbahn AG aufgekauft wurde und mittlerweile defizitär ist, nachdem man sich mit Dumpingpreisen an den Markt warf. Eine vertragliche Pflicht zur Bezahlung des LHO-Tarifes wurde erst bei den Ausschreibungen ab 2005 festgeschrieben. Unter anderem deshalb kam es im RMV schon zu Neuvergaben mit entsprechenden Aufschlägen, nachdem er ursprüngliche Gewinner des Bieterverfahrens in die Insolvenz ging. In Wiesbaden stellte man fest, dass Wibus, die auf Niveau des LHO-Tarifes zahlt, die Leute davonlaufen, da der Unterschied zu den ESWE-Fahrern bei rund 25% liegt und die Unzufriedenheit damit immer größer wurde. Man hatte ernstzunehmende Probleme den fahrplanmäßigen Betrieb aufrecht zu erhalten.

Der LHO-Tarif wurde übrigens am 1.8.2012 um 3,5%, zum 1.1.13 um weitere 1,5% und mit Einmalzahlungen sowie Zulagenanpassungen immerhin angemessen erhöht. Netto kann ein VBus-Fahrer durchaus mit mehr Geld in der Tasche als ein RNV-Fahrer heimgehen, weil er dort deutlich mehr Stunden fahren kann (und das in der Regel auch tut). Damit ist es zwar nicht mehr so oft nötig, dass ein Familienvater möglicherweise ergänzende Leistungen beantragen muss um die Miete zu zahlen, schmälert aber das Familienleben sehr deutlich. Der Unterschied zwischen LHO- und RNV-Tarif ist aber nicht so riesig, wie er manchmal gerne dargestellt wird. Der Unterschied zwischen WBO- und RNV-Tarif ist deutlicher.

Es sind also keine Lügen, die ver.di verbreitet, es ist im besten Fall genauso schöngerechnet wie das Gesülze der Arbeitgeberseite, die beteuert man habe sich bewegt. Jemand der auf dem Stuhl sitzt und die Arschbacke hebt um ein Lüftchen wehen zu lassen bewegt sich auch. Er sitzt dann aber nach wie vor genauso weit von seinem Gegenüber weg wie vorher. Sprich: Die Arbeitgeberseite hat aus einem indiskutablen Angebot ein schlechtes Angebot gemacht, aber sich seit der zweiten Verhandlungsrunde nur noch bewegt ohne aufzustehen.

Dass jemand trotz seiner Hochschulreife von all dem keine Ahnung hat ist schon schade genug. Dass es jemand ist, der in diesem Bereich studiert und sich mit Begriffen wie "Subheinis" abfällig über die Beschäftigten und die Unternehmen äußert und keinen hehl draus macht, dass er sich für etwas besseres hält macht es nicht besser. Am lustigsten finde ich es aber, dass es von jemandem kommt, der weder von einem eigenen Hausstand, noch von eigener Erwerbsarbeit ein Fünkchen Ahnung hat, aber sich gleichzeitig über Börsentransaktionssteuern ärgert. Das macht Dich zu einer der peinlichsten Figuren die auf diesem Planeten rumlaufen.

von Stefan Klein - am 10.05.2013 16:40

kumm...

jetzt trägst du aber bissl dick uff....

Ich glaube kaum, dass das Bildungsniveau an sich gesunken ist, es sind eben nur viele andere Dinge.
Und wer geht gerne Samstags in die Schule? Und du meinst du wärst dann besser?

von Tw237 - am 10.05.2013 16:59

Re: Ganz so gut wie Du tust...

Siehe Beitrag von Ferdifuchs.
Ausführlicher geht's fast nicht mehr.

von Führerbremsventil - am 10.05.2013 18:03

Re: Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Was der Mieten verglich soll, verstehe ich nicht. Es hat hier glaube ich niemand, auch ich nicht, behauptet, dass man bei der RNV gut oder ausreichend verdient.

Aber fassen wir zusammen: Der WBO-Tarif ist besser als der der RNV. Aber wer zahlt nun diesen Tarif? Und warum zahlt er diesen?
Wo gibt es Sub-Fahrer, die diesen Tarif bekommen? Und wieviele davon sind Eingenkonzessionierte Unternehmen? Und warum zahlen sie diesen Tarif? Wollen sie vernünftiges Personal oder ist das in einer Ausschreibung gefordert?

Ohne diese notwendigen Hintergrundinfos ist das eher ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen.

Ich denke aber, dass es wohl Fakt ist (lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen), dass es hier in der Umgebung keinen Anbieter von Sub oder EIgenleistungen im städtischen ÖPNV gibt, der besser zahlt als die RNV.

Damit könnte man zumindest auch hier sagen, dass der Verdi-Vergleich hinkt. Und wenn man nun alle im ÖPNV tätigen privaten Unternehmen nimmt und eine Aufstellung macht, wie viele davon mehr zahlen als die RNV, dann vermute ich (nicht weiß), dass deren Anteil verschwindend gering sein wird.

Und solange das so ist, ist die Aussage von Verdi nach meinem Dafürhalten falsch.


Zitat
Ver.difuchs
Netto kann ein VBus-Fahrer durchaus mit mehr Geld in der Tasche als ein RNV-Fahrer heimgehen, weil er dort deutlich mehr Stunden fahren kann (und das in der Regel auch tut).


Ok, das stimmt natürlich :-D Ich glaube aber nicht, dass das der Disklussuion dienlich ist. Schließlich könnte man den RNVlern ja dann auch anbieten 7% mehr zu arbeiten, wenn sie mehr Kohle wollen. Schlag das mal der Schlorke vor. Alle Probleme gelöst :-D


Über Hessen kann man streiten. Es hat durchaus seine Gründe, warum sich das System nicht bundesweit durchgesetzt hat. Die Problematiken liegt neben einem System, das in weiten Teilen Lohndumping nutzt auch in einer beschnittenen unternehmerischen Freiheit.
Ein ganz großer Vorteil in meinen Augen, den Hessen hat ist, dass auch Mittel für Schüler und Schwerbehindertenbeförderung als Zuschüsse der öffentlichen Hand gelten und man sich mit geschönten Schüler und Schwerbehindertenzahlen keine Eigenwirtschaftlichkeit zurechtlügen kann.



Ferner stelle ich mir die Frage, warum dann eigentlich nicht jemand mit so viel Ahnung wie du meine Hochschulreife hat ;-)
Ich verstehe auch nicht, wieseo ich keine Subheini-Witze machen sollte. Aber du kannst mich genre aufklären, mit all deinem fundierten Wissen.
Und wenn es dich beruhigt: Ich bin neben meinem Studium gewerbetreibend und erwirtschafte so richtig mein eigenes Geld. Das lege ich dann gerne an. In Essengehen, Urlaub und eben in Aktien. Somit stellen auch Börsentransaktionen und Dividenen einen nicht unwesentlichen Posten auf meiner Ertragsseite dar.
Daher finde ich es völlig ok Steuern, die mein Einkommen schmälern, abzulehnen.
Und auch wenn ich als armer Student meine Steuern so im Wesentlichenzurückerstattet bekomme, muss ich auch an später denken und werde ganz sicher keine Regierung wählen, die damit wirbt, die Abschlagssteuer zu erhöhen.

von Tw237 - am 10.05.2013 18:56

Re: Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Zitat
Tw237


Daher finde ich es völlig ok Steuern, die mein Einkommen schmälern, abzulehnen.
Und auch wenn ich als armer Student meine Steuern so im Wesentlichenzurückerstattet bekomme, muss ich auch an später denken und werde ganz sicher keine Regierung wählen, die damit wirbt, die Abschlagssteuer zu erhöhen.

Du bist schon ein wahres Vorbild, für unsere Solidargemeinschaft. Schön zu sehen, daß Leute, die vom Bildungssystem und allen Ermäßigungen profitieren wollen, aber wenn sie selbst dazu beitragen sollen, sich wegducken und auf Tauchstation gehen. Wenn du noch lernst, nicht so öffentlich die ICH/MIR/MEIN-Position zu betonen, und etwas mehr Interpretationsraum einplanst, kriegste bestimmt bald das Goldene Parteibuch der Freien Radikalen Hütchenspieler. Ei, wo isses dann, das Steuergeschenk. Oh, wieder nix, leider nur ein Paket Spätrömische Hartz 4 Dekadenz gewonnen. Schade, ....

von Rumpelweiche - am 10.05.2013 20:47

Re: Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Was der Mieten verglich soll, verstehe ich nicht.
Ein Euro ist nicht in jeder Region gleich viel wert. Deshalb der Mietenvergleich. Miete ist einer der größten Ausgabekosten für einen Privathaushalt. Das ist etwas, wovon manch einer der hier Mitschreibenden noch nicht so viel Ahnung hat.

Und warum zahlen sie diesen Tarif? Wollen sie vernünftiges Personal oder ist das in einer Ausschreibung gefordert?
Sie zahlen weil ihnen nichts andere übrig bleibt um Personal zu bekommen. Dass der RNV insbesondere im mietteuren Heidelberg schon Personal (in einem Fall sogar ein kompletter Fahrschulkurs) abhanden gekommen ist, weil die S-Bahn Löhne zahlt die irgendwo beim WBO-Tarif liegen ist schonmal ein kleiner Fingerzeig. Dass die her bekannten Subunternehmer schlechter bezahlen liegt unter anderem an der Schlechtzahlung der RNV und der Schlechtzahlung von einer Tochterfirma mit Firmensitz in Hessen, die die Löhne massiv drücken. Das darf man ruhig als eine gewisse Art von Taktgeber verstehen.

Ohne diese notwendigen Hintergrundinfos ist das eher ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen.
Du hast diese Hintergrundinfos ja offensichtlich nicht, und Du interessierst Dich ja auch nicht dafür, sondern findest es besser dann völlig unreflektiert der Gewerkschaft Lügerei zu unterstellen, ohne selbst nennenswerte Belege dafür liefern zu können. Nur weil VBus tatsächlich weniger bezahlt ist das kein Beleg dafür, dass die Aussage der Gewerkschaft unrichtig ist.

dass es hier in der Umgebung keinen Anbieter von Sub oder EIgenleistungen im städtischen ÖPNV gibt
Die SWEG zahlt mWn nach TV-N, könnte aber auch WBO sein, in jedem Fall mehr als die RNV. Palatinabus zahlt auch in jedem Fall mehr. Die Fluktuation in diesen Betrieben ist naturgemäß allein aufgrund der Größe geringer, das Lohngefüge dürfte hier aber auch eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Und trotz höherer Löhne schafft es Palatina beispielsweise dem BRN das Wasser abzugraben.

Das lege ich dann gerne an. In Essengehen, Urlaub und eben in Aktien.
Die Ausgabenseite sieht in Deinem Fall vollkommen anders aus. Finanziere mal eine eigene Wohnung, dann merkst Du schnell, warum ich einen Mietvergleich angeführt habe. Deine Ausgabenseite würde dann auch völlig anders aussehen.

von Stefan Klein - am 10.05.2013 23:03

Re: Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Wie hier die Lebenshaltungskosten sind, war ja nicht das Thema der Diskussion. Es besteht meine ich Einigkeit darüber, dass das was die RNV zahlt etwas knapp ist.
Es geht ja vielmehr darum, dass behauptet wurden, dass die Privaten besser zahlen, und zwar ohne Einschränkung auf WBO oder BaWü.


Um es nochmal von oben zu wiederholen. Um irgendwelche Sub-Leistungen anbieten zu können oder Ausschreibungen, bei denen der Aufgabenträger den meisten Wert auf einen niedrigen Preis legt, kann ein kleineres privates Unternehmen nicht anbieten, wenn es das Personal besser bezahlt. Sonst würde dieses System nicht funktionieren.
Es gibt auch Ausschreibungen, die bestimmte "Begleitumstände" regeln oder unter dem Schild der "Mittelstandsförderung" (m.E. im ÖPNV wenig sinnvoll) irgendwelche Privaten ansprechen. Genauso kannst du als Gemeinde Leistungen an den Subheini deiner Wahl selbst einfach so vergeben, solange die Leistung eine bestimmte Grenze nicht überschreitet.
Das sind aber alles Fälle in denen ich mir vorstellen kann, dass wesentlich besser gezahlt wird, die so im großen und ganzen betrachtet nicht die Mehrheit darstellen dürften.

Übertragenerweise ist das etwa so, als wenn man behauptet, dass eine Stadt mit über 300.000 Einwohnern 5-min.-Takt auf der Straßenbahn fährt. Zürich macht das. Von daher wäre es ja nicht gelogen. Aber wenn man noch alle anderen Städte dieser Größe mit einbezieht, sieht man, dass dieses Bild dann nicht sehr repräsentativ ist.


Dass die SWEG tatsächlich überall besser zahlt kann ich mir nicht vorstellen(weiß es nicht), da sie ja schließlich für den BRN Subleistungen fährt. Zudem ist die SWEG ja auch kein privater Anbieter ;-)



Aber dennoch lieb von dir, dass du extra für mich jetzt diesen Mietenvergleich angefertigt hast. Aus Gründen der Heimatverbundenheit würde ich jedoch nach Möglichkeit auf Investitionsobjekte in Mannheim beschränken.
Daher können einmal nur Mannheimer Werte für die Abschätzung einer möglichen Finanzierung und Rendite herhalten. Bevor ich jedoch ein solches Großprojekt wie den Kauf einer Bude angehe, hätte ich schon gerne fertig studiert. Immobilien wären da eher eine Sicherheit. Der große Gewinnbringer sind sie insbesondere in diesen Tagen im Vergleich zu Aktiengeschäften nicht.

von Tw237 - am 11.05.2013 07:50

Re: Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Würdest du jemanden wählen der dein Einkommen schmälert? Nein vermutlich nicht. Aber bei den anderen ist es ok. Das dürfte so die Ideologie sein, die dahinter steht.

Dass ich von unserem Bildungssystem profitiert habe, stimmt nicht. Viel mehr ist richtig, dass ich momentan noch davon profitiere. Die Jahre mit Studiengebühren abgezogen.
Somit finde ich es auch völlig ok, dass mir die Möglichkeit gegeben ist mein studentisches Budget irgendwie aufzubessern.
Von denen, die ihr Geld an der Tanke oder beim Kellnern verdienen fordert ja auch keiner was.

Vielmehr finde ich es ungerecht, dass diejenigen, die während ihrer Schulzeit ihr Geld verbrasst haben, anstatt es vernünftig anzulegen, heute das BaFög geradezu in den A... geschoben bekommen. Damit ist der (finanzielle) Leistungsanreiz für die Jugend natürlich nicht gegeben.

von Tw237 - am 11.05.2013 07:57

Re: Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Schrub ich: Daher finde ich es vollkommen ok, Steuern, die mein Einkommen schmälern, abzulehnen ?

Du kannst wählen, wen du willst, und ich kann wählen, wen ich will.

Aber Leute, die sich aus der Solidargemeinschaft, nachdem sie sie beansprucht haben, verabschieden, und sagen : Steuern, die mein Einkommen schmälern, NEIN, die sind für mich sehr zwielichtig. Und wer so einen Anspruch hat, findet ja leider, meist auch einen Weg dahin. Gab ja nun genug prominente Beispiele dafür.
Und es sei jedem Studierenden, seine Steuerrückzahlung gegönnt, egal wie er/sie sich Geld dazuverdient, schließlich ist es eine Investition in die Bildung der Zukunft.

Aber schreibe nie wieder, du findest es ok, Steuern abzulehnen, die dein Einkommen schmälern, denn jeder, ich, alle RNV-ler, alle Sub-Heinis, zahlen Steuern, die unser Einkommen schmälern, unter anderem zB. damit Studenten, ihre Studienzeit auch steuerlich besser geregelt bekommen.

von Rumpelweiche - am 11.05.2013 10:03

Re: Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Zitat
Reinhardt Bahn, der Waggeldaggel
Aber schreibe nie wieder, du findest es ok, Steuern abzulehnen, die dein Einkommen schmälern, denn jeder, ich, alle RNV-ler, alle Sub-Heinis, zahlen Steuern, die unser Einkommen schmälern, unter anderem zB. damit Studenten, ihre Studienzeit auch steuerlich besser geregelt bekommen.


Klingt sehr moralverbunden, aber jeder Mensch auf der Welt wählt die Partei, von deren Handeln er die geringste Steuerbelastung für sich selbst erwartet. Wer was anderes erzählt, dem glaube ich nicht.

von Fabegdose - am 11.05.2013 11:07

Re: Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Zitat
Fabegdose
Zitat
Reinhardt Bahn, der Waggeldaggel
Aber schreibe nie wieder, du findest es ok, Steuern abzulehnen, die dein Einkommen schmälern, denn jeder, ich, alle RNV-ler, alle Sub-Heinis, zahlen Steuern, die unser Einkommen schmälern, unter anderem zB. damit Studenten, ihre Studienzeit auch steuerlich besser geregelt bekommen.


Klingt sehr moralverbunden, aber jeder Mensch auf der Welt wählt die Partei, von deren Handeln er die geringste Steuerbelastung für sich selbst erwartet. Wer was anderes erzählt, dem glaube ich nicht.


Noch einmal: Lesen und Verstehen !
Von mir aus kann jeder die moralische Flitzpiepenpartei wählen, die er wählen will, um die ja geringste Steuerbelastung zu haben, oder noch Geld zu bekommen.
Lehne ich Steuern ab, die mein Einkommen schmälern, hinterziehe ich Steuern bzw zahle keine (denn alle Steuern schmälern mein Einkommen) und die Solidargemeinschaft hat irgendwann FERTIG. Und natürlich wähle auch ich die Partei, von denen ich mehr Netto von Brutto bekomme, außer die großmäuligen Schmarotzer, die noch nie einen herrgottsmüden Streich gearbeitet haben, und sowas versprechen.

von Rumpelweiche - am 11.05.2013 16:08

Re: Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Den Mietenvergleich habe ich nicht gemacht, damit Du es einfacher hast Invstitionsobjekte auszusuchen, sondern um deutlich zu machen, dass die ohnehin im Gegensatz zu den Alttarifen empfindlich zusammengestrichenen Löhne nicht mit den Preissteigerungen bei den sonstigen Lebenshaltungskosten der letzten Jahre mitgehalten haben. In einer Gegend mit überwiegend überdurchschnittlich hohen Mieten unterdurchschnittliche Löhne zu zahlen ist etwas, was auf Dauer nicht gut gehen wird. Das Beispiel eines kompletten Heidelberger Fahrschulkurses der geschlossen zur S-Bahn wechselte führte ich bereits an. Wo das Personal unzufrieden ist schlägt sich das in den Krankenständen nieder, auch hier konnte man in der Lokalpresse schon verfolgen, dass man aufgrund der Krankenstände phasenweise Schwierigkeiten hatte den normalen täglichen Auslauf hinzukriegen.

Ausschreibungen, bei denen der Aufgabenträger den meisten Wert auf einen niedrigen Preis legt, kann ein kleineres privates Unternehmen nicht anbieten, wenn es das Personal besser bezahlt
Das Gegenteil ist in der Vergangenheit aber bereits öfter vorgekommen. Nämlich dass ein Großkonzern mit nicht kostendeckenden Preisen hantiert und dann allein der Größe wegen gegenüber der öffentlichen Hand auftreten kann und die Beteiligung am Defizit einfordert, von denen die Beschäftigten dennoch nichts haben. Veolia Transport hat das bereits einige Male bestens hinbekommen. Das Beispiel HSB/KVK nannte ich bereits. Die kleinen Betriebe scheitern oftmals nicht daran, dass sie nicht eine einzelne Linie kostengünstig betreiben könnten, sondern dass komplette Linienbündel ausgeschrieben werden, die dann von Kleinunternehmen nicht mehr so ohne weiteres gestemmt werden können. Operative Zusammenschlüsse wie VLL oder VGG sind dann die einzige Chance gegen größere Firmen bestehen zu können.

Dass die SWEG tatsächlich überall besser zahlt kann ich mir nicht vorstellen(weiß es nicht), da sie ja schließlich für den BRN Subleistungen fährt.
Dass Du tatsächlich in diesem Bereich studierst kann ich mir ebensowenig vorstellen, da Du ja schließlich nicht zum ersten Mal derartigen Unsinn von Dir gibst. Nur weil jemand mit geringeren Löhnen eine Ausschreibung gewinnt, heißt das nicht, dass jemand mit besseren Stundenlöhnen Subunternehmer sein kann. Ein Unternehmen kann trotz angemessener Löhne kostengünstigster Anbieter auf einer Linie oder einem Teilnetz sein, beispielsweise weil der Betriebshof entsprechend liegt und Leerfahrten vermieden werden, weil man mit diesen Leistungen beispielsweise seine Fahrzeug- und Werkstattkapazitäten optimaler auslasten kann, oder weil das Verhältnis Verwaltung - Fahrdienst einfach ein völlig anderes ist. Und dass die Jahresergebnisse einer dem DB-Konzern zugehörigen Firma anders aussehen müssen ist bekannt. Ein kleines oder mittelständisches Unternehmen, vielleicht sogar in Familienhand, oder ein Unternehmen wie die SWEG haben da naturgemäß andere Ansprüche. Das mag einem wie Dir vielleicht nicht gefallen, weil man damit an der Börse ja auch nichts rausholen kann. Es ist aber die gängige Praxis, denn ausgerechnet schlecht geführte Unternehmen wie VBus sind keinesfalls das Maß der Dinge.

Du hast ein solides Fachwissen was die Historie angeht und bemerkenswerte Fähigkeiten was den Modellbau angeht. Von der Praxis hast Du jedoch ganz offenkundig verdammt wenig Ahnung und bist erstaunlich realitätsresistent.

von Stefan Klein - am 12.05.2013 20:37

Re: Als ob Du es mit der Wahrheit so genau nehmen würdest...

Die Betrachtung der Ausgabenseite hättest du dir, wiederholt gesagt, trotzdem sparen können. Dann es gibt wohl niemanden hier, der bezweifelt, dass man bei einem ÖPNV-Unternhemen wie der RNV, oder noch verstärkter eben bei einem Subunternehmer, nicht so viel verdient wie es eigentlich sein müsste.
Ich würde sogar die These aufstellen, dass man (ich habe mir das mal angesehen) gemessen an anderen Berufsgruppen und dem damaligen Lebensbedarf vor 100 Jahren bedeutend besser verdient hat. Belegen kann ich es jedoch momentan nicht ;-)
Nur macht es eben wenig sinn nur für die RNV höhere Löhne zu fordern, sondern für alle. Die RNV kann als Inhouse vergebendes Unternehmen 50% ihrer Leistungen fremd vergeben. Und je nach dem wie gut die MVV-E in den kommenden Jahren Dividenden zahlt, besteht die Gefahr (ich sage ja nicht dass es zwangsläufig kommt), dass sie davon auch vermehrt gebrauch machen wird. Insbesondere wenn die "Schere" zwischen RNVler und Subheini größer wird.




Zitat
Ferdi
Zitat
Tw237
Ausschreibungen, bei denen der Aufgabenträger den meisten Wert auf einen niedrigen Preis legt, kann ein kleineres privates Unternehmen nicht anbieten, wenn es das Personal besser bezahlt

Das Gegenteil ist in der Vergangenheit aber bereits öfter vorgekommen. Nämlich dass ein Großkonzern mit nicht kostendeckenden Preisen hantiert und dann allein der Größe wegen gegenüber der öffentlichen Hand auftreten kann und die Beteiligung am Defizit einfordert, von denen die Beschäftigten dennoch nichts haben. Veolia Transport hat das bereits einige Male bestens hinbekommen. Das Beispiel HSB/KVK nannte ich bereits. Die kleinen Betriebe scheitern oftmals nicht daran, dass sie nicht eine einzelne Linie kostengünstig betreiben könnten, sondern dass komplette Linienbündel ausgeschrieben werden, die dann von Kleinunternehmen nicht mehr so ohne weiteres gestemmt werden können. Operative Zusammenschlüsse wie VLL oder VGG sind dann die einzige Chance gegen größere Firmen bestehen zu können.


Ich befürchte du mich da nicht ganz verstanden. Das was du da beschreibst ist keinesfalls ein Gegenteil der von mir aufgestellten These, sondern eine Spielart des Marktes, die das was ich beschrieben habe eher noch belegt.
Es ist in der Tat öfter zu sehen, dass Großkonzerne unter Preis auf Linienbündel oder Linien bieten. Das machen sie vor dem Hintergrund, dass sie im Laufen kommender Ausschreibungen weitere Lininebündel in der Region bekommen können und dann eben wegen ihrer Größe (man nennt das Economies of Scale) mit allen zusammen dennnoch ein positives Ergebnis einfahren können. Das kann natürlich auch ganz fürchterlich in die Hose gehen. Und je kleiner das Unternehmen ist, das solche Spielchen wagt, desto schlimmer kann es davon auch getroffen werden.


Zitat
Ferdi
Nur weil jemand mit geringeren Löhnen eine Ausschreibung gewinnt, heißt das nicht, dass jemand mit besseren Stundenlöhnen Subunternehmer sein kann.


Das hat ja auch niemand behauptet. Trifft aber eher das, was ich meine, was du aussagen wolltest. Um es nochmal ausführlich zu beschreiben was ich meite: Angenommen, die SWEG zaht als Unternehmern der öffentlichen Hand besser als BRN oder sogar RNV und zahlt überall das gleiche Geld, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass es dann Subleistungen anbietet, die teurer sind als die Eigenleistung des Aufraggebers, also der BRN-Fahrer weniger oder zumindest gleich verdient wie der SWEGler. Es sei denn der BRN wird aus irgendeiner Mangelsituation eines Notstandes dazu gezwungen eine Leistung die er günstiger selbst erstellen kann zu vergeben. Das dürfte dann aber nicht von langer Dauer sein.



Zitat
Ferdi
Ein Unternehmen kann trotz angemessener Löhne kostengünstigster Anbieter auf einer Linie oder einem Teilnetz sein, beispielsweise weil der Betriebshof entsprechend liegt und Leerfahrten vermieden werden, weil man mit diesen Leistungen beispielsweise seine Fahrzeug- und Werkstattkapazitäten optimaler auslasten kann, oder weil das Verhältnis Verwaltung - Fahrdienst einfach ein völlig anderes ist.


Stimmt.
So sollte es im Wettbewerb auch funktionieren. Nur leider tut es das in vielen Fällen nicht. Das ist eine Realität.
Denn wenn du dir die Kostenstrukturen im ÖPNV mal ansiehst, dann wirst du sehen, dass die Personalkosten den wesentlichen Teil ausmachen. Fahrzeugkosten sind hingegen fast verschwindend gering. Die Realität ist, dass sobald irgendein Unternehmer kommt, der sein Personal wesentlich schlechter bezahlt, er zum günstigeren Preis anbieten kann. Auch wenn sein Betriebshof 50 km entfernt liegt. Solange nicht alle Fahrer einen gleichten - bestenfalls ausreichend hohen - Lohn erhalten wirst du solchen Vorgängen kaum ein Ende setzen können.


Zitat
Ferdi
Das mag einem wie Dir vielleicht nicht gefallen, weil man damit an der Börse ja auch nichts rausholen kann


Klar, in deinen Augen bin ich nur der böse Kapitalist, der seine Mitmenschen ausbeutet.
Wie ich jeodoch schon öfter beschrieben habe, bin ich kein Freund von Dumpinglöhnen im ÖPNV und auch sicher kein Fan von Verkehrsunternehmen der öffentlichen Hand an der Börse.
Aber man muss auch die gesamtwirtschaftliche Situation im Auge behalten und richtig interpretieren können. Und das gelingt anscheinend weder dir noch der Gewerkschaft.


Zitat
Ferdi
Es ist aber die gängige Praxis, denn ausgerechnet schlecht geführte Unternehmen wie VBus sind keinesfalls das Maß der Dinge.


Klar, dass ich in deinen Augen ja gar keine Ahnung haben kann, wenn ich nicht Behauptungen dieser Art aufstelle!
Aber würde ich mir an dieser Stelle eher mal die Frage stellen, wie denn "schlecht geführt" definiert ist. Und warum das auf VBus zutrifft.



Zitat
Ferdi
Du hast ein solides Fachwissen was die Historie angeht und bemerkenswerte Fähigkeiten was den Modellbau angeht.


Vielen Dank für die Blumen!



Zitat
Ferdi
Von der Praxis hast Du jedoch ganz offenkundig verdammt wenig Ahnung und bist erstaunlich realitätsresistent.


Ein berühmter Verkehrswissenschaftler (Leibbrand) hat mal gesagt:"Ein altes Scherzwort besagt, dass es in einer Stadt ebenso viele Verkehrswissenschaftler wie Einwohner gibt".
Ich habe hier lediglich Realitäten beschrieben. Wenn ich aus dem Zusammenhang heraus eine These aufgestellt habe (ungewertet), dann ist es keinem gelungen diese zu widerlegen. Aus dem Zusammenhang heraus meine ich kann man zum Schluss gelangen, dass die Mehrheit bei Privaten arbeitenden Fahrer schlechter verdient als ein RNVler. Und das wäre unabhängig davon wie man das findet (finde es nicht gut), eine Realität. Und die wird auch nicht durch Einzelbeispiele widerlegt.

Darüber hinaus stelle ich mir die Frage, von welcher Warte du beurteilen kannst, wie viel Ahnung ich wovon habe. Das sind Dinge, die irgendwann mal Ergbebnisse meiner Arbeit zeigen oder momentan noch die Bewertungen meiner Professoren (viele davon auch mit Praxiserfahrung), die nochmal etwas besser sind als die Noten meines Hauptschulabschlusses.

Es ist jeodoch in der Zunft der Fuzzis immer schon sehr verbreitet gewesen, dass die Fans alles besser wissen als die Fachleute. Aber man kann nicht alles so beschrieben, wie man es gerne hätte und die Realität außen vor lassen ;-)

von Tw237 - am 13.05.2013 07:12
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