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Nahverkehr Rhein-Neckar
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vor 5 Jahren, 1 Monat
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vor 5 Jahren, 1 Monat
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Tw 17, rnv TW 5715, Vetter 16SH

Zwei Kurztrips an den See - Teil 1 (m28B)

Startbeitrag von Tw 17 am 26.05.2013 20:13

Hallo,

nachdem es bei der Facebookseite der Deutschen Bahn Gutscheine für das EuropaSpezial zu gewinnen gab, entschied ich mich zusammen mit SRR und Leutershausen OEG-Bf. eine Tagestour zu unternehmen. Als Ziele standen unter anderem Genf, Benelux (vorallem Amsterdam) und Prag auf dem Programm. Da das Budget aber dann doch sehr begrenzt war und die Sparpreise Richtung Benelux einen Monat vor Fahrtantritt ausverkauft waren, entschieden wir uns schließlich für Genf, dorthin gab es die Hin- und Rückfahrt abzüglich eines 15€ Gutscheines noch für 44€. Nach dem Ausdruck der Fahrkarte merkte ich, dass dies meine erste EuropaSpezial-Tour war.

Am 22. Mai war es dann soweit. Um kurz vor 5 Uhr trafen wir uns am Bahnhof, um den IC/CNL um punkt 5 Uhr nach Basel zu erreichen, denn ich allerdings fast verpasst hätte, weil ich das Zusatzangebot zum Turnfest testen wollte und der zusätzliche Moonliner 2 vier Minuten zu früh ab- und durchfuhr. Zum Glück hat man aber noch ein Auto...


Um kurz nach 7 erreichten wir Freiburg. Mittlerweile war es auch hell geworden, von der Sonne war jedoch keine Spur. In Freiburg hielt auch gerade nebenan die Konkurrenz auf der Strecke. Der Slogan "Fahr grün!" kann sich allerdings nur auf die Farbe des Busses beziehen, nachdem einer der Busse gestern Abend in Heidelberg mindestens 10 Minuten mit laufendem Motor vor dem Mc Donalds stand, während Fahrer und Fahrgäste Raucher- und Fresspause machten...


In Freiburg gibt es noch eine schöne Drehscheibe, so wie es aber außenherum aussieht, nicht mehr lange.


In kurzen 40 Minuten erreichen wir dann durch den neuen Katzenbergtunnel den badischen Bahnhof von Basel, wo gerade 363 103-3 ihre Arbeit verübt.


Ich hatte zwar bedenken, dass die doch recht verspätungsanfälligen CNL-Züge unseren Anschluss in Basel platzen lassen, jedoch war dem nicht so und wir erreichten unseren Anschlusszug nach Biel, wo gerade dieser RE auf dem Nachbargleis wartet, während unser ICN einfährt.


Unser Zug war zwar gerade eingefahren, aber den Güterzug auf einem der Nachbargleise ließ ich mir nicht entgehen.


Am Zwischenhalt Yverdon-les-Bains musste ich ein bisschen frische Luft schnappen nachdem mir plötzlich etwas übel wurde. Der Blick aus der Tür zeigte zudem noch diesen historischen Volvo Gelenkpostbus.

Nach einer schönen Fahrt entlang verschiedener Seen erreichten wir dann Genf, wo wir uns Fahrkarten kaufen wollten. Leider wusste ich allerdings nicht, dass Genf die gleichen Automaten, wie Basel besitzt, die auch Euro-Münzen nehmen. Nachdem ein Versuch mit der EC-Karte, die angeblich extra für den Einsatz in der Schweiz geeignet ist, auch scheiterte, war ich froh, dass der Automat der Schweizer Bundesbahn Euro-Geldscheine annahm.


Nun kann die Tour durch Genf beginnen. Zunächst einer der vielen Citaros, die durch Genf fahren. Sie gefallen mir im blau/weißen Lack sehr gut. Vielleicht wäre die dunkelblaue Binde auch etwas als Anregung für die Busse der RNV?


Dem Citaro folgt ein BGT 5-25 von NAW / Hess. Diese Bauart soll ihm Rahmen einer neuen Trolleybusbestellung leider auch ersetzt werden.


Ein paar Meter weiter kommt auch die erste Straßenbahn vor die Linse gefahren. Leider nur ein Flexity Outlook mit hässlichem Bügel.


Auf der Suche nach den Brüdern der M-Wagen erreichten wir dann die Haltestelle Bel-Air, die auf einer Insel liegt und einen schönen Ausblick bietet.
Wir dachten nun schon wir wären zu spät für die M-Wagen, jedoch sah ich durch Spalt zwischen zweien Häuseren irgendwas M-Wagenähnliches fahren, bis ich auf dem Liniennetzplan die Linie 12 entdeckte, die wir noch nicht gesichtet hatten.


Und endlich sahen wir auch einen von Vevey in Lizenz gebauten M-Wagen, die dort den Namen "DAV" für Düwag – Ateliers de Vevey tragen.


Der nächsten Zug nahmen wir dann direkt zur Haltestelle Amondolier.


Aus der Gegenrichtung kommt ebenfalls ein DAV-Be 4/6 4/8 Pärrchen angefahren.


Weiter geht es in Richtung Frankreich und die Häuser werden mehr und mehr hässlicher :D.


An der Grenze zu Frankreich endet aktuell die Straßenbahn noch. Es gibt Planungen für Strecken zum MICA (Schweiz) und nach Annemasse (Frankreich). Hier fährt jedenfalls gerade ein Zug aus der zweigleisigen Endstelle Moillesulaz aus.


Zurück Richtung Stadt kommt ein reines Be 4/6-Pärrchen angefahren.


Aus der Gegenrichtung kommt ein weiteres Be 4/6-Pärrchen, was ich eigentlich eher für eine Seltenheit hielt.


Man kanns mit der Werbung auch übertreiben. Wenigstens hat man an den Hilfsfahrerstand gedacht... :(


So sehen schöne M-Wagen mit Niederflur aus ;) Sogar die LED-Anzeige ist nicht getaktet :D


Ich erfreue mich ja immer in Ostdeutschland über schön gestaltete Stromkästen und Häuschen. In der Schweiz hat man wohl auch verstanden, das diese nicht unbedingt immer grau sein müssen. Wie wird neudeutsch gerne gesagt: Tw 17 gefällt das!


Berge in alle Himmelsrichtungen find ich immer schön im Hintergrund.


Der Heckfahrerstand befindet sich in einer extra Kabine mit zwei Sitzen.


Nachdem wir nun den ersten Streckenabschnitt der Linie 12 dokumentiert hatten, ging es einmal durch die Stadt auf den anderen. Hier wird unter anderem schön durch enge Gassen gefahren.


Ich finde in Genf kann man am Baustil her die Nachbarn der Schweiz erkennen. Lediglich die modernen Blumenkübel passen nicht.


Die alte Lackierung der Genfer Straßenbahn, wie sie die Trolleybusse noch teilweise tragen, hätte hier vielleicht besser gepasst.


Meiner Meinung nach sollten durch die Rue Ancienne nur historische Wagen fahren dürfen...


Unser Zug endete dann in der Zwischenschleife Carouge. Weiß jemand was da rechts in der Abstellanlage steht?
An dieser Stelle sei übrigens auch angemerkt, dass die Genfer Straßenbahn mit 600 Volt fährt :)

Wie die Strecke und der Tag dann weitergeht, gibt es in Teil 2 dieser Serie zu sehen.

Allzeit gute Fahrt,
Tw 17

Antworten:

Die M-Wagen sehen wirklich gut aus mit dem durchgängig schwarzen Fensterband. Besonders schön im letzten Bild zu sehen. Leider passt das trübe November Mai Wetter nicht so gut dazu.
Sind dies wirklich Niderflurbahnen? Wie muss ich mir das innen vorstellen? Wie bei den MGT6? Gibt es in Deutschland auch solche Fahrzeuge?

von Vetter 16SH - am 27.05.2013 13:20

Re: Zwei Kurztrips an den See - Teil 1

Das mit der blauen Schürze erinnert mich voll an SWEG :-) Vielleicht ist das abgestellte etwas im letzten Bild für Faschingsumzüge rotfl

von rnv TW 5715 - am 27.05.2013 17:53
Ich hätte mir auch besseres Wetter vorgestellt. Auch bei meiner gestrigen Tour war das Wetter sehr sehr durchwachsen.

Die Lizenzbauten sind nur teils niederflurig, jedoch mehr als lediglich ein Mittelteil, wie in Heidelberg. Front und Heck sind hochflur (ich glaub die ersten bzw. letzten zwei Vierersitze) und von der ersten bis zur letzten Tür ist dann Niederflur. Innenraumfoto hab ich leider keins gemacht. Meinen Informationen nach gibt es die Fahrzeuge in dieser Ausführung also mehr als nur das Mittelteil und auch die M6 niederflurig sind nur in Genf.

Städte mit M-Wagen mit Niederflurmittelteil, wie es das in Heidelberg gibt, sind bzw. waren Nürnberg, Mülheim und Graz.

von Tw 17 - am 31.05.2013 15:41
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