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Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lokleitung, Kastenlok, Rastatter Kundendienst, Fahrgastwunsch, Heidelberger Straßenbahner, Linie 8 muss wieder her

Tariffrage zur RNV 5 (ex OEG)

Startbeitrag von Linie 8 muss wieder her am 10.08.2013 11:20

Ausgelöst durch diesen Beitrag des Users Mitteldrehgestell in Drehscheibe-online News

Zitat

Und sie haben nichtmal einen gültigen Fahrschein...
Haben sie. Die OEG, auch wenn sie als solche nicht mehr existent ist, akzeptiert DB-Fahrscheine. Gleiches gilt für die RHB. Auf den Linien 4 und 5 der RNV kann man also als BC100-Besitzer beispielsweise problemlos die Gesamtstrecke abfahren.


stellt sich mir die Frage: Gilt das tatsächlich so? z.B. für den Fall, dass ich ein DB Ticket Heidelberg - Berlin habe, HD-MA, Nahverkehr, MA-B Zugbindung Fernverkehr. Darf ich dann von HD nach MA bzw. zurück die OEG benutzen?
Und wie ist es mit einem Fernverkehrsticket ohne Zugbindung für die Gesamtstrecke, also z.B. IC HD-MA, ICE MA-K?

"Eigentlich" sollte man das wissen, aber ich würde nicht wagen, jemand einigermaßen verbindlich dazu Auskunft zu geben

Antworten:

Meines Erachtens gelten normale DB-Fahrausweise auf der OEG nicht, sondern nur solche des Übergangsverkehrs DB-NE mit Start oder Ziel an OEG-Bahnhöfen oder Haltepunkten. Die Auskunft unter bahn.de gibt auch Fahrpreise an, welche das OEG-Streckenstück mit einschließen.

Die Nutzung der OEG mit DB-Fahrausweisen außerhalb des Übergangstarifs halte ich für nicht statthaft. So war es jedenfalls früher, und ich glaube nicht, dass es da eine Erweiterung gegeben hat. Mich überrascht sogar, dass es überhaupt noch eine Durchtarifierung gibt, zumal die MVV Verkehr auch aus dem Fahrvergünstigungsaustausch der Eisenbahner ausgestiegen ist.

Es grüßt

die Kastenlok

2x Edit: Gliederung und Interpunktion

von Kastenlok - am 10.08.2013 19:10
Hier noch was Einschlägiges:

[www.tbne.de]

[www.tbne.de]

Es geht hier ausdrücklich um den "Anstoßverkehr", nicht um "Durchgangsverkehr".

Hier noch was zu den Fahrgastrechten:

[www.tbne.de]

Ich habe darin keine Regelung gefunden, bei Ausfall der Verkehrsmittel eines Mitgliedsunternehmens auf ein Verkehrsmittel eines anderen Mitgliedsunternehmens, vergleichbar mit dem DB-Ausfall Heidelberg - Mannheim / Weinheim, auszuweichen.


Es grüßt

die Kastenlok

von Kastenlok - am 12.08.2013 14:51
So wie der Urser Kastenlok oben geschrieben hat, lese ich den Aushang auch. Wenn der Start/Zielpunkt an der OEG/RHB Strecke liegt, wird der entsprechende DB Fahrschein anerkannt.

Ein Fahrgast mit einer (DB) Fahrkarte von (zum Beispiel) Freiburg nach Frankfurt hat keine Fahrberechtigung auf der Linie 5.


Salü Erhard

PS.: Damit niemand beleidigt ist, ein zweites Beispiel mit der RHB: Von München nach Kaiserslautern ---> keine Nutzung der RHB.

von Heidelberger Straßenbahner - am 12.08.2013 16:41
Was hier geschrieben wurde stimmt im Wesentlichen.

Prinzipiell gelten nur die Übergangsfahrscheine, die mit den entsprechenden NE-Nummern (515 für die OEG, 592 für die RHB) gekennzeichnet sind.

Für die tatsächliche Durchführung ist das aber weniger relevant, weil die meisten Fahrkartenkäufer/verkäufer, Kunden und Fahrausweisprüfer mit dieser selten auftretenden Fahrkartenart kaum vertraut sein dürften. Das geht natürlich so weit, dass viele Kunden gar nicht erwarten, von weiteren Entfernungen überhaupt durchgehende Fahrscheine nach Viernheim oder Maxdorf lösen zu können und diese Fahrkarten daher auch selten ausgegeben werden. Im Nahbereich gibts für Otto Normalfahrgast Verbundfahrkarten, sodass die Anzahl der ausgegebenen Übergangsfahrscheine verschwindend gering sein dürfte.

Und wenn dann mal einer mit einer "normalen" DB-Fahrkarte angetroffen wird, dann gilt dann i.d.R. das Prinzip, das man die Fahrkarte nicht beanstandet. Das fällt dann wohl unter den Begriff "Graufahrer" - der Kunde ist ja offensichtlich zahlungswillig, scheint aber im Tarifdschungel auf den falschen Weg geraten zu sein.

Auch bei solchen Dingen wie DB-Betriebsstörungen wird man relativ großzügig verfahren. Was soll's auch - soll der Tf, der keine Fahrkarten mehr an Bord hat, dem gestrandeten und zumeist entsprechend genervten DB-Fahrgast auch noch den Automaten erklären?

Finanziell geht das Ganze natürlich fast immer zu Lasten der RNV. Denn der Preis des "falschen" Fahrscheins wird ja in der Regel zu 100% an die DB entrichtet. Aber alle RNV-Eisenbahnlinien (ausgenommen die Strecke nach Heddesheim) verlaufen ja parallel zu den Verbindungen der DB:
Mannheim - Weinheim
Weinheim - Heidelberg
Mannheim - Heidelberg und
Mannheim - Bad Dürkheim
sind alle mit mehr oder weniger Umsteigen auch mit der DB fahrbar. Darin liegt der wesentliche Unterschied zu den Stichstrecken der meisten anderen NE-Bahnen, wo es keine Parallelstrecken gibt, gibts auch keine "falschen" Fahrkarten.

Die BC 100 gilt im Übrigen auch im Durchgangsverkehr auf den Strecken der Linien 4 und 5.

von Lokleitung - am 12.08.2013 19:28

Nachtrag

Ich habe es gerade mal ausprobiert, offenbar kann man über die DB mitterweile online auch die TBNE-Anstoßfahrkarten kaufen. Viernheim, Maxdorf und Schriesheim nach Garmisch (wohin auch sonst, Garmisch ist nie ein Umweg, und ich kannte mal jemanden, der fuhr immer über Garmisch) macht das Programm ohne Probleme. Wie aber fast zu erwarten war, gibts für solche Verbindungen keine Sparpreise.

Wenn man aber so was probiert wie von Frankfurt (Main) nach Karlsruhe über Schriesheim OEG, dann gibts immer nur Teilstreckenfahrpreise.

Im Durchgang über die OEG-Strecke geht also offenbar nicht...

von Lokleitung - am 12.08.2013 20:22

Re: Nachtrag

Man kann dadurch sogar Geld sparen, insbesondere wenn man aus Richtung des Richtig Miesen Verbundes einreist.

Wenn ich von Darmstadt zum PAP will, dann kann ich durgehende DB-Fahrscheine lösen, oder RMV- und VRN-Ticket stückeln.
Da gibt's dann 2 Varianten:

DA-Zwingenberg (RMV): 4,25 (Einzelfahrschein; auf PS 4 gibt's kein BC-Rabatt...)
Zwingenberg-PAP (VRN): 7,80 (5,90 BC)
Zusammen 12,25 (10,15 BC)

DA-Weinheim (RMV): 7,60 (5,70 BC - bei einigen höheren PS gibt's dann doch Rabatt - die spinnen echt!)
Weinheim-PAP (VRN): 5,10 (3,80 BC)
Zusammen 12,70 (9,50 BC)

Durchgehender DB-Fahrschein DA (NV) Weinheim (OEG)-PAP: 13,40 (mit BC 50: 8,10, mit BC 25: 10,00)
Mit einer BC 50 kriegt man sogar DA (FV) Weinheim (OEG) PAP günstiger: 9,00

von Rastatter Kundendienst - am 18.08.2013 10:08

Re: Nachtrag

Sparpreise gibt es - zumindest an den DB-Automaten - auch von und nach Tarifpunkten der RNV-Linie 5.

Zum Beispiel von Weinheim Blumenstraße nach Ulm Hbf für 16,20 Euro. Das ist sogar noch günstiger als das Baden-Württemberg-Ticket, wenn man nicht am selben Tag wieder zurückfahren möchte.

Der Fahrpreis setzt sich zusammen aus 14,25 Euro für die DB (19-Euro-Sparpreis abzgl. 25% BC-Rabatt) und 1,95 Euro für die RNV.



von Fahrgastwunsch - am 27.08.2013 14:15
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