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Nahverkehr Rhein-Neckar
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vor 5 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
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Tw237, dreamcastle, pfaffengrunder, Lokleitung

[PM] Heute im Mannheimer Morgen: Ungewissheit bei Bus und Bahn (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 17.06.2013 09:13





Was das GVFG anbelangt sind entweder der Stadt/RNV oder Herr Tangl nicht richtig informiert. Die Kleinmaßnahmen besteht nämlich überhaupt kein Anlass zur Sorge. Denn, zumindest in BaWü, gibt es ein Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, das nicht nur die Bereitstellung der nötigen Mittel über das Auslaufen der Zweckbindungsfrist der Entflechtungsmittel hinaus sicherstellt, sondern auch über das Ende der Entflechtungsmittel (2019) hinweg.

Leider beinhaltet das LGVFG in BaWü auch noch die, zumindest nach meinem Dafürhalten, wenig sinnvolle Forderung nach Eigentrassen, ohne dass dies in Einzelfällen konkret notwendig ist.

Das Bundesprogramm läuft derzeit bis 2019 tatsächlich aus. Da dies nur für große Bahnmaßnahmen (>50 mio.) wie die Stadtbahn Nord gedacht ist, ist das für die aufgeführten Maßnahmen eh nicht relevant.
Winfried Kretschmann und Modellbahnfreund Seehofer haben eine Erneuerung des GVFG bereits in den Bundesrat eingebracht, was auch beschlossen wurde, lediglich die Zustimmung des Bundestages steht m.W. derzeit noch aus.

Für Mannheim an sich aber wohl eh nicht mehr wichtig. Mir würde so spontan eh keine Neubau-Maßnahme einfallen, die auf Mannheimer Gemarkung noch umzusetzen wäre und über 50 Mio. Euro kostet, zimindest keine für die Straßenbahn :-P .





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Antworten:

Zitat
Tw237
Für Mannheim an sich aber wohl eh nicht mehr wichtig. Mir würde so spontan eh keine Neubau-Maßnahme einfallen, die auf Mannheimer Gemarkung noch umzusetzen wäre und über 50 Mio. Euro kostet, zimindest keine für die Straßenbahn :-P .


Stadtbahn Windeckstr. (Mannheim 21)
Stadtbahnverlängerung MA-Feudenheim -- MA-Wallstadt
Stadtbahnverlängerung MA-Feudenheim -- Ilvesheim und weiter über Ladenburg nach Schriesheim
Leistungssteigerung Bahnhofsvorplatz HBf MA


Das ganze als Paket schnüren wie in Heidelberg, und Du kommst auf die weit mehr als 50 Mio. Teuro.

von pfaffengrunder - am 17.06.2013 16:18
Stadtbahn Windeckstr. (Mannheim 21)
Meines Wissens gestorben

Stadtbahnverlängerung MA-Feudenheim -- MA-Wallstadt
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unrentabel, wenn man schon laut darüber nachdenkt, das bisschen 10-Minutentakt nach Wallstadt auf der 4 wieder zurückzunehmen.

Stadtbahnverlängerung MA-Feudenheim -- Ilvesheim und weiter über Ladenburg nach Schriesheim
unrentabel, und die Gemeinden außerhalb Mannheims haben eh kein Geld für Bau und Betrieb

Leistungssteigerung Bahnhofsvorplatz HBf MA
Schön wär's, aber alles, was ich da bisher an Entwürfen gesehen habe ist Flickwerk.

von Lokleitung - am 17.06.2013 16:43
Eigentlich soll man ja keine Mehrfachbewertungen machen. :-P

Gut, die Strecke nach Schriesheim ist glaube ich wenig vielversprechend und ist meine ich schon vor über 10 Jahren als wenig sinnvoll eingestuft worden.

In MA selbst wären das dann noch die Windeckstraße und die Verlängerung in Feudenheim und der Bahnhofsplatz. Ob das zusammen auf über 50 mio. kommt würde ich anzweifeln. Wobei es möglicherweise auch schwierig werden könnte einen betrieblichen Zusammenhang nachzuweisen, den den Zuwendeungsgeber veranlassen könnte einer Bündelung zuzustimmmen. In HD hast du den für beide Teilprojekte beispielsweise bei der 22 bzw. der 21. mit Schwetzingen-Altstadt und Feld-Altstadt: [www.mobinetz-hd.de]

von Tw237 - am 17.06.2013 16:50
Zitat
LL
Stadtbahnverlängerung MA-Feudenheim -- MA-Wallstadt
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unrentabel, wenn man schon laut darüber nachdenkt, das bisschen 10-Minutentakt nach Wallstadt auf der 4 wieder zurückzunehmen.


Das befürchte ich auch. Wobei die Strecke ja wohl eher bis Feudenheim Ost gedacht war (steht meine ich im NVP)
Aber mit Blick auf den Liniennetzplan ergibt sich da gefühlt wohl wenig Einsparpotenzial, wenn man einen Minibus im 20er-Takt durch eine Strab im 10er-Takt ersetzt.

von Tw237 - am 17.06.2013 16:54
Zitat
Tw237
Gut, die Strecke nach Schriesheim ist glaube ich wenig vielversprechend und ist meine ich schon vor über 10 Jahren als wenig sinnvoll eingestuft worden.


Kommt auf die Art der Bewertung an. Man hat sich dabei ja was gedacht, als man darüber diskutierte.
Das Problem ist stets dasselbe. Die Bewertung einer Straßenbahn gegenüber eines Busses wird ja nur dadurch negativ, dass man die Investitionskosten für den Bau mit einrechnet. Das Problem hat der Bus weniger (wenn man vom Bau der Haltesstellen absieht). Denn die Infrastruktur wird vom Steuerzahler ja schon bezahlt, nämlich die Straßen.

Wenn man nur den Betrieb sieht, könnte sich eine Verbindung nach Schriesheim lohnen. Es gibt viele Pendler aus dem Odenwald die heute gezwungenermaßen über Heidelberg nach Mannheim pendeln. So wäre die Strecke gerade für Wilhelsfelder oder auch die Bergsträßler die kürzere Variante.

Ach die Strecke nach Wiesloch, war ja eigentlich gut genutzt und die Einstellung damals war ja nur der finanziellen Situation der HSB und der straßenbahnfeindlichen Politik geschuldet.

Denn mal ehrlich: Auch die Strecken der Linie 5 nach Weinheim hätten mit der heutigen Art der Bewertung keine Chance auf Realisation. Da hatte man nur Glück, dass die OEG überlebte.

von dreamcastle - am 17.06.2013 21:40
Zitat
DC
Das Problem ist stets dasselbe. Die Bewertung einer Straßenbahn gegenüber eines Busses wird ja nur dadurch negativ, dass man die Investitionskosten für den Bau mit einrechnet


Investitonskosten ist ein etwas seltsamer Ausdruck, da Investitionen ja eigentlich ein Aktivtausch in der Bilanz sind und somit keine Kosten im eigentlichen Sinn darstellen :-P

Aber im Prinzip hast du Recht. Nur eben macht es ja eigentlich keinen Sinn eine Bahn ohne Infrastruktur zu betrachten. Damit erkauft man sich ja eigentlich, betriebswirtschaftlich betrachtet, die Personalkosteneinsparungen, die für die gleiche Kapazität des Busbetriebs anfallen.
Und auch wenn Verdi das jetzt bestreitet, durch die Subheinis ist das Lohnniveau im ÖPNV in der Vergangenheit gesunken (nachgewiesen und entsprechend bei der Bewertung berücksichtigt), was die Persnalkostenersparnis insgesamt schmälert und damit auch den Vorteil der Bahn.

Ferner stellt sich natürlich die Frage, ob der aktuelle Busbetrieb ohne wesentliche Verringerung des aktuellen Fahrtenangebots überhaupt Einsparpotentiale bietet und inklusive möglicher Nachfragesteigerungen überhaupt die Kapazitätserweiterung gestattet.

Zudem schneidet eine Bahn im Staßenraum bei einer Bewertung schlechter ab und ist ohnhin nicht förderfähig.


Reisezeitverkürzungen dürften bei einem hypothetischen positiven Ergebnis den größten Teil ausmachen. Die sind aber als Nutzen eher volkswirtschaftlich, wovon sich die Gemeinden ja nichts kaufen können.
Also würden selbst bei einer Förderwürdigkeit Mehrkosten für den Betrieb anfallen, die wie Kollege Loki schon erwähnte, wohl kaum von den Kleingemeinden getragen werden. Und schon gar nicht von solchen, denen die Verbesserung der Takte auf der Linie 5 zu teuer ist.


Wiesloch ist was ander(ster)es. Da habe ich so meine eigene Theorie. Bei Infos, die da so im Internet kursierten, würde ich mal mutmaßen, dass das Ergebnis unter anderen politischen Vorgaben bei Streckenführunug und Angebot vielleicht anders(ter) ausgefallen wäre.

von Tw237 - am 17.06.2013 22:10
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