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Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tw237, Führerbremsventil, Zwergsignal

Keine U-Bahn mehr in Mülheim/Ruhr und Duisburg?

Startbeitrag von Zwergsignal am 23.07.2013 08:23

Die Schuldenkrise frisst sich durch Deutschland ... und bedroht mittlerweile ernsthaft den Fortbestand mehrerer U-Bahn-Netze im Ruhrgebiet. Ganz finster sieht es in Mülheim aus.

Grund dafür sei u.a. die "Tunnelitis" aus den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Im Ruhrgebiet buddelten sie ja ganz besonders emsig. Aber nicht nur dort ... ;)

Meiner Ansicht nach ist das jedoch zu kurz gegriffen. Grund dafür ist vielmehr ein völlig falscher Umgang mit öffentlichen Geldern bzw. eine Finanzpolitik in den Kommunen, bei der jeder persönlich haftende Unternehmer die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde.

Immerhin, man hat inzwischen eine Experten-Kommission eingerichtet. Dass ein Dichtmachen der U-Bahn und ein damit verbundenes Umsteigen auf Busse keine Lösung sein kann, ist wenigstens dem Vorstandssprecher der Düsseldorfer Rheinbahn, Dirk Biesenbach, klar ...

Freundliche Grüße!
Zwergsignal

Antworten:

Zitat
Zwergsignal
Dass ein Dichtmachen der U-Bahn und ein damit verbundenes Umsteigen auf Busse keine Lösung sein kann, ist wenigstens dem Vorstandssprecher der Düsseldorfer Rheinbahn, Dirk Biesenbach, klar ...

Freundliche Grüße!
Zwergsignal


Alles andere wäre ja auch mehr als ein schlechter Witz in einer Stadt, in der massiv eine neue Tunnellinie ("Wehrhahn") vorangetrieben wurde und wird.

von Führerbremsventil - am 23.07.2013 11:45
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Umstellug einer Linie wie der U18 bei gleichern Kapazität auf Busse mit entsprechend mehr Personal (das Teuerste im ÖPNV-Geschäft), Fahrzeugen und Fahrzeit zu nennenswerten Einsparungen führen kann. Zumal man die Infrastruktur in ihren wesentlichen Zügen weiter erhalten muss, Denn eine Verdämmung würde sich in den kommenden 250 Jahren nicht amortisieren.


Von der schon angeregten Neuregelung des GVFG mit Förderung von Unterhaltung halte ich aber wenig, da es ja geradezu dazu einlädt weiter Infrastrukturen zu errichten, die man sich nicht leisten kann. Und außerdem sollte der ÖPNV in Städten mit weitsichtiger Planung nich zu Lasten kurzsichtiger Kommunen gehen.

In einer Situation wie der der Ruhrgebietsstädte muss man überall sparen. Versorgung, Soziales Umwelt, Kultur. Und eben auch beim ÖPNV. Nur muss man eben dort sparen, wo es am sinnvollsten ist.
Eine Einstellung der U18 würde wahrscheinlich die Personalkosten in die Höhe treiben, die Infrastrukturkosten kaum verändern aber dennoch die Einnahmen schmälern, also ein Schuss nach hinten.

Man muss im Noftall eben da sparen, wo es weniger ins Gewicht fällt. z.B. auf einer Strecke zum Flughafen.
Und wenn man eine Bus oder Bahnlinie hat, auf der fast nur Leute fahren, die sonst keine andere Wahl haben, wäre es da am ehesten ratsam den Takt zu halbieren.
Das ist sicher nicht 100%ig im Sinne der Daseinsfürsorge des ÖPNV aber noch der Weg wie dieser mit möglichst wenigen Einnahmeverlusten seinen Teil zur kommunalen Kosteneinsparung neben Schließung von Theatern, Schwimmbädern oder Kindergärten leisten kann.

von Tw237 - am 23.07.2013 22:25
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